Kiki Kogelnik: Hakenkreuz über der Kubakrise

Kiki Kogelnik Kubakrise

26. März 2023 – Noch bis 25. Juni 2023 läuft die Retrospektive von Kiki Kogelnik unter dem Titel „Now ist the Time„, die natürlich nicht ohne Superlativ auskommt: „Das Bank Austria Kunstforum Wien zeigt die bis dato größte Einzelpräsentation dieser herausragenden Künstlerin“.

Teil der Ausstellung ist das großformatige Gemälde „Heavy Clouds Over the Cuba Crisis“ aus dem Jahr 1963. Der Titel findet sich am oberen Rand des Bildes wie die Schlagzeile auf der Titelseite eines Politmagazins, darunter der Schwarze Himmel mit einem roten Kreis teilweise weiß-gelb-weiß umrandet (könnte eine Sonnenfinsternis darstellen) und davor dominant ein Hakenkreuz, das eine Fläche überragt, aufgeteilt in Planquadrate, darunter fünf Kreise, grau umrandet (vielleicht die Kontinente) und darunter Umrisse eines Panzerkreuzers beladen mit Raketen, monochrom in Ultramarin.

Das Bild kann nur als Kritik an den USA verstanden werden, die sich völkerrechtswidrig in die inneren Angelegenheiten Kubas eingemischt haben. Das dominante Hakenkreuz im Zentrum des Bildes kann nur als Symbol des US-Imperialismus interpretiert werden. Hätte Kogelnik den Sowjet-Imperialismus anprangern wollen, so hätte sie wohl Sichel und Hammer als markante Symbole in das Zentrum dieses Bildes gestellt.

Allenfalls könnte man unterstellen, die Künstlerin wollte damit den „Linksfaschismus“ kritisieren – was allerdings sehr weit hergeholt wäre. Denn erst 1967 brachte Jürgen Habermas diesen Begriff in den politischen Diskurs Deutschlands, um die Gewaltbereitschaft linker Splittergruppen zu kritisieren. Dass Kogelnik diesen Begriff im Kopf hatte, als sie ihr Bild 1963 malte, darf bezweifelt werden. Mit Sicherheit wird aber heute schon jedes Schulkind wissen, dass ein Hakenkreuz auf einem politisch aufgeladenen Bild KEIN „Symbol eines Sonnenkreuzes“ ist. So aber sieht das die Kuratorin Lisa Ortner-Kreil:

„Es handelt sich bei diesem Symbol um ein Sonnenkreuz. Kiki Kogelnik übt damit in Verbindung mit ihren Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg Kritik an der damaligen Situation rund um die Kuba Krise.“

60 Jahre nachdem Kiki Kogelnik eines ihrer wenigen Bilder mit einer klaren, politischen Aussage gemalt hat, ist es der Political Correctness geschuldet, ein Hakenkreuz nicht in direkte Verbindung mit dem Imperialismus der USA zu bringen, mehr noch: gezielt davon abzulenken. So wird die offensichtliche Aussage dieses Bildes durch Ablenkung verschleiert („Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg“) und die Bedeutung des Hakenkreuzes gleichzeitig verfälscht („Sonnenkreuz“). Der innere Widerspruch ist der Autorin offenbar nicht aufgefallen, denn sie war wohl voll konzentriert auf die Aufgabe, mit einer möglichst schwammigen Formulierung abzuschließen: „Kritik an der damaligen Situation rund um die Kuba Krise“, als ob sich die Kritik nicht klar und deutlich gegen den Militarismus beider Seiten richten würde.

Bombe in Love“ 1963 – diese Skulptur steht direkt vor dem Kuba-Bild. Ohne jeglichen Kommentar – das beste, was diesem Werk passieren konnte.

Siehe auch: Geschichte(n) Österreichs

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KI Empfehlungen des Deutschen Ethikrates

Ethikrat DE KI AI

Am 20. März 2023 (Pressemitteilung Deutscher Ethikrat) Mensch und Maschine Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz. „Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) muss menschliche Entfaltung erweitern und darf sie nicht vermindern. KI darf den Menschen nicht ersetzen. Das sind grundlegende Regeln für die ethische Bewertung“, sagt Alena Buyx, die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates.

KI-Systeme (auch: AI Artificial Intelligence) haben heutzutage in nahezu alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens Einzug gehalten und reichen von Krebsdiagnostik in der Medizin und intelligenten Tutorsystemen in der Schule über Empfehlungssysteme auf Onlineplattformen bis hin zu Software, die Entscheidungen im Sozial- und Justizwesen oder bei der Polizei unterstützen soll.

„KI-Anwendungen können menschliche Intelligenz, Verantwortung und Bewertung nicht ersetzen“, betont Julian Nida-Rümelin, der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrates und stellvertretende Sprecher der zuständigen Arbeitsgruppe. Dieser Schluss ergibt sich in der Stellungnahme aus einer Betrachtung zentraler philosophischer und anthropologischer Begriffe, die für das Verhältnis von Mensch und Maschine bedeutsam sind: Intelligenz, Vernunft, Handlung und Verantwortung.

Für die ethische Bewertung von KI ist das von Bedeutung, denn es genügt nicht, nur die Technologien zu verstehen. Auch die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Technik sowie gesellschaftliche Effekte müssen beachtet werden. Deshalb lautet für den Ethikrat die zentrale Schlüsselfrage für die ethische Beurteilung: Werden menschliche Autorschaft und die Bedingungen für verantwortliches Handeln durch den Einsatz von KI erweitert oder vermindert?

Mit dieser Frage setzt sich der Deutsche Ethikrat in seiner Stellungnahme exemplarisch in vier Anwendungsbereichen auseinander

– Medizin

– schulische Bildung

– öffentliche Kommunikation und Meinungsbildung 

– öffentliche Verwaltung.

Dabei zeigt sich, dass die Beurteilung von KI immer kontext-, anwendungs- und personenspezifisch erfolgen muss. „Wenn menschliche

Tätigkeiten an Maschinen delegiert werden, kann dies für verschiedene Personengruppen, Akteure und Betroffene ganz unterschiedliche Auswirkungen haben“, sagt Judith Simon, die Sprecherin der Arbeitsgruppe. „Daher ist es wichtig, genau hinzuschauen, für wen dies mit erweiterten Handlungsspiel#räumen verbunden ist und wessen Handlungsmöglichkeiten eher vermindert werden.“

Dieses Anliegen schlägt sich auch in den Empfehlungen nieder, die der Deutsche Ethikrat zum Einsatz von KI in jedem der vier untersuchten Anwendungsbereiche formuliert. Für den Medizinbereich richten sich Empfehlungen unter anderem auf die Qualitätssicherung bei der Entwicklung und Nutzung von KI-Produkten, auf die Vermeidung ärztlicher Kompetenzverluste und auf das Ziel, die Privatsphäre von Patientinnen und Patienten mit intensiver Datennutzung in der medizinischen Forschung in Einklang zu bringen. Dabei gilt es, das Vertrauensverhältnis zwischen allen beteiligten Personen zu schützen und die vollständige Ersetzung medizinischer Fachkräfte zu vermeiden.

Der Einsatz von KI in der schulischen Bildung sollte nach den Empfehlungen des Ethikrates nicht durch technologische Visionen gesteuert werden, sondern sich an grundlegenden Bildungsvorstellungen orientieren und auf Elemente beschränken, die nachweislich die Kompetenzen und sozialen Interaktionen der Lernenden erweitern, ihre Privatsphäre schützen und die Persönlichkeitsbildung fördern.

Im Bereich der öffentlichen Kommunikation und Meinungsbildung empfiehlt der Ethikrat unter anderem Weiterentwicklungen der Regeln für Online-Plattformen hinsichtlich der Auswahl und Moderation von Inhalten sowie zu personalisierter Werbung und zum Datenhandel. Außerdem fordert er besse#ren Zugang auf Plattformdaten für die Forschung und empfiehlt, den Aufbau einer digitalen Kommunikationsinfrastruktur in öffentlich-rechtlicher Verantwortung zu erwägen.

Für den Einsatz von KI in der öffentlichen Verwaltung rät der Ethikrat zu Ansätzen, die vor Diskriminierungen schützen und dem blinden Befolgen maschineller Empfehlungen vorbeugen. Weiterhin fordert er, dass Einzelfallbetrachtungen sowie die Einsichts- und Einspruchsrechte von Betroffenen gewährleistet werden. Bei der Anwendung von KI in der Arbeit von Gefahrenabwehrbehörden sollten gesellschaftliche Aushandlungsprozesse über ein angemessenes Verhältnis zwischen Risiken und Chancen solcher Ansätze geführt werden.

Ergänzend identifiziert der Deutsche Ethikrat zehn Querschnittsthemen und Empfehlungen, die bereichsübergreifend von Bedeutung für die ethische Einordnung von KI-Anwendungen sind. Darin geht es unter anderem darum, KI zur Entscheidungsunterstützung und nicht zur Entscheidungsersetzung zu verwenden, die Diffusion von Verantwortung zu verhindern, menschliche Kontrolloptionen nicht zu beeinträchtigen und den Zugang zu den Entscheidungsgrundlagen insbesondere in Bereichen mit hoher Eingriffstiefe zu gewährleisten. Weitere Forderungen zielen darauf ab, Verzerrungen, Abhängigkeiten und Missbrauch von Technik sowie unerwünschte Verluste menschlicher Fertigkeiten zu vermeiden. Über alle Anwendungsbereiche hinweg gilt es, die Interessen der Menschen, von denen die in KI-Anwendungen verwendeten Daten stammen, in den Mittelpunkt zu stellen, übermäßige Eingriffe in die Privatsphäre mithilfe effektiver rechtlicher und technischer Vorkehrungen zu verhindern und gleichzeitig eine gemeinwohlorientierte Datennutzung zu ermöglichen.

Die Stellungnahme im Umfang von knapp 300 Seiten ist auf ethikrat.org als PDF abrufbar.

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DasIstNichtNormal dot Wien

Wien nicht normal

17. März 2023 – „Die Menschen in Österreich haben sich an die zahlreichen Missstände gewöhnt. Unterstützt wird das Ganze durch eine ÖVP-Bundesregierung, die uns noch dazu weismachen will, dass alles normal ist. Doch das alles ist definitiv nicht mehr normal!“ DAS HAT der ÖVP-Obmann Wiens, Karl Mahrer, NICHT GESAGT. Er hätte es aber sagen müssen, wenn seine Sicht auf die Bundes-Regierung genauso nüchtern, vernünftig und kritisch wäre wie seine Sicht auf die Wiener Stadtregierung. Was Mahrer tatsächlich gesagt hat, stimmt nichtsdestoweniger: „Die Menschen in Wien haben sich an die zahlreichen Missstände gewöhnt. Unterstützt wird das Ganze durch eine SPÖ-Stadtregierung, die uns noch dazu weismachen will, dass alles normal ist. Doch das alles ist definitiv nicht mehr normal!“

In der Wiener Stadtregierung hatte die ÖVP noch nie was mitzureden. Im Wiener Landtag ist sie derzeit zwar zweite hinter der SPÖ, hat allerdings nur 21 Sitze, während die SPÖ mit 46 Sitzen und den schwachen NEOS mit 8 Sitzen praktisch immer noch allein regiert. Die Grünen liegen bei 16 Sitzen und die FPÖ ist bei der letzten Wahl am 11. Oktober 2020 auf neun abgestürzt.

Hier in Wien hat die ÖVP plötzlich entdeckt, was Opposition heißt: Kontrolle und Kritik der Missstände! Dafür haben die Wiener Schwarzen unter Obmann Karl Mahrer eine eigene Webseite ins Netz gestellt: Das ist nicht normal Wien – www.dasistnichtnormal.wien

Derzeit liefert die Seite Infos über:

1. Wien Energie Finanzskandal

2. Kindergartenkontrollversagen

3. Volkshochschulen-Skandal

4. MA 35 Totalversagen

5. Zu hohe Sozialleistungen für viele Asylanten

6. Kostenexplosion KH Nord

7. Defizit im Volkstheater

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Geschichte(n) Österreichs

Twitter Professor und Wolf

Zeitgeschichte / Politik / Ethik / Twitter

25. März 2023 Armin Wolf twittert: „Der Professor @PeterFilzmaier und der Wolf @ArminWolf – übrigens auch der Titel ihres neuen Buchs ☺️ Morgen im launigen Doppelinterview in der #Krone und auf @krone_at [Krone+] Foto: Reinhard Holl“ (Ergänzung 29.3.23: es hat keine zwei Tage gedauert, da waren Wolf und Filz auch schon bei Ster- und Grissemanns „Willkommen Österreich“. 4×2 Männerbussi zur Begrüßung. Das sollte man auch in der ZiB2 einführen! Stellt sich die Frage, ob der Wolf Überstunden für den Auftritt – 17:23 Minuten – kassiert. Beim Filz wird die Show-Einlage wohl in die Jahrespauschale von 400.000 Euro fallen.)

Wie schreibt man einen Bestseller?

Wenn du glaubst, dafür braucht man eine geniale Idee, die man literarisch hochwertig umsetzt, so dass der Leser das Buch von der ersten bis zur letzten Seite mit größter Spannung liest – dann darfs du hoffen, dass dich dein Glaube an das Gute in den Himmel bringt. Auf Erden wirst du jedenfalls mit dieser Einstellung nie einen Bestseller produzieren.

Für einen Besteller braucht man einen Autor, den alle aus den Medien kennen. Das bedeutet nicht, dass der zwei mal in den vergangenen zwanzig Jahren am Kulturmontag je 30 Sekunden, vielleicht sogar drei Minuten auftreten durfte, das bedeutet vielmehr, dass diese Person zwanzig Jahre lang mindestens fünfmal die Woche 30 Minuten im ORF aufgetreten ist und garantiert bis zu ihrer Pensionierung auftreten wird. Und wenn das noch nicht reicht, holt man sich einen Co-Autor, der mindestens zehnmal monatlich im ORF auftritt und auch künftig auftreten wird. Dann kannst du sicher sein, dass alle Medien dieses Landes dieses Buch für ein historisches Ereignis halten und dementsprechend dafür sorgen, dass es zum Bestseller wird. Dann kannst sicher du sein, dass jede Buchpräsentation mit einem Auflauf von Promis garniert wird, die das Buch für eine Sensation halten. Dann kannst du sicher sein, dass es sich 100.000 mal verkauft, weil jeder Käufer sicher sein kann den Inhalt zu kennen, auch ohne das Buch jemals zu lesen. Kurz gesagt: so geht Bestseller! Das Ganze wird auch noch in der tvthek.ORF.at verwurstet. Naturgemäß, würde Thomas Bernhard sagen.

Revolutionen

13. März 2023 – Josef Broukal via twitter: 13. März 1848. In Wien ist Revolution gegen Habsburg. Dann folgen freie Wahlen für alle Männer, eine halbdemokratische Verfassung, die Bauernbefreiung. Warum feiern wir das nicht?

Wiener Zeitung am 12. März 2023 – „1848 – vergessen und verdrängt. Revolutionshistoriker Wolfgang Häusler über die Erinnerungskultur an ein Wendejahr der österreichischen Geschichte. Zur Person: Wolfgang Häusler ist Universitätsprofessor i.R. für Österreichische Geschichte in Wien. Sein Buch „Ideen können nicht erschossen werden. Revolution und Demokratie in Österreich 1789 – 1848 – 1918″ ist 2017 im Molden-Verlag erschienen.“

13. März 2023 – Helmut Brandstätter via twitter: Millionen von Menschen flüchten aus Diktaturen und wollen in Demokratien leben. Ein Zeichen dafür, dass unser System überlegen ist. Wir müssen dieses auch vor internen Bedrohungen schützen. Vor Antidemokraten und diejenigen Politiker:innen, die den Rechtsstaat angreifen.

Kommentar ethos.at: Unser System der neosgrünen SPÖVP Einheitspartei oder unser System der Millionenverschwendung für Regierungspropaganda, um die Menschen von unserer Überlegenheit zu überzeugen? Wer greift den Rechtsstaat an? Jene, die unermüdlich seine Schwächen und Fehler aufdecken, oder jene, die sie mit Macht, Medien und Moneten zudecken?

Zeitgeschehen

13. März 2023 ZackZack.at via twitter: Laut einer neuen Umfrage liegt die FPÖ erstmals seit 2017 bei über 30 Prozent. Die SPÖ baut indes den Vorsprung auf die drittplatzierte ÖVP aus. Details: zackzack.at

26. März 2023: Kiki Kogelnik: Hakenkreuz über der Kubakrise – wie man ein Bild politisch korrekt, aber künstlerisch vollkommen falsch interpretiert.

30. März 2023 ORF.at berichtet:Untreueermittlungen gegen Eigentümer – Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen Michael Putz, den Mehrheitseigentümer von Lead Horizon. Das Unternehmen ist Hersteller der Testkits des Wiener CoV-Testprogramms „Alles gurgelt“. Putz werden Untreue, Urkunden- und Beweismittelfälschung vorgeworfen. Gegen zwei seiner Firmen wird ebenfalls ermittelt, nicht aber gegen Lead Horizon. Interne Unterlagen, die dem ORF vorliegen, deuten zudem auf weitere Probleme hin – die nun auch das Gesundheitsministerium beschäftigen.

4. April 2023 – Spaziergang oder Versammlung? Der Landesverwaltungsgerichtshof Niederösterreich kann auch nach fünf Stunden Verhandlung (am 31.3.23) keine klare Antwort geben und verurteilt nach fünf Stunden Verhandlung den „Anführer“ eines Spaziergangs im März 2021 zu einer Geldbuße von 80 Euro! Robert Marschall berichtet.

20. September 2023 – Was ist eine „Gestenzahlung“? Und wer hat Anspruch darauf? ORF.at (20.9.23) weiß Bescheid: „Wir sind uns auch unserer finanziellen Verantwortung sehr bewusst“, so der Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP). Neben der Gestenzahlung von knapp über 5.000 Euro, die noch heuer automatisch an alle Holocaust-Überlebenden ausgezahlt werden soll, werden derzeit bis zu 350 im Ausland lebende Menschen aus dem Hilfsfonds bedacht.

ethos.at empfiehlt zum Thema der „ewigen Wiederkehr der Wiedergutmachung“ den Essay von Rudolf Burger aus dem Jahr 2001: „Die Irrtümer der Gedenkpolitik“ (siehe Interview zu dem Thema in der Wiener Zeitung am 25.7.2001 Zitat Rudolf Burger: „Der Holcaust ist zu einem Atout in jeder politischen Auseinandersetzung geworden. Ich halte das für eine schamlose moralische Sekundärausbeutung der Opfer.“)

20. September 2023 – Ex-Kanzler Kurz hat es auf nur zwei Kurzregierungsperioden gebracht, aber bereits auf drei Langfilme. Am längsten angekündigt wurde der Film von Kurt Langbein, „Projekt Ballhausplatz„, der pünktlich zum Herbstbeginn, 21.9.23, startet. Dem hat „Kurz – Der Film“ von Sascha Köllnreitner die Show gestohlen, der Anfang September in einer Nacht- und Nebel-Aktion angekündigt und ab 8.9.23 ausgestrahlt wurde. Nun aber die endgültige, absolute, totale Wahrheit, wie der dezente Titel verrät: „Sebastian Kurz – The Truth„. Das Drehbuch stammt laut „FAZ“ von der österreichischen Autorin Judith Grohmann, die 2019 eine Kurz-Biografie herausbrachte, berichtet ORF.at (20.9.23) 

(Buchbesprechung von Natascha Stobl auf respekt.netGrohmann über Grohmann: „In the history of European Media Judith Grohmann was the youngest Investigative Journalist and Managing editor.“ 

ethos.at Filmempfehlung: Spar dir die Zeit für drei banale Filme und lies statt dessen den ethos-Artikel über Reinhold Mitterlehner. 

26. September 2023 – Ein paar FPÖ-Mitglieder waren in Afghanistan. NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger zwitschert daher (twitter 26.9.23): „Die Allianz der Taliban mit der FPÖ macht durchaus Sinn. Genauso wie die Partnerschaft der FPÖ mit dem Kreml: alle kämpfen gegen Freiheit und liberale Demokratie.“

ethos.at kommentiert: Ernst jetzt? Oder Sattirre?? Wenn die Parteiobfrau der NEOS irgendwo in Österreich auch nur einen Kubikmeter an liberaler Demokratie wieder hergestellt oder wenigstens gesichert hat – ja dann könnte man die NEOS vielleicht noch ernst nehmen. Aber die Partei der totalen Unterordnung unter monopolkapitalistische Interessen, eine Partei die in den vergangenen dre Jahren nicht den geringsten Widerstand gegen die ständigen Verletzungen der Grundrechte in Österreich geleistet hat, disqualifiziert sich selbst mit derartigen Seitenhieben. Weiter so! Damit bleiben uns die NEOS nach der nächsten Nationalratswahl wenigstens erspart!

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Corona History

CoronaPropaganda Wien 800

Vergangenheitsbewältigung 2023: 3 Jahre Pandemie bzw Plandemie

2. Juni 2023 – Die Aufhebung aller Covid-Maßnahmen mit 30. Juni 2023 wurde im Bundesgesetzblatt kundgemacht. Zur Erinnerung: Wir hatten Angst. Dann haben wir uns an die Angst gewöhnt. Dann haben wir uns an die Angstmacher gewöhnt. Dann haben wir uns an die Phrasen der Angstmacher gewöhnt. Dann haben wir uns an die Maßnahmen der Angstmacher gewöhnt. Dann haben wir uns daran gewöhnt, dass wir uns an alles gewöhnen. So sind wir nicht, so sind wir es bloß es gewohnt. Das war Corona. Wer waren nun eigentlich die Covidioten?

10. März 2023 – Die systematische Aufarbeitung hat Monika Donner mit ihrem Buch „Corona Diktatur“ bereits Anfang 2021 vorgelegt. Als einer der Ersten hat der Autor Hans Saenger bereits Mitte 2020 sein Buch „Fluwatch“ publiziert und die Methodik der Corona-Herrschaft, die seiner Einschätzung nach (schon Anfang 2020!) zur Impfpflicht führen musste, aufgedeckt. In Deutschland startete bereits Mitte 2020 die private Initiative „Corona Untersuchungsausschuss“ von Reiner Füllmich / Fuellmich, Viviane Fischer u.a. Seit Jahresbeginn 2023 fordert die GGI-Initiatvie eine „Große Aufarbeitung der Corona-Krise„. thurnhofer.cc führte von 12. März 2020 bis 26. Oktober 2021 das Corona-Tagebuch eines Querdenkers. Am 26. Oktober 2021 wurde ethos.at gelauncht und die laufende Beobachtung der Corona-Missstände trat etwas in den Hintergrund. Hier Fundstücke aus dem Netz, die ethos.at mehr oder weniger zufällig bei laufenden Recherchen findet. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit oder Systematik.

Foto: Plakat der Stadt Wien zu Silvester 2022/23 in der U3 Station Westbahnhof

5. März 2020 – Prähistorisch. So hatte sich auch Charité-Virologe Drosten noch am 05.03.20 geäußert, vor Ausbruch der Coronapanikmache. Dokumentiert von stefanie @Quo_vadis_BRD via X.com 13.5.2026 – „Wird uns fast gar nicht auffallen… “ „exakt das gleiche Altersprofil wie das Sterblichkeitsprofil der Bevölkerung…“, „Bei all diesen finsteren und düsteren Berechnungen wird vergessen, dass Menschen sowieso sterben. – In Deutschland insgesamt 850.000 jährlich.“

Siehe auch: Memorandum Impfpflichtgesetz

Siehe auch: Corona, ein Dichter und zwei Schweine

Siehe auch: Ich-habe-mitgemacht.de – Das Archiv für Corona-Unrecht

Die Webseite „ich-habe-mitgemacht“ ist ein privates Dokumentationszentrum für Corona-Unrecht, betrieben von einem anonymen, aber grundsoliden Kreis besorgter Archivare. Da die Täter von heute ab morgen jegliche Beteiligung abstreiten werden, gilt es Beweisstücke zu sammeln, um den einen oder anderen Zivilisationsbruch der Vergessenheit zu entreißen. Dies gilt für Vorkommnisse in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Siehe auch: Loki und Smoky – Schweinegrippe: Schon 2009 war die Frage aktuell: Sollen wir uns impfen lassen? So etwas ist anno dazumal im ÖRR (konkret: WDR) gelaufen!

31.1.2020 Anschober am 31.1.2020 und folgende dokumentiert von stuindigo StuTM via twitter.

Anschober 2020 01 31 von stuindigo StuTM

17.3.2020 Virologin Prof. Karin Moelling: „Das, was im Moment gemacht wird, ist zu viel, ist zu streng (…) und von Angst getrieben (…) wir haben keine hohe Sterbe- und Krankheitsrate, und die Krankheit verläuft relativ milde. Das sollte man sich klarmachen.“ Daran erinnert TomBayou @Tom_Bayou via X.com 24.3.26 mit Link zum Originalvideo +  Daniela Seidel @Daniela_Seidel erinnert sich via X.com 24.3.26: Ich hatte sie schon drei Tage vorher bei Radio Eins gehört. Die sind dann selbstverstäbdlich sofort eilfertig zurückgerudert: „Zur Klarstellung: Die radioeins-Redaktion betont, dass die Virologin und emeritierte Professorin und Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Universität Zürich, Prof. Dr. Karin Mölling, hier eine Einzelmeinung vertritt. Die Virologin lässt bei ihren Einschätzungen außer Acht, dass mit den beschlossenen Maßnahmen die Zunahme von exponentiell ansteigenden Infektionen verlangsamt werden und insbesondere besonders gefährdete ältere und chronisch kranke Menschen geschützt werden sollen. Das Aufrechnen von Toten bei Unfällen oder anderen Krankheiten mit den Coronatoten erscheint auch angesichts der massiven Tödlichkeitsraten in unseren Nachbarländern zynisch. Sofern das Interview den Eindruck erweckt hat, dass radioeins die Coronakrise verharmlost, möchten wir uns ausdrücklich dafür entschuldigen.“

19.03.2020 (Handelsblatt.de) – Virologe Drosten: „Wir müssen Regularien für Impfstoffe außer Kraft setzen“. Eine Studie aus London prognostiziert hohe Todeszahlen für die Covid-19-Epidemie. Virologe Drosten fordert, ungewöhnliche Maßnahmen in Betracht zu ziehen. … Angesichts der Lage „müssen wir ein kleines Risiko in Kauf nehmen“, sagte Drosten mit Blick auf mögliche Nebenwirkungen eines Impfstoffs, der nicht die üblichen Phasen der klinischen Erprobung durchläuft. „Für so ein Risiko müsste dann der Staat haften“, fordert der Chef der Virologie der Berliner Charité.“

23. 3.2020addendum interviewt Harald Haas, der Phänomene der Massenpsychologie wie Hörigkeit und vorauseilenden Gehorsam erforscht. Frage: Persönliche Freiheit gilt als eine der zentralen Errungenschaften der sogenannten zivilisierten Welt. Erscheint Ihnen das jetzt gefährdet?

Haas: Der Politologe in mir ist erstens in höchstem Maße darüber erschrocken, wie Grundrechte, die über Jahrhunderte hinweg erkämpft und seit Jahrzehnten hochgehalten wurden, mit einem Streich weggewischt wurden. Die Zwangsmaßnahmen, die wir jetzt erleben, werden unser Land gesellschaftlich und politisch verändern. Wir können uns wohl darauf einstellen, dass solche Befugnisse künftig öfter genutzt werden.

30.3.2020 – weitgehend unbeachtet von WKO, Medien und offenbar sogar von den NEOS blieb eine Aussendung der UNOS, quasi die NEOS der WKO: „Der Corona Härtefallfonds ist viel zu bürokratisch und voller Lücken, es gehört daher dringend nachgebessert. Wenn die Wirtschaftskammer hier nicht für die Unternehmerinnen und Unternehmer agiert, dann hat sie ihre Daseinsberechtigung verwirkt“, zeigt sich UNOS Bundessprecher Michael Schuster über die Kommentare von Generalsekretär Karlheinz Kopf verärgert. Dieser stellte die Wirtschaftskammer in der ZIB2 als „Abwickler“ des Härtefallfonds dar, „dabei müsste die Wirtschaftskammer auch ihre eigenen Rücklagen nützen um UnternehmerInnen unter die Arme zu greifen. Schliesslich wurde die Kammerumlage 2 genau dafür geschaffen“ so UNOS-Bundessprecher Michael Schuster.

17. 6.2020 – „Ein ehemaliger Wahlkampfmanager und Kommunikationsberater der ÖVP Oberösterreich Walter Schnauder hat an Corona ziemlich gut verdient: Er verkaufte um 4,5 Millionen Euro OP-Kittel, Schutzmasken und Handschuhe an das Land Oberösterreich. Die Firma, über die der Deal abgewickelt wurde, gründete er erst im April. Erfahrung beim Einkauf von Medizinprodukten hatte er bis dahin keine – dafür gute Kontakte zur ÖVP. Seine Angebote waren bis zu sechs Mal teurer als jene der anderen Anbieter. Schnauder wir dadurch Millionär. Auch in Tirol werfen Aufträge an Manager mit ÖVP-Nähe Fragen auf. Es geht um den Fall des Platter-Freundes Alois Schranz und seiner Medalp Group.“ Details kontrast.at

27. 7 2020 (Handelsblatt.com) – Die Konzentration auf die Bekämpfung der Corona-Pandemie hat zu Beschäftigungsmangel in anderen Bereichen der ärztlichen Versorgung geführt. In den Monaten März bis Mai haben deshalb bundesweit gut 1200 Krankenhäuser und knapp 48.300 Arzt- oder Zahnarztpraxen Kurzarbeit für insgesamt rund 410.000 Beschäftigte angemeldet.

Nine Eleven 11. 9. 2020: Professoren-Protest gegen „überzogene Corona-Regeln“ – Bericht der Kleinen Zeitung. „“ ??

11.10.2020 Corona-Satire – kaum zu glauben – im ZDF: Nicht die erste Pandemie der Echse

Leiterin der Bioethikkommission, Christiane Druml, eine Wendehälsin? Sicher nicht! Sie sagt immer das Gleiche, nur leicht angepasst an die Stimmung der Zeit.

Berlin 18.11.2020 war die heftigste Demo, die ich erlebt habe: Friedliche Demonstranten wurden geschlagen, bekamen Reizgas und trotz Eiseskälte Massen an Wasser von zwei (!) Wasserwerfern ab und wurden dann noch von zwei weiteren Wasserwerfern plus weiteren Robocops gekesselt. Das alles, weil sie gegen die vollkommen gestörten Maßnahmen der Regierung auf die Straße gegangen sind. Absurderweise wurde diese staatliche Härte mit dem Schutz der Gesundheit der Bevölkerung begründet. Und dieselben Politiker, die diesen Wahnsinn befürwortet oder verantwortet haben, erzählen einem heute, wie wichtig Menschenrechte und das Grundgesetz sind. (Miró unblogd via X.com 24.5.2026

25.12.2020 – Corona-Impfung – eine Straftat der Körperverletzung? Linzer Allgemeinmediziner Dietmar Kabelka sieht bei geplanten Massenimpfungen ungeklärte medizinrechtliche Fragen. (Pressemitteilung via APA / OTS)

2021

27. Februar 2021 „Impfheld Ugur Sahin: Geimpfte sind NICHT mehr ansteckend“

Biontech Sahin BILD

29. April 2021 – Impfneid

Corona Impfneid DerSpiegel 2021 04 29

23. Mai 2021wissenschaft4allesdichtmachen.de – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützen die Aktion #allesdichtmachen durch sachliche Kommentare, satirische Beiträge und Bekundungen der Solidarität. … Für jede Demokratie muss es ein mehr als schrilles Warnsignal sein, wenn nicht frei gedacht, gesprochen und geschrieben werden darf. Die satirische, kritisch scherzende und spielerische Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Themen ist ein Lebenselixier unserer freiheitlichen Demokratie und ihre Legitimität sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

oe24 24.5.2021: „Das Jahr 2020 wird wirtschaftlich in die Geschichtsbücher eingehen: Seit Beginn der Aufzeichnungen in der Nachkriegszeit gab es keinen so großen Wirtschaftseinbruch mehr. Laut den Berechnungen des ThinkTanks „Agenda Austria“ werden sich die Wohlstandsverluste für die Jahre 2020 bis 2024 auf ungefähr 140 Milliarden Euro summieren. Rechnet man die Kosten hinzu, die der Staat aufwenden musste, um den Wohlstand zu stabilisieren, sind es mehr als 175 Milliarden Euro“, berichtet oe24.at

NOEN.at 25.7.21 Die Vorsitzende der Bioethikkommission, Christiane Druml, hat sich für die Ausdehnung der Impfpflicht auf diverse Berufsgruppen ausgesprochen. Der Juristin schwebt eine derartige Pflicht nicht nur im gesamten Bildungs-, Pflege- und Gesundheitsbereich vor, zu dem sie auch Apotheker, 24-Stunden-Pfleger und Hebammen zählt, sondern für alle körpernahen Berufe wie Friseure, Masseure, die Hand- und Fußkosmetik.

29.6.2021 (pressetext.com) Autor Arvay kritisiert Corona-Impfung: „Rettung oder Risiko? Wirkungsweisen, Schutz und Nebenwirkungen der Hoffnungsträger“

28. 7. 2021 „Geheime Pfizer Verträge geleakt: Keinerlei Risiko oder Haftung, Wucherpreise und mehr“, berichtet report24.news

1.08.2021 – Die Presse: „Impfpflicht in Niederösterreich auch in Kindergärten. Die Impfung wird bei Neueinstellungen in Kindergärten in Niederösterreich zur Voraussetzung. Diese Entscheidung folgte nach der Ankündigung, diese auch für Landesbedienstete ab 1. September einzuführen. … ‚Das ist wichtig und richtig, um unsere Jüngsten, die sich nicht aus eigenem Entschluss mittels Impfung schützen können, größtmögliche Sicherheit in den Kindergärten im ganzen Land zu bieten‘, betonte Teschl-Hofmeister in einer Aussendung. Mit der Impfpflicht könne ein ‚Schutzwall vor dem Virus für unsere Kinder‘ errichtet werden. NÖ Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl und Rupert Dworak, Präsident des niederösterreichischen Gemeindevertreterverbandes, sprachen sich für die Vorgaben des Landes aus und sagten ihre Unterstützung zu.“

27.08.2021 – Die Presse: „Eltern klagen Land Tirol wegen ‚Impfwerbung‘ an Schulen. Das Land hatte Flyer mit dem Titel „Tirol impft – auch dich“ verteilt und hätte damit, so der Vorwurf, ‚intensiv‘ für die Impfung unter den Schülern geworben. Auch hätte man damit ‚Falschinformationen‘ verbreitet. Das Land nimmt die Klage mit Gelassenheit entgegen: Es habe sich um „‚Aufklärungsfolder‘ gehandelt, in denen sich an den Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums orientiert werde.“

11.11.2021 – Bogner-Strauß: Ungeimpfte Pflegekräfte sind „Todesengel“. 

Corona Todesengel

13.11.2021 – „Sänger mit klarer Meinung. Peter Maffay: ‚Wer nicht geimpft ist, kann nicht unter Leute gehen‘.“ Von dpa auf t-online.de

14.11.2021 Anna Thalhammer, damals Chefreporterin „Die Presse“, seit 2023 Chefredakteurin „profil“, 2026 im Visier des Plagiatjägers.

Thalhammer 2021

15.11.2021 – „Einschränkungen für Ungeimpfte halte ich für verfassungskonform“, sagte Clemens Jabloner, Ex-VwGH-Präsident und Vizekanzler in der Regierung Bierlein, über die angebliche Rechtmäßigkeit von Lockdowns. (KleineZeitung.at 15.11.2021)

16. 11. 2021 – Ethikrat-Professor fordert Ausreiseverbot für Ungeimpfte. Wolfram Henn sagt, an Flughäfen sollten lückenlose Kontrollen sichergestellt sein. Zudem hält er Schockvideos von Intensivstationen für sinnvoll. (berliner-zeitung.de)

18.11.2021 Rudi Fussi + Robert Misik Risotto. Aufgewärmt von M.P.Cato der Jüngere @JungereCato wie Twitter am 28.10.23, aber weiterhin geschmacklos!

Misik Fussi kleinkariert

M.P. Cato: „Eigenartig wenn 2 rote Brüder ohne med. Wissen gegen Impfverweigerer hetzen! Mittlerweile haben alle Studien bestätigt, dass die Geimpften viele Menschen angesteckt haben weil sie sich sicher fühlten! Und die Übersterblichkeit in den Ländern mit den strengsten Maßnahmen am größten ist!

19.11.21 Anna Thalhammer, laut wiki „investigative Journalistin“ twittert über Impfpflicht-Konsequenzen! Eine rhetorische Frage? Journalistische Provokation? Nein, eine HALTUNG, mit der man Chefredakteurin des einstmaligen investigativen „profil“ wird.

Thalhammer Impfpflicht

„Impfpflicht: Hitzige Verhandlungen zu neuem Gesetz: … Mit Mitte März müssen in Österreich alle ab 14 Jahren geimpft sein. Sonst drohen Strafen. Über die Altersgrenzen wird noch diskutiert. Epidemiologisch wäre es zwar höchst sinnvoll, alle zu impfen, für die es einen Impfstoff gibt. Also auch Kinder ab fünf. Experten schätzen Covid als eine der schwersten Kinderkrankheiten überhaupt ein“, schrieb sie in diePresse.com. Haben die Experten einer investigativen Journalistin keine Namen?  Wer mit Stand 7.12.21 imstande war den hirnlosen Satz hinzuschmieren „epidemiologisch wäre es höchst sinnvoll, alle zu impfen,…Covid als eine der schwersten Kinderkrankheiten überhaupt…“ ist weder investigativ, noch Journalistin; legt aber eine Haltung an den Tag, mit der man am 1. März 2023 Chefredakteurin des profil wird.

Madeleine Petrovic, seit Gründung vor zwei Jahren Mitglied der GGI, im Visier der Medien: + 22.11.2021 DerStandard.at über Petrovics bei Impfgegner-Demo ++ 18.1.2022 DiePresse.com: „Madeleine Petrovic setzt sich bei den Impfgegnern in Szene. Grüne Abgeordnete kritisieren ihre Auftritte, die Parteiführung versucht, den Konflikt zu begrenzen.“

22. 11.2021 –ORF startet ‚Impflotterie Österreich‚: Impf-Initiative unter dem Motto ‚Wer impft, gewinnt‚ mit wertvollen Sachpreisen Anmeldung unter werimpftgewinnt.ORF.at; ORF-GD Wrabetz: ‚Wir wollen die Impfbereitschaft steigern – gerade jetzt!‘ Der ORF initiiert eine landesweite Aktion, um die Impfbereitschaft der Menschen in Österreich zu belohnen und die Impfrate zwischen Neusiedler See und Bodensee in den nächsten Wochen maßgeblich zu steigern. … ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: ‚Seit Anbeginn der Pandemie bietet der ORF mit seiner umfassenden Berichterstattung faktenbasierte Informationen zu allen Aspekten der Corona-Krise. Millionen Menschen in Österreich vertrauen dabei tagtäglich auf die Arbeit der ORF-Journalistinnen und -Journalisten, die täglich 24 Stunden in allen Medien ihr Bestes geben, um die Österreicherinnen und Österreicher auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu informieren. Doch Aufklärung und Information reichen manchmal nicht aus, um den unverzichtbaren Beitrag der Schutzimpfung zur Pandemiebekämpfung bei möglichst vielen Menschen zu verankern. Aus diesem Grund soll die ‚Impflotterie‘ mit wertvollen Preisen und einer Kampagnenbewerbung auf allen Kanälen und in allen Medien besonders in den wichtigen nächsten Wochen eine zusätzliche Motivation für Impfwillige schaffen. Es geht um Anreize ‚sich impfen zu lassen‘ – egal um welchen Stich es sich handelt. Es geht aber auch um ein großes Danke an alle, die sich bereits haben impfen oder boostern lassen. Sie alle können an der Impflotterie teilnehmen. Mit dieser Initiative wollen wir gerade jetzt möglichst viele Menschen erreichen, sie zum Impfen zusätzlich motivieren.'“

Anmerkung ethos.at: Was der ORF „freiwillig“ macht, dazu will er sich per Gesetz nicht verpflichten lassen. Das – gleichzeitig mit der Impfpflicht – beschlossene Impflotterie-Gesetz (eine Erfindung der SPÖ) wollte der ORF nicht exekutieren und wurde daher – so wie die Impfpflicht – von der Regierung, ohne weitere Beratung im Parlament, einfach gecancelt. Cancel Culture einmal anders.

23.11.2021 Deutschland plädiert für die freiwillige Impfpflcht. Friedrich Merz bei Lanz: „Ich bin dafür, dass wir eine Impfpflicht faktisch durchsetzen. So, und faktisch durchsetzen heißt: 2G, ganz konsequent 2G.“ Quelle: horizont auf X.com –> Niemals vergessen!

27.11.2021 – „Ethiker plädiert für Impfpflicht mit harten Strafen„, berichtet Welt.de. Der „Ethiker“ heißt Nikolaus Knoepffler und ist laut wikipedia „deutscher Philosoph und Theologe. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Ethik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena[1] sowie Präsident des Global Applied Ethics Institute“.

20.12.2021 – Impfkampagne der Handelsketten. DerStandard.at berichtet: „Mit Slogans wie „Das Leben ist schön. Und geimpft noch schöner“ (Bipa) oder „Impfen ist in“ (Spar) starten österreichische Unternehmen eine neue Impfkampagne unter dem Motto „Wenn alle mitmachen, kann man alles verändern“. Unter Federführung der Österreichischen Wirtschaftskammer, dem Handelsverband* und der Werbeagentur Jung von Matt/Donau beteiligen sich ab Dienstag 80 Firmen, um mit eigens kreierten Werbesprüchen und dem Hashtag #ZusammenGegenCorona für die Corona-Impfung zu trommeln. Geht es nach den Initiatoren, dann sollen es in den kommenden Wochen noch viel mehr werden.“ Und alle haben mit gemacht: Billa, Spar, Anker, MPreis, Bipa, Hofer, Metro, kik, Libro, Unimarkt – um nur die Handelsketten zu nennen. Billa hat ab August 2021 sogar in manchen Filialen „Impfungen bei der Supermarkt-Kassa“ angeboten.

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Wenn Forschung zur Gefahr wird

GGI screen

2. März 2023 – Pressemitteilung der GGI-Initiative – In den letzten drei Jahren wurde hinsichtlich der Herkunft des Coronavirus hauptsächlich von einem sogenannten „zoonotischem spillover“ gesprochen, das heißt einer Übertragung des Virus durch ein Tier auf den Menschen. Abweichende Meinungen und Forschungen wurden wenig bis gar nicht publiziert – oftmals aktiv unterdrückt und zensiert. Die Annahme, dass das Virus aus einem Labor stammen könnte, galt als Verschwörungstheorie.

Aber der Wind hat sich gedreht. Es sprechen zu viele Fakten dafür. Das FBI und das U.S. Energy Department gehen von einem künstlichen Ursprung aus, einem sogenannten „lab leak“ (Labor-Unfall), wonach ein ganz oder teilweise künstlich erschaffenes Virus im Labor einen Mitarbeiter infiziert habe, welcher das Virus danach nach außen getragen habe. Tatsächlich passieren solche lab leaks häufiger als man denkt.

Warum Viren künstlich verändern

Im Labor künstlich Viren zu erzeugen bzw. vorhandene so zu verändern, dass ihre Freisetzung enorme Gefahren birgt, ist ein risikoreicher Zweig der Wissenschaft. Diese Gain-of-function-Forschung (GoF) ist seit Jahrzehnten Realität und wird in vielen Ländern betrieben. Wissenschaftler statten dabei einen Virus mit neuen Fähigkeiten aus. Das kann eine ganz harmlose Eigenschaft sein, wie etwa, dass man Viren fluoreszierend macht, um ihre Ansammlungen besser beobachten zu können. Oder aber, dass man die Übertragbarkeit und Ausbreitung von Krankheitserregern bewusst erhöht, um mehr Verständnis für deren Interaktion mit menschlichen Wirten zu erlangen. Der Grund für solche Forschung ist, dass man das Verhalten von bestimmten Viren bereits im Vorhinein besser verstehen will, um zum Beispiel schon präventiv einen Impfstoff entwickeln zu können. Auch in Wuhan wurde GoF-Forschung an Corona-Viren durchgeführt.

Die Indizien für einen Laborunfall häufen sich

Wie erklärt sich die erstaunlich gute Ankoppelung der SARS-CoV-2 Viren an menschliche Zellrezeptoren? Ermöglicht wird dies durch spezielle Zellrezeptor-Bindungsdomänen verbunden mit einer speziellen Spaltstelle, der sogenannten Furin-Spaltstelle (furin cleavage site, FCS) im Spike Protein. Deren genetische Grundlage ist in eine Gen-Sequenz eingebettet, die in der Natur bei Verwandten von Sars-Cov-2 nicht bekannt, aber als Patent in der BLAST Sequenz-Datenbank einsehbar ist.

„Die Zoonose-Theorie als mögliche Erklärung für die Pandemie besitzt in dieser Frage noch keine fundierte wissenschaftliche Grundlage“, sagt der Hamburger Physiker und Nanotechnologe Prof. Roland Wiesendanger. Auch die Forscher Valentin Bruttel, Alex Washburne und Antonius VanDongen fordern im Rahmen ihrer Untersuchungen öffentliche Diskussionen über die risikoreiche Forschung in den Gain-of-function-Laboren.

Zu den Kritikern des lab leak gehören zuvorderst Francis Collins, Anthony Fauci und Peter Daszak. Die ersten beiden haben mehrere Millionen US-Dollar Forschungsgeld für Gain-of-function Unternehmungen gewährt. Daszak hat über sein Unternehmen EcoHealth Alliance mit dem Wuhan Institute of Virology kooperiert. Der Kontakt ist Ende 2019 abgerissen, Berichte über die konkrete Anwendung der Gelder sind äußerst mangelhaft und intransparent. Die genannten Proponenten des natürlichen Ursprungs sind auch die, die große Verantwortung zu tragen hätten, sollte sich der lab leak endgültig bewahrheiten.

Alles hat seinen Preis: Nutzen versus Risiko

Aufgrund kritischer Stimmen zur GoF-Forschung wurden in Deutschland und den USA strenge Regulierungen eingeführt, wie etwa ein detailliertes Antragsverfahren. Teilweise wanderte daraufhin dieser Forschungszweig samt den dafür eingesetzten Geldern nach China ab. Trotz hoher Sicherheitsstandards kommt es immer wieder zu Labor-Unfällen. Die ethischen Aspekte und Risiken der GoF-Forschung müssen öffentlich breit diskutiert werden. Eine Nutzen-Risiko-Abwägung der künstlichen Virenveränderungen ist unerlässlich.

„Es muss eine Notbremse her“, meint Madeleine Petrovic, „Forschung, die immer mehr von Konzernen mit starken, wirtschaftlichen Eigeninteressen abhängt, hat sich schon lange der Kontrolle durch die Allgemeinheit und Politik entzogen. Aber wenn was passiert, dann wird vertuscht, verschleiert und das Risiko auf die Bevölkerung abgewälzt.“

Wissenschaft lebt von Skepsis und offenem Diskurs. Kritische Fragen müssen gehört werden. Forschungsergebnisse, die vom gängigen Narrativ abweichen, dürfen nicht von Vornherein diskreditiert werden, sondern gehören ernsthaft diskutiert, überprüft und implementiert. Wissenschaft sagt uns, was wir bereits wissen und erzählt uns noch viel mehr, was wir noch nicht wissen und was wir noch gemeinsam erforschen und verbessern müssen.

Weitere Pressemitteilungen der GG-Initiative zur großen Aufarbeitung der Corona-Krise.

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Geschichte einer starken Frau als Musical

Screen Missio

„Pauline – Mut verändert die Welt“ – Premiere am 15. April 2023

(pts/08.03.2023 Presseinformation) – Am 15. April 2023 feiert ein neues Familienmusical, „Pauline – Mut verändert die Welt“, seine Uraufführung (Autorin und Komponistin: Birgit Minichmayr) und geht danach österreichweit auf Tour. „Pauline – Mut verändert die Welt“ setzt sich mit der bewegenden Lebensgeschichte von Pauline Marie Jaricot (1799-1862) auseinander. Die junge Pauline verließ entgegen vielen Widerständen ihr reiches Familienumfeld, um den Ärmsten der Welt zu helfen. Jaricot wurde zur Gründerin einer weltweiten Bewegung, aus der die Päpstlichen Missionswerke („Missio“) entstanden sind. Sie wurde 2022 selig gesprochen. Die Uraufführung des Musicals findet am 15. April 2023 im Stadtsaal Vöcklabruck statt. Bis Oktober 2023 folgen Aufführungen in Bad Hall, Graz, Innsbruck, Lauterach, Gmunden, Salzburg, Steyr, Braunau am Inn, Klagenfurt, Wels, Eisenstadt, Altmünster, Wien und Grafenegg. Tickets unter: www.pauline-musical.org

Neben „Jesus Christ Superstar“ (31.3. bis 10.4.2023, Raimund Theater, Wien) wird das Kulturjahr 2023 damit um ein zweites Musical bereichert, das sich auf moderne und unterhaltsame Art mit Religion und deren Wirken in der Gesellschaft auseinandersetzt. Raffinierte Bühnentechnik, ergreifende Melodien und mitreißende Choreografien sorgen für ein Musical-Erlebnis für die ganze Familie.

Ein Musikerlebnis für die ganze Familie

Das Familienmusical „Pauline – Mut verändert die Welt“ von Musical- und Kinderbuchautorin Birgit Minichmayr bringt Jaricots Lebensgeschichte erstmals auf die Musical-Bühnen. Zusätzlich zu den Aufführungen in ganz Österreich sind auch Gastauftritte in Süddeutschland vorgesehen. Nach bereits erfolgten öffentlichen Castings geht die Produktion des Musical-Events gemeinsam mit jungen Talenten von „KISI – God’s Singing Kids“ ab April 2023 an den Start.

Autorin und Komponistin Birgit Minichmayr: „Unsere Spezialität sind Musicals auf hohem Niveau mit talentierten jungen Darstellern, die von unserer Regisseurin Patricia Nessy gleichsam auf dem Weg ausgebildet werden. Mit fast 50 Akteuren auf der Bühne im Alter von vier bis 26 Jahren ist ein faszinierendes Werk entstanden, das Unterhaltung für die ganze Familie bietet. Das Publikum erwartet ein bunter Abend mit vielen Emotionen, aufwändigen Requisiten und mitreißenden Choreografien. Das Familienmusical ist die authentische Lebensgeschichte einer mutigen jungen Frau, die bis heute die Welt verändert.“

Zum Weltfrauentag 2023 startet nun der österreichweite Vorverkauf für das Musical, das an eine starke Frau der letzten 200 Jahre erinnert. Die Tournee richtet sich neben Musicalfans, besonders an Familien mit Kindern, Schulen, Frauen- und Jugendorganisationen. Mithilfe der Musicaltour wird die Bildungsarbeit und Armutsbekämpfung von „Missio“ im Globalen Süden unterstützt. (Spendenkonto Missio – Päpstliche Missionswerke IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500, BIC: BAWAATWW) Der Kartenvorverkauf wird über Oeticket abgewickelt. Tickets sind ab 10 Euro und Gruppenvergünstigungen ab 20 Personen unter www.pauline-musical.org erhältlich.

Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner: „Wir freuen uns sehr, dass mit dem Musical ‚Pauline‘, die spannende Lebensgeschichte der Missio-Gründerin Pauline Marie Jaricot auf unterhaltsame Weise einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Ich danke schon jetzt allen an der Produktion beteiligten Menschen – und ganz besonders den Kindern. Durch ihr tolles Engagement werden sie vielen Menschen Freude bringen und zugleich die Ärmsten der Armen unterstützen.“

Historischer Hintergrund mit aktueller Relevanz

Basierend auf einer wahren Lebensgeschichte wurde das Wirken der „Weltveränderin“ Pauline Marie Jaricot, die seit 200 Jahren Jung und Alt mit ihrem mutigen Handeln begeistert, musikalisch auf die Bühne gebracht. Als jüngste Tochter einer reichen Seidenfabrikantenfamilie wächst die hübsche Pauline im 19. Jahrhundert in Frankreich, in Lyons feiner Gesellschaft auf. Sie steht als „Promi-Tochter“ im Mittelpunkt rauschender Feste bis zu dem Tage, an dem sie eine Predigt über Eitelkeit des Lebens des Priesters Abbé Würtz hört. Paulines Leben steht schlagartig auf dem Kopf, sie bricht mit allen Regeln der feinen Gesellschaft, verkauft ihren Besitz und verschenkt alles den Ärmsten der Armen. Ihr Mut und Organisationsgeschick wird von vielen Menschen bewundert, jedoch zeigen sich die Schattenseiten des schnellen Erfolgs, als Spötter und Betrüger sie entmutigen wollen. Pauline bleibt standhaft, beweist Stärke und geht als Gründerin der heutigen Päpstlichen Missionswerke („Missio“, Pontificia Opera Missionaria), in die Geschichtsbücher ein. Dank ihres festen Entschlusses, den Ärmsten der Armen zur Seite zu stehen, werden bis zum heutigen Tag Schulen, Krankenhäuser und Kirchen in Afrika, Südamerika und Asien gebaut. Weltweit folgen Menschen Paulines Beispiel und setzen sich für diejenigen ein, deren Stimme überhört wird.

Über KISI: Gemeinsam mit Kindern die Freude am christlichen Glauben entdecken: mit dieser Intention gründeten die Pastoralassistenten Hannes und Birgit Minichmayr 1993 den heutigen „KISI“-Verein. Von Beginn an erfolgreich bringen sie meist biblische Familienmusicals und froh machende Liederkonzerte auf die Bühne. 2016 macht eine großzügige Spende es möglich, dass KISI sein Zuhause in einen beeindruckenden Vierkanthof in Altmünster am Traunsee verlegt und die Arbeit auf ein ganz neues Niveau hebt. Dort werden die aufwendigen Musicalaufführungen auf die Beine gestellt, begeistert geprobt und auf eine professionelle Ebene gebracht. Junge Menschen aus verschiedenen Nationen übernehmen dabei wichtige Aufgaben und haben somit die Möglichkeit, ihre Talente zu entdecken und einzubringen.

Über Missio: Die Päpstlichen Missionswerke („Missio“) wirken seit 1922 in 150 Ländern der Welt. Als eine der zehn größten Spendenorganisationen in Österreich engagiert sich Missio Österreich mit Papst Franziskus an der Spitze für die Stärkung der wachsenden Weltkirche in den ärmsten Ländern der Welt. Wir setzen das Credo des Papstes konkret um. Missio geht gemeinsam mit den kirchlichen Partnern vor Ort an die Ränder dieser Welt: zu den Ärmsten, zu den Hungernden, zu den Notleidenden, zu den Kindern, zu den Kranken. Die Gründerin der Päpstlichen Missionswerke, die selige Pauline Marie Jaricot, hat den Päpstlichen Missionswerken zwei Werkzeuge in die Hand gegeben, um die Welt zu verändern: Gebet und Spende. Seit beinahe 100 Jahren lebt Missio dieses Charisma konkret – durch Hilfsprojekte, Gebetsinitiativen, Kampagnen, missionarische Aktionen und vieles mehr.

Rückfragen: Päpstliche Missionswerke in Österreich – Missio, Michael Lastric, E: presse@missio.at, T: +43 1 5137722 80

The Skills Group, Jürgen H. Gangoly, E: gangoly@skills.at, T: +43 1 505 26 25 13

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Energiewende oder Energielüge?

Energielüge Cover

In KW 12 ab 20. März 2023 setzt ethos.at einen Energieschwerpunkt! Eines vorweg: es gibt keine Tabus! ethos.at wird die bestehenden Theorien, Dogmen und Ideologien gründlich untersuchen!

20. März 2023 – „Warum das Klimaziel eine Illusion ist und wie wir die Wende trotzdem meistern“ – das ist der Untertitel des Buches „Die Energielüge“ von Bernd Spatzenegger. Der Autor ist in ganz Europa als Projektmanager und Berater für Energie-Infrastruktur tätig. ethos.at bringt die erste Rezension!

Das Buch erscheint am 23.3.23, Buchpräsentationen auf der E-XPO 5020 in Salzburg am 25.3.23 um 10:00 und bei Thalia Wien Mitte am 30.3.23 um 19:00

8. März 2023 – Leonore Gewessler zwitschert am 2.3.23: „Die #Energiewende hat oberste Priorität – und wir müssen sie so schnell wie möglich umsetzen. Mit dem Beschluss des #UVP-Gesetzes im Nationalrat zünden wir den #ErneuerbarenTurbo in Österreich & beschleunigen die #Energiewende. (1/3)

Gewessler Energiewende

Künftig werden wir mit guten, aber effizienten Verfahren dafür sorgen, dass unsere #Windparks und #Pumpspeicherkraftwerke schnell gebaut werden können. Außerdem bringt die #Umweltverträglichkeitsprüfung in Zukunft eine Überholspur für #Energiewende-Projekte. #UVP (2/3)

Und auch der #Bodenschutz wird endlich Ernst genommen. Jedes neue Projekt braucht ein #Bodenschutzkonzept, indem nachgewiesen wird, dass dies möglichst bodenschützend geplant wurde. #UVP (3/3)“

Die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie hat große Pläne! Werden sie halten, oder sind sie – so wie jede Planwirtschaft – zum Scheitern verurteilt?

23. April 2023 „Das Bundeskabinett verabschiedete am 19. April den Entwurf eines Gebäudeenergiegesetzes. Die Bundesregierung setzt damit ihre Verbotspolitik fort. Nach dem Verbot von neuen Öl- und Gasheizungen ab 2024 ist künftig der nächste natürliche Brennstoff an der Reihe. So sollen Biomasseheizungen in Neubauten, also auf Basis von Holz in Form von Pellets, Hackschnitzeln und Scheitholz verboten werden. Der Zweck ist die Erfüllung des 65-Prozent-Zieles von erneuerbaren Energien im Heizungsbereich. Obwohl die Bioenergie heute bereits rund 84 Prozent der erneuerbaren Wärme bereitstellt und damit die Vorgabe erfüllt, hält das Kabinett an der Entscheidung fest,“ berichtet Epoch Times. Siehe auch „Die Pelletstory Deutschlands / Energiewende Deutschland: Pellets quo vadis“ aus dem unveröffentlichten Buch PELLETS.

25. Juli 2023 – Heute regnet es wieder mal in der Steiermark. Wie schon den ganzen Sommer hindurch. Doch irgendwo ist es seit Anfang Juli heiß, natürlich auch in Österreich. So vergeht kein Tag ohne Klimakatastrophen-News. Wenns sonst nix gibt, muss eine „Schnellanalyse“ her, um einmal mehr die Klimaideologie zu propagieren. Siehe ORF.at „Die heftigen Hitzewellen in Europa, den USA und China wären ohne den menschengemachten Klimawandel praktisch unmöglich. Das geht aus einer neuen Schnellanalyse des Forschungsnetzwerks World Weather Attribution (WWA) hervor. Die globale Erwärmung habe etwa die Hitzewelle in China mindestens 50-mal wahrscheinlicher gemacht. Insgesamt sind Hitzewellen heißer, länger und häufiger.“

Zur Lektüre empfohlen:

Bill Gates: Wie wir die Klimakatastrophe verhindern

Werner Kirstein: Klimawandel. Realität, Irrtum oder Lüge?

Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen

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Ungarisch-österreichisches Bündnis für Neutralität

SeBö Neutralität

24. Februar 2023 – Politische und gesellschaftliche Organisationen in Ungarn und Österreich haben sich zusammengetan, um die österreichische Neutralität zu verteidigen und die ungarische Neutralität durchzusetzen und erklären zur selben Zeit in Wien und Budapest:

Das Ungarische Friedensforum und das österreichische Soziale Bündnis für Frieden und Neutralität haben diese Entscheidung getroffen, weil die westlichen Mächte gemeinsam mit den anti-russischen Kräften in Österreich und in Ungarn ihre jeweiligen Länder gegen Russland positionieren und sie in die Auseinandersetzung hineinziehen wollen. In Österreich wurde zum politischen Angriff auf die Neutralität geblasen und eine Änderung des diesbezüglichen Verfassungsgesetzes verlangt, in Ungarn werden Bemühungen für die Neutralität als „Verrat am Westen“ dargestellt. Diese Kräfte möchten uns davon überzeugen, dass es keinen blockfreien dritten Weg gibt. Aber es gibt einen solchen! Daher rufen wir die Menschen in Ungarn und Österreich dazu auf, auf dem Frieden zu bestehen und für die Souveränität und Selbstbestimmung sowohl von Österreich als auch von Ungarn einzutreten und die Neutralität ihrer Länder zu verlangen.

Die führenden Kräfte innerhalb der NATO sind von der Meinung besessen, dass sie Russland besiegen könnten, indem sie den Konflikt in der Ukraine eskalieren und diejenigen hineinziehen, die sich raushalten möchten. Sie liefern Angriffswaffen an die Ukraine und hegen Pläne, eine „zweite Front“ zu eröffnen. Immer öfter ist zu hören, dass Russland besetzt und aufgelöst werden muss. Auf Österreich wird Druck ausgeübt, sich von seiner Neutralität zu verabschieden und sich in die Reihen der Kriegsbefürworter einzuordnen. Sie möchten Ungarn, als ihren NATO-Verbündeten, dazu zwingen, die Waffen gegen Russland zu richten und Teil ihrer Eroberungspläne zu werden. Es ist bezeichnend für den moralischen Zustand des westlichen Bündnissystems, dass es Russland eher unterwerfen möchte als sein Recht auf eine sichere Existenz anzuerkennen. Wir lehnen den NATO-Frieden ab, der eine Pax Americana ist, weil wir eine Aussöhnung zwischen Ost und West und Frieden wollen. Wir glauben an den Grundsatz der Unteilbarkeit von Sicherheit. Niemand hat das Recht seine eigene Sicherheit auf Kosten der Sicherheit anderer zu behaupten, wie dies gerade die NATO mit ihrer Ostexpansion betreibt.

Wir sind davon überzeugt, dass der Schlüssel zu einer friedlichen Lösung in der Gewährleistung der legitimen Sicherheitsinteressen Russlands liegt. Wenn wir wollen, dass Russland unsere Sicherheit gewährleistet, müssen wir seine anerkennen. Wir verlangen (die Einhaltung der) Neutralität, aktive Neutralitätspolitik für den Frieden anstatt der Kriegspolitik der Mächte des Westens.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Konfrontation ersetzt wird durch eine Ordnung der friedlichen Zusammenarbeit, die auf gegenseitigem Respekt, gleichen Rechten und der Wahrung der Interessen des jeweils Anderen basiert.

Daher gehen das Ungarische Friedensforum und das Österreichische Bündnis für Frieden und Neutralität eine politische Zusammenarbeit zum Wohle unserer beiden Völker und Europas ein. Unser Zusammenschluss steht allen Menschen und Organisationen offen, die diese Anliegen teilen.

Status 3.2.23: 648 Unterzeichner – Hier gehts zum AUFRUF

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Klimawandel, Energiewende und der Wald

ORF Wald Abholzung

2. März 2023 – Über „llegale Abholzung mit grünem Anstrich“ berichtet ORF.at (.3.23) ausführlich auf Basis von Dokumenten, die das Recherchenetzwerk International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) vorgelegt hat. „140 Journalisten und Journalistinnen von rund 40 Medienunternehmen, darunter ORF und „profil“, untersuchten im Zuge des Rechercheprojekts ‚Deforestation Inc.‘ über neun Monate die Taktiken der vermeintlich nachhaltigen Holzindustrie.“ Dass „die“ Holzindustrie „vermeintlich nachhaltig“ sei, unterstellt, dass dies generell, oder auf einen Großteil der Holzindustrie zutreffe.

Das Buch „PELLETS“ bemüht sich um eine differenzierte Betrachtungsweise. Ab sofort online das Kapitel 6: Klimawandel, Energiewende und der Wald.

PELLETS – Kapitel 6 + + + Wenn politische Maßnahmen notwendig werden, eine Entwicklung zu stoppen oder zumindest einzubremsen, stützen sich Politiker zur Legitimation ihrer Entscheidungen auf Erkenntnisse „der“ Wissenschaft. Wie im Kapitel 7 (Was kann Wissenschaft leisten?) dargelegt, gibt es keine einheitliche Wissenschaft, sondern viele Wissenschaften mit vielen verschiedenen Methoden. Dieser – nach Feyerabend „anarchistische“ Ansatz – erleichtert das Verständnis des Wissenschaftsstreites, der um die Nutzung des Waldes zur Energiegewinnung entbrannt ist.

Hier zusammengefasst die Hauptargumente von Wissenschaftern unterschiedlicher Lager, wobei immer zwei Fragen relevant sind:

1. Was behaupten die Wissenschafter und

2. wie versuchen sie, ihre Behauptungen durchzusetzen und die Deutungshoheit zu erlangen?

Man muss vorweg festhalten, dass nicht jede Behauptung, die ein Wissenschafter aufstellt oder unterschreibt, automatisch wissenschaftlich ist. Nicht jeder Aussagesatz ist eine These – jede wissenschaftliche Untersuchung enthält auch Axiome, Prämissen, Postulate, willkürliche Behauptungen ebenso wie fundierte Begründungen, Meinungen, Vermutungen, Unterstellungen, nicht zuletzt ebenso viele Vorurteile wie Urteile. Für die sprachkritische Zuordnung einzelner Aussagen ist es nicht erforderlich, Experte in einem speziellen Fachgebiet zu sein.

1. Das Klima-Argument

Verbrennung von Holz zur Energie- und Wärmegewinnung führt zur Kohlenstoff-Schuld und zu einem initialen Anstieg der CO2-Emissionen. Jeder Kahlschlag vernichtet zudem Kohlenstoffspeicher.

EASAC-Wissenschafter Michael Norton, der Erfinder der „Kohlenstoff-Schuld“, stellt fest, „dass die derzeitige Politik unfähig ist anzuerkennen, dass die Beseitigung der Kohlenstoffspeicher in Wäldern für die Bioenergienutzung zu einem initialen Anstieg der Emissionen führt.“ Wer den Politikern mangelnde Erkenntnisfähigkeit unterstellt und sich gleichzeitig bemüht, auf deren Entscheidungen einzuwirken, befindet sich in einer Zwickmühle. Wobei es nicht leichter wird, dieser zu entkommen, wenn man selbst die Anerkennung von Tatsachen verweigert.

Die EU-Verordnungen RED und RED II, die nicht nur Grenzwerte für Treibhausgase festsetzen, sondern auch die Anrechnung des CO2-Ausstoßes von Holz an den Orten, wo die Bäume gefällt werden (LULUCF), sind Tatsachen. Die Behauptung, es sei Etikettenschwindel, wenn die Anrechnung des CO2-Ausstoßes nicht am Ort der Verbrennung geschehe, scheint eine oberflächliche Betrachtung von Großkraftwerken wie Drax zu bestätigen. Bei genauer Betrachtung erweist sich diese Argumentation als Framing, als Eingrenzung auf einen Deutungsrahmen, der nur einen kleinen Ausschnitt einer komplexen Wirklichkeit abbildet.

Aus diesem Rahmen werden folgende Tatsachen ausgeblendet: Der Anteil der Holzbiomasse, der zu Pellets verarbeitet wird, ist minimal im Vergleich zum Gesamtvolumen des Holzes, das hochwertiger Nutzung in der Holzindustrie zugeführt wird. Dass die Zurechnung des CO2-Verbrauchs nur am Ort der Fällung möglich ist, um Mehrfachzählungen zu vermeiden, ist leicht nachvollziehbar, denn Holz wird in sehr vielen Branchen verwertet und natürlich auch exportiert. Ein Großteil des Holzes wird langfristig genutzt. Zwar werden Pellets meist im Jahr der Produktion verbraucht, doch Möbelstücke oder Bauholz bleiben in der Regel viele Jahre im Einsatz, bevor sie ihre letzte Verwendung in einem Fernwärmewerk finden. Sogar Zellstoff bleibt in den meisten Endprodukten länger gebunden, denn Zeitungspapier und Karton werden in den meisten Industrieländern recycelt.

Eine Kohlenstoffschuld würde entstehen, wenn ein lange im dynamischen Gleichgewicht bestehender Wald gerodet und die ehemalige Waldfläche nicht mehr aufgeforstet würde, wie es beispielsweise im heutigen kroatischen Karst während der Römerzeit geschehen ist. Ein nachhaltig bewirtschafteter Wald ist nicht nur nach-wachsend sondern auch vor-wachsend. Bei einem Kreislauf ist es müßig, darüber zu streiten, zu welchem Zeitpunkt die Kreislaufwirtschaft beginnt. Wo immer ein Baum gefällt wird, bleiben tausende Bäume stehen, die weiterhin Jahr für Jahr einen Ring zulegen, der zusätzliches CO2 speichert.

Ein einzelner Baum oder eine Waldfläche sind keine relevanten Bilanzierungselemente. Forstwirtschaft beschäftigt sich nicht mit einem einzelnen Baum, sondern mit dem Wald, wo alle Schritte von Naturverjüngung, Jungwaldpflege, Durchforstung, Reifung und Ernte simultan ablaufen – und damit auch die Kohlenstoffaufnahme aus der Atmosphäre und Kohlenstoffrückgabe an die Atmosphäre.

Sogar im Südosten der USA – der wichtigsten Quelle für Pelletsimporte von Drax und einer Handvoll europäischer Kraftwerke – ist die produktive bewaldete Fläche (timberland) seit den 1950er Jahren konstant geblieben, obwohl die Holzernte auf dieser Fläche im gleichen Zeitraum um 57 Prozent zugenommen hat. „Holzbioenergie macht 2,7 Prozent des im Süden der USA geernteten Holzes aus und ergänzt die Primärwald-Produkte wie Sägeholz, Papier und die weiterverarbeitende Industrien für Baustoffe, Möbel und Papier“, schreibt Blake Hudson. Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass diese Zahl frei erfunden wurde, selbst wenn Professor Hudson in einem Naheverhältnis zur U.S. Industrial Pellet Association steht.

Trotz dieser Tatsachen behauptet Professor Norton unablässig: „Das Konzept der ‚Kohlenstoffneutralität‘ ist eine grobe Falschdarstellung der CO2-Bilanz der Atmosphäre.“ Er weist darauf hin, dass darauf schon wiederholt hingewiesen wurde – eine Art Kreislaufwissenschaft mit geringer Lösungskompetenz für die eigentlichen Probleme des Waldes und des Klimas. Eine Variation des Themas ist die Aussage: „Holzbiomasse enthält weniger Energie als Kohle, so dass die CO2-Emissionen für die gleiche Energieleistung höher sind“.

Diese Aussage ist natürlich richtig, wenn man lediglich die Energiedichte vergleicht. Die Aussage ignoriert jedoch, dass fossile Energieträger über Millionen Jahre gebundenes CO2 frei setzen, während Biomasse aus einer Kreislaufwirtschaft stammt, in der laufend Kohlenstoff abgegeben und aufgenommen wird. Damit macht sich Professor Norton – bewusst oder unbewusst – zum Anwalt der Kohleindustrie und zum Vorreiter der Kampagne #stopfakerenewables, die behauptet: „Ein Bericht der Europäischen Kommission kommt zu dem Schluss, dass ein Großteil der Waldbiomasse mehr Treibhausgasemissionen verursacht als Kohle, Öl und Gas.“

Sogar das Umbeweltbundesamt UBA hält fest, es werde „vereinfacht angenommen“, die energetische Nutzung von Holz sei „CO2-neutral“: „Für eine vollständige Betrachtung müssen z. B. auch Emissionen berücksichtigt werden, die bei Holzernte, Transport und Herstellung der Holzbrennstoffe (z. B. Hackschnitzel oder Pellets) entstehen. Auch sollte bei der energetischen Nutzung von Frischholz der nicht mehr zur Verfügung stehende Kohlenstoffspeicher im Wald in die Betrachtung mit einbezogen werden.“

„Nach derzeitigen internationalen Abkommen wird zurzeit nur der Produktspeicher als Beitrag des Forst- und Holzsektors zum Klimaschutz angerechnet. Die Produktsubstitution wird als Abnahme im Verbrauch fossiler Brennstoffe registriert, aber nicht als solche ausgewiesen, oder gar zugunsten der Forst- und Holzwirtschaft angerechnet“, so die Autoren des Artikels.

Abgesehen davon, dass die Gewinnung aller Rohstoffe zur Energiegewinnung wiederum Energie für Förderung, Produktion und Transport benötigt, wird der Verlust des „nicht mehr zur Verfügung stehende Kohlenstoffspeicher“ vollständig im Kapitel LULUCF eingerechnet. Umgekehrt findet sich aber in keiner CO2-Bilanz, wie viel die Nutzung von Holz an anderer Stelle einspart, wie Professor Schulze bemerkt: „Nach derzeitigen internationalen Abkommen wird zurzeit nur der Produktspeicher als Beitrag des Forst- und Holzsektors zum Klimaschutz angerechnet. Die Produktsubstitution wird als Abnahme im Verbrauch fossiler Brennstoffe registriert, aber nicht als solche ausgewiesen, oder gar zugunsten der Forst- und Holzwirtschaft angerechnet“.

Auch wenn man mit komplexen buchhalterischen Methoden eine Abgrenzung des CO2-Ausstoßes nach Ort und Zeit vornehmen würde, selbst wenn man davon ausgeht, dass der Anteil der Holzbiomasse zur Energiegewinnung in den nächsten Jahren zunehmen wird, so wird auch mittelfristig nur ein geringer Teil des Gesamtvolumens des wirtschaftlich verwerteten Holzes davon betroffen sein.

2. Das Naturschutz-Argument

Pelletproduktion gefährdet Biodiversität, die nur durch unberührten Wald geschützt werden kann.

Wald Steiermark2

Man muss Vogelschützern zugestehen, dass sie gefährdete Arten bewahren wollen, die nur in einem Urwald überleben können. So ist es verständlich, wenn BirdLife, Robin Wood und WWF gemeinsam an den Vizepräsidenten der EU-Kommission, Frans Timmermans, schreiben: „Solange die EU ihre Politik im Bereich der Bioenergie nicht ernsthaft reformiert, wird diese Politik unsere Klima- und Biodiversitäts-Ziele sowie unser Engagement für nachhaltige Entwicklungsziele weiterhin untergraben und dem internationalen Ruf der EU schweren Schaden zufügen.“

In einem Brief an EU-Kommissions-Präsidentin von der Leyen verschärfen die Umweltschutzorganisationen ihre Argumente: „Die billigste und effektivste Klima-Lösung besteht darin, Wälder älter werden zu lassen und den Holzeinschlag insgesamt zu reduzieren. Natürliche Wälder, die altern dürfen, wirken wie eine Kohlenstoffbank, während die Verbrennung von Waldbiomasse zur Energiegewinnung die Wälder effektiv in ’neue Kohle‘ verwandelt.“ Diese Darstellungen sind zwar einseitig und zuweilen aggressiv – aber das entspricht den gängigen Methoden von NGOs zur Erreichung ihrer Ziele.

Dass jedoch hunderte internationale Wissenschafter einen Brief verfassen, um mit den gleichen vereinfachenden Argumenten auf Spitzenpolitiker von den USA über Europa bis Asien einzuwirken, ist ernsthaft zu hinterfragen. Um die Kohlenstoffneutralität bis 2050 zu erreichen, empfehlen die Wissenschafter einleitend: „Die Erhaltung und Wiederherstellung von Wäldern sollten Schlüssel-Instrumente sein, um dieses Ziel zu erreichen und gleichzeitig unsere globale Biodiversitätskrise zu bewältigen. Wir fordern Sie dringend auf, sowohl die Klimaziele als auch die biologische Vielfalt der Welt nicht zu unterminieren, indem Sie dazu übergehen, statt fossiler Brennstoffe Bäume zu verheizen, um Energie zu gewinnen.“ Am Ende appellieren sie an die Machthaber: „Bäume sind wertvoller lebendig als tot, sowohl für das Klima als auch für die Biodiversität. Um die zukünftigen Null-Emissions-Ziele zu erreichen, sollten Ihre Regierungen daran arbeiten, Wälder zu erhalten und wiederherzustellen anstatt sie zu verbrennen.“

Unter diesen Wissenschaftern sind nur wenige Forstexperten zu finden. Der Feuerteufel, den sie an die Wand malen, tritt jeden Sommer bei zahlreichen Waldbränden rund um den Globus in Erscheinung. Nachhaltige Forstwirtschaft, die leicht entflammbares Totholz entfernt und zu Biomasse verarbeitet, kann dazu beitragen, solch sinnlosen Flammenmeere zu vermeiden. Naturschutz ist nicht nur das, was „Forest Defenders“ und „BirdLife“ darunter verstehen. Diversität braucht auch der Wald selbst. Der Forstwirt Martin Bentele betont, dass auch die Wälder stärkere Vielfalt brauchen, um den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen zu sein. Während über viele Jahrhunderte Monokulturen dominierten, muss Aufforstung heute für mehr Vielfalt des Waldes sorgen.

Die im Kapitel 7 ausführlich zitierte JRC-Studie bringt viele Gründe für die intensive Nutzung der Holzbiomasse, die „an der Schnittstelle von zwei der wichtigsten Umweltkrisen des 21. Jahrhunderts steht: Biodiversität und Klimakatastrophen. Holzbasierte Bioenergie hat das Potenzial, einen Teil der Lösung für beide Krisen zu liefern, aber nur, wenn Biomasse nachhaltig erzeugt (und effizient genutzt) wird.“ Die nachhaltige Nutzung des Waldes als conditio sine qua non wird den Waldbesitzern wohl niemand absprechen. Zum besseren Verständnis von Nachhaltigkeit wäre aber notwendig, wenn die Wissenschafter des JRC auch jene Bereiche in ihrer Forschung berücksichtigen würden, die sie bislang ausgeblendet haben.

Ausgeblendet werden nach eigenen Angaben der Studien-Autoren Aspekte, „die eine umfassendere Nachhaltigkeit der Bioenergie charakterisieren, wie die Rolle der Bioenergie bei der Stabilisierung des Stromnetzes; Energiesicherheit; Entwicklung des ländlichen Raums, Einkommen und Beschäftigung; andere Umweltauswirkungen wie Luftverschmutzung; andere Klimaverschärfer, die nicht relevant für die Treibhausgase sind.“ Diese Liste ließe sich fortsetzen, würden die Wissenschafter einen Blick auf die Seite der CEPF (Confederation of European Forest Owners) werfen.

Rund 16 Millionen Waldbesitzer bewirtschaften in der Europäischen Union 60 Prozent der Wälder, das sind etwa 106 Millionen Hektar. Bis heute sind das meist Familienbetriebe oder Kooperativen. Diese Menschen sichern nicht nur ihren eigenen Arbeitsplatz, sondern bieten anderen Menschen kostenlosen Erholungsraum inklusive privater Versorgung mit Pilzen und Beeren, sorgen für sauberes Trinkwasser, das oft in Großstädte geleitet wird, kämpfen gegen Borkenkäfer, beseitigen Waldschäden und liefern den Rohstoff für die vielfältige Holzwirtschaft. Und nicht zuletzt leisten sie einen Beitrag zur Produktion von Wärme und Energie.

AGDW, Deutschlands Vertretung in der CEPF, verweist auf ein interessantes Detail: „Die EU hat keine Rechtskompetenz in der Forstpolitik, daher gibt es keine gemeinsame EU-Forstpolitik. Angesichts der Tatsache, dass die Waldökosysteme, ihre Bewirtschaftung und die forstbasierte Industrie in ganz Europa so unterschiedlich sind, fällt die Forstpolitik in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. Doch eine breite und zunehmende Anzahl von Entscheidungen aus anderen Politikbereichen, wie beispielsweise Umwelt, Klima, Energie, Landwirtschaft oder Handel, wirkt sich mittlerweile direkt auf die deutschen und europäischen Waldbesitzer aus. Diese Entscheidungen sind häufig inkonsistent oder sogar widersprüchlich, daher können sie die Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Forstsektors beeinträchtigen.“

JRC-Wissenschafter definieren ihren Auftrag so: „Wissen schaffen, managen und erklären um die Politik mit unabhängiger Evidenz zu versorgen“. Das klingt nach „Fakten schaffen“, die dazu geeignet sind, auf die Waldbesitzer und ihre unabhängigen Betriebe über den Umweg der Energiepolitik Einfluss zu nehmen. Sie sind damit keine „reinen Wissenschafter“, sondern auch Interessenvertreter. Die Interessen der Autoren liegen offensichtlich auf Seiten der EU-Administration und nicht auf Seiten von 16 Millionen kleinen Waldbesitzern. Die JRC-Studie hat den transparenten Nachweis erbracht, dass sich „die gesamte Waldfläche der EU seit 1990 stetig ausgedehnt“ hat, um dann die nebulöse Warnung auszusprechen, die Zahlen könnten auf ungenauen Statistiken basieren. Es ist nicht evident, wie so eine Empfehlung zu einer „unabhängigen Evidenz“ beitragen kann.

3. Das ästhetische Argument

Waldrodungen sind schlecht, weil sie hässlich sind; der beste Weg, die schönen Wälder zu schützen, liegt darin, diese der Natur zu überlassen.

Es ist skurril, wenn WWF und Co. ihrem Brief an Frans Timmermans acht Fotos beilegen, davon zwei gerodete Waldflächen, die gerade mal ein paar Hektar zeigen und aus der Froschperspektive aufgenommen wurden. Würde man nämlich die Vogelperspektive wählen, wäre leicht erkennbar, dass sich dahinter tausende Hektar gesunden Waldes befinden. Ein anders Bild zeigt laut Bildunterschrift: „LKW mit Rundholz beladen vor der Einfahrt zur Enviva-Biomasseanlage in Ashokie, die Holzpellets herstellt und in die EU exportiert. North Carolina, 2017“. Sogar ein Laie kann erkennen, dass es sich dabei um krumme Stämme unterschiedlicher Stärke und zum Teil sogar mit verfaultem Kern handelt. Das ist offenbar weder dem investigativen Fotografen, noch irgend einem Schreibtischtäter von WWF und Co. aufgefallen.

Fotos gerodeter Waldflächen, wo schwere Fahrzeuge ihre Spuren hinterlassen haben, stehen exemplarisch dafür, was Framing bedeutet und wie einfach es funktioniert. Man braucht solche Fotos nicht einmal zu fälschen, was dank Photoshop bereits zum Kinderspiel geworden ist. Man braucht nur den richtigen Ausschnitt zu wählen, der die gewünschten Emotionen weckt. Ein Frame kann letztlich gleichgesetzt werden mit dem Ausschnitt, der sich innerhalb des Bilderrahmens befindet. Im Bilderrahmen kann natürlich auch ein Film spielen, oder ein Narrativ, das auf ein ganz bestimmtes Thema lenkt (und von einem anderen ablenkt). Der Inhalt des Framings ergibt sich somit aus der Wirkung, die man erzielen will.

Diese Methode kann auch zum Verständnis beitragen, was Ludwig Wittgenstein mit der Formulierung „Ethik und Ästhetik sind Eins“ (Tractatus logico-philosophicus, 6.421) gemeint haben könnte. Das hässliche Bild einer gerodeten Waldfläche muss moralische Entrüstung auslösen. Naturwissenschafter könnten ihre moralische Entrüstung für ein ethisches Urteil halten – mangels differenziertem Verständnis von Moral und Ethik. Es gibt viele Moralen, aber nur eine Ethik. Die Entrüstung kann ein moralisches Verhalten sein, als ethisch kann man nur ein Urteil bezeichnen, das imstande ist zu erklären, warum ein Bild den Betrachter entrüstet und warum es ausgewählt wurde, diesen Zweck zu erfüllen. Wittgenstein formuliert in diesem Sinne: „Die Ethik ist transzendental“ (im Sinne Kants: metaphysisch). Ob im politischen oder im wissenschaftlichen Diskurs: Entrüstung kann selten zur Abrüstung beitragen, eher trägt sie zur Aufrüstung bei.

Die Autoren der JRC-Studie „The use of woody biomass for energy production“ sind keine Philosophen, sondern Naturwissenschafter. Sie sind somit Theoretiker; der Begriff „Naturwissenschaft“ impliziert „Theorie“ bzw. „Theoriebildung“ – das ist evident. Dass die Wissenschafter – tätig im Auftrag der EU – auch Interessenvertreter sind, ist empirisch in vielen Fällen nachweisbar, aber nicht evident. Evident kann nur sein, was in einem Begriff bereits inkludiert ist, und Interessenvertretung ist bislang kein impliziter Teil des Begriffes „Wissenschafter“, auch wenn die Interessenvertretung immer häufiger von Auftraggebern wissenschaftlicher Studien verlangt wird. Noch schlimmer, wenn diese nicht explizit verlangt, sondern implizit vorausgesetzt wird. Das ethische Grundproblem ist die Intransparenz. Die Ethik muss die Frage beantworten, wie intransparente Praktiken in den Wissenschaften möglich sind und warum sie von Wissenschaftern nicht abgelehnt werden.

Abgesehen von den ethischen Fragen steht auch die wissenschaftliche Exaktheit auf dem Prüfstein. Primärholz wird in der JRC-Studie zunächst definiert als „Holzbiomasse, die direkt aus Wäldern oder außerhalb von Wäldern entnommen wird, ohne weitere Behandlungen oder Umwandlungen“; zum anderen als Synonym für Rundholz verwendet: „Holz, inklusive Äste, Wurzeln, Stümpfe und Rinde, das gespalten als Brennholz oder zur Herstellung von Holzkohle verwendet wird“. Sekundärholz sind „Nebenprodukte der Holzverarbeitung wie Sägespäne, Hackschnitzel oder Schwarzlauge, die bei der Erzeugung von Zellulose entsteht, sowie Rinde und Post-Consumer-Holz“. Einschlag (fellings) ist das Volumen aller gefällten, lebenden oder toten Bäume aller Durchmesser, inklusive Rinde, während einer vorgegebenen Periode. Entnahmen (removals) – das Volumen aller lebenden oder toten Bäume, die aus dem Wald entfernt wurden, inklusive Nicht-Stammholz wie Stümpfe und Äste, Schadholz und natürliche Verluste (Feuer, Sturm, Insekten).

Pellets Forest Stemwood

Die Grafik der Waldentwicklung in den EU-Ländern zeigt den jährlichen Bruttozuwachs von 1.099 Millionen m3. Abzüglich Einschlag und natürlicher Mortalität verbleibt eine jährliche Nettodifferenz von 355 Millionen Kubikmeter. Wie die Grafik zeigt, wird der Einschlag jedoch nur vom lebenden Zuwachs abgerechnet, während die Definition von „Einschlag“ das Volumen aller gefällten, lebenden oder toten Bäume inkludiert und „Entnahmen“ ebenso lebende und tote Bäume betreffen. Der Balken „Fellings“ müsste daher deutlich weiter nach links rücken, unter das Feld „Natural Mortality“, womit die Nettodifferenz entsprechend höher ausfallen würde. Anders gesagt: Totholz als Bestandteil der Holzbiomasse fehlt in der Betrachtung der JRC-Studie. Das ist keine Ausblendung von „nebensächlichen“ Themen wie wirtschaftliche Nachhaltigkeit, das ist ein essenzielles wissenschaftliches Manko: Mangel an Genauigkeit.

Die Autoren der JRC-Studie über ihre Intention: „Dieser Bericht und die künftigen Forschungsrichtlinien verweisen auf den Fokus zur Erweiterung der Evidenzbasis, die den Entscheidungsträgern zur Verfügung stehen soll.“ Wenn man den Begriff „evident“ umgangssprachlich mit „offenkundig“ oder „unmittelbar einsichtig“ übersetzt, so ergibt es keinen Sinn, wenn ein rieisger Apparat von JRC-Wissenschaftern seine Arbeit auf die „Erweiterung der Evidenzbasis“ ausrichtet. Wenn man den Begriff philosophisch betrachtet, gilt das umso mehr. Evident im philosophischen Sinne sind Begriffe a priori oder analytische Urteile. Solche Aussagen und Urteile sind niemals empirisch sondern metaphysisch: die Bedingung der Möglichkeit jeder (empirischen) Erkenntnis. Einfacher gesagt: evident können nur Voraussetzungen (Prämissen, Axiome) von Forschungshypothesen sein, niemals ihre Schlussfolgerungen.

Abschließend heißt es: „Unterschiede in ethischen Werten in Bezug auf die Interaktion zwischen Mensch und Natur spielen eindeutig eine Rolle bei der Definition dessen, was ’nachhaltig‘ bedeutet. Wir sind der Meinung, dass diese Werteunterschiede auch innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft ausdrücklich anerkannt und diskutiert werden sollten, um die Debatte über die Nachhaltigkeit der holzbasierten Bioenergie zu entgiften.“ Es ist erfreulich, dass unterschiedliche Werte diskutiert werden sollen, doch unerfreulich ist, dass exakte Wissenschafter umgehend nebulöse Sätze formulieren, wenn sie den Boden der Ethik betreten. „Unterschiede in ethischen Werten […] spielen eindeutig eine Rolle bei der Definition von ’nachhaltig‘.“

Wenn diese Unterschiede eine so eindeutige Rolle spielen, warum werden sie von den Autoren der JRC-Studie nicht offengelegt? Hier ein Versuch, die Unterschiede zu benennen: „Forest-Defenders“ betrachten den Wald als Naturlandschaft. Dies trifft auf kleine Teile der Wälder dieser Welt zu, die als Naturschutzgebiete ausgezeichnet sind. Als höchster Wert für diese Wälder gilt ihre Unberührtheit. Die Forst- und Holzwirtschaft betrachtet den Wald jedoch als Kulturlandschaft. Ihr höchster Wert ist die Nachhaltigkeit im Sinne von Hans Carl von Carlowitz. Dank der Vielfalt der Wälder können beide Werte gut miteinander, nebeneinander und ineinander leben.

Abschließend eine „ästhetische Anekdote“, die zeigt, wie praxisfern JRC-Wissenschafter tatsächlich sind. In der180-Seiten umfassenden Studie sucht man nach den in der Wirtschaft üblichen Begriffen „timber“ und „lumber“ vergeblich. Im Glossar der Untersuchung wird lediglich der sperrige Begriff „sawnwood“ definiert: „Holz mit einer Dicke von mehr als 6 mm, das aus Rundholz hergestellt wurde.“

Paradigma Klimawandel

Das Thema Pellets war der ursprüngliche Rahmen dieses Buches, der nach ersten Recherchen erweitert wurde auf das Thema Holz-Biomasse als Teil des Kreislaufsytems Wald. Biomasse als Teil der Energiegewinnung, wovon Wärmeenergie ein Segment darstellt, fand sich als nächst größerer Frame. Mit dem Thema Energiewende hat insbesondere in Deutschland ein Reframing stattgefunden; in Deutschland ist das Thema Energie außerhalb des Frames der Energiewende nicht mehr denkbar. Doch über all dem steht der Mainframe Klimawandel, ein Paradigma, das heute weitgehend außer Zweifel steht.

Das Paradigma des Klimawandels laut wikipedia: „Die gegenwärtige globale Erwärmung oder Erderwärmung (umgangssprachlich auch „der Klimawandel“) ist der Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere seit Beginn der Industrialisierung. Es handelt sich um einen anthropogenen (= menschengemachten) Klimawandel, da er hauptsächlich auf Aktivitäten der Energie-, Land- und Forstwirtschaft, Industrie, im Verkehrs- und Gebäudesektor zurückzuführen ist, die Treibhausgase emittieren.“

„Land Bindestrich Forstwirtschaft“ ist in Hinsicht auf die Treibhausgase nur dann eine zulässige Gleichung, wenn man Brandrodung zur Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen als „Forstwirtschaft“ bezeichnet. Abgesehen von schwer belehrbaren aber leicht bestechlichen Machthabern von Brasilien bis Indonesien versteht man in großen Teilen der Welt unter „Forstwirtschaft“ eine Form der Bewirtschaftung, bei der Fällungen durch Aufforstung ausgeglichen oder mehr als ausgeglichen werden. Darüber hinaus unternimmt nachhaltige Forstwirtschaft alles, um die Wälder vor Schädlingen zu schützen und die Folgen von Naturkatastrophen so schnell wie möglich zu beseitigen.

Das Paradigma des Klimawandels könnte auch als „wiceked problem“ (bösartiges Problem) bezeichnet werden. Die Stadtplaner Melvin Webber und Horst Rittel prägten Mitte der 1960er Jahre diesen Begriff. Damit beschrieben sie Probleme, deren Lösung nicht in linearen Schritten von der Planung bis zur Umsetzung erfolgen kann, weil jeder Lösungsansatz wieder neue Fragen aufwirft und jede Umsetzung eines Vorschlages wieder neue Probleme verursacht. Der Klimawandel ist in diesem Sinne ein „super wicked problem“.

Super wicked problem

Zum besseren Verständnis dieses super wicked problems könnte beitragen, das Paradigma in drei Hauptthesen aufzuschlüsseln:

These 1: Der Klimawandel wurde verursacht durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe in den vergangenen zwei Jahrhunderten.

These 2: Der Ausstoß von jährlich 51 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalenten kann durch neue Technologien, insbesondere Erneuerbare Energie und Carbon Capture and Storage (CCS) auf null reduziert werden.

These 3: Die Politik muss durch die richtigen Rahmenbedingungen (Gesetze und Förderungen) sicherstellen, dass diese Ziele erreicht werden.

Wer heute These 1 in Frage stellt, wird als „Klimaleugner“ abgestempelt. Diese Form der Diffamierung ist üblich, aber nicht wissenschaftlich. In jeder Wissenschaft muss es möglich sein, jede These in Frage zu stellen. „Alternativlos“ kann niemals zu Kategorie einer These werden, auch wenn eine These von „hoher Evidenz“ ist. Es ist aber auch nicht konstruktiv, ständig jede These in Frage zu stellen, insbesondere wenn dies zur Taktik oder sogar zur Strategie wird.

David Michaels hat in „Doubt is Their Product“ aufgedeckt, wie US-Konzerne bewährte Thesen oder Methoden als „junk science“ verunglimpfen. „Der Zweifel ist unser Produkt, da es das beste Mittel ist, um mit dem ‚Körper der Tatsachen‘ zu konkurrieren, der im Kopf der Öffentlichkeit existiert“, war bereits Ende der 1960er Unternehmensphilosophie und Marketingkonzept von R. J. Reynolds Tobacco. „In den letzten Jahren haben viele andere Branchen diese Strategie eifrig übernommen. Unternehmen haben Kampagnen aufgezogen, um Studien in Frage zu stellen, die die nachteiligen gesundheitlichen Auswirkungen bei der Anwendung von Beryllium, Blei, Quecksilber, Vinylchlorid, Chrom, Benzol, Benzidin, Nickel und einer langen Liste anderer giftiger Chemikalien und Medikamente dokumentieren“, schreibt Michaels.

Während der Präsidentschaft von George W. Bush wurden die Möglichkeiten der Konzerne, auf politische Entscheidungen und Gesetze Einfluss zu nehmen, durch den scheinbar harmlosen Data Quality Act (DQA) massiv erweitert. DQA wurde in einer Nacht- und Nebelaktion 2001 ohne Debatte im Kongress eingeführt. Damit sollen Richtlinien zur „Gewährleistung und Maximierung der Qualität, Objektivität, Nützlichkeit und Integrität von Informationen“ entwickelt werden – was durchaus vernünftig klingt. „In der Praxis nutzen Industriegruppen die DQA jedoch, um Regulierungsversuche zu verlangsamen oder zu stoppen, indem sie wissenschaftliche Berichte untergraben. Es wurde von Lobbys der Ölindustrie benutzt, um den Bundesbericht über die globale Erwärmung zu diskreditieren; von Interessensgruppen der Lebensmittelindustrie, um die Ernährungsrichtlinien der Weltgesundheitsorganisation anzugreifen, die eine geringere Zuckeraufnahme empfehlen, um Fettleibigkeit zu verhindern; und vom Salt Institute, um die Empfehlung der National Institutes of Health in Frage zu stellen, dass Amerikaner ihren Salzkonsum reduzieren sollten“, schreibt Michaels.

Jede wissenschaftliche These ist eine Setzung. Eine weitere Fest-Setzung ist es, diese außer Streit zu stellen. Dies aber ist kein wissenschaftlicher, sondern ein politischer oder moralischer Akt. Diese Fest-Setzung ist nicht mit „richtig oder falsch“, sondern mit „gut oder schlecht“ zu begründen. Es kann gut und oft sogar politisch notwendig sein, eine These außer Streit zu stellen, wenn sich ein Sachverhalt in eine Richtung entwickelt, die schädliche Auswirkungen auf die Menschheit und die Umwelt hat. Der Klimawandel ist so ein Sacherhalt.

These 2 impliziert die technische Machbarkeit, These 3 die politische Machbarkeit. Machbarkeit hat mit Macht zu tun, das Machbare auch zu verwirklichen. Macht ist die Bedingung der Möglichkeit das Machbare zu verwirklichen.

Technische Machbarkeit wird heute üblicher Weise in Machbarkeitsstudien untersucht, die zwischen Idee, Planung und Verwirklichung stehen. Ob Produkte gut oder schlecht sind, entscheidet der Markt – sofern das Ideal einer freien Marktwirtschaft tatsächlich existiert. Politische Machbarkeit ergründen Meinungsforscher im Auftrag von Parteien; Interessenverbände wie NGOS und Lobbyisten versuchen darauf Einfluss zu nehmen. Am Ende nimmt jede Entscheidung über die Machbarkeit die Form eines Gesetzes an und die Wähler verifizieren oder falsifizieren die Gesetze durch Bestätigung oder Abwahl der verantwortlichen Parteien – sofern diese Prozesse in einer echten Demokratie stattfinden.

These 2 und 3 in Frage zu stellen, bedeutet demnach nicht, hunderte einzelne Projekte und Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels in Frage zu stellen, oder gar gegen eine Klimaschutzmaßnahme massive Kampagnen zu inszenieren. Die beiden Thesen in Frage zu stellen, bedeutet, den Glauben an die Machbarkeit und Planbarkeit in Frage zu stellen. Neben Wissenschaftsgläubigkeit und Technnologiegläubigkeit – die für die Fortschritte der Menschheit im 20. Jahrhundert verantwortlich waren – tritt nun im 21. Jahrhundert eine neue Form der Politikgläubigkeit.

Politikgläubigkeit manifestierte sich bis ins 19. Jahrhundert als Glaube an die absolute Macht der Monarchen und den Glauben, dass das Schicksal jedem Menschen seinen unverrückbaren Platz in der Gesellschaft zugeschrieben hat. Politikgläubigkeit im 20. Jahrhundert definierte sich positiv im Glauben an demokratische Entscheidungsfindungen, die auch als Streit um die besten Ideen und Programme ausgetragen wurden; innerhalb der demokratischen Staaten zwischen den Parteien, oder zwischen Unternehmern und Gewerkschaften; international zwischen den Systemen Kommunismus und Kapitalismus. Politikgläubigkeit im 21. Jahrhundert definiert sich ex negativo als Politikverdrossenheit der Wähler, die glauben, man könne auf die Politik keinen Einfluss mehr nehmen; Kehrseite dieser Medaille sind die demokratisch nicht legitimierten, aber kapitalkräftigen „Philanthropen“, die sich sicher sein können, dass sie mit ihren nahezu grenzenlosen Mitteln jeden gewählten Repräsentanten dieser Welt beeinflussen können.

Dass Wissenschaft und Technik imstande sind, die Technologien zu schaffen, mit denen alle Produkte und Wirtschaftsprozesse künftig CO2-neutral hergestellt und umgesetzt werden können, darf außer Streit gestellt werden. Wenn nicht bis 2050, dann vielleicht bis 2100.

„Die Politik“

Dass „die Politik“ die Rahmenbedingen für die CO2-Reduktionen schaffen soll, darf aber bezweifelt werden. Die Frage muss erlaubt sein ob „die Politik“ das überhaupt kann, und wenn sie es kann, ob sie es darf, auch wenn damit Grundrechte gefährdet und verletzt werden. Die Annahme, dass „die Politik“ Rahmenbedingungen setzen kann, die Planziele mit 10, 15 oder sogar 30 Jahren ins Auge fassen, übersteigert die Methoden der Planwirtschaft, wie sie in der Sowjetunion praktiziert wurden und letztlich gescheitert sind. Der Duktus vieler Studien über die Maßnahmen gegen den Klimawandel lässt wenig Spielraum für demokratische Abstimmungen über die vorgegebenen Ziele. Diese Studien lassen auch wenig Zweifel daran, dass die Klimaprobleme global gelöst werden müssen. Da ist kein Platz für eigene Entscheidungen einzelner Länder.

„Die Politik“ ist aus Sicht jener, die sich der Agenda des Klimawandels mit Schlagworten wie „Zero Carbon“ und „Green Deal“ verschrieben haben, eine globale Agenda, die über den demokratisch gewählten Regierungen dieser Welt steht. Demokratisch wäre ein gemeinsames Projekt als Ergebnis autonomer Entscheidungsprozesse in 200 Staaten dieser Welt. Die laufende Agenda, die wenig Rücksicht auf die spezifischen politischen Probleme der einzelnen Länder nimmt, wird von vielen Idealisten unterstützt, die dazu neigen, jegliche Möglichkeit negativer Folgewirkungen auszublenden. Für diese Idealisten ist der Mainframe Kllimawandel weltumspannend und als Weltbild allumfassend.

So sehr jeder vernünftige Mensch für den Klimaschutz sein muss, so wichtig ist es, nicht auf alle anderen Probleme unserer Zeit zu vergessen. Darunter auch wicked problems wie Hunger und Armut, die Schuldenkrise oder die zunehmende Tendenz zur Monopolbildung unter Ausnutzung des Systems der liberalen Marktwirtschaft; aber auch lösbare Probleme wie die Verschmutzung der Weltmeere („Plastik Planet“) – im Vergleich zum Klimawandel ein überschaubares und schneller lösbares Problem. Doch an der Spitze der Probleme dieses Jahrzehnts steht die massive Untergrabung der Fundamente unserer Demokratien. Die Gefahr, dass die Demokratien dieser Welt dieses Jahrzehnt nicht überleben, ist bedrohlicher, als die Gefahr, dass ein paar Länder dieser Welt Zero Carbon ein oder zwei Jahrzehnte später als geplant erreichen werden.

In Glasgow findet Anfang November 2021 der 26. UN-Klimagipfel statt. Schon bei der virtuellen Klimakonferenz der 40 wichtigsten Regierungschefs im April wurde klar, dass die Positionen weit auseinander liegen. Während die EU-Administration von ihren Mitgliedern „fit for 55“ verlangt, d.h. der CO2-Ausstoß muss bis 2030 um 55 Prozent unter dem Wert des Jahres 1990 liegen, erklärt Chinas Staatschef Xi Jinping, sein Land werde 2030 mit der Reduktion der Schadstoffemissionen beginnen. China emittiert weltweit am meisten CO2. Mit Präsident Joe Biden ist die USA, hinter China der zweitgrößte CO2-Sünder, wieder „zurück in der Klima-Politik“. Sein Vorgänger Trump ist bekanntlich aus der Pariser Vereinbarung ausgestiegen.

Der Klima-Wandel ist ein gigantisches Problem, vielleicht sogar ein „bösartiges“ Problem. Aber auch die Lösungsansätze, die auf der Agenda von Glasgow stehen, könnten sich als „bösartig“ entlarven. Wird der Fahrplan bis 2050 ohne Rücksicht auf demokratiepolitische Verluste durchgezogen, so könnte sich auch das Ergebnis als „bösartig“ erweisen. In hundert Jahren werden Historiker vielleicht über den Ausbruch einer Ökodiktatur schreiben, wenn sie über die 2020er Jahre berichten. Diesen Wandel kann sich niemand wünschen. Diese Folge des Klimawandels kann nur verhindert werden, wenn es weiterhin demokratische Alternativen gibt!

SIEHE AUCH: Ausstellung „Into The Woods. Annäherungen an das Ökosystem Wald“ im Kunst Haus Wien untersucht, was an der These vom „Wood Wide Web“ dran ist. (ORF.at 18.4.2024)

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