Kreutner Bernhard: Gefangener 2959

Denkmal opfern des faschismus

Die Internationale Gedenk- und Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen am 16. Mai 2021 widmete sich der Vielfalt der Opfergruppen, die von den Nationalsozialisten verfolgt, vertrieben, interniert und ermordet wurden. Dazu zählt der Priester Heinrich Maier, der kurz vor Ende des Krieges im Wiener Landesgericht hingerichtet wurde. Der Autor Bernhard Kreutner hat die Geschichte von Maiers kurzem Leben erforscht.

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Kriseova Eda: Vaclav Havel.

Dichter und Präsident

Rowohlt Verlag, Berlin 1991

„Eine Panne. Wir haben keinen Lebenslauf von dir“, sagt die Autorin des Buches unmittelbar nach Amtseinführung des Präsidenten Václav Havel. „Dann zieh dich für eine Weile zurück und schreib einen.“ So konnte nur ein Jahr nach dem Systemwechsel die erste autorisierte Biografie Havels erschien.

„Husák stürzte, und es erhob sich die Frage, wer wird Präsident. Ich weiß, dass ich nicht die erste war, die es Václav sagte, … ‚Olga [Havels Frau] ist auch dagegen‘, sagte er. ‚Sie hat gesagt, sie würde sich scheiden lassen.‘ … Ich habe mir das auch nicht so vorgestellt. Daß alles so schnell gehen und sich nicht anders entwickeln würde. Und ich erinnerte mich, wie mir Václav im Sommer die Lage der politischen Kräfte aufgezeichnet hatte und ihm dabei überhaupt nicht in den Sinn gekommen war, daß die Charta den Sieg davontragen könne. Und jetzt sah man überall in den Straßen Plakate ‚Havel auf die Burg‘- Die Menschenmassen skandierten es auf allen Plätzen.“ (S. 264)

Tschechoslowakei nach 1945

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Kundera Milan: Unsterblichkeit

Der Roman Nesmrtelnost erschien 1990 in Paris unter dem Titel L’Immoralité und in Wien (Kremayr & Scheriau) unter dem Titel „Die Unsterblichkeit“, übersetzt aus dem Tschechischen von Susanna Roth.

7. Oktober 2026 (Beginn der Frankfurter Buchmesse mit Tschechien als Gastland) - „Die“ Unsterblichkeit braucht keinen Artikel; nicht weil das tschechische Original Nesmrtelnost so wie Tschechisch prinzipiell ohne Artikel auskommt, sondern weil „die“ Unsterblichkeit „von“ jemandem Bestimmten nahelegt. Naheliegend ist beispielsweise die Unsterblichkeit Goethes. Geradezu brüskiert, glaube ich, hätte Kundera den Gedanken von sich gewiesen, dass diese Übersetzung die Deutung „meine Unsterblichkeit“ zulassen würde; sogar die Andeutung davon hätte er abgelehnt (aber vorausgesetzt).

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