Corona: Der eigenständige Weg Kubas

Die Journalistin Mailys Khider hat mehrmals in Kuba recherchiert und mit kubanischen Ärzten gesprochen, die von ihren Auslandsmissionen berichten. Im Interview mit LeMedia spricht sie über ihr Buch „Médecins cubains. Les armées de la paix“ („Kubanische Ärzte. Die Armeen des Friedens“). Das Interview ist auf Französisch, die wichtigsten Inhalte hat Sigrid Thurnhofer zusammengefasst:

Aufgrund langjähriger Erfahrungen in Krisensituationen reagierte Kuba viel effizienter als andere Länder, die Corona-Epidemie einzubremsen. Zu Beginn gabe es auch in Kuba Panik. Zuerst wurden die Grenzen geschlossen, die positiven Fälle im Krankenhaus versorgt oder zu Hause isoliert. Nach Öffnung der Grenzen für den Tourismus sind die Fälle wieder in die Höhe geschnellt. Im Juli 2020 gab es 60 Todesfälle pro Tag, was wieder zu Panik führte. Heute wird zu Beginn einer Infektion Interferon verabreicht, das sehr gut das Immunsystem stärkt und bei schweren Fällen geben die Ärzte „Anticorps monoclonaux“. Es ist nicht zu verstehen, warum diese Behandlungsmethoden bei uns nicht angewendet werden, da es Studien darüber in Europa gibt und sie in Kuba sehr gut funktioniert haben.

Zudem hat Kuba eigene Impfstoffe entwickelt, in eigenen Laboratorien, die vollständig unabhängig sind von den großen Pharmafirmen. Dort wurden fünf Impfstoffe entwickelt, die in unterschiedlichen Fällen eingesetzt werden. Die häufigste Impfvariante ist Abdala, die in 3 Etappen verimpft wird. Entwickelt wurde mit Technologien, die sich seit den 1980er Jahren bewährt haben, und die nun an Covid angepasst wurden.

Kubanische Ärzte sind sehr schnell einsatzbereit und imstande, in Krisengebieten die jeweilige epidemische Lage sehr rasch zu verstehen, da sie in Havanna vor ihrer Abreise sehr genau instruiert werden.

Das kubanische Gesundheitssystem basiert auf mehreren Pfeilern:

1) Die Prävention: in Kuba liegt das Hauptaugenmerk darauf, dass die Menschen gar nicht erst krank werden. Einerseits wegen des Embargos und andererseits, weil die Menschen sehr arm sind. D.h., anstatt zu therapieren achten sie lieber auf Vorsorge.

2) Die kostenlose ärztliche Versorgung: (Erbe der Revolution von 1959) sowohl für Routine-Eingriffe als auch für schwierige Operationen. Grundsatz: die Medizin darf nicht zu einer Ware werden.

Kubanische Medizin wird derzeit in viele Länder „exportiert“, sowohl in arme Länder als auch in die Industrienationen des Nordens, und das trotz dem immer noch bestehenden Embargo der USA. Eine Expertise in medizinsicher Forschung sowie in Präventionsmedizin wie in Kuba findet man schwer anderswo. Heute produziert Kuba seine eigenen Impfstoffe gegen das COVID-19, unabhängig von den riesigen globalisierten Pharmafirmen, denn in Kuba sind auch die Laboratorien öffentliches Gut. Eine Souveränität, die Kuba infolge oder trotz des amerikanischen Embargos erworben hat, – ein Embargo, das die Insel zu Armut und Rohstoffmangel verurteilt hat.

Kubanische Ärzte werden in viele Länder dieser Erde geschickt. Während des 1. Lockdown rief Italien kubanische Ärzte um Hilfe. Das war das erste Mal, dass kubanische Ärzte nach Europa kamen. Im April 2020 entschied die französische Regierung, kubanischen Ärzten die Erlaubnis zu geben, in den französischen Überseegebieten zu helfen.

Während der Diskussionen über das Gesetz „Meine Gesundheit 2022“, die 2019 stattfanden, forderte man die Erlaubnis ein, dass Ärzte außerhalb der EU die Autorisierung bekommen zu helfen. Die Autorisierung ging durch, nur kubanische Ärzte waren nicht auf der Liste. Deshalb haben 2020 Parlamentarier der Überseegebiete gefordert, dass auch kubanische Ärzte in die Hilfsteams dürfen, weil sie sehr gute Ärzte sind und weil sie gut die Herausforderungen der karibischen Zonen kennen.

Wie ist es möglich, dass man Ärzte einer kleinen Insel (11 Millionen Einwohner auf ca 110.000 Quadratkilometern) zu Hilfe ruft?

Die Gesundheitsmissionen der kubanischen Ärzte entlarven unser kaputtes Gesundheitssystem, dessen Schwächen Covid offengelegt hat: Abbau von Betten seit rund 10 Jahren, sodass die Krankenhäuser nicht mehr in der Lage waren, Covid-Patienten zu behandeln, und somit andere Patienten abweisen mussten.

Die Souveränität, die sich Kuba hart erarbeitet hat, zeugt von einer viel größeren Effizienz. Ein kubanischer Arzt, der in Mailand im Einsatz war, musste feststellen, dass die Krankenhäuser über Massen von Medikamenten, Maschinen und über alle möglichen Ressourcen verfügen, aber sie haben kein Personal. Sie haben nicht genug Pflegekräfte, nicht genug Ärzte. (Viele Ärzte in Italien wandern zudem aus, da sie im Ausland viel besser verdienen.) All das hat diesen Arzt sehr verwundert, zumal er unter viel besseren Bedingungen schon in Mexiko oder in der Dominikanischen Republik gearbeitet hat. Soweit zu Italien.

In den französischen Überseegebieten mussten die kubanischen Ärzte feststellen, dass sie in einer medizinischen Wüste gelandet sind, wo es keine Beatmungsmaschinen gab, kaum Ärzte, kaum Betten und einen riesigen Mangel an Spezialisten. Es fehlt auch heute noch an allem, da das Problem noch nicht gelöst ist, und die Politiker der Überseegebiete diskutieren nun mit den Ärzten von Kuba, wie sie für mehrere Jahre dort arbeiten können, speziell Spezialisten in Onkologie usw.

Kubanische Medizin basiert auf ausgeprägter Forschungstätigkeit, sodass sich dort eine Menge Spezialisten herausgebildet haben, v.a. in der Onkologie, Augenheilkunde. Zudem hat Kuba die größte Ärzte-Dichte auf der ganzen Welt. Vor 1959 arbeiteten viele Ärzte auf selbständiger Basis und während der Revolution sind viele in die USA emigriert. Kuba fand sich damals mit einem großen Ärztemangel wieder. Che Guevara sprach mit Fidel Castro und sagte: „Wenn wir diese Revolution führen wollen, muss sie u.a. auf der Medizin aufbauen“ (er selbst war ja auch Arzt). So begannen sie also, eine große Anzahl von Ärzten auszubilden. Guevara verlangte auch, dass die Ärzte in den Gemeinden leben müssten, er müsse alle seine Patienten kennen, um so eine soziale Medizin entwickeln zu können. Er meinte, ein Gesundheitssystem, das nicht sozial ist, hätte keinen Sinn. Dieses Konzept wird bis heute praktiziert, sodass jeder Familienarzt auch die psychologischen Themen seiner Patienten kennt. Somit kennen sie auch jene Probleme besser, die gewisse Regionen oder gewisse Altersgruppen betreffen. Diese Gesundheitspolitik ist ganzheitlich; und die Ärzte nehmen sich noch genug Zeit für ihre jeweiligen Patienten, im Gegensatz zu den Ärzten in Frankreich. „Zeit ist Geld“ ist leider auch zu einer Maxime des europäischen Gesundheitswesens geworden.

Derzeit gibt es in Kuba mehr als 95 000 Ärzte, was eine enorme Zahl ist, daher können sie diese auch „exportieren“. In Kuba ist die Ärztedichte sehr hoch, da sie die Verpflichtung haben, sich in bestimmten Gebieten niederzulassen. Sie haben nicht die Freiheit, sich den Ort ihres Wirkens selbst auszusuchen. Deshalb gibt es nicht nur in den großen Städten, sondern auch auf dem Land und in den Bergen genug Ärzte. Auch in den kleinen Orten gibt es Kliniken und zudem viele Hausärzte.

Kurz: die Dichte der Hausärzte und das Prinzip der Vorbeugung ist eines der Charakteristika der kubanischen Gesundheitspolitik. Prävention zeigt sich z.B. am Thema Schwangerschaft: Kinder und Schwangere Frauen sind in Kuba fast etwas Heiliges. Wenn ein Kind geboren wird, haben sie ihre kubanischen Impfseren, die sie verabreichen. Die Frauen selbst werden während der Schwangerschaft sehr engmaschig von Zahnärzten, Psychologen, Gynäkologen betreut. Sie werden von ihren Ärzten regelmäßig auch zu Hause betreut. So verhindert man Krankheiten, die während der Schwangerschaft oder beim Fötus auftreten könnten.

(Ein Beispiel für Präventivmaßnahmen sind jene gegen Krankheiten, die von Stechmücken übertragen werden: In Zonen, wo sich dies Mücken vermehren, wurde großflächig das Gras geschnitten, um ihren Lebensraum zu reduzieren. )

Seit 1962 gibt es immer mehr Auslandseinsätze kubanischer Ärzte. Ihr erster Einsatz fand in Algerien während der Unabhängigkeitskriege gegen Frankreich statt. Seid damals praktizieren immer noch viele kubanische Ärzte in Algerien. Heute sind kubanische Ärzte in der ganzen Welt gefragt. Denn sie sind berühmt für ihre präventiven Methoden und dafür, dass sie vor Ort und in abgelegenen Regionen sehr schnell improvisieren können. Kubanische Ärzte werden außerdem gut ausgebildet für Umweltkatastrophen und Epidemien. Daher hat man sie nicht nur für COVID gerufen, sondern schon 2014 während der Ebola-Epidemie. Während viele der heimischen Ärzte in Afrika vor Ebola geflohen oder daran verstorben waren, hatten großteils kubanische Ärzte schnell Feldlazarette aufgestellt, haben ein Protokoll entwickelt, die Menschen rehydriert und ihnen Antibiotika gegeben. Im Prinzip ein einfaches Protokoll, aber es braucht halt Ärzte und Medikamente, und Liberia war in diesem Punkt nicht gut aufgestellt.

2005 hat Kuba nach den Hurrikan Katrina den USA Hilfe angeboten, nachdem New Orleans zerstört worden war. Kuba hätte 1400 Ärzte innerhalb von 24 Stunden schicken können, mit 32 Tonnen Gratis-Medikamenten, doch Präsident Bush sagte, sie bekämen kein Visum, es gäbe keine diplomatischen Beziehungen, also „nein, danke“. Die Ärzte wurden später nach Pakistan geschickt um Erdbebenopfern zu helfen.

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Volksbegehren gegen Impfpflicht

Screen Impf Abstimmung NEIN

Impfpflicht: Nein respektieren!

3. Jänner 2022 – Kurz vor Weihnachten 2021 startete das Volksbegehren Impfpflicht-Abstimmung: NEIN respektieren! bis heute bereits 61.437 Unterschriften gesammelt. Mindestens 100.000 Unterschriften sollen vor dem 1. Februar zusammen kommen. Initiator ist ein souveräner Bürger dieses Landes, der schon viele Volksbegehren lanciert hat: Anatolij Volk, der bereits im Vorjahr zwei gegensätzliche Volksbegehren initiiert hat.

Die Eintragungswoche findet von 2.5.2022 – 9.5.2022 statt (Montag bis Montag – auch am Wochenende).

1. Impfpflicht: Striktes NEIN

Begründung: Impfen ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und eine höchstpersönliche Entscheidung. Weder Corona (COVID-19) noch andere Ereignisse rechtfertigen einen Zwang zu Impfungen. Der Bundesverfassungsgesetzgeber möge daher eine Impfpflicht verbieten und jegliche Art der Diskriminierung von Menschen ohne Impfung verhindern. Impfen muss freiwillig bleiben! Für Minderjährige entscheiden die Erziehungsberechtigten. Meine Gesundheit, mein Recht: Impfpflicht NEIN!

2. Impfpflicht: Notfalls JA

Begründung: Impfungen sind sinnvoll und notwendig. Vor allem bei Pandemien wie Corona (COVID-19) überwiegt der Schutz der gesamten Bevölkerung deutlich die Interessen Einzelner. Der Bundesverfassungsgesetzgeber möge deshalb dafür sorgen, dass sich möglichst viele Menschen freiwillig impfen lassen, z. B. durch positive Anreize. Wenn dennoch eine Überlastung des Gesundheitssystems droht, soll eine Impfpflicht kommen. Gesundheitssystem in Gefahr: Impfpflicht JA!“

Das aktuelle Volksbegehren „Impfpflicht-Abstimmug: NEIN respektieren!“ nimmt Bezug auf die Ergebnisse der vorangegangen beiden „Abstimmungen“, die eindeutig ausgefallen sind: von insgesamt 335.120 Unterzeichnern haben 80,39 Prozet für „Impfpflicht striktes NEIN“ gestimmt und nur 19,61 Prozent für „Impfpflicht notfalls JA“. Dem entsprechend lautet die Begründung des neuen Volskbegehrens:

Begründung des neuen Volksbegehrens: Bei der www.impf-abstimmung.at hatten alle Wahlberechtigten die Möglichkeit, auf jedem Amt / per Handysignatur für JA/NEIN zu unterschreiben: 80,39 Prozent der ÖsterreicherInnen lehnen die Impfpflicht strikt ab. Nun will die Regierung das eindeutige demokratische Ergebnis ignorieren: Eine allgemeine Impfpflicht ist für 1.2.2022 angekündigt, samt empfindlicher Geld-/Freiheitsstrafen. Der Bundesverfassungsgesetzgeber wird aufgefordert, den Willen des Volkes umzusetzen und eine Impfpflicht auszuschließen!

Man kann davon ausgehen, dass die Abstimmung über die Impfpflicht JA/NEIN, die Ende September abgeschlossen wurde, mehr aussagt, als eine sogenannte repräsentative Umfrage. Solche Umfragen werden meist als Telefoninterviews mit relativ kleinen Samples (etwa 1.000 Personen aller Altersstufen und verschiedenster Berufsgruppen) durchgeführt. Wer so eine Befragung schon einmal erlebt hat, weiß wie viel Einfluss die Fragenden auf die Antworten haben und wie manipulativ die Fragestellungen selbst sein kann. Bei der Volksbefragung jedoch, lagen beide Optionen offen zur Unterschrift vor. Es kommen nicht von einem Meinungsforschungs-Institut zufällig gewählte Personen, sondern Bürger dieses Landes, die sich für das eine oder andere Ziel engagieren.

Es ist beachtlich, dass bereits über 335.000 Menschen dieses Landes zur Impfpflicht eine klare Stellungnahme abgegeben haben. Es ist bedenklich, dass die Regierenden dieses Landes, insbesondere jene der neosgrünen SPÖVP, diese Stimmen einfach ignorieren! Deshalb hat Unser Kandidat 2022 das Volksbegehren „Impfpflicht-Abstimmug: NEIN respektieren!“ unterschrieben.

Eintragung auf jedem Gemeindeamt oder in Wien auf den Magistratsämtern, oder online auf bmi.gv.at

Update 16. Jänner 2022: Impfpflicht-Abstimmung: NEIN respektieren! hat mit Stand 15.1.22 um 20:00 Uhr 87.874 Unterschriften gesammelt. Indessen hat Robert Marschall ein weiteres Volksbegehren – NEIN zur Impfpflicht – eingereicht, das bis 31. Jänner 2022 zur Unterzeichnung aufliegt. 

Update 25.1.2022: Aktueller Stand: 157.910 Unterschriften.

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Film: Eine andere Welt

28. Dezember 2021 – Patricia Marchart und Georg Sabransky haben uns zum Jahresausklang einen einzigartigen Film geschenkt. Darin kommen 29 souveräne Menschen aus Vorarlberg zu Wort. Dieser Film berührt das Herz und öffnet hoffentlich die Herzen jener Politiker, die seit fast zwei Jahren verbissen Maßnahmen verordnen, die mit Menschenrechten und Grundrechten nicht vereinbar sind. Dieser Film ist ein Zeitdokument und ein Zeitzeugnis! Dieser Film beweist, dass Österreich immer noch ein Kulturland ist, wozu auch die tiefe Verbundenheit mit der Natur (die mit stimmungsvollen Bildern mehr als nur eine Nebenrolle spielt) zählt.

Eine andere Welt: Mitwirkende + Filmteam

Wenn Dir ethos.at wertvolle Informationen liefert, bitte um deine Bewertung via Spende!

Patricia Marchart und Georg Sabransky zeichnen für Idee, Regie, Kamera, Schnitt verantwortlich. Ihre Intention beschreiben sie am besten selbst:  „In diesem Film geht es um alles: Um unsere Kinder und deren Leben im Hier und Jetzt und in der Zukunft; diesen Film haben Menschen gemacht, die dafür Verantwortung übernehmen. Wir sind niemandem verpflichtet, keiner Organisation, keinem Auftraggeber, keinen Medien, keiner Partei, nur uns selbst und unserem Gewissen. Hier haben sich Menschen zusammengefunden, die das Thema – Corona-Maßnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven kritisch beleuchten.“

Ob Hebamme oder Bestatter, Psychotherapeut oder Covid Intensivschwester, Künstler oder Biobauer, Schüler oder Mutter eines behinderten Sohnes: Im neuen Dokumentarfilm von Patricia Marchart und Georg Sabransky kommen sie alle zu Wort. Obwohl die Interviewpartner aus ganz verschiedenen Lebensrealitäten stammen, haben sie so doch oft ähnliche Sorgen und Ängste. Die Jungen machen sich Sorgen um ihre Zukunft, Ärzte können die Gesundheitspolitik nicht mehr nachvollziehen und Psychotherapeuten warnen vor den Kollateralschäden der Coronamaßnahmen.

In Szene werden die geführten Gespräche durch Einblicke in den Alltag der Betroffenen gesetzt. Im Dokumentarfilm sieht man Ausschnitte aus dem Leben jener, die die Politik offenbar längst vergessen hat. Wie wird meine Zukunft aussehen? Warum hat die Politik auf jungen Menschen vergessen? Warum müssen sich unbedingt alle impfen lassen? Warum Kinder impfen? Es sind Fragen wie diese, die die Menschen nach wie vor beschäftigen. In „Eine andere Welt“ werden diese Fragen gestellt.

Marchart abschließend: „Wir schenken Euch diesen Film, den wir mit vielen engagierten Menschen aus Vorarlberg gemacht haben, damit wir einander wieder besser verstehen.“

Wir wünschen Euch viele Umarmungen und kritische Fragen.

Es gibt viel zu tun. Für die Zukunft unserer Kinder. Tu auch Du etwas!

Hier kannst Du die Arbeit des des Filmteams unterstützen:

Verein Zukunft Kinderrechte

IBAN: AT06 2011 1844 6330 8000

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Das letzte Aufbäumen der globalen Profitökonomie

Axl Höhle Sick 800

Essay von Wolfgang Mikula

+ Pirandello, ein freier Geist und Freund von ethos.at hat am 6. November 2024 diese Welt viel zu früh verlassen. Danke philipp.blake auf fischundfleisch für sein Gedenken an einen jahrelangen Mitstreiter dieser Plattform Wolfgang (Wolfi) Mikula, besser bekannt als Pirandello.

18. Dezember 2021 – Als die “Pandemie” gestartet wurde, mit einem umfassenden Lockdown in ganz Österreich am 16. März 2020, war mir und einigen anderen Menschen meiner Umgebung rasch klar, dass uns dieses Ereignis ein sehr großes Thema stellen wird. Im Prinzip ist es so, dass uns jedes Ereignis, egal, wie positiv oder negativ oder katastrophal es sein mag, auch immer mit einem ganz bestimmten Thema “beschenkt”.

Das Thema, das uns hier geschenkt wurde heißt in kurzen und einfachen Worten: “Holt Euch Eure Macht zurück!” Stärkt den Weg zu Eurer uneingeschränkten Selbstverantwortung, steigt aus der Illusion aus, dass es irgendjemanden irgendwo gibt, der Eure Sache für Euch erledigt. Entdeckt Eure uneingeschränkte Autarkie. Besonders, was Eure Heilung und Eure Selbstheilungskräfte betrifft.

Angesichts des aktuellen Geschehens sind und werden wir Zeugen einer Götterdämmerung. Durch die Jahrtausende und die vergangenen Jahrhunderte sind schon einige Mega-Philosophien den Bach hinunter geschwommen, man sah auch schon etliche Imperien zerbrechen, deren “innere Hohlheit” zur Implosion geführt hatten, weil einfach nichts mehr da war, was hielt.

An einem ähnlichen Punkt sind wir heute angelangt, im noch herrschenden Zeitalter der Mega-Philosophie – in Anlehnung an das Buch von Joachim Koch, „Megaphilosophie. Das Freiheitsversprechen der Ökonomie“. Demnach ist die Profitökonomie, die Mutter von Profitmaximierung und Profitgier, ein System der Effizienzsteigerung, wo nur das zählt, was einen Marktwert hat und wirtschaftlich ver-wert-bar ist. Am Ende steht die Ökonomisierung des gesamten Denkens. Kreativität, Muße oder gar das „Recht auf Faulheit“, das Paul Lafargue schon 1880 forderte, haben in diesem System keinen Platz.

Doch zurück, Du rettest den “Freund” nicht mehr, möchte man ausrufen, für all diejenigen, die noch unverbrüchlich an den Konsum, den maximalen Profit, an die Aufklärung und die “Objektivität” der diversen Wissenschaften glauben wollen, müssen, oder nicht anders können.

Die Prognosen über die Grenzen des Wachstums des Club of Rome sind mittlerweile über 60(!) Jahre her! Die Zeichen der Zeit wurden nicht erkannt, es wurde der Konsumrausch multipliziert und die Varianten der Profitmaximierung wurden bis ins Unendliche erweitert. Die technische und zum größten Teil entseelte Medizin ging hochmütig ihren Weg weiter, sogar dann noch, als die handelnden Ärzte schon 90 Prozent ihrer Zeit vor Formularen und Computern verbrachten, um den Anforderungen der monströs angewachsenen Bürokratie gerecht zu werden, anstelle von eingehenden Gesprächen mit Klienten, die aus der Balance gerieten und um Hilfe gekommen waren, weil sie an manifest sichtbaren Krankheiten litten.

Das ökonomische System ist längst an die Wand gefahren, die Milliarden und Billionen Euro, die in der Europäischen Union bei jeder veritablen Krise wie Kaninchen aus dem Hut gezogen wurden, gibt es in realiter längst nicht mehr. Hier werden Pflästerchen gepickt, das nächste immer schneller auf das Vorhergehende.

Um die Vormachtstellung, oder zumindest einen gewissen Status quo im Interesse der herrschenden europäischen Eliten so halbwegs zu halten, tat sich die EU in vielen entscheidenden Dingen mit der KPCh (Kommunistische Partei Chinas) zusammen, um das Projekt Seidenstraße zu realisieren. Ich schreibe hier ganz absichtlich nicht Volksrepublik China, denn wir haben es laut Einstufung der WTO immer noch mit einem „Entwicklungsland“ zu tun. Das empfinden die Herrscher dieses Imperiums nicht als Affront, ganz im Gegenteil, sie erfreuen sich der Millionen, die aufgrund dieses Status ins Land fließen: typisch für den zweischneidigen chinesischen Hybrid, synthetisiert aus Kommunismus und Kapitalismus!

Da bestimmen allein Parteibonzen, wohin die Reise geht.

Europa hat China nie verstanden und versteht die kommunistisch-chinesische Mentalität noch immer nicht. Doch die EU und die wichtigsten Herrscher und Vertreter der großen Volkswirtschaften Europas haben kapituliert, haben den vorauseilenden Kotau vollzogen und die Bedingungen auf europäische Art herzustellen, die die Machthaber der KPCh als einzig erfolgversprechend ansehen, damit ein ungehindertes Profitwachstum zumindest in den nächsten zwei Jahrzehnten weiter stattfinden kann.

Wir erinnern uns an die Klassenreise unseres Oberlehrers Van der Bellen gemeinsam mit seinen Musterschülern (Kanzler Sebastian Kurz, Karin Kneissl, Umweltministerin Elisabeth Köstinger, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Infrastrukturminister Norbert Hofer) im April 2018 nach China, die von den Medien als „historisches Ereignis“ bejubelt wurde.

Im Kern geht es um das Social Credit System, welches den Europäern dringendst anempfohlen wird und zu dessen Einführung sich die Experten aus der Volksrepublik China sehr schnell und wirksam erbötig gemacht haben.

Wuhan war der Ausgangspunkt und das Startsignal für eine strategisch und taktische Intervention, die weltweit akkordiert und exekutiert wird, auf der Basis von inzwischen Billiarden von gewonnenen Daten durch exzessive Nutzung von Social Media-Konzernen. Wir befinden uns mitten in diesem Feldzug einer Kriegsführung, die bei normal zu prognostizierenden Ausgängen nur einen einzigen Gewinner haben wird: die Führungselite der KPCh, gemeinsam mit den Führungseliten des europäischen und arabischen Wirtschaftsraums, plus der Internet-Giganten des Social-Media-Sectors. Wir sind die Zuseher und Mitspieler in einem letzten großen Aufbäumen der globlen Profitökonomie zum Nutzen von immer weniger Menschen, auf Kosten von immer mehr zerstörten und getöteten Menschen.

(c) Bild: Axl Höhle, Sick of it all, Acryl auf Leinwand, 58 x 75 cm + Axl Höhle auf SAATCHI ART

Außer, wir greifen dem Ränkespiel beherzt in die Speichen und lassen uns trotz aller Angstkampagnen unsere Integrität und unsere autonome Lebenskraft nicht nehmen. An diesem Punkt stehen wir gegenwärtig, es ist keine Hilfe mehr zu erwarten, weder von Erlöserparteien, noch von moralisierenden Predigern, die uns jeden Tag aufs Neue irgendwelche “wichtigen Probleme” als Karotten vor die Nase hängen, was alles zu tun wäre und was nicht alles ungeheuer verbrecherisch ist, während das GROSSE SPIEL im Hintergrund unbeirrt weiterläuft.

Die Macht zurückholen heißt nichts anderes als: Keine Spaltung mehr zulassen, denn die Macht der ganz einfachen authentischen Menschen liegt immer in ihrer Gemeinschaftlichkeit und Geselligkeit.

Jeder ist, wie er/sie ist.

Das ist das Grundgesetz, kein Übergriff wird geduldet.

Wer sich impfen lassen will, der soll sich impfen lassen.

Wer das nicht will, der soll das auch nicht tun. Basta.

Wenn wir das eigentliche Thema nicht erkennen und annehmen, dann wird der Plan gelingen, sein Erfolg wird aber schlussendlich niemandem von uns dienen, das sollte klar sein. Wenn der Plan jedoch aufgeht, wird er in letzter Konsequenz auch den Gewinnern nichts mehr bringen, es ist eine kurze Periode eines weiteren ungehinderten Exzesses der Profitökonomie.

Wir haben hier und heute noch die Möglichkeit, hier einzugreifen und das Ganze zu Fall zu bringen. Das hat Österreich schon 1978 einmal geschafft, als ein komplett fertig gebautes AKW einfach gar nie in Betrieb genommen werden konnte. Österreich war immer schon die kleine Welt, in der die Große ihre Probe hält.

Beim letzten Ratsgipfel der EU wurden wir zum Testkaninchen auserkoren, beim nächsten Ratsgipfel soll der glühende Europäer mal so richtig Rote Ohren bekommen, weil er spürt, dass die Dinge nicht so laufen werden, wie von den EU-Eliten gewünscht.

ERGÄNZUNG: Impfpflicht zur Rettung des Finanzsystems? Hinter dieser vorsichtigen Frage verbirgt sich eine brillante Analyse von uncutnews.ch, was derzeit hinter den Kulissen im Finanzsekter abläuft. Demnach sind die Chinesen die „Gamechanger“ und Europa spielt mit – vielmehr die europäische Finanzindustrie und ihre Erfüllungsgehilfen in der EU-Bürokratie.

ERGÄNZUNG 5.1.2022: Mit welchen Methoden China durchgreift, zeigt ein aktueller SN-Bericht: „Wegen einer Handvoll Corona-Infektionen in der ostchinesischen Stadt Zhengzhou müssen sich alle zwölf Millionen Einwohner auf das Virus testen lassen. Die Massentests sollten ‚in der Öffentlichkeit versteckte Infektionen aufdecken‘, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit.“

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Kunstliebhaber. Menschenfreund. Landesvater.

Romana 6schimmel 2021 07 08

Kommentar der Künstlerin Romana Hostnig

Hubert Thurnhofer – ein Bundespräsident, der dieser Aufgabe voll und ganz gerecht würde! Denn was brauchen wir? Wir brauchen einen mutigen, vielseitigen, unkonventionellen, geistreichen Vater der Nation, einen der nicht davor zurückschreckt, eine Regierung, wenn sie nicht mehr tragbar ist, abzusetzen. Eine moralische Autorität, die die Bevölkerung eint, einen Menschen, der nachdenkt und vordenkt, geisteswissenschaftlich und kulturgeschichtlich gebildet ist; wie stolz könnten wir ihn auch auf dem internationalen Parkett präsentieren.

Ich habe Hubert als einen empathischen Freund kennen und schätzen gelernt. Sein Einsatz auch für die Schwachen in der Gesellschaft wäre gewährleistet, was mir ein besonderes Anliegen ist. Wir Menschen brauchen echte Vorbilder in der Politik, deren Entscheidungen das Volk nachvollziehen kann. Wir brauchen keine Worthülsenakrobaten. Wir brauchen einen Staatsmann, der nicht abgehoben ist, sondern zuhören kann, Rede und Antwort steht, der nie verlegen sein wird bei Bedarf gegen den Mainstream zu schwimmen, so wie jetzt gegen die geplante Impfpflicht. Er wird nicht zulassen, dass gegen das Volk regiert wird in einer totalitären Art und Weise, wie es derzeit geschieht.

Hubert, der in vielen Disziplinen, sei es in der Kunst, Philosophie, Wirtschaft und Politik zuhause ist, hat seine Gedanken über den Rechtsstaat im Buch „Baustelle Parlament“ kritisch beleuchtet und zwar so, dass man es auch verstehen kann. Er ist ein Denker, der auch mit uns auf die Straße geht, um gegen das Unheil, welches seit Anfang der Pandemie sein gemeingefährliches Unwesen treibt, aufzustehen und Seite an Seite mit den Demonstrierenden für das einsteht, was zur Zeit keine Gültigkeit mehr hat, nämlich unsere demokratischen Rechte.

Nicht zuletzt ist es ihm ein Anliegen, mit den Menschen über den Sinn des Lebens zu sprechen, den Menschen eine transzendentale Erfahrung anzubieten, als Ausweg aus der Ego-Falle, dem Narzissmus und der Egozentrik. Denn solange der eigentliche Sinn des Lebens verleugnet wird, solange alles Streben nach Transzendenz belächelt wird, solange wir nicht mehr an unseren christlichen Werten anzuknüpfen imstande sind, solange unsere Gesellschaft sich nur materiell und diesseitig ausrichtet und kein Raum für Spiritualität gelassen wird, solange bleibt der Mensch auf einer unteren Stufe seines Bewusstseins stehen und er wird immer weniger in der Lage sein, nach dem Guten und Wahren sein Leben auszurichten.

Hubert, ein wahrer Menschenfreund, könnte als Landesvater das Vorbild auch dafür sein. Ich werde ihn nach Kräften unterstützen!

Screen Romana Hostnig www

 Fotos: (oben) die Künstlerin in der Sechsschimmelgalerie, Wien; (unten) die Webseite der Künstlerin. Mehr über Romana Hostnig siehe kunstsammler.at

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Rechtsstaat & Anti-Korruptions-Volksbegehren

screen Antikorruption

Wien, 9. Dezember 2021 – Anlässlich des Welt-Antikorruptionstags am 9. Dezember und des Internationalen Tags der Menschenrechte am 10. Dezember stellte das Rechtsstaat & Anti-Korruptionsvolksbegehren eine breite Allianz aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen vor, die gemeinsam gegen Machtmissbrauch und Korruption antreten.

Von 2. bis 9. Mai ist die Eintragungswoche – auch für sechs weitere Volksbegehren:

– Arbeitslosengeld RAUF!

– NEIN zur Impfpflicht

– Bedingungsloses Grundeinkommen umsetzen!

– Impfpflichtabstimmung: NEIN respektieren!

– Mental Health Jugendvolksbegehren

– Stoppt Lebendtier-Transportqual

Neben dem Rechtsstaat & Anti-Korruptionsvolksbegehren (Martin Kreutner) haben sich Greenpeace Österreich (Alexander Egit), Amnesty International Österreich (Annemarie Schlack), die Österreichische Liga für Menschenrechte (Angelika Watzl), Reporter ohne Grenzen Österreich (Rubina Mörhing), der Presseclub Concordia (Daniela Kraus), das Institut für Interne Revision Österreich (Gottfried Berger), die Initiativen Saubere Hände (Ursula Bittner) und #aufstehn (Maria Mayrhofer), die Demokratiestiftung (Josef Barth), das BürgerInnen Forum Europa (Othmar Karas), das Wiener Forum für Demokratie und Menschenrechte (Maria Berger) sowie das Transitforum Austria-Tirol (Fritz Gurgiser) der Allianz angeschlossen und heute eine gemeinsame Erklärung dazu unterzeichnet. Hier der Wortlaut:

An

den Gesetzgeber der Republik Österreich,

alle im Parlament vertretenen Parteien,

An den Bundeskanzler, den Vizekanzler,

die (jeweilige) Bundesregierung der Republik Österreich,

sowie Entscheidungsträger/-innen der Medien, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

nachrichtlich:

An den Herrn Bundespräsidenten

Öffentlicher Appell

Korruption ist kriminell, unmoralisch und ein schwerwiegender Betrug am öffentlichen Vertrauen (UNGS António Guterres, 2020). Korruption ist die Antithese zu den Menschenrechten, Gift für den Rechtsstaat, für Prosperität und nachhaltige Entwicklung, ist das Gegenteil von Fairness und Gleichheit (UN SDG Summit, 2015). Korruption unterminiert die Demokratie, unterhöhlt den Sozialvertrag,

kontaminiert Natur und Klima, untergräbt unabhängige Medien und Kontrolleinrichtungen, sabotiert den Wirtschaftsstandort und die Zivilgesellschaft, treibt die Politikverdrossenheit.

Unser Land hat in seiner jüngeren und längeren Geschichte (viele Verdachtslagen von) systemischer Korruption, von illegaler Postenschacherei, von Bau- und Bankenskandalen, von wahlbeeinflussenden Umfragemanipulationen, grassierender Inseratenkorruption, manipulierten Ausschreibungen sowie von Angriffen auf Ermittlungsbehörden und Kontrollinstanzen erdulden müssen.

Anerkannte Institutionen, wie der Europarat oder die Europäische Union, aber auch viele andere internationale Beobachter haben Österreich deswegen erst jüngst zum Teil vernichtende Testate und Urteile ausgestellt und gravierenden Nachholbedarf in essenziellen Punkten attestiert.

Es ist genug – so wollen wir nicht sein!

Wir haben daher mit heutigem Tag diese breite Allianz gegen Korruption gebildet und richten anlässlich des Welt-Antikorruptionstages am 09. Dezember einen eindringlichen Appell an alle Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen der Gesellschaft, insbesondere aber an alle Parlamentarierinnen und Parlamentarier sowie alle Vertreterinnen und Vertreter aller im Parlament vertretenen Parteien, die Forderungen und Vorschläge des Rechtsstaat und Antikorruptionsvolksbegehren im jeweiligen Verantwortungsbereich ohne weiteren Verzug, vollinhaltlich und glaubwürdig umzusetzen.

Des Weiteren fordern wir, die Korruptionsbekämpfung für die nächsten drei Jahre zu einem der zentralen und parteienübergreifenden Ziele, insbesondere der Exekutive und der Legislative, zu machen und darüber gegenüber der Bevölkerung, institutionell und individuell, entsprechende Rechenschaft abzulegen. Erste Ergebnisse sollen bereits im 1. Quartal 2022, danach mindestens halbjährlich vorgelegt werden.

Wien, zum 09. Dezember 2021

Die Proponenten des Rechtsstaat & Anti-Korruptionsvolksbegehrens

Werner DORALT, emeritierter Universitätsprofessor an der Universität Wien

Franz FIEDLER, ehem. Präsident des Rechnungshofes und Vorsitzender des Österreich-Konvents

Andrea FRIED, Kommunikationsberaterin und ehem. Journalistin

Walter GEYER, ehem. Leiter der WKStA

Irmgard GRISS, ehem. Präsidentin des Obersten Gerichtshofes

Michael IKRATH, ehem. Abgeordneter zum Nationalrat und Justizsprecher der ÖVP

Christina JILEK, Juristin

Martin KREUTNER, Dean Emeritus Internationale Antikorruptions-Akademie (IACA)

Heinz MAYER, ehem. Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien

Oliver SCHEIBER, Jurist

Heide SCHMIDT, ehem. dritte Präsidentin des Nationalrates

Hubert SICKINGER, Politikwissenschaftler und Korruptionsforscher

Weitere UntterstützerInnen siehe: TESTIMONIALS
Rechtsstaat und Antikorruptionsvolksbegehrens, siehe: FORDERUNGEN

Ergänzung 2. Mai 2022: Der Initiator des Volksbegehrens, Walter Geyer, gibt NEWs ein ausführliches Interview anlässlich der Eintragungswoche. Zitate: „Sie haben in Ihrer Karriere die Protokolle einer Unzahl abgehörter Telefonate oder abgefangener Nachrichten gesehen. Benutzten die Mächtigen zu Ihrer Zeit auch den Mafia-Slang, bezeichneten sich als „Familie“, oder die Bevölkerung als „Pöbel“?

Nein. Die Chats, die jetzt durch Medienberichte bekannt wurden, sind sowohl inhaltlich als auch von der Ausdrucksweise her von einer eigenen „Qualität“, einer beunruhigenden.

Woher kommt diese eigene Qualität? Empirisch lässt sich das vermutlich nicht erklären, aber Sie haben sicher eine Meinung dazu.

Es hängt ausschließlich vom moralischen Gerüst der handelnden Personen ab. Der Anlassfall (die Sammlung beschlagnahmter Chats in einem Backup des Smartphones von Ex-ÖBAG-Vorstand Thomas Schmid, Anm. d. Red.) zeigt, wie groß der Unterschied zwischen der öffentlichen Darstellung mancher Politiker und dem, wie sie wirklich denken, ist. Er bestätigt, was viele ohnedies befürchtet haben, jetzt aber in den Chats nachlesen können: Politik kann ziemlich schmutzig sein. Und er wirft manche grundlegende Frage auf, zum Beispiel, wo die Grenze zwischen Vertraulichkeit und Persönlichkeitsschutz einerseits und dem öffentlichen Interesse andererseits verläuft.“

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Mind and Spirit + Glaube und Vernunft

„Wir brauchen ein starkes Ego. Ein starkes Ego ist gut, schlecht sind Egoismus und Egozentrik.“ Das sagt Erhard Meyer-Galow im Interview mit Gunnar Kaiser auf KAISER TV. Der Autor des Buches „Business Ethik 3.0 – Die neue integrale Ethik aus der Sicht eines CEOs“ erinnert daran, dass angloamerikanische Philosophen zwischen Mind (Denken, Ratio, Vernunft) und Spirit (das Spirituelle, die innere Verfasstheit) unterscheiden. Das Ahnen ist aus dieser Sicht ein wichtiger Akt des menschlichen Denkens. Meyer-Galow zitiert den Physiker und Essayisten Hans-Peter Dürr: „Das Komplexe erfahren wir nur, wenn ich sage: ich ahne. … Unsere Erfahrung ist nicht dazu gemacht, das Universum zu verstehen.“

Damit schließen Dürr und mit ihm Meyer-Galow direkt bei Immanuel Kant an, der die Intention der „Kritik der reinen Vernunft“ kurz und prägnant zusammengefasst hat: „Ich musste also das Wissen aufheben, um zum Glauben Platz zu bekommen“. Die „Kritik der reinen Vernunft“ selbst ist nicht so kurz und prägnant, deshalb hier ein Versuch, die Fundamente und die wesentlichen Säulen von Gedankengebäude für Nicht-Philosophen zu übersetzen.

Kritik der reinen Vernunft

Immanuel Kant (1724-1804) verwendet den Begriff „Kritik“ nicht im heute üblichen Sprachgebrauch im Sinne von „Beanstandung, Bemängelung“, sondern versteht darunter eine wissenschaftliche Methode. Dieses Kapitel ist ein Exkurs über die von ihm begründete Epistemologie, die „Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können“.

„Kritik“ leitet Kant vom Griechischen „krinein“ ab, auf Deutsch „prüfen, untersuchen, unterscheiden, und nur in diesem Sinne verwendet er den Begriff. Wer Kants Kritik nur oberflächlich aus dem Schulunterricht kennt, wird sich an die Aussage erinnern, dass „das Ding an sich“ nicht erkannt werden kann. Dieses Dilemma lässt sich leicht aufklären, wenn man das Wesen der Kritik, genauer gesagt: die Methode der Kritik versteht. Das „Geschäft der Kritik“ wie Kant formuliert, ist es, die Bedingung der Möglichkeit der Erkenntnis zu ergründen und zu begründen und damit die Grenzen der Erkenntnis (d.h. die Grenzen unserer Erkenntnisfähigkeit) aufzuzeigen. Die Vernunft (Ratio) spielt in der Kritik eine doppelte Rolle. Sie ist einerseits Gegenstand der Erkenntnis und anderseits Bedingung der Möglichkeit der Erkenntnis. Es geht der reinen Vernunft also um das Denken selbst, das Denkvermögen und die Denkungsart. Damit ist Kants Metaphysik selbstreferenziell, was die Gefahr innerer Widersprüche birgt: Wir brauchen das Denken um über das Denken nachzudenken.

Dass die Kritik selbstreferentiell ist, sollte als Auftrag verstanden werden, sie immer auch als Selbstkritik zu verstehen. Die Kritiken (Kritik der reinen Vernunft, Kritik der praktischen Vernunft, Kritik der Urteilskraft) sind schwer zu lesen, weil Kant uns keine fertigen Begründungen liefert, sondern uns an seinem Prozess der Ergründung der Elementarbegriffe der Metaphysik teilnehmen lässt. Er stellt uns kein Fertighaus auf ein vorbereitetes Fundament, sondern lässt uns bei jedem Schritt der Planung und Errichtung dieses Hauses teilnehmen. So bleiben die Methode und ihre Begründung für den ungeübten Leser unklar und verschwommen, weil Kant oft unvermittelt von der Planung der Architektur in die Bauausführung wechselt. Seine Standardwerke sind so umfangreich, weil er gleichzeitig die Architektur der Metaphysik als Wissenschaft erklären und umgehend die Anwendungsmöglichkeiten aufzeigen und alle falschen Anwendungen ausschließen wollte.

Alleine die Anzahl der Möglichkeiten des Vernunftgebrauchs ist atemberaubend: apodiktisch, discursiv, dogmatisch, empirisch, hyperphysisch, hypothetisch, intuitiv, konstitutiv, logisch, mathematisch, moralisch, natürlich, polemisch, praktisch, regulativ, rein gesetzgebend, skeptisch, spekulativ, systematisch, theoretisch, transscendental oder transcendent. Es ist gar nicht notwendig, auf diese Unterscheidungen im Detail einzugehen. Es reicht darauf hinzuweisen, dass schon Kant erkannte: nicht jeder Gebrauch der Vernunft ist vernünftig. Die heutigen Wissenschaften und ihre Repräsentanten an den Universitäten dieser Welt liefern viele Behauptungen, die eher einen dogmatischen, polemischen oder spekulativen Vernunftgebrauch bezeugen, als einen konstitutiven, logischen oder praktischen.

Hier die wesentlichen Grundlagen der kritischen Methode, die das Ziel hat, die Grenzen der Erkenntnis auszuloten. Die viel zitierte Formulierung Kants lautet: „Ich musste also das Wissen aufheben, um zum Glauben Platz zu bekommen„. Diese Aussage wird oft theologisch interpretiert, ist aber kein Bekenntnis zu einem konkreten Glaubensinhalt (z.B. zum Christentum), sondern der Hinweis, dass Glauben, so wie Wissen, Denken, Erkennen, Erfahren, Vorstellen, Wahrnehmen, Anschauen „Vermögen“ sind, die alle essenziell für die Metaphysik als Wissenschaft sind, und das Wesen des homo sapiens definieren. Glaube steht am Anfang und am Ende – man kann auch sagen an der Grenze – des Wissens und jeder Wissenschaft.

Die Aussage „Glauben heißt nichts Wissen“ ist falsch und richtig gleichzeitig: falsch in der pejorativen Bedeutung, dass Glauben dumm und Wissen gescheit ist; richtig im Sinne Kants: Glauben ist nicht Wissen, sondern etwas essenziell Anderes als „Wissen“, wobei beide Begriffe in der Erkenntnistheorie Kants ihre Position haben. Beide „haben ihre Berechtigung“ ist eine Formulierung, die man heute gerne verwendet um einen Streit zu vermeiden, anstatt eine Konfrontation auszutragen. Richtig aber im Geiste Kants ist die Aussage: Beide Begriffe sind notwendig.

Glaube ist der Bereich, wo die Erkenntnis beginnt und wo sie wieder aufhört. Vor jeder Theorie steht eine Idee, an die ein Wissenschafter glaubt. Auf jede ausformulierten Theorie folgt der Glaube, dass sie richtig (wahr) ist, bevor man beginnt, sie zu verifizieren (bzw. zu falsifizieren). Weitere Grenzbegriffe, die vor der Erkenntnis stehen, sind die Kategorien (Elementarbegriffe wie Kausalität, Quantität, Qualität, Modalität), und die „reinen Anschauungen“ Raum und Zeit. Grundsätze (Synonym: Prinzipien) sind „Regeln des objektiven Gebrauchs der Kategorien“. Den Begriff der „Anschauung“ verwendet Kant meist im Sinne der Beobachtung der empirischen Wissenschaft, so ist es verwirrend, wenn er plötzlich von den „reinen Anschauungen Raum und Zeit“ spricht. Das ist ein Beispiel dafür, wie schwer es ist, seinen Ausführungen zu folgen. Genau genommen hat er gemeint: Raum und Zeit sind reine Begriffe (Begriffe a priori) als Bedingung der Möglichkeit jeglicher Anschauung.

Darüber hinaus gibt es Ideen, Begriffe a priori, die vor der Erkenntnis stehen (im Unterschied zu spekulativen Begriffen der Schulmetaphysik, die „über“ oder „jenseits“ der Erkenntnis stehen). Kant unterscheidet psychologische, kosmologische und theologische Ideen, die „lauter reine Vernunftbegriffe sind, die in keiner Erfahrung gegeben werden können“, die aber dazu geeignet sind, unseren Verstandesgebrauch zu einer synthetischen Einheit zu bringen. (P § 56) Bewusstsein und Selbstbewusstsein, sind psychologische Ideen, Unendlichkeit und Universum sind kosmologische Ideen, Gott und Schöpfung sind theologische Ideen. Ergänzend dazu könnte man von den moralischen (bzw gesellschafts-politischen) Ideen Freiheit und Gerechtigkeit sprechen. „Ideen“, „reine Vernunftbegriffe“ und „spekulative Begriffe“ sind in Kants System weitgehend synonym. Spekulation ist demnach nicht grundsätzlich abwertend gemeint, wird aber scharf kritisiert im Kontext der vor-kantischen Metaphysik, die keine Wissenschaft war.

Zum Basiswissen über Kants Metaphysik zählt die Unterscheidung zwischen reiner und praktischer Vernunft. Die reine Vernunft gibt die Begriffe a priori, die praktische Vernunft (der Verstand) verknüpft diese Begriffe mit den Anschauungen. Zur Beurteilung von richtig oder falsch, gut oder schlecht braucht es die Urteilskraft. Der praktischen Vernunft widmet Kant ein eigenes Buch, ebenso wie der Urteilskraft. Urteilskraft und Vorstellungskraft sind zwei Schlüsselbegriffe, die von den Wissenschaftern in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig beachtet und entwickelt wurden, deshalb behauptet Erwin Chargaff: „die Naturforschung ist […] gefährlich geworden für die Menschheit, denn der Weg von der methodischen Feststellung zur industriellen Ausnützung ist jetzt sehr kurz. Manche Scheußlichkeit, die früher nur den schönen Inhalt eines Forschertraums gebildet hätte, liegt morgen schon auf den Straßen.“ (Chargaff, Zeugenschaft, 208/209)

Vorstellungskraft ist das Vermögen des Wissenschafters, Begriffe a priori mit Anschauungen a posteriori (Beobachtungen) zu einer Theorie zu verbinden. Urteilskraft benötigt der Wissenschafter zur Bewertung einer Theorie. Der heute in der Wissenschaftstheorie geläufigen Begriffe „These“, „Hypothese“, „Theorie“ verwendet Kant nicht. Ebenso wenig wie den heute inflationär gebrauchten Begriff „Meinung“ – der durch die Menschenrechte und viele Verfassungen in der „Meinungsfreiheit“ besonders hervorgehoben und geschützt ist.

Kants Interesse gilt den objektivierbaren Begriffen und Urteilen. Dazu zählt er auch die Überzeugung, „ein Fürwahrhalten, das objektiv hinreichenden Grund und demnach Gültigkeit für jedermann besitzt“. Meinung dagegen ist immer subjektiv. Das Urteil wiederum ist „die mittelbare Erkenntnis eines Gegenstandes oder Vorstellung seiner Vorstellung“. Kant wechselt häufig von einer Ebene der Betrachtung (beispielsweise des Begriffes „Vorstellung“) auf die Metaebene (Vorstellung der Vorstellung). Vorstellung impliziert Perception, Empfindung, Erkenntnis, Begriff und Anschauung.

Breiten Raum schenkt Kant der Auseinandersetzung mit dem Empirismus von David Hume, der, wie Kant schreibt, „mir vor vielen Jahren zuerst den dogmatischen Schlummer unterbrach, und meinen Untersuchungen im Felde der spekulativen Philosophie eine ganz andere Richtung gab“. Er verweist darauf, dass Hume ihn auf den Gedanken gebracht habe, dass Ursache und Wirkung Begriffe a priori seien, und „so ging ich an die Deduktion dieser Begriffe. […] Diese Deduktion, die meinem scharfsinnigen Vorgängern unmöglich schien […] war das Schwerste, das jemals zum Behuf der Metaphysik unternommen werden konnte“. (Prolegommena, 7)

Das „Schwerste“, das Kant geleistet hat, wurde zunächst wenig gelesen, geschweige denn verstanden. Deshalb veröffentlichte der Philosoph zwei Jahre später die „Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können“ als Einführung in die Kritik. Heute würde man wohl sagen „Kritik der reinen Vernunft für Dummies“. Dies zeitigte Erfolge, ab 1787, nach der erweiterten Neuauflage der Kritik, wurde er zum einflussreichsten Philosophen der Aufklärung.

Kant hat bewiesen, dass spekulative Aussagen (Behauptungen, Urteile) im Geiste der Schulmetaphysik nicht bewiesen werden können. So bringt er in der vierten „Antinomie der reinen Vernunft“ den Nachweis, dass sowohl die Aussage, dass die Welt einen Schöpfer habe, als auch die Aussage, es gebe kein „schlechthin notwendiges Wesen in und außer der Welt“ richtig sein können. Mit den gleichen Begründungen (Untersuchung ihrer Gründe) ist aber auch nachweisbar, dass beide Behauptungen falsch sind. Anders gesagt: weder die Aussage „Gott lebt in uns allen“ noch die Aussage, für die Nietzsche berühmt wurde, „Gott ist tot“, kann bewiesen werden. Spekulative Begriffe (Gott, Unendlichkeit, Bewusstsein uvm) und Aussagen übersteigen die Grenzen unserer Erkenntnisfähigkeit und damit die Grenzen der Beweisbarkeit. Erkenntnis ist nur möglich, wenn die Aussagen empirisch überprüfbar sind.

Die wesentliche Leistung von Kant besteht in dem weit über den Empirismus und die spekulative Metaphysik hinaus gehende Verständnis des Zusammenhangs zwischen empirischer Erfahrung und rationaler Erkenntnis. War die Metaphysik vor Kant nur spekulativ, nur eine beliebige, assoziative Aneinanderreihung abstrakter Begriffe (was in Poesie und Mystik natürlich legitim ist und im Bereich der Börsenspekulationen sogar höchst erfolgreich sein kann), so ist seine Transformation der Metaphysik vergleichbar mit der kopernikanischen Wende in der Physik. Mit heutigen Begriffen: Kant hat einen Paradigmenwechsel vollzogen. Zuvor war die Metaphysik buchstäblich abgehoben von der Realität und die Naturwissenschaft war auf einem Auge blind, weil sie versuchte, zu empirischen Erkenntnisse ohne Begriffe a priori zu gelangen.

Um das System von Kant zu verstehen, ist die Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen Urteilen wichtig. „Analytische Urteile sagen im Prädikate nichts, als das, was im Begriffe des Subjekts schon wirklich, obgleich nicht so klar und mit gleichem Bewusstsein gedacht war.“ (P., 13) Das ist einer der einfachsten Sätze von Kant. Anders gesagt: jeder analytische Satz ist eine Tautologie, beispielsweise: Alle Körper sind ausgedehnt. Alle analytischen Urteile gelten a priori – man braucht sie nicht erst in der empirischen Welt zu überprüfen. Sie beruhen auf dem Satz des Widerspruches (etwas kann nicht gleichzeitig A und Nicht-A sein, etwas kann nicht gleichzeitig sein und nicht sein).

Die Naturwissenschaft arbeitet üblicher Weise mit synthetischen Urteilen, das sind Sätze, die eine Synthese aus mehreren Begriffen bilden, beispielsweise: Ein Baum ist eine Pflanze mit Stamm, Ästen und Krone. „Erfahrungsurteile sind jederzeit synthetisch“ (P. 15) und „Erfahrung ist selbst nichts anders, als eine kontinuierliche Zusammenfügung (Synthesis) der Wahrnehmungen“ (P. 25), schreibt Kant. Charakteristisch für die Wissenschaft ist die laufende Präzisierung synthetischer Urteile. So definiert die Botanik Bäume als „ausdauernde und verholzende Samenpflanzen, die eine dominierende Sprossachse aufweisen, die durch sekundäres Dickenwachstum an Umfang zunimmt.“ (wikipedia) Erfahrungsurteile sind Urteile a posteriori, Erfahrungsurteile verwenden Begriffe a posteriori – zur Erkenntnis gelangt man erst durch die Verbindung mit den Begriffen a priori.

Eine zentrale Frage der Kritik lautet: sind synthetische Urteile a priori möglich? Genau genommen lautet die Frage: Wie sind synthetische Urteile a priori möglich? – denn dass sie möglich sind, ist Kants Voraussetzung für die Entwicklung der kritischen Methode. Oft werden empirische Urteile so selbstverständlich, dass man zur Meinung gelangen könnte, diese seien synthetische Urteile a priori. So könnte man folgendes Urteil betrachten: „Holzbiomasse enthält weniger Energie als Kohle, so dass die CO2-Emissionen für die gleiche Energieleistung höher sind“. Physiker könnten in Kenntnis der Energiedichte verschiedener Rohstoffe diese Aussage für a priori richtig halten. Die Aussage ist zwar apodiktisch (unstrittig) und (bei Kenntnis der Formeln für Energiedichte) evident, aber nicht a priori. In diesem Sinne kritisiert Kant den Denkansatz Humes, der behauptet, „nur Erfahrung kann uns solche Verknüpfungen an die Hand geben, und […] Erkenntnis a priori ist nichts als eine lange Gewohnheit, etwas wahr zu finden„. (P, 27)

Synthetische Urteile a priori können nur aus Begriffen a priori gebildet werden, Kant sagt, dass die Begriffe a priori „die Materie der Metaphysik und ihr Bauzeug ausmachen“ (P, 22). Letztlich können wir „von den Dingen nur das a priori erkennen, was wir selbst in sie legen.“ (Kritik, 21) Auf diesem Satz basieren alle Varianten des Konstruktivismus, der im 20. Jahrhundert zu einer dominierenden Wissenschaftstheorie, ja sogar Weltanschauung geworden ist. Die radikale Fassung: jedes Gesetz ist gesetzt – nicht nur die Gesetzgebung der Staaten (positives Recht), sondern auch die Naturgesetze.

Zusammengefasst: Die Kritik der reinen Vernunft „ist ein Traktat von der Methode, nicht ein System der Wissenschaft selbst; aber sie verzeichnet gleichwohl den ganzen Umriß derselben, sowohl in Anschauung ihrer Grenze, als auch des ganzen inneren Gliederbaus derselben.“ (Kritik, 23) Darauf baut Karl Popper in der „Logik der Forschung“ auf.

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Die Erklärung von Great Barrington

screen Declaration

Seit Ausbruch der Corona-Herrschaft wird von Politikern und ihren wissenschaftlichen Beratern suggeriert, dass es nur eine wissenschaftliche Wahrheit und nur eine Lösung zur Bekämpfung der angeblichen Pandemie gebe. Diese „einzig mögliche Lösung“ läuft auf die Impfung hinaus. Österreich steht kurz vor der Impfpflicht, doch bis zu diesem Punkt führte bereits eine angeblich alternativlose Lösungskette: Lockdowns – Masken – Quarantänen – Tests ohne Ende – Impfungen 1,2,3. Mag sein, dass eine Mehrheit der Wissenschafter bis heute die Meinung vertritt, dies sei die einzig richtige Weg aus der Pandemie. Doch sicher ist: dies ist nicht die einzige wissenschaftliche Wahrheit.

Bereits am 4. Oktober 2020 wurde die Deklaration in Great Barrington, USA, von Dr. Martin Kulldorff (Professor an der Harvard Universität), Dr. Sunetra Gupta (Professorin an der Oxoford Universität) und Dr. Jay Bhattacharya (Professor an der Stanford Universität) aufgesetzt und unterschrieben. Bis heute, 11. Dezember 2021 haben 888.038 Menschen vorwiegend in Nordamerika und Europa diese Deklaration unterschrieben, davon 15.263 Wissenschafter und 45.033 Ärzte und medzinisches Personal! Aus Österreich haben bis dato exakt 32.376 Menschen unerschrieben. 

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Die Deklaration im Wortlaut

Als Epidemiologen für Infektionskrankheiten und Wissenschaftler des öffentlichen Gesundheitswesens sind wir sehr besorgt über die schädlichen Auswirkungen der vorherrschenden COVID-19-Politik auf die körperliche und geistige Gesundheit und empfehlen einen Ansatz, den wir Focused Protection nennen.

Wir kommen sowohl von der Linken als auch von der Rechten und haben unsere berufliche Laufbahn dem Schutz der Menschen gewidmet. Die derzeitige Abschottungspolitik hat kurz- und langfristig verheerende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit, was in den kommenden Jahren zu einer höheren Übersterblichkeit führen wird, wobei die Arbeiterklasse und die jüngeren Mitglieder der Gesellschaft die größte Last zu tragen haben. Schüler von der Schule fernzuhalten ist eine große Ungerechtigkeit.

Glücklicherweise wächst unser Wissen über das Virus. Wir wissen, dass das Risiko, an COVID-19 zu sterben, bei alten und gebrechlichen Menschen mehr als tausendmal höher ist als bei jungen Menschen. In der Tat ist COVID-19 für Kinder weniger gefährlich als viele andere Krankheiten, einschließlich der Grippe.

Wenn die natürliche Immunität in der Bevölkerung zunimmt, sinkt das Infektionsrisiko für alle – auch für die Schwachen. Wir wissen, dass alle Völker irgendwann die Herdenimmunität erreichen – d. h. den Punkt, an dem die Rate der Neuinfektionen stabil ist. Unser Ziel sollte daher sein, die Sterblichkeit und den sozialen Schaden zu minimieren, bis wir die Herdenimmunität erreichen.

Der mitfühlendste Ansatz, der die Risiken und Vorteile des Erreichens der Herdenimmunität gegeneinander abwägt, besteht darin, denjenigen, die einem minimalen Todesrisiko ausgesetzt sind, ein normales Leben zu ermöglichen, damit sie durch natürliche Ansteckung eine Immunität gegen das Virus aufbauen können, während diejenigen, die dem höchsten Risiko ausgesetzt sind, besser geschützt werden. Wir nennen dies gezielten Schutz (Focused Protection).

Die Ergreifung von Maßnahmen zum Schutz der gefährdeten Personen sollte das zentrale Ziel der Reaktionen des Gesundheitswesens auf COVID-19 sein. So sollten Pflegeheime beispielsweise Personal mit erworbener Immunität einsetzen und häufige Tests bei anderem Personal und allen Besuchern durchführen. Die Personalrotation sollte minimiert werden. Zu Hause lebende Rentner sollten sich Lebensmittel und andere lebenswichtige Dinge nach Hause liefern lassen. Wenn möglich, sollten sie ihre Familienangehörigen im Freien und nicht im Haus treffen. Eine umfassende und detaillierte Liste von Maßnahmen, einschließlich Ansätzen für Mehrgenerationenhaushalte, kann umgesetzt werden und liegt durchaus im Rahmen der Möglichkeiten und Fähigkeiten von Fachleuten des öffentlichen Gesundheitswesens.

Diejenigen, die nicht gefährdet sind, sollten sofort die Möglichkeit haben, ihr normales Leben wieder aufzunehmen. Einfache Hygienemaßnahmen, wie Händewaschen und zu Hause bleiben, wenn man krank ist, sollten von allen praktiziert werden, um die Schwelle für die Herdenimmunität zu senken. Schulen und Universitäten sollten für den persönlichen Unterricht geöffnet sein. Außerschulische Aktivitäten, wie z. B. Sport, sollten wieder aufgenommen werden. Junge Erwachsene mit geringem Risiko sollten normal arbeiten und nicht von zu Hause aus. Restaurants und andere Geschäfte sollten wieder öffnen. Kunst, Musik, Sport und andere kulturelle Aktivitäten sollten wieder aufgenommen werden. Menschen, die stärker gefährdet sind, können daran teilnehmen, wenn sie es wünschen, während die Gesellschaft als Ganzes den Schutz genießt, der den Gefährdeten durch diejenigen gewährt wird, die eine Herdenimmunität aufgebaut haben.

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Winter Poesie

Ingeborg Matula Weihnacht

Peter Rosegger (1843-1918)

Die autobiografische Erzählung „Als ich Christtagsfreude holen ging“ von Peter Rosegger ist wohl eine der bekanntesten Wintergeschichten aus Österreich. Sie vermittelt Einblicke in die die Bergbauernwelt des 19. Jahrhunderts: „Noch nicht dreihundert Schritte war ich gegangen, so lag ich im Schnee, und die Laterne, hingeschleudert, war ausgelöscht. Ich suchte mich langsam zusammen, und dann schaute ich die wunderschöne Nacht an. Anfangs war sie ganz grausam finster, allmählich hub der Schnee an, weiß zu werden und die Bäume schwarz und in der Höhe war helles Sternengefunkel. In den Schnee fallen kann man auch ohne Laterne, so stellte ich sie seithin unter einen Strauch und ohne Licht ging’s nun besser, als vorhin. In die Talschlucht kam ich hinab, das Wasser des Fresenbaches war eingedeckt mit glattem Eise, auf welchem, als ich über den Steg ging, die Sterne des Himmels gleichsam Schlittschuh liefen.“ Dieses Zitat ist nur ein Vorgeschmack auf die Geschichte, die auf Weihnachtsmann.net zur Gänze abgerufen werden kann.

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Hilde Langthaler

wir kommen aus der ewigkeit

wir gehen in die ewigkeit

und in der kurzen zeit dazwischen … 

schauen wir ständig auf die uhr

(Quelle: Hilde Langthaler / Richard Langthaler, Kerbungen. Schwarze Texte und Holzschnitte)

Ingeborg Matula

Freudig durch die Straßen gehn, bunte Weihnachtsmärkte sehn.

Glühwein trinken, fröhlich lachen, Umarmungen zum Geschenk uns machen.

Herzlich uns die Wangen küssen ohne Abstand halten müssen.

Familie treffen, Nachbarn / Freunde sehn, nicht nur vor der Türe stehn.

Wäre das nicht wunderbar – ein Weihnachten wie es früher war!

Eckehard Bamberger

Der Musikwissenschaftler und Theologe Eckehard Bamberger erzählt in seinem Buch „Lichtkreise. Provokationen christlichen Denkens“ sein persönliches Erleben rund um das weltweit beliebteste Weihnachtslied: „Das Lied ‚Stille Nacht‘ hat mich von Jugend an sehr interessiert. In der Nachkriegszeit lebte ich mit meinen Eltern in Schwanenstadt. In einer Weihnachtszeit, welches Jahr weiß ich nicht mehr, erhielten wir einen Prospekt. Abgebildet war darauf eine Notenzeile von ‚Stille Nacht‘ mit dem Text ‚In an kloan Haus‘. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich diese Notenzeile des Öfteren vor mich hin summte. Ich warf den Prospekt nach wenigen Tagen weg und bedauere das noch heute.

Das schönste und auch weltweit berühmteste Lied im Stil eines Volksliedes ist ‚Stille Nacht‘, uraufgeführt im Jahre 1818, komponiert von Franz X. Gruber nach Worten des katholischen Priesters Joseph Mohr. Der Text, den Mohr der Melodie seines Freundes unterlegt hat, ist eine meditative Betrachtung des Lukas-Evangeliums. Für die Notation seiner Komposition wählte Gruber die Gitarre, die zur Begleitung von Volksliedern bestens geeignet ist. Im Liederschatz seiner Heimat könnte Gruber auf das Volkslied ‚In an kloan Haus‘ gestoßen sein, dessen erste Takte genau jenen gleichen, die er für sein Weihnachtslied verwendete. Oder sollte es nur Zufall gewesen sein?“

Der Verlag Olona Edition bittet PER MAIL um Hinweise und verspricht für jeden verwertbaren Hinweis eine schöne Überraschung!

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Studie: Ungeimpft Gesund

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Update 19. Mai 2022: Die Initiatoren der „Ungeimpft Gesund„-Studie haben eine Bürgerinitiative im österreichischen Parlament eingebracht, die die sofortige Beendigung aller Covid-Maßnahmen und ein Verbot der Gen-„Impfungen“ fordert. Im ersten Schritt sammelte die Initiative mehr als 38.000 Stimmen – nun ist Schritt zwei auf der Parlamentshomepage angelaufen. Aktuell verzeichnet die Initiative rund 14.000 Zustimmungen – Tendenz steigend. Das Ziel: Mindestens 100.000 Zustimmungen!

6. Dezember 2021 – Der Verein: „Ungeimpft Gesund“ bietet Menschen, die entweder nicht geimpft werden dürfen oder auf eine COVID-Impfung freiwillig verzichten, die Möglichkeit, an einer Beobachtungsstudie teilzunehmen. Die Fragen werden von einem Gremium, bestehend aus Ärzten, Psychologen und weiteren Fachleuten erarbeitet. Die individuellen Antworten aller TeilnehmerInnen werden in einer Datenbank erfasst und ausgewertet. Dazu sind während der Studiendauer Fragebögen auszufüllen. Das Auswertungsergebnis vermittelt ein Bild, inwieweit sich der Verzicht auf die COVID-Impfung auf die Gesundheit, das Wohlbefinden, die Lebensqualität und das gesellschaftliche Miteinander auswirkt.

„Wir erachten es als außerordentlich wichtig, die subjektiven Erfahrungen und Empfindungen der Teilnehmer zu sammeln, auszuwerten und in diesem Rahmen wissenschaftlich zu forschen“, begründet der Obmann des Vereins, Daniel Stoica, seine Initiative. Stellvertreterin des Obmanns ist Franziska Loibner, die Leiterin von Aegis Österreich, Aktives Eigenes Gesundes Immunsystem Österreich, Verein zum Schutz und zur Förderung des Immunsystems.

Seit Ausbruch des Corona-Virus behaupten Politik und Medien, die COVID Impfung sei die einzige Lösung des Problems. Wie man heute weiß, verursachen alle derzeit zugelassenen Vakzine neue Probleme, und jede „Welle“ ist größer als die vorige. Doch Alternativen zur Impfung werden nicht einmal diskutiert.

Das Anliegen von „Ungeimpft Gesund“ ist stattdessen, den Fokus der Aufmerksamkeit auf das umfassende körperliche, seelische, psychische und soziale Befinden zu richten. Diese Studie soll unter anderem wertvolle Informationen über unbeachtete, aber dennoch berechtigte, anerkennenswerte Bedürfnisse jener Menschen vermitteln, die sich bewusst GEGEN eine COVID Impfung oder Auffrischung entschieden haben.

Voraussetzung zur Studienteilnahme:

– Mündigkeit des Teilnehmers (Eltern agieren für ihre Kinder).

– Eine wahrheitsgetreue, gewissenhafte Beantwortung der Fragebögen.

– Keine Impfung während der Studiendauer mit einem COVID Impfstoff.

Die Studie startet im Januar 2022 und dauert fünf Jahre. Derzeit haben sich schon fast 35.000 Österreicher und Österreicherinnen angemeldet. Auch Anmeldungen aus neun weiteren EU-Staaten sind bereits vorgemerkt.

Hier gehts zur Anmeldung

Ergänzung 28. Februar 2022: „profil“ – einstmals ein seriöses Nachrichtenmagazin und mit Alfred Worm berühmt für investigativen Journalismus, heute nur noch Hofberichterstatter der Herrschenden – hat über die Initiative Ungeimpft Gesund berichtet. Obwohl statt Fakten ominöste Andeutungen gemacht werden („laut „Kurier“ auch schon dem Verfassungsschutz (früher BVT jetzt DSN) aufgefallen“), so ist es immerhin schon eine „Anerkennung“ in einem Medium erwähnt zu werden, das Politik mit Parteipolitik gleich setzt und basis-demokratische Initiativen in der Regel ignoriert. Immerhin verweist „profil“ auch auf ein Interview mit Daniel Stoica in „REPORT 24“, das als „rechtsalternatives Medium“ bezeichnet wird. Dem gegenüber wird man „profil“ wohl als „linksalternativloses“ Medium bezeichnen müssen.

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