Juristen gegen GIS und GEZ

Auf1 gg Gis GEZ

23. Jänner 2024 – Die neueste Sprechstunde AUF1 befasst sich mit den staatlichen Zwangsgebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Nachdem in Deutschland bereits im Jahre 2013 die Haushaltsabgabe für alle Haushalte – unabhängig von Besitz eines Rundfunkempfangsgeräts – eingeführt worden war, zog nun 2024 Österreich nach. Während sich private Fernsehsender aus Werbeeinnahmen oder – wie AUF1 – allein aus Spenden finanzieren, maßen sich die Öffentlich-Rechtlichen an, den Bürger monatlich abzuzocken, ohne auf dessen Wünsche einzugehen, geschweige denn, objektiv zu berichten! Gegen diese arrogante Art, die Menschen wie rechtlose Untertanen zu behandeln, regt sich in beiden Staaten Widerstand. Immer mehr Bürger weigern sich, die staatliche Rundfunkgebühr zu entrichten.

 

AUF1-Moderatorin Sabine Petzl lud daher drei Juristen ins Studio ein, um gemeinsam auszuloten, welche Möglichkeiten es gibt, die Zahlung der Zwangsgebühr abzuwenden. Für die Darstellung der Situation in Deutschland und als Tippgeber gegen den GEZ-Wahnsinn (die GEZ heißt mittlerweile beschönigend „Beitragsservice“) war der Münchner Rechtsanwalt Dr. Harald von Herget angereist – aus Wien kamen der Rechtsanwalt MMag. Markus Koisser sowie der pensionierte Verwaltungsrichter Mag. Gernot Klobcic ins Linzer Studio. Alle drei Juristen geben wertvolle Hinweise zur gegenwärtigen Rechtslage und warten mit Angaben zu Internetseiten auf, auf denen man das Rüstzeug für aktiven Widerstand gegen die staatliche Abzocke erhält!

ORF: Fall für Verfassungsgerichtshof

„Handwerklich schlecht gemacht“ sei das Gesetz zur ORF-Haushaltsabgabe, sagt Rechtsanwalt Koisser. Und deshalb laufe jetzt auch eine Reparaturfrist. Sollte das Gesetz endgültig aufgehoben werden, sollten Zahlungen überhaupt nur unter Vorbehalt erfolgen, rät der ehemalige Verwaltungsrichter Klopcic. Er kritisiert auch die Intransparenz des ORF.

„Für jedes Bundesland gilt aufgrund der Landesabgabe eine andere Beitragshöhe“. Im Gegensatz dazu sei in Deutschland in allen Bundesländern – trotz unterschiedlicher Anzahl der Sender – durch die Staatsvertragslösung ein einheitlicher Betrag zu entrichten.

Besonders die Regelung über die Zahlungspflicht für Unternehmen sei fragwürdig, meinen die Juristen. Für Gewerbetreibende mit mehreren Mitarbeitern steige etwa die finanzielle Belastung, analog gelte auch in Deutschland eine Staffelung. Durch die Unternehmensregelung müsse dann beispielsweise der spendenfinanzierte Sender AUF1 künftig als Unternehmen via Rundfunkgebühr die Konkurrenz ORF subventionieren.

Staatlicher Abzocke entkommen

Konkret raten die Anwälte zu folgender Vorgangsweise. Das erste Schreiben über den ORF-Beitrag (OBS) sei rein informativ. Das nächste Schreiben werde die Zahlungsaufforderung über die Entrichtung der Gebühr sein. Der erste Schritt sollte dann ein Widerruf der SEPA-Lastschrift sein. „Gleichzeitig soll man per Einschreiben einen Antrag auf Befreiung stellen“, rät Rechtsanwalt Koisser. „Und weiters einen Antrag auf bescheidmäßige Festsetzung der Höhe der Zahlungsverpflichtung stellen.“ Sobald der Bescheid zugestellt wurde, könne man eine Bescheidbeschwerde an das Bundesverwaltungsgericht einbringen.

„Wichtig ist es, die Fristen zu beachten.“ Außerdem raten die Juristen, den Schriftverkehr mit der Behörde zu dokumentieren, um dies notfalls bei Gericht nachweisen zu können. Mögliche weitere Schritte könnten zum Bundesverwaltungsgericht oder gar zum Verfassungsgerichtshof führen.

+ Über deutlichen Anstieg an spürbaren Erdbeben berichtet ORF.at (23.1.2024). Bisher wurden im Jänner 20 spürbare Erdbeben registriert, und insgesamt 60 messbare. Das Wunder trotz drohender Naturkatastrophen: die Erderwärmung wurde nicht als Ursache genannt!

Ermäßigung und Befreiung

Weitere Möglichkeit – sowohl in Deutschland als auch in Österreich – sei, einen Antrag auf Ermäßigung bzw. Befreiung der Rundfunkgebühr zu stellen. In Österreich gilt bis 2026 dieselbe Regelung wie bei der GIS-Gebühr, erklärt Klopcic. „Man muss die soziale Bedürftigkeit nachweisen, also etwa Pensionist, AMS-Bezieher oder Alleinerzieher sein.“

In Deutschland ist eine Ermäßigung oder Befreiung aus sozialen oder gesundheitlichen Gründen möglich. Angaben dazu seien aber auf der offiziellen Internetseite des sogenannten Beitragsservice der Staatsmedien (ehemals GEZ) eher dürftig. Bei der Suche nach Gegenmaßnahmen sollte man auf private Seiten ausweichen, rät der Münchner Rechtsanwalt von Herget.

Reform der Öffentlich-Rechtlichen nötig

Generell sind sich die Juristen einig: Die Staatsmedien würden ihrem Auftrag zur objektiven freien Berichterstattung in keiner Weise nachkommen. Es brauche dringend eine Reform. Außerdem gehe es um die Entscheidungsfreiheit der Bürger. Jeder Bürger müsse die Wahl haben, selbst zu entscheiden, was er bezahlt und nutzt. Man fragt sich zu Recht, weshalb eine Sendeminute im Öffentlich-Rechtlichen mehr kostet als im Privatfernsehen. „Finden sich genügend Menschen zusammen, die gegen diese Zwangsgebühren aufstehen, wird sich mit Sicherheit etwas bewegen“, so die Juristen unisono.

Ergänzung 24. März 2024: Wolfgang Berger berichtet: „Eine breite Front aus Rechtsanwält*innen und Plattformen haben gegen diese geplante Zwangsabgabe mobil gemacht und erste Erfolge sind zu verbuchen. Der VfGH hat eine erste Prüfung veranlasst und die Bundesregierung aufgefordert sich binnen 8 Wochen zum ORF-Gesetz zu äußern. Ob dies ebenso verläuft wie bei den COVID-Gesetzen bleibt abzuwarten. Was aber jeder Haushalt machen kann im Falle der Zusendung einer Zahlungsaufforderung ist hier ersichtlich. Ob dieser Weg immer zum Erfolg führt ist aber fraglich.“

MUSTERBRIEF siehe sebö

SIEHE AUCH: Die Bevorzugung des ORF ist verfassungswidrig.

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Pleite mit FFP2-Masken

Hygiene Austria screen

22. Jänner 2024 – Es hat keine zwei Monate nach Ausrufung der Corona-Plandemie gedauert, bis Palmers eine Tochter zur Welt brachte und auf den staatstragenden Namen „Hygiene Austria“ taufte. Patriotisch und modebewusst findet sich bis heute das Motto auf der Webseite: „FFP2 MASKEN AUS ÖSTERREICH. Stilsicherer Schutz aus heimischer Produktion mit garantiert optimaler Filterleistung bringen nachhaltig Style in den Alltag.“

Weiters erfährt der Leser auf der Webseite: „Hygiene Austria wurde gegründet, um die Versorgungssicherheit für persönliche Schutzausrüstung während Krisenzeiten in Österreich zu gewährleisten. Wir fertigen MNS und FFP Masken am Unternehmenssitz in Wiener Neudorf, Österreich. Seit 1.4.2021 ist die Palmers Textil AG alleiniger Eigentümer.“

Was nicht auf der Webseite steht: seit 19.1.2024 ist Hygiene Austria pleite. Und über den Skandal, der im März 2021 aufgeflogen ist, als Beamte des Kriminalamtes auf 40 Mitarbeiter stießen, die chinesische FFP2-Masken als „Made in Austria“ etikettierten, findet sich auch kein Wort auf der Webseite. Eine Zusammenfassung dieser Kriminalgeschichte findet sich auf wikipedia.

Juristische Finesse am Rande: „Das Vorgehen des Unternehmens, in China produzierte Masken als Made in Austria zu vermarkten, ist nach derzeitiger Gesetzeslage in Österreich nicht strafbar. Laut dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) gibt es weder ein Gesetz noch klare Vorgaben die die Verwendung des Labels Made in Austria regeln. Anfang März 2021 prüfte der VKI die Möglichkeit einer Klage auf Unterlassung, da die Bezeichnung eine kundenirreführende Angabe sei. Beispielhaft wurden Entscheidungen deutscher Gerichte angeführt, welche in ähnlichen Verfahren die Entscheidung daran festmachten, an welchem Ort wesentliche Herstellungsschritte des Produktes erfolgten. Im selben Monat wurde die Klage im Auftrag des Sozialministeriums eingereicht.“ (Quelle: wikipedia)

Die Maskenaffäre Stand 13. Jänner 2022 (derStandard.at)

KSV.at berichtet Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung:

HYGIENE AUSTRIA LP GmbH, 2351 Wiener Neudorf: Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Wr. Neustadt eröffnet

Mit Beschluss vom 19.01.2024 hat das Landesgericht Wiener Neustadt das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über das Vermögen der HYGIENE AUSTRIA LP GmbH, mit Sitz in 2351 Wiener Neudorf, Palmersstraße 6-8, eröffnet.

Gegenstand des Unternehmens: Betrieben wird die Herstellung und der Handel von Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS und FFP2 Masken).

Die Schuldnerfirma wurde zu Beginn der Corona Pandemie im März 2020 gegründet und ist im Firmenbuch Wiener Neustadt zu 530871v protokolliert. Als 100%-ige Gesellschafterin scheint die Palmers Textil Aktiengesellschaft mit einem voll eingezahlten Stammkapital von EUR 35.000 auf. Im Jahr 2021 und 2022 stand das Unternehmen im Blickpunkt medialer Berichterstattung.

Nähere Informationen über die Insolvenzursachen, die Höhe der Verbindlichkeiten sowie die Anzahl der betroffenen Gläubiger folgen in Kürze.

Passiva: EUR 5,2 Mio.

Betroffene Gläubiger: 30

Betroffene Mitarbeiter: 1

Insolvenzursachen: Lt. Schuldnerangaben haben massive Umsatzeinbrüche aufgrund des Auslaufens der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen, erheblichen Rückgang bei der Abnahme von Gesichtsmasken sowie diverse anhängige Gerichtsprozesse zur nunmehrigen Insolvenz geführt.

Die Schuldnerfirma beabsichtigt dennoch, das Unternehmen in reduziertem Umfang fortzuführen und hat bekanntlich einen Sanierungsplanantrag, lautend auf Zahlung einer Quote von 20% binnen zwei Jahren eingebracht.

„Erst konkrete Überprüfungen werden zeigen, ob die Entschuldungsbestrebungen in Form des vorliegenden Sanierungsplanantrages ohne weiteren Schaden für die Insolvenzgläubiger realisiert werden können“, so Brigitte Dostal vom KSV1870.

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story.one: kreativer Freiraum

story one Kurzgeschichten

NEU auf story.one 2025: + Paradoxon

22. Jänner 2024 – Zu Jahresbeginn hat HTH, Chefredakteur von ethos.at, story.one entdeckt. story.one ist kreativer Freiraum und Safe Space in einem. Bei story.one kannst du deiner Kreativität freien Raum lassen und einfach drauf los schreiben, eine Community finden, die Sprache so liebt wie du, inspirierende Geschichten entdecken und dir den Traum vom eigenen Buch ermöglichen. Verwandle deine Ideen in Geschichten und lass sie drucken – so schreibt man Bücher heute.

HTH hat auf story.one bislang folgende Kurzgeschichten veröffentlicht – mit ironischen und philosophischen Zwischentönen.

Der größte Vollidiot auf Gottes Erdboden: Müllsammler I + Müllsammler II

Verkündigung des Evantelisten Marcellus: Verkündigung

Spaziergang durch die Hopfenundmalzverlorengasse: Dadaismus

Meine Laudatio an den Kokoschka-Preisträger, die ich nicht halten durfte: Festrede

Warum haben Hunde Rechte, die Künstler nicht haben? Kulturflächen

Was würde ein Philosoph machen, wenn er 3000 Euro findet? Ehrlichkeit

25. Jänner 2024 – Die ersten Exemplare von „Sperrlinie“, einem Sammelband mit 13 Novellen, wurden ausgeliefert.

Erhältlich bei Thalia + amazon + Co.

Und hier die Titelgeschichte des Buches: Sperrlinie

story.one Sperrlinie Hubert T

Weitere Novellen des Bandes:

+ Ausstellungseröffnung

+ Neue Meister

+ Kunststoffmüll

+ Verrat

+ Wellenreiter

WEITERS auf story.one 2024

+ Marathon

+ Dreigehbehindert

+ Ablaufdatum

+ Fahrlässigkeit

story.one 2025

+ PARADOXON

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