Autor: Hubert Thurnhofer

Kinderporno: Gibt es keine Prävention?

Kindesmissbruch / Kinderrechte

Update 2. April 2025 „Weltweit 1,8 Millionen Nutzer, 91.000 Missbrauchsvideos, 1.400 ermittelte Tatverdächtige: Bei einer weltweiten Razzia ist ein riesiges Netzwerk mit Missbrauchsdarstellungen von Kindern im Darknet zerschlagen worden. 35 Staaten beteiligten sich an dem „internationalen Schlag“, 79 Verdächtige wurden festgenommen, einer davon in Österreich“, berichtet ORF.at (2.4.25)

Update 5. September 2023: + Teichtmeister-Urteil: „Der frühere Schauspielstar Florian Teichtmeister ist am Dienstag am Wiener Straflandesgericht schuldig gesprochen worden. Das Urteil lautet auf zwei Jahre bedingt, zudem wurde eine bedingte Einweisung angeordnet. In Haft muss er also nicht. Teichtmeister hatte sich in der vielbesuchten Verhandlung umfassend geständig und reumütig gegeben. Was er getan habe, erschrecke ihn heute“, berichtet ORF.at (5.9.23)

Wendelin Mölzer (Abgeordneter zum Nationalrat außer Dienst, Chefredakteur „Zur Zeit“ im Dienst) twittert (5.9.23): „Niemand sucht sich aus, ob er pädophil ist“, sprach der Richter. Noch weniger sucht sich aber jemand aus, Opfer eines Pädophilen zu werden. Was ist da mit Generalprävention, wozu dann überhaupt noch Strafen für Kinderschänder? Mir kommt das Kotzen. #teichmeister

Laura Sachslehner (Abgeordnete zum Wiener Landtag, ÖVP) twittert (5.9.23) „Das Teichtmeister-Urteil ist ein Schlag ins Gesicht für jeden, der an Gerechtigkeit in unserem Rechtssystem glaubt.“

Herbert Kickl (FPÖ): „Ich habe es schon in anderem Zusammenhang gesagt: Wenn die Bevölkerung Urteile nicht mehr versteht, dann ist das nicht das Problem der Bevölkerung, sondern das Problem des jeweiligen Justizsystems. Der Fall T. ist wieder ein solches Beispiel. Dass es hier keinen Freiheitsentzug gibt, ist für ganz viele nicht nachvollziehbar. Vielleicht deshalb, weil sie die Opfer und ihr Leid nicht einfach zur Seite schieben?“

Larissa Beck @Leelah1 „StA beruft NICHT. StA beruft NICHT. Urteil #Teichtmeister ist rechtskräftig.“ Hartes Geld @Hartes_Geld kommentiert: Der Gerichtsgutachter im #Teichtmeister-Prozess vertritt übrigens die Ansicht, dass „Kinder mit pädophilen Übergriffen gut umgehen können“.“Eine Störung entsteht dadurch nicht“, so der Experte™ und verweist auf einen Bericht auf report24

17. Jänner 2023 – Laut stopline,at, der österreichischen Online-Meldestelle gegen sexuelle Missbrauchsdarstellungen, gab es 2021 insgesamt 34.379 Meldungen, von denen 8132 tatsächlich strafrechtlich relevantes Material enthielten. Im Vergleich zu 2012 (2145 Meldungen, 430 strafbar) ein massiver Anstieg. Das Innenministerium verzeichnete 2012 insgesamt 535 geklärte Fälle sexueller Darstellung von Unmündigen und Minderjährigen. Diese Zahl hat sich 2021 auf 1775 mehr als verdreifacht.


Screen Stopline

 Weitere schockierende Zahlen aus dem Jahr 2021 bringen die SN (17.1.23): Von den Tatverdächtigen stammen 665 Personen aus der Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen; 335 Tatverdächtige waren 10- bis 14-Jährige, 35 sogar unter zehn. Älter als 18 Jahre waren 1074 Tatverdächtige.

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WHO bedroht Souveränität seiner Mitglieder

Update 4. März 2024 – Im Mai 2024 findet die Gesundheitsversammlung der WHO statt, wo voraussichtlich über zwei wichtige Projekte abgestimmt wird:  · die Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) · und den Pandemievertrag (WHO CA+) Die Wissenschaftliche Initiative Gesundheit für Österreich hat sich am 27. Februar 2024 in einem offenen Brief mit drei Forderungen an die Nationalratsabgeordneten, Landespolitiker […]

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Gallopierende Gewinne der Superreichen

(pte/16.01.2023) Die Reichen werden immer reicher, hat Oxfam ( einmal mehr festgestellt. Erstmals seit 25 Jahren haben extremer Reichtum und extreme Armut gleichzeitig zugenommen. Laut dem Bericht „Survival of the Richest“ hat seit Beginn der Corona-Pandemie das reichste Prozent der Weltbevölkerung rund zwei Drittel des weltweiten Vermögenszuwachses kassiert. Gleichzeitig leben 1,7 Mrd. Arbeitnehmer in Ländern, in denen die Lohnentwicklung die Inflation nicht ausgleicht. 828 Mio. Menschen – etwa jeder Zehnte auf der Erde – hungern. Auch die Weltbank besteht bestätigt die größte Zunahme der weltweiten Ungleichheit seit dem Zweiten Weltkrieg.


Screen Oxfoam

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Stangl Manfred: Ästhetik der Ganzheit

Es ist unmöglich in die Fußstapfen von Egon Friedell zu treten, der mit seiner „Kulturgeschichte der Neuzeit“ ein epochales Werk geschaffen hat. Diese Intention hatte Manfred Stangl nie, das Unmögliche ist ihm trotzdem gelungen. Sein Buch „Ästhetik der Ganzheit“ könnte auch den Titel „Kulturgeschichte der Moderne“ tragen.


Stangl Ästhetik falter.shop

Moderne / Postmoderne / Hochpostmoderne charakterisiert Stangl schon in der Einleitung: „Die Regel herrscht derzeit, keine zu befolgen – Neuheit, Originalität, Außerodentliches und artifizielle Form gelten als Kunst. … Harmonie, Schönheit, Ordnung gelten als erzkonservative Werte, Fortschritt heißt das Gute, selbst wenn er Mensch und Natur zerstört.“ (25) Unter „Hochpostmoderne“ versteht Stangl den „ziemlich weit verbreiteten Stand der Anti-Ästhetik, die sich schon im Unwillen zeigt, den Begriff ‚Ästhetik‘ gelten lassen zu wollen (wozu auch, wenn nichts Verbindliches existiert außer das ’stets neue Schaffen‘ der KünstlerInnen und das persönliche Geschmacksurteil?)“. (197)

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WEF in Davos: Laut ARD keine Verschwörung!

16. Jänner 2022 – Geschützt von 5.000 Soldaten der Schweizer Armee beginnt heute das „Weltwirtschaftsforum“ in Davos. Das World Economic Forum Annual Meeting erwartet laut eigener Angaben 2.700 Teilnehmer. Aus Österreich sind die Minister Martin Kocher, Magnus Brunner und Alexander Schallenberg dabei.


Screen Davos WEF

ethos.at hat den Ministern folgende Fragen gestellt, die bis Sonntag, 22.1.23 unbeantwortet geblieben sind. Das Außenministerium hat immerhin am 19.1.23 eine Presseaussendung publiziert, vom Finanzministerium und Arbeitsministerium gibt es keine Stellungnahmen zu den WEF-Auftritten ihrer Minister.

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WKO – die Zuschussbehörde

Wirtschaftskammer / Zwangsmitglied / Beitragszahlung

Update 29. Mai 2026 – „Eine gezielte Entlastung der Mitgliedsbetriebe, ohne damit die Leistungsfähigkeit der Wirtschaftskammer zu gefährden – mit diesem Ziel hat eine alle Fraktionen umfassende Reformgruppe in den vergangenen Monaten die Struktur und Leistungsbereiche der WK Steiermark durchleuchtet und nun ihre Handlungsempfehlungen vorgelegt. Auf Basis dieser plant die WKO Steiermark bis 2030 rund acht Millionen Euro ihrer jährlich laufenden Kosten einzusparen und den Landeskammeranteil der Kammerumlage zwei (KU2) von 0,22 auf 0,18 Prozent zu senken. Damit soll die WKO Steiermark auch in Zukunft unter den Top drei Landeskammern positioniert sein.“ ((WKO Steiermark, 29.5.26Am Programm steht auch: Evaluierung der Print-Erscheinungstermine für die Steirische Wirtschaft hinsichtlich der damit verbundenen Einsparungspotentiale. Eine Forderung, die HTH seit rund zwei Jahrzehnten an die WKO heranträgt. Man darf hoffen, dass diese und weitere Einsparungspotenziale auch von den anderen Landeskammern und der WKÖ „entdeckt“ werden.

Aus gegebenem Anlass ein Brief an WK Steiermark-Präsident Josef Herk

S.g. Herr Herk,

ich gratuliere zu den geplanten Einsparungen! Offenbar ist es möglich, Forderungen die „meine Wenigkeit“ seit Jahrzehnten vorbringt, am Ende doch noch umzusetzen.

Vielleicht sollten Sie bei der Gelegenheit auch überdenken, wie NOTWENDIG ihre gerichtlichen Schritte gegen „meine Wenigkeit“ sind!

Da mich die WK aus dem Gewerbe 312 LG Kunsthandel eliminiert hat, frage ich mich, warum die WK weiter das 307 LG Außenhandel in Rechnung stellt. Genau genommen – da ich nur innerhalb der EU Geschäfte betreibe – habe ich 3 Jahrzehnte dieses Gewerbe zu viel bezahlt – Aufgrund eigennütziger Beratung durch die WKÖ. Wenn Sie schon sonst keinen Weg sehen, mit einem WK-Mitglied auf Augenhöhe zu verhandeln, so finden Sie vielleicht eine Lösung, ihre offenen Forderungen gegen diese Überzahlung gegenzurechnen. Immerhin rund 3.000 Euro in dreißig Jahren.

Hochachtungsvoll

Mag. Hubert Thurnhofer

Update 10. November 2025 (steiermark.ORF.at) – „Seit vergangener Woche steht die Wirtschaftskammer (WKO) aufgrund ihrer geplanten Gehaltserhöhung und der damit verbundenen misslungenen Kommunikation in der Kritik. Am Montag nahm nun auch der steirische Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk Stellung“. Laut Medienberichten bezieht Kammerpräsident Josef Herk seit dem Sommer 10.827 Euro brutto monatlich, zuvor waren es 6.976 Euro. Es ist ein schwacher Trost, dass Herk damit im Fahrwasser aller WK-Präsidenten schwimmt. Nur die Kärntner WK hat (bislang) eine Ausnahme gemacht, wie diePresse.com berichtet. 

Update: WKO.TV am 17.6.2024 – Staat muss wie Unternehmen geführt werden – nicht wie Sozialeinrichtung. Wirtschaftsparlament macht Druck gegen Vollkasko-Mentalität. Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft als Grundvoraussetzung für den Wohlstandserhalt: dieses Bewusstsein will das steirische Wirtschaftsparlament nicht nur zurück in die Gesellschaft, sondern auch zurück in die Politik bringen – und fordert unter anderem eine in der Verfassung verankerte Schuldenbremse bei den Staatsausgaben.“

ethos.at kommentiert: Wenn „die Wirtschaft“ so geführt werden würde, wie das die Vertreter der Wiener Schule in ihren idealtypischen Annahmen propagiert haben, dann könnte man dieser Forderung zustimmen. Doch die Realität des Managements, insbesondere großer Konzerne (nicht zu verwechseln mit der Führung von Unternehmen durch Unternehmer), ist nicht dazu angetan, einer idealen Staatsführung als Vorbild zu dienen. Auch nicht das Werbefilmchen der WKO! Denn die WKO selbst ist zur Zuschuss-Behörde degenieriert.]

16. Jänner 2023 – Die Wirtschaftskammer, offizielle Vertretung aller Unternehmer Österreichs, wird mehr und mehr zum Amt für Zuschüsse aller Art. Obwohl die WKO laut Verfassung unabhängig ist, hat sie sich selbst in Corona-Zeiten zum Erfüllungsgehilfen der Regierung gemacht. Nun hält die WK Steiermark (und sicher auch andere Landesorganisationen) Webinare ab, um den Unternehmern zu erklären, wie man am schnellsten zum Energiekostenzuschuss kommt. Wirtschaftspolitik im Interesse der Unternehmen schaut anders aus! Unternehmer wollen keine Hilflosenzuschüsse, sondern eine Wirtschaftspolitik, die ihre Unabhängigkeit stärkt. Die WKO ist weit davon entfernt.


WK Energiekostenzuschuss

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White in vs Black out

15. jänner 2023 – „Die Frage ist nicht, ob ein Blackout kommt, sondern wann er kommt“. Dies offenbarte Klaudia Tanner der Welt via Welt.de kurz vor Neujahr. ethos.at hat im 1. Wochenrückblick darüber berichtet. ethos.at will aber nicht nur berichten, sondern auch Beiträge zur Verbesserung unserer Welt liefern. Wir rufen daher auf, Ideen gegen einen Black out zu […]

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Vizekanzler Kogler der Saubermann

15. Jänner 2023 – Auf twitter inszeniert sich Werner Kogler als Saubermann: „Transparenz ist das beste Mittel gegen Korruption, stärkt die Demokratie und das Vertrauen in sie. Allein in den letzten sechs Monaten haben wir sechs Transparenz-Meilensteine auf den Weg gebracht, die zu einem Kulturwandel in Österreich beitragen“.


Kogler twitter Transparenz 2023 01 14

Sechs Punkte zählt Kogler auf; ethos.at evaluiert diese in Hinblick auf ihre Wirksamkeit:

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ethos.at = kritisch + investigativ

ethos.at wurde am 26. Oktober 2021 gelauncht und war ein Jahr lang die Drehscheibe für „Unser Kandidat 2022“ bei der Wahl des österreichischen Bundespräsidenten. Von Anfang an war ethos.at offen für die vielen neuen Bewegungen der Zivilgesellschaft. Kritische Berichte abseits des journalistischen Mainstreams und konventioneller Wahlwerbung waren immer schon Markenzeichen von ethos.at – insofern wird sich nichts ändern. Mit bislang 80.000 Lesern startet Hubert Thurnhofer als Chefredakteur von ethos.at ins Jahr 2023.

31. Dezember 2025: In diesem Jahr haben 134485 Leser insgesamt 1,14 Millionen Seiten abgerufen.


Statistik ethos 2025

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Mit Vorsicht zu genießen: Wikipedia

Update 14.11.2025 – „Mit der Enthüllung der kunstvoll schimmernden Ehrentafel des Metallbildhauers Toni Amort ehrte die Schützengesellschaft Hötting einen Mann, der seit Jahrzehnten das kulturelle und menschliche Leben Innsbrucks bereichert. Bernd Stracke, gebürtiger Grazer und seit 1975 Wahl-Innsbrucker, war Journalist, Dichter, Übersetzer und Weggefährte vieler. Ob in der Redaktion, im Gerichtssaal oder im Gasthaus nebenan – er begegnet Menschen stets mit Offenheit und Witz“, berichtet unsertirol24.at (14.11.25)

Teil 1: Vorgeschichte + Finanzierung + Struktur

von Bernd Stracke

Am 15. Jänner 2021 ist Wikipedia 20 Jahre alt geworden. Das Schachtelwort setzt sich aus „Wiki“, das hawaiische Wort für „schnell“ und einer Verkürzung des Wortes „Encyclopedia“ (englisch für Lexikon) zusammen. Das Online-Lexikon liegt auf dem 13. Platz der am häufigsten aufgerufenen Webseiten der Welt. Von der Größe her rangiert Wikipedia laut Onlinedienst Alexa hinter Google, Youtube, Facebook und der chinesischen Suchmaschine Baidu an fünfter Stelle. Dutzende Millionen Einträge in 305 Sprachen stehen kostenlos zur Verfügung und werden pro Stunde eine Million Mal angeklickt. Menschen in den reicheren Industriestaaten schlagen im Schnitt pro Monat neunmal bei Wiki nach, die „gigantischste Stalkingmaschine der Welt“ („Schwarzbuch Wikipedia“, Herausgeber Dr. Andreas Mäckler, Zeitgeist-Verlag Höhr-Grenzhausen, 2020) ist aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Klassische Enzyklopädien wie Brockhaus, Meyer oder die altehrwürdige Encyclopedia Britannica können da längst nicht mehr mithalten. Der Mega-Umfang dieser gefährlichen geistigen Machtzusammenballung ist kaum vorstellbar, das Ausmaß des versuchten und vollzogenen Monopolmissbrauchs wird nach Ansicht kritischer Geister sträflich unterschätzt. Mit dem vorliegenden GENIUS-Lesestück liegt Teil 1 einer kritischen Trilogie vor.

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