Polansek Christian: Der Anfang vom Beginn

Polanschek Bikinifisch und Anfang

Christian Polanšek – um gleich mal die Schreibung des Namens zu korrigieren – ist wohl so etwas wie ein bunter Vogel der Grazer Kulturszene. Er stammt aus einer Zeit, als solche Vögel politisch noch salonfähig waren – zumindest auf dem Wiener Politparkett. Heute, 2024, leben wir in der Zeit der grauen Mäuse. Grau, austauschbar und gleichgeschaltet sind die Politiker der Altparteien und in ihrem Gefolge die gleichgeschalteten Hofberichterstatter, einstmals bekannt als „unabhängige Medien“. Aber „diese Geschichte ist eine andere. Eine ganz andere. Sie handelt von einem Ereignis gegen Ende des Zweiten Weltkrieges.“

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Matusek Paul: Blogs aus dem Leben…

Matusek Paul Blogs Buch

... aus krausen Gedanken, aus Nachtchimären

erschienen im Juni 2024, erhältlich u.a. auf amazon und nachzulesen im Internet unter paulmatusek.com

Paul Friedrich Matusek ist Wirtschaftswissenschafter, Journalist, Schreiberling, Unternehmer, Blogger, Meditationslehrer. Seine Interessen sind je nach Lebenslage ein wenig verschieden, sie reichen von Mikrobiologie bis Makrokosmos, von Quantenphysik bis zu den Welten „die noch nie ein Mensch gesehen hat“. Was er in seinem Leben gelernt hat, so sagt er, ist, gescheiten Menschen zuzuhören und deshalb kommen hier Wissenschaftler aller Art, Nobelpreisträger und solche die es noch nicht sind zu Wort. QR-Links führen zu Original-Arbeiten und machen diese Sammlung so zu einem wertvollen Archiv gescheiter Gedanken. Es gibt dabei keine stringente Linie, es sind Parerga und Paralipomena, unterhaltsame Nebenwerke und Nachträge ganz im Sinne Schopenhauers und der Aufklärung.

GGI (Hg): Die große Aufarbeitung

Corona Aufarbeitung GGI

Gesellschaftspolitische, rechtliche und gesundheitliche Aspekte der österreichischen Corona-Politik (Band 1)

Promedia 2024

Vorwort von Madeleine Petrovic (Auszüge): “Corona hat zu einer schonungslosen politischen Analyse veranlasst, die überfällig war. Ohne diesen schmerzhaften ‚Polit-Tritt in den Hintern‘ hätte kaum jemand die Notwendigkeit gespürt, wieder mal Geschichte zu lernen, aus der vermeintlichen Sicherheit des demokratiepolitischen Dahindösens aufzuwachen. […] Schon vor Corona wurden Pandemien ausgerufen, man denke etwa an die Vogel- oder die Schweinegrippe. Aber erst der gepushte Corona-Hype sicherte den Pharma-Riesen und ihren Verbündeten das Füllhorn öffentlicher Gelder. Regelmäßige medizinische Eingriffe (‚Impfungen‘) an allen (gesunden) Menschen, durchgesetzt mit Befehls- und Zwangsgewalt der Staaten und/oder mit der Drohung, Arbeit und Einkommen zu verlieren, die persönliche Freiheit einzubüßen, führten zu einer gewaltigen Umverteilung von unten nach oben. Das alles war untermauert mit rücksichtslosem Framing Widerspenstiger als ‚Schwurbler‘, Querdenker oder Rechtsextreme sowie der moralischen Keule eines pervers umdefinierten Begriffes der Solidarität. […] Corona sei Dank sind Naivität und Vertrauen auf falsche Propheten im Schwinden begriffen.“

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Kafka Franz: Vor dem Gesetz

Juli 2024 - 100 Jahre nach Kafkas Tod hat man weitgehend den Begriff „kafkaesk“ vergessen. Folgende Erzählungen / Novellen / Kurzgeschichten von Franz Kafka vermitteln, was damit gemeint ist und wie gut der Begriff bis heute auf viele Phänomene unserer Zeit passt.

+ Vor dem Gesetz

Das Urteil

+ Ein Bericht für eine Akademie

Ein Hungerkünstler

+ Die Verwandlung ist eher grotesk als kafkaesk: „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt“. Kafka könnte damit sogar als Vorläufer des Surrealismus bezeichnet werden, dessen Geburtsstunde Kunsthistoriker ausgerechnet im Todesjahr von Kafka in Paris verorten. Hier die Verfilmung von Jan Nemec,

https://www.youtube.com/watch?v=vzDKMZ2YCeo

Franz Kafka - Die Verwandlung, 3sat 18.10.2004 (youtube.com)

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Kafka Franz: Amerika

Amerika älter

geschrieben 1912/13

herausgegeben von Max Brod 1927

Zitiert nach Fischer Taschenbuch, 1983

Auf der Seite fanzkafka.de, die der Verlag des Autors betreibt, findet sich die Belehrung „Kafka kennt sich in Amerika nicht aus.“ Als Beweise werden vorgebracht, er habe Osten mit Westen verwechselt, „Oklahama“ anstelle von „Oklahoma“ geschrieben und – unfassbar – der Freiheitsstatue ein Schwert in die Hand gedrückt (statt der berühmten Fackel). Es ist dies Teil einer neumodischen Besserwisser-Exegese, wie wir sie auch anlässlich des 300. Geburtstags von Immanuel Kant finden können. Dazu kommt die political-correctniss-Exegese, die unbedingt klären muss, ob die historische Person, die Gegenstand der literaturwissenschaftlichen Betrachtungen ist, homoxexuell war. Und zur ewigen Wiederkehr der Vergangenheitsbewältigung gehört die Frage, ob die Person Jude war oder Antisemit; oder beides! (So geschehen auch in den Kant-Biografien von Marcus Willaschek und Jürgen Wertheimer).

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Shalicar Arye: Tagebuch aus Cherson

Cover Tagebuch

Arye Sharuz Shalicar und Juri Vinograd (Pseudonym)

Tagebuch aus Cherson. Vom Leben und Überleben in der Ukraine. Nach wahren Begebenheiten. 40. Briefe eines Vaters an seine Tochter.

Finanzbuchverlag, April 2023

Das „Tagebuch aus Cherson“ basiert auf Erinnerungen eines 73-jährigen Pensionisten, der mit seiner Heimatstadt Cherson patriotisch verbunden ist: er ist dort aufgewachsen, hat dort sein ganzes Leben beruflich und privat verbracht und ist auch nach Ausbruch des Kriegs und dem Einmarsch der Russen geblieben, bis die Ukrainer mit der Rückeroberung der Stadt begannen und die Russen die halbe Stadt in Beschuss nahmen – gleich zu Beginn das Krankenhaus der Stadt!

Redigiert hat das Buch Arye Sharuz Shalicar, ein bunter Hund, wie man ihn nicht erfinden könnte: er ist 1977 in Göttingen als Kind von iranischen Juden geboren, die 1970 nach Deutschland geflohen sind. Nachdem seine Familie nach Berlin umgezogen war, wurde er zum Feindbild muslimischer Antisemiten. 1997 begann er in Berlin zu studieren und wanderte 2001 nach Israel aus, wo er 2009 bis 2017 und wieder seit 7. Oktober 2023 als Sprecher der israelischen Verteidigungsstreitkräfte zum Einsatz kam. Seit 2010 hat Shalicar mehrere Bücher veröffentlicht, u.a. 2020 gemeinsam mit Salahdin Koban „Deutschlands freiwilliger Untergang - Identitätskrise einer Nation, die keine sein will“.

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Lissitsa Alex: Meine wilde Nation

Lissitsa Buchcover

Die Ukraine auf dem Weg in die Freiheit

C.H.Beck, München 2024

Alex Lissitsa leitet im Hauptberuf eine Agrar-Holding in der Ukraine und „herrscht“ somit über ein Gebiet von 130.000 Hektar! Im Vergleich: die durchschnittliche Landwirtschaft in Österreich bewirtschaftet 45 Hektar. Der Autor studierte Agrarwissenschaften und war danach als Stipendiat der Adenauer-Stiftung in Deutschland. „Die Ukraine auf dem Weg in die Freiheit“, so der Untertitel seines Buches, ist aus seiner Sicht mit dem Weg der Ukraine in die EU gleichbedeutend. Alternativlos, wie man mit einem legendären Begriff der ehemaligen Deutschen Kanzlerin Angela Merkel sagen könnte, die der Autor für ihre Kompetenz und Sachlichkeit verehrt.

Im letzten Kapitel erklärt der Agrar-Manager selbstbewusst, „was die Ukraine der EU bringt“. Das sind vor allem 32 Millionen Hektar fruchtbarer Agrarboden (davon werden bislang fünf Millionen Hektar von Holdings gehalten, wovon wiederum nur ein geringer Teil von ausländischen Eigentümern beherrscht wird). Die Ukraine wäre aus Sicht von Lissitsa keine Bedrohung für die bisherige Landwirte in der EU, sondern könnte dazu beitragen, Fehlentwicklungen zu stoppen:

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Courtois/Ackerman: Schwarzbuch Putin

Putin FAZ

9. Juni 2024 - Es gibt Weißbücher, die bestenfalls dazu da sind, das Wissen über einen Bereich zu erweitern und zu vertiefen; sie können aber auch dazu dienen, dunkle Machenschaften weißzuwaschen. Und es gibt Schwarzbücher, die dazu da sind, Phänomene oder Personen anzuschwärzen; insbesondere die Person, die man für die Ursache eines Phänomens hält. Zu dieser Textgattung gehört das „Schwarzbuch Putin“, laut Untertitel „mit Beiträgen internationaler Experten.“ Herausgeber: Stéphane Courtois und Galia Ackerman. Erschienen im französischen Original bereits 2022, wenige Monate nach dem Ausbruch des Russland-Ukraine-Krieges. Die deutsche Übersetzung liegt seit Jänner 2023 vor und ist seit April 2024 als Taschenbuch verfügbar.

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Frey/Zimmer: Mehr Demokratie wagen

Aufbau Verlag mehr demokratie

Für eine Teilhabe aller

Berlin 2023, Aufbau-Verlag

Der Titel des Buches des Historikers Oliver Zimmer und des Ökonomen Bruno S. Frey ist ein Zitat aus der Regierungserklärung des deutschen Kanzlers Willy Brand des Jahres 1969. „Brand argumentierte, dass die deutsche Demokratie nur durch erhöhte bürgerliche Partizipation zu sichern sei. […] Der Sozialdemokrat forderte eine deutsche Gesellschaft, die sich durch mehr ‚Mitbestimmung‘ und ‚Mitverantwortung‘ auszeichnen und dadurch ‚mehr Freiheit gewähren sollte.“ (10f) Angesichts dieser 55 Jahre alten Forderung kann man die Demokratien des Jahres 2024 (die österreichische genauso wie die deutsche, und umso mehr die europäische) nur als Rückschritt betrachten – als Rückschritt in das 19. Jahrhundert.

Die Anfänge der Demokratie und die im 18. und 19. Jahrhundert entwickelten Demokratie-Konzepte und -Theorien hat der Historiker Oliver Zimmer im vorliegenden Band auf 80 Seiten kompakt aufbereitet. Ein wichtiger Beitrag für das „Superwahljahr 2024“ (ORF.at 2.1.24). Schon einleitend nehmen die Autoren vorweg, dass „die herkömmliche Gleichsetzung von Repräsentation und Demokratie – konzeptuell wie historisch – unhaltbar ist.“ (12)

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Simmel J.M.: Bis zur bitteren Neige

Bis zur bitteren Neige ist eine deutsche Verfilmung eines Romans von Johannes Mario Simmel aus dem Jahre 1975. Unter der Regie von Gerd Oswald spielt eine internationale Besetzung, angeführt von Maurice Ronet, Suzy Kendall und Susanne Uhlen.

https://www.youtube.com/watch?v=RIpNP6rjAPk

Handlung (Text von Heide Rehfeld auf youtube): Einst war der 45-jährige Paul Jordan ein gefragter Schauspieler, um nicht zu sagen ein richtiger Filmstar, der auch in Hollywood große Erfolge aufweisen konnte. Doch das liegt bereits anderthalb Jahrzehnte zurück, und, das Publikum, das ihn damals als attraktiven Liebhaber in Leinwandromanzen und Musicals vergöttert hatte, scheint ihn vergessen zu haben. Paul lebt nun vom Geld seiner wohlhabenden 37-jährigen Gattin Joan und ist darüber nicht unbedingt glücklich, weil er sich mehr und mehr wie ein Gigolo und Toyboy empfindet, der zu nichts mehr gut ist in seiner totalen Abhängigkeit. Als Folge dessen gibt er sich Depressionen und übermäßigem Alkoholkonsum hin.

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