Die Wichtigen

Die Wichtigen von Peter Weingaertner

Karikatur von Peter Weingärtner / Weingaertner

Die Nachrichten

von Peter Weingärtner

Alles ist ganz einfach, nur die Wechselwirkungen sind kompliziert.

Kunst ist das was fehlt. Wenn viele erkennen dass es gefehlt hat wird es Kultur.

Der Mensch ist kein staatenbildendes Lebewesen, sondern ein bandenbildendes.

Wir brauchen keine Bevölkerung die das Wirtschaftssystem ernährt, sondern ein Wirtschaftssystem, das die Bevölkerung ernährt.

Der Sinn und Zweck eines Gesetzes liegt nicht in ihm selbst verborgen sondern in der Situation die es regelt.

In der Wissenschaft wiegt das leichter Messbare leider mehr.

Die Gesetze sind ein Dickicht, gepflanzt von Ahnungslosen und gedüngt von jenen, die sich darin verstecken wollen.

Der Demokrat macht es sich aus, der spirituelle Mensch glaubt es ist schon ausgemacht.

Wenn man glauben will glaubt man schon, wenn man wissen will braucht man 100.000 Jahre und 100.000 Gelehrte.

Es gibt leider nur 2 Rechtsprinzipien die immer und überall gelten:

1. Wer zahlt schafft an

2. was der Herr darf darf der Knecht noch lange nicht.

Und jetzt noch zur Kultur:

Es gibt nur zwei objektive Kriterien zur Bewertung von Kunst:

1. Wie groß ist die emotionale Wirkung auf wie viele Menschen?

2. Wie viele künstlerische Entscheidungsprozesse liegen dem Werk zugrunde?

Alle anderen Kriterien sind subjektiv, kulturabhängig oder einfach nur Elitenquatsch.

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Kunst als Alternative zum Sparbuch

Leontjew Fisch rot

28. Oktober 2025 – Mehr als 30 Milliarden Euro suchen heuer – nicht nur am Weltspartag – Sicherheit auf Sparbüchern. Jeder Österreicher ein Sparefroh? Wie unfroh sind die Menschen, die nicht wissen, wohin mit dem Geld?

Bild: Igor Leontjew, „Auch Fische schwimmen nicht im Geld“, Öl auf Leinwand, 50×70 cm

Paradox I: je größer die Wirtschaftskrise (2008, 2020) umso mehr sparen die Österreicher, doch umso stärker ist der Wertverlust des Ersparten! (Rund 10 Prozent Wertverlust jährlich!) Details: Statistik Austria.

Paradox II: Wer in Friedenszeiten einen „Notgroschen auf die hohe Kante“ legt, handelt klug. Wer allerdings in Kriegszeiten (und die EU hat bereits auf Kriegswirtschaft umgestellt!) spart, der ist dumm. Denn der schleichende Geldverlust wird sich mit jeder Eskalationsstufe beschleunigen. Hyperinflation kommt schneller, als die Menschen denken, und schneller, als die meisten Menschen denken können. Ein Großteil der Künstler und Künslterinnen lebt im oder am Rande des Existenzminimums. Klug wäre es, die neuen Ersparnisse (nicht einmal die bisher angesparten Guthaben von über 800 Milliarden!) für Kunst und Kultur zu „verjubeln“ – damit Künstler und Künstlerinnen im Präkariat auch einmal einen Grund zum Jubeln haben.

Für alle, die nicht genug gespart haben für eine weitere Vorsorge-Wohnung und aus ökologischen Gründen auch kein Zweit-Auto wollen, gibt es eine Alternative: Kunst als Anlage!

Die hohe Qualität unserer Kultur wird – nicht nur am Nationalfeiertag – gerne genannt, wenn es um die österreichische Identität geht. Doch allzu oft rühmt sich das Land seiner toten Künstler, viel zu wenig interessieren sich die Österreicher für die lebenden.

Der Kunstraum Steiermark (in Langenwang) öffnet seine Türen für alle, die Werke voller Lebenskraft kennenlernen wollen.

Eine Sammlung mit weit über 500 Werken bietet auch Perlen für Sparer, die alternative Investments suchen! Hubert Thurnhofer, Autor der Kunstmarkt-Formel, gibt persönlich Einblicke in den Markt.

Jederzeit nach telefonischer Vereinbarung: 0699 1266 0929

Weihnachts-Selection 2025

25 Werke aus der Sammlung Thurnhofer um je 2025 Euro.

Kunst bringt Farbe in den grauen Alltag und muss kein Vermögen kosten.

Abschließend: Was sagt der Philosoph zum Weltspartag? Mir ist in meinem Leben nichts erspart geblieben.

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COVID-19: FWF Forschungsprojekt 2022-2026

FWF

Populismus und Verschwörung im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie

FWF Österreichischer Wissenschaftsfonds / Grant-DOI 10.55776/I6035 / Abstract von Prof. Reinhard Heinisch 

27. Oktober 2025 –  In diesem Forschungsprojekt wird die Beziehung zwischen Populismus und Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie untersucht. Dies steht in direktem Zusammenhang mit der wahrgenommenen Radikalisierung eines Teils der politischen und öffentlichen Sphäre gegen Wissenschaftler:innen, insbesondere im Bereich der Gesundheit und der Pandemiebekämpfung.

Die Forschung versucht zu verstehen, wie Populisten durch den Einsatz von Verschwörungstheorien um politische Vorteile kämpfen und welche Folgen dies hat. Das Projekt stellt die Frage, inwieweit Verschwörungsbehauptungen verwendet werden, wie sie konstruiert sind und wie wirksam diese sind.

Konkret konzentriert sich die Analyse auf den Einfluss von Parteien und ihren Anführern, die als radikal rechtspopulistisch eingestuft werden, und zwar in vier ausgewählten Ländern – Schweiz, Österreich, Italien und Frankreich -, weil diese über lang etablierte und besonders erfolgreiche rechtspopulistische Parteien verfügen.

Unter Verwendung eines Methodenmixes erstellt das Projekt zunächst eine umfangreiche Sammlung und Analyse relevanter Reden und Texte, um das Ausmaß und die Unterschiede zwischen verschwörungsbezogenen Behauptungen zu ermitteln. Dieser Teil der Forschung wird von den Schweizer Projektpartnern an der Universität Lausanne geleitet. D

as Team der Universität Salzburg widmet sich den Einstellungen der Bürger:innen und befasst sich vor allem mit der Wirksamkeit von spezifischen Verschwörungsbehauptungen über COVID-19 und die Wissenschaft. Dabei wird geklärt, welche Faktoren dies besonders begünstigen. Zu diesem Zweck werden eigene Umfragen durchgeführt. Dazu kommen drei Arten von so genannten Umfrageexperimenten zum Einsatz. Bei diesen werden zufällig ausgewählten Befragten (Testgruppe) auf eine bestimmte Weise verschiedene Verschwörungstheorien als Stimuli vorgesetzt, während andere Befragte (Kontrollgruppe) neutrale Inhalte zu Gesicht bekommen. Anschließend können mit Hilfe eines statistischen Verfahrens durch den Vergleich der Gruppen und unter Bezugnahme auf die anderen abgefragten Inhalte des Fragebogens Rückschlüsse darauf gezogen werden, warum sich Verschwörungstheorien in bestimmten Bevölkerungsgruppen stärker verfestigen. Diese Technik wurde gewählt, um die Meinungen der Befragten aufzudecken, die bei einer direkten Befragung zum Thema Verschwörung eher verborgen bleiben würden.

Das Forschungsprojekt liefert somit neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Populismus, Verschwörungstheorien und gesundheitspolitische Fragen, die nicht nur für die Sozialwissenschaften, sondern auch für Regierungsstellen und die breite Öffentlichkeit relevant sind. Die Forschung zeigt nicht nur mögliche nationale und kulturelle Unterschiede auf, sondern wird auch dazu beitragen, Strategien zur Eindämmung der Auswirkungen medizinischer Verschwörungstheorien zu finden.

SIEHE AUCH: Ein Fünftel neigt zu Verschwörungsmythen (ORF.at 27.10.25)

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