Petitionen gegen 3G und 2G

Screen gg 3G am Arbeitsplatz

3 G Regel am Arbeitsplatz sofort beenden!

4.11.2021 – Bereits mehr als 30.500 Unterstützende hat die Petition „3 G Regel am Arbeitsplatz sofort beenden!“ Unterzeichnung ist auf openpetition.eu möglich. Die Unterzeichner wehren sich gegen Impfzwang durch die Hintertür.

Initiator Manuel Gosch aus Feldkirchen bei Graz hat folgende Petition formuliert: Ab 1. November gilt die 3-G-Regel auch am Arbeitsplatz. Dann dürfen nur mehr Personen, die geimpft, getestet oder genesen sind, ihren Arbeitsort betreten, sonst drohen Strafen. Gesundheitsminister Mückstein hofft – mit Blick auf die Erfahrungen anderer Länder mit „3-G“-Regeln am Arbeitsplatz (etwa Italien oder Slowenien) –, dass auch hierzulande infolge dieser Maßnahme die Durchimpfungsrate steigt. Das ist der Impfzwang durch die Hintertür und MUSS VERHINDERT WERDEN! Die 3 G Regel am Arbeitsplatz ist eine Diskriminierung und Eingriff ins Privat und Arbeitsleben!

Warum müssen Ungeimpfte eine Maske tragen und jeden Tag einen Nachweis bringen, dass Sie gesund sind? Warum müssen Geimpfte keinen Nachweis jeden Tag bringen, dass Sie gesund sind und müssen keine Maske tragen? Geimpfte können das Virus auch weiter verbreiten und das dann legal, weil Sie ja keinen Nachweis jeden Tag vorzeigen müssen und keine Maske tragen müssen! Wo bleibt da die Gleichheit der Menschen?

Der Arbeitgeber darf schon eine Kündigung aussprechen oder einen Arbeitnehmer freistellen lassen! Wo sind wir in unserem Leben gelandet? Das ist schwerer Eingriff in Arbeitsrecht und FREIHEIT!

WIR WOLLEN UNSERE FREIHEIT ZURÜCK HERR MÜCKSTEIN!

WIR UNTERZEICHNER DER PETITION FORDERN DASS DIE 3 G REGEL AM ARBEITSPLATZ MIT SOFORTIGER WIRKUNG BEENDET WIRD UND WIR WIEDER EIN NORMALES ARBEITSLEBEN LEBEN KÖNNEN!

Schluss mit 2 G in Österreich

Ergänzung 10.11.2021: Eine weitere Petition hat Irina Franta auf change.org gestellt und bislang schon über 61.000 Unterschriften für ihre Forderungen gesammelt: Stoppt die Schikane! Stoppt den indirekten Impfzwang! Stoppt die 2 G Regel!

screen schluss mit 2G

Die Petition im Wortlaut: Wir leben in einem Land in welchem Demokratie und das Recht auf Selbstbestimmung gelebt werden sollten. Mittlerweile werden jedoch die Werte für welche die österreichische Gesellschaft eintreten sollte, mit Füßen getreten. Die 2 G Regel spaltet die österreichischen Bürger, in einer Weise wie es schlimmer nicht sein könnte. Sie fördert die Diskriminierung einer riesigen Personengruppe und all dies geschieht unter dem Deckmantel der Solidarität. Wohin blinder Kollektivismus führt, sollte uns die Geschichte gezeigt haben, somit dürfen wir Bürger nicht zulassen das sich dies wiederholt. Der einzige Weg aus der Spaltung ist gegenseitige Akzeptanz, der Ungeimpften gegenüber den Geimpften, als auch umgekehrt.

Wir wollen nicht zulassen das Menschen die aufgrund ihrer Entscheidung sich nicht impfen zu lassen, Sanktionen und Beschränkungen widerfahren welche diskriminierender nicht sein könnten.

Wir wehren uns gegen eine Teilung der Bevölkerung in zwei Klassen, denn der Wert eines Individuums definiert sich nicht über seinen Impfstatus. Jeder Mensch ist wertvoll! Wir fordern die sofortige Abschaffung der Beschränkungen für Ungeimpfte. Impfen muss freiwillig bleiben und darf keine Entscheidung sein die man aufgrund von Existenzängsten oder zu Erlangung von Freiheit trifft!

Einmal COVID und Zurück

Ein Corona-Erlebnis aus eigener Erfahrung berichtet Don Quijote auf fischundfleisch.com

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Ludesch kämpft gegen VfGH-Urteil

Screen Ludesch Vorarlberg

30.10.2021 – In der Vorarlberger Landesverfassung ist als Instrument der direkten Demokratie – neben dem Volksbegehren und der Volksbefragung – die Volksabstimmung vorgesehen. So wurden auf Gemeinde-Ebene bislang 41 Volksabstimmungen durchgeführt, wie die offizielle Seite des Landes berichtet. Doch diese Rechte will der VfGH beschneiden!

Die Bürger von Ludesch haben am 10.11.2019 über folgende Frage abgestimmt:

„Sollen die im Ludescher Neugut liegenden Grundstücke 1645, 2320, 2321, 2322, 2323, 2313, 2312, 2311/2, 2311/1, und 2310, GB Ludesch, Freifläche-Landwirtschaftsgebiet FL bleiben?“ Eine Klare Mehrheit von 56,28 Prozent stimmte für JA. Im Oktober 2020 hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) die Ludescher Volksabstimmung über die Flächen im Neugut aufgehoben.

Der Verfassungsgerichtshof ist der Rechtsmeinung, dass von BürgerInnen veranlasste und verbindliche Volksabstimmungen verfassungswidrig sind. Deshalb soll sogar die Landesverfassung geändert werden. Der VfGH hat der Landesregierung bis zum 31. Dezember 2021 Zeit gegeben das bürgerliche Initiativrecht aus der Landesgesetzgebung zu streichen. Die Initiative Ludesch wehrt sich und organisiert am Sonntag, 14. November 2021 um 15:00 Uhr vor dem Landhaus Bregenz eine Kundgebung unter dem Motto: „Volksabstimmen über Volksabstimmen„.

Auch eine Petition läuft zu dem Thema auf #aufstehen.

Bei der Auseinandersetzung geht es nicht nur um Ökologie gegen Ökonomie (der Red-Bull-Abfüller Rauch will die Ackerflächen umwidmen lassen und dort expandieren), sondern auch um direkte Demokratie gegen repräsentative Demokratie, wie moment.at berichtet

Überblick über alle  Volksabstimmungen der Vorarlberger Gemeinden

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Meinungsbildung

Daniela Zselezen

Meinungen und Urteile der Unterstützer von Unser Kandidat 2022

claudia: Weiß der was tatsächlich läuft? Sonst bringt der gar nix. Wir brauchen jemanden der die Hintergründe kennt.

Christa Strahlhofer: Da kannst du Gift drauf nehmen! Er ist und ist schon seit Jahren ein politisch denkender und auch agierender Mensch. Politisch ja – aber nicht parteipolitisch! Falls dich das beruhigt, erzähl ich dir kurz eine Anektode: Ich war vor ein paar Wochen beim Vortrag von der Monika Donner und hab dort die Werbe-Karten von Hubert und seiner Homepage „ethos.at“ ausgeteilt Die Monika fragt mich : „Kandidiert er jetzt? Ist das fix?“ – und ich antworte ihr „Ja. Er hat seine Kandidatur am 26. Oktober, am Nationalfeiertag öffentlich bekannt gegeben.“ Darauf Monila: „Super! Wollte den Grosz wählen. Aber wenn Hubert kandidiert, dann wähle ich ihn! Er ist ein gscheiter Mann!“ So sehe ich es auch – er kennt sich aus, kann sehr gut nachdenken, vordenken und mitdenken. Er ist unkonventionell und kreativ und kein aufgeblasener Wichtigtuer, der nichts weiterbringt. Hubert steht für Dialog, Frieden, für die Neutralität, eine starke österreichische Verfassung, an der möglichst Viele mitarbeiten sollen – und ist ind war schon immer gegen den Clubzwang. Denn Clubzwang verhindert demokratische Entscheidungen und führt zu einer Schein-Demokratie, einer repräsentativen Demokratie und dies zu einer europaweit Amerikanisierung – sage ich einmal – bis hin zu totalitären Verhältnissen, wie wir sie ebenfalls europaweit bereits haben.

Solche Menschen stoßen bei den Parteien und Medien nicht gerade auf Wertschätzung – wie wir ja inzwischen alle selbst erfahren haben.

Zum Unterschied Vieler hat und weiß Hubert auch was zu sagen. Und zwar zu jedem Thema! – Ja – ich geb’s zu ich freue mich und weiß es auch zu schätzen dass er sich für die Kandidatur entschieden hat. Ja – ich bin dafür sogar dankbar (ein Wort, welches ich äußerst selten benutze!), denn wir ÔsterreicherInnen bräuchten schon längst einen wirklich vernünftigen Bundespräsident und ebensolche und damit such wählbare VertreterInnen im Parlament – und nicht solch verbrecherisches Pack, wie es derzeit in Amt und Würden ist! Hier nur eine Auswahl aktueller Links (Mai 2022)

Michael Häupl verwechselt SPkratie mit Demokratie

Rudi Anschober fordert WHO-Diktatur

Rudolf Mitterlehners Zurück-Haltung nutzt Kurz hemmungslos aus

Unser Kandidat 2022 unterstützt Volksbegehren

Daniela Zselezen

Selten war die Besetzung des Amtes des Bundespräsidenten so wichtig, wie zu diesen Zeiten. Wir brauchen einen Bundespräsidenten, welcher seine Aufgaben im Sinne der Verfassung, mit allen seinen ihm verliehenen Kompetenzen, nachkommt, sich für das Recht der Bevölkerung einsetzt und sie vor Willkür schützt! Über die Tugend der Gerechtigkeit verfügt, wer nach diesen Grundsätzen handelt. Lieber Hubert, vielen Dank für dein Vorhaben, diese wichtige Herausforderung anzunehmen und für uns und unser schönes Land einzustehen.

Hermann Brunner

Gibt es da nicht eine Baustelle? Ja, die Zeit bringt Veränderung auf allen Ebenen. Der größte Schritt auf dem Weg zu einem Ziel ist immer der erste – sei es der Glockner, der Elbrus oder der Everest oder gleich ganz etwas anderes … Alles ist möglich, nichts ist fix aber eines steht fest (in Sinne der Aufklärung) – schön ist es (auf der Welt) zu sein.

Hermann Nepal 800

Christa Strahlhofer

Die Kunst ist eine wichtige Impulsgeberin, sie weckt auf, regt und stößt an, überzeichnet, provoziert…. Daher tut es besonders gut zu wissen, dass Kunst einen großen Teil deines Lebens bisher ausmachte. Das du das in deinen Texten am Ende jeweils einfließen lässt, indem du ein Kunstwerk, ein Bild ‚dazugibst‘ ist für mich eine ganz besonders schöne Geste und gefällt und berührt mich besonders. Bitte behalte das bei all deinen Beiträgen bei. Es ist ein weiteres Puzzleteilchen, das dich, deine Persönlichkeit ausmacht – aber auch auszeichnet!

Bin wirklich sehr froh, dass es dich gibt – und du dich entschlossen hast, „Unser Kandidat“ zu sein.

Aber auch das Team unseres Vereins sind ebenso wunderbare, herzliche und aufrichtige Menschen! Ich freue mich, ein kleines Rädchen davon sein zu dürfen!

Danke Dir – und euch allen!

Christa Strahlhofer

Christiane Lachner

Aus meiner Sicht hat ein Bundespräsident dafür Sorge zu tragen, dass Parlament und Regierung demokratische Grundrechte für alle Bürger sicherstellen. Hubert wird ein Bundespräsident für alle sein – davon bin ich fest überzeugt (er hat ja schließlich auch am gleichen Tag Geburtstag wie ich).

Christiane Lachner

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Autoren sagen: das ist KEIN ZUSTAND

27. Oktober 2021 – Seit Februar 2021 betreibt der „Verein für kulturelle Information“ den Blog KEIN ZUSTAND, auf dem unterschiedliche Stimmen zu Wort kommen, die sich kritisch mit den Regierungsmaßnahmen zur Corona-Pandemie auseinandersetzen. Darunter befinden sich viele Autorinnen und Autoren des Promedia Verlags wie Andrea Komlosy, Andreas Pittler, Marlen Schachinger, Peter Wahl, Claudia von Werlhof, Ernst Wolff, Ullrich Mies, Maria Wölflingseder, Wilhelm Langthaler, Birge Krondorfer, Martina Kaller, Bernhard Heinzlmaier, Karl Reitter, Diether Dehm, Annette Groth, Eva Brenner u.a.

Mit dabei ist auch GEA-Geschäftsführer Heini Staudinger, der auch die auflagenstarke Zeitschrift brennstoff herausgibt. Alle Ausgaben als PDF sind im Internet abrufbar.

In Reaktion auf aktuelle Verschärfungen im Corona-Regime haben sich manche der Autoren ein zweites Mal zu Wort gemeldet.

Alle AutorInnen im Überblick

Wenn Dir ethos.at wertvolle Informationen liefert, bitte um deine Bewertung via Spende!

Weitere Bücher des Promedia Verlags:

Hofbauer/Kraft: Lockdown 2020. Wie ein Virus benutzt wird, die Gesellschaft zu verändern.

Peter Mattmann-Allemand: Deglobalisierung. En ökologisch-demokratischer Ausweg aus der Krise.

Hannes Hofbauer: Europa. Ein Nachruf

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Herbst Poesie

Ilse Aichinger (1921-2016)

Am 1. November hätte die Schriftstellerin ihren 100. Geburtstag gefeiert, am 11. November ist ihr fünfter Todestag. „Es gibt, gerade im frühen Herbst, Tage, an denen die Grenzen im Hinüberwechseln noch einmal sehr scharf werden“, schreibt sie in ihrer Novelle „Seegeister„, die auf hr2.de als Podcast abrufbar ist. Der Blogger Pirandello schreibt auf fischundfleisch: „Sie schrieb so, dass ihre eigene Sprache für sich eine höchste Intensität bekam und die Präzision des Instruments der Sprache allein durch Wortsetzung, durch Rythmik, durch Melodie und sorgfältige Auswahl erreicht wurde. Das ist ihr ‚Geheimnis‘ bzw. ihr Können und ihre Meisterschaft, die nie davon abhängig war, verbrecherische Ideologien auch nur beim Namen zu nennen, um sie dadurch deutlich zu machen. ILSE AICHINGER war für sich und durch sich deutlich genug. Sie erkannte auch mit den Jahren, dass die VERKNAPPUNG der Wortmengen als dringlichstes Gebot vor ihrer Schriftstellerklause standen, dass WAHRHEITEN darauf warteten, mit den knappsten zur Verfügung stehenden Wörtern beschrieben zu werden und sie erkannte zunehmend die Gefahr des KONFORMISMUS in der Tätigkeit des Schreibens selbst, als auch in der Objektivierung des Stilmittels SPRACHE AN SICH.“

Herbst von Christine Nyirady

Da stehst du mein alter Ahorn Baum

mit Kerben Rissen und Wunden bedeckt

Unbeugsam und stark

mit letzten goldnen Blättern die sich leise

im Mondlicht bewegen

An dich gelehnt umarme ich dich als

wärst du mein Geliebter und fühle

mein Sommer ist verbrannt und unter

schwarzer Asche begraben

Mein Nachtherz eine schwarze Rose

hat sich geöffnet und lässt sich von

der schrankenlosen Liebe des Herbstes

küssen

Später Herbst von Eva Meloun

Die Nachmittagssonne wird dünner, dunkle Schatten rollen aus den Ecken der Zimmer. Ich öffne die Türe in den letzten Raum, in den Raum, in dem ich alle möglichen Dinge aufhebe, wie Kleider, Werkzeug und Schachteln mit Inhalten, die ich schon lange vergessen habe. Ein unerwartet warmes, bernsteinfarbiges Licht erhellt das Zimmer, das aussieht, als wäre es gerade ausgeräumt worden. Jetzt steht hier nur mehr ein Tisch, ein Stuhl und ein Bett. Sonst nichts. Ein wenig bin ich erstaunt, dass meine Kleider nicht mehr da sind. Ich sehe aber, dass in einer Ecke noch Holzstücke und alte Papiere liegen.  

Zu den Fenstern hinschauend, sehe ich mich selbst wie in einem Spiegel vor dem Hintergrund der herbstlichen Dunkelheit. Mein Spiegelbild versucht mir etwas zu sagen, bewegt sich hin und her. Ein paar Schritte gehe ich dem Fenster entgegen, denn ich war ja gekommen um die Läden zu schließen. Hinter meinem Spiegelbild entdecke ich jetzt dunkel bevor ich das Fenster schließe, undeutlich andere Menschen von denen ich glaube, dass sie herein wollen. Ich gehe näher: wer sind diese Leute da draußen? Oder ist es nur einer? Nun drehen sie sich um, einer hebt leicht die Hand zum Gruß und nun verschwinden diese Menschen in der Dunkelheit des Abends.

Ich schaue noch in den Garten: Die Wiese, die Rosen und die Bäume versinken in graublauen Schleiern, nur die Spitzen der Birke, ihre Zweige und Blätter sind wie mit Gold überschüttet. Ein warmes wunderschönes Leuchten geht davon aus. Plötzlich erstrahlt der ganze weite Himmel hell und klar – ein Gruß aus der Ferne.

Herbst von Diana Wiedra

Das Laub ist gefallen

und du sahst die Bäume entblößt.

Nackt sahen sie schrecklich aus.

Sie glichen dem Tod.

Aber als du

sie betrachten wolltest,

begriffst du plötzlich,

dass dieses Bild

gar nicht so furchtbar war.

Du sahst,

wie verschieden sie sind.

Einige waren arm,

andere hingegen

selbst in ihrer Nacktheit noch reich.

Einige bogen sich unter dem Wind,

andere hielten stand.

Aber sie alle waren von gleicher Natur.

Und es wurde dir klar –

es ist auch die deine.

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Kunst als politisches Statement

Im Jahr 2014 brachte der Galerist Hubert Thurnhofer erstmals die Politik in die Wiener Kunstszene – im Sinne der altgriechischen Agora (ἀγορά, vergleichbar dem Forum im alten Rom) wurde der Kunstraum zu einem Ort der Polis. Agora war der zentrale Fest-, Versammlungs- und Marktplatz jeder Stadt. Der Galerist organisierte und moderierte eine Podiumsdiskussion mit dem Autor des Buches „Das Ende des Geldes“, Franz Hörmann, und einem hochkarätigen Vertreter des Finanzsektors, dem Vorstand der Privatbank Schellhammer & Schatterer, Peter Böhler.

Herbert Rauch, Vorsitzender des Vereins European Association for the Promotion of Sustainable Development (ESD) und sein Co-Autor Ernst Schriefl haben im Dezember 2014 ihr Buch „Glo-c-al Balance. Der Umbau der Titanic“ im Kunstraum vorgestellt. An der Podiumsdiskussion hat auch Erhard Busek teilgenommen.

Im Jahr 2017 schaffte es der Kunstraum mit einem Event der Kulturmanagerin Nathalie Holzmüller in die Hauptabendnachrichten! Nein, nicht ZiB im ORF, sondern Vesti auf Rossija 1 berichtete über den Konzertabend „Träume werden wahr“ mit der jugendlichen Sängerin Elizaveta Zabolotskaia, und der Pianisten Anna Volovitch, die danach im Wiener Musikverein ein Solo-Konzert gespielt hat. Концерт „Мечты сбываются“ Вена ( Австрия ) Галерея „Kunstraum“ Заболотская Лиза и Анна Волович.

Im November 2018 stellten 24 israelische Künstler, Mitglieder der International Culural Union (I.C.U.) unter Leitung von Lev Kiperman, im Kunstraum aus. Andreas Sobczyk (piano) und Peter Müller (drums) haben in diesem Rahmen ein Konzert gegeben. Eine intensive musikalische Freundschaft verbindet die beiden Musiker. Seit vielen Jahren musizieren sie in dieser Besetzung, die im Boogie und Blues eine lange Tradition hat (Siehe Video). Am 11. Dezember 2019 hat Andy Sobczyk gemeinsam mit dem Trompeter Franz Luttenberger ein Abschiedskonzert für den Kunstraum gegeben, der innerhalb von 22 Jahren zwischen Oper und Cafe Schwarzenberg von 50 auf 200 Quadratmeter expandierte und zum Kunstforum weiter entwickelt wurde. (Siehe: Last Christmas im Kunstraum)

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Musikverstehen leicht gemacht

Duncan Gerd und Gaby

Österreich ist weltberühmt als Land der Musik. Nicht nur wegen der Neujahrskonzerte! Viele Menschen spielen in einer Band, einem Orchester, oder singen in einem Chor. Manche können aber gar keine Noten lesen. Der Musiker Duncan Lorien hat eine Methode entwickelt, die Grundlagen der Musik einfach zu erklären. Gerd Pölzl und Gaby Strasky bringen diesen originellen Pädagogen (Bild Mitte) seit vielen Jahren nach Österreich zu Vorträgen und Seminaren

.

Lorien ist ein bekannter Komponist, Studiomusiker und Ausbilder. Er erforschte, wie man die Kunst der Musik rasch und effektiv erlernen kann und hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, andere von den Früchten seiner Forschungsarbeit profitieren zu lassen.

Duncan wurde 1954 in London geboren. Bereits im Alter von 4 Jahren nahm er klassischen Klavierunterricht. Er war stellvertretender Kirchenchorleiter an der Königlichen Schule für Chormusik am Addington Palace in London. Er verfügt über eine College-Ausbildung in Drama und Musik und studierte drei Jahre Oper und Theater.

Während seiner Ausbildung am St. Lukas Lehrer-College in Exeter begegnete er zum ersten Mal der unnötigen Ernstheit und Komplexität, die seiner Auffassung zufolge heute fester Bestandteil der modernen Musikausbildung geworden ist. Im Jahre 1971 begann er seine über dreißigjährige Forschung in die Musikgeschichte, um herauszufinden, wo die Unmenge an Falschinformation in der Musikausbildung herstammt.

Duncan entschied sich, das konventionelle Lehrerausbildungssystem zu verlassen, um sich auf eine lebenslange Mission zu begeben, die Kunst der Musik für jedermann zugänglich zu machen.

Weitere Infos auf musikverstehen.net  

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Schluss mit der Inseratenkorruption!

screen aufstehn Inserate

21.10.2021 – #aufstehn fordert: Schluss mit der Inseratenkorruption – für eine neue Medienförderung! Die Inseratenaffäre rund um Ex-Kanzler Sebastian Kurz und die Tageszeitung “Österreich” hat gezeigt, wie PolitikerInnen versuchen, mit Steuergeld Berichterstattung zu manipulieren: Ministerien und andere öffentliche Stellen schalten Inserate in Medien. Problematisch wird es dann, wenn sich PolitikerInnen als Gegengeschäft für Inserate positive Berichterstattung erwarten. Steuergeld in Form von Inseraten darf nicht länger für persönliche und parteipolitische Zwecke missbraucht werden.

Für eine funktionierende Demokratie brauchen wir freie und unabhängige Medien. Deshalb fordert #aufstehn eine neue Medienförderung, die transparent ist und klaren Qualitätsstandards unterliegt. Medien müssen unabhängig von der Politik agieren können. Darum sagen wir: Schluss mit der Inseratenkorruption!

#aufstehn fordert daher:

● Die Medienförderung muss neu gestaltet und an Qualitätsstandards gekoppelt werden.

● Die Medienförderung muss erhöht werden, damit weniger Geld über Inserate fließt.

● Eine Obergrenze für Inserate von öffentlichen Stellen muss eingeführt werden.

● Die Vergabe von Inseraten muss transparent und nachvollziehbar sein.

Auf der Webseite aufstehn.at kann man sich der Kampagne anschließen und den Appel online unterschreiben.

#aufstehn ist eine zivilgesellschaftliche Kampagnenorganisation in Österreich. #aufstehn ist eine Gemeinschaft von über 350.000 Engagierten aus ganz Österreich, die sich für ein positives Miteinander, soziale Gerechtigkeit, faires Wirtschaften und den Schutz unseres Planeten einsetzen.

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Was ist Geld? Eine philosophische Antwort

GDefinition

Eine bahnbrechende Frage kann Menschen aus der Bahn werfen, Schwellenängste auslösen und folglich zu Entgleisungen führen. Ein typisches Beispiel dafür ist die Reaktion auf die Frage, was Geld aus philosophischer Sicht sei: „Auf so einen Blödsinn können nur Philosophen oder Linke kommen“, kommentierte ein Leser des gleichnamigen Blogs auf fischundfleisch.com

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SIEHE AUCH: Gott und Geld

Vorab drei Zitate aus der Literatur:

Friedrich August von Hayek: „Das Geld ist eines der großartigsten Werkzeuge der Freiheit, die der Mensch erfunden hat.“

Karl Marx zitiert Shakespeare um das Wesen des Geldes zu erklären: „Shakespeare hebt an dem Geld besonders 2 Eigenschaften heraus: 1. Es ist die sichtbare Gottheit, die Verwandlung aller menschlichen und natürlichen Eigenschaften in ihr Gegenteil, die allgemeine Verwechslung und Verkehrung der Dinge; es verbrüdert Unmöglichkeiten; 2. Es ist die allgemeine Hure, der allgemeine Kuppler der Menschen und Völker. Die Verkehrung und Verwechslung aller menschlichen und natürlichen Qualitäten, die Verbrüderung der Unmöglichkeiten – die göttliche Kraft –des Geldes liegt in seinem Wesen als dem entfremdeten, entäußernden und sich veräußernden Gattungswesen der Menschen. Es ist das entäußerte Vermögen der Menschheit. Was ich qua Mensch nicht vermag, was also alle meine individuellen Wesenskräfte nicht vermögen, das vermag ich durch das Geld. Das Geld macht also jede dieser Wesenskräfte zu etwas, was sie an sich nicht ist, d. h. zu ihrem Gegenteil.“

Wer die Geschichte und das Wesen des Geldes verstehen will, muss Christina von Brauns Kulturgeschichte des Geldes mit dem Titel „Der Preis des Geldes“ (erschienen 2012) lesen. Über die Opferlogik des Geldes schreibt sie: „Das Wort ‚Geld‘ leitet sich ab vom germanischen Wort ‚gelt‘, Götteropfer. Es hängt zusammen mit ‚gelten‘, das soviel wie zurückzahlen, zahlen, kosten, wert sein, vergelten, entschädigen, aber auch zerschneiden bedeutet.“ Laut von Braun ist im christlichen Abendland die Opferlogik des Geldes am stärksten ausgeprägt. „Das Opfermahl als Gemeinschaft konstituierender Ritus findet später im Heiligen Abendmahl der christlichen Kirche ebenso seinen Ausdruck wie in der Gilde, die ihren Namen vom Begriff des ‚Geldes‘ ableitet und ‚Opfergemeinschaft‘ bedeutet.“

Die philosophische Antwort

Nicht erst seit Erfindung des Papiergeldes oder seit dem Ende des Goldstandards kam das Vertrauen in die Welt der Geldwirtschaft. Schon in der Substitution der Tieropfer durch Geldopfer steckt das Vertrauen, dass Gott dies als gleichwertig akzeptiert. Grundsätzlich jede Substitution einer Ware durch Geld setzt Vertrauen voraus, dass ich für dieses Geld später oder woanders eine gleichwertige Ware oder Leistung bekomme. Je länger eine Währung besteht, umso stärker festigt sich der Mythos, dass Geld nicht nur ein praktisches Tauschmittel, nicht nur ein Zwischenschein, sondern auch ein Mittel zur langfristigen Aufbewahrung von Werten sei. Auch tausende Geldentwertungen seit Erfindung des Geldes konnten diesen Mythos nicht zerstören, und er blüht bei jeder Diskussion über die mögliche Abschaffung des Bargeldes wieder auf.

Im Begriff Schuldgeld (Franz Hörmann, Das Ende des Geldes, 2011) ist, so wie im Begriff Schuldbewusstsein und im Begriff Schuld an sich, die negative Seite des Phänomens festgehalten. Der positive Name für Schuld ist Kredit, er impliziert Credo, also einen positiven Glauben, das Vertrauen des Gläubigers, dass der Kreditnehmer mit dem Geld effizient arbeitet, die Hoffnung, dass er es zurückbekommen wird. Wie von Braun nachweist, geht es in der Geschichte des Geldes aus philosophischer Sicht immer um Glauben – aus historischer Sicht um Beglaubigung.

Geld ist dem Wesen nach tatsächlich Kredit, aber nicht nur im negativen Sinne von Schuld, sondern auch im positiven Sinn von Vertrauen. Jedes Geld, egal in welcher Form, ob Münzgeld, Papiergeld oder digitales Geld, kann immer nur Symbol, also Stellvertreter dafür sein, was es dem Wesen nach ist: Vertrauen. In sehr vielen Fällen, ja sogar immer noch in den meisten Fällen unseres Lebens, bewährt sich diese Form von Vertrauensaustausch bzw. Vertrauensvorschuss, weil wir ja nur selten von der Person unmittelbar eine gleichwertige Gegenleistung erhalten, der wir unser Vertrauen geliehen oder gar geschenkt haben.

Man kann die erwähnte Formel leicht auf Geld = Vertrauen verkürzen, denn Kredit (= Credo = Glaube, im Sinne von Hoffnung, das Geld wieder zu bekommen einerseits und das Geld wieder retournieren zu können andererseits) sind nur sich endlos wiederholende Rituale, die die Wirklichkeit des Geldkreislaufes beschreiben. Doch in der Substanz bleibt die philosophische Definition: Geld = Vertrauen

Siehe auch:  Zeitgeld-Manifest + Ein Versuch, das Prinzip Vertrauen als Grundlage eines Geldsystems der Zukunft zu konstituieren.

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Was ist Aufklärung?

Kant gemaelde 1

Die Jugendlichen unserer Zeit denken bei dem Wort „Aufklärung“ wohl an Sexualkunde. Geschichtlich hat die Aufklärung im 18. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebt, als in Europa Monarchen „von Gottes Gnaden“ herrschten. In Deutschland hat Kant die geistigen Grundlagen der Aufklärung mit seinem Monumentalwerk „Kritik der reinen Vernunft“ gelegt – eine Abrechnung mit der mittelalterlichen spekulativen Philosophie und die Begründung einer „Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können“.

Foto gemeinfrei: Immanuel Kant, 1791 (Gemälde von Gottlieb Doebler. Zweite Ausführung für Johann Gottfried Kiesewetter, 1795)

In Frankreich hat Diderot versucht, mit der Encyclopédie (1747-1766) das Wissen seiner Zeit vollständig zu dokumentieren und die Bedeutung der Wissenschafter damit befördert. Rousseau hat mit „Du contract social“ (Der Gesellschaftsvertrag) 1762 das Volk zum Souverän erklärt und damit die absolutistisch-souveränen Monarchen ebenso wie die Kirchenfürsten brüskiert. Voltaire hat nur ein Jahr später den weltlichen und klerikalen Fürsten mit seiner Schrift „Traité sur la tolérance“ (Über die Toleranz) die Leviten gelesen.

Die Ideale der Aufklärung sind heute, im 21. Jahrhundert, weitgehend vergessen. Deshalb will unser Kandidat 2022 an die Programmschrift von Immanuel Kant erinnern: Was ist Aufklärung?

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, u.s.w., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen.“

Der gesamte Text aus dem Jahr 1784 (in Buchform lediglich neun Seiten) ist dank Projekt Gutenberg online jederzeit abrufbar. Dessen Lektüre ist ein Muss für alle selbstbewussten, souveränen Menschen dieses Landes! 

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