VORBEMERKUNGEN von ethos.at: Die größten Boulevardblätter des Landes bekommen die höchsten Beträge aus dem Topf der so genannten Qualitätsjournalismusförderung. Diesen Etikettenschwindel kritisiert ethos.at seit Einführung des Qualitätsjournalismusförderungsgesetzes QJFG. Der Gesetzgeber ignoriert die Kritik. Die Behörde ignoriert die Kritik, bestätigt aber explizit, dass es bei der Verteilung der Mittel nicht um Qualität geht: „Eine Qualitätsbeurteilung der jeweiligen Inhalte sieht das Gesetz als Fördervoraussetzung nicht vor“. ethos.at wiederholt daher: es geht bei dieser „Förderung“ einzig und allein um die Gleichschaltung der Medien zu Hofberichterstattern der Regierung. RTR bestätigt, dass das Qualitätsjournalismusförderungsgesetz eine Qualitätsjournalismusförderungslüge ist.

Im neuen Förderplan, den Babler am 20. Juli 2026 vorgestellt hat, heißt es dagegen: „Die Fördervoraussetzungen sollen so ausgestaltet werden, dass die Qualität der journalistischen Arbeit sowie die dafür notwendigen organisatorischen und professionellen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt stehen“. Dafür allerdings ist kein Geld vorgesehen; also ein reines Lippenbekenntnis.
Statt dessen soll es jährlich 22,5 Millionen für „Zustellförderungen“ der Printmedien geben und 22,5 Millionen für den „Fonds zur Förderung der digitalen Transformation“. Zusätzlich sollen 10 Millionen für „Medienkompetenz und Fördercall Young Media“ fließen.
Anlässlich der Präsentation einer „Studie“ über die Journalismusförderung im April wurde angekündigt, dass die „Digitale Transformation“ auslaufen werde. ethos.at hat die Absurdität dieser Förderschiene in vielen Artikeln akribisch aufgedeckt.Ssiehe auch: Jubelbericht digitale Transformation. Nach der neuesten Babler-Präsentation ist dieses Instrument zur Gleichschaltung wieder da. Die Hofberichterstatter dürfen jubeln.
RESÜMEE: Das Konzept der künftigen Medienförderung kann nur von Idioten stammen. Einerseits wird die völlig antiquierte umweltschädliche Verschwendung von Papier durch die Zustellförderung unterstützt; damit soll sichergestellt werden, dass auch in Hintertuxing die Zustellung von Zeitungen finanzierbar bleibt. (Dass die Zusteller von der Fördersumme auch nur einen Cent sehen werden, darf bezweifelt werden.)
Anderseits behauptet man, die Medien könnten ohne „Digitalförderung“ nicht gegen Google & Co bestehen. In den vergangenen Jahren hat der Staat bereits Milliarden in den Ausbau des Glasfasernetzes gesteckt. Ein Netz, das im ländlichen Raum aber nicht angenommen wird: Schon 2022 schrieb die Telekombehörde RTR im Bericht „Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen in Österreich: Österreichweit betrug die FTTH-Take-up Rate, also genutzte Anschlüsse bezogen auf verfügbare Anschlüsse, im 2. Quartal 2022 19%“ Das bedeutet, 81 (!) Prozent der Anschlüsse werden am Bedarf vorbei gelegt.
Würden jene, die Förderpläne entwickeln, keine Idioten, sondern Menschen mit Hausverstand sein, würden sie Analysen und Zusammenhänge, die ethos.at schon lange offengelegt hat, in ihrer Beurteilung berücksichtigen. Wenn sie diese Zusammenhäng nicht kennen, sind sie Idioten. Wenn sie die Zusammenhänge wider besseres Wissen nicht kennen, sind sie V.