Dettelbacher / Zakrajsek: Schutz der Heimat

sichere heimat 800

„Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerstandslos hinnehmen.“ Dieses Zitat des Philosophen Arthur Schopenhauer steht am Beginn des Leitfadens, den die beiden Autoren Horst Dettelbacher und Dr. Georg Zakrajsek zusammengestellt haben.

Dieses Buch, erschienen im November 2021, ist angesichts der rasanten Entwicklungen der letzten Monate in Eile für die Praktiker geschrieben und soll Anregung und Einstieg sein. Auf Perfektion und Detailplanung wird bewusst verzichtet. Denn die aktivierten Mitbürger brauchen Handlungs- und Gestaltungsspielraum! Eine konkrete Antwort auf die Frage in unsicherer Zeit die am Ende fast jedes Meinungs- und Informationsaustausches steht: Was kann man denn tun?

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Spinney Laura: 1918 Die Welt im Fieber

Hubert 1918 Spanische Grippe

2. 12.2021 - Im Jahr 2017, rechtzeitig vor dem 100-Jahr-Jubiläum der Spanischen Grippe, erschien das Buch "1918 Die Welt im Fieber" von Laura Spinney. Im Sommer dieses Jahres ist die Taschenbuch-Ausgabe erschienen und es ist sicher kein Zufall, dass diese auf der "Spiegel Bestsellerliste" gelandet ist. Ziemlich genau zwei Jahre nach Ausbruch von Covid-19 in China stellt sich die Frage, was können wir heute von der "Spanischen Grippe" lernen? Das vorliegende Buch gibt darauf keine Antwort. Aber es liefert immerhin genug Fakten, um Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen 1918/19 und 2020/21 zu erkennen.

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Hofbauer/Kraft: Lockdown 2020

(Pressemitteilung des Verlags) Ausgangssperren, Schul- und Geschäftsschließungen, Aufhebung der Versammlungs- und Bewegungsfreiheit, dicht gemachte Grenzen und der damit verbundene staatliche Zwang veränderten innerhalb weniger Wochen die Welt. Das Jahr 2020 bringt die heftigsten gesellschaftlichen Einschnitte seit dem Zweiten Weltkrieg. Eine tiefe Rezession, massenhafte Arbeitslosigkeit und schwere soziale Verwerfungen sind die Folgen des Lockdown 2020. Als noch gravierender entpuppen sich die politischen Handlungen: Ohne offene Debatte setzte man Notverordnungen durch, wurden Grundrechte beiseite geschoben, geriet der Ausnahmezustand zur neuen Normalität.

Gründe genug für die zwei Wiener Verleger Hannes Hofbauer und Stefan Kraft, kritische Stimmen in einem Buch zu versammeln, das sich mit den Hintergründen und Folgen der Virus-Maßnahmen auseinandersetzt. Neben den Beiträgen der Herausgeber finden sich Artikel von Ulrike Baureithel, Matthias Burchardt, Chuang-Blog, Rolf Gössner, Bernhard Heinzlmaier, Joachim Hirsch, Andrej Hunko, Andrea Komlosy, Jochen Krautz, Armando Mattioli, Alfred J. Noll, Peter Nowak, Walter van Rossum, Roland Rottenfußer, Gerhard Ruiss, Nicole Selmer, Andreas Sönnichsen und Valentin Widmann.

Viele Beiträge beschäftigen sich mit der Frage, ob die scharfen Einschnitte im öffentlichen Leben medizinisch gerechtfertigt waren. Zur Sprache kommt auch die Verknüpfung von Stress, Umweltverschmutzung und Massentierhaltung, die eine Verbreitung von Viren begünstigt. Globale Güterketten und die viel beschworene Mobilität der Besserverdienenden erscheinen durch die weltweite Verbreitung des Virus in einem neuen Licht. Abschließend geht das Buch auf die Umgestaltung sozialer Beziehungen und Arbeitsverhältnisse, auf neue Ungleichheiten in Bildung und Geschlechterverhältnissen und die vermehrte Anwendung von „Künstlicher Intelligenz“ ein, Faktoren, die ein kybernetisches Zeitalter ankündigen.

Hofbauer, Hannes / Kraft, Stefan (Hg.): Lockdown 2020.

Wie ein Virus dazu benutzt wird, die Gesellschaft zu verändern

Promedia 2020. 280 S. 14,8 x 21. brosch.

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Mattmann-Allamand Peter: Deglobalisierung

Die 68er-Bewegung etnwickelte erste Ansätze einer Kritik der modernen Lebensweise. Sie machte die Ökologie und die Frauenfrage zu wichtigen politischen Themen. Kapitalismus, Imperialismus, Krieg, Wachstum und Fortschrittsmythos wurden infrage gestellt. Der Schweizer Autor Peter Mattmann-Allamand hat die 68er-Bewegung als politischer Aktivist von ihren Anfängen 1968 bis zu ihrem Ende in den 1990er Jahren miterlebt und mitgestaltet. Er war Mandatar der Progressiven Organisationen der Schweiz (POCH) im Kantons- und Stadtparlament von Luzern bis er 1995 t aus der Grünen Partei ausstrat. Grund war deren Kurswechsel in der EU-Beitrittsfrage.

Mattmann-Allamands leidvolle Erkenntnis: Der Kurswechsel der 68er und Grünen ins Lager des Globalismus hat der Globalisierung den Weg geebnet. Die weltweit geforderte „Klimaneutralität“ klingt zwar wie ein ökoloisches Zauberwort, doch zur Erreichung dieses Ziels werden nur die Energieträger ausgewechselt. Indessen geht die Fahrt in die bisherige, falsche Richtung mit Vollgas weiter. Die als „Green Deal“ getarnte Wachstumsstrategie bleibt unwidersprochen.

Der Globalismus propagiert einen unökologischen und autoritären Ausweg aus den aktuellen Problemen. Die Weltkonzerne konnten ihre Macht auf Kosten der lokalen Wirtschaft, Politik und Demokratie massiv ausbauen. (Siehe auch: Thilo Bode "Die Diktatur der Konzerne") Der Verrat der 68er an den eigenen Idealen hatte in den 1990er-Jahren das abrupte Ende der Bewegung zur Folge. Das Ja zum NATO-Krieg in Jugoslawien und das Ja zum EU-Binnenmarkt setzten sowohl der Friedensbewegung wie der ersten Umweltschutzbewegung ein Ende.

Der Autor, im Hauptberuf Facharzt für Innere Medizin und Homöopathie, schlägt einen Richtungswechsel der Politik um 180 Grad vor: Deglobalisierung, d.h. Lokalisierung und Kleinräumigkeit, Regeneration des Ökosystems, qualitative Entwicklung statt quantitatives Wachstum, tendenzielle Dedigitalisierung, Dekommerzialisierung, Deindustrialisierung und Demotorisierung.

"Eine Politik der Deglobalisierung erfordert keinen revolutionären Gestus, nur Ideologiekritik und neue Bündnisstrategien. Erst wenn das vom Globalismus durch gezielte Links-Rechts-Polarisierung verhinderte antiglobalistische Bündnis zustande kommt, öffnet sich ein Ausweg. Das Buch richtet sich deshalb an besorgte BürgerInnen aller politischen Couleurs. Der von der Jugend wiedererweckten Ökobewegung wünscht der Autor, dass sie die Fehler der 68er nicht wiederholt, nicht zum Feigenblatt der globalistischen 'grünen' Wachstumsstrategie verkommt und eine wirkliche ökologische Wende einleitet", schreibt der Autor im Vorwort.

Peter Mattmann-Allamand

Deglobalisierung. Ein ökologisch-demokratischer Ausweg aus der Krise

Promedia Wien 2021

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Donner Monika: Corona-Diktatur. Wissen, Widerstand, Freiheit

Monika Donner 2021 08 21

Monika Donner liefert eine brillante Analyse der neueren Geschichte seit Ausrufung der Corona-Pandemie durch die WHO. Diese Periode nennt sie "Corona-Diktatur". Das 641 Seiten starke Buch umfasst historisch das erste Drittel der nun schon eineinhalb Jahre andauernden Diktatur und stützt sich auf 1.637 Quellen-Angaben. Im Unterschied zu gängigen wissenschaftlichen Werken, die oft nur aus einer beliebigen Aneinanderreihung von Zitaten bestehen, formuliert Donner Thesen, analysiert die Fakten und fördert dabei Quellen zutage, die man in den Massenmedien vergeblich sucht.

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Sloterdijk Peter: Du mußt dein Leben ändern

Peter Sloterdijk Karlsruhe
Es ist wahrhaftig eine akrobatische Meisterleistung, in einem epochalen Werk über die Zivilisationsgeschichte die Begriffe „Ethik“ und „Moral“ weitgehend zu vermeiden. Es ist jedoch der Gipfel dieser neuen Weltanschauung, jene (höheren) Institutionen, die seit Jahrtausenden Moralen erfunden sowie verbreitet und damit Menschen geprägt und unterdrückt haben, nämlich die Religionen, einfach auszulöschen. Nicht gedankenexperimentell oder arbeitshypothetisch sondern postfaktisch.

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Rifkin Jeremy: Die empathische Zivilisation

Der Ökonom, Sozialtheoretiker, Politberater und Aktivist, Jeremy Rifkin hat der Empathie ein Buch gewidmet, um damit „Wege zu einem globalen Bewusstsein“ zu weisen. Das Konzept ist zukunftsorientiert und deshalb begrüßenswert. Der letzte Satz des Buches bringt Rifkins Utopie auf den Punkt: „Der Kollaps der Erde lässt sich nur verhindern, wenn eines rechtzeitig die ganze Menschheit umfasst: das universalisierte empathische, das biosphärische Bewusstsein.“ Damit landet Rifkin punktgenau bei dem Paradoxon jeder Utopie: sie ist endzeit-orientiert (quasi-religiös eschatologisch) und hilft uns mit seinem Ausschließlichkeits-Anspruch („lässt sich nur verhindern“) bei der Lösung der akuten Probleme unserer Zeit relativ wenig. Genauer gesagt: gar nicht.

Das Buch besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil begründet Rifkin die These des empathischen Bewusstseins biologisch: „Unser Gehirn ist auf Empathie geschaltet – es ist unsere Natur, es ist das, was uns zu sozialen Wesen macht. Und alles spricht dafür, dass das Drehbuch zur Evolutionsgeschichte des Menschen umgeschrieben werden muss.“ Den Anfang dazu hat Rifkin schon mal gemacht. Nach der biologischen Prämisse ist prinzipiell fraglich, wozu er den zweiten Teil des Buches „Empathie und Zivilisation“, die historische Herleitung der Empathie, benötigt. Wohl damit „das Zeitalter der Empathie“, so der Titel des dritten Teils, nicht den Anschein erweckt, es würde uns überrumpeln. Hier erklärt Rifkin auch den Zusammenhang von Natur und Zivilisation: „Das weltweite Reisen hat wie die weltweiten elektronischen Medien und die weltweite Migration das zentrale Nervensysem unserer Spezies erweitert“. Man kann davon ausgehen, dass Rifkins Thesen bei Biologen voll einschlagen werden. Allerdings anders, als er sich erhoffen dürfte.

Es ist nicht wirklich evident, dass unser Gehirn auf Empathie geschaltet ist, aber man kann zumindest die Behauptung aufstellen, dass wir unser Verhalten auf Empathie umschalten können. Die Empathie ist eine Einstellung, aber nicht jede Einstellung ist empathisch. Eine Einstellung ist keine biologische Grundprogrammierung, da ja sonst jeder Mensch mit der gleichen Einstellung zur Welt käme, sondern Ergebnis der Moral, mit der wir aufwachsen. Und so, wie die Erziehung durch die Eltern in der Selbsterziehung mündet („Selbstverwirklichung“ ist dafür der gebräuchliche Begriff), so sollte jeder Mensch imstande sein, die Einstellungen, die er als Kind mit bekommen hat, als Erwachsener selbständig, autonom, zu verändern.

Seine Einstellung zu ändern ist vergleichbar mit dem Stimmen eines Instruments. Die Empathie ist vergleichbar mit Taktgefühl und das Orchester ein idealtypisches Modell einer Gesellschaft. In welchem Orchester willst du spielen? Welches Instrument willst du spielen? Wie stellst du dich auf die anderen Musiker ein? Wenn du dich einmal für die Violine entschieden hast, bist du nicht gezwungen, nur noch dieses Instrument zu spielen. So kannst du auch deine Einstellungen jederzeit selbst ändern, du musst nicht auf die Profis der Werbeindustrie und Propagandaabteilungen der Politik warten, bis sie diesen Job übernehmen!

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch Moral 4.0

Jeremy Rifkin

Die empathische Zivilisation. Wege zu einem globalen Bewusstsein

Frankfurt am Main, 2010

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Russell Bertrand: Formen der Macht

Russel Bertrand Macht

Bertrand Russell, 1872-1970, Mathematiker, Philosoph, Autor dutzender Bücher, darunter keine einzige Fiktion, aber trotzdem Literaturnobelpreisträger 1949, Friedensaktivist und Antiimperialist, hat 1938 das Buch „Power. A New Social Analysis“ publiziert (deutsche Übersetzung „Macht“ 1947, Neuauflage 2009 unter dem Titel „Formen der Macht").

Aus Russells Sicht der späten 1930er Jahre stehen Demokratie, Faschismus und Nationalsozialismus, sowie der Kommunismus im direkten Machtkampf und Propaganda-Wettbewerb um die politische Vorherrschaft. Aber auch königliche Macht, wirtschaftliche Macht, die Macht des Glaubens, sowie Moral und Ethik der Macht stehen im Fokus von Russells Betrachtungen.

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Dalai Lama: Das Buch der Freiheit

Dalai Lama Tenzin Gyatso

Am 17. November 1950 wurde dem Dalai Lama die weltliche Herrschaft über Tibet übertragen. Tenzin Gyatso, so sein Mönchsname, war damals gerade erst 15 Jahre und offensichtlich von dieser Aufgabe überfordert, zumal Tibet kurz davor Chinas Volksbefreiungsarmee in Tibet zur "friedlichen Befreiung" des Landes einmarschiert war. "Vom Kommunismus hatte ich absolut keine Ahnung, außer, daß die Bevölkerung der Mongolei sehr darunter gelitten hatte", bringt der Dalai Lama seine damalige kindliche Sicht zum Ausdruck. Auch gesteht er in seinen Memoiren: "Ich entwickelte eine richtige Begeisterung für die Möglichkeiten einer Vereinigung Tibets mit der Volksrepublik China. Je mehr ich mich mit dem Marxismus beschäftigte, desto besser gefiel er mir."

Foto: Tenzin Gyatso der 14. Dalai Lama während eines Besuchs in Wiesbaden im Juli 2015, CC BY-SA 3.0

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Kirstein Werner: Klimawandel: Realität, Irrtum oder Lüge?

Klimawandel Schirme c Hermann

Der Physiker Werner Kirstein hat seine Dissertation im Jahr 1981 zum Thema "Häufigkeiten von Korrelationen zwischen Sonnenaktivität und Klimaelementen" verfasst. Zehn Jahre später verteidigte er seine Habilitation zum Thema "Geographische Verteilungsmuster der rezenten Klimavariabiltität - Aspekte zur Klimageographie der Nordhemisphäre." 1997 bis zu seiner Emeritierung 2011 war er Professor an der Universität Leipzig. Es wird wohl schwer sein einen Experten zu finden, der die Frage "Klimawandel: Realität, Irrtum oder Lüge?" kompetenter beantworten könnte.

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