Die Kunstmarkt-Formel

Kunstmarktformel

28. Jänner 2025 – Amüsant und vermutlich einmalilg: Das Buch „Die Kunstmarktformel“ von Hubert Thurnhofer, das im Juni 2014 NICHT im UVK-Verlag erschienen ist, wird immer noch bei amazon zum Kauf angeboten. Lesenswert der Verlagstext:

„Noch nie gab es so viele Künstler wie heute. Und noch nie wurden derart astronomische Summen für Kunstwerke bezahlt. Wie Pilze nach einem warmen Sommerregen schießen folglich auch die Künstler aus dem Boden. Fast schon inflationär sind die Jubelmeldungen über Weltrekordpreise, die quartalsweise anlässlich der großen Auktionen zeitgenössischer Kunst vermeldet und von den Gazetten brav reportiert werden. Eine Frage bleibt allerdings dabei stets offen: Wie tickt der Kunstmarkt? – Dieses Buch vereint den analytischen Blick des Philosophen mit den Erfahrungen des langjährigen Galeristen. Kenntnisreich stellt er die Struktur des Kunstmarktes mit Playern und Marketmakern vor und schärft das Verständnis der Marktmechanismen, die es dem Leser ermöglichen, Künstler und deren Schaffen einzuordnen und letztendlich selbst zu bewerten. Sinnvolle Sammlungsstrategien für Anleger, Kunstinteressierte, Stifter und Schnäppchenjäger runden das Buch ab.“

Aus welchen Gründen auch immer – UVK hat nach Vorliegen des Manuskripts die Publikation abgelehnt. Ein Glück für den Autor, denn er brachte es selbst im Oktober 2014 via BoD (Books on Demand) heraus und hat mit dem Longseller wesentlich mehr verdient als die UVK-Honorare bei gleicher Auflage.

Übrigens: Die Markt-Beispiele des Buches sind aus dem Jahr 2013 (z.B. Artguide-Rating im Vergleich zum Kunstkompass), können jedoch jederzeit aktuell im Internet abgerufen werden. Die Strukturen des Kunstmarktes, genauer gesagt der Kunstmärkte, haben sich seither aber nicht geändert – im Gegenteil, eher gefestigt. Deshalb immer noch ein lehrreiches und unterhaltsames Buch für Künstler und Kunstsammler.

KunstmarktFormel Bod

Mehr über das Buch laufende Artikel über die Kunstmärkte siehe thurnhofer.cc

BESTELLUNG bei amazon oder direkt beim Veralg BoD

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Was bleibt, wenn Werte fallen?

ethos NEWS Diskurs

14. Jänner 2025 – In ihrem LEITARTIKEL vom 9. Jänner 2025 schreibt NEWS-Chefredakteurin Kathrin Gulnerits: „Demokratie lebt von Kompromissen. Doch wenn Prinzipien geopfert werden, um Macht zu sichern, gerät das Fundament ins Wanken. Genau das passiert gerade: Eine Partei, die einst warnte, verhilft jenen zur Macht, die sie als Gefahr gebrandmarkt hat. Was bleibt, sind Fragen. Was fehlt, ist klare Haltung.

Wenn eine Chefredakteurin Werte, insbesondere Haltung, entdeckt und von Politikern einfordert, dann weckt das den letzten schlafenden Moralphilosophen des Landes. Man könnte sogar sagen: es bringt ihn auf die Palme! Die Rede ist von Hubert Thurnhofer, den Chefredakteur von ethos.at. UMLEITUNGEN eines Querdenkers.

Haltung! Ex-Vizekanzler Mitterlehner hat seine Memoiren so betitelt, und erst vergangene Woche hat die Wirtschaftskammer eingefordert: „Wir brauchen eine neue Haltung“. Begründet hat dies der Präsident der WKSteiermark, Josef Herk: „Wir haben ein System geschaffen, das systematisch jene Eigenschaften zerstört, die eine erfolgreiche Wirtschaft und Gesellschaft ausmachen.“

Wir! Ist das „wir, die Wirtschaftskammer“ oder „wir, ein nicht weiter definiertes, ominöses System“, oder das uns wohl bekannte System, das die Sozialpartner seit Jahrzehnten mitgestalten, für dessen Fehlentwicklungen aber immer „die anderen“ verantwortlich sind? Auch Gulnerits beschwört das große Wir: „Es entgleitet Uns etwas – schleichend, aber spürbar.“ „Uns, den Medien“, die, wie wir (die Leser!) nebenbei erfahren, „in einer existenziellen Krise“ stecken, oder „uns, den Menschen dieses Landes“?

Privilegierte Meinungsmacher, die in Massenmedien oder etablierten Organisationen von „Wir“ und über „Uns“ schreiben und damit alle Bürger dieses Landes vereinnahmen, sind ident mit jenen, die den Leitspruch der DDR-Opposition, „Wir sind das Volk“, den die Corona-Maßnahmenkritiker bei ihren Demos auf die Banner gehoben haben, als Nazi diffamierten (und es fallweise immer noch tun). NEWS (25.1.2024): „Berlin, Deutschland: Gut, dass es sich endlich gegen Nazi-Unrat rührt, schlimm allerdings der Anlass. Was schon während der Corona-Zeit sein Haupt erhoben hat, wird jetzt virulent. Die Krise führt zur Radikalisierung nach rechts, und mittlerweile ist das Pack dank aufmerksamer Beobachter aufgeflogen. Es geht um nichts Geringeres als die Außerkraftsetzung der Grundrechte.“ Für diesen Hassartikel wurde NEWS vom Presserat verurteilt, die geforderte Veröffentlichung des Urteils ist (rechtlich nicht einklagbar, aber moralisch untragbar) unter den Tisch gefallen.

Der aktuelle Kommentar der Chefredakteurin Gulnerits wiederholt dem Wessen nach die plumpe Diffamierung von dem, „was“ schon während der Corona-Zeit gegen die Demontage unserer (ja, unserer!) Demokratie öffentlich demonstriert hat; selbstverständlich nicht in plumper Polemik, sondern mit subtiler Wortwahl, aber nicht weniger schlimmen Unterstellungen.

Unterstellung 1: Björn Höcke, ein ausgemachter Nazi, gratuliert Herbert Kickl! Da Höcke weder Babler, Nehammer oder Meinl-Reisinger gratuliert hat, ist klar, dass einer, dem er die Hand reicht, keiner von uns, sondern nur einer von denen sein kann. Wenn Höcke eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ fordert, braucht eine anständige Chefredakteurin ihre Entrüstung nicht mehr zu artikulieren; die ist bereits im Mainstream vorgegeben. Doch Entrüstung ist nie ein Beitrag zur Abrüstung, sondern im Gegenteil. Statt die Nazikeule zu schwingen, sollte man an den Aufsatz des sozialistischen Philosophen Rudolf Burger, der 2001 im Standard erschienen ist, erinnern: „Die Irrtümer der Gedenkpolitik“.

Unterstellung 2: „Zäsur“, „Zeitenwende“, „Teufelszeug“, „Kanzler-Opfer“ und „Radikale“ – als Kronzeuge für die Bedrohung, die einzig und allein durch einen „Volkskanzler“ Kickl in die kleine Welt (in der die große ihre Probe hält) kommen wird, fungiert niemand Geringerer als Robert Habeck, Spitzenkandidat der deutschen Grünen. Die Frage „Was wird das Ausland dazu sagen?“, hat schon Egon Friedell in seiner Satire „Die Österreichische Seele“ als genuin österreichisch charakterisiert! (In memoriam: Gelesen von Otto Schenk) Bei aller apokalyptischen Rhetorik ist diese Frage jedoch irrelevant für das Thema Ethik und Moral, Werte und Haltungen.

Die einleitenden Absätze des NEWS-Leitartikels leiten nicht über zu einem Diskurs über grundlegende Fragen unseres Landes, sondern läuten Sturm; in quasi-religiöser Manier, zumal eine Partei „als Gefahr gebrandmarkt“ wurde.

Ethische Fragen sind Grundsatzfragen. Die primitiven Vor-Haltungen, wer wann wen wie beschimpft hat, sind dagegen journalistische Methode, die jede Journalistin von der Pflicht zur Recherche und Gegenrecherche enthebt. Denn die Journalistin 4.0 sagt nicht, was ist (was geprüfte Tatsache ist), sondern nur, wer was gesagt hat. Der klassische Journalismus nach der Methode Check-Recheck-Doublechek besteht nur noch darin, ob die Namen der betreffenden Akteure richtig geschrieben, bzw. die Zitate nicht dem falschen Sprecher in den Mund gelegt wurden.

Gulnerits: „Kickl, der den Bundespräsidenten, der ihn angeloben wird, als ‚senil‘ und ‚Mumie in der Hofburg‘ beleidigt hat“. Die Welt ist alles was der Fall ist, sagte Wittgenstein. Für die Welt der Medien wird all das zum Fall der Berichterstattung, was nach Beleidigung klingt und das Potenzial zum Skandal hat. Tagtägliche Beleidigungen aller gegen alle moralinsauer einer einzigen Partei vorzuhalten, wäre geradezu lächerlich, wenn es nicht typisch für „unsere“ allgegenwärtige Doppelmoral wäre. 

Es besteht der Verdacht (Vorsicht, Verschwörungstheorie!), dass sich diese Doppelmoral als „Haltung“ in der Nomenklatura der Politiker bereits festgesetzt hat. Ganz im Geiste unseres Staatsoberhauptes VdB, der in seinem Buch „Die Kunst der Freiheit“ verkündet hat: „Verschweigen, vernebeln oder gegen die eigene Überzeugung reden kann im politischen Kontext manchmal sogar vernünftig und strategisch zielführend sein.“

Gulnerits: „Ein Mann und eine Partei, die den politischen Diskurs mit destruktiven Parolen vergiftet haben.“ Falsch! Alle Männer, Frauen und Diversen, die in den vergangenen Jahren in politischen Positionen waren und immer noch sind, haben den politischen Diskurs vergiftet; nicht nur mit destruktiven Parolen, sondern noch mehr mit Diffamierung und Diskreditierung Andersdenkender. Seit Ausbruch der Corona-Herrschaft wurde damit die Demokratie (die dem Wesen nach Offenheit, Meinungsvielfalt und Gewaltenteilung bedeutet) so substanziell zerstört, dass für einen „Volkskanzler“ nichts mehr zu zerstören übrig ist.

Die Warnrufe, Kickl würde die „3. Republik“ einläuten (mit denen jüngst Franz Fischler mediale Wellen schlagen konnte), sind insofern „gequirlte Scheiße“ (© Russel Brand, ein MTV-Moderator, der dem weltgrößten Verlag das Buch „Revolution“ ablieferte, nicht weniger als eine „Anleitung für eine neue Weltordnung“). Was soll daran so schlimm sein, die demolierte 2. Republik neu aufzubauen? Immerhin eine Republik, keine Diktatur, wie die Corona-Herrschaft von einigen ernst zu nehmenden Kritikern bezeichnet wurde. (Wehe dem, der Monika Donner ernst nimmt!)

Gulnerits: „Damals, als die FPÖ erstmals unter einem ÖVP-Kanzler Schüssel an die Macht kam, gingen Tausende im Land auf die Straße. Die Proteste waren laut – und wirkungsvoll. Heute? Schulterzucken. Desinteresse.“ Falsch! Wo hat die News-Chefredakteurin am 9. Jänner ihren Kommentar geschrieben, just zu der Zeit, als auf dem Ballhausplatz rund 30 Organisationen der ÖNZ (Österreichisches Netzwerk Zivilgesellschaft) „Alarm für die Republik“ geschlagen haben?

Gulnerits: „Wann ist uns der moralische Kompass aus der Hand geglitten?“ Die Frage impliziert, dass es irgendwann, irgendwo in Österreich einen entsprechenden Kompass gegeben hätte. Die scheidende Ministerin Raab wollte noch im Vorjahr einen Diskurs über „Leitkultur“ initiieren und ist damit schon bei der Ankündigung gescheitert. Die laufenden Bemühungen von ethos, Beiträge für eine (Neu-)Orientierung Österreichs zu liefern scheitern daran, dass Medien wie NEWS unsere(!) Diskussionen nicht aufgreifen, und die Mächte des Staates alles dazu beitragen, Diskurse, die substanzielle Fragen stellen und damit auch den Status quo in Frage stellen, zu verhindern.

Gulnerits: „Wann wurde die Grenze des Sagbaren endgültig verschoben?“ Die Frage impliziert: Das „Unsagbare“ ist immer öfter Gegenstand der politischen Auseinandersetzung. Wenn das „Sagbare“ jenen Bereich eingrenzt, der als „Alternativlosigkeit“ das letzte erfolgreiche Exportgut aus Deutschland geblieben ist (wozu Wirtschaftsminister Habeck alle Ehre gebührt), dann ist diese Verschiebung in Wahrheit ein Gewinn an sich und für die Demokratie.

Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. 

P.S. Der letzte Satz in Wittgensteins Tractatus logico philosophicus beendet diesen kleinen Rekurs, könnte aber auch der erste Satz einer Fortsetzung dieser Ausführungen sein, unter der Prämisse, dass der Bereich „wovon man nicht sprechen kann“ außerhalb der Grenzen des Sagbaren liegt, während die Politik (nicht nur Parteipolitik, sondern alles Politische) das Denkbare und somit auch Sagbare sein muss. Man darf gespannt sein, ob diese Fortsetzung von Kathrin Gulnerits kommt und – um zum religiösen Duktus zurück zu kehren – ob die Chefredakteurin sich berufen fühlt, NEWS zum Medium dieses Diskurses zu erheben.

Update 9.2.2025 – „Haltung“ ist das neue Viagra für Politiker: SPD Parteivorstand @spdde via X.com: Olaf Scholz startet in Leipzig mit einer starken Ansage: „Wer dieses Land führen will, der braucht eine klare Haltung, der braucht einen festen Charakter und Grundsätze, die immer gelten – nicht nur manchmal, wenn es gerade passt.“

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LMP: Petition gegen Datenkrake

Datenkrake ID Austria

13. Jänner 2025 (Mitteilung der LMP – Liste Madeleine Petrovic) – Die LMP setzt sich seit jeher für Datenschutz ein. Wir setzen uns auch insbesondere dafür ein, dass die Nutzung der ID-Austria freiwillig bleibt: https://liste-petrovic.at/id-austria/ Mit Besorgnis beobachten wir, dass die Nutzung der digitalen Identität ID-Austria zu einer Verpflichtung für Lehrkräfte wird. Aus diesem Grund rufen wir alle betroffenen Lehrkräfte sowie solidarische Kolleg:innen auf, eine Petition gegen die verpflichtende Nutzung der ID-Austria zu unterzeichnen. Wir fordern die sofortige Abkehr von der geplanten Zwangseinführung und den Erhalt der Freiwilligkeit für die Nutzung der digitalen Identität.

Die Petition kann hier unterzeichnet werden.

HINTERGRUND

Obwohl die Regierung wiederholt betont hat, dass die ID-Austria freiwillig genutzt werden könne, sind Lehrkräfte ab dem 1. März 2025 verpflichtet, mit der ID-Austria in das System „Sokrates“ einzutreten, um ihre Schüler:innen zu benoten. https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/zrp/dibi/pods/ida.html

Im Jahr 2022 ließ das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) einen Bericht zur Datenschutz-Folgenabschätzung der ID-Austria (DSFA) erstellen, an den das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) im Zusammenhang mit der ID-Austria gebunden ist, sofern die Nutzung personenbezogener Daten ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten der Betroffenen mit sich bringt (DSGVO, Art. 35). https://researchinstitute.at/veroeffentlichung-des-berichts-zur-id-austria-datenschutz-folgenabschaetzung/

Die DSFA stellt in mehreren Aspekten ein hohes Risiko bei der Verwendung der ID-Austria fest. Insbesondere ist auf 5.2.2 (Sozialer Druck zur Erstellung bzw. Nutzung des E-ID) und 5.2.19 (Abhängigkeit in der Nutzung der Ökosysteme von Google und Apple) hinzuweisen. Denn die hier vorgeschlagenen Maßnahmen zur Senkung des Risikos entsprechen nicht der vorgesehenen Verpflichtung der Lehrkräfte zur Verwendung der ID-Austria: In beiden Fällen wird als Maßnahme angeführt, dass Verwaltungsprozesse den Betroffenen nach wie vor auch analog zur Verfügung stehen müssten. Selbst die Verwendung von TOKEN würde bei 5.2.19 das Risiko nicht senken, da hier, statt dem Smartphone-Anbieter bei Handynutzung, nur dem Browser-Anbieter die Möglichkeit eines Zugriffs auf die ID-Austria-Metadaten eröffnet wird. Das Risiko ist mit „hoch“ (12) bewertet. Dies bedeutet unserer Ansicht nach, dass die verpflichtende Nutzung der ID-Austria für den Gebrauch der Amtssignatur sowie Sokrates-Login klar rechtswidrig ist.

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Paradoxon der Zivilgesellschaft

Zivilgesellschaft

(13.1.2025) WIR marschieren aufrecht, aber ohne Zusammenhalt, zu Fuß über Stock und Stein vom Neusiedlersee bis zum Bodensee und zurück. Manche von uns pilgern sogar barfuß, als wollten sie für die Sünden der Altparteien büßen. Manche schwimmen von Hainburg bis Esternberg oder streckenweise von Wien bis Linz – gegen den Strom, naturgemäß. Die Bergführer unter uns nehmen die steilsten Wege über die Gipfel des Landes, auch wenn es im Tal unten ausgebaute Straßen gibt.

Fallweise treffen WIR auf Leute, denen wir erklären: WIR marschieren für Basisdemokratie, direkte Demokratie, fluid democracy. Schließt euch an! Die Anschlussbereitschaft ist gering, denn mit Anschlüssen haben die Menschen schlechte Erfahrungen gemacht; mit Führern umso mehr. Lokführer, Bergführer, Arbeiterführer – alles einerlei.

Indessen fahren die Vertreter der Altparteien dutzendfach von den Mörbischer bis zu den Bregenzer Festspielen – mit Chauffeur im 7er BMW. Wo immer sie stoppen, wartet eine ORF-Kamera, um die Staatsbürger bis in die hintersten Regionen der Alpenrepublik über die Bedeutung dieses Zwischenstopps zu unterrichten. Jeder Unterricht ist eine Form der Manipulation und der Disziplinierung.

Bei jeder Wahl haben WIR die Möglichkeit, diszipliniert ins politische Spiel zu kommen. Ein Spiel, dessen Regeln diejenigen gemacht haben, die vom Chauffeur im 7er BMW (immer am Rande der Geschwindigkeitsbeschränkung) zum nächsten Schauplatz gebracht werden. Schauplätze sind dort, wo ORF-Kameras stehen.

Was sollen WIR nun tun?

Variante 1: WIR formieren uns und marschieren GEMEINSAM auf ein klar definiertes Ziel. Bleibt die Frage offen: wie, wann und wo definieren wir unser Ziel?

Variante 2: WIR besorgen uns einen 7er BMW mit Chauffeur, um unsere Vertreter schneller an und durch das Ziel zu bringen. Bleibt die Frage offen: wie, wann und wo finden wir unsere Vertreter?

Beide Varianten sind Kompromisse und entsprechen nicht zu hundert Prozent den Idealen von Basisdemokratie, direkter Demokratie, fluid democracy. Das Paradoxon besteht darin, dass man diese Ideale (die neuen Spielregeln) nicht verwirklichen kann, bevor WIR in die Positionen kommen, wo wir sie implementieren könnten. Außer man betrachtet den Weg (den Fußmarsch der Büßer für die Sünden der Altparteien) bereits als Ziel. Oder: wir wählen als Ausweg die Abschottung vom korrupten, bestehenden System, und bauen – jeder für sich – in unseren Sandkästen unsere eigene Welt (auf Sand, naturgemäß).

Das Paradoxon der Zivilgesellschaft: es ist schwer, in das bestehende System einzudringen um es von innen aufzubrechen, deshalb wählen viele den Rückzug in die Innerlichkeit und warten auf die Erlösung von oben.

Genau das wollen die da oben!

SIEHE AUCH:

+ Manifest für einen neuen Parlamentarismus

+ Roman Schiessler: Wenn der Staat zum Täter wird

+ Frey/Zimmer: Mehr Demokratie wagen

+ zensurio.net: Gelenkte Demokratie

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Konstruktive ORF-Kritik

Käfferböck ad ORF

von Kurt Käferböck

6. Jänner 2025 – Kurt Käferböck @kaeferboeck via X/twitter: ORF hat heute in der ZIB mit seiner Objektivität und Unabhängigkeit wieder brilliert. Zitat1 „Herbert Kickl fühlt sich wohl am rechten Rand“. Zitat2 „Herbert Kickl nimmt sich das zunehmend autokratisch geführte Ungarn zum Vorbild“.

Der ORF stellt also vierTatsachenbehauptungen auf

1) Kickl befindet sich am rechten Rand

2) Er fühlt sich an diesem Rand wohl

3) Ungarn ist keine Demokratie sondern steuert in eine Diktatur

4) Kickl nimmt sich diese Diktatur zum Vorbild

Keine Quellangaben zu diesen Aussagen, keine Zitate sondern ersteinmal Behauptungen, welche der ORF als Faktum darstellt.

Jetzt wo die Katze aus dem Sack ist oder besser gesagt im Sack ist, würde ich einer künftigen Regierung vorschlagen folgender Maßen mit dem ORF umzugehen Fakten: Der ORF hat einen Marktanteil von circa 28 % Mehr als 70 % sehen den ORF nicht, plus diejenigen welche gar nicht fernsehen. Hohe Quoten erreicht der ORF vor allem bei den Nachrichtensendern wie der ZIB1, nach eigenen Angaben bis zu 6 Millionen Menschen.

Ausgehend von diesen Zahlen wäre es sinnvoll den ORF auf die reichweitenstarken Sendungen wie ZiB1 Zib2 und ein paar beliebte Serien mit hohen Einschaltquoten zu stutzen, natürlich die vom Verfassungsgericht auferlegten Aufgaben um seine politische Unabhängigkeit zu korrigieren umzusetzen, eine unabhängige Wirtschaftsprüfung sollte den ORF durchforsten und sein Einsparungspotential wie bei einem Konkursverfahren feststellen, dokumentieren und diese Einsparungen müssen dann vom ORF umsetzt werden.

Daraus ergibt sich ein Betrag mit dem der ORF vorerst einmal in das Budget genommen werden kann, um die zweifelhaften Zwangsgebühren loszuwerden, was sich außerdem positiv auf die Kaufkraft auswirken würde und eine spürbare Entlastung darstellt. Außerdem liegt ein Millionen Einsparungspotential in der Auflösung von GIS und OBS, welche nicht mehr gebraucht werden. Weiters würde ich einen Ausschuß beauftragen, das ORF Gesetz entsprechend den Einsparungen, nämlich der Reduzierung auf die wesentlichen Sendungen anzupassen. Der Bildungsauftrag gehört in einem Zeitalter von digitalen Möglichkeiten gestrichen. Wer sich Bilden will hat heute mit wenigen Mausklicks die Möglichkeit dazu.

Dazu passend: Johannes Bruckenberger @Jbruckenberger Jan 6 (Team Chefredaktion im ORF-Newsroom) via Twitter/X: „Den von FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler via Facebook geäußerten Vorwurf der Manipulation weisen wir vehement zurück. Der ORF hat in den vergangenen Tagen rund um die Entwicklungen der Regierungsbildung umfassend, ausgewogen und objektiv berichtet.“ Und: „Der hohe Zuspruch eines Millionenpublikums in den vergangenen Tagen ist Zeugnis für die hohe Qualität, Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit der ORF-Berichterstattung.“ ethos.at kommentiert: Begründet Bruckenberger seine Aussage mit dem dialektischen Sprung von der Quantität zur Qualität? Wer darin eine Bestätigung für den linksorientierten ORF findet, irrt. Es ist schlicht und einfach plumpe Propaganda. Wo den den Vertretern des Regierungsfunks keine vernünftigen Gründe mehr einfallen, da bleibt der „Quoten-Erfolg“ als letztes Pseudoargument.

Ergänzung 20.1.2025: Manfred Juraczka @JuraczkaM (3. Präsident d. Wiener Landtages, ÖVP). 20.1.2025 „Die #ZiB Spezial erklärt uns gerade, dass es eine Gefahr für die Demokratie sei, wenn wir uns auf Social media und nicht bei ihnen informieren. Weil nur der ÖRR kommuniziere „objektiv“, alle anderen hauptsächlich propagandistisch. Frau Brodnig assistiert leidenschaftlich. Na ja dann“.

ethos.at kommentiert: ORF „objektiv“. Darüber lacht ein eingefleischter ÖVPler! Ein anderer, ohne Namen zu nennen, der Ex-NR-Präsident, hat vor einem Jahr zu einem Dialogforum „Soziale Medien als Gefahr für die Demokratie“ geladen. Mein Vorschlag, das nächste Forum dem Thema „ORF als Gefahr für die Demokratie“ zu halten, wurde ignoriert. Naturgemäß.

ERGÄNZUNG 7. Februar 2025 – Kurt Käferböck @kaeferboeck via X.com: 🇦🇹 ORF: „Und mit diesem Geld wird auch der Krieg finanziert“.

Deswegen ist der ORF für mich unseriös, ein Aufwiegler und Hetzer gegen die eigene notwendige Wirtschaft oder sagt er auch immer dazu, wenn wir zum Bespiel Schocklade aus den USA kaufen: „und mit diesem Geld wird auch „Guantanamo finanziert in dem gefoltert wird“ oder wenn wir Lebensmittel aus dem Iran kaufen „Und mit diesem Geld wird auch die Terrorganisation Hamas finanziert“

ORF RU Propaganda

Diese Liste lässt sich endlos fortsetzen. Deswegen ist es für mich absichtliche subjektive politisch motivierte Hetze und keine neutrale objektive Berichterstattung, denn er könnte auch schreiben „Und mit diesem Geld werden auch Kinderhilfswerke in Russland finanziert und die Pensionen russischer Staatsbürger bezahlt“.

ERGÄNZUNG 11. Februar 2025 Kurt Käferböck @kaeferboeck: Zitat (von ORF Moderator Tarek Leitner) „Forderungen, etwa zur Rechtsstaatlichkeit, die am Ende aller Gerichtswege durch den Österreichischen Verfassungsgerichtshof garantiert wird. Sich nicht zu diesem zu bekennen ist eine extreme Position der #fpö, welche eine Einigung schwieriger denn je macht.“

Noch einmal im Klartext ‼️ Der ORF behaupte in der heutigen Zib, dass die FPÖ sich nicht zur Österreichischen Verfassung bekennt oder versteht das jemand anders❓Ich habe den Beitrag unten verlinkt und ihn mir noch zwei mal angesehen ob in diesem Bericht irgend etwas von dem kommt, was die obige Moderation bestätigt.

Der Inhalt: später in diesem Bericht: Der Europäische Gerichtshof soll keinen Vorrang gegenüber nationalen Recht haben.

Meine Meinung dazu: Warum soll Globales Recht, welches sich anmaßt Europaweit über ganze Staaten zu bestimmen rechtsstaatlicher sein als, dass Europäische Rechtsprechung nicht gegen nationales Recht verstoßen darf. Der EUGH wenn er ein Verfahren gegen Österreich leitet in seiner Rechtsprechung die Östrerreichsiche Verfassung berücksichtigen muss und nicht gegen sie entscheiden darf. Was ist daran nicht rechtsstaatlich @ORF. Der Kern des Tweet siehe Zitat ist heftig. Die FPÖ bekennt sich also nicht zu unserer Verfassung 🤔

Scheint so als wolle sich der #orf selbst abschaffen!

Upate 14.03.2025 – (offizielle VfGH-Mitteilung) Der Verfassungsgerichtshof hat mit Beschluss ausgesprochen (§ 86a VfGG), dass Grund zur Annahme besteht, beim VfGH werde eine erhebliche Anzahl von Beschwerden gegen die Vorschreibung des ORF-Beitrages eingebracht. Dieser Beschluss ist vom Bundeskanzler im Bundesgesetzblatt kundzumachen. Mit der Kundmachung dieses Beschlusses sind alle beim Bundesverwaltungsgericht (BVwG) zum ORF-Beitrag anhängigen Verfahren unterbrochen. Das BVwG darf diese Verfahren erst fortsetzen, wenn der Verfassungsgerichtshof über die Verfassungsmäßigkeit des ORF-Beitrages entschieden hat. Beim Bundesverwaltungsgericht anhängige Verfahren sind damit unterbrochen

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Hannes Androsch in memoriam

R.I.P. Hannes Androsch- eine kleine Erinnerung

von Lisa Wegenstein

12. Dezember 2024 – Die Schaßtrommel und der frierende Wachmann

Hannes Androsch war ein Freund meiner Eltern. Mein Vater, der Karikaturist Rudolf Angerer (RANG) hat ihn in den 70er und 80er Jahren oft für den „Kurier“ gezeichnet. Irgendwann sind die Androschs dann nach Neustift am Walde gezogen und wir waren quasi Nachbarn. Wir im Reihenhaus und die Androsch- Villa wurde neu gebaut und war sehr modern mit viel Glas und so, sehr cool. Meine Eltern waren dort manchmal eingeladen, ich nie, weil ich einen gravierenden Fehler gemacht habe, an den ich mich bis heute erinnere.

Die jüngere Androsch-Tochter ging in die gleiche Volksschule wie ich, sie war ein Jahr jünger, daher besuchte sie Klasse unter mir. Am Schulweg durch Neustift, den ich 25 Minuten zu Fuß gehen musste, sie nur 15 Minuten, haben Natascha und ich uns kennengelernt, eine kleine Schulweg-Freundschaft ist entstanden. Elisabeth und Maria Lanner, die Töchter vom ÖVP – Sixtus Lanner, die gegenüber der Androschs gewohnt haben, Elisabeth ging in meine Klasse, waren auch immer dabei. Also SPÖ und ÖVP Kids und die Tochter von deren Karikaturisten marschierten täglich zur VS Celtesgasse und zurück und man beplauderte dies und das.

Mein Vater, Sozialist, der Kurier- Karikaturist und Kishon- Illustrator war ein eleganter und sehr humorvoller Mensch mit einer schönen Portion Zynismus in einer manchmal durchaus ordinären Sprache. Ich was 8 oder 9 Jahre alt, als mein Vater beim Abendessen seinen Unmut über irgendeine Person aus der Kurier- Redaktion mit dem Wort „Schaßtrommel“ untermauert hat. Ich war begeistert von diesem Wort, meine Mutter weniger. Ein paar Tage und Schulwege später bekam ich eine Einladung zu Nataschas Geburtstagsfeier und hab mich auf die Party in der lässigen Villa gefreut. Leider hatten Natascha und ich 2 Tage vor dem Fest einen kleinen Streit am Schulweg. Ich war sauer und wollte das schlimmste Schimpfwort der Welt an sie richten. Ich tat es und sagte: „Du bist eine richtige Schaßtrommel“.

Schnell kam ein Anruf von Mutter zu Mutter und ich wurde wegen der Schaßtrommel von den Androsch-Fete ausgeladen und von meiner Mama zurechtgewiesen. „Du hättest wenigstens Hochdeutsch sprechen können und Scheiß-, statt Schaß sagen können, Dialekt geht gar nicht“. Die Trommel war ok. Mein Vater, der Oberösterreichische Schaß-Sager, wurde von seiner Frau auch ordentlich heruntergeputzt und hat dann nie wieder vor den Kindern Schaßtrommel gesagt. Meine Freundschaft mit der Androsch Natascha war over, wir sind einander auf dem Schulweg aus dem Weg gegangen.

Mit Elisabeth ging ich weiter zur Schule, die Lanners waren zwar informiert aber, vielleicht wegen den Tiroler-Wurzeln, die Schaßtrommel war ihnen scheißegal. Ich ging noch jahrelang meinen Schulweg an den beiden Villen vorbei. Als Hannes Androsch Finanzminister war hat mein Vater ihn fast täglich gezeichnet und vor der der Villa stand ein Wachmann, der im Winter, wegen der Kälte eine Telefonzelle aufgestellt bekam, in der sogar ein kleiner Heizkörper stand, damit der arme Kerl in seiner Polyester-Uniform nicht erfriert.

Ich hatte damals, ich war dann circa 15 Jahre alt und hatte begonnen Krimis statt Pferdemädchen Geschichten zu lesen, auf dem Heimweg nach dem Nachmittagsunterricht im Winter, wenn es schon so früh dunkel war, irrsinnige Angst umgebracht zu werden. Meine Rettung war der Polizist in der Telefonzelle. Ich bin gelaufen, gerannt bis ich circa 100 Meter von der Zelle entfernt war, dann hab ich mich ausgeruht weil ich wusste der starke Wächter würde mich hören, wenn ich schreie, 100 Meter nach der sich entfernenden Rettung vor dem sicheren Tod bin ich wieder gelaufen, bis nach Hause. Zum Glück wurde, genau nachdem Androsch kein Finanzminister mehr war und die Telefonzelle plus Wachmann entfernt wurde, eine kleine Straße von der Busstation zu unserer Reihenhaus Siedlung gebaut und ich war auch ohne Androsch safe.

Heute denke ich an Hannes Androsch, er möge in Frieden ruhen und ich empfinde herzliches Beileid für seine Töchter und seine Lieben. Er war persönlich und politisch ein ganz besonderer Mensch. Ich nehme die Schaßtrommel zurück. Damals hab ich mich nicht getraut mich zu entschuldigen, aber heute ist ein guter Tag dafür. Vielleicht liest ja Natascha mit, die wahrscheinlich nicht mehr Androsch heißt, so wie ich nicht mehr Angerer heiße.

Stefan Beig

erinnert auf Twitter Dec 17 an das Androsch-Zitat „Wir haben einen Wohlfahrtsstaat angepeilt und einen Versorgungsstaat errichtet.“ (Kronen Zeitung 31.12.2005). Update ethos.at 18.12.2024: Versorgungsstaat vor allem für die Vertreter der Altparteien, die sich Österreich als Selbstbedienungsladen hergerichtet haben. Alle anderen müssen um ihre Sicherheit zittern, siehe Kika/Leiner, KTM usw.

Ergänzung 27.12.2024 – „In Altaussee (Bezirk Liezen) hat am Freitagnachmittag eine öffentliche Trauerfeier für den Industriellen und früheren SPÖ-Politiker Hannes Androsch stattgefunden. Anwesend waren unter anderem mehrere Spitzen von Bund und Land sowie der Salinen AG“, berichtet ORF.at (27.12.24)

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Leben ohne Klimalügen

VOLKSBEGEHREN

Ing. Andre Hutter hat das Volksbegehren „Leben ohne Klimalügen!“ eingereicht.

WORTLAUT

Die Lüge vom menschengemachten Klimawandel wurde von Mächtigen erfunden und weltweit von Politik und Medien verbreitet, damit sich möglichst jeder an der Erderwärmung mitschuldig fühlt und Maßnahmen hinnimmt, die teurer und verrückter nicht sein könnten, wie CO2-Steuern,

Lockdowns, Freiheitsentzug, Enteignung, Verzicht auf altbewährte Heizung und Autos.

Fakten zu CO2 unter www.klimawahrheit.com

Der Bundes(verfassungs)gesetzgeber möge auf dieser Lüge aufbauende Gesetze und Verordnungen aufheben.

AUSFÜHRLICHE BEGRÜNDUNG

WERBUNG: Was DU demnächst brauchen könntest: Schneefräse TORO Power Max

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Meyers 1888: Kant, Immanuel

Kant Meyers Döbler

Mayers Konversationslexikon

Eine Enzyklopädie des allgemeinen Wissens

Vierte gänzlich umgearbeitete Auflage

Neunter Band. Irideen – Königsgrün

Mit 29 Illustrationsbeilagen und 163 Abbildungen im Text

Leipzig. Verlag des Bibliographischen Instituts. 1888

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Kant, Immanuel, der einflußreichste Philosoph neuerer Zeit, geb. 22. April 1724 zu Königsberg i. Pr. als Sohn eines Sattlermeisters, dessen Familie einer Tradition zufolge aus Schottland stammte, erhielt den ersten gelehrten Unterricht auf dem Collegium Fridericianum, seit 1740 an der Universität seiner Vaterstadt, wo er mit besonderem Eifer Mathematik (unter dem Wolfianer Knutzen), Physik und Philosophie studierte. Die Frucht des Studiums von Newtons Werken war Kants erste Schrift: „Gedanken von der wahren Schätzung der lebendigen Kräfte“ (Königsb. 1747). Nachdem er Jahre hindurch als Hauslehrer thätig gewesen war, erwarb er 1755 durch eine Dissertation: „De igne“, die Doktorwürde und in demselben Jahr durch die Verteidigung seiner Abhandlung Principiorum primorum cognitionis metaphysicae novae dilucidatio die Venia legendi.

Naturwissenschaften, besonders Astronomie und Geographie, bildeten sein Lieblingsstudium; in seiner „Allgemeinen Naturgeschichte und Theorie des Himmels“ (Königsb. 1755) antizipierte er die spätere Laplacesche Theorie der Entstehung unsers Sonnensystems. Sein philosophischer Standpunkt war in dieser Periode noch der Wolfsche; daneben studierte er fleißig englische Philosophen, insbesondere Hutcheson und Hume, dessen Skeptizismus ihn zwar ansteckte, den er aber in seiner dritten Periode überwinden sollte.

Die Wirkungen jenes Studiums zeigen sich in den Schriften seiner zweiten empiristischen Periode, zu welchen „Der einzige mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes“ (1765), die von Burke beeinflußten „Betrachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen“ (1764), die „Träume eines Geisterseheres, erläutert durch Träume der Metaphysik“ (1763) und besonders seine Preisschrift für die Berliner Akademie der Wissenschaften: „Untersuchung über die Deutlichkeit der Grundsätze der natürlichen Theologie und Moral“ (1763), gehören.

Erst nachdem er 15 Jahre lang Privatdozent gewesen war und Rufe nahc Erlangen und Jena aus Liebe zur Heimat ausgeschlagen hatte, ward ihm 1770 die ordentliche Professur der Logik und

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Metaphysik zu teil, die er mit der Verteidigung der Dissertation „De mundi visibilis atque intelligibilis forma et principiis“ eröffnete. In derselben war die Wurzel seiner eigenen Philosophie, die transzendentale Ästhetik, und damit die Kritik der reinen Vernunfg gleichsam als Programm und in nuce enthalten, so dass diese wichtige Schrift als Beginn seiner dritten, den Skeptizismus Humes wie vorher den Dogmatismus Wolfs hinter sich lassenden Periode betrachtet werden kann.

Dennoch währte es noch mehr als zehn Jahre, ehe sein lange überlegtes, zuletzt in dem kurzen Zeitraum von vier Monaten niedergeschriebenes Hauptwerk: „Die Kritik der reinen Vernunft“ (1781, 2. veränderte Aufl. 1787), ans Tageslicht trat, welchem in kurzen Zwischenräumen die übrigen Hauptwerke: 1783 die „Prolegomena zu einer künftigen Mataphysik, die als Wisssenschaft wird auftreten können“, 1785 die „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“, 1786 die „Metaphysischen Anfangsgründe der Naturwissenschaften“, 1788 die „Kritik der praktischen Vernunft“, 1790 die „Kritik der Urteilskraft“, 1793 die „Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“, 1797 die „Metaphysischen Anfangsgründe der Rechtslehre“ und die „der Tugendlehre“, 1798 „Anthropologie in pragmatischer Absicht“, nachfolgten.

Kleinere Abhandlungen waren: „Über die Verschiedenheit der Menschenrassen (1775); „Iden zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht“, „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“ (beide 1784); die großes Aufsehen erregende „Rezension von Herders Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit“ von 1785, welche Herder so übel aufnahm, dass er seitdem den vertrauten Verkehr mit K. vermied; die beiden Abhandlungen: „Über die Vulkane im Mond“ und „Von der Unrechtmäßigkeit des Büchernachdrucks“ (gleichfalls 1785); „Mutmaßlicher Anfang der Menschengeschichte“; „Was heißt sich im Denken orientieren?“; „Bemerkungen zu Jacobs Prüfung der Mendelssohnschen Morgenstunden“ (1786), „Über den Gebrauch teleologischer Prinzipen in der Philosophie“ (1788); „Über Schwärmerei und die Mittel dagegen“ (1790); „Über das Mißlingen aller philosophischen Versuche in der Theodicee“ (1791); „Über die Fortschritte der Metaphysik seit Leibniz und Wolf“ (aus demselben Jahr); „Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis“ (1793); „Etwas über den Einfluß des Mondes auf die Witterung“, „Das Ende aller Dinge“, „Über Philosophie überhaupt“ (sämtlich von 1794), „Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf“ (1795); „Von einem neuerdings erhobenen vornehmen Ton in der Philosophie“, „Verkündigung eines nahen Abschlusses eines Traktas zum ewigen Frieden in der Philosophie“ (beide 1796); „Über ein vermeintes Recht, aus Menschenliebe zu lügen“, in welcher K. als strenger Wahrheitsfreund die Notlüge unbedingt verwirft, „Der Streit der Fakultäten“, „Von der Macht des Gemüts, durch den bloßen Vorsatz seiner krankhaften Gefühle Meister zu sein“ (sämtlich 1798). Aus einem angeblich in Kants Nachlaß vorgefundenen Manuskript: „Vom Übergang von der Metaphysik zur Physik“, haben neuerlich Reicke und A. Krause Bruchstücke und Auszüge veröffentlicht.

Kants System erregte bald nach dem Erscheinen der ersten Hauptwerke in allen Teilen Deutschlandes, auch in den katholischen, sowie im Ausland, insbesondere in England und in den Niederlanden, Sensation. Dagegen witterte man in seinem Vaterland Preußen nach der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms II.;

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als der freisinnige Minister v. Zedlitz durch den vormaligen Prediger Wöllner (1788), den Urheber des Religionsedikts, ersetzt worden war, in K. einen gefährlichen Neuerer. Nach der Herausgabe seiner „Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“ erschien 1794 eine Kabinettsorder, welche deren Verfasser wegen „Entstellung und Herabwürdigung des Christentums“ einen Verweis erteilte und allen theologischen und philosophischen Dozenten der Königsberger Universität untersagte, über jenes Werk Vorlesungen zu halten. Dieser Gewaltstreich hatte zur Folge, dass K. teilweise, seit 1797 gänzlich seine Vorlesungen einstellte und sich in seinen letzten Lebensjahren fast ausschließlich mit der Ordnung seiner Papiere beschäftigte, bei welcher er sich durch jüngere Kräfte, wie Rink und Jäsche, unterstützen ließ. Nachdem in seinem letzten Lebensjahr Altersschwäche eingetreten war, starb er am 12. Febr. 1804. Sein Kopf wurde vom Professor Knorr in Gips abgeformt.

Kant war von Person klein, kaum 5 Fuß groß, von schwachem Knochenbau und noch schwächerer Muskelkraft; seine Brust war sehr flach und und fast eingebogen, der rechte Schulterknochen hinterwärts etwas verrenkt, womit der Befund bei der 1880 erfolgten Ausgrabung und Wiederbestattung übereinstimmt. (Vgl. Bessel-Hagen, Die Grabstätte Kants, Königsb. 1889). Sein sanftes blaues und doch lebhaftes Auge zog unwiderstehlich an. Sein Gemüt wird von seinen Freunden mit voller Übereinstimmung als ein kindliches bezeichnet. Den öffentlichen Gottesdienst hielt er, wie das Äußere der Religion überhaupt, für ein höchst wichtiges, dem Denker aber entbehrliches Staatsinstitut. Zum kunstgerechten Redner war er nicht gemacht; in sozialer und politischer Hinsicht war er ein entschiedener Vertreter der Freiheit, unterwarf sich der Obrigkeit, selbst gegen seine bessere Überzeugung.

Das Gesetz der Ordnung dehnte er selbst auf die Formen des geselligen Lebens aus; in seinem Hauswesen herrschte neben solider Einfachheit die größte Regelmäßigkeit. Durch Orden und Titel ist K. nicht ausgezeichnet worden; die Berliner Akademie der Wissenschaften ernannte ihn 1763 zu ihrem Mitglied, die Petersburger that dasselbe 1794. Das gelungenste Porträt Kants ist das von Döbler 1791 gefertigte Ölgemälde. Am 18. Okt. 1864 ward in Königsberg sein Standbild, das letzte Werk Rauchs, errichtet. An dem von K. seit 1788 bis zu seinem Tod bewohnten eigenen Haus, unfern dem Schloß in der Pinzessinstraße, wurde in neuerer Zeit eine Inschrifttafel angebracht.

Gesamtausgaben seiner Werke sind die von G. Hartenstein (Leipz. 1838-39), 10 Bde.), von K. Rosenkranz und F.W. Schubert (das. 1838-40, 12 Bde.), die beste „in chronologischer Folge“ von G. Hartenstein (das. 1867-69, 8 Bde.), neben welchen noch die von Kirchmann (Leipz. 1874, 8 Bde. und Supplement, mit Erläuterungen) zu nennen ist. Eine brauchbare Ausgabe der Hauptschriften besorgte Kehrbach (in Reclams „Universalbibliothek“). Auch sind mehrere Schriften Kants ins Lateinsiche, Französische (von Tissot, Barni) und Englische (von Hayward, Abbott, Max Müller u.a.) übersetzt worden. Das Leben Kants haben geschildert: Borowski, Darstellung des Lebens und Charakters Kants (Königsb. 1804); Wasianski, K. in seinen letzten Lebensjahren (das. 1804); Jachmann, I. K.; geschildert in Briefen (das. 1804); Schubert (im 11. Bd. der genannten Gesamtausgabe); Reicke; Kantina (das. 1860); Saintes, Histoire de la vie et de la philosophie de K. (Par. 1844); Stuckenberg, The life of Imman. K. (Lond. 1882);

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Arnoldt, Kants Jugend und die Fünf ersten Jahre seiner Provatdozentur (Königsb. 1882).

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ORF-Beitrag: unbezahlbar!

OBS ORF 2025 10 15

ORF / OBS / GIS / Haushaltsabgabe / ORF-Gebühr / Zwangsgebühr

Update 20. Oktober 2025 – Nun versucht OBS seine Schlagkraft zu erhöhen und hat gleich zwei Inkassobüros beauftragt, seine Zwangsgebühren beim Chefredakteur von ethos.at einzutreiben. Sehr beeindruckend! Sehr effizient!

Update 12. Juli 2025 – Almhütte ohne Strom und Wasser soll ORF-Beitrag zahlen, berichtet oe24.at (13.7.25)

SIEHE AUCH: Die Bevorzugung des ORF ist verfassungswidrig.

15. Dezember 2024 – So wie jeder anständige Österreicher bekomme ich seit einiger Zeit Zahlungsaufforderung von der ORF-Beitrags Service GmbH OBS (ehemals GIS). Diese sind für mich unbezahlbare Dokumente unserer Zeit. Deshalb zahle ich nichts. Mit folgendem Brief habe ich am 4. August 2024 die sehr geehrten Damen und Herren der OBS über meine Entscheidung informiert: mir ist bekannt, dass am 1. Jänner 2024 das neue ORF-Beitragsgesetz 2024 ((OBG) in Kraft getreten ist. Der Zahlungsaufforderung vom 16. Juli 2024 werde ich nicht Folge leisten.

Radiogerät

Installation: Der Wächter der Zeit (von Manfred Kielnhofer) bewacht historisches Radio-Kassetten-CD-gerät

Begründung:

1. Die „Haushaltsabgabe“ ist verfassungswidrig. Das Prinzip der Abgabe ist so widersinnig wie eine Autobahnsteuer auf jedes Fahrzeug, egal ob Fahrrad oder Auto. Ich persönlich nutze weder Radio noch TV. Die Geräte, die sich im Haus befinden, stehen ungenutzt im Keller.

1.1. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es Ausdruck von Willkürherrschaft ist, dass sich manche Länder über diese Steuer ein Zubrot für den eigenen Haushalt holen. Manche nicht alle(= Ungleichbehandlung der Menschen durch Staatsorgane).

2. Die Bevorzugung des ORF ist verfassungswidrig. Diese Aussage habe ich bereits 2020 wohl begründet in folgendem Buch publiziert: „Baustelle Parlament. Warum die österreichische Verfassung für das 21. Jahrhundert nicht geeignet ist“. Weiters auf ethos.at mit Verlinkung auf dutzenden Plattformen.

2.1. Kein einziger Jurist des Landes hat dieser Aussage bislang widersprochen. Ich habe dafür gesorgt, dass der ORF selbst davon Kenntnis erhält, und zwar am 18.1.2021 in einer Mail an Unterberger Klaus Dr. – GPV <klaus.unterberger@orf.at> Österreichischer Rundfunk, Austrian Broadcasting Corporation, Generaldirektion/ Public Value

2.2. Da bislang kein Medienexperte, kein Jurist und auch nicht der ORF diese Aussage widerlegt hat, muss ich davon ausgehen, dass sie richtig ist.

2.3. Die Ablösung der „GIS“ durch die „OBS“, der „ORF-Steuer“ durch die „Haushaltsabgabe“ hat an diesem Sachverhalt nichts geändert.

3. Die Berichterstattung des ORF ist verfassungswidrig. Sie verletzt täglich die Verfassungsbestimmung, wonach „die Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Berücksichtigung der Meinungsvielfalt, die Ausgewogenheit der Programme sowie die Unabhängigkeit der Personen und Organe“ zu gewährleisten ist.

3.1. Die brisante Aussage „Die Bevorzugung des ORF ist verfassungswidrig“ wurde bislang in keiner einzigen Sendung des ORF vorgestellt, kritisiert, oder gar diskutiert.

3.2. Quod erat demonstrandum.

Bitte bemühen Sie sich nicht um weitere Mahnungen.

Sie können dieses Schreiben umgehend an die Rechtsabteilung weiterleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Mag. Hubert Thurnhofer

P.S. Mittlerweile ist kein neuer Grund aufgetreten, aber eine Bestätigung der Punkte 3. und 3.1. Am 15. November präsentierte Regisseur Joshua Sinclair in Wien seinen Film „A Rose in Winter“ über eine jüdische Nonne, deren Leidensweg im Vernichtungslager Auschwitz endete. Sinclair hat versucht, diesen wertvollen (rein privat finanzierten) Film im ORF zu platzieren. Vergeblich! Der ORF hat dem Regisseur nicht einmal geantwortet.

SIEHE AUCH: Kommentare zu dem Artikel auf fischundfleisch.com

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Finanz- und Zoll-Groteske infolge einer Ausstellung

ICU Ausstellung 2022

Hommage à Kafka, der vor 100 Jahren verstorben ist.

Freitag, 13. Dezember 2024 – Im Februar 2022 habe ich für die israelische Kulturorganisation I.C.U. eine Ausstellung mit israelischen Künstlern in einer Wiener Galerie organisiert. Es war etwa die zwanzigste Ausstellung in Kooperation mit I.C.U. seit Beginn dieses Jahrhunderts. Wie immer wurde ein Vormerkschein bei der Einführung ausgestellt und bei der Ausführung abgewickelt.

 

Diesmal wurde allerdings von einer Spedition in den Niederlanden (EU) irrtümlich das falsche Formular 1000, statt richtig 3153 bei der Wiederausfuhr gewählt. Daraus hat der Amtsleiter des Zollamtes Österreich Zollstelle Wien eine Zollschuld von 1.653,28 Euro abgeleitet, eingefordert und zwei Jahre lang gemahnt.

Nach zahlreichen Stellungnahmen meinerseits und rund 70 Seiten Papier, mit denen eine Handvoll Beamter in Wien und Graz beschäftigt waren (inklusive Hausbesuch der Zollfahndung), flatterte Anfang Dezember 2024 ein Brief vom BFG Bundesfinanzgericht ins Haus, der IM NAMEN DER REPUBLIK in GZ. RV/7200075/2023 festhielt:

„I. Der angefochtene Bescheid wird aufgehoben.

II. Gegen dieses Erkenntnis ist eine ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof nach Art. 133 Abs. Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) nicht zulässig.“

ad I. Ich bin weder Jurist noch Zollbeamter und weiß daher nicht, wie Juristen oder Zollbeamte den Begriff „aufheben“ verstehen oder von Fall zu Fall auslegen. Ich bin Philosoph und weiß daher, dass der Begriff „aufheben“ der Schlüsselbegriff in der Dialektik von G.W.F. Hegel ist. Durch die dialektische Negation wird eine Sache (oder ein Sachverhalt) im dreifachen Sinne aufgehoben, und zwar 1. annulliert, 2. aufbewahrt, 3. auf eine höhere Stufe gehoben.

Dies würde (philosophisch betrachtet) in Bezug auf den Bescheid

MRN 22AT320000IV8K90K3 vom 17.02.2022

bedeuten: er gilt nicht mehr, wurde schubladisiert und künftigen Historikern zur Bewertung aus Sicht künftiger Zivilisationen überlassen.

Ad II: Wenn eine ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof nicht zulässig ist, so hindert das ein eifriges Zollamt Österreich Zollstelle Wien nicht im Geringsten daran, den Fall wieder aufzunehmen um daraus eine unendliche Geschichte zu fabrizieren.

So kam es, dass ich am Freitag, den 13. Dezember 2024 von eben diesem Amt ein Schreiben „Betreff Zollschuld nach Art 79 ZK“ und eine „Aufforderung gemäß Art 22. Abs. 6 ZK“ erhielt, denn die „bisherigen Feststellungen ziehen – vorbehaltlich Ihrer Stellungnahme – nach ho. Ansicht eine Zollschuldentstehung nach Art. 79 Verordnung ((EU) Nr 952/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Oktober 2013 zur Festlegung des Zollkodex der Union (ZK) iVM§ 2 Abs.1 Zollrechts-Durchführungsgesetz (ZollR-DG) ZK voraussichtlich in Höhe von insgesamt € 1632,75 (= € 54,67 an Zoll, € 1.578,08 an EUSt) nach sich.“

Nachsatz: „Bitte diesen Betrag noch nicht an das Zollamt überweisen! Sie erhalten dazu noch einen gesonderten Abgabenbescheid mit entsprechender Zahlungsaufforderung.“ UND: „Es wird Ihnen nunmehr unter Anwendung des Art. 22 Abs. 6 ZK die Möglicheit eingeräut, innerhalb einer Frist von 30. Tagen ab Zustellung dieses Schreibens eine Stellungnahme abzugeben.“

Meine STELLUNGNAHME: Wenn das ernst gemeint ist, dann kann ich den Staat und seine Behörden nicht mehr ernst nehmen. Ihrer freundlichen Aufforderung „Bitte diesen Betrag noch nicht an das Zollamt überweisen!“ werde ich sicher nachkommen; immerwährend.

„Mit freundlichen Grüßen“ spar ich mir!

Mag. Hubert Thurnhofer

P.S. Vorsicht Verschwörungstheorie: In meinem Buch „Baustelle Parlament“ (erschienen 2020) und auf dem Portal ethos.at laufend seit 2021 habe ich problematische Entwicklungen unseres Staates aus philosophischer Sicht untersucht und (im Sinne der Aufklärung Immanuel Kants) kritisiert. Verfassungsschützer unseres Landes haben bislang noch keinen einzigen Einwand gegen die eine oder andere Kritik vorgebracht. Aufgrund der Hartnäckigkeit scheinbar unverdächtiger Zollbeamter entsteht der Verdacht (!), dass „der Thurnhofer“ so lang provoziert werden soll, bis er auszuckt und einen Nachweis erbringt, dass man ihn als „Staatsfeind“ abstempeln kann.

I. Ich versichere hiermit folgendes: Ich bin und bleibe KEIN Staatsfeind, allein deshalb, weil ich einen Staat will, allerdings einen deutlich besseren, als den, der uns von den Altparteien und ihren Erfüllungsgehilfen im Staatsapparat oktroyiert wird!

II. Ich versichere weiters, dass dieser Artikel im Fall MRN 22AT320000IV8K90K3 vom 17.02.2022 mein letzter Beitrag war. Ab kommendem Jahr habe ich nämlich Wichtigeres vor, nämlich die 1470 Seiten-Lektüre des Buches „Der Untergang des Abendlandes“. Ich verweigere in dem Zusammenhang mit Sicherheit nicht den Staat, aber jegliche weitere Stellungnahme an Organe des Staates, deren Mitarbeiter offenbar nicht das geringste Interesse haben, ihren Dienst als Dienst am Volke zu verstehen und unbescholtene Bürger dieses Landes entsprechend zu behandeln.

III. Ich versichere, dass ich nicht das geringste Interesse habe, Beamte unseres Staates zu belehren, was gut und richtig ist. Aber als Moralphilosoph muss ich feststellen: die beteiligten Beamten dieses Falles handeln pflichtbewusst, aber verantwortungslos. Pflichtbewusst gegenüber Vorschriften aus dem Kosmos des Zollrechts, die wichtiger sind als der simple irdische Sachverhalt: Bilder eingeführt, ausgestellt, ausgeführt. Punkt. Verantwortungslos gegenüber den Steuerzahlern, die ein Verfahren finanzieren müssen, das längst ein Vielfaches dessen gekostet hat, was übereifrige Zollbeamte einzufordern nicht müde werden.

By the way: meine Aufklärungsarbeit – offensichtlich nicht im Interesse des Staates und seiner Apparatschiki – richtet sich gegen größere Kaliber, z.B.

Regierungs-Korruption: Digitale Transformation (ethos.at)

RTR: Neudefinition von Qualitäts-Journalismus (ethos.at)

Machtmissbrauch mittels Parteienförderung (ethos.at)

BoD Baustelle 800

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