Kriegstreiber Deutschland

fuf Titelstory DE Krieg

Update 18. Dezember 2025 – „Das internationale Konfliktgeschehen hat 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Zum Stichtag 30. September 2025 erfasst die CONIAS-Konfliktdatenbank weltweit 1.450 laufende politische Konflikte. Die heute veröffentlichte Sicherheitsbilanz 2025 – Vorläufige Trends (Jan-Sep) der Research Unit für politische Risiken von Michael Bauer International (MBI) zeigt damit eine anhaltende Verdichtung politischer Spannungen in nahezu allen Weltregionen.Die Analyse unterscheidet politische Konflikte in fünf Intensitätsstufen – von Disputen bis zu Kriegen. 35 Konflikte werden derzeit als Kriege eingestuft, weitere 54 als begrenzte Kriege. Hinzu kommen 523 gewaltsame Krisen, die unterhalb der Kriegsschwelle liegen, jedoch bereits mit politischer Gewalt verbunden sind.“ (Quelle: mbi-geodata.com 18.12.2025)

Update 27. November 2025 – „Ein geheimes Dokument der Bundeswehr mit dem Namen „Operation Plan Germany“ (kurz: OPLAN DEU) beschreibt detailliert, wie Deutschland im Falle eines Krieges mit Russland als zentrale Drehscheibe der Nato dienen soll. Dem „Wall Street Journal“ zufolge wurde das 1200 Seiten umfassende Papier vor rund zweieinhalb Jahren in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin entworfen. Seitdem arbeiteten deutsche Militärs an der Umsetzung. Das Ziel sei es, bis zu 800.000 Soldaten aus Deutschland, den USA und anderen Nato-Staaten schnellstmöglich an die Ostflanke der Allianz zu verlegen. Dafür werden detaillierte Routen über Häfen, Flüsse, Straßen und Schienenwege festgelegt. Auch die Versorgung und der Schutz der Truppen während des Transports sind Teil des Konzepts, das nun veröffentlicht wurde. Eine der größten Herausforderungen für die Umsetzung des Plans sei jedoch die marode Infrastruktur in Deutschland. Viele Autobahnen und Brücken seien in einem schlechten Zustand und nicht für den Transport schwerer Militärfahrzeuge geeignet. Zudem fehlen an vielen Stellen wichtige Einrichtungen wie ausreichend große Rastplätze oder stabile Brücken“, berichtet DiePresse.com (27.11.25)

WORT DES JAHRES: FRIEDENSANGST

UPDATE 21. November 2025 – Rheinmetall Aktie: Friedensangst schockt Anleger. Medienberichte über US-Friedensinitiative für Ukraine lösen massive Verkäufe im europäischen Rüstungssektor aus. Rheinmetall verzeichnet deutliche Kursverluste trotz robuster operativer Fundamentaldaten. (boerse-express.com)

Update 20. Oktober 2025 – Kriegstreiber des Monats: Roderich Kiesewetter @Rkiesewetter via X.com 20.10.25: „Es geht um unsere Freiheit & diese verteidigt bislang nur die Ukraine. Das wirtschaftsstärkste Land Europas, Deutschland, muss mehr tun. Denn Russland geht hybrid in allen Dimensionen vor (See, Land, Luft, Cypber, Space). Ein Angriff Russlands auf die NATO ist innerhalb der nächsten 2 Jahre wahrscheinlicher, wenn wir keine ausreichende Abschreckung aufbauen und Verteidigungsfähigkeit herstellen. Deutschland muss schneller & entschiedener „Kriegstüchtigkeit“ herstellen und angesichts der Bedrohungslage einen Spannungsfall erwägen.“ + + ethos.at: no comment.

Siehe auch: Kommentare auf fischundfleisch.com

25. März 2025 – 23 Kriege weltweit hat die Berghof-Foundation 2022 aufgezählt, die meisten davon in Afrika. In Europa stehen die Konfliktherde Gaza/Israel und Ukraine/Russland im Fokus der Aufmerksamkeit von Politikern und Journalisten. Angesichts dieser Konflikte scheint es eurozentristisch doch wahrscheinlich, dass künftige Historiker den Ausbruch des Dritten Weltkriegs auf März 2025 datieren werden.

Am 4. März meldete KURIER.at so wie alle Medien Europas: „Milliarden-Plan für Aufrüstung: EU gibt Staaten freie Bahn für Militärausgaben.“ Zwei Wochen später hat Deutschlands demnächst-aber-noch-nicht-Kanzler Merz ein 800 Milliarden Euro Schuldenpaket durch den Bundestag geboxt – der Brandmauer gegen AFD sei Dank, mit absoluter Mehrheit! Passend dazu die Orwellsche Neudefinition des Schuldenpakets als „Sondervermögen“. Der Regierungsfunk ZDF (22.3.2025) doziert:Aus ‚Wortbruch‘ muss politische Führung werden“, und setzt fort mit lupenreiner Kriegsrhetorik wie im 1. Weltkrieg (SIEHE: Ernst Piper, Nacht über Europa): „Die politische Mitte in Deutschland hat sich entschlossen, für Freiheit und Wehrhaftigkeit eines demokratisch geeinten Europas in Verantwortung und deshalb in massive Verschuldung zu gehen.

Erste Botschaft an die europäischen Partner: Wir sind wieder da! Zweite Botschaft an die amerikanischen ‚Freunde‘: Wir haben verstanden. Dritte Botschaft nach Moskau: Rechnet mit uns! … Nur diese außenpolitische Aufladung, die mit der weltöffentlich inszenierten Niedermachung Selenskyjs im Weißen Haus ihr erschreckendes Momentum gefunden hat, macht es nachvollziehbar, was sich quasi seit Tag eins nach der Wahl in Berlin abspielte: So schnell wie noch nie fanden die drei Parteien der Mitte nach den Härten des Wahlkampfs zurück in einen professionell-konstruktiven Umgang.

So radikal wie nie vollzog ein Kanzlerkandidat eine Kehrwende in seinen Grundpositionen. So konsequent wie nie rang sich das sonst so behäbige, föderale Deutschland zu folgenreichen Schritten durch. Der Zahl- und Zuchtmeister Europas lässt wissen: ‚Whatever it takes.‘“

„Wortbruch“ und „amerikanische Freunde“ unter Anführungszeichen; weiters „Botschaften“, die keine verschlüsselten, sondern ganz offene Drohungen sind; Verschuldung wird mit Verantwortung gleichgesetzt; alle Maßnahmen gegen den Willen der Bevölkerung wurden natürlich NUR im Interesse von „Freiheit und Wehrhaftigkeit eines demokratisch geeinten Europas“ beschlossen. Man sieht den Speichel im Munde des Kriegshetzers dieser Zeilen, der sich abschließend über den „Zahl- und Zuchtmeister Europas“ ereifet.

Nur in einem Punkt enthüllt dieser Hetzartikel eine Wahrheit: der „Wortbruch“ von Merz, der noch vor der Wahl die „Budgetsanierung“ versprochen hat, und jetzt Milliardenschulden als alternativlos propagiert – das ist gar kein Wortbruch, sondern die Logik des Handelns eines Blackrock-Vasallen, der allein die Interesse des Finanzsektors, der die Welt regiert, vertritt. (SIEHE: Michael Hudson, Der Sektor)

ethos.at beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage: Hat der Dritte Weltkrieg schon begonnen? Die Antwort ist nun klar: Ja, und zwar im März 2025. Wo immer bislang „regionale Konflikte“ glühten und aufflammten, erst mit Gründlichkeit des „Zahl- und Zuchtmeisters Europas“ können diese Feuer zu einem Flächebrand werden. Am Tag des Beschlusses des deutschen Kriegspakets ließ Ursula vdL in Brüssel ein „ Weißbuch zur europäischen Verteidigung und zum Plan „ReArm Europe“/Bereitschaft 2030“ lancieren.

Die Achse Berlin-Brüssel garantiert, dass die Interessen des Finanzsektors weiter im Mittelpunkt bleiben und die Interessen des Volkes, das gegen den Krieg ist, weiterhin ignoriert werden: „Mit dem Plan ‚ReArm Europe‘/Bereitschaft 2030 werden die gesamteuropäischen Verteidigungsfähigkeiten durch neue finanzielle Möglichkeiten gestärkt, während im Weißbuch ein neuer Ansatz für die Verteidigung dargestellt und Investitionsbedarf ermittelt werden.“

Zwei bemerkenswerte Beispiele aus dem EU/vdL-Forderungspaket: „Ausbau des EU-weiten Verteidigungsmarktes, unter anderem durch Vereinfachung der Vorschriften. Schnellere Umgestaltung der Verteidigung mithilfe neuartiger Innovationen wie KI und Quantentechnologie.“ Während die EU via Green Deal vorschreibt, dass „Verbrenner“ von den Straßen verschwinden müssen, wird man bei den CO2-Werten von Panzern nicht so genau hinschauen. Während Amis und Russen sich noch gegenseitig mit antiquierten Atombomben bedrohen, werden die „Zuchtmeister“ in Brüssel und Berlin demnächst die Welt mit einer Qunatenbombe beglücken!

„Deutschland, Deutschland über alles, … Über alles in der Welt!“ Das Land, das in den vergangenen fünf Jahren mit voller Energie (mit Vollgas darf man nicht mehr sagen) gegen die Wand gefahren wurde, wird nun in den Krieg getrieben: „Deutschland, Deutschland über alles, und im Unglück nun erst recht.“ (SIEHE wikipedia)

P.S. Österreich tut natürlich alles, um den Anschluss nicht zu versäumen.

Update/Kommentar DeepThought  via fischundfleisch.com am 25.3.25: Zwei lesenswerte Artikel (engl.), der eine zur „wirtschaftlichen Realität“ hinter dem Aufrüstungswahn und dem ganzen Geschrei um „Kriegstüchtigkeit“ — der andere wirft einen differenzierteren Blick auf den Ukrainekrieg, als die ewig zeternden blau-gelben Narrativpapageien („böser Putin beginnt 2022 völkerrechtswidrigen Angriffskrieg und Ukraine verteidigt die Freiheit Europas blablabla…“😉, die den Krieg wohl selbst dann noch (verbal) weiterführen würden, wenn die Kriegsparteien ihn schon längst beendet hätten: consortiumnews + Zugabe, ein Text (Teil 1) von Leo Ensel auf manova.news:  „Mittlerweile frage ich mich nur noch, was mich fassungsloser macht: Die Ungeniertheit und die an suizidalen Größenwahn grenzende Skrupellosigkeit, mit der Politiker, Militärs und Medien hierzulande nahezu im Gleichklang und jeden Tag schriller bis an die Schmerzgrenze eskalieren — oder die Apathie und Schockstarre, mit der die überwältigende Mehrheit der Zeitgenossen dies alles kritik- und klaglos über sich ergehen lässt.“

P.P.S Merz auf dem FAZ-Kongress am 21.3.2025 – Ein Dokument der Selbstgefälligkeit deutscher Eliten. Der Moderator spricht von „Bilderbuchstart“ und erwartet die Kanzlerernennung im „Osternest“, Merz verkündet Krieg als Geschäftsmodell: „Das deutsche Geschäftsmodell ist zu Ende. Jetzt müssen wir ein neues Geschäftsmodell definieren, und ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingen wird.“ Dazu passend: Presseinformation des Bundesverbands der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV e.V.) begrüßt ausdrücklich das heute veröffentlichte Joint White Paper der Europäischen Kommission, denn die dort proklamierte Stärkung der europäischen Verteidigungsbereitschaft bis 2030 ist angesichts der veränderten geopolitischen Lage mehr als überfällig. (BDSV 19.3..2025)

P.P.P.S Bekanntlich gab es bis zum WK2 die Usancen von Kriegserklärungen, mit denen die Länder für die Welt sichtbar ihre jeweilige Position bekanntgaben. In Zeiten, in denen Diplomatie (laut klassischer Definition ist das Krisenbewältigung ohne Krieg) via Twitter & Co praktiziert wird, gibt es dafür keine Regeln mehr – vielleicht noch formal (z.B. B-VG Artikel 38), aber nicht real. Damit ist die Frage des Beginns des aktuellen WK3 nur im historischen Rückblick zu beantworten.
Der Rationalist in mir ist damit aber nicht zufrieden, denn wir wollen nicht nur rückblickend lernen, sondern auch rechtzeitig erkennen was auf uns zukommen könnte! Deshalb hier meine Kriegsbeginntheorie: Die Kriegserklärung des 21. Jahrhunderts lautet: „Koste es was es wolle“. Dies ist natürlich keine Kampfansage an einen sichtbaren Gegner wie Russland, das ist die Kriegsbeitritts- und gleichzeitig Unterwerfunsformel an den absoluten Kriegsherren, den Finanzsektor, den nicht sichtbaren Gegner und ewigen Profiteur eines jeden Krieges.
Österreich ist demnach mit den Worten unseres Ex-Finanzministers Blümel im März 2020 in den WK3 eingetreten (so wie de facto alle EU-Länder auch), Deutschland nun explizit mit der entsprechenden Deklaration durch den noch-nicht-Kanzler aber immerwährenden Blackrock-Vasallen Merz im Märzen der Bauern(opfer) 2025.

UPDATE 22.5.2025 – „Deutschland stellte neue Brigade in Litauen in Dienst. In Litauen ist die neue Brigade der deutschen Bundeswehr feierlich in Dienst gestellt worden. … Die Bundeswehr betritt mit der Stationierung Neuland. Sie entsendet erstmals eine Kampfbrigade dieser Größe dauerhaft ins Ausland. Den Fahrplan für die Stationierung hatten Deutschland und Litauen Ende 2023 vereinbart“, berichtet ORF.at (22.5.25)

Weiterlesen

Der Fall Findeisen: Folter in Deutschland

Folter nein Danke

+ TNT – Together No Torture! Zusammen gegen Folter!

+ Sprengstoff für den Rechtsstaat!

Von Andrea Drescher

11. März 2025 – Prominente Friedensaktivisten, Rechtsanwälte, Politiker, Ärzte, Journalisten, aber auch Unterstützer aus aller Welt rufen auf der Online-Plattform www.folter-nein-danke.eu bzw. www.no-torture.com zum sofortigen Ende von „Folter“ in deutschen Gefängnissen, wie im Fall „Johanna Findeisen“, auf. Diese wird im sogenannten „Reichsbürger-Prozess“ in der JVA-Frankfurt erniedrigt und gequält! Michael Ballweg, Tammy Clark, Dr. Maria Hubmer-Mogg, Philipp Kruse, Ralf Ludwig, Ralf T. Niemeyer, Madeleine Petrovic, Dr. Rainer Rothfuß, Dr. Heiko Schöning, Billy Six, Kayvan Soufi-Siavash (Ken Jebsen), u.v.w.m. beteiligen sich auf der Online-Plattform gegen offensichtliche Folter in deutschen Gefängnissen.

Abseits der Schuldfrage und jenseits aller berechtigten Zweifel an diesem Prozess darf eine deutsche Justizvollzugsanstalt ihre Insassen nicht quälen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um politische oder andere Häftlinge handelt Ziel der internationalen Kampagne ist es durch die breite Unterstützung der 54 Erstzeichner aus Deutschland, USA, Russland, Polen, Ungarn, Österreich, Schweiz und Georgien eine mediale Aufmerksamkeit in der Bevölkerung für dieses brisante Thema zu erreichen. Jeder kann sich an der Kampagne unter www.folter-nein-danke.eu bzw. auf Englisch unter www.no-torture.com beteiligen.

Den Tätern soll bewusst werden, sie stehen unter Beobachtung, ihr Tun wird öffentlich, ihre Taten werden Konsequenzen für sie haben. Von den Verantwortlichen aus Politik und Anstaltsleitungen wird ein sofortiges konsequentes Handeln gefordert. Damit sollen die menschenunwürdigen Haftbedingungen für Johanna Findeisen und alle Betroffenen gestoppt werden.

Nur durch eine große länderübergreifende Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit, hervorgerufen durch mediale Berichterstattung, kam die Haft des Journalisten Julian Assange im Juni 2024 zu einem Ende. Assange litt, attestiert durch Nils Melzer, den damaligen UN-Hochkommissar für Folter, unter schwer schikanösen Haftbedingungen. Melzer bezeichnete diese als „White-Torture“ (weiße Folter).

Zum konkreten Fall

Johanna Findeisen aus dem Bodenseekreis sitzt seit dem 22. Mai 2023 in Untersuchungshaft. Die ursprüngliche Dauer der U-Haft von sechs Monaten wurde bereits mehrfach verlängert. Johanna Findeisen engagierte sich in der „Corona-Impf-und-Maßnahmen-kritischen-Bewegung“, ist Friedensaktivistin und kandidierte für den Bundestag in der Partei „die Basis“. Der 54-jährigen dreifachen Mutter und ehemaligen Fallsachbearbeiterin verschiedener Amtsgerichte im Bereich Inklusion und Flüchtlingshilfe, werden im sogenannten „Reichsbürgerprozess“ Hochverrat und die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Umfeld von Heinrich XIII. Prinz Reuß zur Last gelegt. Findeisen ist mit einem Schwarzafrikaner verlobt. Im größten Prozess Nachkriegs-Deutschlands gegen die – wie man sie auch nennt – „Rollator-Gang“, den nicht nur die legendäre Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen sinngemäß als „bizarr“ bezeichnete, werden in der JVA-Frankfurt Methoden angewandt, die der Rechtsgelehrte Prof. Dr. Martin Schwab als „Folter“ bezeichnet. Schwab ist im Verteidigerteam von Findeisen und somit im engen Kontakt mit der Angeklagten.

Johanna Findeisen musste sich Anfang Februar bei ihrer Rückkehr vom Gericht in die JVA bei Kälte und geöffneter Tür vor Dienstpersonal nackt ausziehen und sich in „Demutshaltung“ vorne über beugen. Dies obwohl sie Fieber hatte. Johanna Findeisen und viele andere Häftlinge sind zweifelsfrei Opfer von willkürlichen Schikanen bis hin zur Folter, die unter der Duldung der Verantwortlichen ausgeführt werden. Sollen die Betroffenen in langer Haft dadurch grausam zermürbt werden?

stattzeitung.org begleitet den Fall „Johanna Findeisen“ von Anfang an medial, hat Fragen gestellt, Antworten gesucht, mit Zeugen gesprochen, Ungereimtheiten aufgezeigt, und bisher 22 Publikationen dazu veröffentlicht – am Ende dieser Pressemitteilung findet man die Links dazu. Im größten Prozess der Nachkriegsgeschichte mit 400.000 Aktenseiten, drei Gerichtsorten und Gerichtsterminen bis weit in die Mitte 2026 wird der Öffentlichkeit ein beispielloses Schauspiel geboten.

Zur Online-Beteiligung folter-nein-danke.eu + www.no-torture.com

Die Ansprechpartner bitten Sie im Namen der Mitmenschlichkeit und im Namen aller Erstzeichner um Ihre größtmögliche mediale Unterstützung.

Stef Manzini info@stattzeitung.org

Prof. Dr. Martin Schwab martin.schwab.law@protonmail.com

Andrea Drescher andrea.drescher@free21.org

Die o.G. sind für Fragen oder Interviews unter der jeweiligen Email-Adresse zu erreichen.

Auszüge aus den Begründungen der Erstunterzeichner:

Die Würde des Menschen ist unantastbar.+++ Es ist für mich eine der wichtigsten Unterstützungen, die ich je geleistet habe, ein solches menschenunwürdiges Verhalten gehört unterbunden und dagegen vorgegangen.+++Es spricht für sich, aber nicht für die BRD, wie die nach Europäischer Menschenrechtskonvention einem jeden Menschen verbürgten Rechte im Fall von Johanna Findeisen mit Füßen getreten werden.+++Untersuchungshäftlinge sind Menschen, die als unschuldig gelten und menschlich behandelt werden müssen.+++ Ob Johanna Findeisen den vorgeworfenen Tatbestand überhaupt erfüllt und schuldig ist, wird sich erst zeigen. Eine solche erniedrigende Behandlung, wäre sogar im Falle ihrer Schuld schockierend.+++Die Bundesrepublik Deutschland galt einst als vorbildlich in Menschenrechtsfragen.+++Ich kann nicht fassen, was aus Deutschland geworden ist.+++Diese Praktiken haben in einem Rechtsstaat nichts zu suchen. Sie sind menschenunwürdig und aufs Schärfste zu verurteilen.+++Ein Staat, der Menschen erniedrigt und schikaniert, hat seinen moralischen und rechtsstaatlichen Kompass längst verloren.+++Wie soll man Kindern je diese Unverhältnismäßigkeit erklären?+++Wo sind die Richter mit Gewissen, um solches zu unterbinden? Ist es die Trägheit des Herzens?+++The way Johanna is being mistreated, humiliated, and made an example of, is totally unacceptable!

Weiterlesen

Demontage der Neutralität

Neutralität JA sebö

… damit Österreich den Anschluss nicht versäumt.

Update 15. Mai 2026 – Österreichischer Regierungsfunk ORF im Auftrag von Nato-Beate: „Historikerin Applebaum stellt Neutralität infrage. Die polnisch-amerikanische Historikerin Anne Applebaum hat im Zuge eines Wien-Besuchs an Europa appelliert, militärisch unabhängig von den USA zu werden und die Ukraine mit ihrer Kriegserfahrung einzubinden. Österreichs Neutralität hält die Journalistin für völlig unzeitgemäß.“

Update 14. Mai 2026: „Innerhalb Europas gibt es keine Neutralität, sondern Solidarität“, so Österreichs Außenministerin Meinl-Reisinger (ORF.at)

Update 26. November 2025 – Man darf die Nato-Betritt nicht direkt bennen, sondern immer nur schön andeuten. Denn sonst ergeht es einem wie dem Neos-Mitgründer Veit Dengler, der in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ offen und direkt für einen Nato-Beitritt Österreichs eintrat. „Danach fackelte Parteichefin Meinl-Reisinger nicht lang. Der Abgeordnete musste das Fach wechseln und ist nun Sprecher für Forschung“, berichtet diepresse.com (25.11.25)

Update 24. November 2025 – „Meinl-Reisinger spricht sich gegen österreichischen „Neutralismus“ in der Ukraine aus“, berichtet DiePresse.com (23.11.25) über das Best-of der ORF-Pressestunde: „Meinl-Reisinger sagte in der „Pressestunde“ auch, die österreichische Neutralität dürfe nicht als „Neutralismus“ verstanden werden. Darunter verstehe sie, dass der Krieg in der Ukraine klar als völkerrechtswidrig „verurteilt“ werden müsse. Österreich sei als EU-Mitglied im Fall des Ukraine-Krieges politisch „nicht neutral“. An der Neutralität selbst wolle sie aber nichts ändern, im Parlament gäbe es derzeit auch keine Zweidrittelmehrheit zu ihrer Abschaffung. Laut der Außenministerin erkenne die Mehrheit der Bevölkerung aber „ganz klar, dass unsere Sicherheit europäisch organisiert werden soll“. Die Neutralität allein schütze Österreich nicht.“ ethos.at kommentiert: mit dem NeosLogismus „Neutralismus“ schiebt die NEOS-Chefin unsere Neutralität in die Nähe der großen gescheiterten Ideologien wie Sozialismus und Kommunismus, wohl nicht wissend, dass in diese Reihe auch Kapitalismus und Liberalismus gehören. Natürlich darf das Mantra, Österreich sei „politisch nicht neutral“, nicht fehlen, so als würde es immer noch um den Kampf der Sowjetunion gegen den „Westen“ gehen. Wahr ist vielmehr: es geht um den Kampf der EU = Sowjetunion 4.0 gegen „den Rest der Welt“ (schlag nach bei Niall Ferguson).

Update 20. September 2025 – Österreichische Neutralität als Schild gegen die Kriegstreiberei der westlichen Eliten. Ein Essay von Wilhelm Langthaler

Update 4. August 2025 – „Neutralität allein schützt uns nicht.“ Mit diesem Stehsatz antwortet Außenministerin Meinl-Reisinger der „Welt am Sonntag“ (26.7.25) auf die Frage zum NATO-Beitritt und wiederholt einmal mehr: „Was Österreich vor dem Hintergrund einer zunehmend unsicheren sicherheitspolitischen Lage in der Welt und eines zunehmend aggressiven Russland schützt, sind Investitionen in unsere eigene Verteidigungsfähigkeit, aber auch in Partnerschaften. Ich bin grundsätzlich sehr offen dafür, eine öffentliche Debatte über die sicherheits- und verteidigungspolitische Zukunft Österreichs zu führen. Für einen Beitritt zur Nato gibt es derzeit zwar keine Mehrheiten im Parlament und in der Bevölkerung, aber eine solche Debatte kann trotzdem sehr fruchtbar sein.“ REAKTIONEN  + +

Die Nato-Debatte darf keine politische Nahtoderfahrung sein. Auch eine Diskussion der Neutralität muss möglich sein“, kommentiert Marian Smetana (SN.at 31.7.25) + + + „Die Neutralität schützt Österreich! Wir sagen Nein zu einem NATO-Beitritt Österreichs“, erklärt dagegen SEBÖ (29.7.25 via APA / OTS) + + + + Gewerkschafter gegen Atomenergie und Krieg „fordern die Außenministerin auf als auf die Verfassung angelobte Ministerin diese Aussage zu widerrufen und alles zu unterlassen die Neutralität auszuhöhlen oder gar aufzugeben und Österreich so in Krisen und Kriege hineinzuziehen! Das ist neutralitätswidrig und gegen die Verfassung, da die immerwährende Neutralität per Bundesverfassungsgesetz im Verfassungsrang steht.“ (30.7.25 atomgegner.at+ + + + + Hermann @Hermann130164 via X.com: „Meinl-Reisinger, nicht umsonst Nato Beate genannt, will über den Nsto Beitritt Österreichs reden. Damit ist sie endgültig reif zurück getreten zu werden!“ (Amerkung ethos.at: Genau dafür wurde sie ins Amt gehievt.)

4. März 2025 – „Ein verstaubtes, historisch aufgeladenes Neutralitätsverständnis bringt uns keinen Schritt weiter,“ sagte Beate Meinl-Reisinger vor zwei Jahren (Kleine Zeitung 11.4.2023). Nun ist sie Außenministerin und ethos.at prognostiziert, dass sie keine Gelegenheit auslassen wird, um direkt oder indirekt „NATO statt Neutralität“ für Österreich zu fordern.

Indirekt kann man das Thema auch damit anheizen, dass man einen Parteigenossen vorschickt. So geschehen am 4.3.2025 via Kleine Zeitung, wo NEOS-Mitbegründer Veit Dengler das Feld aufbereitet: „Jahrzehntelang hat sich die Staatengemeinschaft weitgehend an die internationalen Verträge gehalten. Jetzt leben wir jedoch unter völlig neuen Rahmenbedingungen. Wir können uns nicht mehr länger darauf verlassen, dass das Völkerrecht uns schützt.

SIEHE AUCH: Die Geburt der österreichischen Nation aus dem Geist der Neutralität (7.500 Abrufe bis 11. März 2025)

KleineZtg: Im Gegensatz zu vielen Experten will das Gros der Bevölkerung an der Neutralität unbedingt festhalten.

Veit Dengler: Es geht darum, auf die Realität hinzuweisen. Zudem sind wir längst nicht mehr neutral, weil es im Falle eines Angriffs auf einen Mitgliedstaat auch in der EU eine Beistandsverpflichtung gibt. Wir sind nur nicht verpflichtet, militärisch einzugreifen.“

Veit Dengler ist seit 2024 erstmals im Parlament, wo er – so wie schon Helmut Brandstätter – seine relativ erfolgreiche Berufskarriere beschaulich beenden kann. Ober er dort als Volksvertreter ebenso reüssieren wird, wie als Neutralitäts-Verräter, darf bezweifelt werden.

Prognose von ethos.at: Alle jene, die wie Ex-Außenminister Schüssel, schon seit ein paar Jahren die Neutralität begraben wollen, werden sich nun hinter Meinl-Reisinger versammeln und mit Sicherheit aus dem Außenministerium mit Mitteln für Anti-Neutralitäts-Propaganda versorgt werden. ethos.at hat derzeit keine anderen Mittel, als den Untergang der Neutralität zu dokumentieren.

18. März 2025 – Kaum verschleierte Kriegspropaganda der Woche von Johannes Huber auf NEWS.at, der sich auf eine „Erhebung“ der UNI Innsbruck beruft: „Faktum der Woche: Österreich drückt sich vor der Beistandsfrage. Die Bevölkerung würde sich im Ernstfall militärische Hilfe durch andere EU-Staaten erwarten, umgekehrt aber keine solche gewähren: Das ist ein Ergebnis politischer Versäumnisse.“ Der Beitrag gehört in die vorliegende Übersicht zur Demontage der Neutralität, weil neben dem „Drückberger-Image“, das UNS hier pauschal unterstellt wird, die Chancen und Pflichten, die Österreich aus der Neutralität schöpfen könnte und müsste, nicht einfach ignoriert, sondern systematisch ausgeblendet werden.

19. März 2025KleineZeitung.at zitiert Kanzler Stocker: „Dass uns die Neutralität alleine schützt, ist ein gefährlicher Trugschluss“, und ergänzt: „Bundeskanzler Stocker lehnte eine Teilnahme Österreichs an einer europäischen Armee ab. … Die Zeitenwende in der EU sei angesichts der globalen Veränderungen „alternativlos“, so der Kanzler im Hauptausschuss des Nationalrats. „Die Welt wird gefährlicher, und jedes Land in Europa braucht robusten Schutz.“

ethos.at kommentiert: Die Rhetorik der Alternativlosigkeit kennen wir seit Merkl. Damals ging es schlimmstenfalls um Atomkraftwerke. Heute geht es schlimmstenfalls um Atombomben, mindestens aber um Raketen und Skyshield. Derzeit ist Stocker noch auf ZickZackKurs: Für ihn ist klar, dass die Neutralität nicht schütze, aber „die Neutralität verbiete Österreich, „Teil einer europäischen Armee zu sein“ bzw. die eigenen Soldaten einem anderen Oberkommando zu unterstellen.“ Doch sobald Deutschland die Panzer Richtung Osten schickt, wird Österreich vor der „Altenativlosigkeit“ stehen, den „Anschluss“ nicht zu verlieren.

1. April 2025 – Michael Landau @mlcaritas, Präsident @CaritasEuropa: „Wenige Wochen nach dem russischen Überfall auf die Ukraine haben die Finnen die Neutralität über Bord geworfen, nicht, weil sie gern mit dem Säbel rasseln, sondern weil sie in ihrer skandinavischen Nüchternheit erkannt haben, dass die Neutralität in Krisenzeiten nicht schützt.“ Appell von ethos.at:  S.g. Landau, bitte kümmern Sie sich um die Hilfsbedürftigen! Die Caritas hat sich schon bei Corona auf die falsche Seite geschlagen! Überlassen Sie die Demontage unserer Demokratie und Neutralität doch den „Profis“.

Weiterlesen