13. Mai 206 (Presseinformation AIT) Das AIT Austrian Institute of Technology hat das Geschäftsjahr 2025 positiv abgeschlossen. Betriebsleistung, externe Erlöse, Auftragseingang und Auftragsstand entwickelten sich deutlich positiv. Damit zeigt die Bilanz: Das AIT ist auch in einem anspruchsvollen Umfeld stabil, leistungsfähig und als Partner für Industrie und öffentliche Hand stark nachgefragt.

Foto: v.l.n.r.: Peter Schwab, Vorsitzender des AIT-Aufsichtrats; Brigitte Bach, AIT Managing Director & Spokesperson of the AIT-Management; Alexander Svejkovsky, AIT Managing Director; Andreas Kugi, AIT Scientific Director
Bilanz-Kennzahlen 2025 auf einen Blick
Betriebsleistung: 230,16 Mio. Euro | +5,6 %
Erlöse aus Forschungsaufträgen (externe Erlöse): 141,1 Mio. Euro | +8,0 %
Jahresergebnis: 3,4 Mio. Euro | positiv
Auftragseingang: 105,8 Mio. Euro | +18 %
Auftragsstand: 314,6 Mio. Euro | +14 %
Angewandte Forschung als Hebel für Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherung
In einer Phase, in der Europas Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität besonders gefordert sind, wird die Rolle von angewandter Forschung noch wichtiger. Das AIT verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit industrieller Umsetzung und arbeitet an Lösungen für nachhaltige und resiliente Infrastrukturen sowie für die digitale Transformation von Industrie und Gesellschaft. Dadurch entsteht konkreter Nutzen für Unternehmen, öffentliche Auftraggeber:innen, Standort und Gesellschaft.
Wirtschaftliche Entwicklung und Jahresergebnis
Die wirtschaftliche Entwicklung des AIT im Jahr 2025 unterstreicht die starke Nachfrage nach den Forschungsschwerpunkten und Themen, auf die wir setzen. Die Erträge aus Forschungsaufträgen (externe Erlöse) erreichten insgesamt 141,1 Mio. Euro und liegen damit um 8,0 Prozent über dem Vorjahr. Die Erlöse aus Auftragsforschung konnten dabei um 5,0 Mio. Euro beziehungsweise 6,8 Prozent gesteigert werden; die Erlöse aus kofinanzierter Forschung wuchsen um 5,4 Mio. Euro beziehungsweise 9,5 Prozent. Die Betriebsleistung liegt gesamt bei 230,16 Mio. Euro, das Jahresergebnis bei 3,4 Mio. Euro.
Starke Auftragslage und Planungssicherheit
Auch die Auftragslage zeigt die hohe Relevanz des AIT für Wirtschaft und öffentliche Hand. Der Auftragseingang stieg 2025 auf 105,8 Mio. Euro. Der Auftragsstand erhöhte sich auf 314,6 Mio. Euro. Damit verfügt das AIT über eine solide Grundlage für die weitere Umsetzung der Strategie- und Leistungsvereinbarungsperiode 2024-2026 sowie für die Vorbereitung auf die nächste Periode 2027-2029.
Investitionen als Voraussetzung für Innovation
Das AIT investiert weiter in Zukunftsfähigkeit: 2025 lagen die Gesamtinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen bei 15,7 Mio. Euro — um 2,7 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Damit stärkt das AIT gezielt Forschungsinfrastruktur und technologische Zukunftsfelder, etwa mit dem AIT H2LAB am Campus Seibersdorf für Wasserstoff- und hybride Kraftwerkstechnologien sowie einem neuen Prüfstand für Luftwärmepumpen bis 100 kW. Zudem wurde die Hard- und Softwareinfrastruktur für Daten und Künstliche Intelligenz gezielt ausgebaut und damit die Grundlage für leistungsfähige, skalierbare Anwendungen geschaffen. Der Personalstand zum 31. Dezember 2025 wuchs auf 1.678 Mitarbeitende.
International attraktiv für die besten Talente
Zukunftsfähigkeit entsteht jedoch nicht allein durch Infrastruktur, sondern vor allem durch exzellente Köpfe und starke Teams. Das AIT ist als Arbeitgeber international stark nachgefragt: 2025 verzeichnete das Institut rund 17.500 Bewerbungen und vereint Mitarbeitende aus 57 Nationalitäten. Auch die Ergebnisse der Work Environment Survey bestätigen die hohe Qualität des Arbeitsumfelds: 85 Prozent bewerten das AIT als sehr guten Arbeitsplatz, 90 Prozent erleben eine faire und gleichberechtigte Behandlung. Externe Anerkennungen wie Great Place to Work und kununu Top Company unterstreichen zusätzlich die Attraktivität des AIT als Arbeitsumfeld, in dem Forschung in Wirkung für Industrie, Standort und Gesellschaft übersetzt wird.
Wissenschaftliche Exzellenz und internationale Vernetzung
Neben der wirtschaftlichen Stabilität bildet die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit die zentrale Grundlage des Erfolgs. Das AIT zeigt 2025 eine hohe internationale Sichtbarkeit und Qualität: Insgesamt wurden 685 wissenschaftliche Publikationen mit Peer-Review veröffentlicht, mehr als 82 Prozent der indexierten Journalpublikationen erschienen in führenden Q1-Zeitschriften. Erstmals wurde auch die Zitierwirkung systematisch erhoben: Mit einem Field-Weighted Citation Impact (FWCI) von 1,42 liegt das Institut deutlich über dem weltweiten Durchschnitt und bestätigt damit seine starke Position im internationalen Forschungsumfeld. Die Forschung des AIT ist konsequent international und anwendungsorientiert ausgerichtet. Sie entsteht in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft, Industrie und öffentlicher Hand und adressiert konkrete Fragestellungen entlang realer Anwendungen. Die hohe Sichtbarkeit zeigt sich auch in 342 eingeladenen Vorträgen in Wissenschaft und Praxis. Auch die Innovationsdynamik entwickelte sich deutlich weiter: Die Zahl der eingereichten Patente stieg auf 38. Darüber hinaus bringt das Institut seine Expertise aktiv in die Gestaltung technologischer Rahmenbedingungen ein – mit 238 Positionen in internationalen Standardisierungs- und Zertifizierungsgremien, davon 21 in leitender Funktion.
Mit 165 Dissertant:innen, rund die Hälfte davon aus dem internationalen Umfeld, bleibt das AIT ein attraktiver Standort für exzellente Nachwuchswissenschaftler:innen und stärkt zugleich seine globale Vernetzung.
Zukunftsfelder und technologische Umsetzungskraft
Das AIT Austrian Institute of Technology richtet seine Forschung konsequent auf die großen technologischen Zukunftsfragen Europas aus – mit dem klaren Anspruch, wissenschaftliche Exzellenz in wirksame Lösungen im industriellen Maßstab für Industrie, Infrastruktur und Gesellschaft zu überführen.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der systematischen Nutzung von Daten und Künstlicher Intelligenz als strategische Fähigkeit. Mit Initiativen wie der Research Acceleration Platform beschleunigt das AIT Forschungs- und Engineeringprozesse und verkürzt Innovationszyklen deutlich.
In der industriellen Transformation verbindet das AIT Energie- und Ressourceneffizienz mit modernsten Methoden der Sensorik, Automatisierung und KI. So entstehen robuste, produktive und nachhaltige Systeme, die unter realen Bedingungen funktionieren und international wettbewerbsfähig sind. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz der Mensch-Maschine-Integration verfolgt, der technologische Leistungsfähigkeit, Sicherheit, Akzeptanz und Effizienz miteinander verbindet.
Parallel dazu entwickelt das Institut resiliente und sichere Infrastruktursysteme in den Bereichen Energie, Mobilität und Gesundheit weiter. Dazu zählen auch Lösungen für Cybersecurity und vertrauenswürdige Kommunikation, einschließlich neuer Ansätze in der Quantenkommunikation für sicherheitskritische Anwendungen. Damit leistet das AIT einen konkreten Beitrag zur Stärkung von Versorgungssicherheit, Resilienz und technologischer Souveränität in Europa.
