Der Wissenschaftswahn

Pappelblatt 30

Über die Evolution der Wissenschaften und ihre mechanistische Verengung nach Rupert Sheldrake

Von Manfred Stangl (Herausgeber der Zeitschrift Pappelblatt. Heft 30, Herbst/Winter 2023 widmet sich dem Schwerpunktthema Wissen und Wissenschaft)

„Der Wissenschaftswahn“ lautet ein Buchtitel Rupert Sheldrakes, bekannt als der Erforscher morphogenetischer Felder und Verfasser einer Evolutionstheorie, die den Geist aus der Materie nicht vollkommen ausschließt. Der Untertitel des fast 5oo seitigen Werks lautet: „Warum der Materialismus ausgedient hat“, und ist völlig angebracht. In zahlreichen Beispielen schildert Sheldrake, wie die mechanistische Weltanschauung, geronnen zum unseligen Weltbild der heutigen Naturwissenschaften, tatsächliche wissenschaftliche aber auch soziale Entwicklung verhindert. Milliarden werden in Projekte gesteckt, die genetische Codes entschlüsseln sollen, oder Molekularbiologe und Apparatemedizin aufblähen. Die häufigste Krankheit in den USA jedoch, die Fettleibigkeit, lässt sich weder durch Medikamente noch durch Chirurgie treffend behandeln. Ohne seelische Gesundheit wird die westliche Kultur stets kränker, selbst wenn die technischen Mittel unbeschränkt scheinen. Allerdings auch dies nur bedingt – die Kosten der teuren Krankenhausmedizin stiegen exorbitant, kaum ein Staat wird sie sich, gerade in Zeiten der Bankenrettungen, in Zukunft leisten können.

 

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100 Wochen Leuchtturm ARD ORF SRG

Update 9. August 2025 - Interview mit Jimmy Gerum über die Zukunft des öffentlich -rechtlichen Rundfunks mit Alexandra Motschmann auf youtube.com

1. November 2024 - Ausschuss Kultur und Medien - Änderung WDR Gesetz / Reduzierung der Intendantengehälter Plädoyer für Meinungsvielfalt und Staatsferne - Mitbestimmung von Bürgern und Beitragszahlern.

https://www.youtube.com/watch?v=62rsd0qOnNM

Diskussionsbeiträge von Herrn Jimmy Gerum in Sachen ÖRR

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115.000 Jahre Klimawandel

ETHZ Eiszeit

von Bert Ehgartner

9. November 2023 - Eine eindrucksvolle Animation der ETH Zürich: Vor 115.000 Jahren war es annähernd so warm wie heute. Dann folgten 100.000 Jahre Eiszeit, bei der Südbayern und fast ganz Österreich von Eis bedeckt war. Vor rund 15.000 Jahren wurde es rasch wärmer, Mitteleuropa wurde weitgehend eisfrei die Gletscher starben wie die Fliegen - und jetzt erst dehnte sich die Adria allmählich bis zum heutigen Venedig aus. Seit rund 10.000 Jahren geht es nun einigermaßen gleichmäßig dahin - zumindest in Bezug auf die vorherigen massiven Temperatur-Einbrüche und Anstiege.

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Justiz 2023: Strafverschärfung

9. November 2023 - Die Regierung geht bei der Missachtung der Grundrechte mit schlechtem Beispiel voran, die Parteien haben nicht das geringste Interesse an einem Grundwerte-Dialog (Parteien lehnen Ethik ab!), die Herrschaften dieses Landes finden keine Antworten auf den moralischen Verfall der Gesellschaft. Das liegt in der Logik der politischen Inszenierungen unserer Zeit, denn wenn man keine Antworten sucht, wird man sie nicht finden. Statt Über Möglichkeiten der Prävention nachzudenken werden lediglich die Strafen verschärft.

Verschärfung des Verbotsgesetz

"Die Regierung hat sich auf die Reform des Verbotsgesetzes verständigt. Gegenüber dem Begutachtungsentwurf gibt es vor allem die Änderung, dass die Strafen etwa beim Tragen von NS-Symbolen, aber auch von Zeichen der islamistischen Hamas und der rechtsextremen Identitären drastisch erhöht wurden. Die Bußen werden von 4000 auf 10.000 Euro und im Wiederholungsfall auf 20.000 Euro aufgestockt. Unverändert bleibt, dass auch das Veröffentlichen verbotener Inhalte vom Ausland aus strafbar wird und dass im öffentlichen Dienst der Job nach einer Verurteilung gemäß Verbotsgesetz verloren geht. Weiters wird klargestellt, dass jede Verharmlosung der nationalsozialistischen Gräuel strafbar ist. Bisher war nur eine „gröbliche“ Verharmlosung vom Gesetz umfasst", berichtet kleinezeitung.at (8.11.23)

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Österreichischer Buchpreis 2023

Buchpreis 2023

Clemens J. Setz erhält den Österreichischen Buchpreis 2023

7. November 2023 - Clemens J. Setz wurde (am 6.11.23 im Wiener Kasino am Schwarzenbergplatz) für sein Buch „Monde vor der Landung“ (Suhrkamp Verlag) mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet, der mit 20.000 Euro dotiert ist. Der Debütpreis (10.000 Euro) ging an Arad Dabiri für den Titel „Drama“ (Septime Verlag). Die Verleihung fand zum Auftakt der Buch Wien-Woche vor rund 200 geladenen Gästen im Wiener Kasino am Schwarzenbergplatz statt. Durch den Abend führten Dorothee Hartinger und Philipp Hauß gemeinsam mit den Studierenden des zweiten Jahrgangs Schauspiel der Musik und Kunst Privatuniversität Wien. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch SarahBernhardt.

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Literatur-Event: Von Interpol gesucht

Literaturabend des Kulturvereins Anima Incognita am 18. Oktober 2023 in Wien

Organisation: Diana Wiedra

Vorab ein paar historische Fakten (Quelle: bundeskriminalamt.at); Interpol ist die Kurzbezeichnung für International Criminal Police Organization (ICPO). Sie wurde 1923 in Wien gegründet und ist heute eine weltweite kriminalpolizeiliche Organisation mit derzeit 194 Mitgliedstaaten und Sitz in Frankreich. Weiters betreibt Interpol sechs Regionalbüros von Argentinien bis Simbabwe und Repräsentanzen bei den Vereinten Nationen in New York und der Europäischen Union in Brüssel. Über Interpol werden weltweite Fahndungen nach Personen und Gegenständen gesteuert. Darüber hinaus gibt es noch Sonderausschreibungen vom Interpol-UNO-Sicherheitsrat.

Zurück zur Literatur! Werden die Autorinnen und Autoren ihre Kriminalgeschichten aus Sicht der Verteidigung oder aus Sicht der Anklage schildern? Jedenfalls wird sie, wenn sie als Kronzeugen ihres Falles hier aussagen, erstmals ein "Gerichtszeichner" mit seinem scharfen Auge beobachten, und zwar:

ERICH TIEFENBACH

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Gunnar Kaiser und Europas Seele

24. Oktober 2023 - Der Philosoph Gunnar Kaiser hat in den vergangenen Jahren viel zur Aufklärung beigetragen. Da liegt es nahe, dass er als "Verschwürungstheoretiker" und vieles mehr diffamiert wurde - u.a. von der FDP-nahen Friedrich Naumann Stiftung..Eine Aussage über die Qualität von Bildung, Wissenschaft und Kultur im 21. Jahrhundert ist der Satz auf de.wikipedia.org: "Der Artikel 'Gunnar Kaiser' existiert in der deutschsprachigen Wikipedia nicht." Unabhängig vom Mainstream betrieb Gunnar Kaiser einen youtube-Channel mit 255.000 Abonnenten. Am 12. Oktober ist er mit erst 47 Jahren verstorben. Zur Erinnerung hier eines seiner letzten Interviews mit David Engels zum Thema "Europas Seele retten" über den Ausweg aus der existenziellen Krise des Abendlandes

https://www.youtube.com/watch?v=hOfl2ckmSmI

Wohin man auch schaut, Europa zerfällt. Das scheint unausweichlich – unsere Zivilisation, das Abendland, ist dem Untergang geweiht. Warum also noch handeln, warum sich für einen Wandel einsetzen? Warum nicht einfach die Hände in den Schoß legen und passiv-zynisch dem Verfall zusehen?

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Initiative gegen Skyshield

Skyshield ACH

Kein Beitritt zu Sky Shield – Neutralität statt NATO

28. Mai 2024 – Nun ist es definitiv: Österreich ist Luftabwehr-Initiative Sky Shield beigetreten, berichten die Medien unisono.

Schweizer und österreichische Gruppen initiieren eine Bewegung für die Neutralität und bereiten Aktionen gegen Sky Shield vor

18. Oktober 2023 - Im September und Oktober fanden eine Reihe von Online-Treffen schweizerischer und österreichischer Aktivistinnen und Aktivisten für die Verteidigung der Neutralität statt. Aus beiden Ländern sind jeweils mehrere Gruppen beteiligt. Anlass dazu hatte die gemeinsame Erklärung der Regierungen in Bern und Wien gegeben, dem NATO-Raketensystem „Sky Shield“ beitreten zu wollen.

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Islam oder Islamismus?

17. Oktober 2023 - Zehn Tage nach den Anschlägen in Israel (siehe Bericht DW.com) ist der islamistische Terror zurück in Europa. "Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Schweden in Brüssel ist der mutmaßliche Täter gestorben. Abdesalem L. war bei seiner Verhaftung am Dienstag von der Polizei angeschossen worden und sei gegen 9.30 Uhr verstorben, meldeten belgische Medien mit Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Der 45-Jährige wurde verdächtigt, am Montag zwei Schweden in der belgischen Hauptstadt erschossen und eine weitere Person verletzt haben", berichtet ORF.at (17.10.23)

Seit den Anschlägen auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" im Januar 2015 hat sich HTH (seit 2023 Chefredakteur von ethos.at) immer wieder mit dem Islam und Islamismus beschäftigt. Vorweg: ethos.at empfiehlt die klare Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus.

UNSERE Kultur hat ein Recht auf Satire. Eine Polemik, aber auch ein programatischer Artikel mit zahlreichen weiterführenden Links. Beiträge zum Diskurs!

Der Koran aus Sicht eines Frevlers. Die Reflexionen eines Philosophen nach seiner Weihnachtslektüre.

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Eherecht: Afghanen-Scheidung in Österreich

10. Oktober 2023 - Man stelle sich vor, ein Ehepaar aus Afghanistan lebt in Österreich vermutlich schon mehr als ein Jahrzehnt. Es ist hierher mit zwei Kindern gekommen, die mittlerweile volljährig sind, zwei weitere Kinder sind minderjährig. Nun will sich der Mann scheiden lassen. Einvernehmlich. Dafür findet er in Österreich ein Gericht, das den Fall behandelt. Mittlerweile hat der Fall bereits das Oberste Gericht OGH beschäftigt, das am 31. Mai 2023 eine Entscheidung getroffen und den Fall an das Erstgericht zurück verweisen hat. Das Erstgericht hat vergessen die Ehefrau zu fragen, ob sie ebenfalls eine "einvernehmliche" Scheidung wolle. Aber die Pointe kommt erst: es muss zunächst festgestellt werden, ob sich die Ehefrau als verheiratet betrachtet, denn ein amtliche Ehedokument aus Afghanistan liegt nicht vor.

"Es gibt Fälle, in denen österreichische Gerichte ausländisches Recht anwenden müssen. Etwa, wenn Migranten, die in ihrem Herkunftsland eine Ehe geschlossen haben, sich scheiden lassen", schreibt Philipp Aichinger auf blogasyl.at (18.9.2023) und schildert das Scheidungs-Begehren eines afghanischen Vaters von vier Kindern. Die Ehe wurde 1996 in Afghanistan von einem Mullah (nicht amtlich) geschlossen. 

Ergänzung 18. August 2025 - Scharia in Österreich: Zwei Männer hatten vertraglich festgelegt, dass bei Streitigkeiten ein Schiedsgericht auf Basis islamischer Rechtsvorschriften entscheiden solle. Als es tatsächlich zum Konflikt kam, verurteilte dieses Schiedsgericht einen der Beteiligten zur Zahlung von 320.000. Euro. Nach Anfechtung dieses Urteils, bestätigte das Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen den Schiedsspruch.  "Die juristische Konsequenz ist weitreichend: Islamische Rechtsvorschriften können bei vermögensrechtlichen Ansprüchen in Schiedsvereinbarungen wirksam vereinbart werden. Sie gelten als Rechtsregeln im Sinne des § 603 ZPO (Zivilprozessordnung). Das Gericht betonte, dass nicht einzelne Bestimmungen des islamischen Rechts auf Vereinbarkeit mit dem ordre public (öffentliche Ordnung) geprüft werden müssen, sondern nur das Ergebnis des Schiedsspruchs. Da keine Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen die Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung vorlagen, wurden sämtliche Aufhebungsgründe verneint." (Details: kosmo.at 18.8.25)

Siehe auch: Scharia im Privatrecht: Ministerium warnt vor „Schnellschüssen“ (ORF.at 21.8.25)

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