Teil 3
Kommentar HTH: Staatsversagen oder Grenzen der Erkenntnis?
1. Gesetzt das Klima ändert sich. Das kann man seit 30-50 Jahren beobachten. Bereits eine Generation von „Wissenschaftern“ wird mehr oder weniger gut dafür bezahlt, um das und nur das zu beobachten und in immer neuen „Studien“ zu bestätigen. Aber kein Wissenschafter kommt auf die einfache Idee zu prüfen, ob die Gleichsetzung CO2 = Treibhausgas richtig ist.
1.a. Als Sprachphilosophisch kann ich nur sagen: ein Treibhausgas kann die Temperaturen nur dort in die Höhe treiben, wo es ein Treibhaus gibt. Die Atmosphäre ist kein Treibhaus, sondern ein offenes System. Als Laie scheint mir das evident, für Wissenschafter liefert Werner Kirsten die fachlichen Erklärungen.
1.b Als Moralphilosoph muss ich anerkennen, dass der Mensch grundsätzlich nicht nur für sich, und seine Kinder verantwortlich ist, sondern auch für die Zukunft unseres Planeten, insbesondere die Natur. Konkrete, sichtbare Maßnahmen für Natur- und Umweltschutz werden von der Klimareligion allerdings ignoriert; umso mehr werden irrationale, unsichtbare ( Maßnahmen für das „Klimaziel, die Klimaneutralität“ gefordert, deren Einlösung mit Messgeräten gar nicht möglich ist. (Messgeräte befinden sich üblicher Weise in zunehmend dicht besiedelten Gebieten, kaum aber auf Berggipfeln oder in den Flächenmäßig größten Ozeanen.) So muss ich als Moralphilosoph in Frage stellen: darf, muss oder soll man „dem Menschen die Schuld zuweisen“ für das Phänomen, an das die Mehrheit der Menschheit mittlerweile glaubt: den „Klimawandel“. Wenn man den Aposteln der Klimareligion folgt, dann muss man.
1.c. Laut Konrad Lorenz ist Wissenschaft das "Pendeln der Meinungen zwischen Für und Wider". Laut Andreas Luczak ist „die Einigkeit der Wissenschaft“ (12) eine Glaubenswahrheit angeblich unwiderlegbarer Dogmen. (Details siehe: Was kann Wissenschaft leisten?)
2. Würde man tatsächlich wissenschaftliche Methoden zur Erforschung aller Klimaperioden und Klimaphänomene heranziehen, dann würde man nicht Sätze in ein „populärwissenschaftliches Sachbuch“ schreiben, die
- mit einer apodiktischen Behauptung beginnen (Es ist unbestritten,)
- a priori ein moralisches Urteil fällen (dass der Mensch durch Ausstoß für eine Veränderung des Klimasystems verantwortlich ist)
- einen chemischen Begriff (CO2) unwissenschaftlich verwenden und zusätzlich irrational aufladen (Treibhausgase)
- eine willkürliche, historisch widerlegte Behauptung in den Raum stellen (dessen Ausmaß beispiellos über Tausende von Jahren ist).
3. Die Klimakatastrophenberichterstattung seit 2023 folgte nahtlos auf die Corona-Panikmache. Die Methoden der Panikmache sind die gleichen geblieben, nur das Vokabular hat sich geändert: „Hitzewellen, Starkniederschlägen, Dürren und tropischen Wirbelstürmen, Anstieg des globalen Meeresspiegel; das alles für Jahrhunderte bis Jahrtausende unumkehrbar. Artensterben, Armut, Migration“ – kein globales Problem der Gegenwart, das nicht durch den „Klimawandel“ verursacht worden sei. Paradoxon am Rande: trotz der sichtbaren Problem durch die Globalisierung, glaubt der Evangelist Luczak an die Erlösung durch den Globalismus und beklagt den „Verlust des Glaubens an die Vorteile der Globalisierung.“ (247)
4. Der jährliche CO2- Ausstoß auf unserem Planeten beträgt laut anerkannter Lehrmeinung 580 Billiarden Tonnen aus der Natur; dazu kommen jährlich rund 50 Mrd Tonnen „menschengemachter Treibhausgase“, die das System (das Weltklima ebenso wie das politische System) nun angeblich ins Wanken bringen. Das ist das gängige Narrativ „der Wissenschaft“. Es gibt heutzutage nur noch wenige Menschen mit einem tiefen Glauben. Die Leichtgläubigkeit gegenüber den oberflächlichen Wissenschaften ist dagegen grenzenlos. Das ist kein Widerspruch in sich, sondern im Gegenteil: es bedingt einander.
5. Luczak verweist darauf, dass es Recht und Pflicht eines Staates ist, durch Steuern bestimmtes Verhalten zu bewirken. Die CO2-Steuern sind so eine Lenkungsmaßnahme. Die Emissionszertifikate sind ein Versuch, den Handel mit CO2 dem freien Markt, dem freien Spiel von Angebot und Nachfrage zu überlassen. Die Umsetzung erfolgt allerdings halbherzig, solange der Staat von vornherein Zertifkikate verschenkt, ja sogar mehr, als die Unternehmen benötigen. Dies führt zu „planwirtschaftlichen Eingriffen in die Marktwirtschaft“ (102); so wird den Marktteilnehmern vorgeschrieben, welche Technologie (E-Car, Wärmepumpe) anzuwenden sind. Diese werden dann mit hohen Subventionen gefördert.
Zuletzt geht der Evangelist mit den Anhängern der Klimareligion, die seit zwei Jahren den Teufel der Erderhitzung auf alle verfügbaren Medienseiten schmieren, hart ins Gericht: „Es ist eine besonders verlogene Art der Klimaleugnung, vor dem menschengemachten Klimawandel zu warnen und deren Bekämpfung als oberstes Ziel zu verkünden, aber trotzdem unzureichende Klimaziele zu vereinbaren und diese dann noch nicht einmal einzuhalten. […] Um von diesem klimapolitischen Versagen abzulenken, werden nun vor allem die Förderung von Elektromobilität, Wärmepumpen und der Wasserstofferzeugung als zentrale Klimaschutzmaßnahmen propagiert. Diese Technologien werden zwar unbestritten benötigt, können aber erst dann zum Klimaschutz beitragen, wenn der Stromsektor in Europa weitgehend dekarbonisiert ist, was frühestens in einigen Jahrzehnten der Fall sein wird.“ Also deutlich später als 2045.
