SIGNA: Rene Benko tritt ab - SIGNA 2024

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SIGNA 2024

Ergänzung 3.1.2024: Mittlerweile werden Forderungen an den Masseverwalter bekannt, eingebracht nicht nur von Ex-Kanzler Gusenbauer, sondern auch von Joschka Fischer, ehemals deutscher Außenminister. (Quelle: DerStandard.at)

Ergänzung 10.1.2024: "Bei Signa werden keine Kleinanleger um ihr mühsam erspartes Geld geprellt. Zu den Gläubigern zählen Milliarden schwere Investoren, Banken, Versicherungen, Hedgefonds und sogar arabische Staatsfonds. Mitsamt dahinterstehenden Risikoanalysen und Risiko-Abteilungen, die auch noch unveröffentlichte Firmenkennzahlen auf Punkt und Komma prüften. Auch die Risiken, die ein Ende der Nullzinspolitik der EZB für ein Geschäftsmodell mit sich bringt, das auf billigem Geld fußt, waren Management, Aufsichtsrat und Geldgebern bekannt. Zu behaupten, dass niemand etwas gewusst habe, ist schlicht nicht die ganze Wahrheit. Es hat nur lange Zeit niemanden so richtig interessiert. Weil die Gewinne sprudelten." (Quelle: profil.at)

Ergänzung 16.1.2024: NEWS.at bringt ein Dossier mit bislang weniger bekannten Beratern des Benko-Konglomerats.

Ergänzung 24.1.2024 - Späte Selbsterkenntnis: "Scharfe Kritik übte Haselsteiner vor allem an René Benko – und an sich selbst. 'Wie konnte mir das passieren?', hinterfragte der Strabag-Gründer und Signa-Großinvestor sein Engagement. Es sei 'eine bittere Niederlage aus unternehmerischer Sicht'. Er frage sich selbst, so Haselsteiner, 'was ich verabsäumt habe und warum ich nicht kritischere Fragen gestellt habe'. Unter anderem der Ausbau des Handelsgeschäfts und der Ankauf des Chrysler Buildings in New York seien schwere Fehler der Signa gewesen. 'Das vertiefte Prüfen wäre sinnvoll gewesen'. Alles sei für ihn 'ein großer Fehler' gewesen, 'schmerzhaft teuer'", berichtet derStandard.at (24.1.24)

Ergänzung 30.1.2024: Rene hat noch Freunde. Siegfried Wolf im Freundschaftspelz sagt: "Benko hat nichts falsch gemacht", berichtet DerStandard.at (30.1.24). Das ist dann wohl ein Empfehlungsschreiben fürkünftige Karriereschritte im Reich der Oligarchen.

Ergänzung 2. Februar 2024 - Die Dominosteine purzeln: "Republik stellt Insolvenzantrag gegen René Benko. Die Insolvenzrichter am Landesgericht Innsbruck prüfen die Voraussetzungen. Es soll um Steuerschulden und eine Einschussgarantie Benkos für die Signa Holding gehen", berichtet DerStandard.at (31.1.24) 

"Millionenpleite des geplanten Signa-Kaufhauses Lamarr. Die Bauarbeiten stehen laut Creditreform seit Dezember 2023 faktisch still. Die Passiva betragen 276,5 Millionen Euro", schreibt Kurier.at (2.2.24) 

Ergänzung 14.2.2024 - "Das Immobilienimperium von René Benko soll im parlamentarischen Untersuchungsausschuss durchleuchtet werden. Es geht einerseits um Steuervermeidung durch komplizierte Firmenkonstruktionen und anderseits um Corona-Förderungen. Das Finanzministerium hält allerdings zum Ärger der Grünen Akten zurück", berichtet Krone.at (14.2.2024)
Ergänzung 22.2. 2024 - Gusenbauer zieht sich aus allen Signa-Funktionen zurück, berichtet ORF.at (22.2.24): "Den Absturz des Signa-Imperiums erklärte Gusenbauer mit externen Faktoren wie der Pandemie, dem Krieg in der Ukraine, steigender Inflation und Zinsen. Zudem seien 'im Gesamtkonzern Fehler gemacht worden', als man sich neben den Immobilien auch auf den Handel fokussierte: 'Im Handel wurde viel Geld versenkt, das heute als notwendige Liquidität fehlt.`"

Ergänzung 5.3.2024 - 18,7 Millionen Euro für Benkos Firmen, davon rund 9 Millionen für drei Luxushotels und ebenso viel für die marode Kika-Leiner-Gruppe. ORF.at (5.3.24) berichtet vom COFAG-Ausschuss: "Die Unternehmen, die Investor Rene Benko zugerechnet werden können, haben während der Coronavirus-Pandemie durch die Covid-Finanzierungsagentur (COFAG) mindestens 18,7 Millionen Euro erhalten."

Ergänzung 7.3..2024 - „Die Insolvenz des Immobilienkonzerns Signa hat nun auch ihren Gründer Rene Benko erreicht. Wie am Donnerstag bekanntwurde, brachte Benko bei Gericht einen „Eigenantrag“ auf Insolvenz ein. Das Landesgericht Innsbruck bestätigte gegenüber dem ORF, dass Benko als Unternehmer ein Insolvenzverfahren beantragte“, berichtet ORF.at (7.3.24)

Ergänzung 27. 3. 2024 DerStandard.at berichtet: „Erhard Grossnigg ist es nicht gelungen, die Signa zu retten. Der 77-Jährige über Aktionäre, die auf die Geldmaschinerie Signa setzten, Aufsichtsräte, die sich nun Sorgen machen, und René Benko, der nie geglaubt hätte, dass er pleitegeht. …

STANDARD: Nach der Signa-Hauptversammlung am 10. April treten Sie ab. Ihren Auftrag, die Signa zu sanieren, haben Sie nicht erfüllt. Sie hätten Geld von Aktionären oder Investoren aufstellen sollen, das haben Sie aber nicht geschafft. Warum nicht?

Grossnigg: Stimmt, die Signa-Sanierung ist mir nicht gelungen, das ist traurig. Ich habe gedacht, es wird möglich sein, das Geld aufzustellen. Aber die Aktionäre und andere, die jetzt groß reden, haben mir keines zur Verfügung gestellt. Die haben nur Benko Geld gegeben, mir nicht.

STANDARD: Sie haben weniger Charisma als er?

Grossnigg: Das ist ein Grund. Normalerweise ist es bei einer Insolvenz ja so, dass der Eigentümer alles tut, um das Unternehmen zu erhalten. Hier hat das keiner versucht, hier haben die Aktionäre offenbar investiert, um schnelles Geld machen. ...“

22. März 2024 - Causa Signa: Ermittlungen wegen schweren Betrugs bei Kapitalbeschaffung (Presseinformation der WKStA)

Ergänzung 28.3.2024 - „Die Familie Benko Privatstiftung mit Sitz in Innsbruck ist pleite. Die Stiftung um den Gründer der Immobiliengruppe Signa, Rene Benko, brachte am Donnerstag am Landesgericht Innsbruck einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ein – dieses läuft bereits, wie die Kreditschutzverbände KSV1870, AKV und Creditreform bestätigten. Die 2001 von Ingeborg und Rene Benko gegründete Stiftung ist mit über einer Milliarde Euro überschuldet“, berichtet ORF.at (28.3.24)

8. April 2024 - „Signa-Luxusbaustelle hat Schuldenturm von 340 Millionen Euro aufgebaut. Die Gesellschaft, die das Lamarr-Kaufhausprojekt der Signa umsetzen sollte, hatte zunächst nicht einmal mehr das Geld, um die Baustelle zu sichern. Jetzt wird sie verkauft“, berichtet DerStandard.at

11. April 2024 - „Das Handelsgericht Wien hat das Insolvenzverfahren der Signa Holding von einem Sanierungsverfahren in ein Konkursverfahren umgewandelt. Das teilte der Kreditschutzverband 1870 mit. Die Signa Holding des ehemaligen Immobilienmilliardärs René Benko hatte ihren Sanierungsplanantrag zurückgezogen und die Abänderung auf ein Konkursverfahren beantragt, wie aus einer Mitteilung des Insolvenzverwalters Christof Stapf hervorging. Im Konkursverfahren gibt es keine Mindestquote für die Forderungen der Gläubiger. „Die Gläubiger müssen nun mit hohen Ausfällen bis hin zum Totalausfall rechnen“, sagte Kreditschützer Gerhard Weinhofer“, berichtet ORF.at (11.4.24)

16-April 2024 - WKStA ermittelt wegen Betrugs gegen René Benko

26. April 2024 - „Signa-Krise: Galeria Karstadt schliesst 16 seiner 92 Warenhäuser“, berichtet NZZ.ch (26.4.24)

4. Mai 2024 - „Wie sich der Investor Klaus-Michael Kühne von René Benko abgewendet hat ... Der Hamburger Logistik-Unternehmer war für den Österreicher ein wichtiger Unterstützer beim Aufbau des Signa-Immobilienimperiums. Ein neues Buch gibt einen Einblick, wie Benko das Vertrauen seiner Geldgeber verloren hat – und immer nervöser um Aufschub bat“, zitiert NZZ.ch (4.5.24) aus „Inside Signa – Aufstieg und Fall des René Benko“ der beiden Journalisten Rainer Fleckl und Sebastian Reinhart

7. Mai 2024 - „Jetzt bricht auch die an Galeria und KaDeWe beteiligte Signa Retail zusammen und hinterlässt eine Milliarde Euro Schulden. Insgesamt gibt es im Benko-Reich schon mehr als 100 Insolvenzen“, berichtet Heute.at (7.5.24)

26. Juni 2024 - „Razzien im Umfeld von Signa-Gründer Rene Benko durch die SoKo Signa des Bundeskriminalamts und die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) haben am Dienstag bis in die Abendstunden gedauert. Die Anordnung zur Hausdurchsuchung, die dem ORF vorliegt, wirft Benko schweren Betrug, Untreue und betrügerische Krida vor. So bestehe der Verdacht, dass Benko einen Teil seines Vermögens beiseitegeschafft habe“, berichtet ORF.at (26.4.24)

16. November 2024 (ORF.at) - "Der Hamburger Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne hat durch den Zusammenbruch des Signa-Immobilienkonzerns von Rene Benko eine halbe Milliarde Euro verloren. „Insgesamt haben wir bei Signa Prime eine halbe Milliarde Euro und damit fast unseren gesamten Einsatz verloren“, sagte der Großinvestor Kühne der „FAZ“."