CBDC + Zentralbankgeld + Digitaler Euro

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SIEHE AUCH: Joseph Huber, Zeitenwende des Geldsystems

Die Weltwoche (14.8.2023) vermutet den „Spion im Portemonnaie: Überwachung und Destabilisierung des Finanzsystems durch den digitalen Euro.“ Diese Befürchtung ist legitim, aber fokussiert sich auf ein Thema, das von den wahren Problemen des Geldsystems und des Finanzmarktes ablenkt. Man könnte auch unterstellen: damit wollen die Profiteure des bestehenden Bankensystems davon ablenken, dass sie selbst schon längst ihre Kunden total überwachen.

2022 hat Joseph Huber das Buch „Zeitenwende des Geldsystems. Vom Bankengeld zum digitalen Zentralbankgeld“ publiziert. Es ist das Standardwerk für alle Phänomene des Geldsystems, siehe ethos.at (30.10.2023)

Hier ein Überblick über die Entwicklungen 2023:

Central Bank Digital Currency + Was Sie über CBDC wissen müssen, verrät computerwoche.de (15.8.23)

„Dein Recht auf Bargeld und der digitale Euro.“ Der Datenschutzverein epicenter.works untersucht die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Einführung eines digitalen Euro und zum Status des gesetzlichen Zahlungsmittels von Euro-Banknoten und -Münzen. Dabei werden Vorschläge aus dem Blickwinkel der Grundrechte und konzentrieren uns insbesondere auf die Belange des Datenschutzes unter die Lupe genommen (epicenter Analyse vom 30.11.2023)

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) schlägt eine gemeinsame Plattform vor, auf der digitales Zentralbankgeld und die Transaktionen von Geschäftsbanken verschränkt werden. Details über die Vorschläge der BIZ berichtet fondesprofessionell.at (22.6.2023)

„Mit einem Pilotprojekt will die Schweizerische Nationalbank echte Transaktionen mit digitalem Zentralbankgeld mit Marktteilnehmern testen. Ausgegeben werden soll die Wholesale Central Bank Digital Currency (CBDC) an der Digitalbörse der Schweizer Börse SIX. Das Projekt sei vorerst für eine begrenzte Zeit gedacht“, berichtet Handelsblatt.de (26.6.2023)

Der digitale Euro ist eine Mogelpackung. Politiker und Notenbanker geben vor, es brauche einen digitalen Euro, der von der Zentralbank direkt an Konsumenten herausgegeben werde. Denn ein solcher sei ein moderner und gleichwertiger Ersatz für das Bargeld. Doch eigentlich ist er etwas ganz anderes. […] Der digitale Euro wäre aller Voraussicht nach auch kein echter Ersatz für das Bargeld. Denn Bargeld schützt die Privatsphäre. Einmal ausgegeben, wandert es von Portemonnaie zu Kasse zu Portemonnaie, ohne dabei auf ewig Spuren zu hinterlassen. Digital wäre das zwar auch denkbar. Das elektronische Zentralbankgeld müsste dafür in elektronische Wallets geladen werden und von dort direkt weitergegeben werden können, ohne dass eine staatliche Stelle dabei dauerhaft involviert wäre und dies kontrollieren könnte. […] Die Banken wären dabei wohl höchstens noch Durchlauferhitzer und Anbieter von zusätzlichen Dienstleistungen. Das aber könnte das Finanzsystem fundamental verändern“, schreibt die NZZ.ch (30.6.2023)

Mit dem digitalen Euro naht die leise Revolution im Geldsystem. In den USA gründet die Zentralbank Fed einen eigenen Bezahldienst namens Fed Now, in der Eurozone arbeitet die EZB an einem digitalen Euro. Was hinter solchen Initiativen steckt“, erklärt Standard.at (12.6.2023)

UPDATES 2024

21. Februar 2024 – Selbst bei kritischen Journalisten wie Thomas Oysmüller (tkp.at 21.2.24) fällt beim Begriff „Zentralbankgeld“ sofort die Klappe: „Die EZB wirbt weiter intensiv für den digitalen Euro. Doch das Überwachungsinstrument ist enorm unbeliebt und stößt auf wenig Gegenliebe. … Treffend nahm Phillip Mattheis, Journalist und Bestsellerautor, die EZB auseinander: ‚Der digitale Euro ist eine Lösung für kein Problem. Keiner braucht ihn.'“

29. März 2024 – „Eine zentrale, internationale CBDC-Plattform durch SWIFT läutet das Ende der kurzen Ära individueller Freiheit der Menschen ein. Für Menschen, die bei der Zahlung auf Bankomat- oder Kreditkarten angewiesen sind, werden Zahlungen mit CBDCs – also digitalem Zentralbankgeld -nicht etwa einfacher, sie werden kontrollierbar. Es kann zentral bestimmt werden, was gekauft werden und wofür gespendet werden darf – und dies ist auch so geplant und offen kommuniziert.“ Quelle: Report24

ethos.at stellt die Frage: Überwachungsinstrument, what else? Und das bestehende Schuldgeldsystem? Wirklich: Kein Problem? Und wie war das noch mit dem Kunden, dem das Giro-Konto (hat nix mit CBCD zu tun!!) gesperrt wurde, weil er an die AFD Geld gespendet hat? Und jene Kunden, die gekündigt wurden, weil sie mit Russland Geschäfte machem, oder weil sie einfach zu wenige Transaktionen aufweisen, oder aus sonstigen „Gründen“, die die Banken wegen „Datenschutz“ nicht bekannt geben, die sie aber haben, weil sie schon jetzt den TOTALEN EINBLICK auf das Leben der Konto-Inhaber haben. 

21. Oktober 2024 (Handelsblatt.de) „Mit dem geplanten digitalen Zentralbankgeld würde die bewährte Arbeitsteilung zwischen Zentralbank und Geschäftsbanken durchbrochen. Das hätte ungünstige Folgen, warnt Peter Bofinger.“

SIEHE AUCH: Gottfried Herrmann über Ökonomie & Finanzsystem

UPDATE 2025

21. Juli 2025 – „US-Präsident Donald Trump hat sein Versprechen erneuert, keine Digitale Zentralbankwährung (CBDC) in den Vereinigten Staaten zuzulassen. Dafür sollen entsprechende Gesetze ausgearbeitet werden. Gleichzeitig unterzeichnete er ein Gesetz zur Regulierung von Stablecoins“, berichtet Report24.news (21.7.25)

17. September 2025 – „Die EZB drängt auf den digitalen Euro. Dieser programmierbare Euro zielt auf die totale Überwachung ab. EZB-Chefin Christine Lagarde und Agustín Carstens von der Bank für internationalen Zahlungsausgleich enthüllen: Der digitale Euro ermöglicht die absolute Kontrolle. Verbunden mit digitaler ID und CO2-Konten diktiert Brüssel den Konsum der Bürger. C40-Städte fordern Verzicht auf Fleisch, Flüge und Kleidung. Die Bürger sollen mieten statt besitzen. Die Eliten bleiben unberührt. Die perfekte Diktatur tarnt sich als Klimaschutz.“ Ein Kommentar von Chris Veber auf Report24.news (17.9.25)

23. Dezember 2025 – (FPÖ-Presseinfo via APA / OTS) – „Der digitale Euro ist kein harmloses Zusatzangebot, sondern ein politisches Projekt mit weitreichenden Folgen für Freiheit, Privatsphäre und Bargeld“, kritisiert der freiheitliche Europaparlamentarier Mag. Roman Haider die Einigung des Rates zur Einführung des digitalen Euro vom letzten Freitag. Die EU setze damit den nächsten Schritt in Richtung totaler Überwachung und EU-Machtkonzentration. „Wenn EZB und Rat von einem ‚high degree of privacy‘ sprechen, ist das fast schon ein Hohn gegenüber jedem noch klardenkenden Bürger. Entweder es gibt Privatsphäre – oder es gibt sie nicht. Ein bisschen Überwachung bleibt Überwachung“, stellt Haider klar.

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Paradigmenwechsel

Schatten R Schar 800

Verwandte Begriffe bzw Strategien sind: Kreative Zerstörung (Schumpeter), Disruption, Negation (Hegel), kopernikanische Wende (Kant). Insbesondere in den Wissenschaften wird oft der Ruf nach einem Paradigmenwechsel laut, wenn man mit altgewohnten (antiquierten) Theorien nicht mehr weiter kommt. Wer imstande ist, ein Paradigma (insbesondere ein eigenes) zu wechseln, hat sich den Ehrentitel „Querdenker“ („Game Changer“) verdient. Dass Kritiker des Systems nach Ausbruch der Corona-Herrschaft als „Querdenker“ diffamiert wurden, ist ein Beispiel dafür, dass ein Paradigmenwechsel nicht automatisch zu einer besseren Entwicklung führt. Das Beispiel ist aber eher „Best Practice“ für Framing, Message Control und das, was der Philosoph Bertrand Russell noch ganz einfach als „Propaganda“ bezeichnet hat (siehe „Formen der Macht“)

Jedenfalls sind Paradigmenwechsel nicht nur in den Wissenschaften üblich und oft erforderlich, sondern auch in der Politik bzw. im gesellschaftlichen Zusammenleben – also auch in der Moral!

Im Corona-Jahr 2021, als es unmöglich war, Veranstaltungen in realen Räumen zu organisieren, lud HTH Künstler und Künstlerinnen zur Teilnahme an vier virtuellen Ausstellungen, die den Paradigmenwechsel als Leitmotiv hatten. Die Ausstellungen sollten Kunst – ebenso wie den Paradigmenwechsel – als politisches Statement positionieren.

Die Kunstwerke der vier Ausstellungen wurden in der Zeitschrift VERNISSAGE sowie auf kunstsammler.at präsentiert. Die Themen waren:

Meinung & Urteil

Wissen & Schaffen

Arbeit &Leistung

Klima & Wandel

HTH hat jeweils einen Essay zum Thema verfasst, die ethos hier wiedergibt.

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Baustelle Parlament und Verfassungs-Reform

BoD Baustelle 800

12. Jänner 2024 – Im Jahr der Nationalratswahlen wird wieder viel über Politik geredet, aber leider nur über Parteipolitik. Über die Grundlagen unserer Demokratie, die Verfassung, bringen die Medien kaum Informationen. Deshalb wissen die wenigsten: das kleine Land Österreich hat die größte Verfassung der Welt mit weit über 1000 Artikeln. Darin liegt das Grundübel unserer Demokratie!

Nur eine schlanke Verfassung kann Grundlage einer schlanken Bürokratie und einer lebendigen Demokratie sein. Die bestehende Verfassung fördert lediglich die Expertokratie. Die bestehende Parteiendemokratie hat sich nach 100 Jahren überlebt. Je mehr Menschen das verstehen, umso stärker betonieren sich die Parteikader in ihren geschlossenen Anstalten ein.

Das neu renovierte Parlament wurde 2023 wieder eröffnet. Aber der Parlamentarismus bleibt eine Baustelle. Es ist längst Usus (Realverfassung!), dass die Regierung (Exekutive!) dem Parlament (Legislative!) vorschreibt, welche Gesetze es zu erlassen hat. Realverfassung in Österreich bedeutet: Selbstermächtigung der Regierung und Selbstentmächtigung des Parlaments. Eine ständige Missachtung der Gewaltenteilung!

Wie viele Bürger Österreichs wissen eigentlich, dass sie bei der Nationalratswahl einzig und allein die Vertreter der Gesetzgebung, also die Repräsentanten des Parlaments wählen und nicht die Regierung?

Wie viele Österreicher und Österreicherinnen wissen, dass sich in der Verfassung – trotz hunderter Details über die Komeptenzverteilung im Staat – keine Regelung findet, wie die Regierung zu bilden ist? 

Warum klären die Massenmedien nicht darüber auf, dass die politische Praxis der Regierungsbildung in keiner Weise durch unsere Verfassung legitimiert ist bzw die Wahl der Bundesregierung durch die Verfassung gar nicht vorgesehen ist?

Das Buch „Baustelle Parlament“ gibt auf 100 Seiten Einblicke in die Grundlagen unserer Verfassung, das Fundament unserer Republik, und Ausblicke auf eine bessere Demokratie auf Basis einer neuen, schlanken Verfassung, an der alle Menschen unseres Landes mitarbeiten können und sollen. 

„Baustelle Parlament“ regt an, die wirklich wichtigen politischen Fragen zu diskutieren und „die“ Politik nicht den Parteien zu überlassen, die eine echte, fundamentale Verfassungsreform aus eigennützigen Motiven ablehnen! Zahlreiche Bemühungen von ethos.at, die Parlamentsparteien zu einem Verfassungsdiskurs zu bewegen, wurden abgelehnt! Das Volk brauchen die Altparteien lediglich als „Stimmvieh“ bei den Wahlen, aber keineswegs als Souverän, der den Herrschenden sagt, was sie zu tun haben!

ethos.at engagiert sich für eine neue Verfassung und einen landesweiten Verfassungskonvent – ohne Einflussnahme der Parteien. Doch weder die Ministerien, noch die Parteien stellen für diesen notwendigen Reformprozess finanzielle Mittel bereit! Die etablierten Alt-Parteien kassieren jährlich (!) 237 Millionen an Parteienförderung. Wozu eigentlich??

Engagierte, basisdemokratische Bewegungen dieses Landes, bekommen von diesem Staat keine Mittel für ihre Arbeit. Warum eigentlich?

Diese und viele andere Fragen sollten von einer Verfassung, die vom Volk kommt, beantwortet werden.

SIEHE AUCH: 

Machtmissbrauch durch Parteienförderung

Verfassung: Vom guten Leben in einer Ruine. Kommentar von Florian Asamer, seit 2023 Chefredakteur (DiePresse.com 27.4.2008)

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150 Jahre Zentralfriedhof Wien

Zentralfriedhof 150 Jahre

2024 ist ein Jubeljahr für den Qui-Qui und seine Pompfüneberer

Von Gerhard Walter

(Presseinfo von andacht.at / pts 08.01.2024) Der zweitgrößte Friedhof Europas wird heuer 150 Jahre. Bei seiner Planung wurde davon ausgegangen, dass sich Wien bis zum Ende des 20. Jahrhunderts zu einer Metropole mit bis 4 Mio. Einwohnern wachsen würde. Auf der Suche nach einem geeigneten Areal wurden verschiedene Grundstücke in die engere Auswahl genommen. Eine Studie der geologischen Reichsanstalt schränkte die Wahl schließlich auf ein Grundstück in Kaiserebersdorf ein, weil dieses Gebiet über ideale Bodenbeschaffenheit und ebene Lage verfügte.

Foto: Begräbnisstätte für viel zu früh verstorbene Kinder

Um eine angekündigte Demonstration gegen den Friedhof zu verhindern, wurde er einen Tag vor der Eröffnung in aller Stille eingeweiht und als interkonfessioneller Friedhof eröffnet. Bereits am Eröffnungstag wurden die ersten Toten begraben. Einer davon, Jakob Zelzer, ein Privatier aus der Josefstadt, (1802-1874) wurde in einem Einzelgrab bestattet. 12 andere fanden in einem Schachtgrab ihre letzte Ruhe. Zelzers Grab existiert noch heute und gilt als das erste Grab am Zentralfriedhof.

Bei der Bevölkerung kam der neue Zentralfriedhof übrigens nicht gut an. Die Anreise von der Stadt war weit und beschwerlich und die Vegetation wurde vielfach als trostlos empfunden. Viele Wiener:innen ließen sich deshalb lieber in den Friedhöfen der Vororte begraben. Um den Zentralfriedhof attraktiver zu machen, legte die Stadtverwaltung 1881 eine Ehrengräberanlage an und begann Prominente von anderen Friedhöfen zu exhumieren. Die Idee hatte Erfolg – immer mehr Wiener:innen wollten nun auch dort begraben sein, wo die Berühmtheiten der Stadt lagen.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Hauptportal und die beiden Aufbahrungshallen errichtet, ebenso die Karl Borromäus-Kirche. Bis 1921 wurde der Friedhof insgesamt siebenmal erweitert. Ursprünglich hatte der Friedhof elf Tore, heute kann er über sechs Eingänge betreten werden.

Andacht.at lädt zum Gratulieren ein: Unter der URL www.qui-qui.at/150 können im Kondolenzbuch Geburtstagswünsche gepostet werden.

Über Andacht.at

Andacht.at andacht.at bietet seit 11 Jahren exklusive Gedenkseiten mit Online-Kondolenzbuch an. Einzigartig ist, dass Andacht-Gedenkseiten und Kondolenzbücher für die Öffentlichkeit (und Google) nicht sichtbar sind. So bleibt die Privatsphäre gewahrt! Angehörige entscheiden selbst, ob sie die Gedenkseite publizieren und mit anderen teilen. Betreiber und Erfinder von Andacht.at ist Gerhard Walter, der seit 1984 in der Werbeszene tätig ist. Schon früh erkannte er die Möglichkeiten, Gedenken und Erinnerungen im Internet zu kommunizieren und meldete im November 1999 die Domain Andacht.at an.

+ Allerheiligen 2024 feiert 150 Jahre Wiener Zentralfriedhof. ORF.at (1.11.24) berichtet.

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Bessere Welt Info

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Unabhängige Informationen für Unentschlossene, Stammwähler, Erstwähler und Nichtwähler bietet der überparteilicher Online Ratgeber Bessere Welt Info zur Nationalrat-Wahl 2024 in Österreich

Am 29. September 2024 wird der Nationalrat in Österreich neu gewählt. – Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich: Wen soll ich wählen? Welche Partei vertritt meine Interessen am besten? Bessere Welt Info bietet eine neutrale Online-Ressource für unentschlossene Wähler mit vielen aktiv recherchierten, hilfreichen Links zur Bundespolitik, konkret: Wahl-Infos der Medien, Partei-Infos, Wahl Tools, Wahl-Themen, Kandidaten Videos & TV-Debatten, nicht zuletzt Artikel zur Wahl oder Ergebnisse & Analysen nach der Wahl mit rund 2.500 Links.

Bessere Welt Info / besserewelt.info ist eine zentrale Informationsquelle für Zukunftsthemen der Gesellschaft. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Bildung und Förderung der Demokratie durch Informationen rund um Wahlen.

„Wir sind eine non-profit Mitmach-Plattform zum Informieren und Vernetzen für Menschen, die unsere Welt ein wenig besser machen wollen. Wir bieten einen Leitfaden zur Orientierung über viele relevante politische Inhalte deutschland- und weltweit: ein ausführliches Internet Verzeichnis mit leichtem Zugang zu über 500.000 handverlesenen Links auf Deutsch und Englisch“, erklärt der Gründer Dr. Norbert Stute.

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Friedensinitiative AbFaNG

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Der Verein zur Förderung des Aktionsbündnisses für Frieden, aktive Neutralität und Gewaltfreiheit (abgekürzt: Förderverein AbFaNG) wurde am 27. November 2019 ins österreichische Vereinsregister eingetragen. Die Webseite abfang.org bietet Infos über Friedensprojekte, Friedenswege, Gewlatfreiheit und einen Friedenskalender.

Auszug aus dem Positionspapier des Aktionsbündnisses:

Keines der akuten Menschheitsprobleme ist mit Waffengewalt und militärisch organisiertem Töten zu lösen. Ganz im Gegenteil: Kriegspropaganda unterstützt durch die Kriegsindustrie und das Schaffen von Feindbildern durch subtil manipulierende Machteliten verhindern eine zukunftsfähige Entwicklung für ein friedliches Leben für alle. Geopolitische Machtinteressen sowie die gewalttätige Aneignung natürlicher Ressourcen stehen in fundamentalem Widerspruch zum Völkerrecht, das ein Gewaltverbot deklariert. Um der Expansion des militärisch#industriellen Komplexes entgegen zu treten, bedarf es friedensfördernder Bemühungen, durch die die Bevölkerung demokratisch erklärt, dass Rüstung nicht zu Sicherheit führt, und die Verteidigung der Freiheit nicht an Heere gebunden ist. Die Umlenkung von Militärausgaben in Richtung der Umsetzung der SDG würde nachhaltig zu weltweiter Sicherheit beitragen, sobald alle Menschen genug zu essen, ein Dach über dem Kopf, sowie Zugang zu ärztlicher Versorgung, zu Bildung und ein existenzsicherndes Einkommen für menschenwürdige Tätigkeiten haben.

Neutrales Österreich – aktiv für den Frieden

Österreich hat sich als neutrales Land durch sein Engagement für weltweite Abrüstung ausgezeichnet (Vertrag zum Verbot von Anti-Personen-Minen, Vertrag zum Verbot von Streubomben, Nichtweiterverbreitungsvertrag und Verbotsvertrag von Atomwaffen, etc.). In Österreich wirkt eine lebendige, dem Frieden und der Gerechtigkeit verpflichtete Zivilgesellschaft. Sie baut auf einem reichen Schatz an Wissen über Konfliktlösung und Friedensarbeit mit historischen Vorbildern auf: Bertha von Suttner, Alfred Fried, Karl Kraus, Franz Jägerstätter, Hildegard Goss-Mayr, Stefan Matzenberger, Gerald Mader, Hans Thirring u.a. In dieser Tradition muss sich Österreich, beginnend im eigenen Land, weiter proaktiv um Frieden und Gewaltfreiheit auf allen politischen Ebenen bemühen.“

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Alchemisia vereint Alchemie und Artemisia

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Der Verein alchemisia wurde im Sommer 2022 gegründet und ist ein Ort für Weiterbildung, Wachstum und Vernetzung zwischen Menschen, die sich mit der Natur verbunden fühlen, im Rhythmus des Jahreskreises leben und sich für naturspirituelle Themen interessieren.

Gegründet wurde der Verein aufgrund einer Vision und einigen Träumen dazu, die Christabel Ettl bereits Mitte 2022 erlebt hatte. Es soll ein Ort/eine Möglichkeit geben, sich mit Themen zu beschäftigen, für die im alltäglichen Leben kaum mehr Platz ist – Themen, die man nicht in der Schule lernt, sondern durch die Beschäftigung mit dem Leben selbst und mit der Auseinandersetzung mit der Natur.

Der Kopf ist tagtäglich voller Gedanken und To-Do-Listen. Man denkt im Durchschnitt 98% in die Vergangenheit oder in die Zukunft (die Diskussion mit dem Chef gestern, der Sprit war letzte Woche aber noch billiger, was koche ich morgen, was muss ich noch einkaufen, etc.). Doch Zeit um die Gegenwart und den aktuellen Moment einfach mal bewusst zu genießen, bleibt kaum.

In der Vision ging es um die Verbindung von zwei Wörtern: Alchemie und Artemisia.

ALCHEMIE: Alchemie ist eine frühe Form der Wissenschaft, die sich mit den Vorgängen der Natur, der Untersuchung und Zusammensetzung, Struktur und magischen Eigenschaften der vier Grundelemente sowie der Umwandlung von Substanzen befasst.

ARTEMISIA: Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler wie z.B. Beifuß, Wermut, Eberraute, etc. Diese Pflanzen waren für uns Menschen schon immer besonders wichtig – als Heilkraut in der Hausapotheke, zum brauen von Bier oder als uralte, starke Räucherpflanze. Sie wirken auf grob- und feinstofflicher Ebene sehr intensiv und helfen dem Menschen auf jeder Ebene.

THEMEN

Leben im Jahreskreis – keltische Jahreskreisfeste, Traditionen wie Kräuterbüschel binden, Räucherungen, Lieder, usw. (Siehe auch Bericht über archäologische Keltenfunde in St. Barbara / Steiermark auf meinbezirk.at)

Pflanzen- & Steinheilkunde – Kräuterwanderungen, eigene Hausapotheke herstellen, Wirkung der Heilsteine nutzen, usw.

Magie & Naturspiritualität – Regeln der Manifestation, hermetische Gesetze, Rituale, Kraft der Elemente und Mondphasen, usw.

Naturphilosophie – Astrologie, heilige Geometrie, Tarot, usw.

Achtsamkeit – Meditation, Selbstwahrnehmung, usw.

Musik & Kreatives – Gemeinsam musizieren, tanzen, malen, usw.

Natürlich Leben – frische Kosmetik aus Lebensmitteln, umweltschonende Reinigungsmittel selber herstellen, usw.

Autarkie & Selbstversorgen – Nahrungsmittel anbauen, essbare Wildpflanzen bestimmen, Lebensmittel konservieren, usw.

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Johannes Mario Simmel zum 100er

Oliver Mark Johannes Mario Simmel Zug 2007

1. Januer 2024 – Heute vor 15 Jahren ist Johannes Mario Simmel in Luzern gestorben. Geboren am 7. April 1924 in Wien, würde er in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiern. Der Erfolgsautor hat laut wikipedia 27 Romane geschrieben, von denen 24 verfilmt wurden. Dazu kommen noch 21 Drehbücher, einige Jugendbücher, zahlreiche Erzählungen, ein Drama.

Johannes Mario Simmel fotografiert von Oliver Mark in seiner Wohnung in der Stadt Zug, 2007

Simmel wurde von „seriösen“ Literaturkritikern verschmäht, wie er im Roman „Im Frühling…“ selbstironisch anmerkt, wo er selbst als Schriftsteller Philip Gilles eine Hauptrolle spielt. Die Hauptrolle als Autor spielt er in den meisten Romanen. Er recherchiert seine Themen – Finanzmarkt, Gentechnik, Atomkraft, Umweltschutz – genau und erzählt sie spannend, verwoben naturgemäß mit Liebesgeschichten, aber auch mit Machenschaften der Geheimdienste. Es ekelt mich an, daß jene, die über unser Schicksal bestimmen, über das Schicksal dieser Welt, so ungeheuer offen korrupt geworden sind.“ (Gilles, alias J.M. Simmel 1988)

ethos.at wird 2024 immer wieder an Simmel erinnern und ruft Simmel-Fans und Simmel-Kritiker auf, ihre Rezensionen von Romanen oder ihre Kommentare über den Autor, sein Werk und Schaffen auf ethos.at zu publizieren. Der Simmel-Verlag Droemer-Knaur, der mit der Millionen-Auflage des Bestseller-Autors vermutlich immer noch gut verdient, will dieses Projekt nicht unterstützen. ethos.at kann daher Gastautoren für ihre Publikationen kein Honorar anbieten.

Der Verlag lässt mitteilen: „Wir freuen uns sehr über Ihr Engagement zum Simmel-Jahr 2024, haben aber leider kein Budget und keine personellen Kapazitäten (für Medienarbeit), um Ihre Aktivitäten zu unterstützen.“ Droemer-Knaur hat, wie die Umsatzenwicklung zeigt, ganz gut von der Corona-Krise profitiert. ethos.at wünscht gute Besserung!

Ergänzung 27. Juni 2024 Firtz Muliar schreibt in seinen Erinnerungen „Denk ich an Österreich“ (Residenz Verlag, 2019) über J.M. Simmel: „Was mich bis heute erstaunt, ist, dass ein Mensch Bücher schreibt und diese in Riesenauflagen verkauft. Millionen lesen Texte, die einem einzelnen eingefallen sind. Auch ich habe immer auf den neuen Simmel gewartet und habe ihn sofort gelesen. Simmels neuer Roman kam immer mit der Widmung ‚Für Dich Fritz, Dein getreuer Mario.“ In alle Bücher hat er dasselbe hineingeschrieben. … Es wird schon so sein, dass Simmels Literatur besser ist, als manche seiner Kritiker meinen, und schlechter, als seine Fans annehmen. Doch wenn es um Prosa geht, bin ich auch ein Teil des lesenden Publikums, das Unterhaltung, Entspannung, Humor möchte, das nach Erfahrungen sucht, die einem durch die Lektüre vermittelt werden.“ (zitiert von Claudia Graf-Grossmann via facebook)

Ergänzung 3. April 2024 News/Heinz Sichrovsky erinnert an den 100. Geburtstag von JMS: „Die Kritik ignorierte ihn über die Jahrzehnte als Trivialisten, bis sich sein diesbezügliches Schicksal verblüffend wendete: Eventuell aus Langeweile, vielleicht auch, um ihn gegen andere auszuspielen, begannen ihn die Kritikerpäpste Marcel Reich-Ranicki und Joachim Kaiser quasi über Nacht jenseits aller Verhältnisse zu loben. … Ein Vermächtnis im Rang eines Schelmenstücks hinterließ er noch: In einem News-Interview bezichtigte er 1996 den FPÖ-Führer Jörg Haider „skrupelloser und mörderischer Hetze“ gegen Ausländer. Haider klagte, und Simmel wurde in einem Fallbeispiel grenzsalomonischer österreichischer Gerechtigkeit freigesprochen: Ihm sei wegen seiner Familiengeschichte berechtigte Erregung zuzubilligen. Aber es sei nichtsdestoweniger weiter untersagt, Haider skrupellose Hetze nachzusagen.“

Im aufrechten Gang – 100 Jahre Johannes Mario Simmel

Johannes Mario Simmel im ORF kulturMontag

Dauer: 45 Min., Produktionsland: AUT, Produktionsjahr: 2024

Ausstrahlungstermin: 08. April, 23:15 Uhr ORF 2

BUCHPRÄSENTATION: Simmel-Biographie

21. Mai 2024 – 18:30 Uhr

im Jüdischen Museum, Wien

Claudia Graf-Grossmann „‚Mich wundert, dass ich so fröhlich bin.‘ Johannes Mario Simmel – die Biographie“

Die erfahrene Biografin Claudia Graf-Grossmann hat Erben, Verwandte, Weggefährten und prominente Freund:innen des Autors in ganz Europa befragt sowie in Archiven recherchiert und Zeithistoriker konsultiert.

Bisher hat ethos.at Beiträge über folgende Simmel-Werke (chronologisch nach Erscheinungsdatum der Romane) publiziert:

1957 – Gott schützt die Liebenden (Verfilmung 1973)

1963 – Liebe ist nur ein Wort (Verfilmung 1971)

1971 – Der Stoff aus dem die Träume sind (Verfilmung 1972)

1973 – Die Antwort kennt nur der Wind (Verfilmung 1974)

1975 – Bis zur bitteren Neige (Verfilmung)

1987 – Doch mit den Clowns kamen die Tränen (Verfilmung 1990)

1990 – Im Frühling singt zum letztenmal die Lerche

Mich wundert, dass ich so fröhlich bin

„Mich wundert, daß ich so fröhlich bin“ war sein erster Roman, der bei Zsolnay, Wien 1949 erschienen ist. Verfilmt erst 1983 in der Regie von Michael Kehlmann mit Karlzeinz Hackl als Robert Faber, Vilma Degischer (Therese Reimann), Klausjürgen Wussow (Walter Schröder), Gertraud Jesserer (Anna Wagner), Alexandra Heinrich (Eva Wagner), Doris Mayer (Susanne Riemerschmid).

Und Jimmy ging zum Regenbogen

Kinofilm von 1971 nach dem gleichnamigen Roman (1970) von Johannes Mario Simmel. Die Hauptrollen unter der Regie von Alfred Vohrer spielten Alain Noury, Doris Kunstmann, Horst Tappert und Ruth Leuwerik.

Gott schützt die Liebende

Gott schützt die Liebenden ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1973. Die von Alfred Vohrer inszenierte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Johannes Mario Simmel wurde am 4. Oktober 1973 im Kino Rex in Mainz uraufgeführt.

Bis zur bitteren Neige

Bis zur bitteren Neige ist eine deutsche Verfilmung eines Romans von Johannes Mario Simmel aus dem Jahre 1975. Unter der Regie von Gerd Oswald spielt eine internationale Besetzung, angeführt von Maurice Ronet, Suzy Kendall und Susanne Uhlen.

Liebe ist die letzte Brücke

Das Heinz Nixdorf Museumsforum (HNF-blog) kommentiert am 5.4.2024 den letzten Roman von JMS, der 1999 erschienen ist: Er „schildert die Erlebnisse des 51 Jahre alten Philip Sorel. Er ist Fachmann für Schadsoftware und steht in den Diensten eines Frankfurter IT-Unternehmens. Der Roman spielt 1997, und es stellt sich die Frage, ob der Autor an die Firma Siemens Nixdorf dachte. Einige Details wie ein Supercomputer legen allerdings nahe, dass Delphi völlig fiktiv ist. Philip Sorel hat einen Chef namens Donald Ratoff, und der befiehlt ihm, eine neue Aufgabe anzutreten. Er soll von Genf aus fünf Jahre lang gehobene PR-Arbeit leisten. Sorel fügt sich und quartiert sich im besten Hotel der Stadt ein, dem Beau Rivage. Nun kommt es zu drei Computerverbrechen, wie es im Roman heißt. Durch eine Änderung der Steuerungssoftware entweicht in einem Berliner Pharma-Werk eine Chlorgaswolke, und es gibt Tote. Wenig später sterben Physiker in Düsseldorf, als der Ionenstrahl eines Teilchenbeschleunigers in die falsche Richtung gelenkt wird.

Interview 1982 mit Joachim Fuchsberger

Fuchsberger „Mir ist aufgefallen, dass Sie immer unter einem großen A schreiben: der Agent, der Arzt, der Anwalt, der Alkoholiker, der Asoziale – das sind eigentlich Ihre Themen.“ Simmel: „Es gibt noch ein ganz großes N, gegen das ich in all meinen Büchern schreibe: die Nazis.“

Ephraim Kishon

Auch der Satiriker Ephraim Kishon wäre heuer 100 Jahre alt geworden. „Der 2005 verstorbene Kishon, der vor allem mit seinen Satiren über den israelischen Alltag, das Familienleben und die Bürokratie Welterfolge feierte, hatte eine bewegte Lebensgeschichte. In Budapest am 23. August 1924 als Ferenc Hoffmann geboren und aufgewachsen, konnte er wegen antisemitischer Gesetze in Ungarn nicht studieren, entkam dann auf einem Transport in ein KZ dem sicheren Tod, nur um nach 1945 unter Stalin inhaftiert zu werden. Erneut gelang Kishon die Flucht zurück in seine ungarische Heimat. Von dort floh er 1949 via Wien vor der kommunistischen Unterdrückung in den neu gegründeten Staat Israel“, berichtet ORF.at (23.8.24)

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GWF: Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Hegel Litho FK

Hegel für Anfänger

Hegel für Dummies

Hegel schlägt Wellen

8. Dezember 2023 (Mariä Empfängnis) – Wer seinem Sohne drei Vornamen schenkt, der muss sich diese auch leisten können. Anders gesagt, Hegel stammt aus einem verhältnismäßig wohlhabenden Hause. Sein Vater war Rentkammersekretär in Stuttgart (heute vergleichbar mit einem höheren Beamten im Finanzministerium). Dieser typisch deutsche Denker wäre, würde er heute leben, so berühmt wie Peter Sloterdjik, aber bei weitem nicht so populär wie Richard David Precht. 

Zu Weihnachten 2023 schenkt ethos seinen Lesern und Leserinnen das Kapitel „Hegel für Dummies“ aus dem Buch Moral 4.0, das 2017 erschienen ist – 210 Jahre nach der „Phänomenologie des Geistes“.

Lithographie von F. Kugler

Der Theologe Ralf Ludwig hat in der Phänomenologie sogar eine Weihnachtsbotschaft gefunden, die wir voranstellen wollen: „Beschreibt die Bibel die Heilsbotschaft von der Menschwerdung Gottes in Jesus mit Worte wie Krippe, Stall und Hirten, heißt die Weihnachtsbotschaft Hegels:

Dies, daß der absolute Geist sich die Gestalt des Selbstbewußtseins an sich und damit auch für sein Bewußtsein gegeben, erscheint nun so, daß es der Glaube der Welt ist, daß der Geist als ein Selbstbewußtsein, d.h. als ein wirklicher Mensch da ist, daß er für die unmittelbare Gewißheit ist, daß das glaubende Bewußtsein diese Göttlichkeit sieht und fühlt und hört. So ist es nicht Einbildung, sondern es ist wirklich an dem. […]

Auch Weihnachtsfreude kommt auf, sie liest sich bei Hegel aber so:

Die Hoffnungen und Erwartungen der vorhergehenden Welt drängten sich allein auf diese Offenbarung hin, anzuschauen, was das absolute Wesen ist, und sich selbst in ihm zu finden; diese Freude wird dem Selbstbewußtsein und ergreift die ganze Welt, im absoluten Wesen sich zu schauen; denn es ist Geist, es ist die einfache Bewegung jener rinen Moment, die dies selbst ausdrückt, daß das Wesen dadurch erst, daß es als unmittelbares Selbstbewußtsein angeschaut wird, als Geist gewußt wird.“ (Zitate aus Hegel für Anfänger, 181, 182)

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EU-Wahl 2024 von 6. bis 9. Juni

VdB mit EU 5 Kandidaten

ethos-Grundsatzerklärung: Die EU-Wahl in Österreich ist prinzipiell undemokratisch, ja sogar antidemokratisch. Parteien, Bewegungen oder Personen, die antreten wollen, benötigen 2.600 Unterstützungserklärungen, ODER: drei Unterstützungserklärungen von Nationalratsabgeordneten. Es ist nicht länger haltbar, dass die Altparteien sich Gesetze genehmigen, die nur ihren eigenen Interessen dienen und ihre eigenen Mitglieder bevorzugen! Dazu kommt die astronomische Summe von 230 Millionen Euro Parteienförderung. Jährlich! Inflationsgesichert! Und: ausschließlich für die im NR und Landtagen vertretenen Parteien. 1.300 weitere im Innenministerium registrierte Parteien schauen durch die Finger! Österreich hat sich eine bessere Demokratie verdient; auf Basis einer besseren Verfassung und darauf aufbauend echten, demokratischen Gesetzen! 

Allgemeine Infos über die EU-Wahl: besserewelt.info

29. Mai 2024 – A. Van der Bellen @vanderbellen twittert höchst persönlich am 28.5.24 (im Hintergrund brave Jugednliche, die die zweifelhafte Ehre hatten, von VdB in Union mit 7 Politoldies höchst persönlich empfangen zu werden: „Vor genau 30 Jahren haben wir Österreicher:innen eine Entscheidung getroffen: Wollen wir Teil der Europäischen Union sein? Die eindeutige Antwort war: Ja!“

+ HTH kommentiert: „Die Kids waren sicher begeistert von der „einhelligen Meinung“ der Oldies. Und die Jugendlichen haben sicher gejubelt über die Perspektiven, die ihnen die Räteunion Sowjetunion 4.0 bietet!“

17. Mai 2024 – VdB via Twitter: „Ich habe in dieser Woche mit allen fünf Kandidat:innen der Parlamentsparteien über ihre Ziele und Vorschläge für die Zukunft der EU gesprochen. Danke für die guten Gespräche. (vdb)“. ethos.at fragt nach: Verdienen die Kandidaten der NICHT-Parlamentsparteien (KPÖ, DNA) aus Sicht unseres Herrn BP VdB weniger Beachtung als die Flöhe seines Hundes? (frei zitiert nach „KURIER“)

15. Mai 2024 –  Die EU-Wahlen rücken näher und die unvermeidlichen Werbeplakate pflastern im Monat Mai die Straßen. Wahlkampf, so überflüssig wie die Überflutung der Altparteien durch staatliche Subventionen (sogenannte Parteienförderung): 230 Mille. Pro Jahr! Das kommt dabei raus, siehe Monatsrückblick Mai

12. Mai 2024 – EU-Wahl-Appell dreier Präsidenten und moralphilosophischer Kommentar

Update 27. April 2024: Sieben Parteien haben es auf den Stimmzettel geschafft. Neben den nicht-demokratisch privilegierten Parlamentsparteien nur die KPÖ und die DNA, berichtet ORF.at (26.4.24). Dem von ethos.at unterstützten Wahlbündnis ÖXIT haben rund 200 der notwendigen 2.600 Stimmen gefehlt. Mit der Abspaltung der EU-Austrittspartei von dem Bündnis hat somit wieder einmal ein einzelnes EGO ein großartiges Projekt von innen zerstört. 

vienna.at (27.4.24) stellt alle Spitzenkandidaten vor – hat aber nur von sechs Kandidaten auch ein Foto gefunden. Von der fotogenen DNA-Spitzekandidatin Hubmer-Mogg war wohl keines zu finden. Ein Hinweis, wen der politische Mainstream und die Masssenmedien diesmal für besonders gefährlich halten. Denn von der KPÖ, die bei allen EU-Wahlen unter der 1-Prozent-Hürde geblieben ist, erwartet man sich offenbar auch weiterhin keinen größeren Zulauf bei überregionalen Wahlen.

19. Mai 2024 – Maria Hubmer-Mogg über Klima-Narrativ: gut argumentiert gegenüber den „Pressestunde-Redakteuren“ des ORF: ORF.at hat ausführlich berichtet!

Plenarsaal des EU Parlaments

CC Foto Maximilian GregerPlenarsaal des EU-Parlaments in Brüssel. Kein Symbolfoto, sondern traurige Realität: meistens gähnende Leere!

4. Dezember 2023 (Updates folgen) – „Die Europawahl 2024 wird die zehnte Direktwahl zum Europäischen Parlament. Sie findet voraussichtlich vom 6. bis 9. Juni 2024 in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union statt.[1] Bei der Europawahl werden 720 Abgeordnete gewählt werden, damit 15 mehr als im ausgehenden Parlament.“ (Wikipedia.org)

ethos.at berichtet hier über Kandidaten aus Österreich. (Infos erbeten an office at ethos at)

Christian Ebner, Obmann der Freisinnigen, hat sich als erster zu Wort gemeldet: „Zentraler Programmpunkt: der Öxit, also der Austritt Österreichs aus der Europäischen Union. ‚Die EU bietet mittlerweile mehr Nachteile als Vorteile‘, meint Ebner“ im Interview mit DiePresse.com 20.11.23 Am 29. Februar präsentierte er das Wahlbündnis ÖXIT EU-Austritt für Österreich.

Schon im November hat sich die SPÖ festgelegt. Am Parteitag wurde der bisherige Delegationsleiter Andreas Schieder neuerlich zum Spitzenkandidaten gekürt. Auf dem zweiten Platz steht wieder die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Evelyn Regner.

9. April 2024 Laut „breaking news“ der APA stellt die SPÖ stellt den Anspruch auf den nächsten von Österreich entsendeten EU-Kommissar. „Es ist nicht hinnehmbar, dass die ÖVP die ganze Zeit die Kommissare gestellt hat in diesem Land“, sagte Schieder am Dienstag in einem Gespräch mit der „Vereinigung der Europajournalisten und Europajournalistinnen“ (AEJ) und dem Verband der Auslandspresse in Wien. Kommentar ethos.at: Das ist das Wichtigste, was ein EU-Spitzenkandidat vor der internationalen Presse mitzuteilen hat!? Die SPÖ hat zwar kein politisches Programm für eine bessere EU, aber sie stellt Ansprüche auf Positionen! Es geht um Pfründe, und nur darum. Die entwaffnend infantile Begründung: „Es wäre mal Zeit, dass wir den Kommissar stellen“.

Die ÖVP schickt Reinhold Lopatka als Spitzenkandidaten in die EU-Wahl.

Die FPÖ kürte den bisherigen Delegationsleiter im EU-Parlament, Harald Vilimsky, zum Spitzenkandidaten. Auf Listenplatz zwei wird die bisherige freiheitliche Nationalratsabgeordnete Petra Steger ins Rennen gehen.

NEOS veranstalten von 15. bis 24. Jänner eine Vorwahl. 62 Menschen haben sich für einen Listenplatz bei NEOS für die EU-Wahl im Juni beworben. 15 Personen bewerben sich für die Spitzenkandidatur. UPDATE 27.1.24 ORF.at:NEOS geht mit Brandstätter ins Rennen„. Wer die 15 anderen Spitzenkandidaten waren, verrät ORF.at nicht. Helmut Brandstätter ist 68 – nach gut bezahlten Posten bei ntv, Kurier und die letzten Jährchen im Parlament hat er offenbar noch nicht ausgesorgt. 

„Klimaaktivistin Lena Schilling tritt bei der Europawahl im Juni für die Grünen an. Parteichef Werner Kogler postete am Samstag ein kryptisches Video, in dem er demonstrativ in einem Buch Schillings blättert. … Schilling studiert derzeit Politikwissenschaften, ist seit dem Vorjahr „Krone“-Kolumnistin und hat den Jugendrat gegründet“, berichtet Krone.at (20.1.24), exklusiv! Man darf gespannt sein, wie stark sie als Kandidatin, so wie einst HP Martin, von der Krone gepuscht wird.

DNA „In Graz stellte sich unterdessen eine Liste der CoV-Maßnahmengegnerin Maria Hubmer-Mogg vor. Die als Aktivistin gegen die CoV-Maßnahmen bekannt gewordene Grazer Medizinerin Hubmer-Mogg will mit der Liste Demokratisch, Neutral, Authentisch (DNA) kandidieren. Gefordert wird unter anderem eine unabhängige Untersuchung der CoV-Politik, eine Ablehnung des geplanten Pandemievertrags der WHO sowie ein Ende der Russland-Sanktionen“, berichtet ORF.at (29.2.24)

KPÖ: Das EU-Parlament hat vergangene Woche mit großer Mehrheit (und den Stimmen der Vertreter von ÖVP, SPÖ, Grünen und Neos) die „Unverbrüchliche Unterstützung der Ukraine“ beschlossen. „EU Parlament auf Kriegskurs“ titelt dazu die KPÖ in einer Aussendung vom 4. März. Darin heißt es: „Mit ihrem Stimmverhalten treten die Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grünen und Neos die österreichische Neutralität mit Füßen“, kritisiert Günther Hopfgartner, Vorsitzender und Spitzenkandidat der KPÖ zur EU-Wahl Für den KPÖ-Vorsitzenden ist klar: „Mehr Waffen werden den Krieg in der Ukraine weder beenden noch verkürzen, sie werden die Eskalation verschärfen und damit zu mehr Toten und mehr Zerstörung führen.“

EUAUS EU Austrittspartei von Robert Marschall (Initiator zahlreicher Volksbegehren, zuletzt erfolgreich mit „Nehammer muss weg“) tritt an und sucht noch 10 Kandidaten, die auf seiner Liste antreten wollen.

Volt Österreich tritt mit Nini Tsiklauri und Alexander Harrer an. Volt ist in ganz Europa tätig. „Volt Österreich ist seit Oktober 2018 als Partei registriert. Im April 2019 hatte die Sektion rund 100 aktive Mitglieder. Neben der Bundesorganisation gibt es vereinzelt lokale Gruppen in WienSalzburgInnsbruckLinz und Graz.[119] Volt Österreich hat seit 2020 Fokusgruppen (Young Volt Österreich, Queer Volt Österreich, Women of Volt Österreich), die sich für die Zielgruppen Jugend, LGBTIQ+ und Frauen einsetzen.“ (wikipedia, abgerufen am 27.3.24)

JETZT – Das sogenannte Nachrichtenmagazin profil hält am 24. Marz 24 den Titel „Sechskampf“, wonach sechs Kandaten bei der EU-Wahl antreten werden, für eine Information. Schwer zu erraten, dass die fünf Parlamentsparteien ihre Kandidaten auf die Wahllisten bringen werden. Dass jedoch die „Liste Jetzt“ (interessante Info, dass die Partei noch existiert, da Insider behaupten, Pilz habe seine Privatpartei 2020 eingestellt und die restlichen Mittel für sein Online-Portal ZackZack abgezweigt) mit dem Johannes Voggenhuber ins Rennen geht, und dafür auch 2.600 Unterstützungserklärungen erhalten wird, das konnte einen Monat vor dem Stichtag zum Sammeln der Unterstützungserklärungen wirklich nur profil „wissen“.

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