Kabelka Dietmar: Medizinethik in der Krise

Kabelka Dietmar

Ein Kassenarzt, der schon nach Ausrufung der Corona-Pandemie kritische Fragen gestellt hat, und immer noch praktiziert, ist Dietmar Kabelka aus Linz (Oberösterreich). Mit zwei Büchern, erschienen bei story.one, hat er seine Beiträge zur Aufarbeitung der Corona-Jahre vorgelegt.

Der erste Band trägt den Titel „Alle hätten es wissen können – Medizinethik in der Krise“ und straft alle Politiker Lügen, die wenige Monate nach Einführung der Impfpflicht (20.1.2022) plötzlich aufwachten, um zu erklären „mit dem Wissen von heute, hätten wir dem Gesetz nicht zugestimmt.“ Das Wissen von Mitte 2022 hatten viele schon 2020. So veröffentlichte Kabelka schon am 19. April 2020 einen offenen Brief an den Bundeskanzler (damals noch Sebastian Kurz):

„Ich kann Ihre willkürlichen und heillos überzogenen Bestimmungen nicht mehr gutheißen … immer mehr zeigt sich, dass die Kollateralschäden viel zu hoch sind. ...Das Leben unserer Omas und Opas kann man auch ohne einen Lockdown schütze. … sperren Sie die Bevölkerung nich mehr zu Hause ein. Respiratorische Infekte werden im Freien mit dem nötigen Abstand nicht übertragen.“

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Bierling Stephan: Die Unvereinigten Staaten

Bierling UnVereinigte Staaten

Das politische System der USA und die Zukunft der Demokratie

Erschienen am 19.9.2024 im Verlag C.H. Beck

Verlagsinformation: "E pluribus unum", aus vielem eines: So lautet der Wappenspruch im Siegel der USA. Doch davon ist nicht mehr viel übrig. Die Vereinigten Staaten sind in einem Ausmaß zerstritten und verfeindet wie seit dem Bürgerkrieg nicht mehr. Die Hauptursache dafür ist die parteipolitische Polarisierung, die mittlerweile alle Akteure, Institutionen und Verfahren der amerikanischen Demokratie erfasst hat. Dieses Buch erklärt, wie das politische System der USA funktioniert und woran es liegt, dass es immer weniger funktioniert – mit dramatischen Auswirkungen nicht nur für die USA, sondern auch für die Zukunft der Demokratie und uns alle. Es könnte nicht aktueller sein.

Das Buch im Detail

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Hrytsak Yaroslav: Ukraine

Hrytsak Buch Cover

Biographie einer bedrängten Nation

(C.H. Beck Verlagsinformation, 2024) - So wie es ein Dorf braucht, um ein Kind zu erziehen, so braucht es eine Welt, um die Geschichte einer Nation zu erklären. Yaroslav Hrytsak, einer der einflussreichsten ukrainischen Historiker der Gegenwart, bettet die Geschichte der Ukraine in die Geschichte Europas und ihre globalen Zusammenhänge ein und zeigt die vielfältigen Wechselwirkungen. Sein Buch wurde in der Ukraine zum Bestseller und erklärte der angegriffenen Nation, woher sie kam, was sie prägte und woran ihre Widerstandskraft gegenüber der russischen Aggression lag. Und es setzte ihr ein Ziel: die liberale Demokratie des Westens.

In den letzten Jahren ist im Westen viel über die Geschichte der Ukraine geschrieben worden - aber zumeist von westlichen oder im Westen lebenden und lehrenden Historikern. Yaroslav Hrytsaks Werk bietet die Perspektive aus der Ukraine. Es seziert die Mythen der russischen Propaganda, bewahrt sich aber auch einen kritischen Blick für ukrainische Legenden und Übertreibungen. Wenn Staaten Pässe hätten, würde darin 1914 als Geburtsjahr der Ukraine eingetragen, schreibt Hrytsak. Gleichzeitig aber wäre diese moderne Staatsbildung nicht denkbar gewesen ohne die lange Geschichte der ukrainischen Nationsbildung. Daher setzt dieses Buch mit der Geschichte der Rus ein und spannt den Bogen bis in die Gegenwart, wo sich die Ukraine von einer ethnischen zu einer zivilgesellschaftlichen Nation gewandet hat, deren politische Kultur sich fundamental von der Russlands unterscheidet. Eine faszinierende und moderne Geschichte der Ukraine, erzählt von einem ihrer prominentesten Intellektuellen.

Foto CC BY-SA 3.0 Ярослав Грицак: Ярослав Грицак на першому занятті вуличного університету у Львові 22.04.2012 р. читає лекцію "Як подолати історію?"

SIEHE AUCH: Jaroslaw Hrytsak über die „Kursk-Offensive“. Interview mit DiePresse.com (21.8.2024) „Sie hat die allgemeine Moral gestärkt. Nach dem Scheitern der Gegenoffensive 2023 brauchten die Ukrainer eine Erfolgsgeschichte. Die Kursk-Offensive ist so eine."

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Saenger Hans: Kleine Geschichte Israels

Saenger ua Israel

Der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023“ ist heute, am 7. August 2024, bereits Gegenstand eines umfangreichen Artikels auf wikipedia, der schon im ersten Satz erklärt, was Sache ist: „war ein terroristischer Überfall unter Führung der palästinensischen radikal-islamistischen Hamas, der vom Gazastreifen aus gegen Israel verübt wurde.“ Fehlt nur der Hinweis „Terrororganisation Hamas“, doch der folgt sogleich: „Die Bekämpfung der Terroristen der Hamas und mit dieser verbündeter palästinensischer Milizen im Gazastreifen findet unter dem Namen Operation „Eiserne Schwerter“ (englisch Operation Iron Swords) statt. In israelischen Medien wird aufgrund des jüdischen Feiertages Simchat Tora, an dem der Angriff startete, auch die Bezeichnung Simchat-Tora-Krieg verwendet.“

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Polansek Christian: Der Anfang vom Beginn

Polanschek Bikinifisch und Anfang

Christian Polanšek – um gleich mal die Schreibung des Namens zu korrigieren – ist wohl so etwas wie ein bunter Vogel der Grazer Kulturszene. Er stammt aus einer Zeit, als solche Vögel politisch noch salonfähig waren – zumindest auf dem Wiener Politparkett. Heute, 2024, leben wir in der Zeit der grauen Mäuse. Grau, austauschbar und gleichgeschaltet sind die Politiker der Altparteien und in ihrem Gefolge die gleichgeschalteten Hofberichterstatter, einstmals bekannt als „unabhängige Medien“. Aber „diese Geschichte ist eine andere. Eine ganz andere. Sie handelt von einem Ereignis gegen Ende des Zweiten Weltkrieges.“

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Matusek Paul: Blogs aus dem Leben…

Matusek Paul Blogs Buch

... aus krausen Gedanken, aus Nachtchimären

erschienen im Juni 2024, erhältlich u.a. auf amazon und nachzulesen im Internet unter paulmatusek.com

Paul Friedrich Matusek ist Wirtschaftswissenschafter, Journalist, Schreiberling, Unternehmer, Blogger, Meditationslehrer. Seine Interessen sind je nach Lebenslage ein wenig verschieden, sie reichen von Mikrobiologie bis Makrokosmos, von Quantenphysik bis zu den Welten „die noch nie ein Mensch gesehen hat“. Was er in seinem Leben gelernt hat, so sagt er, ist, gescheiten Menschen zuzuhören und deshalb kommen hier Wissenschaftler aller Art, Nobelpreisträger und solche die es noch nicht sind zu Wort. QR-Links führen zu Original-Arbeiten und machen diese Sammlung so zu einem wertvollen Archiv gescheiter Gedanken. Es gibt dabei keine stringente Linie, es sind Parerga und Paralipomena, unterhaltsame Nebenwerke und Nachträge ganz im Sinne Schopenhauers und der Aufklärung.

GGI (Hg): Die große Aufarbeitung

Corona Aufarbeitung GGI

Gesellschaftspolitische, rechtliche und gesundheitliche Aspekte der österreichischen Corona-Politik (Band 1)

Promedia 2024

Vorwort von Madeleine Petrovic (Auszüge): “Corona hat zu einer schonungslosen politischen Analyse veranlasst, die überfällig war. Ohne diesen schmerzhaften ‚Polit-Tritt in den Hintern‘ hätte kaum jemand die Notwendigkeit gespürt, wieder mal Geschichte zu lernen, aus der vermeintlichen Sicherheit des demokratiepolitischen Dahindösens aufzuwachen. […] Schon vor Corona wurden Pandemien ausgerufen, man denke etwa an die Vogel- oder die Schweinegrippe. Aber erst der gepushte Corona-Hype sicherte den Pharma-Riesen und ihren Verbündeten das Füllhorn öffentlicher Gelder. Regelmäßige medizinische Eingriffe (‚Impfungen‘) an allen (gesunden) Menschen, durchgesetzt mit Befehls- und Zwangsgewalt der Staaten und/oder mit der Drohung, Arbeit und Einkommen zu verlieren, die persönliche Freiheit einzubüßen, führten zu einer gewaltigen Umverteilung von unten nach oben. Das alles war untermauert mit rücksichtslosem Framing Widerspenstiger als ‚Schwurbler‘, Querdenker oder Rechtsextreme sowie der moralischen Keule eines pervers umdefinierten Begriffes der Solidarität. […] Corona sei Dank sind Naivität und Vertrauen auf falsche Propheten im Schwinden begriffen.“

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Kafka Franz: Vor dem Gesetz

Juli 2024 - 100 Jahre nach Kafkas Tod hat man weitgehend den Begriff „kafkaesk“ vergessen. Folgende Erzählungen / Novellen / Kurzgeschichten von Franz Kafka vermitteln, was damit gemeint ist und wie gut der Begriff bis heute auf viele Phänomene unserer Zeit passt.

+ Vor dem Gesetz

Das Urteil

+ Ein Bericht für eine Akademie

Ein Hungerkünstler

+ Die Verwandlung ist eher grotesk als kafkaesk: „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt“. Kafka könnte damit sogar als Vorläufer des Surrealismus bezeichnet werden, dessen Geburtsstunde Kunsthistoriker ausgerechnet im Todesjahr von Kafka in Paris verorten. Hier die Verfilmung von Jan Nemec,

https://www.youtube.com/watch?v=vzDKMZ2YCeo

Franz Kafka - Die Verwandlung, 3sat 18.10.2004 (youtube.com)

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Kafka Franz: Amerika

Amerika älter

geschrieben 1912/13

herausgegeben von Max Brod 1927

Zitiert nach Fischer Taschenbuch, 1983

Auf der Seite fanzkafka.de, die der Verlag des Autors betreibt, findet sich die Belehrung „Kafka kennt sich in Amerika nicht aus.“ Als Beweise werden vorgebracht, er habe Osten mit Westen verwechselt, „Oklahama“ anstelle von „Oklahoma“ geschrieben und – unfassbar – der Freiheitsstatue ein Schwert in die Hand gedrückt (statt der berühmten Fackel). Es ist dies Teil einer neumodischen Besserwisser-Exegese, wie wir sie auch anlässlich des 300. Geburtstags von Immanuel Kant finden können. Dazu kommt die political-correctniss-Exegese, die unbedingt klären muss, ob die historische Person, die Gegenstand der literaturwissenschaftlichen Betrachtungen ist, homoxexuell war. Und zur ewigen Wiederkehr der Vergangenheitsbewältigung gehört die Frage, ob die Person Jude war oder Antisemit; oder beides! (So geschehen auch in den Kant-Biografien von Marcus Willaschek und Jürgen Wertheimer).

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Shalicar Arye: Tagebuch aus Cherson

Cover Tagebuch

Arye Sharuz Shalicar und Juri Vinograd (Pseudonym)

Tagebuch aus Cherson. Vom Leben und Überleben in der Ukraine. Nach wahren Begebenheiten. 40. Briefe eines Vaters an seine Tochter.

Finanzbuchverlag, April 2023

Das „Tagebuch aus Cherson“ basiert auf Erinnerungen eines 73-jährigen Pensionisten, der mit seiner Heimatstadt Cherson patriotisch verbunden ist: er ist dort aufgewachsen, hat dort sein ganzes Leben beruflich und privat verbracht und ist auch nach Ausbruch des Kriegs und dem Einmarsch der Russen geblieben, bis die Ukrainer mit der Rückeroberung der Stadt begannen und die Russen die halbe Stadt in Beschuss nahmen – gleich zu Beginn das Krankenhaus der Stadt!

Redigiert hat das Buch Arye Sharuz Shalicar, ein bunter Hund, wie man ihn nicht erfinden könnte: er ist 1977 in Göttingen als Kind von iranischen Juden geboren, die 1970 nach Deutschland geflohen sind. Nachdem seine Familie nach Berlin umgezogen war, wurde er zum Feindbild muslimischer Antisemiten. 1997 begann er in Berlin zu studieren und wanderte 2001 nach Israel aus, wo er 2009 bis 2017 und wieder seit 7. Oktober 2023 als Sprecher der israelischen Verteidigungsstreitkräfte zum Einsatz kam. Seit 2010 hat Shalicar mehrere Bücher veröffentlicht, u.a. 2020 gemeinsam mit Salahdin Koban „Deutschlands freiwilliger Untergang - Identitätskrise einer Nation, die keine sein will“.

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