Österreich: Cybercrime-Report 2024

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1. Dezember 2025 – (Mitteilung des BMI) - Die Zahl der Cybercrime-Delikte sank zwar 2024 leicht, aber die Gesamtzahl der Straftaten bleibt auf einem hohen Niveau. Eine Herausforderung stellt die rasant wachsende Menge an digitalen Daten dar, die von den Ermittlungsbehörden gesichtet und ausgewertet werden müssen.

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Cyber-Kriminalität ist eine Bedrohung für die Sicherheit in Österreich. Während im Jahr 2024 erstmals seit einem Jahrzehnt ein leichter Rückgang der Anzeigenzahl verzeichnet werden konnte, bleibt die Gesamtzahl der Straftaten auf einem hohen Niveau. Die Entwicklungen zeigen: Cybercrime ist ein dynamisches Feld, das sich ständig verändert und nicht nur die Ermittlungsbehörden, sondern auch die Gesellschaft vor Herausforderungen stellt.

„Internetkriminalität gehört nach wie vor zu den großen Herausforderungen für die Polizei in Österreich. Durch die Einrichtung von Kriminalassistenzdienststellen in den Bundesländern stehen Spezialisten im Bereich der Prävention, aber auch bei der Aufklärung von Straftaten den Menschen in den Regionen zur Verfügung“, sagt Innenminister Gerhard Karner.

Weniger Anzeigen.

2024 wurden 62.328 Straftaten zur Anzeige gebracht. Das bedeutet einen Rückgang um 5,4 Prozent im Vergleich mit dem Jahr davor (2023: 65.864). Auch wenn dieser Wert den niedrigsten der vergangenen zehn Jahre markiert, bewegt sich die Zahl der Anzeigen auf einem hohen Niveau: Wurden 2015 10.010 Delikte angezeigt, hat sich die Anzahl ein Jahrzehnt später mehr als versechsfacht. Die Aufklärungsquote ist im Vergleich mit dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 31,7 Prozent gestiegen. Bei der Cybercrime-Meldestelle blieben die Eingänge mit über 15.000 Meldungen 2024 auf hohem Niveau.

Eine Herausforderung in der Cybercrime-Bekämpfung stellt die rasant wachsende Menge an digitalen Daten dar, die von den Ermittlungsbehörden gesichtet und ausgewertet werden müssen. In der elektronischen Beweismittelsicherung im Cybercrime-Competence-Center (C4) des Bundeskriminalamtes und in den Landeskriminalämtern wurden 2.075 Terabyte Daten im Berichtsjahr ausgewertet. Im Vergleich: 2023 belief sich die Menge noch auf 1.572 Terabyte.

Rückgang bei Cybercrime im engeren Sinn.

Bei Cybercrime im engeren Sinn – also Angriffe, die sich direkt gegen Informations- und Kommunikationssysteme richten – wurde 2024 mit 20.246 Fällen ein Rückgang um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr registriert. Die Zahl der Anzeigen wegen widerrechtlichen Zugriffs auf Computersysteme stieg von 1.858 auf 1.991 Fälle. Auch beim Missbrauch von Computerprogrammen oder Zugangsdaten gab es eine Zunahme von 305 auf 496 Anzeigen. Die Zahl an Datenbeschädigungen ging von 308 auf 241 Fälle zurück. Cybermobbing blieb mit 462 Anzeigen nahezu gleich.

Internetbetrug als Herausforderung.

Im Berichtsjahr machten Betrügereien mit 31.768 Fällen wieder den größten Anteil der Anzeigen aus. Hier wurde zwar ein Rückgang von 6,8 Prozent gegenüber 2023 registriert, dennoch macht dieses Delikt mehr als die Hälfte aller Cybercrime-Straftaten aus. Besonders stark vertreten sind der Bestellbetrug und unbefugte Abbuchungen von Bankkonten. Durch den Einsatz minimaler Ressourcen können kriminelle Gruppen eine große Anzahl Opfer schnell und einfach erreichen, wodurch hohe finanzielle Gewinne erzielt werden können. 2024 wurde ein starker Anstieg der Zahl bei komplexen Fällen von Investitionsbetrugsformen registriert, besonders beim Cyber-Trading-Fraud, der im Berichtsjahr Schäden von 120 Millionen Euro verursachte.

Ebenso stellt der Einsatz von künstlicher Intelligenz – insbesondere zur Erstellung von Deep Fakes und zur Automatisierung komplexer Betrugsmodelle, neue Herausforderungen dar. Phishing-Angriffe per E-Mail oder SMS waren ebenfalls ein beliebter Modus Operandi. Neben den klassischen Phishing-Versuchen, die auf Bankkunden oder Kreditkarteninhaber abzielten, wurden vermehrt Angriffe auf Kunden alternativer Online-Zahlungsdienstleister sowie Inhaber von Kryptobörsen-Konten verzeichnet.

„Lab-Host“

Die internationale Ermittlungsoperation gegen die Phishing-Plattform „Lab-Host“ gilt als Erfolg in der Bekämpfung von Cybercrime im Jahr 2024. Lab-Host war als „Phishing-as-a-Service“-Modell organisiert und eine der weltweit größten Anbieter auf diesem Sektor. Den Nutzern wurde gegen eine monatliche Gebühr eine professionelle Infrastruktur angeboten und täuschend echte Phishing-Seiten zur Verfügung gestellt, die unter anderem Banken, Post- und Telekommunikationsunternehmen imitierten. Zusätzlich konnten die Täter mit interaktiven Tools direkt mit ihren Opfern kommunizieren, um diese zum Eingeben von sensiblen Daten wie Passwörtern oder Kreditkarteninformationen zu bewegen.

Strafverfolgungsbehörden aus 19 Ländern haben in der einjährigen Operation, die von Europol koordiniert wurde und an der auch das Cybercrime-Competence-Center (C4) des Bundeskriminalamtes teilnahm, die Infrastruktur von Lab-Host offengelegt. Die Ermittlerinnen und Ermittler konnten nachweisen, dass über 40.000 Phishing-Domains mit Lab-Host verknüpft waren und rund 10.000 Nutzer das Service regelmäßig in Anspruch nahmen.

Die Professionalität spiegelte sich im Geschäftsmodell wider: Für 249 US-Dollar pro Monat erhielten Kriminelle Zugang zu illegalen Diensten, die individuell anpassbar und mit wenigen Klicks einsatzbereit waren. Weltweit wurden 70 Objekte durchsucht und 37 Verdächtige festgenommen, darunter die mutmaßlichen Betreiber.

Entwicklungen.

In der sonstigen Kriminalität im Internet zeigte sich ein deutlicher Anstieg: 5.370 Fälle wurden angezeigt, ein Plus von über 16 Prozent (2023: 4.609). Hierzu zählen unter anderem gefährliche Drohungen (§ 107 StGB, von 1.209 auf 1.472), Verhetzung (§ 283 StGB, von 135 auf 309 Anzeigen) und Verstöße gegen das Verbotsgesetz, die von 729 auf 1.222 stiegen. Bei der Online-Erpressung zeigt die Statistik eine deutliche Veränderung: 2024 wurden 2.931 Fälle von Online-Erpressungen angezeigt – ein Rückgang von 25 Prozent. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote von 5 auf 7,8 Prozent. Die Tätergruppen setzen weiterhin auf Sextortion-Mails und gefälschte Polizeimitteilungen, in denen Geldzahlungen gefordert werden. Trotz der positiven Entwicklung bleibt dieses Delikt ein lukratives Geschäftsmodell für internationale Tätergruppen.

Mehr Anfragen an Online-Plattformen.

Die zentrale Anfragestelle für Social Media und Online-Service-Provider (ZASP) hat sich 2024 erneut als unverzichtbares Bindeglied zwischen den Ermittlungsbehörden und Internetplattformen erwiesen. Im Berichtsjahr stieg die Zahl der Anfragen weiter an: 3.343 Anträge wurden über ZASP abgewickelt und dabei 5.432 Accountanfragen gestellt (2023: 3.331 Anträge; 4.913 Accountanfragen). Zu den Tatbeständen zählten Betrug (3.043), Erpressung (970), Nötigung/gefährliche Drohung (268), Cybercrime im engeren Sinn (221) und Verletzung der sexuellen Integrität (143). Durch die Zentralisierung und Vereinheitlichung der Anfragen wurde die Antwortquote gesteigert. So langten im Berichtsjahr von Facebook zu 84 Prozent, Instagram zu 88 Prozent, WhatsApp zu 89 Prozent, Microsoft zu 78 Prozent und von Tiktok zu 63 Prozent ein Ergebnis auf eine Accountanfrage ein.

Rekordhoch bei NCMEC-Verdachtsmeldungen.

Besonders sensibel ist der Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern im Internet. Im Jahr 2024 gingen beim Bundeskriminalamt 18.276 Verdachtsmeldungen von US-Internet-Service-Providern ein – ein Wert, der den letztjährigen Spitzenwert in der Kooperation zwischen dem National Center for Missing & Exploited Chil­dren (NCME) und dem Bundeskriminalamt um 2.400 Meldungen übersteigt. Gleichzeitig ist die Zahl der Anzeigen nach § 207a StGB (bildliches sexualbezogenes Kindesmissbrauchsmaterial und bildliche sexualbezogene Darstellungen minderjähriger Personen) erstmals gesunken: von 2.245 auf 1.889 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt mit 92,8 Prozent weiterhin auf hohem Niveau. Neu in den Fokus rückte das Phänomen des „Long-Distant-Child-Abuse“. Hier beauftragen Täter aus Österreich über das Internet den Missbrauch von Kindern im Ausland und verfolgen die Taten per Livestream. Ermittlungen führten 2024 unter anderem zur Identifizierung von 15 minderjährigen Opfern auf den Philippinen und zur Festnahme eines österreichischen Täters.

Online-Suchtmittelhandel.

Der Handel mit illegalen Suchtmitteln über das Internet hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Dauerbrenner der organisierten Kriminalität entwickelt. Während in der Vergangenheit vor allem Darknet-Marktplätze genutzt wurden, zeigt sich in jüngster Zeit eine Verschiebung in das Clearnet sowie in verschlüsselte Messengerdienste und soziale Netzwerke. Im Berichtsjahr wurden in Österreich 1.416 Postsendungen mit Bezug zu Suchtmitteln sichergestellt. Es wird angenommen, dass ein erheblicher Teil der Lieferungen aus den Niederlanden stammt, auch wenn sie oftmals über Deutschland weitergeleitet werden, um die Herkunft zu verschleiern.

Deaddrop.

Neben dem Versand per Post kommt eine neue Methode immer öfter vor: der „Deaddrop“. Hierbei werden Suchtmittel nicht mehr verschickt, sondern an geheimen Orten im öffentlichen Raum deponiert. Die Käufer erhalten die GPS-Koordinaten und können die Ware dort anonym abholen.

Ransomware-Angriffe blieben 2024 Thema. Mit 109 gemeldeten Fällen sank die Zahl zwar, dennoch verursachten die Angriffe erhebliche Schäden. Besonders aktiv war die Gruppe „Lock-Bit“, bei mehr als einem Drittel der Anzeigen konnte keine spezifische Gruppierung erkannt werden, was die Ermittlungen erschwerte. 90 Prozent der Angriffe fand auf Unternehmen statt. Hier wurde keine bestimmte Zielbranche identifiziert. 29 unterschiedliche Akteure wurden als Angreifer identifiziert.

ÖGUT Umweltpreise 2025

umwelt u beton

pts 19.11.2025Zum 38. Mal prämierte die ÖGUT (Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik) im Rahmen ihres Jahresempfangs zukunftsweisende soziale und technische Innovationen mit dem ÖGUT-Umweltpreis. Aus 252 Einreichungen wurden 27 Nominierungen und daraus elf Preisträger:innen von unabhängigen Jurys ausgewählt. Insgesamt wurden € 40.000 an Preisgeldern vergeben.

Eröffnung des ÖGUT-Jahresempfangs durch Bundespräsident Alexander van der Bellen und Bundesminister Norbert Totschnig

"Ohne Ihre Arbeit wäre die nachhaltige Entwicklung in unserem Land noch lange nicht so weit, wie sie jetzt ist." – Bundespräsident Alexander van der Bellen eröffnete am 18. November 2025 den Jahresempfang der ÖGUT mit einer Video-Ansprache direkt an die ÖGUT-Mitarbeiter:innen.

Die ÖGUT feiert 2025 ihr 40-jähriges Bestehen. Seit 1985 setzt sie auf die Einbeziehung aller Betroffenen, wenn es darum geht, Bausteine und Wege für eine nachhaltige Entwicklung zu finden: ökologisch zielführend, ökonomisch tragfähig und sozial vertretbar. Mit dem Aufbau von Netzwerken, zahlreichen wissenschafts-gestützten Projekten und Initiativen trug und trägt sie maßgeblich zur Transformation hin zu einer ressourcenschonenden und klimafitten Zukunft bei.

Auch Bundesminister Norbert Totschnig (BMLUK) betonte in seiner Videobotschaft an die etwa 300 Gäste beim ÖGUT-Jahrempfang im Kuppelsaal der TU Wien, wie wichtig Dialog und Zusammenarbeit sind, wenn es um den Schutz unserer Umwelt gehe. "Denn nur gemeinsam entstehen nachhaltige Lösungen", so Bundesminister Totschnig.

ÖGUT-Umweltpreise 2025 vergeben

Zum 38. Mal würdigte die ÖGUT mit dem Umweltpreis Menschen und Organisationen, die mit Mut und Kreativität eine klimaneutrale, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft gestalten. Die 252 Einreichungen, 27 Nominierten und elf Preisträger:innen zeigen, wie Nachhaltigkeit und Wirtschaft erfolgreich Hand in Hand gehen und wie soziale Innovationen gelingen.

→ Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten/Initiativen und Personen sowie Fotomaterial: www.oegut.at/de/initiativ/umweltpreis/2025

"Die insgesamt 252 Einreichungen zeigen deutlich, dass sich eine rapide wachsende Zahl an Unternehmen, Gemeinden und zivilgesellschaftliche Akteur:innen Gedanken machen, wie die Transformation zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft und Gesellschaft gelingen kann", so Monika Auer, Generalsekretärin der ÖGUT.

Sie überreichte im Rahmen des ÖGUT-Jahresempfangs am 18. November 2025 die Umweltpreise gemeinsam mit ÖGUT-Präsidentin Andrea Reithmayer und Vertreter:innen der Sponsoren BMIMI, BMLUK, Österreichischer Städtebund, Energiepark Forschungsstiftung, Coca-Cola, sowie die Nachhaltigkeitsmagazine BUSINESSART und LEBENSART.

Die Preisträger:innen 2025

Der ÖGUT-Umweltpreis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen rund um das Thema Nachhaltigkeit. In enger Zusammenarbeit mit den Sponsoren hat die ÖGUT die Kategorien ausformuliert, in denen die Umweltpreise 2025 vergeben wurden. Die Preiseermöglichen den Projekten eine breite öffentliche Anerkennung und Vorbildwirkung und unterstützen durch den finanziellen Bonus ganz konkret die Umsetzung von Ideen und Projekten.

Alle Preisträger:innen und Nominierten finden Sie hier ausführlich beschrieben: www.oegut.at/de/initiativ/umweltpreis/2025

Preisträgerinnen in der Kategorie Frauen* in der Umwelttechnik (mit Unterstützung des BMIMI)

Diverse Teams erzeugen auf allen Ebenen bessere, resilientere Lösungen – auch im Bereich der Nachhaltigkeit.

Bundesminister Peter Hanke (BMIMI, Sponsor der Kategorie "Frauen* in der Umwelttechnik): "32 Einreichungen in dieser Kategorie zeigen, wie Frauen* in der Umwelttechnik Forschung, Innovation und Nachhaltigkeit verbinden - sie sind Pionierinnen* einer nachhaltigen Zukunft und inspirierende Role Models für kommende Generationen in Österreich."

Klima- und Umweltschutz in Städten und Gemeinden: Kategorien "Klimaneutrale Stadt" und "Nachhaltige Kommune"

Zur Erreichung der Klimaneutralität spielen Städte und Gemeinden eine wesentliche Rolle. Innovationen dienen dabei als zentraler Hebel und setzen damit wirksame Impulse für nachhaltige Veränderungen im Gesamtsystem. Für die Kategorie "Klimaneutrale Stadt" gab es heuer 61 Einreichungen, für die "Nachhaltige Kommune" 38.

Thomas Weninger (Österreichischer Städtebund, Sponsor der Kategorie "Nachhaltige Kommune"): "Gerade während der COP30 in Belém ist es wichtig aufzuzeigen, dass Nachhaltigkeit auf Gemeindeebene besonders spürbar ist. Wir würdigen herausragende Projekte und engagierte Leistungen von der Abfallvermeidung über Dekarbonisierung und Klimaschutz bis zu nachhaltiger Mobilität."

Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement (Sponsor: BMLUK)

Insgesamt konnte die Jury aus 43 Projekten die Preisträger:innen für top-down- und bottom-up-Partizipation wählen. Bundesminister Norbert Totschnig (BMLUK, Sponsor der Kategorie "Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement"): "Für die Gestaltung unserer Zukunft braucht es aktive Beteiligung der Bevölkerung und Impulse aus der Zivilgesellschaft."

Zwei Kategorien zum Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft: von der Forschung zur Anwendung

Ausgezeichnet wurden aus den insgesamt 47 Einreichungen zum Thema Kreislaufwirtschaft Projekte und Aktivitäten, die einen essenziellen Beitrag dazu leisten, lineare Wertschöpfungsketten zu Kreisläufen umzuwandeln und damit den primären Ressourceneinsatz radikal zu verringern, sowie Unternehmen, die die in der gelebten Praxis an der Reduktion des Abfallaufkommens in der Produktion arbeiten und Lösungen für eine kreislauffähige Produktion von morgen entwickelt und bereits erprobt haben.

Philipp Bodzenta (Unternehmenssprecher Österreich von The Coca-Cola Company, Sponsor der Kategorie "Unternehmen am Weg zur Kreislaufwirtschaft): "Die Realisierung der Kreislaufwirtschaft ist DIE Herausforderung für Unternehmen – deswegen unterstützen wir seit 16 Jahren den ÖGUT-Umweltpreis mit einer eigenen Kategorie für Unternehmen am Weg zur Kreislaufwirtschaft."

Sonderpreis Erneuerbare Energie (Sponsor: Energiepark Forschungsstiftung)

Zum zweiten Mal wurde der Sonderpreis Erneuerbare Energie an Initiativen vergeben, die mit Erneuerbaren Energielösungen einen konkreten Beitrag zur Reduktion fossiler Energieträger und zu einer gemeinsamen klimapositiven Energiezukunft leisten. Die Jury kürte aus 17 Einreichungen einen Preisträger:

Sonderpreise der Nachhaltigkeitsmagazine BUSINESSART und LEBENSART

Aus allen 252 Einreichungen zum ÖGUT-Umweltpreis 2025 wählten die renommierten Nachhaltigkeitsmagazine BUSINESSART und LEBENSART zwei Sonderpreisträger:innen.

Publikumspreis: im Rahmen des ÖGUT-Jahresempfangs wählten die etwa 300 Gäste per Mentimenter-Voting aus allen Nominierten, die keinen ÖGUT-Umweltpreis bekommen habe, ihren Favoriten. Gewonnen hat das Projekt KiGRa – Kindergemeinderat der Landentwicklung Steiermark à zur Projektbeschreibung www.oegut.at/de/initiativ/umweltpreis/2025/partizipation-kigra.php

Zusätzlich: Verleihung der Nachhaltigkeitszertifikate an betriebliche Vorsorgekassen

Bereits zum dritten Mal in Folge wurden die Nachhaltigkeitszertifikate im Rahmen des ÖGUT-Umweltpreises verliehen. Für das Berichtsjahr 2024 haben sich acht betriebliche Vorsorgekassen der ÖGUT-Nachhaltigkeitsprüfung unterzogen: Sieben Auszeichnungen in Gold und eine in Silber zeugen eindrucksvoll vom kontinuierlichen Engagement dieser Kassen auf dem Gebiet der nachhaltigen Veranlagungen. Die Ergebnisse der Prüfung basieren auf den Gutachten der ÖGUT in Zusammenarbeit mit einer ExpertInnen-Jury. Zu den Ausgezeichneten betrieblichen Vorsorgekassen.

ÖGUT-Jahresempfang ist selbst nachhaltig

Die Veranstaltung wurde nach den Kriterien des ÖKOEventPlus durchgeführt. Für das im Zuge des Events entstandene CO2-Äquivalent von 2.720 kg geht ein finanzieller Beitrag an ein Klimaschutzprojekt mit Zusatzengagement. Das Kombiprojekt trägt zur Finanzierung eines zertifizierten Klimaschutzprojekts bei und unterstützt Baumpflanzungen in Österreich. Pro Tonne CO2 wird ein Baum in Österreich gepflanzt. Derzeit werden die Baumpflanzungen mit einem zertifizierten Social Impact Projekt in Indien kombiniert. Dieses Klimaschutzprojekt ermöglicht es Frauen vor Ort, saubere Energieprodukte wie Solarlampen und Wasserfilter zu erwerben. Unser Dank geht an Climate Partner, der diesen Beitrag und die Berechnung des CO2-Äquivaents als Sponsoring für den Event übernimmt. Weitere Infos: climatepartner.com

Fotomaterial und nähere Informationen zu den nominierten Projekten und Preisträger:innen finden Sie auf der ÖGUT-Website zum Download unter: www.oegut.at/de/initiativ/umweltpreis/2025/

Beim Jahresempfang 2025 feierte die ÖGUT ihren 40. Geburtstag. Im Programm fand sich daher ein Kurzfilm – gedreht von den Mitarbeiter:innen der ÖGUT – mit einem humoristischen Blick zurück in das Gründungsjahr 1985.

https://www.youtube.com/watch?v=fn4_h-l-1P8

Mit Beiträgen von: Monika Auer, Gerhard Bayer, Petra Blauensteiner, Erika Ganglberger, Sonja Goldeband-Lang, Karin Granzer-Sudra, Susanne Hasenhüttl, Beatrix Hausner, Katharina Muner-Sammer, Julia Petschinka, Bianca Pfefferer, Veronika Reinberg, Barbara Ruhsmann, Inge Schrattenecker, Irene Sudra, Tina Tezarek, Franziska Trebut und Lukas Wagner.

Konzept und Regie: Jürgen Brües, Produktion: Julia Petschinka

Pensionen. Finanzierung. Babyboomer.

ChatGPT H W Sinn vs O Spengler 800

19. November 2025 - „Hans-Werner Sinn kritisiert Babyboomer und Rentenpolitik. Der Ökonom Hans-Werner Sinn, ehemaliger Präsident des deutschen ifo Forschungsinstituts, hat Verständnis für den Unmut jüngerer Unionsabgeordneter in der Rentendebatte geäußert. Schwere Vorwürfe machte Sinn der Generation der Babyboomer. Diese habe zu wenige Kinder bekommen, um das Rentensystem zu stabilisieren. Gleichzeitig hätten die sogenannten Boomer Schulden gemacht, die nun „die Jungen an der Backe haben“, berichtet Epoch Times (19.11.2025).

Bild: ChatGPT: Hans-Werner Sinn (li) im Streitgespräch mit Oswald Spengler

ethos.at kommentiert: Der Herr Professor hat auch schon bessere Kommentare gespendet. Ein Zyniker würde bemerken, dass die Babyboomer zumindest die Pensionen des heute 77-jährigen Professors und seiner Generation gesichert haben. Tatsache ist: Nach dem Anschluss der DDR stieg die Bevölkerung des neuen Deutschlands von 79 Millionen 1989 auf 82 Millionen 1999. Nicht durch intensiven Ost-West-Verkehr, sondern durch Zuwanderung. Besonders stark war die Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion (Russlanddeutsche und Juden wurden geradezu aufgefordert zu kommen!) Die Wirtschaft krachte damals an allen Enden, die Arbeitslosenquote stieg in dem Jahrzehnt von rund 6 auf 12 Prozent!

Viele Russen kehrten in den vergangenen Jahren wieder in ihre alte Heimat zurück. Gekommen sind die Muslime, überfallsartig seit 2015. Die Arbeitslosenquote in dem Jahrzehnt bis 2025 blieb trotzdem verhältnismäßig konstant zwischen 7 und 6 Prozent, die Bevölkerung hat in der Zeit (nach einem Knick 2011 auf 80,5 Millionen) von 82 auf 83,5 Millionen zugenommen. Der Ökonom greift zu kurz, wenn er behauptet, die Pensionen seien aufgrund Enthaltsamkeit bzw. Verhütungsmethoden der Babyboomer nicht mehr finanzierbar.

Tatsache ist, dass seit den 1970er Jahren die Unfinanzierbarkeit der Pensionen mindestens einmal in jedem Jahrzehnt neu erfunden wurde. Der Professor Sinn sollte den Menschen besser den Sinn des Umlagensystems der Pensionen erklären. Und warum es heute wieder und immer noch Probleme damit gibt, bzw. wie sich die Probleme – trotz Bevölkerungszuwachses – verändern! Die verdatterte Erkenntnis, die Babyboomer haben zu wenige Babys produziert, ist jedenfalls kein Beitrag zu einer Lösung des Problems.

Ad Bevölkerungsstatistik siehe satista.com

Ad Arbeitslosenquote siehe destatis.de

Für Oswald Spengler ist der Bevölkerungsrückgang eine notwendige Entwicklung, die zum „Untergang des Abendlandes“ beiträgt. In seiner Abhandlung findet man sicher keine Antworten auf das Pensionsproblem. Aber seine teils magischen, teils ominösen Erklärungsansätze sind präziser, als der schlappige Kommentar des pensionierten Wirtschaftsprofessors. Folgende Zitate stammen aus dem 2. Teil, der 1922 erschienen ist; zweites Kapitel, „Städte und Völker“.