Obama Barack: A Promised Land

Obama Barack Cover

A Promised Land ist der Titel von Barack Obamas Autobiografie. Der Titel deutet bereits an, dass es nicht nur um Zeitgeschichte geht, sondern auch um den amerikanischen Traum und darum, woran die Amerikaner glauben. Der Glaube an das Land der unbegrenzten Möglichkeiten wird nicht explizit bemüht, aber die unglaubliche Karriere Obamas ist der implizite Beweis dafür, dass er immer noch seine Gültigkeit hat. Ewige Gültigkeit hat auch die Mission Amerikas, als mustergültige Demokratie das leuchtende Vorbild für die ganze Welt zu sein. Dieser Glaube impliziert die Berechtigung, zur Durchsetzung von Demokratie und Freiheit auch mal militärische Mittel einzusetzen um autoritären Staaten einen Schubs zu geben.

Dabei ist Obama kein fanatischer Gotteskämpfer, sondern äußert auch seine Zweifel. Die innenpolitischen Auseinandersetzungen mit den Republikanern, die Obama ausführlich schildert, zeigen in aller Deutlichkeit, wie weit weg die USA innenpolitisch von einer wahren Demokratie sind. Aber trotz seiner Erfahrungen und aller Fakten bleibt Obamas Glaube an das versprochene Land unerschüttert. Hier einige Zitate, die Obamas Überzeugungen wiedergeben. Überzeugungen, die der Mentalität der Amerikaner entsprechen.

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Myers Steven Lee: Putin – der neue Zar

Stven Lee Myers PUTIN

Ein Poem von Fjodor Tjutschew, das der Dichter und Diplomat vor mehr als 150 Jahren schrieb, hat jeder Russe und jede Russin verinnerlicht. Dieses Gedicht haben Philosophen wie Nikolaj Berdjajew als Quintessenz der russischen Mentalität interpretiert: einerseits thematisiert es den inneren Zwiespalt zwischen Kopf und Herz, anderseits stellt es das Postulat in den Raum, dass der Glaube über der Vernunft stehen müsse. Mehr noch: wenn Russland seinen Glauben verliert, dann droht das Land zu zerfallen.

Умом Россию не понять / Аршином общим не измерить:

У ней особенная стать / В Россию можно только верить.

Die wörtliche Übersetzung: Mit dem Kopf kann man Russland nicht verstehen / Mit einem gewöhnlichen Maßstab kann man es nicht messen / Mit diesem Land hat es eine besondere Bewandtnis / Man kann an Russland nur glauben.

Genau auf diesem Selbstverständnis beruht Putins Karriere und sein Aufstieg zum „neuen Zaren“, wie ihn der US-Journalist Steven Lee Myers charakterisiert. Akribisch recherchierte er das Leben Putins, von der Kindheit und seinen Studienjahren in Leningrad, über seine eher mittelmäßige Karriere als KGB-Offizier in der DDR, seinem Einstieg in die Politik als Berater des Petersburger Bürgermeisters Anatoli Sobtschak bis zum Wechsel nach Moskau, wo er durch bedingungslose Loyalität das Vertrauen von Boris Jelzin gewinnt, der ihn dafür Ende 1999 – für alle unerwartet – auf den Thron gehoben hat.

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Weizsäcker Richard von: Der Weg zur Einheit

Weizsäcker Einheit

Jeder erinnert sich an den „Kanzler der deutschen Einheit“. Es ist an der Zeit, auch einmal an den Bundespräsidenten der Einheit zu erinnern: Richard von Weizsäcker (5. April 1920 - 31. Jänner 2015). Im Jahr 2009 veröffentlichte er sein Buch „Der Weg zur Einheit“ über seine Sicht der Nachkriegsgeschichte Deutschlands.

Foto: Cover des Buches vor einem Bild von Paul Kaminski, geboren in Russland, wohnhaft in Deutschland.

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Snyder Timothy: Der Weg in die Unfreiheit

Timothy Snyder Rede für Europa Wien 2019 07

Zwei politische Strömungen sieht der Historiker Timothy Snyder in Russland, Europa und Amerika: „die Politik der Unausweichlichkeit: die Vorstellung, dass die Zukunft nichts anderes sei als eine Mehrung des Gegenwärtigen, dass die Gesetze des Fortschritts bekannt seien, dass es keine Alternativen gebe, dass man deshalb eigentlich nichts tun müsse. … Die Politik der Unausweichlichkeit erodiert das Verantwortungsbewusstsein der Bürger, und falls eine ernste Herausforderung kommt, mutiert sie zur Politik der Ewigkeit.“ Die Politik der Ewigkeit entsteigt „der Unausweichlichkeit wie ein Gespenst dem Leichnam ... „Wenn soziale Mobilität zum Stillstand kommt, wird aus Unausweichlichkeit Ewigkeit und aus Demokratie Oligarchie. … Der Oligarch springt aus der Welt der Fiktion in die der realen Politik und herrscht durch die Beschwörung von Mythen und die Inszenierung von Krisen. … In Russland kam die Politik der Ewigkeit zuerst zum Einsatz...“

Foto: Timothy Snyder - Rede für Europa, Wien, 9. Mai 2019 © CC BY-SA 4.0

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Dettelbacher / Zakrajsek: Schutz der Heimat

sichere heimat 800

„Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerstandslos hinnehmen.“ Dieses Zitat des Philosophen Arthur Schopenhauer steht am Beginn des Leitfadens, den die beiden Autoren Horst Dettelbacher und Dr. Georg Zakrajsek zusammengestellt haben.

Dieses Buch, erschienen im November 2021, ist angesichts der rasanten Entwicklungen der letzten Monate in Eile für die Praktiker geschrieben und soll Anregung und Einstieg sein. Auf Perfektion und Detailplanung wird bewusst verzichtet. Denn die aktivierten Mitbürger brauchen Handlungs- und Gestaltungsspielraum! Eine konkrete Antwort auf die Frage in unsicherer Zeit die am Ende fast jedes Meinungs- und Informationsaustausches steht: Was kann man denn tun?

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Spinney Laura: 1918 Die Welt im Fieber

Hubert 1918 Spanische Grippe

2. 12.2021 - Im Jahr 2017, rechtzeitig vor dem 100-Jahr-Jubiläum der Spanischen Grippe, erschien das Buch "1918 Die Welt im Fieber" von Laura Spinney. Im Sommer dieses Jahres ist die Taschenbuch-Ausgabe erschienen und es ist sicher kein Zufall, dass diese auf der "Spiegel Bestsellerliste" gelandet ist. Ziemlich genau zwei Jahre nach Ausbruch von Covid-19 in China stellt sich die Frage, was können wir heute von der "Spanischen Grippe" lernen? Das vorliegende Buch gibt darauf keine Antwort. Aber es liefert immerhin genug Fakten, um Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen 1918/19 und 2020/21 zu erkennen.

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Hofbauer/Kraft: Lockdown 2020

(Pressemitteilung des Verlags) Ausgangssperren, Schul- und Geschäftsschließungen, Aufhebung der Versammlungs- und Bewegungsfreiheit, dicht gemachte Grenzen und der damit verbundene staatliche Zwang veränderten innerhalb weniger Wochen die Welt. Das Jahr 2020 bringt die heftigsten gesellschaftlichen Einschnitte seit dem Zweiten Weltkrieg. Eine tiefe Rezession, massenhafte Arbeitslosigkeit und schwere soziale Verwerfungen sind die Folgen des Lockdown 2020. Als noch gravierender entpuppen sich die politischen Handlungen: Ohne offene Debatte setzte man Notverordnungen durch, wurden Grundrechte beiseite geschoben, geriet der Ausnahmezustand zur neuen Normalität.

Gründe genug für die zwei Wiener Verleger Hannes Hofbauer und Stefan Kraft, kritische Stimmen in einem Buch zu versammeln, das sich mit den Hintergründen und Folgen der Virus-Maßnahmen auseinandersetzt. Neben den Beiträgen der Herausgeber finden sich Artikel von Ulrike Baureithel, Matthias Burchardt, Chuang-Blog, Rolf Gössner, Bernhard Heinzlmaier, Joachim Hirsch, Andrej Hunko, Andrea Komlosy, Jochen Krautz, Armando Mattioli, Alfred J. Noll, Peter Nowak, Walter van Rossum, Roland Rottenfußer, Gerhard Ruiss, Nicole Selmer, Andreas Sönnichsen und Valentin Widmann.

Viele Beiträge beschäftigen sich mit der Frage, ob die scharfen Einschnitte im öffentlichen Leben medizinisch gerechtfertigt waren. Zur Sprache kommt auch die Verknüpfung von Stress, Umweltverschmutzung und Massentierhaltung, die eine Verbreitung von Viren begünstigt. Globale Güterketten und die viel beschworene Mobilität der Besserverdienenden erscheinen durch die weltweite Verbreitung des Virus in einem neuen Licht. Abschließend geht das Buch auf die Umgestaltung sozialer Beziehungen und Arbeitsverhältnisse, auf neue Ungleichheiten in Bildung und Geschlechterverhältnissen und die vermehrte Anwendung von „Künstlicher Intelligenz“ ein, Faktoren, die ein kybernetisches Zeitalter ankündigen.

Hofbauer, Hannes / Kraft, Stefan (Hg.): Lockdown 2020.

Wie ein Virus dazu benutzt wird, die Gesellschaft zu verändern

Promedia 2020. 280 S. 14,8 x 21. brosch.

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Mattmann-Allamand Peter: Deglobalisierung

Die 68er-Bewegung etnwickelte erste Ansätze einer Kritik der modernen Lebensweise. Sie machte die Ökologie und die Frauenfrage zu wichtigen politischen Themen. Kapitalismus, Imperialismus, Krieg, Wachstum und Fortschrittsmythos wurden infrage gestellt. Der Schweizer Autor Peter Mattmann-Allamand hat die 68er-Bewegung als politischer Aktivist von ihren Anfängen 1968 bis zu ihrem Ende in den 1990er Jahren miterlebt und mitgestaltet. Er war Mandatar der Progressiven Organisationen der Schweiz (POCH) im Kantons- und Stadtparlament von Luzern bis er 1995 t aus der Grünen Partei ausstrat. Grund war deren Kurswechsel in der EU-Beitrittsfrage.

Mattmann-Allamands leidvolle Erkenntnis: Der Kurswechsel der 68er und Grünen ins Lager des Globalismus hat der Globalisierung den Weg geebnet. Die weltweit geforderte „Klimaneutralität“ klingt zwar wie ein ökoloisches Zauberwort, doch zur Erreichung dieses Ziels werden nur die Energieträger ausgewechselt. Indessen geht die Fahrt in die bisherige, falsche Richtung mit Vollgas weiter. Die als „Green Deal“ getarnte Wachstumsstrategie bleibt unwidersprochen.

Der Globalismus propagiert einen unökologischen und autoritären Ausweg aus den aktuellen Problemen. Die Weltkonzerne konnten ihre Macht auf Kosten der lokalen Wirtschaft, Politik und Demokratie massiv ausbauen. (Siehe auch: Thilo Bode "Die Diktatur der Konzerne") Der Verrat der 68er an den eigenen Idealen hatte in den 1990er-Jahren das abrupte Ende der Bewegung zur Folge. Das Ja zum NATO-Krieg in Jugoslawien und das Ja zum EU-Binnenmarkt setzten sowohl der Friedensbewegung wie der ersten Umweltschutzbewegung ein Ende.

Der Autor, im Hauptberuf Facharzt für Innere Medizin und Homöopathie, schlägt einen Richtungswechsel der Politik um 180 Grad vor: Deglobalisierung, d.h. Lokalisierung und Kleinräumigkeit, Regeneration des Ökosystems, qualitative Entwicklung statt quantitatives Wachstum, tendenzielle Dedigitalisierung, Dekommerzialisierung, Deindustrialisierung und Demotorisierung.

"Eine Politik der Deglobalisierung erfordert keinen revolutionären Gestus, nur Ideologiekritik und neue Bündnisstrategien. Erst wenn das vom Globalismus durch gezielte Links-Rechts-Polarisierung verhinderte antiglobalistische Bündnis zustande kommt, öffnet sich ein Ausweg. Das Buch richtet sich deshalb an besorgte BürgerInnen aller politischen Couleurs. Der von der Jugend wiedererweckten Ökobewegung wünscht der Autor, dass sie die Fehler der 68er nicht wiederholt, nicht zum Feigenblatt der globalistischen 'grünen' Wachstumsstrategie verkommt und eine wirkliche ökologische Wende einleitet", schreibt der Autor im Vorwort.

Peter Mattmann-Allamand

Deglobalisierung. Ein ökologisch-demokratischer Ausweg aus der Krise

Promedia Wien 2021

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Donner Monika: Corona-Diktatur. Wissen, Widerstand, Freiheit

Monika Donner 2021 08 21

Monika Donner liefert eine brillante Analyse der neueren Geschichte seit Ausrufung der Corona-Pandemie durch die WHO. Diese Periode nennt sie "Corona-Diktatur". Das 641 Seiten starke Buch umfasst historisch das erste Drittel der nun schon eineinhalb Jahre andauernden Diktatur und stützt sich auf 1.637 Quellen-Angaben. Im Unterschied zu gängigen wissenschaftlichen Werken, die oft nur aus einer beliebigen Aneinanderreihung von Zitaten bestehen, formuliert Donner Thesen, analysiert die Fakten und fördert dabei Quellen zutage, die man in den Massenmedien vergeblich sucht.

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Sloterdijk Peter: Du mußt dein Leben ändern

Peter Sloterdijk Karlsruhe
Es ist wahrhaftig eine akrobatische Meisterleistung, in einem epochalen Werk über die Zivilisationsgeschichte die Begriffe „Ethik“ und „Moral“ weitgehend zu vermeiden. Es ist jedoch der Gipfel dieser neuen Weltanschauung, jene (höheren) Institutionen, die seit Jahrtausenden Moralen erfunden sowie verbreitet und damit Menschen geprägt und unterdrückt haben, nämlich die Religionen, einfach auszulöschen. Nicht gedankenexperimentell oder arbeitshypothetisch sondern postfaktisch.

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