Totgeburt Wagenknecht-Partei

Wagenknecht Sahra

25. August 2023 (KOMMENTAR von HTH, Chefredakteur von ethos.at) – In Österreich hat es Heide Schmidt mit dem LIF Liberalen Forum probiert, nach ihr Jörg Haider mit dem BZÖ (was war das noch: Bund Zentralistischer Österreicher?), HC Strache mit FC Strache, Peter Pilz mit dem Paukenschlag JETZT! – alle mit mäßigem Erfolg: Sobald die heiße Luft des Promi-Faktors draußen war, ist nix mehr übrig geblieben. Nur LIF hat in NEOS eine Auffanggesellschaft gefunden, die Big Spender Hans Peter Haselsteiner weiterhin als seine private politische Spielwiese nutzt – frei nach dem Motto HPH for PPP (Private Public Partnershop).

Nun versucht es nach dem gleichen Modell laut Gerüchteküche die seit Jahrzehnten erfolgreiche LINKE Sarah (neuerdings: Sahra) Wagenknecht. Vor zehn Jahren hielt ich sie für die intelligenteste Deutsche – und die attraktivste noch dazu. Dann kam eine laue Abrechnung mit der Selbstgerechtigkeit der Linken, doch sich selbst hat sie in „Mein Gegenprogramm“ (Untertitel des Buches „Die Selbstgerechten“ 2021) geflissentlich von der Kritik ausgenommen.

Bücher, deren Titel (oder Untertitel) mit „Mein“ beginnen, habe ich noch nie gelesen, dazu zählen:

Meine perfekte Tochter

Mein bester Freund

Mein Körper gehört mir

Mein perfekter Kaffee

Mein persönlicher Kalender

Meine Hochzeit

und nicht zuletzt: Mein Kampf.

Moralphilosophisches Resümee: Wer viele Jahre oder gar Jahrzehnte innerhalb des bestehenden Systems erfolgreich war (wie alle oben genannten Ex-PolitikerInnen), und sich als Systemerhalter bewährt hat (Wagenknecht als fernsehtaugliche Alibi-Linke in allen Talkshows der DDR 4.0), vom bestehenden System somit auch bestens gelebt hat, von der/dem darf man nicht erwarten, dass sie/er plötzlich eine fundamental neue, systemkritische Partei oder auch nur Bewegung zustande bringt. Die/der wird nichts weiter schaffen, als mit einem neuen Label eine Reihe routinierter TV-Auftritte. Die neue Etikette einer Wagenknecht-Partei wird somit nichts als ein Mascherl für die Systemerhalter im Filz von Politik und Medien sein, die sich damit schmücken können, dass sie „KritikerInnen“ zulassen.

Systemerhalter werden nicht über Nacht zu Systemkritikern. Die Systemkritik mit beschränkter Haftung, wie sie Wagenknecht und Co üben, ist weit von wahrer Kritik entfernt. Wahre Kritik müsste bei Selbstkritik beginnen. Davor ist Wagenknecht gefeit. Mit ihren neuen politischen Ambitionen reiht sie sich ein in jene Altpolitiker, die sich für unersetzlich halten und unfähig sind zu erkennen, wann es Zeit ist abzutreten, oder zumindest eine Reihe zurück zu treten. „Anti-Establishment-Neugründung“ direkt aus dem Establishment? Sapere Aude!

EpochTimes.de am 24.8.23: „Wagenknecht-Partei: Guérot im Gespräch für neue Anti-Establishment-Neugründung

Ergänzung 12. September 2023 – Schlagzeilen des Tages, die beweisen, was keines Beweises bedarf: Wagenknecht beherrscht die Medienorgel wie keine andere! ZDF.de am 10.9.23 gibt den Startschuss für eine neue Spekulations-Runde mit dem Titel: „Sahra Wagenknecht. :Neue Partei? Entscheidung bis Jahresende“. Bild.de spekuliert zwei Tage später: „Kann die Rote Sahra die AfD halbieren?“ und zitiert AfD-Chefin Alice Weidel, die im ARD-Sommerinterview vermutet, Wagenknechts Partei werde das „regierungskritische Lager“ spalten. Wagenknecht werde mit einer eigenen Partei „eine willige Erfüllungsgehilfin für die Ampel“, so Weidel. Auch zwei Alte Weiße Männer – um einen Kampfbegriff potenzieller Wagenknecht-Wählerinnen zu verwenden – haben am 12.9. ihren Senf dazu gegeben:

Lafontaine wittert Potenzial für Wagenknecht-Partei„, schreibt die Frankfurter Rundschau. „Der Schoßhund muss es wissen, hat er doch die Möglichkeit, täglich sein Frauerl zu beschnüffeln“, könnte „Titanic“ diese Schlagzeile kommentieren. Bissiger dagegen der Dobermann und Ex- (oder immer noch?) Parteigenosse: „Der Linke-Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi glaubt nicht daran, dass eine neue Partei um Sahra Wagenknecht anhaltenden Erfolg haben könnte. Spätestens bei der kommenden Bundestagswahl wäre ‚Schluss‘, sagte Gysi der Berliner Zeitung. ‚Dafür bräuchte sie 16 Landesverbände, zahlreiche Büros und Ausstattung. Das muss man erst einmal stemmen‘.“

Ergänzung 23. Oktober 2023 – Berlin (dpa via sueddeutsche.de) – Ab heute ist es fix, der zu erwartende Medienrummel ist eingetreten, die Blase der Wagenknecht-Partei darf steigen: „So voll ist die Bundespressekonferenz sonst allerhöchstens, wenn sich der Bundeskanzler ankündigt: Unter außergewöhnlich starkem Medienandrang hat die bisher prominenteste Politikerin der Linken, Sahra Wagenknecht, am Montag mit mehreren Mitstreitern in Berlin ihren Austritt aus der Linken bekanntgegeben und Pläne für die Gründung einer neuen Partei präsentiert. Die 38-köpfige Linksfraktion im Bundestag steht damit vor ihrer Auflösung, das Parteiensystem im Land vor einer weiteren Zersplitterung. … Die bisherige Co-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali und acht weitere Abgeordnete gehen mit Wagenknecht.“

Ergänzung 31. Oktober 2023 – „In der Tat hat der Vorstand des BSW den Charme eines sozialdemokratischen Frühschoppens, der sich sonntags morgens zu Prosecco und Fassbinder-Filmen in einem EU-geförderten ArtHouse-Kino trifft. … Anstatt sich über Wagenknechts strategische Wahl der BSW-Vorsitzenden zu wundern, sollte man eher der Kontinuität als der Diskontinuität des neuen Forums mit dem progressiven linken Establishment gewahr werden. Nirgendwo wird dies so deutlich wie in Wagenknechts völliger Verkennung des politischen Klimas in Deutschland: die Deutschen sind nicht, wie sie behauptet, so “verzweifelt, dass sie sogar rechts wählen würden”. Das deutsche Volk hat tatsächlich genug von linkem Elitarismus, staatlicher Kontrolle und einer langsamen, aber stetig voranschreitenden DDRisierung des öffentlichen und geistigen Lebens“, schreibt Elena Louisa Lange auf tkp.at

Update 3 November 2025 – „BSW kündigt Entscheidung über Wagenknechts zukünftige Rolle an. Trotz Ankündigung fehlte Sahra Wagenknecht bei einer zweitägigen BSW-Klausurtagung. Ob sie erneut für den Parteivorsitz antreten wird, bleibt offen.“ (Zeit.de 2.11.25) ethos.at kommentiert: Immer noch ist „die Wagenknecht“ so wichtig, dass die Ankündigung einer Entscheidung (also nicht die Entscheidung selbst) und die Abwesenheit einer Person (im Unterschied zu allen anwesenden Personen) von politischer Bedeutung für das Zentralorgan der deutschen Moralität ist.

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Einzimmerwohnung zu verlosen!

Investmentpunk screen

24. August 2023 – Gerald Hörhan, Tradmark „Investment-Punk„, verlost „eine ganze Einzimmmer-Wohnung“. Damit wirbt der Selfmade-Millionär für sein nächstes Buch. Hier der Wortlaut seiner Promotion:

„Gewinne mit etwas Glück eine ganze Wohnung! Hier ist, was du dafür tun musst… Bald erscheint mein neues Buch „Der Einzimmer-Millionär“. Und um das zu feiern, verlose ich eine ganze Wohnung an alle, die sich in die Warteliste für das Buch eintragen. Kein Scherz.

Trage dich jetzt kostenlos ein: www.wohnunggewinnen.com

Ich bin selbst durch eine simple Strategie mit Einzimmerwohnungen zum Multimillionär geworden.

Diese Strategie kannst auch du umsetzen. Ich zeige sie dir in meinem neuen Buch. Aber ich will auch etwas zurückgeben. Darum verlose ich genau so eine Einzimmerwohnung an alle, die sich in die Warteliste für das Buch eintragen. Diese Wohnung habe ich selbst als Investment gekauft und war bis jetzt Teil meines Portfolios. Du kannst die Wohnung verkaufen oder vermieten und damit den ersten Schritt DEINER Reise zum Einzimmer-Millionär setzen.

Ich drücke dir die Daumen! Trage dich jetzt ein!“

Ein anderer prominenter Österreicher hat es mit Wohnungsrenovierungen zum Selfmade-Milliardär gebracht. Siehe: Dossier Rene Benko auf kontrast.at

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130 Jahre Parlament der Weltreligionen

24. August 2023 (Pressemitteilung Scientology Kirche Celebrity Centre Wien) – Das Parlament der Weltreligionen kehrte diese Woche nach Chicago zurück, um sein 130-jähriges Bestehen zu feiern. Hier begann die Organisation im Jahr 1893 auf der Weltausstellung in Chicago. Sie hat ihre Mission fortgeführt, Führer und Anhänger unterschiedlicher religiöser Glaubensrichtungen zusammenzubringen, um gemeinsam auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten, wie es im diesjährigen Thema zum Ausdruck kommt: „Ein Aufruf an das Gewissen: Freiheit und Menschenrechte verteidigen.“

Die fünftägige interreligiöse Veranstaltung brachte religiöse Führer und Gruppen aus rund 80 Ländern und 200 spirituellen Traditionen zusammen. In seiner Grundsatzrede wies der Bürgermeister von Chicago, Brandon Johnson, darauf hin, dass Religion „die Macht hat, Menschen auf einen Weg des Friedens zu führen und einen Geist des gegenseitigen Respekts und der Zusammenarbeit zu fördern“.

Der Vizepräsident des Europäischen Büros für öffentliche Angelegenheiten und Menschenrechte der Scientology-Kirche, Rev. Eric Roux, moderierte eine Präsentation, in der die Botschaft „Was erforderlich ist, um dieses Ziel weiter voranzutreiben“ diskutiert und untersucht wurde. Unter dem Titel “ Die Bedeutung interreligiöser Koalitionen bei der Verteidigung der Religions- und Glaubensfreiheit“ wurden auf der Podiumsdiskussion Ikonen der Religionsfreiheit und der Menschenrechte vorgestellt:

Preeta Bansal, Präsidentin des Global Council of URI (United Religions Initiative), der größten internationalen Organisation für interreligiöse Zusammenarbeit vor Ort. Bansal gehörte zu den ersten Vorsitzenden der United States Commission on International Religious Freedom (USCIRF), einer überparteilichen Kommission der US-Regierung. Sie war außerdem Generalstaatsanwältin des Staates New York und Sonderberaterin des Weißen Hauses für Präsident Barack Obama.

Nadine Maenza, Präsidentin des IRF-Sekretariats (International Religious Freedom), einer Organisation, die Round-Table- Gespräche zur Religionsfreiheit auf der ganzen Welt koordiniert und mit einem Bündnis für Religions- und Glaubensfreiheit mit 40 Mitgliedsländern zusammenarbeitet. Maenza war von 2018 bis 2022 USCIRF-Präsident.

Emina Frljak, Programmkoordinatorin von Youth for Peace, einer in Bosnien und Herzegowina ansässigen Organisation, die von jungen Menschen für junge Menschen geleitet wird und deren Ziel es ist, Bedingungen für ein friedliches Zusammenleben aller Religionen in einem Land zu schaffen, das vor nicht allzu langer Zeit einen Völkermord erlebt hat.

Die Vision des Parlaments der Weltreligionen ist eine gerechte, friedliche und nachhaltige Welt, in der

– religiöse und spirituelle Gemeinschaften in Harmonie leben und durch ihren Reichtum an Weisheit und Mitgefühl zu einer besseren Welt beitragen.

– Religiöse und kulturelle Ängste und Hass werden durch Verständnis und Respekt ersetzt.

– Überall lernen die Menschen ihre Nachbarn kennen und kümmern sich um sie.

– Der Reichtum der menschlichen und religiösen Vielfalt ist in das Gefüge des gemeinschaftlichen, zivilen, gesellschaftlichen und globalen Lebens eingewebt.

– Die mächtigsten und einflussreichsten Institutionen der Welt gehen über engstirnige Eigeninteressen hinaus, um das Gemeinwohl zu verwirklichen.

– Die Erde und alles Leben werden geschätzt, geschützt, geheilt und wiederhergestellt. Alle Menschen verpflichten sich, ihre höchsten Werte und Wünsche zu leben.

Rev. Roux ist Präsident der Union der Scientology-Kirchen Frankreichs, Vizepräsident des Europäischen Büros der Scientology-Kirche für öffentliche Angelegenheiten und Menschenrechte, Direktor für Europa des Internationalen Rates der URI (United Religions Initiative) und Präsident des Europäischen Interreligiösen Forums für Religionsfreiheit. Rev. Roux ist Autor zahlreicher Bücher und Artikel, seit 30 Jahren Geistlicher der Scientology-Kirche. Er setzt sich für die Verteidigung und Förderung der Religions- und Glaubensfreiheit als zentrales Menschenrecht ein.

Rev. Eric Roux: „Was die Menschen glauben, ist ihre höchste Freiheit, ihre Verbindung zu Gott oder zum höchsten Sinn des Lebens, und der Ausdruck dieser inneren Überzeugungen ist der tiefste Reichtum eines Menschen.“ Das ist es, was unserem Leben Sinn verleiht, ob wir religiös oder nicht religiös sind, und was es uns ermöglicht, mit allen anderen Freiheiten im Rahmen dessen umzugehen, was wir glauben oder nicht glauben.“

„Wenn ein Staat versucht, die Religions- oder Glaubensfreiheit seiner Bürger einzuschränken, indem er bestimmte Religionen diskriminiert und das Recht einschränkt, den eigenen Glauben zu wählen oder zu ändern, zeigt dieser Staat, dass er nicht möchte, dass der Mensch in all seinen Aspekten frei ist. In einem solchen Staat können wir als Folge auch eine Verschlechterung aller anderen Freiheiten in dem Maße erleben, wie die Glaubensfreiheit seiner Bürger eingeschränkt wird.“

Die Scientology-Religion wurde vom Autor und Philosophen L. Ron Hubbard gegründet. Die erste Scientology-Kirche wurde 1954 in Los Angeles gegründet und die Religion hat sich auf mehr als 11.000 Kirchen, Missionen und angeschlossene Gruppen mit Millionen von Mitgliedern in 167 Ländern ausgeweitet.

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Öffentlich-rechtliche Sender verlieren an Boden

Laut Untersuchung von Ampere Analysis liegt der Zuschauerschwund bei fast 20 Prozent

(pressetext.com / pte003/22. August 2023) Die britische „BBC“, die deutschen „ARD“ und „ZDF“ sowie andere große europäische öffentlich-rechtliche Sender haben in den vergangenen sechs Jahren einen Rückgang der Zuschauer um fast ein Fünftel verzeichnet. Das zeigt eine Studie des Londoner Daten- und Analyseunternehmens Ampere Analysis, das sich auf die Bereiche Medien, Spiele und Sport spezialisiert hat. Zuletzt ging es bei „BBC“, „RAI“ und „ARD/ZDF“ allerdings wieder leicht bergauf.

Die Video-on-Demand-Dienste der öffentlich-rechtlichen Medien liegen mit 15 Prozent im Minus. Die „BBC“ und die italienische „RAI“ haben dagegen eine „starke“ Akzeptanz ihrer Streaming-Dienste verzeichnet, nachdem sie massiv in den Ausbau ihrer Plattformen investiert haben. Vor allem die jüngeren Zuschauer werden immer schlechter erreicht.

Der iPlayer der „BBC“ knackte im Jahr 2022 zum ersten Mal die Marke von sieben Mrd. Aufrufen unter anderem dank Shows wie „The Traitors“, während der Jahresbericht von „RAI“ für das vergangene Jahr zeigte, dass er im Laufe des Jahres rund 1,7 Mrd. „legitime“ Aufrufe und 260 Mio. Stunden gestreamte Inhalte verzeichnet hatte.

In dem Bericht von Ampere heißt es, dass „die politischen Reaktionen auf die sich ändernden Publikumsmuster dazu geführt haben, dass die öffentlichen Mittel entweder stagnieren oder sinken“. Das schränke die Fähigkeit der Sender ein, auf den Wettbewerbsdruck zu reagieren. Die „BBC“ und die italienische „RAI“ haben jedoch eine „starke“ Akzeptanz ihrer Streaming-Dienste verzeichnet, nachdem sie stark in den Ausbau ihrer Plattformen investiert haben.

„Finanzierungsengpässe“

Laut Ampere stehen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vor der „schwierigen Herausforderung, ein Gleichgewicht zwischen der Bedienung ihrer traditionellen Zuschauer, der Gewinnung neuer Zuschauer und der Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen von Minderheitengruppen zu finden, während sie gleichzeitig mit Finanzierungsengpässen umgehen müssten, die durch sinkende Einnahmen aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen, Budgetkürzungen und Sparmaßnahmen verursacht werden“. In Kombination mit dem „intensiven Wettbewerb durch digitale Plattformen“ habe dies die Möglichkeiten vieler öffentlicher Dienste eingeschränkt, in ihre eigenen Streaming-Dienste zu investieren.

„Die europäische Rundfunkbranche befindet sich in einem schnellen Wandel, der durch eine erhebliche Veränderung der Sehgewohnheiten vorangetrieben wird. Das Publikum von heute erwartet sofortigen Zugang zu einer Vielzahl von Inhalten, die auf seine individuellen Vorlieben zugeschnitten sind, was höhere Erwartungen an die Sender stellt. Um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu gewinnen und zu halten, müssen die Sender in Produktionskapazitäten, vielfältige Programme und digitale Plattformen investieren“, so Neil Anderson, Senior Analyst bei Ampere Analysis.

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Krone Kampagne gegen Volksbegehren

Krone 2023 08 17 gg Volksbegehren

18. August 2023 – „Nach dem ‚Krone‘-Bericht über die Abkassier-Vorwürfe mit Sammeln von Unterschriften will die ÖVP nun die Bundeswahlbehörde einschalten. ÖVP-Verfassungssprecher Gerstl will die Serie von Volksbegehren genauer unter die Lupe nehmen“, berichtet Krone.at. Im Visier der Krone-Kampagne steht der Anwalt Marcus Hohenecker, der „in dieser Legislaturperiode schon mit neun Volksbegehren (von Rauch- über Impf- bis zum Bargeldthema) die 100.000-Marke geschafft“ hat. Die Krone der Schlagzeilen: „Mahn-Anwalt kassiert ab“.

Über die Inflation der Volksbegehren hat ethos.at schon im September 2022 berichtet. Abwegig allerdings ist es, wenn „die Krone“ nun „Abkassier-Vorwürfe“ erhebt, genau das Medium, das keine einzige öffentliche Stelle auslässt, um auf Kosten der Steuerzahler Anzeigen in 2-stelliger Millionen-Höhe jährlich zu kassieren. Details siehe: Öffentliche Hand warb 2022 um 201 Millionen Euro (nachrichten.at, 15.3.23

Dazu muss festgehalten werden, dass Volksbegehren derzeit das einzige Mittel sind, um Regierung und Parlament Anliegen des Volkes nahe zu bringen und im Unterschied zu unverbindlichen Petitionen einen gewissen Druck auf die Staatsvertreter auszuüben. Das Parlament muss sich bekanntlich dann mit einem Volksbegehren beschäftigen, wenn dieses mindestens 100.000 Unterstützungserklärungen erhält. Das ist ein riesiger Aufwand, zumal die Initiatoren nicht immer auf die Unterstützung der Medien zählen können, ganz im Gegenteil. Im Vergleich zu den Beträgen, die die Parteien Jahr für Jahre ohne jeglichen Leistungsnachweis kassieren, sind rund 14.000 Euro für durchschnittlich zwei Jahre Einsatz um ein Volksbegehren zum Erfolg zu führen, geradezu lächerlich. Im übrigen wird dies Summe nur im Fall des Erfolgs ausbezahlt, Betreiber, die die 100.000-Grenze nicht überschreiten, müssen die Eintragungsgebühr von Rund 3.000 Euro selbst berappen. Siehe auch: Machtmissbrauch mittels Parteienförderung.

Kurt Käferböck schreibt auf Twitter: „Wir haben kein einziges demokratisch bindendes Mittel, um in das aktuelles Geschehen einzugreifen und jetzt tasten sie die letzten demokratischen Züge Österreichs an. Kaum zu glauben!“

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Andi Babler zwitschert

Babler wg KTM

Die einzige Hoffnung der SPÖ ist ihre Zukunftshoffnung: Andi Babler. Es gehört zur politischen Praxis 2023, dass ein Spitzenpolitiker twittert, oder zwitschert – man weiß ja nicht, wie das Posten auf der Plattform, die dem Willen von Musk dem Allmächtigen folgend nun „X“ heißt, ab sofort zu bezeichnen ist. ethos.at folgt dem roten Spitzenkandidaten seit August 2023. Andi Babler @AndiBabler twittert am 20.9.24: „Meinen großen Dank für die Unterstützung an Klaus Maria Brandauer, der mit seinen Worten klar Stellung bezieht und den Nagel auf den Kopf trifft: Niemals mit menschenverachtender Politik paktieren. Eine Stimme für die SPÖ ist die einzige Garantie für eine Regierung ohne FPÖ.“

4. Jänner 2025 – Babler zeigt sich überrascht, dass NEOS nicht mit ihm regieren wollen. Gleichzeitig simuliert er „Verantwortungsgefühl“: er will das Budgetdesaster, „das die Vorgängerregierung hinterlassen hat“ sanieren. Mit wem? Mit dem größten Teil der Vorgängerregierung!

https://x.com/AndiBabler/status/1875288137569812783

29. November 2024 – SO kämpft der mutmaßliche Vizekanzler für die Arbeiterklasse. Andi Babler @AndiBabler twittert am 29.11.24: „Die KTM-Insolvenz ist ein Skandal: Die Beschäftigten müssen um ihren Arbeitsplatz zittern. Gleichzeitig werden Millionengewinne ausgeschüttet. Das Management hat vollkommen versagt! Das darf nicht sein – wir kämpfen Seite an Seite mit den Beschäftigten der KTM @Reini_Binder!“

26.9.2024 – Ein neuer Babler-Account auf twitter kommt drei Tage vor der Wahl mit einer rührseligen Geschichte daher: Andi Babler @AndiBabler Meine Lebensgeschichte, wie sie mich bis heute prägt und was mich antreibt, Bundeskanzler dieser Republik zu werden. All das in einem großen und persönlichen Interview, das ich euch allen sehr ans Herz legen kann: https://www.youtube.com/watch?v=RWBoe87YvEE

Ein SPÖ Fan @SpoeFan twittert freundlicher Weise eine komplette Aufstellung, wie viel Geld für Werbung = Propaganda die „öffentliche Hand“ in den vergangenen fünf Jahren verpulvert hat. „Kurz hat es geschafft die Medien von Türkis abhängig zu machen, und wir wundern uns über die Berichterstattung.“ Der SPÖ Fan hat sich aber nicht die Mühe gemacht, nachzurechnen, wie viel davon SPÖ-Körperschaften – insbesondere die Stadt Wien – zu verantworten haben!

#BKBABLER24 twittert am 24.9.24 Haselsteiner: „Die FPÖ ist für unsere Wirtschaft schädlich“. Meinl-Reisinger: „Es ist kein weiter Weg von der FPÖ zu uns“. 

Was machma jetzt @neos_eu?

Babler twittert Neos Hasl

4.9.2024 – Frage des Monats von Robert Misik @misik via Twitter (4.10.24): „Babler vielleicht doch Kanzler?“

2. September 2024 – #BKBABLER24 @jacac_sd Wer am 29.09 Nehammer wählt, bekommt Kickl! Wer am 29.09 Kickl wählt, bekommt Putin! Und wer das alles nicht will, muss @AndiBabler wählen! Es gibt am 29.09 kein wenn und aber, sondern entweder Babler oder Kickl-Nehammer-Putin.

Babler und meine Faust 800

ethos.at kommentiert: Die Bildsprache entspricht vollkommen der Überzeugungskraft der Babler-Phraseologie! Eine Faust, die mit Sicherheit noch nie Sichel oder Hammer gehalten hat.

30. August 2024 (Nur mal fürs Archiv): Andi Babler zwitschert immer schriller:  „Wenn wir kämpfen, gewinnen wir. Und wir werden gewinnen. Noch knapp 30 Tage. Weniger als 720 Stunden, in denen wir das Match drehen müssen. In denen wir das Match drehen werden. Für ein besseres Österreich. Jetzt schreiben wir Geschichte!“ + #BKBABLER24 Aug 31: „Nicht ich, WIR. WIR stehen vor einer Richtungsentscheidung für unser Land. Es geht nicht um mich. Es geht um 🇦🇹 und um alle Menschen in unserem Land. Gehen WIR diesen Weg gemeinsam, schreiben wir Geschichte! Wenn WIR kämpfen, gewinnen WIR!“

28. August 2024 – Jetzt ist schon wieder „Einer gegen das System.“ Weiters schreibt Robert Misik: „Andi Bablers Gegner überspannen den Bogen. Das ist seine Chance.“ (zackzack 28.8.24

SIEHE AUCH: Kickl gegen das System

25. August 2024 – Peter Pilz @Peter_Pilz twittert: „Der Freundschaftsfeitel stammt von Doris #Bures. Aber sie bestreitet, ihn persönlich im Rücken von @AndiBabler platziert zu haben. Will die @SP_Wien überhaupt die Nationalratswahl gewinnen?“ ethos.at kommentiert: Die SPÖ_Wien besitzt Wien. Za wos braucht die an Nationalrat? Der folgende Kommentar von Pilz auf zackzack.at beweist die immerwährende Gültigkeit der Trinität: Freund – Feind – Parteifreund. „Die Bundespartei der SPÖ will die Nationalratswahl gewinnen. Die Führung der Wiener SPÖ verfolgt offensichtlich andere Ziele. ‚Hut ab vor Doris Bures, der grande dame der SPÖ.‘ Das Kompliment kommt von Wolfgang Rosam, direkt aus dem Stall des ÖVP-Spitzenkandidaten. Grande Dame Bures hat einen Brief zum Wahlprogramm geschrieben: ‚Die Schwerpunktsetzung auf zahllose Steuererhöhungen bei gleichzeitigen Forderungen nach zahlreichen kostenlosen staatlichen Leistungen könnte im Angesicht der von der ÖVP-Regierung verursachten schwierigen finanzpolitischen Lage der Republik den Verdacht der Unernsthaftigkeit entstehen lassen.‘ Den Brief hatte Doris Bures an das Präsidium der SPÖ gerichtet. Dort sitzt sie selbst. Doris Bures hat sich also selbst einen Brief geschrieben. Doch wozu? Vielleicht wollte sie, wie sie jetzt sagt, nur einen Diskussionsbeitrag leisten. Vielleicht war der Brief nur pro forma an das Präsidium gerichtet. Vielleicht hieß die echte Adresse Kronen Zeitung. Dort kam er jedenfalls an.“

18. Juli 2024 – Echt herzig. Babler hat sein Titelbild auf Twitter geändert und sein Kürzl heißt jetzt #BKBABLER24. Wofür steht „BK“?? Bislang hieß er Andy! Auch der #BKBABLER24-Slogan gibt zu denken: „Für alle die sich vorher skeptisch gefragt haben: ‚Was meint der Babler mit dem Comeback der Sozialdemokratie?‘ Das ist das Comeback der Sozialdemokratie.“ Für Menschen, die schnell vergessen: Ab 2020 haben sich die Wiener Sozen wegen ihrer Coronahysterie nicht mehr auf die Straßen getraut, haben Parks und sogar Sportstätten geschlossen und Menschen in den Straßenbahnen kontrolliert, ob sie einen „Grund“ haben, diese zu benutzen. Jetzt trauen sich die Wiener Sozen wieder auf den Rathausplatz. Das Comback des Jahrhunderts!

Babler BK auf twitter

Was treibt Andi Babler an? Diese Frage hat dermaerz.at am 11.1.2024 untersucht.

25. Juli 2024 – Robert Schaller twittert (25.7.24): „Während Andreas Babler auf Österreichtour ist, weiß die Kronen Zeitung, dass die SPÖ nach der Wahl Babler entmachten wird. Absolut nichts deutet darauf hin. Aber die FPÖ Anhänger werden sich freuen, wie die Kronen Zeitung für sie arbeitet.“ Die Schlagzeile der „Krone“: „Der rote Geheimplan. So will die SPÖ nach der Wahl Babler entmachten“.

1. Mai 2024 – Andi Babler @AndiBabler twittert: „Aufbruchsstimmung am Wiener Rathausplatz! Unglaublich war das heute, jetzt brechen wir gemeinsam auf in eine neue Zeit und sorgen für eine bessere Zukunft für alle Menschen in Österreich!“ ethos.at kommentiert: das Bad in der Menge könnte mit einer kalten Dusche enden.

18. Mai 2024 – SPÖ Fan @SpoeFan twittert May 16: „Die SPÖ-Abgeordneten Petra Tanzler und Rudolf Silvan fordern bundesfinanzierte Raumluftanlagen in Schulen und Kindergärten. Vorsitzender Andreas Babler unterstützt die Initiative. Gute Luftqualität ist entscheidend für Gesundheit und Konzentration.“ FOTO: Ein Mäderl hängt auf den Schultern von Andi. Bildunterschrift: „Saubere Luft für alle Kinder.

ethos.at fragt: Wann kriegen wir mal substanzielle Forderungen? zB einen Artikel 14 B-VG, der klare Aussagen zur Bildung trifft, statt sich mit Kompetenz-Fragen in Schülerheimen zu beschäftigen.

9. Mai 2024 – Andreas Babler via facebook – Sponsored · Paid for by SPÖ: „Schützen wir unser Wasser vor den Folgen der profitgetriebenen Erderhitzung! Unser Land ist international bekannt für sein sauberes Trinkwasser. Doch die Gletscher schmelzen, die Wasserpegel sinken. Konzerne wie Coca-Cola kaufen in ganz Europa Wasserquellen auf. Wir werden nicht zulassen, dass Konzerne mit unserem Wasser ein Geschäft machen! Es ist Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass die Trinkwasserversorgung gesichert ist. Als Kanzler dieses Landes werde ich unser Wasser als den Schatz hüten, der es ist.“ ethos.at kommentiert: Aufgrund der so genannten Erderhitzung sind Babler wohl die Batterien durchgebrannt. Jeder normale Mensch wird die Forderung unterstützen, dass Wasser Allgemeingut ist und bleiben muss. Wenn man von österreichischen Unternehmen wie Römerquelle und Vöslauer, und dutzende Thermalquellen, die unterschiedliche Quellen kommerziell nutzen, absieht, kann man sogar die Versuche internationaler Konzernen, Wasserquellen zu „privatisieren“ gemeinsam mit Babler bekämpfen. Dass aber derartige Versuche in einem kausalen Zusammenhang mit der „profitgetriebenen Erderhitzung“ stehen, kann man bei „cooler Betrachtung“ nur noch als hirnverbrannt bezeichnen.

12. April 2024 – Mit 20 Milliarden Euro für einen „Transformationsfonds“ – verteilt auf 10 Jahre – will Balber seine Kanzler-Chancen erhöhen. „Wichtig ist einmal zu erklären, warum’s eine Notwendigkeit gibt zur Transformation der Wirtschaft in wirksame Maßnahmen gegen Erderhitzung. Und die Notwendigkeit zeigt uns, dass unsere Wirtschaft in einigen Jahren anders aufgestellt werden muss. Das hat einen großen Sinn, nämlich dass wir in Zukunft auch Arbeitsplätze haben“, so Babler im ORF-Interview. Die Verwaltung der Gelder will die SPÖ in die Hand der ÖBAG legen, die zu einer „aktiven staatlichen Beteiligungs- und Energieholding“ ausgebaut werden soll. Kommentar ethos.at: Babler signalisiert mit dieser Ankündigung, dass die SPÖ, so wie in der Corona-Ideologie, auch in der Klima-Ideologie „progressiv“ vorpreschen will – „Klimaerwärmung“ ist zu wenig, der Schlüsselbegriff der Panikmache heißt „Erderhitzung“. Die Reaktionen darauf bringt uns zumindest die Erkenntnis, dass es eine „Initiative Standort“ gibt, deren Sprecher der ÖVP-Dinosaurier Günter Stummvoll ist. Sein Mantra: „Bablers Vorschläge gefährlich für den Wirtschaftsstandort“.

5. Februar 2024 – Andi Babler am 26.1.2024 via twitter direkt von einer regierungsgesteuerten Demo: „Unglaublich, wie viele Menschen heute zusammenstehen. Ein starkes und wichtiges Zeichen. Für den Schutz unserer Demokratie. Für den Schutz der Grundwerte unserer Republik. Der große Start einer Demokratiebewegung. Es geht um nicht weniger als die Zukunft unseres Landes.“ ++ Hubert Thurnhofer: Bitte um Bablers Kommentar zur Teilnahme der SPÖ an der Demontage unserer Demokratie durch die Corona-Herrschaft. Stichwort Impfpflicht.

Babler und SPÖ Skandale

+++ SPÖ, eine ehrenwerte Partei. Diese Skandale sind aber noch relativ bedeutungslos im Vergleich zur jahrzehntelangen systemischen Beugung unserer Verfassung durch Verfassungsgesetzgebung.

31. Jänner 2024 – Wolfgang Maier @Vienna121Maier, Ex-Journalist, Ex-Chefredakteur, Ex-Herausgeber diverser Magazine in Österreich und Deutschland twittert (31.1.24) „Kickl hin, Kickl her. Die SPÖ wird die Wahl gewinnen, wenn sie überzeugende Angebote für ein leistbares Leben, für Gerechtigkeit und für soziale Sicherheit hat. Und die hat Andi Babler, dafür steht Andi Babler, das ist seine DNA. Da kann kein Kickl mit.“ Und: „ZURÜCK ZUR GERECHTIGKEIT. Das ist der Slogan, der uns eint. Der uns stark macht. Mit dem wir gewinnen werden für die Vielen.“ Was der Ex, Ex, Ex jetzt macht, verrät er nicht, aber eine Vermutung liegt nahe.

9. Jänner 2024 – Indessen belastet Babler der Un-Geist  und die Raffgier von Alfred Gusenbauer, der über Jahre als Beirat und Aufsichtsrat für Rene Benkos SIGNA tätig war und nun, nach der größten Insolvenz Österreichs, auch noch 6,3 Millionen Euro an offenen Forderungen beim Masseverwalter angemeldet hat. „Altkanzler Gusenbauer bringt SPÖ-Chef Babler in die Zwickmühle„, so die Headline von Standard.at (9.1.24)

14. Dezember 2023 – SPÖ-Chef Andreas Babler beschwört wieder den Geist Bruno Kreiskys und startet einen Expertenrat. Darin vertreten sind Repräsentanten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die in diesen und weiteren wichtigen Themenfeldern „für eine bessere Zukunft Österreichs arbeiten“ wollen. Geleitet wird der Rat vom Energiemanager Marc Hall sowie von Evelyn Regner, EU-Abgeordnete und eine der Vizepräsidentinnen des Europaparlaments“, berichtet tt.com (13.12.23)

18. November 2023 „Anpfiff! Mit Leidenschaft und Herzblut starten wir jetzt das Match um ein gerechtes Österreich. Gehen wir gemeinsam zurück zur Gerechtigkeit! 💪❤️ #Anpfiff #ZurückzurGerechtigkeit“, twittert Andi Babler @AndiBabler am 18.11.23. Das Werbevideo dazu beginnt schwarz-weiß mit einem Ausschnitt einer Kreisky-Ansprache. „Zeit für mehr Gerechtigkeit“ war bereits 2017 der Slogen der Sozialisten. Mit „durschschlagendem“ Erfolg. Durchgeschlagen haben sie damit die Bretter unter ihren Füßen, angeführt von Martin Schulz 2017.

13. November 2023 – Christian Nusser über den SPÖ-Parteitag am Samstag 11.11. in Graz und die Wiederwahl des Vorsitzenden Andreas Babler.

28. September 2023Nikolaus Kowall, Babler-Unterstützer der ersten Stunde, twittert: „Ja, Linke glauben, dass Kinder nix dafür können wo sie reingeboren wurden. Sie glauben nicht, dass Familie ein genetisches oder soziales Schicksal ist. Sie glauben, dass die Gesellschaft allen bessere Entfaltungsmöglichkeiten bieten soll. Individuelle Freiheit durch Ermöglichung.“

ethos.at kommentiert: Linke glauben, das ist ein guter Anfang. Und auch die Glaubens-Inhalte, die hier verkündet werden, sollte jeder anständige Mensch unseres Landes unterstützen!

7. September 2023 – Andi Babler, 6.9.23 18h – Mit unserem neuen Modell zur Millionärsabgabe, hätten wir 5 – 6 Milliarden € pro Jahr zur Verfügung. Damit können wir für Gerechtigkeit sorgen: Unser Gesundheitssystem wieder aufbauen, den Pflegenotstand beenden, in Bildung investieren und Steuern auf Arbeit senken. 1/4

Das Eigenheim wäre bei unserem Modell, bis zu einer Luxusgrenze von 1,5 Mio €, ausgenommen. Im Gegenzug werden Steuersätze ab einem Vermögen von 50 Mio € erhöht. In Österreich besitzt 1 % der Bevölkerung 50 % des Vermögens – rücken wir diese Schieflage wieder gerade. 2/4

Wir könnten 30.000 Pflegekräfte und 30.000 Kindergartenpädagoginnen anstellen. Und wir hätten dann immer noch genug, um die Kinderarmut zu beenden und die Steuern auf Arbeit zu senken. 3/4

Häuslbauer sind nicht betroffen. Der Mittelstand wird entlastet, denn die Grunderwerbsteuer wird gestrichen. 98% in unserem Land würden profitieren. Die Zeit der Ausreden ist vorbei: Alle, die sich gegen unser Modell wehren, machen unverschämte Lobby-Politik für Superreiche. 4/4

Florian Schirmbrand @invader78 kommentiert: Bei der Inflationsrate ist mit 1,5 Mio. Grenze bald jeder betroffen. Oder wird diese Grenze laufend inflationsangepasst? Davon abgesehen, haben wir bereits genug Steuern. Vielleicht wäre es sinnvoll das Steuergeld nicht zu verschwenden!

INDESSEN haben „namhafte SPÖ-Mitglieder“ andere Probleme, nämlich die Abgrenzung des ersten glaubhaft linken SPÖ-Obmanns seit Bruno Kreisky gegen RECHTS und schrieben ihm dazu einen offenen Brief, wie ORF.at berichtet.

Was sagt die Millionenerbin Marlene Engelhorn zur Millionärssteuer / Vermögenssteuer / Reichensteuer? Siehe Marlene Engelhorn & Barbara Blaha im Kabarett – Politischer Aschermittwoch der Gebrüder Moped (youtube-Video)

„Eine Vermögensteuer ist in erster Linie eine Schnüffelsteuer. Damit wird der gläserne Bürger Realität und ist im Sinne der Privatsphäre äußerst fragwürdig. Der hohe bürokratische Aufwand und das unverhältnismäßige Ausmaß an detaillierten Einblicken in das Privatleben der Bürgerinnen und Bürger stehen nicht im Verhältnis zu den geringen Einnahmen für den Staat“, behauptet der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer (Quelle: Top Leader)

5. September 2023 – Omar El Ramo präsentiert einen Trailer zu „Babler – der Film“ – damit wird der Kino-Herbst so heiß wie nie, denn am 8.9.23 startet auch „Kurz – der Film„. Die Presse-Abteilung von Pongo-Film schraubt die Erwartungen hoch: „Das Publikum erwartet ein unvergleichlicher Einblick in das Leben und die Karriere des ehemaligen Bundeskanzlers und nunmehrigen Unternehmers Sebastian Kurz.“ Über die Premiere dieses Films am 5.9. – und die Premierengäste – berichtet Hofberichterstatter ORF.at.

Babler der Film

 22. August 2023 – Andi Babler – Was für die Teuerung im Allgemeinen gilt, gilt fürs Wohnen ganz besonders: Österreich hinkt den anderen europäischen Staaten bei der Inflationsbekämpfung hinterher, weil die Regierung ganz bewusst Preisdeckel verhindert. Hinter diesen Zahlen stecken so viele Einzelschicksale. 1/3 

Babler Twitter 2023 08 22

Wo kann ich noch einsparen? Werde ich mir jemals eine eigene Wohnung leisten können? Muss unsere Familie in eine kleinere Wohnung umziehen? Diese Fragen sind für viele Alltag geworden. Sie lassen unsere Leute nächtelang nicht ruhig schlafen. 2/3

Man gewinnt den Eindruck, die ÖVP hat vergessen, dass sie nicht für ein paar 100 Immobilien-Investoren Politik macht, sondern für 8,9 Millionen Menschen in unserem Land. 3/3

Kommentare von Politprimat: @WienerWohnen @Stadt_Wien @BgmLudwig Kuckt ihr hier! Warum geht ihr nicht mit gutem Beispiel voran?

Oliver: Quelle deiner Excel Grafik? (Excel und SPÖ geht nicht immer gut)

17. August 2023 –  AndiBabler, 17.8.23 15h – Die Inflation ist profitgetrieben – Banken und Konzerne machen aus der Teuerung ein Geschäft. Die Kreditzinsen steigen, aber wir bekommen kaum Zinsen auf Spareinlagen. Schluss damit. Wir brauchen eine Sondersitzung zur Teuerung. 1/5

Twitter Andi Babler screen

In Österreich haben wir die höchste Inflation in ganz Westeuropa. Viele können sich ihr Leben, Wohnen und Einkaufen nicht mehr leisten. Banken zählen zu den großen Gewinnern – mit Umsatzsteigerungen von bis zu 50 %. 2/5

Zinsen für Kredite (von Wohnbau- bis zu Investitionskrediten) wurden rasch angehoben, aber Einlagenzinsen der Sparerinnen und Sparer kaum erhöht. Während man auf sein Girokonto faktisch keine Zinsen bekommt, zahlt man bis zu 12,75% Überziehungszinsen. 3/5

Der Zinsüberschuss ist also völlig aus den Fugen geraten. Unsere Leute werden abgezockt und die Regierung schaut tatenlos zu! Eine Respektlosigkeit, die wir nicht länger hinnehmen können. 4/5

Schluss mit der Zinsen-Abzocke! Wir fordern: 1. Mindestzinssatz für Sparguthaben (von rund 3 %). Banken verpflichten, Zinserhöhungen an Sparer weiterzugeben. 2. Die Begrenzung der Kontoüberziehungszinsen (auf maximal 5 %). 3. Eine Sondersitzung zur Teuerung. 5/5

ethos.at kommentiert: Waren es nicht die Sozen, die die Zentralsparkasse Wiens verscherbelt haben? Gut, Schnee von gestern. Die Frage von heute: was will UNSER Andi machen, um den Finanzsektor zu regulieren? Soll vielleicht eine „Sondersitzung zur Teuerung“ die Teuerung mindern?

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Es gibt keinen Klimanotstand

Climate Declaration screen

There is no climate emergency

16. August 2023 – A global network of over 1609 scientists and professionals has prepared this urgent message. Climate science should be less political, while climate policies should be more scientific. Scientists should openly address uncertainties and exaggerations in their predictions of global warming, while politicians should dispassionately count the real costs as well as the imagined benefits of their policy measures.

Climate science should be less political, while climate policies should be more scientific. In particular, scientists should emphasize that their modeling output is not the result of magic: computer models are human-made. What comes out is fully dependent on what theoreticians and programmers have put in: hypotheses, assumptions, relationships, parameterizations, stability constraints, etc. Unfortunately, in mainstream climate science most of this input is undeclared.

To believe the outcome of a climate model is to believe what the model makers have put in. This is precisely the problem of today’s climate discussion to which climate models are central. Climate science has degenerated into a discussion based on beliefs, not on sound self-critical science. We should free ourselves from the naïve belief in immature climate models. In future, climate research must give significantly more emphasis to empirical science.

Details: World Climate Declaration

Ein globales Netzwerk von über 1609 Wissenschaftlern und Fachleuten hat diese dringende Botschaft vorbereitet. Die Klimawissenschaft sollte weniger politisch sein, während die Klimapolitik wissenschaftlicher sein sollte. Wissenschaftler sollten Unsicherheiten und Übertreibungen in ihren Vorhersagen der globalen Erwärmung offen ansprechen, während Politiker die tatsächlichen Kosten sowie den angeblichen Nutzen ihrer politischen Maßnahmen leidenschaftslos aufzählen sollten.

Die Klimawissenschaft sollte weniger politisch sein, während die Klimapolitik wissenschaftlicher sein sollte. Insbesondere sollten Wissenschaftler betonen, dass ihre Modellierungsergebnisse nicht das Ergebnis von Magie sind: Computermodelle sind von Menschen gemacht. Was dabei herauskommt, hängt ganz davon ab, was Theoretiker und Programmierer eingebracht haben: Hypothesen, Annahmen, Beziehungen, Parametrisierungen, Stabilitätsbeschränkungen usw. Leider wird der größte Teil dieses Inputs in der Mainstream-Klimawissenschaft nicht offengelegt.

An das Ergebnis eines Klimamodells zu glauben bedeutet, das zu glauben, was die Modellmacher hineingesteckt haben. Genau das ist das Problem der heutigen Klimadiskussion, für die Klimamodelle zentral sind. Die Klimawissenschaft ist zu einer Diskussion verkommen, die auf Glaubenssätzen basiert, nicht auf solider selbstkritischer Wissenschaft. Wir sollten uns vom naiven Glauben an unausgereifte Klimamodelle befreien. Die Klimaforschung muss in Zukunft deutlich mehr Gewicht auf die empirische Wissenschaft legen.

Update 9. Dezember 2023 – „Mehr CO₂, heißeres Klima, so die gängige Meinung. Welchen Anteil das „Klimagas“ daran hat und wo es herkommt, ist weniger eindeutig. Selbst das IPCC räumt dabei Ungenauigkeiten ein. Edwin Berry, Physiker und Meteorologe, geht noch einen Schritt weiter und widerspricht anhand der offiziellen Daten der Grundannahme des Klimanarratives“, berichtet Epoch Times.

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Tax Freedom Propaganda

Tax Freedom 2015

15. August 2024 – Die ewige Wiederkehr das Gleichen: Nicht Mariä Himmelfahrt sondern der sogenannte Tax Freedom Day. Dieses Jahr – zufällig oder nicht – eine heilige Allianz von Kirche und Kapital. Das Hayek Institut – Lobby von wem auch immer, aber sicher nicht vom „kleinen Mann“ und schon gar nicht vom „durchschnittlichen Steuerzahler“ – rechnet uns Jahr für Jahr vor, dass der „durchschnittliche Steuerzahler“ bis zu diesem Tag sein ganzes Einkommen dem Staat ablilefert und erst das, was von heute an verdient, fließt in seine eigene Tasche. Assistiert wird diese Story von der Wirtschaftskammer, die die Interessen der Mehrheit ihrer Mitglieder, nämlich KMU und EPU schon lange nicht mehr vertritt. 

Präsidentin des Hayek-Instituts ist Barbara Kolm, die mit staatlichen Institutionen (ÖBB, WU ua.) bestens vernetzt ist und daraus bislang keine Nachteile zu ertragen hatte. Für die Nationalratswahl 2024 wurde sie laut wikipedia auf Platz sechs der FPÖ-Bundesliste gereiht.

14. August 2023 – Zwei Meldungen, die mehr miteinander zu tun haben, als uns das Hayek-Institut verrät.

Meldung 1: „Das am Standort Österreich klebende Etikett als ‚Hochsteuerland* lässt sich am Kalender festmachen: So arbeiten die Österreicher statistisch 227 Tage im Jahr – also bis 15. August – nur, um die anfallenden staatlichen Steuern und Abgaben bezahlen zu können. Damit liegt man in Sachen Steuerlast im europäischen Spitzenfeld (siehe Grafik). Nur in Belgien, Deutschland und Frankreich sind die Lohnnebenkosten höher, wie der jährliche Vergleich des Hayek Instituts/Austrian Economics Center (AEC) zeigt.“ (Quelle WKO-Newsletter)

Es geht um die Lohnsteuer wohlgemerkt, während uns das Hayekinstitut noch nie verraten hat, wie viele Tage im Jahr die internationalen Fondsgesellschaften arbeiten müssen, um ihre mikrige Gewinnsteuern bezahlen zu können – wenn sie überhaupt irgendwo steuern zahlen. Das Hayekinstitut hat uns auch noch nie verraten, wie viel die Fonds an ihre Aktionäre ausschütten, während gleichzeitig die Kleinanleger Verlustanteile zugewiesen bekommen. 

Meldung 2: „Nach der Finanzkrise 2008 haben mit 22 fast alle der 25 größten deutschen Unternehmen im S&P Europe 350 gemeinsame Anteilseigner, meist US-Vermögensverwalter. Zu dem Schluss kommt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Analysiert worden sind die Jahre 2004 und 2015. Auffällig ist laut den Experten, dass vor der Finanzkrise vorwiegend deutsche Banken und Versicherungskonzerne wie Allianz und die Deutsche Bank die gemeinsamen Investoren waren. Nach der Finanzkrise dominieren US-Vermögensverwalter wie BlackRock, heißt es.“ (Quelle pressetext.com)

DIW Grafik 25 DE SuP

Jahr für Jahr wärmt das Hayek-Institut die „Tax Freedom Day“ Schlagzeile auf – diesmal den WKO-Mitgliedern lauwarm serviert, von denen viele EPU (Ein Personen Unternehmen) so wenig verdienen, dass sie kaum Einkommensteuern zahlen. Suggeriert wird: weil der Staat soviel kassiert, könne sich der „Normalbürger“ nix leisten. Suggeriert wird: der Staat sei der natürliche Feind jedes Unternehmers, so als ob nicht jeder die Straßen, öffentlichen Verkehrsmittel, Schulen, Krankenhäuser, Parks und Bäder in Anspruch nehmen würde. Verschwiegen wird: weil die Akkumulation von Kapital durch Kapital (das inkludiert maximale Steuervermeidung) immer mehr Geld an immer größere Player ausspielt, gibt es keinen fairen Wettbewerb mehr, in dem innovative, kreative EPU noch eine Chance gegenüber den Monopolen haben.

SIEHE AUCH:Wer ist der Staat? (thurnhofer.cc 22.8.2015)

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Reisefreudiger Sobotka

Was hat ein Nationalratspräsident eigentlich für außenpolitische Aufgaben?

13. August 2023 – Genau 21 Mal jettete der ÖVP-Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka im Jahr 2022 ins Ausland. Alleine für die Flüge von ihm und seinen Mitarbeitern gingen dabei 154.000 Euro drauf. Dazu kommen 37.000 Euro für die Reisekosten der mitreisenden Hofberichterstatter, so genannte Journalisten. (Quelle oe24.at, 13.7.23, ein Medium das selbst zweistellige Millionenbeträge jährlich von öffentlichen Stellen kassiert, aber immerhin aufdeckt, wenn mal andere Medien ein paar Brötchen mehr verfressen haben).

Update 11. September 2023: „Österreich“ revidiert die Zahlen nach oben. Demnach hat Sobotka insgesamt 250.000 Euro für Reisen ausgegeben, davon für Privatjets 71.600 Euro. Die Zeitung zitiert dabei eine parlamentarische Anfrage der SPÖ-Abgeordneten Karin Greiner.

ethos.at hat am 17. Juli 2023 das Parlamentspräsidium um Auskunft gebeten …

– Bitte um Auskunft, welche österreichischen Interessen der 1. Präsident des Nationalrats im Ausland gemäß Gesetz zu vertreten hat.

– Bitte um Auskunft, welche Treffen mit welchen Organisationen zu welchen Zwecken mit welchen Ergebnissen stattgefunden haben, welche davon unabdingbar vom Präsidenten des Nationalrats notwendig waren (weil sie nicht von Außenministerium übernommen werden konnten).

– Bitte auch um Auskunft, welche Auslandsreisen die 2. und der 3. Nationalratspräsidenten unternehmen haben, zu welchen Zwecken und mit welchen Kosten waren sie verbunden?

… und am 10. August 2023 folgende Antwort erhalten:

Sehr geehrter Herr Mag. Thurnhofer,

Sie haben mit Eingabe vom 17. Juli 2023 um Auskünfte betreffend „Auslandsreisen des Nationalratspräsidiums“ ersucht. Dazu können wir Ihnen Folgendes mitteilen:

Das AuskunftspflichtG regelt die Auskunftspflicht der Verwaltungsorgane des Bundes. Der Präsidentin bzw. dem Präsidenten des Nationalrates kommt in einem bestimmten Umfang auch die Funktion eines Verwaltungsorgans zu. Dieser Umfang bemisst sich nach Art. 30 Abs. 3 bis 6 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG), meist in Verbindung mit einfachgesetzlichen Vorschriften. Nur soweit die Präsidentin bzw. der Präsident des Nationalrates als oberstes Verwaltungsorgan Verwaltungsaufgaben wahrnimmt, ist sie bzw. er gemäß Art. 20 Abs. 4 B-VG und § 1 AuskunftspflichtG zur Erteilung von Auskünften verpflichtet (dies jedoch nur, soweit dem nicht eine gesetzliche Verschwiegenheitspflicht entgegensteht). Betrifft das Auskunftsersuchen hingegen nicht den beschriebenen Bereich der Verwaltung, sondern den Bereich der Gesetzgebung, besteht keine Auskunftspflicht nach dem AuskunftspflichtG (vgl. dazu die Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofes vom 11. November 1998, 98/01/0152 und vom 11. Dezember 2012, 2012/05/0199).

Unabhängig davon, ob eine Anfrage dem AuskunftspflichtG unterliegt, ist die Parlamentsdirektion jedoch stets bemüht, alle Anfragen so weit wie möglich zu beantworten.

Der Präsidentin bzw. dem Präsidenten des Nationalrates obliegt gemäß § 13 Abs. 6 zweiter Satz Geschäftsordnungsgesetz 1975 die Vertretung des Nationalrates und seiner Ausschüsse nach außen einschließlich der Wahrnehmung internationaler parlamentarischer Beziehungen. Im Rahmen der Außenvertretungsbefugnis nimmt sie:er insbesondere Repräsentationsaufgaben für den Nationalrat wahr. Diese Aktivitäten sind allesamt dem Bereich der Gesetzgebung zuzurechnen. Selbiges gilt für Auslandsreisen, welche die:der Zweite und Dritte Präsident:in unternehmen. Diese können einerseits in Vertretung des Präsidenten des Nationalrates erfolgen, andererseits zu Repräsentationszwecken in Ausübung ihrer Funktionen als Zweite Präsidentin und Dritter Präsident bzw. in Ausübung ihres Mandates als Abgeordnete zum Nationalrat.

Konkret handelte es sich bei den von Ihnen angesprochenen Auslandsreisen des Präsidenten des Nationalrates im Jahr 2022 um (Arbeits-)Treffen mit Amtskolleg:innen und weiteren politischen Vertreter:innen verschiedener Staaten bzw. die Teilnahme an europäischen und internationalen Veranstaltungen im parlamentarischen Kontext. Zum Thema Auslandsreisen des Präsidenten des Nationalrates wurden im Jahr 2023 drei parlamentarische Anfragen an den Präsidenten des Nationalrates gerichtet und entsprechend beantwortet; die Anfragebeantwortungen finden Sie auf der Parlamentswebsite: 65/ABPR, 74/ABPR und 76 ABPR XXVII. GP.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr.in Carina Neugebauer

Parlamentsdirektion

Rechts-, Legislativ- & Wissenschaftlicher Dienst (RLW)

Abteilung 3.1 – Öffentliches Recht & Legistik

SIEHE AUCH: Kaufhaus Österreich = Selbstbedienungsladen

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Betrüger kassieren 700 Millionen

Schaden durch Betrugshandlungen belief sich allein 2022 auf 700 Millionen Euro

7. August 2023 – (Pressemitteilung des BMI auf APA / OTS) Der Betrug – vor allem im Internet – steigt in den Kriminalstatistiken, während viele andere Delikte weniger werden. Wissen und Information sind der Schutz vor den vielen unterschiedlichen Betrugsformen, mit denen Betrüger international, ohne Pause, ihre Opfer ködern wollen. Deshalb initiieren das Innenministerium, das Bundeskriminalamt und die Landespolizeidirektionen heute (Montag 7.8.23) die breit angelegte „Woche gegen den Betrug“. Neben diversen Themenschwerpunkten werden dafür vor allem die sozialen Medien genutzt, um die Bevölkerung einmal mehr aufzuklären und zu warnen. Hierfür wird jeden Tag ein spezieller Betrugsmodus im Fokus stehen. Neben diesen Informationen ist auch die Mithilfe der Bevölkerung ein zentraler Erfolgsfaktor, denn die Gespräche im Familien- und Bekanntenkreis können viele Straftaten im Keim verhindern.

„Internetbetrug kann jeden treffen. Daher ist es so entscheidend und wichtig, dass wir die Bevölkerung aufklären, damit es erst gar nicht zu einem Schaden kommt“, betonte Innenminister Gerhard Karner bei der Auftaktveranstaltung am 7. August 2023. „Die Woche gegen Betrug leistet daher einen wichtigen Beitrag zu Sensibilisierung und Prävention.“

„Die Lagebilder des Bundeskriminalamts zeigen eine Verlagerung der Straftaten in den digitalen Raum, und das gilt vor allem für Betrugsdelikte“, sagte Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamtes. „Daher haben wir massiv investiert, Know-how erweitert, Ressourcen ausgebaut und Strukturen neu aufgestellt. Die Ermittlungserfolge zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Katja Tersch, Leiterin des Landeskriminalamts Tirol: „Die finanziellen Schäden für die Opfer sind meist enorm und die psychische Belastung sehr hoch. Die Opfer sollen sich aber nicht schämen, sondern sich bei der Polizei melden, denn die Täter agieren höchstprofessionell und Betrug ist meist kein Einzeldelikt.“

2022 wurden in Österreich 27.600 Betrugsdelikte im Internet begangen, fast 50 Prozent der Betrugsdelikte laufen über das Internet, soziale Medien oder Messengerdienste ab. Damit stellt die Deliktsform des Betrugs mittlerweile ein Zehntel aller angezeigten Kriminalfälle in Österreich, Tendenz steigend. Allein 2022 betrug der in Österreich gemeldete finanzielle Schaden knapp 700 Millionen Euro, von einer enormen Dunkelziffer ist hierbei auszugehen. [Update 9.8.23 von ethos.at: Im Vergleich dazu erscheint der Sozialleistungsbetrug von 89 Millionen in den vergangenen fünf Jahren, also knapp 18 Millionen pro Jahr, als Mezzie. Siehe Bericht Kurier.at]  Erst am Wochenende vom 5. und 6. August 2023 berichtete das Bundeskriminalamt von einem Fall von Anlagenbetrug. Bei „Juicy Fields“ handelt es sich um ein Unternehmen, das seit Anfang 2020 hohe Renditen durch Investitionen in Anbau und Verkauf von medizinischem Cannabis versprochen hatte. Bis dato sind allein in Österreich über 5.000 Opfer bekannt, mit einer bisherigen Schadenssumme von 19 Millionen Euro in Österreich und mehr als 400 Millionen Euro europaweit.

Betrug im Internet stellt eine besondere Herausforderung dar, da die Täter international und oft vom Ausland aus operieren. Entsprechend kompliziert sind die Ermittlungen für die Polizei. Das Innenministerium und das Bundeskriminalamt setzen daher eine Vielzahl an Maßnahmen gegen Betrug. Bei der „Woche gegen Betrug“ soll ein besonderer Fokus auf der Aufklärung gegen Betrug liegen, indem das Bundeskriminalamt jeden Tag ein anderes Betrugsthema im Sinne der Prävention behandelt.

Die Kriminaldienstreform hat ebenfalls einen Schwerpunkt auf der Bekämpfung der Internetkriminalität, so wird etwa in den Regionen eine Cyber-Cobra verankert. Auch die Abteilung Internetkriminalität im Bundeskriminalamt wird ausgebaut, um die Polizistinnen und Polizisten in den Regionen zu unterstützen. Bis Jahresende 2023 wird die Kriminaldienstreform abgeschlossen und die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Cybercrime Competence Center (C4) von 90 auf 120 Personen aufgestockt werden.

Das Innenministerium investiert auch in die entsprechende Ausbildung, um gegen Internetkriminalität und Internetbetrug vorzugehen. So arbeitet das Bundeskriminalamt mit den Handelsakademien in Horn und Tamsweg zusammen, die den Schulschwerpunkt auf Internetsicherheit legen. In der Polizeigrundausbildung gibt es zudem neue Module zu Internetkriminalität, außerdem wird die Fortbildung der Kriminalbeamtinnen und -beamten weiterentwickelt und modernisiert.

Rückfragen & Kontakt: Bundesministerium für Inneres

Pressesprecher des Bundesministers Ministerialrat Markus Haindl, BA MA

+43 (0) 1-531 26 – 90 1021 / markus.haindl@bmi.gv.at

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