Paul Stich, SPÖ, Berufliche Tätigkeit: Abgeordneter zum Nationalrat
+ Ich bin Mitglied des Nationalrats, weil …“es nicht reicht, sich immer nur über Dinge aufzuregen, sondern weil man auch einmal was tun muss dagegen. Das ist der Grund, warum ich politisch aktiv geworden ist, und das ist die Motivation, die mich bis heute antreibt und jetzt auch in den Nationalrat gebracht hat.“
+ Ein Thema, das Ihnen im Nationalrat besonders am Herzen liegt? Mein Ziel ist, dass alle jungen Leute ein gutes Leben führen können, unabhängig davon, wie dick das Geldbörsl der Eltern ist. Das zieht sich durch alle Themenbereiche. Ein konkretes Beispiel wäre etwa, dass ich will, dass alle Leute ausziehen können und dass Wohnungen wieder leistbar werden, dafür braucht’s einen Mietendeckel und ganz viele anderen Maßnahmen. Und genau dafür stehen wir ein.“ Dafür wurde er sogar zum SPÖ-Wohnbausprecher im Nationalrat gekürt.
+ Urteil auf ethischer Grundlage: Dass ein Politiker „nur“ Nationalrat ist, begrüßt ethos.at (siehe Unvereinbarkeitsregeln aus ethischer Sicht). Aber die Frage, wie Paul zu diesem Stich gekommen ist, wirft Fragen auf: nach seiner Matura 2016 hat er mit dem Lehramtstudium begonnen und dieses nach sechs Jahren und dem ersten Studienabschnitt beendet. Vermutlich nicht aus Solidarität mit der Arbeiterklasse. Diese hat er als hauptamtlicher Mitarbeiter der Sozialistischen Jugend 2018 – 2025, sowie Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich 2/2020 – 2/2025 sicher nur selten gesehen. Außer im „Waschsalon Karl Marx Hof 2017-2019“ als Museumsmitarbeiter auf alten historischen Fotos. Von „ehrenamtlich“ steht nix, somit hat er sich wohl ein kleines Zubrot verdient.
Wer gelernt hat zu nehmen, dem wird auch gegeben. Und so haben die mächtigen Wiener SPÖ-Kapos dafür gesorgt, dass er weiterhin geradlinig seinen Altvorderen in der Karriereleiter nachfolgen kann. Nun mit 10.000 Euro Grundeinkommen monatlich ausgestattet. Allerdings – so Paul auf facebook – bleiben ihm davon netto monatlich nur 2.950 Euro. Das ist nett, aber nur die halbe Wahrheit.

Zu den Monatsausgaben rechnet Paul die jährliche Parteisteuer 1825 Euro (linke Seite), die in Wahrheit 130 pro Monat beträgt (rechte Seite). Dazu kommen noch 13.+14. Zahlung, umgerechnet pro Monat über 1.000 Euro. Statt der angegebenen 2.950 Euro kassiert Paul 4.650 Euro – wenn die übrigen Angaben stimmen. Gerechnet nach dem echten Kalenderjahr, umgerechnet auf 12 Monate, kassiert Paul gut und gern 5.700 Euro netto. 12 Monate beträgt das Kalenderjahr eines selbstständigen Steuerzahlers – auf der Seite der Einnahmen genauso wie der Ausgaben. Dieser Realität ist der junge Pateisoldat noch nie begegnet.
So lernt Paulchen schon als 27-Jähriger, dass es im Leben nicht auf die Leistungen ankommt, um Höchstgehälter zu „verdienen“, sondern einzig und allein auf die Position, die man einnimmt – egal aus welchem Grunde! Und die zweite, genauso wichtige Lektion: mit der Wahrheit muss man es nicht gar so genau nehmen.