Stichpunkt: Für eine Gesellschaft mit Kultur

Pünktlich am 1. September 2022 ist die erste Ausgabe des "Stichpunkt Magazin" erschienen. Das Programm der Zeitschrift, die im Verlag ars vobiscum erscheint, ist gleichzeitig Plädoyer: "Für eine Gesellschaft mit Kultur". In der ersten Ausgabe findet sich ein Interview mit dem Präsidentschaftskandidaten Hubert Thurnhofer, das auch im e-paper abrufbar ist. 

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"Mit dem 'Stichpunkt Magazin' gibt es nun ein Medium, welches den gesamtgesellschaftlichen Dialog fördern und bewusst Lösungsräume anbieten möchte, sowie gesellschaftliche und politische Themen mit künstlerischen und kulturellen Inhalten verbindet. Das Mitmenschliche in den Vordergrund stellt und die sich im Laufe der Zeit gebildeten gesellschaftlichen Blasen öffnen, oder zumindest 'anstechen' will", schreibt Herausgeber Thomas Stimmel und zitiert im Editorial das tief philosophische Gedicht von Erich Kästner: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es".

 

Unser Kandidat 2022 konnte die Hürde von 6.000 Unterstützungserklärungen nicht überwinden und kann daher nicht zur Wahl am 9. Oktober antreten. Thurnhofer wollte in der Präsidentschaftskanzlei das Ideenreich Österreich etablieren. Doch mit den Kandidaten VdB und Rosenkranz wird Österreich bleiben was es ist: ein Skandalreich. Dazu passt die Wiener Variation auf das Bonmot von Kästner: "Es gibt nichts Schlechtes, außer man mächt es."

Das Interview im "Stichpunkt Magazin" beantwortet viele grundsätzliche Fragen, die weiterhin aktuell sind. Auszüge aus dem Interview:

"Der Bundespräsident muss psychisch und physisch imstande sein, den herrschenden Parteien im Lande Paroli zu bieten. Er muss imstande sein, die Ursachen unserer Probleme zu erkennen und die Lösungsansätze aus allen Bereichen der Bevölkerung zu reflektieren und eine offene Diskussion darüber zu moderieren. Er muss dafür sorgen, dass überhaupt wieder demokratische Diskussionen statt finden. Er muss den Parteien klar machen, dass deren Interessen schon längst nicht mehr die Interessen des Volkes sind, und er muss diese Parteien in ihre Schranken weisen, wenn sie das Land als Selbstbedienungsladen betrachten."

"Die Gleichschaltung der Medien infolge der Corona-Herrschaft setzt sich bei dem Thema Russland-Ukraine-Krieg fort. Medien sind zu Hofberichterstattern und Trägern ihrer jeweiligen Regierungspropaganda degradiert. Meine wichtigsten philosophischen Studien waren die Kritiken von Kant und die Sprachphilosophie Wittgensteins. Im Verein mit 'Formen der Macht' von Bertrand Russell verfüge ich vermutlich über ein Sensorium, gegen Propaganda resistent zu sein und die Fähigkeit, in jedem politischen Konflikt eigenständige Urteile zu fällen. Ulrike Guerot sagte, es gebe nicht 'einen Krieg' sondern mindestens vier Kriege an einem Schauplatz: einen russischen Angriffskrieg, einen ukrainischen Bürgerkrieg, einen Informationskrieg (Propagandakrieg) und einen Stellvertreterkrieg. Ich würde noch ergänzen: einen massiven, alles durchdringenden Wirtschaftskrieg. Dieser Aspekt führt über Ukraine-Russland hinaus, denn er führt zur Frage, ob wir uns bereits im Dritten Weltkrieg befinden."

"Die Corona-Herrschaft hat gezeigt, wie leicht und schnell eine Gleichschaltung der Medien und in ihrem Gefolge eines Großteils der Bevölkerung durchgezogen werden kann. Die Parteien sind zur ideologiefreien Zonen geworden, in denen die jeweiligen Mitglieder nur noch ihre Partei = Partikular-Interessen vertreten, und schon lange nicht mehr die Interessen der Gemeinschaft = Polis. Parteiführer kämpfen nicht mehr für eine Idee, die sie zu einer Ideologie ausbauen, sondern nur noch für die Erhaltung ihrer Pfründe."

Weitere Infos über das "Stichpunkt Magazin"