Utopie oder Dystopie? Nein Ideotopie!

22. August 22 - Angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen - fortgesetzte Corona-Willkürherrschaft, Energiekrise, Inflation, Krieg - ist es leicht, Dystopien zu konstruieren. Siehe aktuell: Europa - Herbst 2022 - eine Dystopie von Invalidenturm. https://www.fischundfleisch.com/invalidenturm/europa-herbst-2022-eine-dystopie-79355 Doch die Zukunft finden wir weder in einer Dystopie, noch in einer Utopie, sondern in der Ideotopie. Und diese Zukunft hat bereits begonnen. U

Vergleiche: Biotope und Idiotope

Vergleiche auch Idiotop und Ideotop

Zeitgeist

 

Zeitgeistsplitter, 28.1.23

Zwei Narrative dominieren den Zeitgeist 2023: Klima und Krieg. Corona, das dominante Narrativ der vergangenen drei Jahre, ist in den Hintergrund getreten. Da es kaum noch sachliche Diskussionen gibt, bieten diese Themen jede Menge emotionalen Sprengstoff, der - abstrakt gesprochen "die Gesellschaft" spaltet; konkreter: Kollegen, Freunde, und Familien. 

So funkte in der Arbeits-Gruppe FRIEDEN-NEUTRALITÄT, in der diese Woche über eine Veranstaltung von Udo Bachmair (Präsident der Vereinigung für Medienkultur) über das Thema "Der Krieg gegen die Ukraine und die Berichterstattung westlicher Medien" diskutiert wurde, ein Teilnehmer mit einer klimakritischen Aussage dazwischen. Um die Friedensgruppe nicht zu spalten, habe ich vorgeschlagen, die Klimadiskussion zu verlagern.

Um die Brücke zur Friedensdiskussion nicht abzubrechen (Vorsicht, Ironie! Genauso gut hätte ich schreiben können: um Öl ins Feuer zu gießen), möchte ich das Thema noch zuspitzen mit der Frage, die noch niemand gestellt hat: Ist die Klimakrise (der Klimawandel) gefährlicher als die Atombombe?

Kommentare dazu siehe fischundfleisch

Zeitgeistsplitter, 5.2.23

Die dank "Willkommen Österreich" bekannt gewordene Band "RUsskaja", die der Moderator Stermann vom ersten bis zum letzten Auftritt konsequent falsch auf A "RusskAja" betont hat, wird aufgelöst, oder: "löst sich auf", wie k.at berichtet. Die Bandmitglieder fühlen sich bedroht! "Der wütende Krieg in der Ukraine den Russland am 24. Februar 2022 begonnen hat macht es uns unmöglich mit einem Image & Style weiterzumachen, die sich auf satirische Art und Weise der Soviet Thematik und Sprache bedienen", schrieb der Bandleader Georgij Makazaria auf facebook. Die Band sei "auch ein Ziel im Internet geworden, jeden Tag Shitstorms und mit jedem Single Release eine Flut von Hasskommentaren. Textzeilen werden falsch interpretiert und als pro-Russisch dargestellt. Die Band wird als Russische Terroristen hingestellt obwohl wir das genaue Gegenteil davon sind und mit unserer multikulturellen Herkunft mit Mitgliedern aus Ukraine, Italien, Deutschland & Österreich maximal für Frieden, Diversität & Zusammenhalt stehen."

Man wird sich um die Band von Makazaria, die unter anderem Namen noch größere Erfolge feiern wird, keine Sorgen machen. Sorgen muss man sich um den Zeitgeist, der die Verwendung eines Namens als potenzielles Kriegsverbrechen einstuft, sowie Ironie und Satire als illegitimes Mittel der Kunst durch Shitstorms oder weit schlimmere Drohungen unterbindet. Sorgen muss man sich auch darüber, dass die "Selbstauflösung" demnächst von allen Medien, allen Voran den Sendungsmachern von "Willkommen Österreich" bejubelt werden wird. Sorgen muss man sich darüber, dass die Musiker dieser band demnächst im Jubel der Mainstream-Medien aufgelöst auf Wolke sieben schweben werden. Auflösung und Selbstauflösung - ein Phänomen, dass sich heute nicht mehr unterscheiden lässt. 

Zeitgeistsplitter, 29.1.23

Wenn du heute an einer frequentierten Straße ein Plakat aufhängst, kannst du nicht davon ausgehen, dass die Leute das auch lesen werden. Nein, du musst noch jemanden neben das Plakat stellen um die Leute aufzufordern, dieses zu lesen.

Wenn du heute einen Artikel online stellst, darfst du nicht davon ausghen, dass die Leute den auch Lesen. Nein du musst erst tausend Mails versenden, damit du erwarten kannst, dass einer von diesen den Artikel öffnet.

Wenn du heute eine wichtige Information weitergibst, dann kannst du nicht davon ausgehen, dass die Leute die Bedeutung/Wichtigkeit erkennen. Nein, du musst ihnen vorher tausendmal erklären, wie wichtig diese Information ist.

Zeitgeistsplitter, 14.1.23

Ein Künstler und Kunsterzieher, der bis zu seiner Pensionierung nur drei Tage krankheitsbedingt nicht in die Schule kommen konnte, ist "unerwartet im 70. Lebensjahr verstorben". Begonnen haben seine Atembeschwerden nach dem dritten Corona-Stich. Bald sammelte sich Wasser in seiner Lunge. Die Ärzte haben eine Genveränderung in der Lunge festgestellt. Als Punktionen nicht mehr geholfen habe, hat das Wasser auf das Herz übergegriffen. Zwei Monate nach Beginn der Beschwerden war Franz Krammer tot. Die Ärzte sagten, sie können das nicht erklären – so der Bericht der Witwe, einen Monat nach dem Tod ihres Mannes und knapp drei Jahre nach Beginn der Corona-Herrschaft.

Der Lehrer im Staatsdienst hat auch als Bildhauer hin und wieder Aufträge von staatsnahen Betrieben bekommen – er konnte demnach aufgrund seiner Erfahrungen „dem Staat“ vertrauen. Er konnte darauf vertrauen, dass ein Staat, der ihm Schutz vor Krankheit aufgrund von Impfungen verspricht, genau dieses Versprechen einlöst. Als Mensch mit Phantasie konnte er Parallelwelten schaffen und und Ausschnitte der bestehenden Welt zeigen, die uns neue Einblicke in die Wirklichkeit eröffneten. Als anständiger Bürger dieses Landes konnte er sich aber nicht ausmalen, dass sein Staat etwas von ihm verlangt, das gefährlich, ja sogar lebensgefährlich ist. Er konnte sich nicht vorstellen, dass die Verabreichung von Impfstoffen, von Wissenschaftern entwickelt, geprüft und produziert, von Medizinern injiziert, in Wahrheit ein riesiges Menschheitsexperiment war.

Von wem nun wurde ein gesunder Mensch, der noch Ideen und Pläne für die nächsten zwanzig Jahre hatte, getötet? Von „unserem Staat“? Von der Bundesregierung oder einzelnen Mitgliedern, insbesondere den treibenden Kräften Kanzler, Vizekanzler und Gesundheitsminister? Von anonymen Mächten wie Big Pharma oder von den Kräften, die Big Pharma finanzieren und daran mächtig verdienen? Von denen, die mächtig verdienen und deshalb die wahren Mächtigen hinter den Regierungen dieser Welt sind? Von „der Wissenschaft“, von jenen, die in den Forschungslabors die Stoffe entwickelt haben, oder von jenen, die sie nicht ausreichend geprüft haben, oder von jenen, die wider besseres Wissen geschwiegen haben? Von „der Medizin“, von jenen Impfärzten, die ohne ausreichende Aufklärung über die möglichen tödlichen Nebenwirkungen die Injektionen verabreicht haben, oder von jenen Ärzten, die völlig kritiklos zu Handlangern der Pharmakonzerne geworden sind?

Ein Mensch wurde offensichtlich getötet und ich möchte schreien: was hab ich nicht alles an der Corona-Herrschaft kritisiert, darüber publiziert, dagegen protestiert? Die Frage drängt sich auf: was soll ich noch alles tun? Die Antwort darauf ist wieder eine Frage: was soll‘s? Die Mischung aus höchster Wut und tiefstem Mitleid gipfelt in der flachsten Teilnahmslosigkeit: Was soll‘s?

Die Entwicklung, deren Anfang jeder von uns miterlebt hat, eine Entwicklung, der sich Regierungen und Bürger widerstandslos ergeben haben, nimmt nun ihren Lauf. Was soll‘s? „Was soll‘s“ ist nicht nur eine Formel der Resignation, es ist auch die Formel der Verhinderung:

„Was soll das, ein völlig unbekannter Langenwanger will Bundespräsident werden?“

„Was soll das, ein Laie will es besser wissen als Experten?“

„Was soll das, ein Parteiloser will in die Politik?“

"Was soll's?" ist die Formel, mit der man kritische Fragen abwimmelt, aber auch die Formel, mit der man sich selbst daran hindert, weitere kritische Fragen zu stellen. "Was soll's?" ist Ausdruck einer Haltung, die nicht nur passiv hinnimmt, was immer schon war, sondern aktiv verhindert, was sein könnte.