Sebastian Schwaighofer, FPÖ
+ Ich bin Mitglied des Nationalrats, weil …“mir die Zukunft meiner Heimat sehr am Herzen liegt. Und ich hab das große Privileg bekommen, viele, viele Wähler aus meiner Heimat hier zu vertreten und denen möchte ich eine Stimme sein und da möchte ich die nächsten Jahre gute Arbeit leisten.“
+ Ein Thema, das Ihnen im Nationalrat besonders am Herzen liegt? „Besonders als junger Mensch trifft man viele andere junge Menschen. Es stimmt, was man über junge Menschen oft sagt, dass sie politikverdrossen sind, das ist das, was ich im Alltag überhaupt nicht wahrnehme. Im Gegenteil: junge Menschen sind total an Politik interessiert, aber es geht auch darum, politische Inhalte so aufzubereiten und über solche Kanäle hinaus zu spielen, dass sie sie auch erreichen. Das ist meine Herzensangelegenheit. Das möchte ich hier die nächsten fünf Jahre bewerkstelligen.
Berufliche Tätigkeit: Landesparteisekretär der FPÖ Salzburg
Urteil auf ethischer Grundlage: ethos.at wiederholt für Sebastian den Artikel 56 B-VG: „Die Mitglieder des Nationalrates und die Mitglieder des Bundesrates sind bei der Ausübung dieses Berufes an keinen Auftrag gebunden.“ (DETAILS: Kategorischer Imperativ der Gesetzgebung.)
Mit dem Beruf gemäß Artikel 56 B-VG (man muss es für den parlamentarischen Nachwuchs ein bisserl öfter wiederholen) müsste der Koch in Karenz eigentlich ausgelastet sein. Stattdessen gibt er – nicht weil er von Amts wegen muss, sondern weil er es so sieht – als Beruf an: Landesparteisekretär der FPÖ Salzburg. Wessen Diener der „Volksvertreter“ demnach ist, welche Prioritäten der „Volksvertreter“ demnach setzt, hat er damit kundgetan. Dazu sein Outing „ich hab das große Privileg bekommen“! Damit reiht er sich ein in die Privilegien Empfänger aus der Epoche von Kaiser Franz Josef.

Immerhin hat er (er?) in der vorigen Saison mehrere Dutzend Schriftlicher Anfragen bei unterschiedlichen Ministern eingebracht – zumindest überbracht. Sapere aude!