Jubelbericht Digitale Transformation

Politische Ästhetik und Anästhetik / Ethik / Spaltung der Gesellschaft durch die Regierung

28. Februar 2026 - Völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit hat RTR eine „Studie“ präsentiert, die (völlig überraschend!) belegt, dass es sinnvoll, notwendig und natürlich auch EU-konform ist, von 2022 bis 2027 den österreichischen Massenmedien 134 Millionen Euro für „digitale Transformation“ unterzujubeln. Die Überraschung ist groß, weil ethos.at seit Jahren belegt, dass diese "Förderung" einzig und allein der Gleichschaltung der österreichischen Hofberichterstatter dient.

BELEGE SIEHE:

26.11.2025 - 20 Mille für sogenannte digitale Transformation 2026

23.10.2024 Regierungs-Korruption: Digitale Transformation

31.1.2024 Schweigegeld für Regionalsender und Printmedien.. 19,4 Millionen für 2024 vergeben. Das ist offenbar nicht genug: „Zeitungsverband fordert Verdreifachung der Digitalförderung“, berichtet DerStandard.at (29.9.23) Mit FRAGEN an und ANTWORTEN von RTR.

23.11.2022 Regulierungsbehörde RTR schüttet Millionen aus

 RTR Webbild Studie FDT 1

Dass diese Kritik an der Regierung, an RTR und folglich auch an den Autoren der „Studie“ bislang spurlos vorübergegangen ist, wundert nicht in der Republik Österreich anno 2026, die von ethos.at längst den Ehrentitel DDR 4.0 erhalten hat. Nochmals überhöht wird die DDR-Propaganda mit der neuesten Illustration zur Studie, inspirert von höchster Instanz: Michelangelos „Erschaffung Adams“. Gezeigt wird der Moment, in dem Gott dem Menschen seinen Geist einhaucht. Dieser Symbolik folgend haucht die Regierung mittels „DigiTrans“ den Medien ihren Geist ein. Noch eine Bestätigung für die Behauptung von ethos: diese „Förderung“ dient einzig und allein der Gleichschaltung der österreichischen Hofberichterstatter.

RTR Pressinformation vom 26.2.2026 im Original:

+ Fünf Jahre „Transformationsfonds“ der RTR Medien: Studie belegt Erfolge und anhaltenden Förderbedarf im Medienmarkt

+ Beratungs- und Forschungsunternehmen Goldmedia erstellte Evaluierungsbericht

Die Spitzen der Zeigefinger einer Roboterhand und ein menschlichen Hand berühren sich. Am Treffpunkt der Fingerspitzen leuchtet ein helles Licht, um das mehrere typische Internet-Icons schweben. Der Hintergrund ist dunkelblau. Der Titel der Studie ist in weißer Schrift in das Bild integriert. Titelbild der Studie, © iStock.com/ipopba/RTR/cibus

Der beim Fachbereich Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR Medien) gesetzlich eingerichtete „Fonds zur Förderung der digitalen Transformation“ (Transformationsfonds, FDT) ermöglicht es österreichischen Medienhäusern, ihre digitalen Transformationsvorhaben überhaupt, früher als geplant oder in größerem Umfang umzusetzen. Der Fonds sichert redaktionelle und technische Arbeitsplätze und trägt maßgeblich zu digitalen Reichweiten- und Abo-Zuwächsen in einem strukturell unter Druck stehenden Markt bei. Zu diesen Einschätzungen kommt eine Studie des Berliner Beratungs- und Forschungsunternehmens ‚Goldmedia‘, die im Auftrag der RTR Medien die Richtlinien zur Fördervergabe des Transformationsfonds auf ihre Wirkung im Sinn der gesetzgeberischen Ziele evaluiert.

Der Fonds ist seit 2022 ein zentrales Instrument, um private Medienunternehmen in Österreich bei der Weiterentwicklung digitaler Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle zu unterstützen. Wesentliche Ziele sind dabei die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber internationalen Online-Plattformen und so die Medienvielfalt in Österreich zu sichern.

„Bei allem positiven Feedback zum Erreichten, weist der Evaluierungsbericht aber auch darauf hin, dass die im Fokus der Transformation stehenden digitalen Geschäftsmodelle noch nicht die zentralen Ergebnisbeiträge liefern, die für eine langfristige Absicherung des Mediensystems in Österreich erforderlich wären“, zitierte RTR Medien-Geschäftsführer Mag. Wolfgang Struber die Studie anlässlich der Präsentation am 26. Februar in Wien.

„Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Transformationsfonds einen wichtigen Innovations- und Investitionsimpuls in Österreichs Medienhäusern ausgelöst hat, der laut Studie aufrechterhalten werden sollte“, so Wolfgang Struber. „Denn, ob der österreichische Medienmarkt angesichts begrenzter Ertragsmargen, abfließender Werbegelder, schneller Innovationszyklen, besonders im Zusammenhang mit KI, und unter strukturellem Wettbewerbsdruck die digitale Transformation im notwendigen Ausmaß aus eigener Kraft bewältigen kann, stellt auch die Studie in Frage."

Der Transformationsfonds wurde nach beihilfenrechtlicher Bewilligung der EU-Kommission mit insgesamt 134 Millionen Euro für den Zeitraum 2022 bis 2027 dotiert und adressiert als Förderziele die Digitale Transformation, den Digital-Journalismus sowie Jugendschutz und Barrierefreiheit. Nach Erteilung der Förderzusagen für das Jahr 2026 sind diese Fördermittel praktisch ausgeschöpft.

„Im Moment ist noch offen, wie es mit dem Fonds weitergeht. Das KommAustria-Gesetz, in dem der Fonds zur Förderung der digitalen Transformation verankert ist, sieht kein Ablaufdatum für den Fonds vor“, erläuterte Wolfgang Struber die aktuelle Situation. „Mit der EU-Beihilfenregelung liegt eine Genehmigung zum Einsatz von 134 Millionen Euro für den Transformationsfonds bis 2027 vor, die nun aber nahezu aufgebraucht sind. Aktuell steht zum Einreichtermin dieses Jahres für das Förderjahr 2027 noch ein niedriger, einstelliger Millionenbetrag zur Verfügung, was eine erhebliche Änderung der Förderrichtlinien erforderlich machen würde“, so Struber.

Seit 2022 bis einschließlich 2026 erhielten insgesamt 764 Projekte Förderzusagen. So wurden 456 Projekte zur „Digitalen Transformation“ unterstützt, 100 Projekte entfallen auf den Förderbereich „Digital-Journalismus“ und 28 Projekte behandelten die Themen „Jugendschutz und Barrierefreiheit“. 180 Projekte erhielten „Anreizförderungen“, die als Vorauszahlung für konkret dargelegte Projekte gewährt werden. Im von der Goldmedia ausgewerteten Zeitraum der Jahre 2022 bis 2025 realisierten 131 Förderwerbende 623 geförderte Projekte. Dafür erhielten sie insgesamt 110 Millionen Euro an Fördermitteln und wendeten aus Eigenmitteln weitere 133 Millionen Euro auf. In Summe investierten die Medienhäuser damit zwischen 2022 und 2025 rund 243 Millionen Euro in Projekte zur Digitalen Transformation.

„Wir haben unter anderem eine Online-Befragung der Fördernehmenden durchgeführt“, erklärte Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer der Goldmedia. „Darin haben 91 % der Unternehmen berichtet, dass sie einen Zusammenhang zwischen den geförderten Projekten und steigenden Nutzungszahlen auf den eigenen digitalen Angeboten sehen. Einen Zusammenhang mit dem Wachstum bei digitalen Abonnements verorten 63 %. 70 % der Befragten gaben zudem an, dass die Förderung hilft, redaktionelle und technische Arbeitsplätze zu sichern oder neue Qualifikationen im Bereich des digitalen Journalismus aufzubauen, was weiterhin von großer Bedeutung sein wird“, so Prof. Goldhammer.

Der Evaluierungsbericht von Goldmedia, der auch Vorschläge für bedarfsgerechte Weiterentwicklungen der gesetzlichen Grundlagen und der Förderrichtlinien des Fonds zur Förderung der digitalen Transformation enthält, kann auf der Website der RTR unter https://www.rtr.at/FDTEvaluierung2026 abgerufen werden.

ANMERKUNG HTH: Ich hoffe, es findet sich jemand, der auf diesen Link klickt. Mir persönlich ist nach der Lektüre des RTR-Jubelberichts schon so übel, dass ich ich noch mehr von dieser DDR-Propaganda nicht ertragen kann. Ceterum censo: Es gibt keine Spaltung der Gesellschaft, sondern nur eine Spaltung von Staat und Gesellschaft. Die Regierungspolitiker seit 2020 haben dafür die Verantwortung zur tragen.