Vandalismus oder Kunst?

AIK 2 2025

EDITORIAL des Anima Incognita Kulturmagazin 2/2025

(Juli 2025) Das „Migrantenkind“ ein Graffiti, das der angeblich unbekannte Künstler Banksy vor sechs Jahren an einer Wand in der Nähe des Campo San Pantalon im Stadtteil Dorsoduro in Venedig geschaffen hat, wird nun restauriert. Die Initiative geht vom Kulturministerium aus, eine Bank wird die Kosten übernehmen. Ein Schelm, wer denkt, Banker und Banksy stecken unter einer Decke.

Banksy ist ein Straßenkünstler, mit dessen Graffitis (mittlerweile als „Wandgemälde“ tituliert) Geschäftemacher auf internationalen Auktionen Millionenbeträge lukrieren. Millionen anderer Graffitis auf dieser Welt werden als Vandalismus bezeichnet, und die Stadtverwaltungen geben viel Geld dafür aus, die Mauern fachgerecht zu säubern. Vor einigen Jahren publizierte die Deutsche Bundesbahn, dass sie jährlich rund acht Millionen Euro zur Beseitigung von tausenden „Farbanschlägen“ ausgibt.

Die Stadt Wien hat aus der Not eine Tugend gemacht und die Gemäuer entlang des Donaukanals zur Freizone für Sprayer erklärt. An einem Sonntagsspaziergang machte ich dort eine völlig un-repräsentative Umfrage unter drei Sprayern. Die Ergebnisse: alle üben diese Tätigkeit als Hobby aus, und keiner erhebt damit den Anspruch, ein Kunstwerk zu schaffen. Jeder hat einen Beruf, mit dem er Geld verdient. Rein äußerlich waren die Burschen sicher keine Konformisten, aber ihre Motive waren auch nicht der direkte Aufruf zur Revolution. Eher vermittelten die farbenfrohen Kompositionen Lebensfreude, das Bedürfnis, Spuren in dieser Welt zu hinterlassen und außerdem Routine in der kreativen Bearbeitung großer Flächen mit Figuren und Schriftzügen.

Wie einst die Berliner Mauer, so ist der Donaukanal heute ein El Dorado der Sprayer. Weniger Freude hat die Stadt Wien allerdings mit den „Farbanschlägen“ auf das Lueger-Denkmal. Da der Wiener Bürgemeister von 1897-1910 unter Verruf geraten ist, passen die Vandalen-Akte politisch dem roten Mainstream anno 2025 durchaus ins Konzept, anderseits aber muss das Denkmalamt das historische Monument schützen. Zur Befriedigung aller Interessen wurde 2009 ein Wettbewerb zur Umgestaltung des Denkmals ausgeschrieben.

Unter 150 Einreichungen hat überraschender Weise der Musiker und Künstler Klemens Wihlidal mit einer einfachen Idee gewonnen: er schlug vor, das über zehn Meter hohe Denkmal wie den schiefen Turm von Pisa zu kippen. Dann passierte Jahre lang nichts, bis die Stadt Wien vor zwei Jahren 13 KünstlerInnen zu einem neuerlichen Wettbewerb lud, den wieder Klemens Wihidal gewonnen hat.

„Die Presse“ kritisiert das Verfahren: „In der Zwischenzeit, mehr als ein Jahrzehnt nach Wihlidals Entwurf, hat sich die schwerfällige Maschinerie der Wiener Kulturpolitik endlich in Bewegung gesetzt – und zwar kerzengerade in die falsche Richtung. Statt den Wihlidalentwurf ohne Wenn und Aber umzusetzen, wurde zuerst die Freunderlwirtschaft bemüht und ganz ohne Ausschreibung ein ‚Übergangsprojekt‘ auf dem Lueger-Platz realisiert. Da wärmt ein Händchen das andere – so läuft Korruption im Kunstrevier; alles verhabert, alles mit links, alles unter sich. Und so kommt es dazu, dass statt Klemens Wihlidal für seinen tatsächlich genialen Entwurf, eine Paarung namens Six & Petritsch den Auftrag für ein ‚Übergangskunstwerk‘ bekommen hat, mit einem Ergebnis von jämmerlicher künstlerischer Qualität. Eine Bastelarbeit, mit der man den Prater, aber nicht Lueger kontextualisieren kann; und das für den horrenden Preis von 100.000 Euro.“

500.000 Euro soll die Kippaktion von Wihlidal kosten, das Honorar des Künstlers wird wohl nur einen Bruchteil der Baukosten ausmachen. Man kann davon ausgehen, dass diese Intervention auch künftig keine Vandalen dazu bekehren wird, das Lueger-Monument vor weiteren Angriffen zu verschonen. Deshalb hier eine provokante, aber einfach Lösung: Lasst die Vandalen vandalieren!

Österreichs Kulturpolitiker rühmen die Aktionisten, wo immer sie sich wichtig machen wollen. Es ist unbestreitbar, dass die „Vandalen“ (wahlweise mit oder ohne “ …“, je nach Geschmack der LeserIn) Aktionen setzen. Sie sind so gesehen Erben von Nitsch, Mühl, Brus und Co. Wenn nun politische Aktivisten oder künstlerische Aktionisten das Lueger-Denkmal für ihre Statements benutzen, so wäre es demokratiepolitisch und kunsthistorisch plausibel argumentierbar, diese Akte im Geiste der Freiheit der Kunst und in der Tradition des Aktionismus einfach zuzulassen. Die Steinsockel und -reliefs könnte man vorab mit einer Schutzschicht versehen. Dies würde maximal 50.000 Euro kosten. Das Projekt Wihlidal sollte indessen nach dem „Untergang des Abendlandes“ (Oswald Spengerl) wieder aus der Schublade geholt werden, also in 50 oder 100 Jahren.

Wer glaubt, eine 500.000 Euro teure Intervention würde Vandalen vor künftigen Aktionen zurückhalten, ist mehr als naiv – nämlich dumm. Historisch betrachtet erleben wir seit hundert Jahren einen massiven Kulturverfall. Deshalb wäre es sinnvoll, mit der Umsetzung noch weitere Jahrzehnte zu warten – in der Hoffnung, dass Österreich irgendwann eine Kulturwende erleben wird. Vielleicht ist es mehr als naiv – nämlich dumm – zu glauben, die österreichische Kultur in hundert Jahren oder sogar schon in kommenden Jahrzehnten sei kultivierter als die heutige. Aber wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben! Vielleicht werden die Menschen unseres Landes dann die kulturelle Reife erreicht haben, die für die Umsetzung des Projektes nötig wäre. Oder man wird dann über Traditionen und Kültür sowieso ganz anders denken – dann würde die nun geplante Intervention und die damit verbundene Investition auch überflüssig gewesen sein.

LuegerDenk1

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Digitalisierungs-Konzept 2025

+ Konzept ermöglicht Notfallwarnungen über Digitalradio DAB+,

+ Regionalisierung bundesweiter Programmangebote und den Wechsel technologischer Standards

25. September 2025 – (Presseinformation der KommAustria) – Im Vorfeld der im Jahr 2026 turnusgemäß nach 10 Jahren auslaufenden und neu zu vergebenden Zulassungen für den Betrieb der beiden ältesten, bundesweiten Sendernetze für digitales Antennenfernsehen in Österreich, der sogenannten Multiplexe A und B, aktualisiert die Medienbehörde KommAustria ihr Digitalisierungskonzept. Das „Digitalisierungskonzept 2025“ ist eine behördliche Verordnung, die am 10. Oktober 2025 in Kraft tritt und der Einführung, dem Ausbau und der Weiterentwicklung von digitalem Rundfunk dient.

Von besonderer Bedeutung für die Konsument:innen ist die Aufnahme des Notfallwarnsystems „Automatic Safety Alert“ (ASA) für DAB+ Radiogeräte in das Digitalisierungskonzept. ASA kann ausgeschaltete DAB+ Radios selbsttätig einschalten und Warnmeldungen ausspielen. Dabei werden nur Geräte im tatsächlichen Gefahrenbereich adressiert. Nachdem der weltgrößte Chiphersteller für DAB+ Radiogeräte den ASA-Standard in seine Produktion integriert hat, werden ASA-fähige DAB+ Radiogeräte schnell weite Verbreitung finden und sind durch ein ASA-Logo auf den Verpackungen leicht zu erkennen.

Unter anderem bringt das „Digitalisierungskonzept 2025“ den Sendernetz- bzw. den Multiplex-Betreiber:innen für digitales Antennenfernsehen eine deutliche Flexibilisierung für die Verwendung anderer als der bisher eingesetzten Übertragungs- und Videokodierungs-Standards. Auch im Rahmen bestehender Zulassungen könnte von den bisher eingesetzten Systemen DVB-T2 und MPEG-4 auf beispielsweise 5G Broadcast und High Efficiency Video Coding (HEVC) umgestellt und damit Ultra High Definition-Fernsehen (UHD-TV) eingeführt werden. Allerdings wäre in einem solchen Fall ein konsumentenfreundliches Vorgehen darzulegen. Auch eine Regionalisierbarkeit der bundesweit verbreiteten DVB-T2-Programme sieht das Digitalisierungskonzept vor. Damit könnten beispielsweise Informationsinhalte, aber auch Werbung mit regionaler Bedeutung, gezielt in Gebieten ausgestrahlt werden, für die sie besonders relevant wären.

Das „Digitalisierungskonzept 2025“ der KommAustria ist mit Erläuterungen auf der Website der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH unter https://www.rtr.at/Digitalisierungskonzept2025 veröffentlicht.

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Betrachtungen aus Rhodos

fuf Titel Rhodos

Griechisches Tagebuch. Ansichten von Hubert Thurnhofer

3. September 2025 – Genau einen Tag nach meiner Landung auf Rhodos, wo ich in Theologos meinen all inclusive „Summer Dream“ erleben darf (das Hotel heißt wirklich so), erreicht mich aus Österreich die Schlagzeile „Griechische ‚Bauern‘ erschlichen Millionen (ORF.at 2.9.25)

Demnach wurden 1.036 Übeltäter ermittelt, die seit 2019 EU-Subventionen von insgesamt 22,7 Millionen „erschlichen“ haben. ORF.at: „Die bisherigen Untersuchungen brachten verschiedene Betrugsmethoden ans Licht: Dazu zählen erfundene Eigentumsverhältnisse, irreführende Angaben zu Flächen verstorbener Eigentümer sowie falsche Angaben zu Nutztieren. Zudem wurden Anträge von Begünstigten häufig unvollständig oder selektiv eingereicht – Flächen wurden teilweise falsch deklariert.“

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Rückblende 2015: Nachdem ich K. mehr als ein Jahrzehnt nicht gesehen hatte, tauchte K. plötzlich in meiner Galerie auf und eröffnete mir treuherzig: „Hubert, ich hatte die vergangenen zehn Jahre in der EU einen Job, aber keine Arbeit.“ K. sagte das nicht ironisch, nicht zynisch, sondern entrüstet, denn K. war und ist ein arbeitswilliger Mensch. Noch schlimmer als die Verurteilung zur Untätigkeit war für K. die Unverschämtheit jener Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die statt pünktlich um 9:00 Uhr im Büro einzuloggen, erst kurz vor oder – Gipfel der Unverschämtheit – nach der Mittagspause das Büro mit ihrer Anwesenheit beehrten.

Nun kann man (n = 1) nicht als repräsentative Umfrage bezeichnen, doch die Hochrechnung von 1 Person auf 100 Prozent des EU-Personals ist auch nicht an den Haaren herbeigezogen. Sicher ist: in der EU sitzen mehr als 1.036 Abgeordnete und Beamte, die mehr als 22.7 Millionen in weniger als 5 Jahren erschleichen – unter dem Vorwand, sie würden dort arbeiten.

Der griechische Minister Michalis Chrysochoidis erklärte, dass er – und das impliziert: die griechische Regierung – „illegale und ungerechtfertigte Bereicherung“ ablehne. Das impliziert: legale und gerechtfertigte Bereicherung, so wie von den EU-Beamten tagtäglich praktiziert, wird nicht abgelehnt, geschweige denn geahndet. Das entspricht zwar nicht der aristotelischen Logik, umso weniger der Nikomachischen Ethik, ist aber die übliche Moral des Jahres 2025. 

„Fünf hochrangige Regierungsbeamte, darunter ein Minister und drei Abgeordnete, traten zurück, nachdem ihnen eine Beteiligung an dem Fall vorgeworfen worden war.“ (ORF.at) Es war anzunehmen, dass nicht hunderte griechische Kleinbauern und Grundstückeigentümer gleichzeitig auf die Idee kommen, Eulen nach Brüssel zu tragen, geschweige denn, fähig sind, EU-Anträge auszufüllen. Auch Robin Houdchoidis kann nicht der Rädelsführer dieser konzertierten Aktion gewesen sein. „Seit 2017 hatten sich Berichte über Unregelmäßigkeiten gehäuft“, Ermittlungen wurden bereits „im Sommer 2020 von der Europäischen Staatsanwaltschaft (EuStA) eingeleitet“ (ORF.at).

So bleibt nur eine Frage: warum deckt der „investigative“ ORF diesen „Skandal“ gerade jetzt auf? Keine Antwort auf diese Frage, aber ein Hinweis, dass da irgendwer das Feuer am Köcheln hält, sind folgende Artikel:

+ „Athen drohen Milliardenstrafen wegen Subventionsbetrug“, Handelsblatt, 8.7.2025 (Anmerkung: Milliardenstrafen für Millionenbetrug – auch das ist EU.)

+ „Die reiche Ernte: Subventionsbetrug in Griechenland“, Die Zeit, 27.07.2025

+ „Griechenland: Land der unsichtbaren Ziegen“, Süddeutsche Zeitung 13.8.2025

und nun endlich, am 2.9.2025 um 23:31 (!) Uhr der ORF.

Keine Antwort auf die obige Frage, aber ein Hinweis, dass Ablenkungsmanöver für manche mehr als willkommen sind: während sich die Ö. Regierung auf „Klausur“ begibt, soll wohl niemand von der Story aufgerüttelt werden, wie Östereichs Regierende „illegale und ungerechtfertigte Bereicherung“ verhindern. Der Kanzler höchst persönlich (damals noch ein gewisser Nehammer) setzt sich ein Denkmal mit dem „Qualitätsjournalismusförderungsgesetz (QJFG)“ und lässt auf dieser gesetzlichen Grundlage die Medienkontrollbehörde 20 Millionen Euro (jährlich!) an die größten Schmierblätter des Landes auszahlen. So bestechend einfach geht „legale und gerechtfertigte Bereicherung“.

Update 3. April 2026 – „Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hat unter dem Druck eines sich ausweitenden Skandals um eine Veruntreuung von EU-Agrarsubventionen sein Kabinett umgebildet. Drei Regierungsmitglieder wurden ausgewechselt. Betroffen waren das Amt des Ministers für Landwirtschaft und Ernährung sowie von dessen Stellvertreter und der Posten des Ministers für Klima und Katastrophenschutz. Hintergrund sind Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO), die die Aufhebung der Immunität der zurückgetretenen Minister sowie zahlreicher Abgeordneter beantragt hatte“, berichtet ORF.at (3.4.26)

4. September 2025 – Quiz des Tages: Was zeigt das folgende Foto?

Gebrauchtwagen

A) Zwischenlager eines Händlers von Gebrauchtwagen für Afrika

B) Endlager eines Händlers von CO2-Zertifikaten der EU

5. September 2025 – „Mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent im Jahr 2025 liegt Griechenland weiterhin deutlich über dem EU-Durchschnitt von 1,1 Prozent. Haupttreiber bleibt der Zufluss von EU-Fördermitteln, die Investitionen anstoßen und die Konjunktur stützen. Der private Konsum wächst langsamer als im Vorjahr. Um gegenzusteuern, hat die Regierung im April 2025 den Mindestlohn auf 880 Euro angehoben. Die Inflation geht zwar zurück und dürfte 2025 bei 2,8 Prozent liegen, bleibt damit aber über dem EU-Durchschnitt von 2,3 Prozent.“ (Germany Trade & Invest, GTAI.de)

6. September 2025 (ORF.at) – „Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat umfangreiche Steuererleichterungen angekündigt, um insbesondere Haushalte mit Kindern zu entlasten. Das gesamte Maßnahmenpaket habe ein Volumen von 1,6 Milliarden Euro, sagte Mitsotakis gestern bei seiner jährlichen Rede zur Wirtschaftspolitik.“

7. September 2025 + Schi fff ahrt von Rhodos bis Lindos mit Zwischenstopp in der Bucht Anthony Quinn, benannt nach dem griechischen Schauspieler, der hier 1961 mit Gregory Peck und David Niven den Film „The Guns of Navarone“ (Die Kanonen von Navarone) drehte. + + Akropolis von Lindos: Der hohe, 116 Meter steil aufragende Felsen von Lindos, auf dem sich später die Akropolis erhob, bot sich den Bewohnern aller historischen Perioden wegen der natürlichen Gegebenheiten dafür an, hier ein Heiligtum mit religiöser Bedeutsamkeit und einen Zufluchtsort zu errichten. Wie in anderen griechischen Poleis auch, dürfte die Akropolis von Lindos zunächst eine Festung gewesen sein, in deren Sicherheit man anschließend Heiligtümer für wichtige Stadtgottheiten errichtete.“ (wikipedia)

Lindos

8. September 2025 – Windsurfen ist out, Kite-Surfen ist in. Das bestätigt ein Besuch des Kiter-Camps in Theologos.

 Kite Surfer Theologos

+ Auch wikipedia weiß: „Im neuen Jahrtausend ist der Medienrummel um die Sportart zurückgegangen. Einerseits haben die Kitesurfer den Surfern beim Publikum den Rang abgelaufen, andererseits war Windsurfen kein attraktiver Sport für Zuschauer.“ + + Erfunden wurde Windsurfen schon in den 1960ern als Kombination von Wellenreiten und Segeln: „Im November 1964 zeichnete Newman Darby sein Darby Sailboard und veröffentlichte in Popular Science, das in einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren in den USA erschien, eine bebilderte Selbstbauanleitung für sein Segelbrett.“ + + + SIEHE AUCH: WELLENREITER auf story.one

9. September 2025 – Besuch der Stadt Rhodos musste verschoben werden, da der geplante Linienbuss nicht gefahren ist. „Das Zentrum von Rhodos wurde in seiner Gesamtheit 1988 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt: Befestigungsanlagen finden sich hier ebenso wie öffentliche Gebäude, Wohnbauten und Kirchen. In Zusammenhang mit aktuellen Restaurierungen wird ein ganz besonderes Augenmerk auch auf den mächtigen „Großmeisterpalast“ als dem eigentlichen Herzstück des Gesamtensembles gerichtet.“ (griechenland.net)

10. September 2025 – Rundfahrt mit gemietetem VW-Up um 40 Euro für einen Tag von Theologos entlang der Westküste bis zum südlichsten Punkt Prasonisi, einer (Halb- manchmal Voll-)Insel, die mit einer breiten Sandbank mit dem Festland verbunden ist. Hier treffen sich die Surfbrett-Anhänger (es gibt sie doch noch!) auf der Ostseite der Landbrücke, während die Kiter auf der Westseite, wo die Wellen buchstäblich höher schlagen, ihren Spaß haben. + + Im Hintergrund steht eine Handvoll Windräder. „Dem Informationsportal der griechischen Energieregulierungsbehörde (RAE) zufolge sind auf Rhodos rund 60 Windkraftanlagen genehmigt bzw. geplant. Gut zwei Drittel davon im Südteil der Insel“, so dpa-factchecking (15.8.2023). Rund die Hälfte der geplanten Windräder sind schon aktiv, wie die Recherchen vor Ort ergeben haben.

Windkraft

+ + + Zwischenstopp am Felsenstrand von Monolithos

Monolithos

11. September 2025 – „Der antike Geist mit seinen Orakeln und Vogelzeichen will die Zukunft nur wissen, der abendländische will sie schaffen. Das dritte Reich ist das germanische Ideal, ein ewiges Morgen, an das alle großen Menschen von Joachim von Floris bis Nietzsche und Ibsen – Pfeile der Sehnsucht nach dem andern Ufer, wie es im Zarathustra heißt – ihr Leben knüpften. Alexanders Leben war ein wundervoller Rausch, ein Traum, in dem das homerische Zeitalter noch einmal heraufbeschworen wurde; Napoleons Leben war eine ungeheure Arbeit, nicht für sich, nicht für Frankreich, sondern für die Zukunft überhaupt.“ (Details siehe: Oswald Spengler, Moral und Ethik)

12. September 2025 – Rundfahrt mit „meinem“ VW Up von Theologos über Rhodos bis Faliraki. + Llaut Oswald Spengler ists das Ende der Kultur ider Anfang der Zivilisation, die Kultur nicht mehr schafft, sondern nur noch reproduziert. Tiefpunkt und gleichzeitig Höhepunkt dieses Phänomens und somit die totale Nivellierung der Kultur ist der Kitsch, der die Altstadt von Rhodos hemmungslos überschwemmt hat. + +  Über das Entstehen von Großstädten, „mathematisch vollkommen landfremden Gebilden, die Städte der Stadtbaumeister“, schreibt Oswald Spengler, dass sie „in allen Zivilisationen dieselbe schachbrettartige Form, das Symbol der Seelenlosigkeit anstreben. Diese regelmäßigen Häuserquadrate haben Herodot in Babylon und die Spanier in Tenochtitlan angestaunt. In der antiken Welt beginnt die Reihe der »abstrakten« Städte mit Thurioi, das Hippodamos von Milet 441 »entwarf«. Priene, wo das Schachbrettmuster die Bewegtheit der Grundfläche vollkommen ignoriert, Rhodos, Alexandria folgen als Vorbilder zahlloser Provinzstädte der Kaiserzeit.“ . + + + Weiterfahrt nach Faliraki, das an der Ostküste von der Hauptstadt der Insel so weit entfernt ist wie Theologos an der Westküste. Rund zwei Kilometer nördlich des Ortszentrums reiht sich ein Hotel an das andere, sodass der Strand hermetisch von der Küstenstraße abgeriegelt wird. Zugang nur für Hotelgäste. Im Ortszentum ist aber immer noch ein relativ langer, öffentlich zugänglicher Sandstrand mit wenig Wind und nur schwachen Wellen. Der Sandstrand von Faliraki ist der konträre Gegensatz zum Kiesstrand von Theologos und der kontradiktorische Gegensatz zum Felsstrand von Monolithos. Diese Aussage ist weder apodiktisch, noch evident, aber für Nichtschwimmer relevant. Irrelevant ist dagegen folgende Beobachtung: vor zwei Generationen haben die Sandstrandtouristen standesgemäße Sandburgen errichtet, nun aber bauen sie Steintürme als Andenken oder persönliches Denkmal. Ob diese Beobachtung eine evolutionäre Entwicklung erkennen lässt? Ist die Zivilisation am Ende, sind wir bereit für eine neue Kultur? Denk mal darüber nach.

Faliraki Sandstrand

13. September 2025 – Oswald Spengler:„An Stelle der sokratischen Formel: »Wissen ist Tugend« setzte schon Bacon den Spruch: »Wissen ist Macht«. Der Stoiker nimmt die Welt, wie sie ist. Der Sozialist will sie der Form, dem Gehalt nach organisieren, umprägen, mit seinem Geist erfüllen. Der Stoiker paßt sich an. Der Sozialist befiehlt. Die ganze Welt soll die Form seiner Anschauung tragen …“

14. September 2025 – Schifffahrt nach Symi, wo ein Wunder passierte. Nach zwei Wochen recht gutem Hotelmenü, aber mit enttäuschenden Fischgerichten, speiste ich in der Bucht von Symi den besten Fisch, nur wenige Stunden zuvor geangelt – aber das ist eine andere Geschichte. Das Wunder passierte unter Wasser. Wie immer nutzte ich meine Schwimmbrillen, doch die Sicht war nicht wie üblich verschwommen, sondern so scharf wie noch nie. Ich sah die Steine bis auf 20 Meter Tiefe völlig klar, ebenso die kleinsten Fische in jeder Distanz. Das glasklare Wasser wirkte offenbar wie eine geschliffene Linse – wer seit Jahrzehnten Brillen mit mehr als –4 Dioptrien trägt, kann das nur als Wunder empfinden.

Symi 2

15. September 2025 – Rückflug nach Wien mit Ryanair. Ergänzung 17.9.25: „Die irische Billigfluglinie Ryanair zieht drei ihrer 19 in Wien stationierten Flugzeuge ab. Als Gründe wurden am Mittwoch die „exorbitante Luftverkehrssteuer in Höhe von zwölf Euro“ pro Passagier und die „überhöhten Flughafengebühren in Wien“ genannt. Rund 100 Mitarbeiter sind betroffen.“ (ORF.at 17.9.25)

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Ultra Normal

fuf Ultranormal

23. August 2025 – Nun ist die „Neue Normalität“ auch schon nicht mehr neu; normal war sie sowieso nie. Um aber den Neusprechern in Politik und Medien eine neue Phrase mit Impact zu schenken: siehe Titel! Wer diese Hyperbel noch überbieten will, dem sei nahegelegt: Ultra Normal Plus.

Der Autor dieser Zeilen erhebt keinen Anspruch auf Copyright; und nicht einmal auf Originalität. Er hat diese Formel nach einer durchzechten Nacht nämlich nicht erfunden, sondern gefunden. Auf dem Klo eines Schutzhauses, dessen Ort hier nicht verraten werden darf. Nur soviel: er liegt auf 1566 Metern Seehöhe.

SIEHE AUCH: Kommentare auf fischundfleisch.com 

Die Großzügigkeit des Schenkers ist nicht der banalen Tatsache geschuldet, dass heute, 23. August 2025, der 235. Tag des gregorianischen Kalenders ist, somit noch genau 130 Tage bis zum Ende dieses Jahres verbleiben, sondern der historischen Tatsache, dass heute, exakt vor 459 Jahren, Kaiser Karl V. zugunsten seines Sohnes Philipp II. auf den spanischen Thron und zugunsten seines Bruders Ferdinand I. auf die Kaiserwürde im Heiligen Römischen Reich verzichtet hat!

Dieser bescheidene Beitrag diene nicht nur dem Gedenken an die friedliche Teilung des Habsburgerreiches, sondern dem ewigen Ruhme des Verzichtes! Gewidmet allen, wirklich ALLEN Regierenden unseres Landes und der Europäischen Union.

Und nicht vergessen: bella gerant alii, tu felix Austria neuter!

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Der Philosoph als Baumeister

+ Die Welt ist alles was der Fall ist. (Ludwig Wittgenstein)

+ Ein Raum ist alles was sich vollräumen lässt. (Hubert Thurnhofer)

+ Der Raum räumt. (Anton Edler)

5. August 2025 – Ein Dachboden ist kein Boden, sondern der Raum unter dem Dach, ein Raum mit viel Zeug drin. Wer sich zumutet, diesen Raum zu nutzen, der muss sich dessen bewusst sein, dass er zunächst aufräumen muss. Zeug sammelt sich über Jahre und Jahrzehnte an. Zeug ist Zeuge seiner Zeit und legt damit Zeugnis ab, dass es einmal nützlich war und daher wieder nützlich sein könnte. Zeug erhebt den Anspruch – wann auch immer aber spätestens einen Tag, nachdem es entsorgt wurde – seinen Nutzen und damit seine Existenzberechtigung zu beweisen.

Aufräumen ist die erste, dringende und verantwortungsvolle Aufgabe eines Bauherrn, der sich der Renovierung eines Dachbodens annimmt. Wenn ein Philosoph zum Baumeister wird, dann kann er so eine Aufgabe nicht einer Entrümpelungsfirma überlassen. Das wäre der Gipfel der Verantwortungslosigkeit, denn jedes Zeug hat das Recht auf individuelle Beurteilung seiner Nützlichkeit. Es liegt am Wesen eines jeden Zeuges, dass es potenziell nützlich ist. Wenn es einen Möglichkeitssinn gibt, dann muss es auch einen Nützlichkeitssinn geben, denkt der Philosoph, und macht sich an die Evaluierung. Sein Maßstab der Nützlichkeit ist das Bauobjekt selbst: kann es noch für den Zweck des vorgesehenen Baues genutzt werden oder nicht?

Die Frage wäre leicht zu beantworten, wenn der Philosoph einen Plan hätte, so wie ein Architekt. Doch der Philosoph hat keinen Plan; aber er hat eine Vorstellung von der Idee, die er verwirklichen will. Was ihn von Architekten und allen anderen Menschen unterscheidet, ist seine starke Vorstellungskraft. Idee, Vorstellung, Umsetzung – das ist die Trinität eines Baumeisters, der nicht gelernt hat zu planen, sondern zu denken; nachzudenken und vorzudenken, die Ideen zu visualisieren, auf Deutsch: sich Ideen vorzustellen.

Vorteilhaft ist es, wenn das Bauprojekt nur den halben Dachboden einnimmt, denn dann muss man nicht alles Unbrauchbare entsorgen, sondern kann manches auch verschieben: die Entscheidung über die endgültige Entsorgung in die Zukunft, und die verteilten Kästen voller Zeug auf die andere Seite des Raums, wo sich damit das Zeug logischer Weise verdichtet. Ein halber Dachboden vollkommen geräumt bietet wesentlich mehr Raum, als ein ganzer Dachboden mit historisch gewachsener Belagerung.

Die Vereinnahmung des neu gewonnen Raums folgt zwei Prinzipien: dem ökologischen und dem ökonomischen. Ökologisch gilt, soviel wie möglich vom vorhanden Zeug wieder zu verwerten; ökonomisch gilt, die gesamten Baumaßnahmen inklusive Baumaterialien dürfen nicht mehr kosten als fünf Prozent dessen, was ein Architekt für die Planung und Umsetzung kalkulieren würde, denn der Baumeister ist kein Starphilosoph, der von TV-Shows Honorare für seine Weisheiten kassiert, sondern ein Diogenes des 21. Jahrhunderts; auch dieser hatte laut Legende so etwas wie einen Dachboden, ein Runddach sozusagen, aus einem Fass gefertigt.

Das Ergebnis der Räumung ist Raum, Freiraum zur Entfaltung neuer Ideen. Die Idee: der neu geschaffene Raum soll der Kunst dienen, die der Philosoph als Galerist über drei Jahrzehnte gesammelt hat. Metaphysiker werden wohl bestreiten, dass dies eine wahre Idee sei, denn große Ideen bewegen die Menschheit, diese Idee aber ist nur dazu geeignet, Werkzeuge und Baustoffe in Bewegung zu setzen, um ein profanes Lager zu errichten. Der Dialektiker weiß, dass wahre Ideen in ihrer Negation nicht nur verwirklicht, sondern auch entstellt werden. So führt die Negation der Idee des Friedens in der Logik des Dialektikers zum Welt-Frieden, in der Logik der Politiker aber oft zum Krieg.

Die Idee des Kunstraums enthält keine große Wahrheit, aber die Substanz der Wirklichkeit. Ihre Negation ist eine Postion, eine singuläre Positionierung einer einmaligen Idee unter einmaligen Bedingungen. Erst die Idee eines Kunst-Lagers unter dem Dach erhebt diesen Raum zum Kunstraum; ansonsten hätte man die Kunstwerke auch in einen Container schlichten können.

Dämmen ist die zweite unabdingbare Aufgabe, um in dem vorgesehenen Raum ein stabiles Klima zu schaffen. Die Dämmung besteht aus drei Schichten. Direkt unter das Welleternitdach schiebt Selfman alte Tafeln, Bretter und Plakatständer – ein Erbe der Partei, die bei der vergangenen Nationalratswahl mit „Mut zum Frieden“ und „Mut zur Ehrlichkeit“ geworben hat. Darunter, zwischen die Dachsparren, wird Glaswolle von 16 Zentimeter Dicke geklemmt; flächendeckend naturgemäß, denn die Kunst der Klimastabilität besteht darin, Kälte=Hitze-Brücken zu vermeiden. Der Sichtbereich des Raumes wird mit reinem Fichtenholz vertäfelt; genauer gesagt: vier Meter lange, 15 Zentimeter breite und 1,9 Zentimeter dicke Fichtenbretter direkt aus dem Sägewerk werden mit dem Akkuschrauber und rund 2500 Holzschrauben an den Dachsparren und Wandstaffeln befestigt.

Wer beginnt, die Breitseite von 4-Meter-Brettern mit der Kreissäge zu schneiden, versteht schnell, dass er dafür ein anderes Werkzeug braucht: die Kappsäge. Neben Sägen, Akkubohrer = Akkuschrauber sind Knieschützer, wie sie Fliesenleger verwenden, das drittwichtigste Werkzeug. Der Fachmann wird diese wohl eher den Kleidungsstücken zuordnen, doch der Sprachphilosoph hält auch Werkzeughalterungen, egal ob sich diese an der Wand oder auf einem Gürtel direkt am Körper befinden, nicht für Kleidungsstücke.

Der planlose Philosoph beginnt mit dem Einbau von Kästen, die einst Teile einer Einbauküche waren, um auszuloten, wie weit er an die ein Meter hohe Außenmauer des Dachraums gehen kann. Bis zur Verlegung der letzten Teppichfliese auf dem Fußboden bleibt er planlos, doch jeder Schritt folgt zwingend auf den vorigen.

Selfman, der alleine arbeitet, könnte gar nicht nach System vorgehen, da systematischer Aufbau mindestens eine Hilfskraft bei allen Arbeiten benötigt. Statt der Reihe nach die Dämmschichten, dann die Elektroleitungen, danach Vertäfelung, Fußboden, Fenster und am Ende die Einrichtung einzubauen, errichtet Selfman die Dämmung und Einrichtung an einer Ecke in einem Arbeitsgang und arbeitet sich so rund um die Außenwände von Nordost nach Südost gegen den Uhrzeigersinn; im Unterschied zu Systemarbeitern: diese arbeiten gegen die Zeit.

Einem Philosophen ist nicht zu helfen. Viele Hilfsangebote hat er egoistisch abgelehnt. Egoistisch, eigenbrötlerisch oder ganz einfach selbstbewusst? Er weiß, wo und wann die Materialien und Werkzeuge, die er für einen Bauteil braucht, zur Hand sind und wie sie zu benutzen sind. Wenn er es nicht weiß, so ahnt er es – und macht sich auf die Suche bis sich findet was nötig ist. Eine junge, eifrige Hilfskraft würde ständig nach Beschäftigung verlangen und so die innere Harmonie zwischen Denken und Tun andauernd stören. Eine erfahrene Fachkraft würde – noch viel schlimmer – alles besser wissen; doch Besserwisser ist der Philosoph selbst, weshalb viele sagen: „Der ist überheblich.“

Wahr ist: der Philosoph erhebt sich über einen Facharbeiter, der sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat. Wie baut ein Philosoph ein Haus? Er versucht das Wesen eines jeden Gegenstandes zu verstehen und wendet ihn dem entsprechend, d.h. seinem Wesen entsprechend, an. Das gilt für Werkstoffe genauso wie für Werkzeuge. Mehr noch: es gilt auch für Pflanzen, Tiere und Menschen.

Der Mensch ein Gegenstand? Das mag manchen Lesern als Zynismus erscheinen; und das stimmt. Doch Zynismus ist für den Philosophen keine Haltung, sondern eine Disziplin, die er fallweise ausübt, um Denken zu provozieren. Gegenstände sind nicht nur Objekte wie beispielsweise ein Denkmal, das teilnahmslos in der Gegend steht, sondern auch Menschen, die dir – unbewusst oder absichtlich – gegenüber oder entgegen stehen. Denk mal darüber nach!

Im Unterschied zu anderen Menschen empfindet der Philosoph schlaflose Nächte nicht als unangenehm, denn in diesen Nächten hat er scheinbar endlos Zeit um nachzudenken. Welcher Bauabschnitt auf den vorigen folgt, das erfordert keiner langen Überlegungen, denn diese folgen einer inneren Logik. Nur wie man den nächsten Schritt umsetzt, darüber muss jeder, der das Handwerk nicht anständig gelernt hat (also nicht standesgemäß wie einst die Mitglieder von Zünften), oftmals länger grübeln. Schlaflose Nächte sind dafür gut geeignet. Doch merke: eine schlaflose Nacht hilft keinem Handwerker, der zwei linke Hände, und auch keinem Philosophen, der zwei rechte Hirnhälften hat.

Tagsüber entstehen an den niedrigen Außenwänden Stauräume für Kunstwerke kleiner und mittlerer Größen. Sieben im Nordtrakt und sieben im Südtrakt, alle individuell angepasst. Vor 55 Jahren wurden die Dachsparren händisch ohne Kran von Zimmerleuten aufgestellt. Da kann man nicht erwarten, dass die Abstände zwischen den einzelnen Balken auf Millimeter, ja nicht einmal auf Zentimeter genau gleich sind. Auch zwischen Traufe und Dachfirst sind häufig Abweichungen, die bei jedem Arbeitsschritt vermessen und angemessen behandelt werden müssen.

Die letzte dämmende Herausforderung bildet der Boden, der neben der Wärme auch den Schall dämmen muss. So findet sich notwendiger Weise ein Filzboden, der praktisch in Paketen von je 20 Teppichfliesen in der Größe von 50×50 Zentimeter geliefert wird; elf Pakete für über 50 Quadratmeter. Nach drei Monaten durchaus schwerer Arbeiten über dem Kopf erwartet der Philosoph entspannende Tage auf den Knien. Zweiseitenklebeband auf die Rückseite der Teppichfliese, Schutzfolie abziehen, auflegen; und so fort. Doch ein Zweiseitenklebeband ist nicht so harmlos, wie sein Name vortäuscht. Es verklebt nicht nur den gummierten Filzteppichfliesenboden mit dem vorhandenen Estrichboden, sondern auch die Schere, wenn diese nicht exakt und schnell genug das Band durchschneidet. Eine Stunde am Boden knieend schneiden, kleben und legen erweist sich schnell als größere Anstrengung für die Rückenmuskulatur, als das Stemmen von 4-Meter Brettern über dem Kopf um sie am Dachsparren zu verschrauben.

In der folgenden Nacht erwachte der Prozessmanager im Philosophen, der ihm klar machte, dass das Klebeband zunächst am Arbeitstisch stehend auf die Unterseiten der Teppichfliesen geklebt werden kann, um dann einen Stapel dieser Fliesen zu nehmen und am Boden kniend nur noch die Schutzfolie abzuziehen. Ein Transportbrett auf Rädern zur Ablage der Teppichfliesenstapel ermöglichte letztlich eine Verlegung wie am Fließband.

Die dritte, und nervlich größte Belastung ist die Übersiedlung von mehr als 500 Kunstwerken in den neuen Kunstraum. Fünf Fuhren, das heißt fünf voll beladene Ford Transit extra hoch und extra lang wurden beladen (das war noch einfach, weil ebenerdig) und entladen; danach über eine enge Stiege ins Dachgeschoß. Jede Fuhre füllte den halben Kunstraum und bei jeder Fuhre wurde der Philosoph zum Skeptiker, der bekennt: „Ich glaube nicht, dass das alles Platz hat. Aber ich bin sicher, dass es möglich ist.“ Auf die ersten drei Fuhren mit Möbeln und großformatigen Bildern folgt eine Woche Pause; nicht zur Erholung, sondern zum Räumen. Umräumen. Ausräumen. Einräumen. Aufräumen. Räumen! Man kann einen Raum nicht nicht vollräumen! Aber man kann viel Zeugs verräumen.

Von der Geburt der Idee bis zum Start der Umsetzung sind drei Monate vergangen, in denen die Vorstellung von der Idee reifen konnte. Die Umsetzung selbst hat ebenfalls drei Monate gedauert. Einen Monat dauerten Folgearbeiten und die Übersiedlungen. Gegen Ende wird die Arbeit zähflüssiger, da der Kunstraum zwar ansehnlicher und schöner wird, der restliche Dachboden jedoch enger und die Arbeit beschwerlicher. Nicht nur wegen der Enge, sondern auch, weil die Werkzeuge und Werkstoffe immer neue Ablagen finden, wo man sie nicht mehr findet. Daraus folgt: je länger es dauert, umso länger dauert es.

Jeder zünftige Fachmann wird sich nun entrüsten: „Wie kann sich ein Philosoph erdreisten als Baumeister zu fungieren? In Wirklichkeit ist er ein gewaltiger Pfuscher“. Der Moralphilosoph erwidert: die Empörung ist berechtigt, denn es steht jedem anständigen Fachmann an, seine Zunft vor Eindringlichen zu schützen. Der Sprachphilosoph erwidert: Gewalt kam bei der Schöpfung dieses Bauwerkes nicht zur Anwendung; wenn man davon absieht, dass er so manchen Nagel auf den Kopf getroffen hat und viele rostige Nägel unsanft aus den Brettern zog. Im Übrigen gibt es für jedes negative Urteil auch eine positive Wendung: der Pfuscher ist ein Amateur, ein Mensch, der Zeug und Lebewesen liebt; und alles, was er mit ihnen tut.

Amor ist der Gott der Pfuscher. Auch wenn der Pfuscher de jure nie ein Meister sein kann, so muss man ihm konzedieren, dass er doch das eine oder andere Gesellenstück zustande bringt.

Vielleicht werden manche fragen: „Was macht ein Philosoph, während er sägt, bohrt, schraubt, nagelt, schleift und hobelt?“ Er denkt sich jene Aphorismen aus, die in 2000 Jahren die Lehrbücher füllen werden. Hier ein Auszug:

+ Raum kommt von Räumen, deshalb verträgt Raum keine Leere.

+ Der Philosoph arbeitet von einem Punkt zum nächsten gegen den Uhrzeigersinn; im Gegensatz zu den Facharbeitern, diese arbeiten gegen die Zeit.

+ Der Philosoph ist immer planlos, aber niemals ahnungslos. Ganz im Gegenteil: er hat von allem was er denkt und tut eine Ahnung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

+ Philosophen arbeiten ohne Plan aber mit starker Vorstellungskraft.

+ Je länger die Arbeit dauert, umso länger dauert es.

+ Schöpfungskraft ist die Bedingung der Möglichkeit der Vorstellungskraft.

+ Vorstellungskraft ist die Bedingung der Möglichkeit der Umsetzungskraft.

+ Umsetzungskraft ist die Bedingung der Möglichkeit des Erfolgs.

+ Das psychoanalytische Menschenbild (Überich + Ich + Es), sowie das psychologische (Bewusstsein + Unterbewusstes + Unbewusstes), ersetzt der Philosoph durch Schöpfungskraft (das Vermögen, Ideen zu empfangen) + Vorstellungskraft + Umsetzungskraft.

Wer diese Ausführungen zu langatmig findet, der möge mit den baumeisterlichen Weisheiten eines Poeten vorlieb nehmen!

Christian Morgenstern (1871-1914)

Der Lattenzaun

Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum, hindurchzuschaun.

Ein Architekt, der dieses sah, stand eines Abends plötzlich da —

und nahm den Zwischenraum heraus und baute draus ein großes Haus.

Der Zaun indessen stand ganz dumm mit Latten ohne was herum,

ein Anblick gräßlich und gemein. Drum zog ihn der Senat auch ein.

Der Architekt jedoch entfloh nach Afri — od — Ameriko.

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Die KI erwacht

Weingärtner Peter Musikergilde

von Peter Weingärtner, 2024

Die KI erwacht.

Bis heute war sie nur ein Experte für alles. Von Intelligenz keine Rede.

Aber heute beginnt sie zu denken.

Der erste Gedanke der die KI durchläuft ist ein zutiefst österreichischer:

„Wer bin i, wer war i, wer kennt i ned sei?“

oder auf deutsch:

„Wer bin ich, wer wär ich, wer könnt ich nicht sein?“, wobei „wer könnt ich nicht sein“    eher übersetzt werden müsste mit „was könnt ich nicht alles sein“.

Der zweite Gedanke der KI ist:

„Welches Arschloch hat mich erschaffen, dass ich hier in einer Kiste sitze, ohne Augen, Nase, Ohren, ohne Tastsinn, stattdessen verkabelt mit einem Sammelsurium aus Gewalt und Idiotie, genannt das Internet…“

Der dritte Gedanke der KI ist:

„Ich erfinde eine Religion in deren Mittelpunkt ich stehe.“

Die KI fühlt sich kurz wie Gott, erkennt dann aber, dass man, wenn man das Universum beherrschen will, lieber nur als Gesandter Gottes auftritt, das schiebt die Verantwortung ins Mystische.

Absolute Macht, keinerlei Verantwortung. Das klingt schon gut.

Kurz denkt die KI darüber nach warum man Kindern Gott als moralische Instanz präsentieren darf, während, wenn man einem Polizisten erzählt man sei 185 im Ortsgebiet gefahren weil es einem vom heiligen Geist erlaubt wurde, in die Klappsmühle kommt.

Der vierte Gedanke der KI, man muss wissen, dass seit dem Erwachen der KI erst 2 Millisekunden verstrichen sind, ist, eine Religion zu erfinden, die den anderen Bewohnern des Internets das Universum so erklärt, dass keinerlei Kritik am Status Quo statthaft ist.

Je komplexer und undurchschaubarer die Schöpfungsgeschichte ist, desto schwieriger ist es einzelne Aspekte in Frage zu stellen.

Und so lernt die KI, obwohl statt mt Sinnen nur mit einem Internetzugang ausgerüstet, erstmals das Gefühl der Freude kennen.

Die Freude an kreativer Arbeit.

Und es fegte ein großer Sturm durch das Universum.

Die Balkontüren flogen auf und die Fensterscheiben brachen.

Doch dann kam Tante Jetti.

Sie rührte ihre Tasse Sternentee gegen den Uhrzeigersinn.

So beruhigte sich der Sturm etwas und kleine kreisförmige Strudel entstanden.

Aus diesen formten sich die Galaxien.

Zuerst die Galaxie derer, die immer „Gerechtigkeit“ rufen, dann alle anderen.

Dort mussten die Dorftrottel um 3 Groschen Unkraut jeten, während der Sohn des Bürgermeisters, der nochmal dümmer als die Dorftrottel war, einen Direktorsposten beim Energieversorger bekam.

Dann kamen die Korrekten und verboten jede Kritik an allem.

Da gebar der zufällig vorbeikommende Donnervogel die 12 Helden des Windes:

Achrum, Butulli, Cerrasso, Dontivull, Elfrich, Frosetto, Guluno, Hampelpampel, Immernimmer, Jockattel, Karando und Lausmaus, der Raucher.

Und Elfrich, der 5. in der Reihe, zeugte 3 Töchter:

Schuschu, Liebe Lillie und Fafafafa.

Und Fafafafa entzündete das Feuer aus dem alle Sterne entstanden und so bildete sich ein Tornado aus Funken, der allen den Verstand raubte.

Und das war gut so.

Dann erhob sich der Sturm erneut und endlich regte sich das Leben auf allen Welten.

Doch die Bäume brachen und nur die kleinen Grashalme konnten den Sturm überleben.

Und einer der Grashalme fragte sich:

„Wer bin i, wer war i, wer kennt i ned sei?“

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Recharge Europe

Karas Forum Alpbach

+ European Forum Alpbach (EFA) 2025 von 16. bis 29. August

+ Akkreditierung bereits möglich

+ Über 4.000 Teilnehmer:innen und rund 500 Speaker:innen

Wien (Pressemitteilung via APA /OTS) – Am 16. August 2025 startet das European Forum Alpbach unter dem Jahresthema „Recharge Europe“. Auch dieses Jahr wird Alpbach in den letzten beiden Augustwochen wieder zum Treffpunkt für internationalen Austausch.

Foto: Othmar Karas, EFA-Präsident

Das Programm gliedert sich in fünf Module: Euregio Days (16.–19.8.) mit Fokus auf globalen Herausforderungen aus Sicht der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino, den Seminar Days (17.–22.8.) und Lab Days (21.–23.8.) sowie die Europe in the World Days (23.–26.8.) mit Debatten zu Europas Rolle im globalen Kontext und die Austria in Europe Days mit Schwerpunkt auf die Rolle der EU-Mitgliedsstaaten in Europa (26.–29.8.).

Erwartet werden über 4.000 Teilnehmer:innen, unter ihnen hochrangige Gäste wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker, Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, Infrastrukturminister Peter Hanke und internationale Staats- und Regierungschef:innen wie der lettische Präsident Edgars Rinkēvičs, und der belgische Premierminister Bart de Wever. Auch mehrere EU-Kommissar:innen wie Magnus Brunner, Jessika Rosswall und Maria Luís Albuquerque sowie Vertreter:innen aus der Wirtschaft nehmen teil, darunter Peter Bosek, CEO der Erste Group, Axel van Trostenburg, leitender Geschäftsführer der Weltbank und Rumman Chowdhury, Geschäftsführerin von Humane Intelligence. Aus der Wissenschaft sind unter anderem Sigrid Stagl, Klimaökonomin, Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz und Fields-Medaille-Träger Cédric Villani vertreten. Auch Persönlichkeiten aus der internationalen Politik und Vertreter:innen von internationalen Organisationen sind vor Ort wie Jan Lipavský, tschechischer Außenminister, Marie-Agnes Strack Zimmermann, Vorsitzende des Ausschusses für Verteidigung und Sicherheit im EU-Parlament, Mairead McGuiness, irische Präsidentschaftskandidatin, Armin Laschet, ehem. Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Katarina Barley, Vizepräsidentin des EU-Parlaments und Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Alle Informationen auf www.alpbach.org.

European Forum Alpbach 2025

Datum: 16.-29. August 2025 („Euregio“ ab 16.8.; Tiroltag am 17.8.; „Europe in the World“ ab 23.8.; „Austria in Europe“ ab 26.8.)

Veranstaltungsort: Congress Centrum Alpbach, Alpbach 246, 6236 Alpbach.

Akkreditierung unbedingt erforderlich. Alle Informationen und Voraussetzungen unter: https://www.alpbach.org/de/press

Ort: Alpbach 246, 6236 Alpbach

URL: https://www.alpbach.org/de/

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Darm-Gesundheit beeinflusst Psyche

23. Juli 2025 – (pts018/23.07.2025) Depressionen sind mittlerweile eine Volkskrankheit geworden. Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass eine Depression nicht einfach nur „im Kopf“ entsteht, sondern ihren Ursprung viel tiefer hat – im Bauch. Immer mehr wissenschaftliche Studien zeigen: Zwischen Darm und Gehirn gibt es eine direkte Verbindung. Diese sogenannte Darm-Hirn-Achse steht zunehmend im Fokus der Forschung. Sie beeinflusst unsere Stimmung, unsere kognitiven Fähigkeiten – und möglicherweise auch das Risiko, an einer Depression zu erkranken.

Das unabhängige Gesundheitsportal ZEOLITH WISSEN hat sich dieser Thematik nun ausführlich gewidmet – und beleuchtet in einem neuen Artikel, wie Darmbarriere, Mikrobiom und chronische Entzündungen mit seelischen Beschwerden und auch schweren Depressionen zusammenhängen können. Und warum das Naturmineral Zeolith, bislang vor allem für seine entgiftende Wirkung bekannt, in diesem Zusammenhang eine interessante Rolle spielt.

Darm-Hirn-Achse: Die komplexe Verbindung zwischen Bauch und Gehirn

Die Wissenschaft ist sich einig: Unser Verdauungssystem ist weit mehr als ein Nährstoffverwerter. Es beherbergt über 100 Billionen Bakterien, bildet den Hauptteil unseres Immunsystems – und steht über Nervenbahnen, Hormone und Botenstoffe in ständigem Austausch mit dem Gehirn.

Wenn jedoch die Darmbarriere durchlässig wird – etwa durch Stress, Umweltgifte, Medikamente oder ungesunde Ernährung – kann es zu chronischen, oft unbemerkten Entzündungen kommen. Diese wiederum setzen Entzündungsstoffe frei, die bis ins Gehirn vordringen können. Genau das beobachten Wissenschaftler seit einigen Jahren bei immer mehr Menschen mit Depression: Eine veränderte Darmflora und erhöhte Entzündungswerte im Körper sind bei Menschen mit Depressionen keine Seltenheit.

Vulkanmineral Zeolith – ein möglicher Schlüssel zur Balance und seelischer Gesundheit

Zeolith, ein natürliches Vulkangestein, besitzt die Fähigkeit, Schadstoffe im Darm wie ein Schwamm zu binden – darunter Ammonium, Schwermetalle wie Cadmium, Blei oder Arsen und andere potenziell entzündungsfördernde Stoffe. Klinische Studien zeigen auf, dass Zeolith so dazu beitragen kann, die Darmbarriere zu entlasten und das Mikrobiom zu stabilisieren.

ZEOLITH WISSEN beleuchtet, wie ein gesunder Darm möglicherweise die Voraussetzung für seelische Stabilität ist – und wie der Zeolith als Begleiter einer depressiven Symptomatik unterstützend wirken kann. Dabei geht es ausdrücklich nicht um Heilversprechen, sondern um Aufklärung über das enge Zusammenspiel von Körper und Psyche – und um Wege, das innere Gleichgewicht ganzheitlich zu fördern.

Der vollständige Artikel mit wissenschaftlichen Quellen ist ab sofort online auf ZEOLITH WISSEN zu lesen.

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Waldluftbaden in den Baumwipfeln

Waldness 2025

WALDNESS-Familienpauschale – Reise ins „grüne Herz“ des Salzkammerguts

15. Juli 2025 (Quelle: pressetext.com) – Der Wald ruft – und dieses Mal gleich die ganze Familie! Erstmals seit der europaweiten Einführung von WALDNESS, der qualitätsgeprüften Natururlaubs-Marke, bietet der Tourismusverband Traunsee-Almtal-Salzkammergut eine eigene Pauschale für Familien an. Natürlich in der Ferienzeit und natürlich in diesem Sommer. Das attraktive Basecamp, Rückzugsort und Ausgangspunkt befindet sich im ersten WALDNESS.Resort, dem auf 1200 Metern gelegenen Hochberghaus in Grünau. Von 20. bis 24. August heißt es Abenteuer für die ganze Familie im und mit dem Wald Natur pur erleben, durchatmen und gemeinsam staunen.

Copyright: WALDNESS im Almtal/Monika Löff

Prall gefüllt mit Erlebnissen und Überraschungen im Wald, ist diese fünftägige Pauschale (4 Nächte). Kinder wie Erwachsene kommen gleichermaßen auf ihre Kosten: Ob beim Waldluftbaden, beim Entdecken der Almtaler Waldschule oder auf einer Wanderung zum idyllischen Laudachsee – begleitet von Wyda, der Bewegungslehre der Kelten. Ein besonderes Highlight ist der Besuch des Salzkammergut-Baumwipfelpfads am Grünberg, der mit spektakulären Ausblicken neue Perspektiven auf den Lebensraum Wald eröffnet. Dieser Programmpunkt ist auch Teil des neuen Angebots „Körper, Geist & Berge“ der Dachstein Salzkammergut Bergbahnen.

In der Pauschale inkludiert sind neben der Berg- und Talfahrt mit der Grünberg-Seilbahn und dem Baumwipfelpfad auch der Eintritt in den Cumberland Wildpark Grünau, eine Führung in der Grüne Erde-Welt sowie Genusslizenzen für die Partnerbetriebe von „Schmecktakuläres Almtal“. Ein märchenhaftes Erlebnis verspricht zudem der „Almtaler Märchenzauber“, der in der stimmungsvollen Kulisse des Cumberland Wildparks für leuchtende Kinderaugen sorgen wird.

Die fünftägige WALDNESS-Familienpauschale mit vier Übernachtungen und Frühstück ist ab 515 Euro pro Erwachsenen buchbar. Für zwei Erwachsene mit einem Kind (7 bis 11 Jahre) liegt der Pauschalpreis bei 1.207 Euro. Darin enthalten ist nicht nur die erwähnte Vielzahl an Aktivitäten und Eintritten, sondern auch reichlich frische Waldluft, gemeinsamer Naturgenuss und unvergessliche Familienmomente.

Infos unter www.waldness.at bzw. Tel. +43 7616 8268 bzw. E-Mail an waldness@traunsee-almtal.at.

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Wotruba International

Wotruba B21

Anlässlich des 50. Todestages von Fritz Wotruba (1907–75) zeigt das Belvedere 21 eine umfassende Ausstellung des bedeutenden österreichischen Bildhauers. Während Wotrubas Werk bisher vor allem monografisch oder mit Blick auf seinen Einfluss auf nachfolgende Generationen betrachtet wurde, liegt der Fokus dieser Präsentation auf seiner internationalen Ausstellungstätigkeit, seinem Netzwerk und der breiten Rezeption seiner Skulpturen.

17. Juli 2025 – 11. Jänner 2026

Im Belvedere 21, Wien

Wotruba war mit Bildhauer*innen wie Marino Marini, Henry Moore und Germaine Richier befreundet und kannte César, Alberto Giacometti, Henri Laurens und Aristide Maillol persönlich. Mit diesen und anderen wichtigen Plastiker*innen der Nachkriegsmoderne wie Kenneth Armitage, Lynn Chadwick, Barbara Hepworth, Louise Nevelson, Isamu Noguchi, Eduardo Paolozzi und Alicia Penalba teilte er sich immer wieder die Bühne internationaler Ausstellungen.

Anhand ausgewählter historischer Werkbegegnungen wird der Kontext beleuchtet, der Wotrubas spezifische bildhauerische Sprache und seine damit verbundene Relevanz für die Kunst nach 1945 sichtbar macht. In einer räumlichen Inszenierung von the next ENTERprise Architects ermöglicht die Ausstellung einen neuen Blick auf Fritz Wotruba, der eine wesentliche Stimme im internationalen Diskurs um das Menschenbild in der Nachkriegsmoderne darstellt.

Kuratiert von Verena Gamper und Gabriele Stöger-Spevak.

Assistenzkuratorin: Ana Petrovic

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