Parlamentarische Fehlbesetzungen

Mag. Klaus Fürlinger, ÖVP, Nationalrat. Berufliche Tätigkeit: Rechtsanwalt

+ Ich bin Mitglied des Nationalrats, weil … „ich die Welt ein bisschen verbessern wollte und ich mir wünsche, dass meine Kinder in einem sicheren Österreich, in Frieden und Wohlstand leben können.“

+ Ein Thema, das Ihnen im Nationalrat besonders am Herzen liegt? „Mir ist besonders wichtig, dass junge Menschen in diesem Land eine Chance haben, mit einer guten Ausbildung, wenn sie bereit sind zu leisten, zu lernen, dann müssen sie die Möglichkeit haben sich entsprechend zu entwickeln, denn sie sind die Träger der Zukunft, sie sind die Träger unserer Gesellschaft in den nächsten Jahren.“

Nun ist Fürlinger schon fast ein Jahrzehnt Nationalrat (seit 2017), davor war er bereits fünf Jahre im Bundesrat vertreten. Daneben führt er die Fürlinger Langoth Obermüller Rachbauer Rechtsanwälte GmbH & Co KG und verdient sich seit 2019 ein Zubrot als Aufsichtsrat der Oberösterreichischen Landesbank AG. Medial aufgefallen ist Fürlinger bislang vor Wahlgängen mit Kuschl-Porträts auf meinbezirk.at (17.9.2024) Der zweite auffindbare Artikel: „Premiere: ÖVP-Abgeordneter Fürlinger sprach mit KI-Stimme“ (kleinezeitung.at 11.12.2025)

Urteil auf ethischer Grundlage: Es muss eine zeitliche Beschränkung von zwei Perioden für jede politische Position dieses Landes geben. Der Wechsel vom Bundes- zum Nationalrat muss als politische Einheit betrachtet werden; Fürlinger hätte nach diesem Prinzip 2024 nicht mehr antreten dürfen. Die bedauerliche, aber politisch völlig irrelevante Schlagzeile über seine KI-Stimme, wäre ihm damit erspart geblieben. Wahrscheinlich wäre ihm sogar die chronische Krankheit, die ihm zu dem zweifelhaften Glück verholfen hat, erspart geblieben.

5.9.2026 – ANTWORT von Mag. Klaus Fürlinger

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich habe lange überlegt, ob ich Ihnen antworten soll. In der Politik ist man Beleidigungen gewöhnt und sie stören mich auch nicht sonderlich. Aber wie man aus diesem Video und der Botschaft, dass ich die Welt verbessern will, einen Rückschluss darauf ziehen kann, dass ich eine Fehlbesetzung sein soll, ist mir ein Rätsel. Wenn Sie ein bisschen eingehender zu meiner Person recherchiert und nicht nur ein 10 Sekunden Video angesehen hätten, wüssten Sie, dass ich als Vorsitzender des Justizausschusses höchsten Wert auf qualitätsvolle Gesetzgebung lege.

Ich drücke meine Hoffnung aus, dass Ethos.at (im altgriechischen das Wort für Charakter) nicht nur den Zweck hat, Politiker unsubstantiiert zu beleidigen.

Mit freundlichen Grüßen

Mag. Klaus Fürlinger, Abgeordneter zum Nationalrat