25 Jahre Attac

Crowdfunding

Motto: Die Macht der Konzerne brechen

2. Juni 2023 (Mitteiliung aus dem aktuellen Newsletter von Attac Österreich) – „Warum nicht eine weltweite regierungsunabhängige Organisation namens ‚Aktion für eine Tobin-Steuer als Bürgerhilfe‘ (Action pour une taxe Tobin d‘aide aux citoyens – kurz: Attac) ins Leben rufen? Im Verein mit den Gewerkschaften und den zahlreichen Organisationen, die kulturelle, soziale oder ökologische Ziele verfolgen, könnte sie gegenüber den Regierungen als gigantische Pressure-Group der Zivilgesellschaft auftreten, mit dem Ziel, endlich wirksam eine weltweite Solidaritätssteuer durchzusetzen.“

Diese Schlussworte eines Artikels von Ignacio Ramonet in der Le Monde diplomatique vom Dezember 1997 führten am 3. Juni 1998 zur Gründung von Attac in Frankreich und in weiterer Folge zu einem nahezu weltumspannenden Netzwerk an eigenständigen Attac-Organisationen. (1) “Ignacio Ramonet hat den Zündfunken gelegt: Mit nur 0,1 Prozent Finanztransaktionssteuer können wir Sand ins Getriebe der Finanzmärkte streuen und Ungerechtigkeit sowie Hunger und Armut in der Welt bekämpfen“, erklärt Hanna Braun von Attac Österreich.

Attac-Forderungen und Alternativen werden aufgegriffen und umgesetzt

Egal ob es sich um Finanzmärkte, Steuerpolitik, Handelspolitik, Agrarpolitik oder Klimaschutz handelt: Viele Attac-Forderungen und Alternativen wurden nach Jahren von der Politik aufgegriffen und umgesetzt. Die weltweiten sozialen und globalisierungskritischen Bewegungen konnten zudem in den vergangenen 25 Jahren erfolgreich zentrale Projekte der neoliberalen Globalisierung stoppen: Die neoliberale Handels- und Investitionspolitik stockt – die WTO-Doha Entwicklungsrunde wurde nie beendet, das multilaterale Investitionsabkommen MAI und das EU-USA-Abkommen TTIP wurden gestoppt. Österreich ist das erste Land, in dem das Parlament der Regierung vorschreibt, das Mercosur-Abkommen abzulehnen.

„Grundlegende wirtschaftspolitische Veränderungen scheitern jedoch immer wieder an den realen Machtverhältnissen und den Profitinteressen von Konzernen. Eine der wichtigsten Aufgaben von Attac ist es, dazu ein Gegengewicht aufzubauen und die Macht der Konzerne zu brechen“, erklärt Braun.

Attac entwickelt Analysen laufend weiter

Heute, nach 25 Jahren, entwickelt das weltweite Attac Netzwerk seine Analysen und Forderungen laufend weiter: Der Kampf für globale Klimagerechtigkeit, ein solidarisches Welthandelssystem, ein gerechtes Steuer- und Finanzsystem, ein demokratisches und nachhaltiges Agrar- und Energiesystem, soziale Sicherheit, umfassende Demokratisierung oder eine grundlegende EU-Kritik zählen zu den Schwerpunkten.

„Ein gutes Leben für alle“ – das ist der Attac-Gegenentwurf zu nationalistischen Ansagen wie „Österreicher zuerst“ oder „America first“. Heute beziehen sich zahlreiche politische Akteure auf das Verständnis, dass Wirtschaft allen heute und in Zukunft lebenden Menschen – und nicht nur wenigen Superreichen – ein gutes Leben ermöglichen soll, erklärt Braun.

Einige Erfolge von Attac:

Die Notwendigkeit einer demokratischen Kontrolle der Finanzmärkte ist heute breit akzeptiert. Die Attac-Gründungsforderung, die Tobinsteuer, wurde schon 2013 als Finanztransaktionssteuer zwischen elf europäischen Ländern beschlossen. Dass es sie bis heute nicht gibt, liegt an der enormen Macht der Finanzakteure und deren Einfluss auf Regierungen. Durch Steuerskandale wie LuxLeaks, Paradise Papers oder Panama Papers wurde offensichtlich, was Attac schon seit der Gründung kritisiert: Das internationale Steuersystem ermöglicht Konzernen Steuertricks, welche die Allgemeinheit Milliarden kosten. Langjährige Attac-Alternativen wie die Gesamtkonzernsteuer oder eine Mindeststeuer für Konzerne werden international diskutiert, die aktuelle Umsetzung ist jedoch noch völlig unzureichend.

Auch der Steuerbetrug von Vermögenden steht heute auf der politischen Agenda. Der automatische Informationsaustausch zwischen Steuerbehörden ist seit 2016 Realität – leider jedoch noch immer mit zahlreichen Schlupflöchern. Gleiches gilt für öffentliche Register über die wahren Eigentümer*innen hinter Briefkastenfirmen. Sie wurden in der EU mittlerweile ansatzweise umgesetzt. 2015 wurde das Bankgeheimnis in Österreich abgeschafft und damit eine jahrelange Forderung von Attac Österreich erfüllt.

Die Notwendigkeit einer völlig anderen europäischen EU-Wirtschafts- und Steuerpolitik wird heute breit geteilt, ebenso wie die dringend erforderliche umfassende Demokratisierung der EU.

Attac Österreich wurde am 6. November 2000 gegründet.

Seit der Gründung durch eine einige Aktivist*innen hat sich Attac zu einer wichtigen Akteurin der österreichischen Zivilgesellschaft entwickelt, die politische Landschaft verändert und mitgestaltet. Mit Kampagnen, Aktionen und Bildungsveranstaltungen gelingt es, die angebliche Alternativlosigkeit der neoliberalen Globalisierung in Frage zu stellen und auf ihre negativen Folgen für die große Mehrheit der Menschen und die Umwelt hinzuweisen.

Weiterlesen

Ehrlichkeit

Margariten

Essay vom 8. September 2016. Gesternabend haben zwei junge Damen mit Migrationshintergrund – sicher keine „Oligarchenbräute“, sondern fleißige, in Österreich studierende und arbeitende Russinnen – auf der Rolltreppe vor dem Kunstraum in den Ringstrassen Galerien eine Geldbörse mit 3.000 Euro (in Worten: dreitausend) gefunden. Und umgehend bei der Polizei abgegeben. So sind unsere neuen Österreicherinnen: vorbildlich ehrlich!

Wäre ich noch Mitglied der katholischen Kirche würde ich wohl sagen: „Danke, lieber Gott, dass du nicht mich dieser Prüfung unterzogen hast!“ Da ich aber den Katholen den Rücken zugewandt habe, jedoch immer noch ein bekennender Moralist bin, muss ich mich hier der Frage stellen: was hätte ich in dem Fall getan? Und ich muss euch beichten: ich wäre damit nicht sofort zur Polizei marschiert!

Der Vollständigkeit halber ist hier zu ergänzen: außer Geld und Brieftasche gab es bei diesem Fund keine Karten, weder Visit- noch Kreditkarten, die eine eindeutige Zuordnung zu einem Eigentümer ermöglicht hätten.

Als Pragmatiker hätte ich mich gefragt: wer verliert versehentlich 3.000 Euro? Ein Sandler, dem das Börsl durch seine löchrigen Sakko-Taschen gefallen ist? Oder einer, der so nebenbei mal 3.000 Euro für eine kleine Schweinerei verjubelt – vielleicht 200 Meter weiter im Casino in der Kärntnerstraße? (Andere Etablissements in der näheren Umgebung fallen mir gerade nicht ein.)

Ich hätte mich auch gefragt, ob 3.000 Euro für den Betroffenen ein großer Verlust sind? So groß, wie für mich drei Euro, die mir versehentlich auf den Boden fallen? So groß wie für mich 30 Euro, die ich abrunde, wenn ein Bild 1.030 Euro kostet, oder so groß wie für mich 300 Euro, die ich am Bankomat vergessen habe, weil ich gleichzeitig mit einer Freundin telefoniert habe. Das tut zwar weh, aber ich hab meine Lektion dabei gelernt: Mann oh Mann, du bist nicht multitasking-fähig.

Also ich sag es gerade heraus: nach reiflicher Überlegung hätte ich das Geld eingesteckt.

Wäre dieses Verhalten vereinbar mit dem kategorischen Imperativ, der für mich die höchste moralische Instanz darstellt? Handle stets nach derjenigen Maxime von der du wollen kannst, dass sie zu einem allgemeinen Gesetze werde! Könnte ich wollen, dass mein Handeln (nämlich einen Fund einfach einzusacken) zu einem allgemeinen Gesetze werde? Schlimm wäre es bestellt um unsere Moral!

Trotzdem hätte ich es getan und folgendes gemacht: Ich hätte die 3.000 Euro behalten und drei KünstlerInnen, die dringend Geld benötigen – da brauch ich nicht lange zu suchen – um jeweils 1.000 Euro ein Bild abgekauft. Ja, ehrlich gesagt, so ein Schlitzohr bin ich! Nicht einmal geschenkt hätte ich ihnen das Geld, sondern auch noch einen persönlichen Vorteil raus geschlagen.

Nun bleibt das für mich zwar nur ein hypothetischer Fall, aber die moralische Verantwortung für die Entscheidung, die ich getroffen hätte, bleibt die gleiche. Ich halte es tatsächlich für moralisch vertretbar, 3.000 anonyme Euro (das ist der springende Punkt: der Fund kann nicht eindeutig, ja sogar eindeutig nicht einer Person legitimer Weise zugeschrieben werden) einzustecken um damit etwas Gutes zu tun.

Schade also, dass es nur ein Gedankenexperiment geblieben ist. Aber wäre ich tatsächlich der glückliche Finder gewesen, ich hätte euch nichts davon erzählt. Ehrlich nicht!

SIEHE AUCH: story.one

Weiterlesen

SINTEF: Vogelschutz bei Windrädern

SINTEF Windrad Vogelschutz

Neues Hightech-System verhindert Kollisionen durch Drehzahlregelung

(pte021/31.05.2023) – Mit dem Konzept SKARV wollen Experten des Forschungszentrums SINTEF den tausendfachen Tod von Vögeln durch Kollisionen mit Flügeln von Windenergieanlagen verhindern. SKARV ist die norwegische Übersetzung der Vogelart Kormoran und ein Akronym für „Slippe Fugle Kollisjoner med Aktiv Regulering av Vindturbiner“ („Verhinderung von Kollisionen mit Vögeln durch aktive Steuerung von Windkraftanlagen“). Es handelt sich um ein Steuerungssystem, das beim Anflug von Vögeln die Drehzahl der Rotoren erhöht, reduziert oder sie sogar stoppt, sodass die Tiere gefahrlos passieren können.

Foto: SINTEF

Die Entwickler haben mithilfe von Computersimulationen überprüft, ob das SKARV-Konzept funktioniert. Ergebnis: Der Vogelflug muss in einem Bereich von 100 bis 200 Metern von der Turbine entfernt erfasst werden, um die Stelle zu errechnen, an der das jeweilige Tier die Turbine voraussichtlich passiert. SKARV funktioniert, wenn sich die Flugbahn mindestens fünf Sekunden vor dem Eintreffen der Vögel berechnen lässt, um die Turbinendrehzahl zu verändern. Nähern sich ganze Vogelschwärme oder mache Tiere wilde Flugbewegungen, die nicht erfasst werden können, wie Fledermäuse es tun, legt SKARV die Mühlen still.

Windkraftanlagen arbeiten in der Regel mit variablen und kontrollierbaren Drehzahlen, um die aus dem Wind gewonnene Leistung zu maximieren. Das Konzept von SKARV lässt sich auf neue und bestehende Windparks übertragen, sagen die Wissenschaftler. Dazu gehören ein Vogelverfolgungssystem und eine spezielle Software, die sowohl die Flugbahn des Vogels als auch die nötige Änderung der Rotordrehzahl abschätzt, um das Kollisionsrisiko zu minimieren. Die daraus resultierenden Drehzahlstörungen können in die Standard-Turbinensteuerung eingebracht werden.

Ein Vogel, der sich einer Windenergieanlage nähert, kann die sich schnell bewegenden Flügel kaum erkennen, ähnlich wie der schnelle Flügelschlag von Kolibris praktisch unsichtbar ist. Zudem neigen einige Vogelarten dazu, während des Fluges seitlich und nach unten zu schauen, um nach Nahrung oder Partnern zu suchen, was für sie wichtiger ist, als im vermeintlich offenen Luftraum nach vorne zu schauen. Dabei können sie keine Objekte sehen, die sich in ihrer Flugrichtung befinden, und werden anfälliger für Kollisionen.

Quelle: SINTEC

Weiterlesen

DokFilm: „Jeder wird jemanden kennen….“

26.5.2023 – Thomas Stimmel, Inhaber von ars vobiscum Media e. U. und Herausgeber des Stichpunkt Magazins, hat einen Dokumentarfilm „über das bleierne Schweigen“ online gestellt, der an die legendäre Aussage erinnert „Jeder wird jemanden kennen….“ Diese Plakat-Kampagne war Anlass für den vielseitigen Kulturschaffenden, dem aktuellen gesellschaftlichen Zustand nachzugehen.

Wie geht es einer Gesellschaft, die über drei Jahre drastische Einschränkungen erfahren musste. Einer Gesellschaft in der Menschen seitens der Politik bewusst mit immer strengeren Maßnahmen gedroht wurde. Wie intakt ist eine Gesellschaft, die Maßnahmenkritiker trotz wichtiger Argumente aus der gesellschaftlichen Mitte und dem medial- politischen Debattenraum entfernt?

Kann ein gesellschaftliches Miteinander und „Heilung“ möglich sein, wenn nach dem offiziellen Ende der „pandemischen Notlage“ seitens führender Medien und Politik keine tiefgreifende Aufarbeitung angestrebt wird? Wie steht es um die Sprachlosigkeit vieler Menschen und um die Angst, das Erlebte zu thematisieren?

Weiterlesen

Crowdfunding: Projekt AEWTASS

Screenshot 126

Advancing Equality Within The Austrian School System

Initiator/In: Vienna Institute for the African Diaspora

Projekt-ID: 2549 respekt.net

24 Expert*innen widmen sich durch konkrete und ausgearbeitete Maßnahmen der Neudeutung des Narrativs Afrikas im österreichischen Schulsystem. Mit deinem Support gelingt uns das – join this movement!

Start Projektumsetzung: 08.05.2023

Ende Projektumsetzung: 31.12.2023

Projektbeschreibung

Ausgangssituation: Die vorherrschende Darstellung afrikanischer Länder im österreichischen Bildungssystem ist durch eine negative eurozentrische Perspektive begrenzt, wie aktuelle Forschungsergebnisse belegen. Dies steht im Widerspruch zu den Grundsätzen der Bildung, die demokratische Werte, Menschenwürde und die Anerkennung gleicher Rechte für alle, einschließlich Menschen mit afrikanischem Hintergrund, umfassen sollten, anstatt sich ausschließlich auf Armut, Gewalt und Krankheit zu konzentrieren.

Das Projekt AEWTASS zielt darauf ab, kritisches Denken und Selbstreflexion bei Schüler*innen, Lehrer*innen und Entscheidungsträger*innen hinsichtlich ihrer Wahrnehmungen von dem afrikanischen Kontinent zu fördern. Wir möchten dazu beitragen, ein System für eine inklusive Gesellschaft von morgen zu schaffen. Mit diesem Ziel vor Augen umfassen die konkreten Maßnahmen des Projekts:

– Erstellung von Unterrichtsmaterialien aus afrikanischer / Schwarzer Perspektive für das österreichische Bildungssystem;

– Angebot von Schulungen (Workshops) für Lehrkräfte, die den afrikanischen Kontinent im Rahmen des neuen Lehrplans, der ab 2023 in Kraft tritt, in ihren Unterricht (Geographie und wirtschaftliche Bildung & Geschichte) einbeziehen möchten;

– Train-the-Trainer-Workshops.

Benötigte Mittel:

Für die Umsetzung benötigen wir 9.500€

Weiterlesen

Peter Rosegger digital

Jakob Hiller Rosegger Geburtshaus

Als Schnittpunkt zwischen Roseggerwoche und Nächte der Philosophie organisiert Hubert Thurnhofer einen Lese-Abend

Rosegger als Philosoph, Thurnhofer als Waldbauernbub

Samstag, 3. Juni 2023 – 18:00 Uhr

Ort: Kunstraum Steiermark, Grazerstraße 47, Langenwang + Tiktok LIVE

Programm:

Peter Rosegger: der Dichter der Naturschönheit und des Mitgefühls“ von Manfred Stangl

„Waldbauernbub 4.0“, Kommentare und Essay EHRLICHKEIT von Hubert Thurnhofer 

Hintergrund: Unter dem Titel „Rosegger 2013 digital“ veröffentlichte die Landesbibliothek Steiermark vor zehn Jahren Unikate aus der Jugendzeit des steirischen Dichters. „Diese Unikate sowie Manuskripte, Bilder aus dem Leben Roseggers und persönliche Gegenstände wie Lesebrille und Spazierstöcke wurden bis Ende Feber 2014 in der Ausstellung „Peter Rosegger Original“ in der Landesbibliothek in Graz gezeigt. Hier präsentieren wir dauerhaft eine Auswahl dieser Werke in digitaler Form.“

Digital abrufar sind die gesammelten Werke von Peter Rosegger auf „alo – austrian literature online

Traditioneller Weise finden in der Waldheimat Anfang Juni die Roseggerwoche statt. Das Programm für das Jahr 2023 findet sich auf meinbezirk.at

Peter Rosegger: Erdsegen

Jakob Hiller, Fotograf und Herausgeber zahlreicher Rosegger-Editionen, hat am 8.2.24 sein eigenes Foto und folgenden Text von P. Rosegger via Facebook geteilt:

Die Aussicht von meinem Geburtshaus
Viele Leute sagen, mein Vater sollt‘ das Haus verkaufen, weil fürs Weiterwirtschaften keine Aussicht mehr wäre. Aber jeder, der zu uns den Berg heraufsteigt, wundert sich über die schöne Aussicht, die wir haben. Ich zeichne hier zwei Bilder dieser Aussicht, das eine gegen den Wechsel, das andere gegen den Hochschwab hin. Indem ich diese Aussicht zeige, bin ich der Ansicht, das man in Hinsicht meines schwachen Talentes Nachsicht mit mir und die Einsicht habe, das diese Bilder zwar mit Umsicht und Vorsicht, aber ohne Aufsicht gezeichnet wurden in Absicht, meinen Lesern eine Übersicht dieser schönen Aussicht zu bieten.
Man sicht also, daß man bei uns heroben sehr viel sicht.

Peter Rosegger als Schneiderbub ca.1863 geschrieben. Aus Heimgarten. Eine Monatsschrift 35/5 (Graz, Februar 1911) 420 

Weiterlesen

Seminar: Politische Verantwortung!

Hubert Transparenz 800

Verantwortungsverlust? Zweitägiges Seminar für Politiker schafft Abhilfe!

Nächster Termin auf ANFRAGE unter office at ethos

Politiker sprechen oft und gerne davon, dass sie sehr große Verantwortung übernehmen müssen. Und deshalb seien die hohen Gehälter notwendig und völlig gerechtfertigt. Was ist so teuer an der Verantwortung? Wie hoch ist eigentlich der Kostenanteil der Verantwortung am Gesamtlohn der Politiker? Warum ist die Bevölkerung der Meinung, viele Politiker seien verantwortungslos?

Rein ökonomisch ist etwas besonders teuer, wenn es eine Mangelware ist, oder ein Luxusgut. Tatsächlich ist Verantwortung bei vielen Politikern nur unzureichend vorhanden, so dass sie nach Verbrauch ihrer monatlichen Verantwortungsreserven nur noch ohne Verantwortung entscheiden und handeln können. Das philosophische Seminar von ethos.at zeigt Auswege aus dem Dilemma.

 Siehe auch: TikTok-Clip: Transparenzprinzip

Ab sofort bietet ethos.at Nachschub an Verantwortung! Der Verein Moral 4.0 hat die Lizenz zur Produktion von Verantwortung! Hubert Thurnhofer, Obmann des Vereins Moral 4.0 und Leiter von ethos.at, hat Philosophie studiert und in dem Buch „Moral 4.0“ das „Prinzip Verantwortung“ (Hans Jonas) tiefgehend untersucht.

In dem Seminar ergründet Thurnhofer mit den Teilnehmer/innen die Fragen:

– Was ist Verantwortung (moralische und sprachphilosophische Aspekte)?

– Kann man Verantwortung entwickeln (folglich produzieren)?

– Kann man Verantwortung erwerben (folglich auch wieder veräußern)?

– Kann man ohne Verantwortung leben?

– Politische Verantwortung als Teil demokratischer Prozesse. Warum und Wie?

Das zweitägige Seminar startet an einem mit der gemeinsamen Erarbeitung des Themas. Der zweite Teil des Seminars findet nach gemeinsamer Terminfindung im Herbst statt. Jede/r Teilnehmer/in erhält eine spezifische Aufgabe, die bis dahin in Theorie und Praxis gelöst werden muss. Der Termin im Herbst dient den Präsentationen und Analysen der erbrachten Leistungen.

Tag 1:  von 9:00 bis 18:00 Uhr

Ort: Kunstraum Steiermark, 8665 Langenwang

Gesamt-Preis pro Teilnehmer/in: 800,- Euro + 20% MwSt

(Zwei Seminartage inklusive Handout, Buch „Moral 4.0“, Mittagessen im 4-Hauben-Restaurant.)

LEKTÜRE EMPFEHLUNG

Schuld vs Verantwortung

Hans Jonas: Das Prinzip Verantwortung

Weiterlesen

Seminar für Kunstsammler

Hubert Thurnhofer c Hailwax

24. April 2023 – Nach Seminaren für Kunstinvestoren (ab 2004) und der Seminarreihe „Art and Artbusiness“ (ab 2016) startet der Galerist, Kommunikationsberater und Philosoph Hubert Thurnhofer nun ein neues Format: Seminare für Kunstsammler. Der Autor der „Kunstmarkt-Formel“ (das Buch ist 2014 erschienen und hat sich zu einem Longseller entwickelt), verbindet in dem Seminar Theorie und Praxis, wobei auch Humor erlaubt ist!

Nächster Termin Halbtages-Seminar: Freitag, 26. April 2024 in Wien

Erster Termin: Samstag 13. Mai 2023

Beginn 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Ort: Kunstraum Steiermark, Grazerstraße 47, 8665 Langenwang

Parkplätze direkt vor dem Kunstraum

TeilnehmerInnen: mindestens fünf, maximal zehn.

Anmeldung: hubert at thurnhofer cc

Foto (c) Bob Hailwax

THEMEN:

– Was und wie soll ich sammeln?

– Was ist eine Sammlung?

– Wie bewertet man Kunst?

– Wie verwertet man Kunst?

– Neue Trends: Revolutionieren NFT den Kunstmarkt?

– Was darf/muss ich mit „meiner“ Kunst machen?

– Hilfe ich bin Sammler – was jetzt?

Preis pro Teilnehmerin: 300,- Euro inkl MwSt

Der Preis inkludiert das Buch „Die Kunstmarkt-Formel“ sowie ein Mittagessen im 4-Hauben-Restaurant Krainer.

Anmeldung: hubert at thurnhofer cc

LITERATUR EMPFEHLUNGEN

Artinvestor durchleuchtet Kunstmarkt (2002)

Kritikunfähigkeit der Kunstkritiker (2015)

Franz Wojda, Das Sammeln zeitgenössischer Kunst (2015) / Weitere Rezensionen siehe thurnhofer.cc/investment

Kunst bewerten – aber wie? (2016)

Kunstranking: methodisch fragwürdig (2016)

Gute Kunst vs schlechte Kunst (2018)

Anekdoten für Freunde des Dadaismus (2021)

Weiterlesen

Welttag des Buches

Welttag des Buches

23. April 2ß23 – „Der Welttag des Buches und des Urheberrechts (kurz Weltbuchtag, englisch World Book and Copyright Day) am 23. April ist seit 1995 ein von der UNESCO weltweit eingerichteter Aktionstag für das Lesen, für Bücher, für die Kultur des geschriebenen Wortes und auch für die Rechte ihrer Autoren. Das Datum des 23. April geht zurück auf den Georgstag. Es bezieht sich auf die katalanische Tradition, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Außerdem fallen das (vermutete) Geburts- sowie das Todesdatum von William Shakespeare, die Todestage von Miguel de Cervantes und des spanisch-katalanischen Autors Josep Pla sowie der Geburtstag des isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness auf dieses Datum; wobei aber zu beachten ist, dass Shakespeare und Cervantes zwar am gleichen Datum (23. April 1616), jedoch nicht am selben Tag starben. Zu dieser Zeit wurde in England noch mit dem julianischen Kalender gerechnet, während in Spanien schon der gregorianische Kalender galt. Somit starb Shakespeare zehn Tage später als Cervantes.“ Soweit wikipedia.

Viele meinen, dank wiki, google und Co kann man heute auf die Lektüre von Büchern verzichten. Viele Menschen haben schon vor der Erfindung von wiki, google und Co auf Bücher „verzichtet“. Philosophisch betrachtet ist das kein Verzicht, sondern ein Verlust. Wer nie einen Roman gelesen hat, wird nie nachvollziehen können, wie und warum das „Kino im Kopf“ dem Kino aus Hollywood überlegen ist. Wer noch nie ein Buch gelesen hat, das er vorab als „fad“ eingestuft hat, der hat noch nie gelernt zu lesen = sammeln = sich zu sammeln = sich selbst für neue Erkenntnisse zu öffnen. Wer noch nie auf Seite 555 entschieden hat, ein Buch bis zur letzten Seite 713 nicht mehr aus der Hand zu legen, der hat noch nie erlebt, welche Emotionen und Spannungen ein gutes Buch wecken kann.

Zum Welttag des Buches, hat ethos.at eine Kritik des Buches „Die zerrissenen Jahre. 1918-1938“ des Historikers Philipp Blom publiziert. ethos.at ist das einzige alternative Onlinemedium, das dem Buch eine eigene Rubrik gewidmet hat.

Weiterlesen