Frauen in der Franchise-Branche

Sonnentor

ÖsterreichsFranchise-Branche: Chancen, Vorteile, New Work und Empowerment

8. März 2024 – Weltfrauentag – Pressemitteilung des Österreichischer Franchise-Verband (ÖFV) In der Welt des Franchisings stehen Frauen und Männer gleichermaßen im Rampenlicht. In den vergangenen Jahren ist die berufliche Präsenz von Frauen im Franchise auf allen Ebenen stetig gewachsen.

Foto (c) Sonnentor

Laut des aktuellen Franchise-Berichts aus dem November 2023 beschäftigen Franchise-Unternehmen allein in Österreich 90.400 Menschen, wovon 42 % Frauen sind. Doch das Potenzial von Frauen im Franchising reicht weit über die bloße Beschäftigung hinaus. Mit 29 % der Führungskräfte in Franchise-Systemen zeigen Frauen ihr Engagement und ihre Fähigkeiten auch in leitenden Positionen.

„Trotz dieser positiven Fortschritte bleibt jedoch noch viel zu tun. Unter den Franchise-Partner:innen stellen Frauen bisher 20 Prozent aller 10.100 Partner:innen dar. Im Vergleich zur restlichen Wirtschaft Österreichs ein hoher Faktor, aber im Wirtschaftssektor ‚Franchise‘ wollen wir weit mehr erreichen“, so Karin Kufner-Humer, Generalsekretärin des Österreichischen Franchise-Verbands (ÖFV).

Eine kürzlich durchgeführte Studie zeigt, dass zahlreiche Förderprogramme und Maßnahmen speziell auf Frauen im Franchising ausgerichtet sind. Dazu gehören Weiterbildungsprogramme, die Förderung von internen und externen Frauennetzwerken sowie Unterstützung im Zuge der Implementierung von New-Work-Systemen und der Entwicklung von Karriereplänen.

Einige Franchise-Systeme heben sich besonders hervor, wenn es um die Förderung von Frauen geht.

SONNENTOR ist ein herausragendes Beispiel. Als heimisches Franchise-System konzentriert es sich unter dem Motto „Wir für uns“ nicht nur auf wirtschaftlichen Erfolg, sondern vor allem auf Gesundheit, Bewegung und einen nachhaltigen Lebensstil mit u.a. speziellen Produkten für Frauen. Aktuell werden 27 SONNENTOR-Standorte in Österreich betrieben; davon zehn von weiblichen Franchise-Partnerinnen. Insgesamt sind circa 95 % aller Mitarbeiter:innen Frauen. „Female Power und Frauengesundheit stehen im Fokus von SONNENTOR. Wir bieten Themenworkshops und Informationsveranstaltungen zu physischer, mentaler und sozialer Stärke und zur Unterstützung in privater und beruflicher Hinsicht – zum Beispiel durch spezielle Gesundheitsförderungen wie unter anderem durch das Brustkrebsvorsorge-Programm“, führt Verena Königsberger, Employer Branding Managerin von SONNENTOR, aus.

Ein weiteres inspirierendes Franchise-System ist Mrs.Sporty. Mit einem klaren Fokus auf Frauen und Gesundheit bietet das Unternehmen nicht nur Fitnessmöglichkeiten, sondern auch eine unterstützende Gemeinschaft für Frauen jeden Alters. Durch die Präsenz in fünf Ländern an über 200 Standorten zeigt Mrs.Sporty, wie erfolgreich und relevant Frauen im Franchising sind.

Aber auch in der „eher“ untypischen Handwerksbranche sind Frauen im Franchise angekommen. So beschäftigt der Sanierungsexperte SOLUTO Frauen in unterschiedlichen Funktionen und auf allen Ebenen der Unternehmensstruktur. „Handwerk wird in Österreich nach wie vor von vielen Männern als deren Domäne gesehen. Mit SOLUTO habe ich das Gegenteil bewiesen“, freut sich Martin Zagler, Gründer und Eigentümer von SOLUTO und Vize-Präsident des Österreichischen Franchise-Verbands; und weiter: „Zusätzlich haben unsere New-Work-Implementierungen zu einer weiteren Entschärfung von Stereotypen im Handwerk geführt. Ich kann jedem Unternehmer zu diesem Schritt raten!“

Frauen im Franchising haben eine starke Präsenz aufgebaut, und es ist an der Zeit, diese Präsenz weiter zu stärken und zu fördern. Mit zunehmenden Möglichkeiten, Unterstützung und inspirierenden Beispielen wie SONNENTOR, Mrs.Sporty, SOLUTO und vielen anderen mehr ist die Zukunft für Frauen im Franchising vielversprechend.

Details: franchise.at

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Domain pulse 2024

Nic Foto Rauchenberger

26. Februar 2024 – nic.at Pressemitteilung – Mehr als 360 Menschen folgten dem Ruf der deutschsprachigen Domain-Registries nic.at, Denic und Switch zum diesjährigen Branchentreffen nach Wien. Unter dem Motto „Vienna Calling: Domain pulse 2024“ wurde der Bogen über die Themen KI, Security und Regulation gespannt.

Mit den Worten „Unsere Branche ist im Umbruch“, eröffnete nic.at Geschäftsführer Richard Wein die zweitägige Veranstaltung im Erste Campus in Wien. Themen, die noch vor wenigen Jahren kaum Beachtung fanden, stehen nun ganz weit oben auf der Prioritätenliste. „Security hat einen immer höheren Stellenwert. Als Registry sind wir Teil der kritischen Infrastruktur. Stabilität und Verlässlichkeit sind für uns nicht nur Schlagwörter“, betonte Wein. Zu den Referenten beim diesjährigen Domain pulse gehörten neben hochkarätigen Branchen-Experten unter anderem Cyber Security Trend Watcher Peter Zinn, Cyborg Neil Harbisson (Foto: c Anna Rauchenberger) sowie Organisationsforscher Prof. Dr. Dr. Ayad Al-Ani.

NIS2 – Konsolidierung in der Domainbranche befürchtet

Am ersten Eventtag gehörte die Bühne den Experten rund um die neue europäische Cybersicherheits-Richtlinie NIS2. „Cybersicherheit soll zur Chefsache werden, Vorstände müssen die Umsetzung der Maßnahmen überwachen“, betonte Vinzenz Heußler, Policy Officer bei der Europäischen Kommission. Bis 17. Oktober 2024 haben die Mitgliedstaaten Zeit, die Richtlinie umzusetzen. Arno Spiegel, für das nationale NIS2 Gesetz beim österreichischen Bundeskanzleramt, gab bei der Podiumsdiskussion einen Überblick: „Momentan sind von NIS1 ungefähr 180 Unternehmen in Österreich betroffen, ab Oktober sind es etwa 6.000.“ Viele Firmen werden nun erstmals mit erhöhten Anforderungen hinsichtlich Informationssicherheit, Datenerfassung und Verifizierung konfrontiert.

Registries und Registrare fallen unabhängig von ihrer Größe unter die zukünftige Richtlinie, bei Nichteinhaltung drohen empfindliche Strafen. Die Bedenken sind groß. Thomas Rickert, Anwalt mit Schwerpunkt Domainrecht, sagte beim Panel: „Ich habe Sorge, dass wir einen Flickenteppich an Regularien in Europa bekommen.“ Zudem besteht die Befürchtung, dass vor allem kleinere Unternehmen aufgrund des erhöhten Aufwandes keine DNS-Dienste mehr anbieten und somit eine Marktkonsolidierung stattfinden wird.

Cyber Security – Vorbereitung für den Ernstfall

Auch das Thema Security spielte beim Domain pulse eine große Rolle. Dmytro Kohmanyuk, Systems Integration Engineer bei der ukrainischen Registry .ua, beschrieb, wie die ukrainische Top-Level Domain in Zeiten des Krieges funktioniert. „Es ist wichtig, persönliche Kontakte und Partner zu haben“, betonte Kohmanyuk. Eine Lehre, die er aus der fordernden Zeit zieht: „Es schadet nicht, mehr vorbereitet zu sein als nötig.“

Das sieht auch Alexander Riepl so, Security Analyst beim österreichischen Computer-Notfallteam CERT.at. Etwa 5.000 Aussendungen tätigt CERT.at im Monat. Riepl schilderte dem Publikum den Ablauf einer Cyberattacke auf ein österreichisches Unternehmen. Der Sicherheitsanalyst plädierte für einen fixen Security-Ansprechpartner im Unternehmen – auch in Urlaubszeiten. „CERT.at ist mehr als eine digitale Feuerwehr, wir sehen uns als Informationsdrehscheibe. Wir sind aber auf die Unterstützung der Unternehmen angewiesen“, betonte Riepl.

Blick in die Glaskugel: Nutzung von Domains

Die Experten warfen beim Domain pulse auch einen Blick in die Zukunft. Alexander Mayrhofer, Leiter Research & Development bei nic.at, ging der modernen Nutzung von Domains auf den Grund. Noch werden 75 Prozent aller Domains für Web und E-Mail genutzt. Mit Mastodon und Bluesky gebe es aber bereits zwei soziale Netzwerke, die eigene Domains zur Identifikation und als Username erlauben, so Mayrhofer.

Und wo treffen sich die Menschen künftig? Organisationsforscher Prof. Dr. Dr. Ayad Al-Ani skizzierte den Fluchtpunkt Cyberspace und beschrieb, wie sich Menschen in Zukunft in Netzstaaten zusammenfinden werden. „Man geht von der realen Welt ins Web und gründet einen Staat ohne Territorium. Nationalstaaten entdecken diese Welt und versuchen, eigene Ableger in der Cloud zu gründen“, so Ayad Al-Ani.

Künstliche Intelligenz ist keine Bedrohung, sondern ein Werkzeug

Wie Mensch und Technik verschmelzen können, zeigte Cyborg-Artist Neil Harbisson. Der Brite kam farbenblind auf die Welt und ließ sich eine Antenne in den Hinterkopf implantieren, die es ihm erlaubt, Farben zu hören und als Vibration zu spüren. Und das auch im Infrarot- und Ultraviolettbereich. Seitdem versteht er, warum Katzen Wände anstarren: Sie beobachten Infrarotsignale. „Mit Technologie zu verschmelzen, bringt einen nicht näher an Maschinen, sondern näher an die Natur“, so Harbisson.

Cyber Security Trend Watcher Peter Zinn beschrieb in seiner Keynote, welchen Einfluss Künstliche Intelligenz auf den Menschen hat. „KI ist weder gut noch schlecht. Es ist ein Werkzeug, das wir nutzen können.“ Zinn stellte die negativen Auswirkungen von KI im Sicherheitsbereich dar. Schon bald sei es möglich, Stimmen zu klonen und missbräuchlich zu nutzen. „Die größte Herausforderung wird es künftig sein, Fake News als solche zu erkennen“, sagte Zinn. Bilder, Videos oder Anrufe werden täuschend echt sein.

Wie KI erfolgreich in der Praxis genutzt wird, veranschaulichte Dr. Norbert Gaus, als Executive Vice President bei Siemens verantwortlich für Research und Predevelopment. Er berichtete dem Publikum über die Digitalstrategie von Siemens und den Einsatz von KI in der Industrie. Im industriellen Metaverse werden die reale und die digitale Welt verknüpft und über den gesamten Lebenszyklus synchronisiert. Der Siemens Xcelerator, ein Ökosystem für die digitale Transformation, bringt unterschiedliche Partner zusammen und ebnet den Weg dahin. Gaus betonte: „Es braucht Zusammenarbeit, keine Firma kann diese Komplexität allein abdecken.“

Weiterhin Wachstum am Domainmarkt

Aber wie geht es am Domainmarkt weiter? Christopher Mondini, Managing Director Europe von ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), sprach über aktuelle Entwicklungen bei ICANN und nannte einen Zeitrahmen für die Umsetzung neuer generischer Top-Level Domains (gTLDs). „Laufe alles nach Plan, könnten im zweiten Quartal 2026 die ersten Bewerbungen für die gTLDs eingereicht werden“, so Mondini.

Michael Riedl, CEO von Team Internet Group, blickt der Zukunft ebenfalls optimistisch entgegen: „Wir glauben daran, dass sich Domainnamen positiv entwickeln. Es wird weiterhin Wachstum geben.“ Das unterschrieb auch nic.at-Geschäftsführer Richard Wein: „Es wird noch viele Jahre Domains geben. Wir verlassen uns als Registry aber nicht nur auf ein Produkt, sondern diversifizieren unser Portfolio mit beispielsweise einem Anycast-Service.“

Am Ende der zweitägigen Veranstaltung wurde auch der Ort des nächsten Domain pulse bekannt gegeben. Das Domain-Branchentreffen findet am 11. und 12. Februar 2025 in der Gläsernen Manufaktur in Dresden statt.

Informationen zum Programm und zu den Vortragenden gibt es unter www.domainpulse.at

Über nic.at
Jede Person, die eine Webseite, Webshop oder Blog betreibt, braucht eine Domain (wie .at., .com, .shop, …). nic.at ist die Vergabestelle (Registry) für Domains mit den Endungen .at, .or.at und .co.at. Seit über 25 Jahren kümmert sich nic.at darum, alle 1,5 Millionen .at-Domains zu verwalten und sicherzustellen, dass jede .at-Domain weltweit immer und überall verfügbar ist. Mehr Informationen unter www.nic.at.

Rückfragehinweis: Mag. (FH) Simone Binder, Leitung PR & Marketing

E-Mail: simone.binder@nic.at + Tel: +43 662 46 69 -580

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Pleite mit FFP2-Masken

Hygiene Austria screen

22. Jänner 2024 – Es hat keine zwei Monate nach Ausrufung der Corona-Plandemie gedauert, bis Palmers eine Tochter zur Welt brachte und auf den staatstragenden Namen „Hygiene Austria“ taufte. Patriotisch und modebewusst findet sich bis heute das Motto auf der Webseite: „FFP2 MASKEN AUS ÖSTERREICH. Stilsicherer Schutz aus heimischer Produktion mit garantiert optimaler Filterleistung bringen nachhaltig Style in den Alltag.“

Weiters erfährt der Leser auf der Webseite: „Hygiene Austria wurde gegründet, um die Versorgungssicherheit für persönliche Schutzausrüstung während Krisenzeiten in Österreich zu gewährleisten. Wir fertigen MNS und FFP Masken am Unternehmenssitz in Wiener Neudorf, Österreich. Seit 1.4.2021 ist die Palmers Textil AG alleiniger Eigentümer.“

Was nicht auf der Webseite steht: seit 19.1.2024 ist Hygiene Austria pleite. Und über den Skandal, der im März 2021 aufgeflogen ist, als Beamte des Kriminalamtes auf 40 Mitarbeiter stießen, die chinesische FFP2-Masken als „Made in Austria“ etikettierten, findet sich auch kein Wort auf der Webseite. Eine Zusammenfassung dieser Kriminalgeschichte findet sich auf wikipedia.

Juristische Finesse am Rande: „Das Vorgehen des Unternehmens, in China produzierte Masken als Made in Austria zu vermarkten, ist nach derzeitiger Gesetzeslage in Österreich nicht strafbar. Laut dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) gibt es weder ein Gesetz noch klare Vorgaben die die Verwendung des Labels Made in Austria regeln. Anfang März 2021 prüfte der VKI die Möglichkeit einer Klage auf Unterlassung, da die Bezeichnung eine kundenirreführende Angabe sei. Beispielhaft wurden Entscheidungen deutscher Gerichte angeführt, welche in ähnlichen Verfahren die Entscheidung daran festmachten, an welchem Ort wesentliche Herstellungsschritte des Produktes erfolgten. Im selben Monat wurde die Klage im Auftrag des Sozialministeriums eingereicht.“ (Quelle: wikipedia)

Die Maskenaffäre Stand 13. Jänner 2022 (derStandard.at)

KSV.at berichtet Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung:

HYGIENE AUSTRIA LP GmbH, 2351 Wiener Neudorf: Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Wr. Neustadt eröffnet

Mit Beschluss vom 19.01.2024 hat das Landesgericht Wiener Neustadt das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über das Vermögen der HYGIENE AUSTRIA LP GmbH, mit Sitz in 2351 Wiener Neudorf, Palmersstraße 6-8, eröffnet.

Gegenstand des Unternehmens: Betrieben wird die Herstellung und der Handel von Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS und FFP2 Masken).

Die Schuldnerfirma wurde zu Beginn der Corona Pandemie im März 2020 gegründet und ist im Firmenbuch Wiener Neustadt zu 530871v protokolliert. Als 100%-ige Gesellschafterin scheint die Palmers Textil Aktiengesellschaft mit einem voll eingezahlten Stammkapital von EUR 35.000 auf. Im Jahr 2021 und 2022 stand das Unternehmen im Blickpunkt medialer Berichterstattung.

Nähere Informationen über die Insolvenzursachen, die Höhe der Verbindlichkeiten sowie die Anzahl der betroffenen Gläubiger folgen in Kürze.

Passiva: EUR 5,2 Mio.

Betroffene Gläubiger: 30

Betroffene Mitarbeiter: 1

Insolvenzursachen: Lt. Schuldnerangaben haben massive Umsatzeinbrüche aufgrund des Auslaufens der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen, erheblichen Rückgang bei der Abnahme von Gesichtsmasken sowie diverse anhängige Gerichtsprozesse zur nunmehrigen Insolvenz geführt.

Die Schuldnerfirma beabsichtigt dennoch, das Unternehmen in reduziertem Umfang fortzuführen und hat bekanntlich einen Sanierungsplanantrag, lautend auf Zahlung einer Quote von 20% binnen zwei Jahren eingebracht.

„Erst konkrete Überprüfungen werden zeigen, ob die Entschuldungsbestrebungen in Form des vorliegenden Sanierungsplanantrages ohne weiteren Schaden für die Insolvenzgläubiger realisiert werden können“, so Brigitte Dostal vom KSV1870.

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