Die Krone der Macht
Politische Ästhetik / Politischer Anstand / Gewaltenteilung / Unvereinbarkeit / Ethik
27. November 2024 – Es gab Zeiten, da bezeichnete der wichtigste Mann im Land sein Massenblatt als „Vorhof der Macht“. So der Titel der Memoiren von Hans Dichand, der dem Boulevardjournalismus in Österreich die Krone aufgesetzt hat. Der „Zeitungszar“ hat seine Krone nach dem Zweiten Weltkrieg in wenigen Jahren zu einem finanziell erfolgreichen und unabhängigen Blatt gemacht.

Der Vorhof war im Verhältnis zu den Hinterzimmern der Macht immer ein relativ transparenter Raum. Was dem Zaren gefällt, das unterstützt er offensichtlich und offensiv. Beispielsweise die Verhinderung des Donaukraftwerks Hainburg. Zum 40-Jahr-Jubiläum dieses Konfliktes titelt die Krone (24.11.2024) selbstgefällig: „Als die ‚Krone‘ die Au rettete“. Der Redakteur hatte wohl Tränen in den Augen, als er im Krone-Archiv saß und folgende Zeilen dichtete: „Es war sibirisch kalt. … Drinnen im Dickicht loderten erste Lagerfeuer, an denen die beherzten Besetzer – zunächst nur Dutzende, dann Hunderte und schließlich Zehntausende – vor allem ihre Herzen und Hoffnungen wärmten. Doch das Schicksal des unberührten Augebietes mit all seiner wundersamen Wildnis schien längst besiegelt.“






Vor zweieinhalb Jahren durften wir Wolfgang und Sybille in Kärnten besuchen. Wolfi war voller Energie beim Renovieren eines kürzlich erworbenen Häuschens, wollte dem Krebs beweisen, dass er stärker ist. Ein freier Geist ist manchmal auch ein frecher Widersacher. So kam es zu Sperren auf fuf, die ihm sicher weh getan haben. Ich habe ihm ethos als Alternative angeboten. Hier zur Erinnerung sein Essay:
+ Das letzte Aufbäumen der globalen Profitökonomie
Möge dein Geist zurückstrahlen auf unseren Planeten um der Profitökonomie heimzuleuchten. Wenn schon nicht auf dem ganzen Planeten, so zumindest auf unserer „Insel der Seligen“.