Vorstellung der "Wiener Jüdisch Antizionistischen Erklärung"
Pressekonferenz
Datum: 14.03.2025, 10:30 Uhr
Ort: Café Michels - Social Club
Reichsratsstraße 11, 1010 Wien
31 Juden und Jüdinnen treten gegen die Gleichsetzung von Judentum und Zionismus und die politische Instrumentalisierung jüdischer Identität für Völkermord und Vertreibung auf. Die Initiator:innen der "Jüdisch-Antizionistische Erklärung" kritisieren den Anspruch zionistischer Organisationen, im Namen aller Jüd:innen zu sprechen und die Delegitimierung jüdisch-antizionistischer Positionen. Sie wehren sich gegen die Nutzung der jüdischen Identität zur Rechtfertigung von Völkermord und Unterdrückung der Palästinenser:innen.
"Judentum ist nicht Zionismus! Wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen und setzen uns weiterhin für Gerechtigkeit und gegen Apartheid ein", begründet Dalia Sarig, Mitinitiatorin der Erklärung und der Initiative “Not in Our Name” die Bedeutung der Initiative.
Die Erklärung richtet sich auch gegen die Repression der pro-palästinensischen Bewegungen in Europa.
“Die israelische Regierung begeht in Gaza ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, unterstützt von westlichen Staaten, die selbst wiederum jede Kritik daran unterdrücken. Als Jüdinnen und Juden sagen wir: ‘Nicht in unserem Namen’”, meint Andrew Feinstein, Autor und ehemaliger Abgeordneter des südafrikanischen Parlaments unter Nelson Mandela, dessen Mutter die Nazi-Zeit versteckt in Floridsdorf überlebte.
"Ich bin jüdisch und deshalb ist die Befreiung Palästinas ein Fokus meines Aktivismus", erklärt Maya Rinderer, Historikerin und Aktivistin. „Der Zionismus bezeichnet sich als jüdische Befreiungsbewegung, Israel als jüdischer Staat. Palästinenserinnen und Palästinenser leisten seit hundert Jahren Widerstand gegen diese Form des Kolonialismus, den Zionismus“.
Die Pressekonferenz ist Startpunkt weiterer Initiativen, darunter der Jüdisch-Antizionistische Kongress am 13. Juni in Wien, der darauf abzielt, jüdisch-antizionistische Positionen zu stärken und zu vernetzen.
Rückfragen & Kontakt
Wiener Jüdisch Anti-Zionistische Initiative
Organisiert vom Verein "Für Demokratie und Menschenrechte in Palästina", ZVR: 1213260151
Dalia Sarig E-Mail: dalia@sarig.at
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UPDATE 27.3.25 - Über Proteste in Gaza gegen Hamas berichtet ORF.at (26.3.2025): Den zweiten Tag in Folge haben gestern Tausende Palästinenserinnen und Palästinenser im Gazastreifen gegen die Herrschaft der Terrororganisation Hamas protestiert. Die Demonstranten marschierten zwischen den Ruinen im schwer zerstörten Norden des Küstenstreifens. Die Menschen forderten vor allem ein Ende des Krieges, der durch den Überfall auf und die Massaker der Hamas in israelischen Grenzorten am 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde.“
UPDATE 28.3.25 -„Die israelische Blockade von Hilfsgütern für den Gazastreifen bedroht nach UNO-Angaben erneut die Versorgung der Bevölkerung. Das UNO-Nothilfebüro (OCHA) erhebt schwere Vorwürfe gegen die israelischen Behörden. „Es herrscht eine abscheuliche Missachtung des menschlichen Lebens und der Menschenwürde“, sagte der Sprecher des OCHA, Jens Laerke, heute“, berichtet ORF.at (28.3.2025)