ORF: Putin will keinen Kompromiss

Report24 2025 10 22

ORF-Korrespondent Christian Lininger: „Putin will keinen Kompromiss“

22. Oktober 2025 – Laut ORF-Korrespondent Christian Lininger will Kreml-Chef Wladimir Putin weiterhin keine ernstzunehmenden Verhandlungen über ein Ende des Krieges. Eine Kernbedingung für Putin sei die Beanspruchung des Donbas. Für einen Kompromiss sei der Kreml nicht bereit, so Lininger, so ORF.at am 22.10.2025.

HTH kommentiert: Es gibt keine medienrechtliche Möglichkeit, alle Sätze zu verbieten, die mit „Putin will“ beginnen. Es gibt nur die einfache Wahrheit, dass Sätze, die so anfangen, nicht mit Tatsachenbehauptungen, sondern nur mit reinen Spekulationen enden können. Dass ein Korrespondent aus Moskau zugeschaltet wird, um einen „Informationsgehalt“ dieser Aussage zu suggerieren, kann nicht über die banale Tatsache hinwegtäuschen, dass alle „Will-Sätze“ ausschließlich Will-kürbekundungen des Speakers sind.

Trump, Putin und Orbán – zu viel Vernunft für die transatlantische Elite?

 „Noch vor wenigen Tagen kündigte US-Präsident Donald Trump ein Treffen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Budapest an. Doch nun liegt das Vorhaben Medienberichten zufolge auf Eis. Der Gipfel sei auf unbestimmte Zeit verschoben worden. … Trump hatte – man erinnere sich – im Wahlkampf angekündigt, er wolle “innerhalb von 24 Stunden” Frieden schaffen. Doch das war, bevor er im Morast der westlichen Diplomatie versank. Kaum telefoniert er mit Putin, klingt er nach Realpolitik. Kaum trifft er Selenskyj, klingt er wieder wie ein transatlantischer Missionar. Erst soll Kiew Land abtreten, dann plötzlich alles zurückerobern, dann wieder “stoppen, wo man steht”. Ein außenpolitischer Zickzackkurs ohne klare Linie. Dabei liegt die Wahrheit auf der Hand: Trump hat verstanden, dass dieser Krieg längst nicht mehr um ukrainisches Territorium geht, sondern um geopolitische Dominanz“, schreibt Heinz Steiner auf Report24.news (22.10.25)

HTH kommentiert: Steiners Argumente sind nachvollziehbar. Allerdings führt er sich selbst ad absurdum, wenn er im Titel seines Artikels Trump „Vernunft“ unterstellt und weiters aus dem offensichtlichen „Zickzackkurs ohne klare Linie“ genau das Gegenteil folgert: eine klare Linie. Der immer noch mächtigste Mann der Welt hätte damit die „Kritik der reinen Vernunft“ widerlegt und den „Untergang des Abendlandes“ endgültig besiegelt (seine exzentrische Unterschrift wäre dafür bestens geeignet). Auch wenn Trump impulsiv oft den Nagel auf den Kopf trifft („Geht nach Hause, stellt die Kämpfe ein, stoppt das Töten.“), so schlägt er mit seinem Hammer noch viel öfter daneben. Er trifft aber nie seinen eigenen Daumen – denn um die Nägel zu halten, dafür sind seine Vasallen da.

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Wien Museum würdigt Otto Neurath

Wienmuseum Isotypie

17. Oktober 2025 (Information des Wien Museums) 1925 wird in Wien die Vermittlung von Wissenschaft, von gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen revolutioniert. Die Gründung des Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums durch den Philosophen und Ökonomen Otto Neurath zielt auf eine Demokratisierung des Wissens und auf neue Methoden der visuellen Kommunikation. Mit Piktogrammen und Mengenbildern wird die „Wiener Methode der Bildstatistik“ in den 1930er-Jahren als „Isotype“ (International System of Typographic Picture Education) zu einer weltweit verwendeten Bildsprache. Zum Kernteam zählen neben Otto Neurath die Grafikerin Marie Reidemeister und der Künstler Gerd Arntz.

Die Ausstellung „Wissen für alle: Isotypie – die Bildsprache aus Wien von 6. November 2025 bis 5. April 2026 spannt einen Bogen von den Ursprüngen im Roten Wien über die Internationalisierung von Isotype bis zur aktuellen Bedeutung für Wissensvermittlung, Grafikdesign und Kunst. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit mehr als 40 Beiträgen internationaler Autor:innen.

Der Förderverein des Wien Museums unterstützt die Ausstellung mit dem Ankauf von 11 Istoype-Tafeln.

Kurator:innen: Günther Sandner, Werner Michael Schwarz, Susanne Winkler

Ausstellungsarchitektur: Mark und Hamann

Ausstellungsgrafik: Studio Olaf Osten

Ausstellungssponsor: AK Wien

Die Eröffnung des Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums 1925 sowie der 80. Todestag seines Gründers Otto Neurath sind der Anlass für zwei weitere Ausstellungen in Wien:

+ Gesellschaft & Wirtschaft – Zeitgenössische Positionen zu Otto Neurath, 30. Oktober 2025 – 25. Januar 2026 im Wien Museum musa

+ Was wäre Wien Öffnet externe Seite ab 25. September 2025 im Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum

Neurath Otto, ISOTYPE

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AIT stark in EU-Projekten

WolkeKreuz

17. Oktober 2025. Diese Woche wurden zwei EU-Projekte bekannt, bei denen AIT Austrian Institute of Technology eine starke Rolle spielt:

1. „Catalyse“ mit einer Laufzeit von 36 Monaten und einem Budget von knapp 2 Mio Euro

2. „Mithos“ mit einer Laufzeit von vier Jahren und einem Budget von laut EU exakt 5.395320 Euro

AIT koordiniert EU-Projekt „Catalyse“

16.10.2025 (Presseinformation Center for Innovation Systems & Policy des AIT)

In Wien fiel der Startschuss für das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt Catalyse. Es begleitet Städte auf dem Weg zur Klimaneutralität und setzt dabei auf sogenannte Knowledge Institutions (KIs), Wissensorganisationen als vertrauenswürdige Knotenpunkte lokaler Innovationsökosysteme. Gastgeber des Kickoffs war der Projektkoordinator, das AIT Austrian Institute of Technology. Elf Partner und Delegationen aus Leipzig, Manchester, Rotterdam und Wien erarbeiteten ein gemeinsames Verständnis und erste Leitlinien– mit Fokus auf Zusammenarbeit, soziale Innovation und Bedarfe vor Ort.

Wissensorganisationen als Schlüssel für missionsorientierte Klimapolitik

„Im Zentrum von Catalyse steht die Überzeugung, dass Wissensorganisationen wie etwa Universitäten oder Forschungseinrichtungen eine entscheidende Veränderungs­kraft sind: Sie unterstützen missionsorientierte Politik und stärken Innovationsökosysteme. Als vertrauenswürdige Verbinder bringen sie vielfältige gesellschaftliche Akteur:innen zusammen, unterstützen den Erfolg sozialer Innovationen, stärken die europäische Zusammenarbeit und verankern Klimaschutz fest in der Lebensrealität lokaler Gemeinschaften“, sagt Gudrun Haindlmaier, Projektkoordinatorin am AIT Austrian Institute of Technology.

Catalyse setzt – im Rahmen der ehrgeizigen EU-Politikvorhaben und Missionen – seinen Schwerpunkt auf die Cities Mission: „100 klimaneutrale und smarte Städte bis 2030“.

Von der Mission zur Umsetzung vor Ort

Das Projekt will das Potenzial der Cities Mission noch besser mit den Bedürfnissen der einzelnen Städte verzahnen. Dabei sollen Synergien zwischen den vorhandenen Initiativen gebündelt werden, bestehendes Experimentieren mit Institutionalisierung verbunden und die Rolle von Wissensorganisationen nachhaltig gestärkt werden.

Drei zentrale Herausforderungen adressiert das Projekt dabei ausdrücklich:

+ Klimaschutz ist häufig noch unzureichend lokal verankert

+ Das transformative Potenzial transdisziplinärer sozialer Innovation wird zu wenig genutzt

+ Viele Städte erproben innovative Ansätze für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, doch diese Initiativen bleiben häufig auf einzelne Projekte beschränkt (oft mit Ablaufdatum) und fragmentiert

Catalyse wird daher die Rolle von Wissensorganisationen als transformative Hubs in lokalen Ökosystemen untersuchen und stärken. Dies geschieht durch Capacity Building, gegenseitigem Lernen zwischen den Städten und der Schaffung inklusiver Räume, in denen unterschiedliche Stakeholder gemeinsam Lösungen entwickeln.

Vier Pilotstädte als Reallabore

Die Pilotstandorte dienen als Versuchsräume, um zu untersuchen, wie unterschiedliche Typen von Knowledge Institutions – von Research & Technology Organisations (RTOs) in Wien und Leipzig bis zu Universitäten in Manchester und Rotterdam – mit lokalen Akteur:innen Klimaschutz und soziale Innovation vorantreiben:

+ Leipzig – Anpassung des Climate City Contract auf lokaler Ebene

+ Manchester – Untersucht die Rolle von Wissensorganisationen als Katalysatoren zum Überwinden fragmentierter Experimentierzyklen

+ Rotterdam – Sozial ausgewogene, klimaneutrale Wärmeversorgung

+ Wien – Klimaneutrale Stadtteile auf ehemaligen Bahnflächen gemeinsam entwickeln

Über das Projekt

Catalyse- Knowledge institutions catalysing local action for net zero“ ist ein von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt zur Unterstützung europäischer Städte auf dem Weg zur Klimaneutralität und hat eine Laufzeit von 36 Monaten. Das Konsortium, koordiniert vom AIT Austrian Institute of Technology besteht aus 10 Partner aus Forschung, Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt stehen Knowledge Institutions/Wissensorganisationen als Katalysatoren für missions-orientierte Politikgestaltung, soziale Innovation und skalierbare Lösungen in Städten. Grant Agreement: 101217086.

AIT Austrian Institute of Technology

Marketing and Communications

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bauernladen.at wird 7 Jahre

bauernladen

unverschwendet.at setzt Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung

(pts013/14.10.2025) Seit nunmehr sieben Jahren steht bauernladen.at für Regionalität, Qualität und Nachhaltigkeit. Die Online-Plattform verbindet Konsument:innen direkt mit 800 österreichischen Produzent:innen aus den Bereichen Lebensmittel, Getränke, Kosmetik und Handwerk. bauernladen.at ist mit dem bauernladen.at-Gutschein und einem breiten Angebot an Geschenkboxen Österreichs führender Anbieter für nachhaltige, regionale Genuss-Geschenke für jeden Anlass. Gemeinsam mit dem Wiener Unternehmen Unverschwendet setzt bauernladen.at nun einen bedeutenden Schritt im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Im Rahmen der Partnerschaft finden die geretteten Lebensmittel von Unverschwendet in den Bauernladen-Geschenkboxen Platz und können natürlich auch direkt auf bauernladen.at erworben werden. Für Firmen werden diese Feinkostgeschenke auch in größeren Mengen und auf Wunsch individuell konfektioniert.

Foto von links: Cornelia Diesenreiter (Unverschwendet), Barbara Bauer (bauernladen.at), Andreas Diesenreiter (Unverschwendet)

Ein Meilenstein für nachhaltigen Genuss

„Unsere Vision war es von Anfang an, regionale Produzent:innen zu stärken, indem wir ihnen einen Marktplatz bieten, auf dem sie Konsument:innen und Unternehmen als Kunden gewinnen können“, erklärt Barbara Bauer, Prokuristin von bauernladen.at. „Mit Unverschwendet haben wir einen Partner gefunden, der unsere Werte teilt und mit innovativen Produkten aus geretteten Lebensmitteln überzeugt.“

Das Unternehmen Unverschwendet, gegründet von den Geschwistern Cornelia und Andreas Diesenreiter, verarbeitet seit 2015 überschüssiges Obst und Gemüse zu hochwertigen Feinkostprodukten. Die Produktpalette umfasst Marmeladen, Sirupe, Chutneys, Senf und Saucen – allesamt hergestellt aus Lebensmitteln, die aufgrund von Größe, Form oder Reifegrad nicht im Handel verkauft werden können.

„Unsere Mission ist es, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und gleichzeitig köstliche Produkte zu kreieren“, sagt Cornelia Diesenreiter. „Durch die Zusammenarbeit mit bauernladen.at erreichen wir noch mehr Menschen, die Wert auf Nachhaltigkeit und Qualität legen.“

Die Partnerschaft zwischen bauernladen.at und Unverschwendet ist ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Lebensmittelwirtschaft. Beide Unternehmen setzen sich dafür ein, Ressourcen zu schonen, regionale Produzent:innen zu unterstützen und Konsument:innen für bewussten Konsum zu sensibilisieren.

Über bauernladen.at

bauernladen.at ist die führende digitale Plattform für nachhaltige Landwirtschaft und regionale Produktion. bauernladen.at ist mit dem bauernladen.at Gutschein und einem breiten Angebot an Geschenkboxen Österreichs führender Anbieter für nachhaltige, regionale Geschenke für jeden Anlass.

bauernladen.at, Markus Bauer

E-Mail: m.bauer@bauernladen.at

Telefon: +43 (1) 91920 2111

Über unverschwendet.at

Unverschwendet wurde 2015 von Cornelia und Andreas Diesenreiter gegründet und hat sich der Rettung von überschüssigem Obst und Gemüse verschrieben. Das Unternehmen produziert Feinkostprodukte aus geretteten Lebensmitteln und setzt sich aktiv gegen Lebensmittelverschwendung ein.

unverschwendet.at, Cornelia und Andreas Diesenreiter

E-Mail: hi@unverschwendet.at

Telefon: +43 660 393 42 80

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Vertrauen in Demokratie sinkt weiter

Sinus Milieus DE

+ Laut Sinus-Analyse sieht nur ein Drittel der Bevölkerung Deutschland demokratisch regiert

+ Presseinformation der SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH [mit Anmerkungen von HTH, Chefredakteur von ethos.at]

Hamburg (pts015/07.10.2025) – Nur knapp ein Drittel der Deutschen ist fest überzeugt, dass das Land demokratisch regiert wird. Dabei hält eine große Mehrheit der Deutschen (84 Prozent) es für wichtig, in einem demokratisch regierten Land zu leben, 59 Prozent sogar für „absolut wichtig“. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Studie des Sinus-Instituts im Auftrag von Greenpeace.

„Dieses klare Bekenntnis verdeutlicht die Verankerung demokratischer Grundwerte. Für Greenpeace ist das wichtig, weil nur in einer stabilen Demokratie eine lebendige Zivilgesellschaft wirksam werden kann“, sagt Alexander Lurz, Greenpeace-Experte für Frieden. „Die Kluft zwischen Anspruch und erlebter Realität birgt jedoch ein Risiko für die Legitimation demokratischer Institutionen. Politik und Gesellschaft müssen sich darauf verständigen, wie Demokratie gestaltet werden soll. Sonst stehen sich Gruppen gegenüber, die alle ‚Demokratie‘ fordern, dabei aber Unterschiedliches meinen.“

Wie Demokratie wahrgenommen wird, hängt stärker mit der Zugehörigkeit zu gesellschaftlichen Milieus zusammen als mit klassischen demografischen Faktoren wie Alter oder Einkommen. Das zeigt die Analyse auf Basis des Gesellschaftsmodells der Sinus-Milieus, das die deutsche Bevölkerung nach Werten, Lebensstilen und sozialer Lage in zehn Gruppen einteilt. Besonders skeptisch äußern sich traditionell-bürgerliche Milieus und die gesellschaftliche Mitte, während die modernen Leit- und Zukunftsmilieus deutlich positiver auf den Zustand der Demokratie blicken. Unterschiede zeigen sich auch entlang politischer Tendenzen: Unter Grünen-Anhänger:innen sehen 61 Prozent Deutschland als demokratisch regiert, bei AfD-Sympathisant:innen sind es nur 13 Prozent.

Zwei Sichtweisen auf Demokratie

Die Studie zeigt: In Deutschland gibt es kein einheitliches Verständnis von Demokratie. Ein Teil der Bevölkerung betont dabei vor allem die Bedeutung von Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung sowie den Schutz von Minderheiten und Institutionen. Ein anderer Teil versteht Demokratie stärker als die unmittelbare Durchsetzung des „Volkswillens“ und betrachtet staatliche Kontrolle und Institutionen eher skeptisch. Diese Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Milieus: die Leit- und Zukunftsmilieus orientieren sich eher am rechtsstaatlich-institutionellen Modell, während die Milieus der Mitte häufiger ein direktdemokratisches Verständnis vertreten. Politisch neigen Anhänger:innen von Mitte-Links- und Mitte-Rechts-Parteien stärker zum erstgenannten Modell, während sich bei AfD- und BSW-Sympathisant:innen häufiger das zweite Verständnis findet.

[Anmerkung HTH: Es kommt nicht darauf an, was Menschen unter Demokratie „verstehen“ – dazu gibt es wohl so viele Meinungen wie Bewohner des Landes. Es kommt darauf an, was Demokratie dem Wesen nach ist und wie Demokratie in der Praxis realisiert wird. Heutzutage kann man sogar von „Experten“ hören, man könne Demokratie nicht „definieren“. Zu meiner Zeit habe ich noch im Gymnasium gelernt: Demokratie bedeutet Gewaltenteilung. Laut Karl Popper definiert sich die Qualität der Demokratie darin, wie gut die Gewaltenteilung funktioniert, d.h. im Idealfall: Exekutive, Legislative, Judikative agieren unabhängig voneinander und kontrollieren einander. Und dazu kommt die Offenheit des Systems. Die Realität 2025 (in DE genauso wie im Rest der EU-Staaten): Filz statt Gewaltenteilung, geschlossene Anstalten statt offener Gesellschaft. Resümee: Eine Demokratie-Studie sollte nicht nur Meinungen abfragen, sondern imstande sein, in den Fragestellungen zu differenzieren, was Demokratie dem Wesen nach ist und wie sie tatsächlich von unseren Politik-Darstellern praktiziert wird.]

Scharfe Kritik, aber wenig Engagement

Zwei Drittel der Befragten geben an, dass sie sich bereits für die Demokratie engagieren oder dies künftig tun würden. Besonders hoch ist die Bereitschaft in den Leit- und Zukunftsmilieus sowie bei Anhänger:innen von Grünen, SPD, Linke und Volt. CDU/CSU- und FDP-Sympathisant:innen liegen im Mittelfeld: 69 Prozent sind oder wären aktiv, 49 Prozent engagieren sich noch nicht, können es sich aber vorstellen. Zurückhaltend sind AfD- und BSW-Sympathisant:innen: Nur 16 beziehungsweise 24 Prozent sind aktiv, fast die Hälfte lehnt Engagement ausdrücklich ab. Auffällig ist, dass gerade diese Gruppen, die den Zustand der Demokratie am kritischsten sehen, am wenigsten bereit sind, sie zu verteidigen.

[Anmerkung HTH: ARD-Media kann man entnehmen: „Unterschieden wird in die so genannten Leitmilieus (Konservativ-Gehobenes Milieu, Postmaterielles Milieu, Milieu der Performer), die Zukunftsmilieus (Expeditives Milieu, Neo-Ökologisches Milieu), den Modernen Mainstream (Milieu der Adaptiv-Pragmatischen Mitte, Konsum-Hedonistisches Milieu, Prekäres Milieu) und den Traditionellen Mainstream (Nostalgisch-Bürgerliches Milieu, Traditionelles Milieu).“ Diese Differenzierung trägt sogar den Namen des Meinungsforschungsinstituts: „Sinus-Milieus“.

AI / KI serviert folgende Definitionen von „Milieu“:

1. soziales Umfeld, Umgebung, in der ein Mensch lebt und die ihn prägt, z.B. „das soziale Milieu“, „in einem kleinbürgerlichen Milieu aufwachsen“

2. Lebensraum von Pflanzen, Tieren, Kleinstlebewesen u. Ä. (in dem sie gedeihen, wachsen, der für sie lebensnotwendig ist)

3. a. Lebensbereich, Welt der Prostituierten und Zuhälter. b. Stadtteil, Bereich, in dem Prostitution betrieben wird.

Zum Verständnis der „Sinus-Milieus“ orientiert man sich am besten an 3 a und b: Milieus sind die Lebensbereiche wo, und die Personengruppen an die sich Menschen verkaufen um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Faustisch formuliert: Milieu sind Ort und Zeit, wo und wann die Menschen ihre Seele verkaufen.]

„Die Deutschen bekennen sich klar zur Demokratie – doch zeigt sich im Verständnis von Demokratie eine überraschend große Kluft“, fasst Silke Borgstedt, Geschäftsführerin des Sinus-Instituts, die Ergebnisse zusammen. „Während Leit- und Zukunftsmilieus und Sympathisant:innen der Mitte-Links- und Mitte-Rechts-Parteien die Demokratie aktiv stützen, herrscht in großen Teilen der Mitte Ernüchterung und Misstrauen, verbunden mit einer geringen Bereitschaft, sich aktiv einzubringen. Demokratische Resilienz bedeutet daher nicht nur Gefahrenabwehr, sondern insbesondere auch Brücken zwischen gesellschaftlichen Gruppen zu bauen und demokratische Prozesse weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu machen.“

[Anmerkung HTH: Hier werden „Milieus“ pauschal abgestempelt: hier die aktiven Kämpfer für die Demokratie, dort die misstrauische, passive Masse. Mit derartigen Schablonen wird es nicht möglich sein, „Brücken zwischen gesellschaftlichen Gruppen zu bauen“. Abgesehen davon wird die viel zitierte Spaltung der Gesellschaft in der Regel, so auch hier, falsch dargestellt. Die Spaltung verläuft nicht zwischen „Milieus“, „Klassen“ oder Parteien, nicht zwischen links und rechts oder oben und unten! Die Spaltung verläuft zwischen Staat und Gesellschaft. Die Spaltung verläuft zwischen Systemerhaltern, die direkt und indirekt gut davon leben, dass der Staat so ist wie er ist (nämlich ein Selbstbedienungsladen für dieses „Establishment“) und Systemkritikern, die für eine bessere Demokratie kämpfen (u.a. in tausenden Parteien und Organisationen, die von den Systemmedien einfach ignoriert werden und „vom Staat“ keine Subventionen erhlten).]

Methodischer Hinweis

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage des SINUS-Instituts im Online-Access-Panel von horizoom GmbH. Für diese Befragung wurden im Juli 2025 insgesamt 2.022 Personen in einer repräsentativen Stichprobe befragt, quotiert nach Geschlecht, Alter, Bildung, und Region. Die Stichprobe bildet die deutschsprachige Bevölkerung ab 16 Jahren hinsichtlich der Quotenmerkmale ab.

Über das SINUS-Institut

Die SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH mit Standorten in Heidelberg und Berlin ist seit über 40 Jahren Spezialist für psychologische und sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung. Das Institut entwickelt Strategien für Unternehmen und Institutionen, die den soziokulturellen Wandel als Erfolgsfaktor nutzen.

Ein zentrales Tool dafür sind die Sinus-Milieus – ein Gesellschafts- und Zielgruppenmodell, das Menschen nach ihren Lebenswelten in „Gruppen Gleichgesinnter“ zusammenfasst. Die Sinus-Milieus zählen seit Jahrzehnten zu den bekanntesten und einflussreichsten Segmentationsansätzen und sind mittlerweile für über 50 Länder verfügbar. SINUS kooperiert eng mit den Schwesterunternehmen INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung in Wien und OPINION Market Research & Consulting, Nürnberg (INTEGRAL-SINUS-OPINION Gruppe).

SIEHE AUCH:

+ Österreich November 2022: Massiver Vertrauensverlust / Demokratiemonitor

+ Großteil fühlt sich politisch nicht gehört. „Vierteljährlich erhebt die Statistik Austria in der Befragung „So geht’s uns heute“ Veränderungen der sozialen Lage in Österreich. Im zweiten Quartal 2025 lag der Schwerpunkt auf der politischen Teilhabe. Die am Mittwoch veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass sich rund ein Fünftel der Bevölkerung sehr stark für Politik interessiert und nahezu die Hälfte ein gewisses Interesse bekundete. Zugleich gab ein Großteil der Befragten an, sich politisch nicht repräsentiert zu fühlen und den Eindruck zu haben, dass ihre Stimme ungehört bleibt.“ (ORF.at 8.10.25)

+ Rainer Mausfeld definiert Demokratie.

Bildung parasitärer Machteliten verhindern!

Umdeutung in „repräsentative Demokratie“.

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Die rosarote Brille

Meloun Eva rosa Brille

Ein Artikel aus „Science Nature and Art“ aus dem Jahr 4025

von Eva Meloun

Der bedeutenste Fund seit 200 Jahren! Ein Aufschrei ging durch die Wissenschaft! Dier bedeutendste Fund der Geschichte wurde in einer Pappschachtel im hintersten Winkel eines verwahrlosten Kellerabteils des Staatsmuseums gefunden.

Bei Reinigungsarbeiten stolperte eine Putzfrau über Teile eines Skeletts (Anschauungsmaterial für Schulen) und konnte sich gerade noch an einer Schachtel festhalten. Sie hob sie auf, aber bevor sie die Schachtel in den Papiercontainer warf, hörte sie darin ein Geräusch.

Sie öffnete sie und eine ROSAROTE BRILLE fiel ihr entgegen.—- Es war das lange gesuchte , verschollene Artefakt! – DER Beweis, dass es die rosa Brille tatsächlich gegeben hatte — Die meisten Wissenschafter hielten die rosa Brille für eine bis dato nicht belegbare Legende.

Nach den furchtbaren Verwüstungen des vierten Weltkrieg, waren zwei Drittel der Weltbevölkerung ausgerottet.

Es gab nur mehr Leid und Verzweiflung. Eine allgemeine Depression lies die Menschen antriebslos, seelisch gestört, depressiv oder aggressiv werden.

Einen hoffnungsvollen Wiederaufbau, wie nach dem ersten, zweiten und dritten Weltkrieg gab es nicht.

Die Menschen vegetierten ohne Hoffnung in ihrem Elend, hausten unter dem Schutt und den Trümmern der Städte und in Erdhöhlen der verwüsteten Landschaften.

Aber zurück zum Anfang – und zur Chronologie unserer Geschichte:

Der Zufall wollte es, dass eines Tages ein Kleinkind mit den Scherben einer zerbrochenen Tiffany – Tischlampe spielte. Es hielt sich die Glasscherben vor die Augen und krähte in Abständen vergnügt, sodass seine Mutter aus ihrer Agonie erwachte und nach dem Kind sah. Überrascht stellte sie eine seltsame Wirkung fest – immer dann, wenn das Baby die rosa Glasscherbe vor die Augen hielt, lachte und brabbelte es vergnügt. Nun versuchte die Mutter selbst, einmal durch die braune und dann wieder durch die rosa Scherbe zu schauen. Auch sie erlebte denselben Effekt. Unerwartet flink eilte sie zum nächsten Blockwart, überreichte ihm die Scherbe und erzählte von ihrer Wirkung. Auch er war beeindruckt und schickte dieses Fundstück der Behörde. Schon nach ein paar Jahren fiel diese rosa Glasscherbe einem Beamten in die Hände, der sie mit einem Erfahrungsbericht in das Museum für „Ungewöhnliche Funde“ brachte.

Und dort hatte ein junger Assistent DIE bahnbrechende Idee!

—- Heute wissen wir, dass schon innerhalb eines Jahres die gesamte Weltbevölkerung die ROSA BRILLE trug.

Wie wir jetzt zurückverfolgen können, begann durch das Tragen der rosa Brillen ein Aufschwung, ein Gefühl eines positiven Neubeginns. Die Hoffnung auf rosige Aussichten beflügelte die Menschen. Sie freuten sich wieder des Lebens, ja, sie begannen sich um die Produktion der Nahrungsmittel zu kümmern und logistisch zu verteilen. Sie räumten Schutt und Trümmer weg und bauten wieder ihre Häuser auf.

In dieser Zeit, genannt die „Rosa Periode“, wurden aus gutem Grund Verstöße gegen die gesetzlich verordnete „Tragepflicht“ mit aller Härte bestraft.

Hatten doch immer wieder „Terroristen“ die Brille abgenommen und nun erschrocken über den wahren Zustand der Welt geschrien: „Die Welt ist nicht so wie ihr sie durch eure rosa Brillen seht – sie ist schrecklich, das ist die Wahrheit!! Seht ihr denn nicht die Klimakataastrophe, die schmelzenden Eisberge, das Sterben der Tiere! Nehmt die Brillen ab und seht selbst!“

Aber nicht genug damit: sie rissen den Menschen die Brillen von den Nasen, zertrampelten sie und verunsicherten auch die gläubigsten Brillenträger.

Es war eine unruhige Zeit, in der Geschichtsschreibung die „Dunkle Zeit“ genannt.

Aber schon in diesen Jahren hatten vorausschauend Forschende an der „MITWACHSENDEN ROSA KONTAKTLINSE“ gearbeitet. Die Brille war zum Problem geworden: teuer, leicht zu beschädigen, ABNEHMBAR – vor allem mit Konfliktpotenzial behaftet – die Gesellschaft hatte sich gespalten – Brillenträger gegen Naturaugen. Die Partei der Rosa gegen die Partei der Grauen.

Es bildete sich der Rat der Alten, die darüber nachdachten, wie der Friede ein für alle Mal sicher gestellt sein könnte. So sind Ärzte schon seit vielen Generationen behördlich verpflichtet, die „MITWACHSENDE Rosa Kontaktlinse jedem neugeborenen Kind einzusetzen!

Anlässlich einer imposanten Feier verkündete der Älteste der Alten mit vor Rührung zitternder Stimme, „Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer für die Menschheit.“ und „nun erlaubt uns dieser kleine Gegenstand im Auge eine hoffnungsvolle, rosige Aussicht auf die Zukunft!“

ANMERKUNG: Die Skulptur von Eva Meloun ist ein Beitrag zur Ausstellung „Rosige Aussichten“, der Jahresausstellung des Mödlinger Künstlerbundes von 9. bis 19. Oktober 2025

Einladung Rosige Aussichten

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Mit Ausbildung Zukunft stiften

TwoWings Stiftung

(Oktober 2025) — Das unabhängige TwoWings Network unterstützt Projekte, die Hilfe zur Selbsthilfe geben. Es ist TwoWings ein Anliegen, durch diese Unterstützung keine Abhängigkeit zu schaffen, sondern Menschen partnerschaftlich die Möglichkeit zu geben, aus eigener Kraft ihre Lebensverhältnisse zu verbessern.

TwoWings ist eine gemeinnützige Organisation, die 1996 in Linz, Österreich, registriert wurde. Diese Stiftung fördert kleine, regionale Entwicklungsorganisationen, um Ausbildungsprojekte für Kinder, Jugendliche und Frauen aufzubauen. Bildung ist ein nachhaltiger Weg, um Armut zu beseitigen. Die Menschen werden in ihrer Selbstwirksamkeit bestärkt und können aus eigener Kraft für ihr Wohlergehen sorgen. Durch die Weitergabe des Erlernten tragen sie zudem wesentlich zum Wohlstand ihrer Gemeinschaft bei. So kann eine vereinte, friedliche und bessere Welt entstehen.

“Die Menschenwelt hat zwei Flügel: Den einen bilden die Frauen, den anderen die Männer. Erst wenn beide Flügel gleichmäßig entwickelt sind, kann der Vogel fliegen. Bleibt ein Flügel schwach, so ist kein Flug möglich.”

Geschichte von TwoWings

Zwischen 1980 und 1995 reiste das Ehepaar Bahia und Dr. Faramarz Ettehadieh in mehr als 70 Länder und Regionen, wo Touristen üblicherweise nicht angetroffen werden und sammelten vor Ort Eindrücke, die sie nicht mehr losließen. Erdrückende Armut, fehlende Bildung, ein Mangel an Hygiene und besonders die Unterdrückung der Frauen ließen beide tätig werden. Dabei wurden sie inspiriert durch das Zitat: „Betrachte den Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert. Nur die Erziehung kann bewirken, dass es seine Schätze enthüllt und die Menschheit daraus Nutzen zu ziehen vermag.“

Daraufhin wurde 1996 das TwoWings Network gegründet, in Form eines überparteilichen, überkonfessionellen, nicht-gewinnorientierten Vereines für Entwicklungsprogramme auf Basis des Österreichischen Vereinsgesetzes. Ein Kuratorium von Persönlichkeiten mit Interesse für Ausbildung und Entwicklung wurde berufen. Neue Entwicklungsstrategien basierend auf Gegenseitigkeit und lokaler Initiative waren zukunftsweisend. Das Konzept der Gegenseitigkeit wurde durch den Nord-Süd-Beirat verwirklicht, bei dem Menschen aus allen Teilen der Welt zusammenarbeiten um bestmögliche Unterstützung bei Entwicklungsprogrammen leisten zu können.

1997 wurde dann eine solide Grundlage für die Umsetzung der TwoWings Idee gelegt. Die Vereinsbasis wurde ausgebaut, das Network konsolidiert, konkrete Entwicklungsprogramme ausgewählt und Spenden für die ersten drei Projekte gesammelt: Das Masethla Institut in Sambia, Barli in Indien und Fundaec in Kolumbien. Alle drei Projekte, die damals noch kleinere Initiativen waren, sind heute etablierte Bildungsinstitute.

In über 25 Jahren konnte TwoWings mit Hilfe der großzügigen Spenden in 12 Ländern vielversprechende, nachhaltige Projekte fördern und 16 Jahre lang den TwoWings Award an Personen verleihen, die besondere Beiträge zur Besserung der Welt geleistet haben, wie beispielsweise Prof. Yunus und Jane Goodall. Des Weiteren hat TwoWings aktiv in Österreich in Kooperation mit AIESAEC Seminare für Universitätsstudenten abgehalten, um das Verständnis für Entwicklungsarbeit bei jungen Erwachsenen zu vertiefen.

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Gedanken über’s Sparen

Simic Gabriela

von Gabriele Simic

3. Oktober 2025 – Schlimm, wie diese SPÖ das Steuergeld hinaus wirft.. Mittlerweile hat Babler 37 Berater und lässt sich zusätzlich mit unserem Steuergeld Coachings, Friseurbesuche und Make up’s bezahlen.. Da rechne ich noch nicht mal den unnötigen Besuch nach New York dazu.. Denn 1 Woche später fuhren ohnehin der Bundespräsident, Vizekanzler Stocker und Außenministerin Natobeate hin, die zusätzlich noch das Steuergeld mit ihrer Entourage sowie 3 Fotografen belasteten …

Bild von Gabriela Simic auf art-work.co.at

Doch auch die anderen Regierungsparteien stehen um nichts nach, was die Steuergeldvernichtung betrifft 😪😪..

Eine Außenministerin, die in 6 Monaten immerhin 3x die korrupte Ukraine bereiste, wofür…? Um Geld zu verteilen, was wir nicht haben..

Die ÖVP hält sich bedeckt, ist sie doch gemeinsam mit den Grünen, allen voran Gewessler für das Budgetdesaster (was sie nun versucht tunlichst zu negieren) verantwortlich…

Wo wird gespart…?

Bei Pensionisten, Familien, Behinderten…

Diese Regierung hat bei sich selber absolut KEINEN Willen zu sparen, hat für die Probleme, die zum Teil selbst durch die Vorgängerregierung verursacht wurden, absolut KEINE Lösungen… Stattdessen beschäftigt sie sich lieber mit Unterstützungen für Afrika, während Österreich (früher ein reiches Land) bald als bankrott anzusehen ist…

Österreich rangiert an aller letzter Stelle in der Welt, was die Wirtschaft betrifft…

Und unser Bundespräsident…? Der schweigt hierzu… nur Plattitüden zur 80 jährigen Pressefreiheit… [Anm. HTH: Siehe auch „Medienminister“ Babler über die Pressefreiheit]

Diese Regierung mitsamt dem Bundespräsidenten sind die schlechtesten seit der 2. Republik, es ist eine SCHANDE, was sie mit dem einst schönen Österreich anstellen…

Die schöne Landschaft und die Kultur treten immer mehr in den Hintergrund, da die meisten Gemeinden ebenso tief verschuldet sind und Kultur bald nicht mehr leistbar sein wird…

Ich sehe düsteren Zeiten entgegen, denn auch die Kriegsrhetorik in der EU nimmt weiter zu, allem voran mit unserer Außenministerin, die unsere Neutralität mit Füßen tritt..

So kann man nur in die Natur flüchten, um diesem Schrecken wenigstens stundenweise zu entgehen…

SIEHE AUCH: Peter Westenthaler über Bablers Staatssekretärin Michaela Schmidt

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Vielfalt ist besser als Einfalt

EDITORIAL Anima Incognita Kunstmagazin 3 2025

29. September 2025 – Nun ist die Urlaubszeit auch schon wieder vorbei und der Herbst beginnt mit einer neuen Ausgabe des Anima Incognita Kulturmagazins. Ich selbst durfte meinen Urlaub auf Rhodos verbringen und entdecken wie vielfältig eine kleine Insel sein kann. Besonders beeindruckt hat mich, welche Kräfte Wind und Wellen auf der steinigen und felsigen Nordwestseite der Insel entfalten, während die Südostseite sanft und sandig ist.

Vielfalt ist besser als Einfalt, ist ein bekanntes Bonmot. Damit endet der „poetische“ Teil dieses Editorials und – ich wollte es nicht, aber es muss sein! – die politischen Entwicklungen haben mich wieder. Gemäß meinem ceterum censeo – man kann nicht nicht politisieren – hier ein paar Gedanken zu den neuesten Entwicklungen.

In Amerika wurde ein politischer Aktivist, Anhänger von Donald Trump, erschossen. In Deutschland postete der Webmaster einer Sparkasse auf dem offiziellen Instagram-Account der Bank „RIP Charlie Kirk“. Dafür wurde er umgehend entlassen, die offizielle Sprecherin der Bank bekundete ihr „Entsetzen“ und fühlte sich bemüßigt zu erklären, die Sparkasse stehe „ganz klar für Demokratie und die demokratischen Grundwerte wie Vielfalt, Meinungsfreiheit, Toleranz und ein friedliches Miteinander“. Indessen wurden in Amerika dutzende Staatsbedienstete, insbesondere Lehrer, entlassen, die ihre Kritik oder gar Verhöhnung des Opfers in Sozialen Medien publizierten. Zur Trauerfeier in Arizona kamen 60.000 Menschen und Erika Kirk hat dem Attentäter vergeben.

Großes Welttheater oder lediglich eine neue Ausgabe der Stehgreif-Komödie „Einfalt ist besser als Vielfalt“? Alles Show oder bedeutende Zeichen einer Zeitenwende? Eine Flutwelle am Abend, oder der Untergang des Abendlandes? Das werden Historiker in späteren Jahrzehnten entscheiden. Für heute gilt: NDR (Neues Deutsches Rechtsempfinden): alle Trauernden und Kondolenten befinden sich außerhalb der „demokratischen Grundwerte wie Vielfalt, Meinungsfreiheit, Toleranz“. Und in allen Ländern gilt: Nur die Machthaber haben das Recht, recht zu haben.

Seit der letzten Bankenkrise wissen wir, dass Banken staatstragende und im Notfall staatsgetragene Institutionen sind. Wenn im Namen einer Sparkasse, die traditionell eng mit den lokalen Politikern verbandelt ist, erklärt wird, diese vertrete die „demokratischen Grundwerte wie Vielfalt, Meinungsfreiheit, Toleranz“ so ist das

1. ein flaches Bekenntnis, so viel wert wie das Glaubensbekenntnis, das alle Katholiken kennen, das aber niemand mehr ernst nimmt;

2. eine glatte Lüge, wenn man die Kündigung des Webmasters betrachtet, denn diese Maßnahme ist das genaue Gegenteil dessen, was man gleichzeitig verkündet hat.

Auf jede Verkündigung folgt einen Kündigung! Das mag der Logik der Gläubigen entsprechen. Die Logik von Sparkassendirektoren, Politikern aller Ebenen und Coleurs und Medienmachern dient allein dem Systemerhalt. Die Systemerhalter sind Menschen, die immer noch glauben, die EU und ihre Mitgliedsstaaten seien Demokratien.

Stimmt doch! Die EU und ihre Mitgliedsstaaten sind Demokratien, so wie einst die Sowjetunion und die Deutsche Demokratische Republik.

Eigentlich ist der Begriff „Vielfalt“ antiquiert, heute spricht man von „Diversity“, denn nicht nur die Jugend, auch Politiker müssen der Mode folgen. Diversity ist aber nur scheinbar ein anderes Wort für Vielfalt in allen Bereichen. Diversity ist ein anderes Wort. Genau genommen das Gegenteil von Vielfalt. Der Begriff impliziert Inklusion, Political Correctness und nicht zuletzt Cancel Culture; all das, was die antiquierte Vielfalt sicher nicht gemeint hat.

– Diversive Inklusion bedeutet, dass muslimische Männer ihre Frauen diskriminieren dürfen, nicht aber ein österreichischer Arbeitgeber seine muslimischen Mitarbeiter.

– Diversive Political Correctness bedeutet, dass man rechten Politikern pauschal unterstellen darf, sie seien Nazis, während linke Klima-Aktivisten die Straßen blockieren dürfen und von den Staatsorganen mit Samthandschuhen weggetragen werden.

– Diverse Cancel Culture bedeutet, die Mächtigen und ihre Freunde wissen, was gut und erlaubt ist, während die Ohnmächtigen, die es wagen, Machtmissbrauch zu kritisieren, zu Feinden der Demokratie erklärt werden und dem entsprechend ausgegrenzt werden.

Demokratie, die sie meinen, verwirklicht die Europäische Union, Kritiker nennen sie Sowjetunion 4.0. Demokratie, die sie meinen, verwirklichen alle Mitgliedsstaaten der EU, Kritiker nennen sie DDR 4.0. Demokratie, die Abkanzeln, Ausgrenzen, Mobbing Andersdenkender zur „Kultur“ erhebt, ohne dass sich die Massen erheben und dagegen wehren, hat ihren Tiefpunkt erreicht. Wir wissen heute nicht, ob dieser Tiefpunkt der Marianengraben ist, oder lediglich das Tal einer großen Welle.

Wer behauptet, das sei übertrieben, ist entweder jünger als 30 Jahre oder Politiker, Staatsbeamter Staatskünstler, ORF-Journalist, kurz: Systemerhalter. Systemkritiker dagegen erinnern sich an Schriften sowjetischer Dissidenten.

„Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter.“ (Alexander Solschenizyn)

Sapere aude!

Herzlichst, Hubert Thurnhofer

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Vandalismus oder Kunst?

AIK 2 2025

EDITORIAL des Anima Incognita Kulturmagazin 2/2025

(Juli 2025) Das „Migrantenkind“ ein Graffiti, das der angeblich unbekannte Künstler Banksy vor sechs Jahren an einer Wand in der Nähe des Campo San Pantalon im Stadtteil Dorsoduro in Venedig geschaffen hat, wird nun restauriert. Die Initiative geht vom Kulturministerium aus, eine Bank wird die Kosten übernehmen. Ein Schelm, wer denkt, Banker und Banksy stecken unter einer Decke.

Banksy ist ein Straßenkünstler, mit dessen Graffitis (mittlerweile als „Wandgemälde“ tituliert) Geschäftemacher auf internationalen Auktionen Millionenbeträge lukrieren. Millionen anderer Graffitis auf dieser Welt werden als Vandalismus bezeichnet, und die Stadtverwaltungen geben viel Geld dafür aus, die Mauern fachgerecht zu säubern. Vor einigen Jahren publizierte die Deutsche Bundesbahn, dass sie jährlich rund acht Millionen Euro zur Beseitigung von tausenden „Farbanschlägen“ ausgibt.

Die Stadt Wien hat aus der Not eine Tugend gemacht und die Gemäuer entlang des Donaukanals zur Freizone für Sprayer erklärt. An einem Sonntagsspaziergang machte ich dort eine völlig un-repräsentative Umfrage unter drei Sprayern. Die Ergebnisse: alle üben diese Tätigkeit als Hobby aus, und keiner erhebt damit den Anspruch, ein Kunstwerk zu schaffen. Jeder hat einen Beruf, mit dem er Geld verdient. Rein äußerlich waren die Burschen sicher keine Konformisten, aber ihre Motive waren auch nicht der direkte Aufruf zur Revolution. Eher vermittelten die farbenfrohen Kompositionen Lebensfreude, das Bedürfnis, Spuren in dieser Welt zu hinterlassen und außerdem Routine in der kreativen Bearbeitung großer Flächen mit Figuren und Schriftzügen.

Wie einst die Berliner Mauer, so ist der Donaukanal heute ein El Dorado der Sprayer. Weniger Freude hat die Stadt Wien allerdings mit den „Farbanschlägen“ auf das Lueger-Denkmal. Da der Wiener Bürgemeister von 1897-1910 unter Verruf geraten ist, passen die Vandalen-Akte politisch dem roten Mainstream anno 2025 durchaus ins Konzept, anderseits aber muss das Denkmalamt das historische Monument schützen. Zur Befriedigung aller Interessen wurde 2009 ein Wettbewerb zur Umgestaltung des Denkmals ausgeschrieben.

Unter 150 Einreichungen hat überraschender Weise der Musiker und Künstler Klemens Wihlidal mit einer einfachen Idee gewonnen: er schlug vor, das über zehn Meter hohe Denkmal wie den schiefen Turm von Pisa zu kippen. Dann passierte Jahre lang nichts, bis die Stadt Wien vor zwei Jahren 13 KünstlerInnen zu einem neuerlichen Wettbewerb lud, den wieder Klemens Wihidal gewonnen hat.

„Die Presse“ kritisiert das Verfahren: „In der Zwischenzeit, mehr als ein Jahrzehnt nach Wihlidals Entwurf, hat sich die schwerfällige Maschinerie der Wiener Kulturpolitik endlich in Bewegung gesetzt – und zwar kerzengerade in die falsche Richtung. Statt den Wihlidalentwurf ohne Wenn und Aber umzusetzen, wurde zuerst die Freunderlwirtschaft bemüht und ganz ohne Ausschreibung ein ‚Übergangsprojekt‘ auf dem Lueger-Platz realisiert. Da wärmt ein Händchen das andere – so läuft Korruption im Kunstrevier; alles verhabert, alles mit links, alles unter sich. Und so kommt es dazu, dass statt Klemens Wihlidal für seinen tatsächlich genialen Entwurf, eine Paarung namens Six & Petritsch den Auftrag für ein ‚Übergangskunstwerk‘ bekommen hat, mit einem Ergebnis von jämmerlicher künstlerischer Qualität. Eine Bastelarbeit, mit der man den Prater, aber nicht Lueger kontextualisieren kann; und das für den horrenden Preis von 100.000 Euro.“

500.000 Euro soll die Kippaktion von Wihlidal kosten, das Honorar des Künstlers wird wohl nur einen Bruchteil der Baukosten ausmachen. Man kann davon ausgehen, dass diese Intervention auch künftig keine Vandalen dazu bekehren wird, das Lueger-Monument vor weiteren Angriffen zu verschonen. Deshalb hier eine provokante, aber einfach Lösung: Lasst die Vandalen vandalieren!

Österreichs Kulturpolitiker rühmen die Aktionisten, wo immer sie sich wichtig machen wollen. Es ist unbestreitbar, dass die „Vandalen“ (wahlweise mit oder ohne “ …“, je nach Geschmack der LeserIn) Aktionen setzen. Sie sind so gesehen Erben von Nitsch, Mühl, Brus und Co. Wenn nun politische Aktivisten oder künstlerische Aktionisten das Lueger-Denkmal für ihre Statements benutzen, so wäre es demokratiepolitisch und kunsthistorisch plausibel argumentierbar, diese Akte im Geiste der Freiheit der Kunst und in der Tradition des Aktionismus einfach zuzulassen. Die Steinsockel und -reliefs könnte man vorab mit einer Schutzschicht versehen. Dies würde maximal 50.000 Euro kosten. Das Projekt Wihlidal sollte indessen nach dem „Untergang des Abendlandes“ (Oswald Spengerl) wieder aus der Schublade geholt werden, also in 50 oder 100 Jahren.

Wer glaubt, eine 500.000 Euro teure Intervention würde Vandalen vor künftigen Aktionen zurückhalten, ist mehr als naiv – nämlich dumm. Historisch betrachtet erleben wir seit hundert Jahren einen massiven Kulturverfall. Deshalb wäre es sinnvoll, mit der Umsetzung noch weitere Jahrzehnte zu warten – in der Hoffnung, dass Österreich irgendwann eine Kulturwende erleben wird. Vielleicht ist es mehr als naiv – nämlich dumm – zu glauben, die österreichische Kultur in hundert Jahren oder sogar schon in kommenden Jahrzehnten sei kultivierter als die heutige. Aber wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben! Vielleicht werden die Menschen unseres Landes dann die kulturelle Reife erreicht haben, die für die Umsetzung des Projektes nötig wäre. Oder man wird dann über Traditionen und Kültür sowieso ganz anders denken – dann würde die nun geplante Intervention und die damit verbundene Investition auch überflüssig gewesen sein.

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