WORKSHOP in der GEA Akademie
Aufstand. Widerstand. Verantwortung
+ Drei Tages-Workshop für politische AKTIVISTiNNEN unter Leitung von Hubert Thurnhofer (Berufung: Philosoph. Berufe: Journalist, Moderator, Kommunikationsberater, Kurator, Galerist, Lektor, Autor, Aktivist, Erwachsenenvertreter und -pfleger, Unternehmer. Webseiten: thurnhofer.cc, kunstsammler.at, ethos.at)
Mephisto: Wer weiß, wie noch die Würfel fallen? Und hat er Glück, so hat er auch Vasallen.
Faust: Das wäre mir die rechte Höhe, Da zu befehlen, wo ich nichts verstehe!
Im „Prinzip Verantwortung“ greift der Philosoph Hans Jonas erstmals den Gedanken auf, dass wir auch für die Umwelt und die Zukunft unserer Kinder Verantwortung tragen. So eine Haltung sucht man in der Politik vergeblich. Nicht lange zurück liegt eine Koalition, die „aus Verantwortung für Österreich“ regieren wollte. Es war dieselbe Regierung, die infolge Corona die Grundrechte außer Kraft gesetzt und gleichzeitig mit Milliardenhilfen neue Abhängigkeiten geschaffen hat.
Diesen Staat kann man nur noch DDR 4.0, die EU nur noch als EUdSSR bezeichnen. Wenn wir Widerstand gegen diese Systeme leisten wollen, müssen wir auch Grundlagen dafür schaffen – am besten in Beantwortung folgender Fragen:
- Ist Österreich noch eine Demokratie?
- Welche Antworten gibt die Moral 4.0 auf die DDR 4.0?
Thurnhofer Hubert: Moral 4.0
- Wie überwinden wir den Schuld-Komplex durch das Prinzip Verantwortung?
- Wie überwinden wir den Schulden-Komplex durch das Prinzip Vertrauen?
- Was bedeuten die 5 goldenen V?
- Was können wir vom Widerstand der „Ostblock“-Dissidenten zu Zeiten des Kalten Kriegs lernen?
- Wie lassen sich Politikdarsteller (die Feinde der offenen Gesellschaft) neutralisieren?
- Wie schaffen wir Verbindlichkeit?
- Kann eine neue Verfassung die Grundlage der Revolution sein?
Thurnhofer Hubert: Baustelle Parlament
- Wie kommen wir ins Tun?
Revolution: sanft aber radikal
Methodische Bemerkung für den Workshop: Ein Diskurs ist keine Aneinanderreihung beliebiger Meinungen, sondern eine Auseinandersetzung zwischen Pro und Contra zu einem konkreten Thema (Kritik im Sinne von Immanuel Kant). Ein Diskurs ist nicht nur offen für jede Meinung (zu einem konkreten Thema!), sondern auch offen für jedes Ergebnis. Es geht nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern um Inhalte, d.h. Theorien und Ideen im Spannungsfeld zwischen Möglichkeiten und Wirklichkeiten. Die freie Meinungsäußerung ist kein Selbstzweck, sondern nur dann sinnvoll, wenn diese wohl begründet ist. Wer seine Meinung äußern will, muss sich vorher eine Meinung bilden! In diesem Sinne erfordert ein offener Diskurs eine starke Disziplin der Gesprächspartner.
Wer will, dass die Welt bleibt wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt. (Erich Fried)
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. (Erich Kästner)
Über Hubert Thurnhofer
Absolvierte 1987 Studium der Philosophie, 1989-94 Lektor an der Moskauer Linguistik-Universität, danach Journalist, Galerist, Kommunikationsberater, Aktivist und 24-Stunden-Pfleger. Seit 2022 Chefredakteur von ethos.at. Unternehmer aus Überzeugung (mit der Neigung zur Selbstausbeutung), Philosoph aus Passion (gefesselt von der Idee der Freiheit).
+ Wer will, dass die Welt bleibt wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt. (Erich Fried)
+ Vernetzen. Verbinden. Verbünden. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ (Erich Kästner)
+ Von der Theorie zur Praxis: „Theorie ohne Praxis ist grau, Praxis ohne Theorie ist gräulich.“ (Leo Gabriel, Philosoph, „Integrale Logik“).
+ Offene Diskurse: Ein Diskurs ist keine Aneinanderreihung beliebiger Meinungen, sondern eine Auseinandersetzung zwischen Pro und Contra zu einem konkreten Thema (Kritik im Sinne von Immanuel Kant). Ein Diskurs ist nicht nur offen für jede Meinung (zu einem konkreten Thema!), sondern auch offen für jedes Ergebnis. Es geht nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern um Inhalte, d.h. Theorien und Ideen im Spannungsfeld zwischen Möglichkeiten und Wirklichkeiten. Die freie Meinungsäußerung ist kein Selbstzweck, sondern nur dann sinnvoll, wenn diese wohl begründet ist. Wer seine Meinung äußern will, muss sich vorher eine Meinung bilden! Wer dazu nicht bereit ist, soll seine Meinung im Park äußerln führen.
PROGRAMM (Stand 16.4.2026, Konzeption für drei Tage, in der GEA-Akademie leicht modiviziert)
1. Tag
Das Prinzip Verantwortung überwindet den Schuldkomplex.
Impulsvortrag: Die Legende von der Erbsünde, der Schuldkomplex, Hans Jonas und das Prinzip Verantwortung (Gegen-Entwurf zum Prinzip Hoffnung). Moral 4.0: die 5 goldenen V.
Inputs der TeilnehmerInnen: meine Verantwortung.
Arbeitskreise: Verantwortung übernehmen + etwas unternehmen. Wann, wo, wie? (Aber nicht warum!)
Offener Diskurus: Von der Verantwortungslosigkeit bis zum Machtmissbrauch in Österreichs Politik und Wirtschaft + Gegenmaßnahmen + Umsetzbarkeit (Zieldefinition).
LEKTÜRE: Doppelmoral in Politik und Medien + Legalitätsprinzip vs Moralitätsprinzip + Neuinterpretation des Sündenfalls
BILD: Helenna Jouja, Verantwortung für alles Leben, Acryl auf Leinwand, 120×140 cm
2. Tag
Widerstand ist nicht der Weg des geringsten Widerstandes
Impulsvortrag: Widerstand und Veränderung. Radikale Veränderung unserer Republik beginnt bei einer radikalen Verfassungs-Erneuerung. ((Die bestehende Verfassung ist nicht reformierbar!) Ist Juristerei eine Wissenschaft?
Offener Diskurs des Buches „Baustelle Parlament“. Ist Österreich noch eine Demokratie? Wohin wird der politische Weg (pessimistisch betrachtet) führen? Welchen Weg können, wollen, sollen wir (optimistisch betrachtet) einschlagen? Und warum?
Arbeitskreise: Meine individuelle Verfassung im Rahmen der Realverfassung. Wann, wo, wie kann Widerstand zur Befreiung führen?
LEKTÜRE: Aufruf zum Steuerstreik + Widerstand gegen die Zuschussbehörde WKO + Schönheit und Eleganz der Verfassung (Hg Christoph Bezemek) + Nationalrat in Theorie und Praxis (B-VG , das 2. Hauptstück) und das Buch „Baustelle Parlament“
BILD: Valerja Schuwalowa, Widerstand (Jakobs Kampf mit dem Engel), Öl, Gold auf Leinwand, 140×100 cm
3. Tag
Revolution: wenn Reformen nicht mehr möglich sind, brauchen wir einen radikaleren Ansatz, radikal aber nicht extremistisch!
+ Wer will, dass die Welt bleibt wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt. (Erich Fried)
Impulsvortrag: Französische Revolution vs Russische Revolution vs Tschechische Revolutionen. Die Idee von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Die Deformation von Ideen durch totalitäre Ideologien. Die Verdummung der Gesellschaft durch scheinbar ideologiefreie Narrative. Die offene Gesellschaft und ihre Feinde (Karl Popper).
Offener Diskurs: Wer und wo in Östereich sind im 21. Jahrhundert die Feinde der offenen Gesellschaft? Wie können wir die Feinde der offenen Gesellschaft neutralisieren?
Arbeitskreise: Vernetzen. Verbinden. Verbünden.
LEKTÜRE: Revolution: sanft aber radikal
BILD: Tamaz Kipschidze, Revolution, Acryl auf Leinwand (2) 150×100 cm