Wirtschaftskammer / Zwangsmitglied / Beitragszahlung
Update 29. Mai 2026 - "Eine gezielte Entlastung der Mitgliedsbetriebe, ohne damit die Leistungsfähigkeit der Wirtschaftskammer zu gefährden – mit diesem Ziel hat eine alle Fraktionen umfassende Reformgruppe in den vergangenen Monaten die Struktur und Leistungsbereiche der WK Steiermark durchleuchtet und nun ihre Handlungsempfehlungen vorgelegt. Auf Basis dieser plant die WKO Steiermark bis 2030 rund acht Millionen Euro ihrer jährlich laufenden Kosten einzusparen und den Landeskammeranteil der Kammerumlage zwei (KU2) von 0,22 auf 0,18 Prozent zu senken. Damit soll die WKO Steiermark auch in Zukunft unter den Top drei Landeskammern positioniert sein." ((WKO Steiermark, 29.5.26) Am Programm steht auch: Evaluierung der Print-Erscheinungstermine für die Steirische Wirtschaft hinsichtlich der damit verbundenen Einsparungspotentiale. Eine Forderung, die HTH seit rund zwei Jahrzehnten an die WKO heranträgt. Man darf hoffen, dass diese und weitere Einsparungspotenziale auch von den anderen Landeskammern und der WKÖ "entdeckt" werden.
Aus gegebenem Anlass ein Brief an WK Steiermark-Präsident Josef Herk
ich gratuliere zu den geplanten Einsparungen! Offenbar ist es möglich, Forderungen die "meine Wenigkeit" seit Jahrzehnten vorbringt, am Ende doch noch umzusetzen.
Vielleicht sollten Sie bei der Gelegenheit auch überdenken, wie NOTWENDIG ihre gerichtlichen Schritte gegen "meine Wenigkeit" sind!
Da mich die WK aus dem Gewerbe 312 LG Kunsthandel eliminiert hat, frage ich mich, warum die WK weiter das 307 LG Außenhandel in Rechnung stellt. Genau genommen - da ich nur innerhalb der EU Geschäfte betreibe - habe ich 3 Jahrzehnte dieses Gewerbe zu viel bezahlt - Aufgrund eigennütziger Beratung durch die WKÖ. Wenn Sie schon sonst keinen Weg sehen, mit einem WK-Mitglied auf Augenhöhe zu verhandeln, so finden Sie vielleicht eine Lösung, ihre offenen Forderungen gegen diese Überzahlung gegenzurechnen. Immerhin rund 3.000 Euro in dreißig Jahren.
Update 10. November 2025 (steiermark.ORF.at) - „Seit vergangener Woche steht die Wirtschaftskammer (WKO) aufgrund ihrer geplanten Gehaltserhöhung und der damit verbundenen misslungenen Kommunikation in der Kritik. Am Montag nahm nun auch der steirische Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk Stellung“. Laut Medienberichten bezieht Kammerpräsident Josef Herk seit dem Sommer 10.827 Euro brutto monatlich, zuvor waren es 6.976 Euro. Es ist ein schwacher Trost, dass Herk damit im Fahrwasser aller WK-Präsidenten schwimmt. Nur die Kärntner WK hat (bislang) eine Ausnahme gemacht, wie diePresse.com berichtet.
Update: WKO.TV am 17.6.2024 - „Staat muss wie Unternehmen geführt werden – nicht wie Sozialeinrichtung. Wirtschaftsparlament macht Druck gegen Vollkasko-Mentalität. Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft als Grundvoraussetzung für den Wohlstandserhalt: dieses Bewusstsein will das steirische Wirtschaftsparlament nicht nur zurück in die Gesellschaft, sondern auch zurück in die Politik bringen – und fordert unter anderem eine in der Verfassung verankerte Schuldenbremse bei den Staatsausgaben.“
ethos.at kommentiert: Wenn „die Wirtschaft“ so geführt werden würde, wie das die Vertreter der Wiener Schule in ihren idealtypischen Annahmen propagiert haben, dann könnte man dieser Forderung zustimmen. Doch die Realität des Managements, insbesondere großer Konzerne (nicht zu verwechseln mit der Führung von Unternehmen durch Unternehmer), ist nicht dazu angetan, einer idealen Staatsführung als Vorbild zu dienen. Auch nicht das Werbefilmchen der WKO! Denn die WKO selbst ist zur Zuschuss-Behörde degenieriert.]
16. Jänner 2023 - Die Wirtschaftskammer, offizielle Vertretung aller Unternehmer Österreichs, wird mehr und mehr zum Amt für Zuschüsse aller Art. Obwohl die WKO laut Verfassung unabhängig ist, hat sie sich selbst in Corona-Zeiten zum Erfüllungsgehilfen der Regierung gemacht. Nun hält die WK Steiermark (und sicher auch andere Landesorganisationen) Webinare ab, um den Unternehmern zu erklären, wie man am schnellsten zum Energiekostenzuschuss kommt. Wirtschaftspolitik im Interesse der Unternehmen schaut anders aus! Unternehmer wollen keine Hilflosenzuschüsse, sondern eine Wirtschaftspolitik, die ihre Unabhängigkeit stärkt. Die WKO ist weit davon entfernt.