Kulturpool knackt die zwei Millionen

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5. November 2025 (Presseinformation des Volkskundemuseum Wien) Mit beeindruckenden 3D-Digitalisaten aus dem Volkskundemuseum Wien macht kulturpool.at seit Kurzem mehr als zwei Millionen Objekte zugänglich. Bereits 126 Museen, Bibliotheken und Archive sind über Österreichs zentrales Suchportal für digitalisiertes Kulturerbe auffindbar.

Der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Doch mit ihm warten kleine und große Geschichten auf ihre Entdeckung: Fast 2000 Digitalisate sind mit November 2025 als 3D-Modelle im Kulturpool online verfügbar: von der Rekonstruktion eines römischen Bauwerks zum oberösterreichischen Vierkanthof, von der barocken Puppenstube zum berühmten seidenen Wiener Jagdteppich, vom kleinen österreichischen Groschen zur Schutzengel-Statue – Userinnen und User können diese nach Belieben vergrößern, drehen und bestaunen. Was im Museum oft am Schaufensterglas endet, wird so per Mausklick von zuhause aus möglich.

Die 3D-Digitalisierung von Sammlungsobjekten und Gebäuden bringt aber auch weitere Vorteile: Sie dokumentiert den Zustand vergänglicher Materialien, unterstützt somit die Restauration des Originals und bewahrt letztlich wertvolles Wissen für weitere Generationen. Ein Beispiel dafür ist die aufwendige Rekonstruktion des Heidentors in Petronell-Carnuntum im Zuge der Twin-It-Aktion der EU-Kommission (2023-2024).

Neue Dimensionen für Österreichs Kulturerbe

400.000 neue Digitalisate sind über den Sommer im Kulturpool eingetroffen. Darunter kunstvolle Gemälde, historische Bücher, Landkarten und Briefkorrespondenzen, aber auch Küchenutensilien und Mode aus vielen Jahrzehnten. Das Suchportal und Kompetenzzentrum am Naturhistorischen Museum Wien (NHM) wächst seit seiner Neuaufstellung im März 2024 aber nicht nur in Zahlen, sondern auch in Dimensionen:

„Die Digitalisierung von Objekten nimmt Geschwindigkeit auf. Besonders 3D-Digitalisate machen unser Kulturerbe unabhängig von Ort und Zeit erlebbar”, freut sich Doris Wolfslehner als Vertreterin des Kulturministeriums (BMWKMS) und Initiatorin. Aktuell sind 126 Museen, Archive und Bibliotheken aus ganz Österreich im Kulturpool mit digitalisierten Objekten vertreten. Die 3D-Objekte im Kulturpool kommen zusätzlich zum Volkskundemuseum Wien auch von der Alban Berg Stiftung, dem Foto- und Kameramuseum WestLicht, der Landessammlungen Niederösterreich, dem Mariendom Linz, der Österreichischen Gesellschaft für Mittelalter- und Neuzeitarchäologie, dem Österreichischen Archäologischen Institut an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sowie vom Stadtmuseum St. Pölten und vom Stift Heiligenkreuz.

„Ich lade alle Interessierte ein, sich von der Vielfalt des Kulturpools und seiner Partnerinstitutionen zu überzeugen und sich für die eigene Arbeit oder das Hobby inspirieren zu lassen“, so Katrin Vohland, Generaldirektorin des Naturhistorischen Museums Wien, an welchem der Kulturpool verortet ist. Ein großer Teil der digitalisierten Objekte befindet sich aktuell noch in Vorbereitung und geht in den kommenden Monaten online. Zudem wächst der Kulturpool auch durch neu digitalisierte Objekte von bestehenden Partnerinstitutionen.

Seit der Anbindung an den Kulturpool im Juli 2025 stellt das Volkskundemuseum Wien rund 20.000 digitalisierte Objekte, Fotografien, Publikationen und Archivalien zur Verfügung – davon knapp 100 im Medientyp 3D.

„Durch die Einbindung unserer rund 20.000 Digitalisate im Kulturpool wird das kulturelle Erbe des Volkskundemuseum Wien Teil eines größeren, offenen Wissensraums. Forschende, Lehrende und Interessierte finden Zugang zu bisher online nicht auffindbaren Beständen und können sie zu wissenschaftlichen, kreativen oder journalistischen Zwecken, aber auch für den Schulunterricht oder privat nutzen. So schaffen wir gemeinsam mit dem Kulturpool neue Wege, Wissen zu teilen und weiterzuentwickeln“, so Matthias Beitl, Direktor des Volkskundemuseum Wien.

Geschichte zum Drehen, Schwenken und Hineinzoomen

Ein kurzer Schwenk und schon stehen wir mitten im 18. Jahrhundert. Genauer gesagt, in einem niedrigen, holzvertäfelten Zimmer mit zwei Kästen, einem Holztisch und zwei Stühlen. Das dicke, grüne Fensterglas versperrt uns den Blick nach draußen. Was für ein Panorama dort wohl zu sehen ist? Eines ist klar: Wir befinden uns in einer gemütlichen Stube im Vorarlberger MontafonEine Inschrift auf der Tür verrät uns das Jahr ihrer Fertigstellung: 1807. Damals gehörte die Gegend zum Königreich Bayern. Wer ging hier wohl täglich aus und ein? Das Licht muss schummrig gewesen sein. An der Decke sehen wir einen schwenkbaren Leuchterarm. Mit ihm konnte man die Talglampe nach Belieben über den achteckigen Tisch oder zur Ofenecke lenken. Neugierig nähern wir uns dem großen Stubenkasten und blicken in die geöffnete Schublade. Zwei Zooms und wenige Klicks später haben wir die Stube wieder verlassen und blicken dem Teufel direkt ins Gesicht. Umringt von bunt bemalten Holzfiguren – allesamt mit Instrumenten und Requisiten ausgestattet – hält der geschnitzte Belzebub ein Notenblatt in der einen und eine Panflöte in der anderen Hand. Die detailreich gefertigte Kapelle ist Teil des Mechanischen Welttheaters (Theatrum mundi) aus der Sammlung des Volkskundemuseums. Und wie die Vorarlberger Stube kann es dank 3D-Digitalisierung von allen Seiten erkundet und betrachtet werden. Diese Beispiele zeigen: 3D-Modelle schicken uns auf persönliche Reisen in unterschiedliche Welten und Zeiten.

Animierte Welten

Alle 2000 Objekte im 3D-Format sind über kulturpool.at abrufbar – eine vielfältige Quelle, die frei und einfach zugänglich ist. Annotationen liefern verschiedene Details zu den Objekten, die per Klick abgerufen werden können. Manche der Objekte sind zudem animiert, wie das Schachspiel aus dem steirischen Salzkammergut aus dem frühen 19. Jahrhundert. Sobald das 3D-Modell geladen ist, öffnet sich das Aufbewahrungskästchen, das Schachbrett wird aufgeklappt und die Schachfiguren schweben aufs Feld, jede auf seine Position. Nun kann man die 32 Holzfiguren aus der Nähe betrachten und jedes geschnitzte Detail genau studieren.

Der Kulturpool in Zahlen (Stand: 5. November 2025)

2.173.863 Objekte – von der Urgeschichte bis heute – digital auf kulturpool.at verfügbar davon ca. 2000 im 3D-Format

126 Partnerinstitutionen österreichweit

50 redaktionelle Artikel über die Sammlungen und ihre Highlights

rund ein Viertel aller Objekte ist unter den offenen Lizenzen „Public Domain“ und „CC0“ verfügbar und kann einfach weitergenutzt werden.

Rückfragehinweis Volkskundemuseum Wien

Johanna Amlinger, +43 1 406 8905 57 / presse@volkskundemuseum.at

Zeitgeist Österreich

Marketagent Zeitgeist

Wenn Meinungsforschung zum Scheitern verurteilt ist

5. November 2025 - Die Meinungsforscher von Marketagent haben den ersten Versuch unternommen, den „Zeitgeist“ zu ergründen und sind damit kläglich gescheitert. Laut Marktetagent gilt: „Klimakrise als zentrale Herausforderung unserer Zeit. 68 Prozent der Befragten stimmen zu, dass die Klimakrise die größte Herausforderung unserer Zeit ist.“ ethos.at stellt das in Frage.

Presseinfo von Marketagent: Die erste Ausgabe der Studienreihe „Zeitgeist Österreich“ des digitalen Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent zeigt deutlich: Die große Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher sieht die Klimakrise als ernsthafte Herausforderung – doch sie fordert zugleich Fairness, Leistbarkeit und mehr Verantwortung von Politik und Wirtschaft.

Fact Box:

+ Grundhaltung: 68% der Österreicher*innen stimmen zu, dass die Klimakrise die größte Herausforderung unserer Zeit ist. Besonders stark ausgeprägt bei der Generation Z (76%) und bei politisch links orientierten Personen (86% | politisch (eher) rechts: 48%). Für 83% ist Klimaschutz eine Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen.

+ Verantwortung: Die größte Verantwortung für Klimaschutz wird bei Politik (88%) und Wirtschaft (87%) gesehen. 73% sehen auch die Bürger*innen selbst in der Pflicht.

+ Eigener Lebensstil: Drei Viertel finden es richtig, dass Klimaschutz auch persönliche Veränderungen erfordert (74%). Gleichzeitig glauben 6 von 10 nicht, dass ihr Verhal-ten allein einen Unterschied macht. Für 9 von 10 müssen Klimaschutzmaßnahmen für alle leistbar sein.

+ Klimaberichte: Klimaberichte lösen vor allem Sorge um die Zukunft der nächsten Generationen (49%) und Wut über das mangelnde Handeln von Politik und Wirtschaft (40%) aus. 21% finden die Darstellung übertrieben, 17% reagieren genervt.

+ Zukunft: Nur 17% glauben, die Welt werde 2050 „stabil und gut gepflegt“ sein. 36% sehen sie als „Haus in Renovierung, 30% „in Schieflage“ und 13% als „einsturzgefährdet“. 4,3% befürchten, dass die Welt 2050 unbewohnbar ist.

HTH kommentiert: Als Philosoph und "Experte für Zeitgeist" erlaube ich mir den Einwand, dass in dieser Untersuchung eine Themenverfehlung vorliegt. Die a priori Gleichsetzung von Zeitgeist mit dem Klimawandel-Dauerthema, das spätestens seit dem "Green Deal" der EU zur Ideologie verkommen ist, halte ich für ungeeignet, um in einer Umfrage zu brauchbaren Ergebnissen über den Zeitgeist zu kommen.
Das Ergebnis "Klimakrise als zentrale Herausforderung unserer Zeit. 68 Prozent der Befragten stimmen zu, dass die Klimakrise die größte Herausforderung unserer Zeit ist" verschweigt die Frage, die zu dem (gewünschten?) Ergebnis führte. Welche anderen Herausforderungen sehen die Österreicher? Wie stehts mit folgenden Problemfeldern/Herausforderungen: 
+ Wirtschaftskrise
+ Energiekrise
+ Weltkriegsgefahr
+ Terrorismus
+ Migration
+ Demokratie
+ Geldentwertung
uvm
Was davon wurde abgefragt?
Ich halte die Meinungsumfrage grundsätzlich für die falsche Methode, um den Zeitgeist zu ergründen. Allenfalls könnten Meinungsforscher Ideologien unserer Zeit untersuchen. In diesem Rahmen wäre das Klimawandel-Ideologie richtig positioniert. Interessant wäre auch, die herrschenden Narrative (veröffentlichte Meinung) zu den oben angeführten Herausforderungen mit den Einstellungen und Interessen der Österreicher (öffentliche Meinung) abzugleichen.
Sapere aude!

SIEHE AUCH: Zeitgeist 2025 - Misslungene Kommunikation

Skandal-Inszenierung: Künstler gegen Kirche

Rainer gg Kirche

Update 18.2.2026 (Aschermittwoch) – Die Rainer-Ausstellung eröffnet wie geplant. Arnulf Rainer kann dazu nichts mehr sagen, er ist im Dezember verstorben. (ORF.at 17.2.2026)

4. November 2025 - Arnulf Rainer (geboren 1929) hat zu seinem 60. Geburtstag mit einer Solo-Exhibition im New Yorker Guggenheim Museum international Aufsehen erregt. Danach war er Jahrzehnte lang „Nummer 1“ österreichischer Kunstrankings, seine Preise im internationalen Vergleich (z.B. Gerhard Richter) sind aber „mittelmäßig“ geblieben, sein „Weltranglistenplatz“ liegt derzeit bei 484 (Quelle artprice.com).

Foto: https://www.katholisch.at/aktuelles/155810/kuenstler-arnulf-rainer-gegen-geplante-ausstellung-im-stephansdom

Vom Revoluzzer, der den Kunstakademien den Rücken kehrte (1947) bis zum Großen Österreichischen Staatspreis (1978) vergingen nur drei Jahrzehnte. Der Einbruch in Rainers Atelier (1995) mit Übermalungen seiner Übermalungen machte in Österreich Schlagzeilen, roch aber stark nach einer Eigen-Inszenierung. So auch der neueste Skandal:

Arnulf Rainer lies dem Dompfarrer Toni Faber ausrichten, dass er eine geplante Ausstellung seiner 77 Kreuze im Stephansdom als „Vereinnahmung durch die Katholische Kirche“ empfinde. „Er habe sein künstlerisches Schaffen niemals in einen sakralen Zusammenhang gebracht, so Rainers Anwalt Alexander Pflaum.“ (ORF.at 4.11.25)

Die Werke für die geplante Ausstellung stammen aus der Sammlung von Werner Trenker. Hätte sich ein Kurator um Werke aus dem Bestand des Künstlers bemüht, hätte dieser wohl eine andere Haltung eingenommen. So wie beim Ankauf seiner Kreuze für die Kapelle im Landhaus St. Pölten, gegen die keinerlei Einwände vorgebracht wurden. Von Rainer unwidersprochen, erklärte die Landeshauptfrau Mikl-Leitner auf eine Aufrage der Grünen: "Die Landhauskapelle ist dem Landespatron geweiht und wurde 1997 fertiggestellt, die christlichen Symbole wie das Kreuz wurden von Arnulf Rainer geschaffen". (DerStandard.at 22.1.21)

Siehe auch Anfrage und Beantwortung auf noe-landtag.gv.at

Über die theologische Frage, ob christliche Symbole von einem Künstler, dem das Christentum fern steht, noch christliche Symbole sind, oder vielleicht sogar antichristliche Persiflagen, wird in diesem Fall natürlich nicht diskutiert. Aus Sicht von Kunstexperten handelt es sich vermutlich um eine Scheinfrage, aus Sicht der Geschichte christlicher Kunst und ihrer Entwicklung im 20. und 21. Jahrhundert ist sie essenziell.

Es wird auch nicht darüber diskutiert, warum Anschaffungen für christliche Einrichtungen sich an der Prominenz eines Künstlers und nicht an der christlichen Ausrichtung von Künstlern orientieren. Ob es überhaupt noch christliche Kunst gibt, ob diese heute nur noch epigonal oder auch originär sein kann, das ist eine Frage, die angesichts einer Ausstellung im Stephansdom diskutiert werden sollte.

Offensichtlich haben die Würdenträger der Katholischen Kirche darauf vergessen, dass einige Jahrhunderte lang (von der Gotik bis zum Barock) in und durch Kathedralen Kunst zum Leben erweckt wurde und ihr Zweck darin lag, die Größe Gottes zu verherrlichen. Heute gibt es statt dessen eitle Selbstdarstellung von Dompfarrern in den Klatschspalten der Massenmedien, woke aber politisch korrekte Regenbogenpastorale, dümmliche Corona-Gläubigkeit (inklusive Totalversagen von Caritas und Gottvertrauen) und nicht zuletzt Selbstunterwerfung unter den Islam unter dem Mäntelchen der Toleranz, die sich schon längst als Einbahnstraße erwiesen hat.

Die oberflächliche Skandal-Inszenierung "Rainer gegen Faber" dient einzig und allein der Produktion von Schlagzeilen, die mit Sicherheit nicht dem Kunstdiskurs oder gar der geistigen Auseinandersetzung mit den substanziellen Problemen unserer Zeit dienen; mit hoher Wahrscheinlichkeit aber dem Kunstmarkt.

Vielleicht schafft es die PR-Agentur mit besonderer Nähe zum Himmel (SKY unlimited), die vorprogrammierte Verflachung des Scheinkonflikts in die Tiefen der wahren Konflikte hinabzuführen. Die Ankündigung der Ausstellung ist zumindest vielversprechend: „Die Zahl 'Sieben' – seit jeher Symbol für Vollendung, Glaube und geistige Ordnung – zieht sich als zentrales Motiv leitend durch die Präsentation im Stephansdom. Sie spiegelt sich nicht nur in der Anzahl der gezeigten 77 Werke wider, sondern auch im spirituellen und theologischen Anspruch dieser Präsentation: 'Das Kreuz – als Zeichen, das bleibt' – über Zeit und Raum hinaus. Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen soll das Kreuz als Symbol an die Kernbotschaften des Christentums erinnern: an Liebe, Mitgefühl, Vergebung und den unerschütterlichen Glauben an das Gute. Das Kreuz ist als Symbol der bleibenden Werte des Christentums zu verstehen – seit Jahrhunderten spendet es Orientierung, Trost und Hoffnung und ist eine der wesentlichen Grundlagen der abendländischen Kultur.“ (APA / OTS 28.10.2025)

Frage am Rande: Welche kulturelle und religiöse Relevanz hat folgende Ankündigung: „Bundeskanzler Stocker und Dompfarrer Faber werden Schau mit 77 Kreuzarbeiten des international bekannten österreichischen Malers im Februar eröffnen.“ (katholisch.at 29.10.2025)

50 Jahren wirtschaftliche Landesverteidigung

ChatGPT Landesverteidigung

BMWET und WKÖ organisierten eine Tagung zum Thema  "50 Jahren Wirtschaftliche Landesverteidigung"

27. Oktober 2025 - HTH kommentiert: Seit knapp 40 Jahren bin ich Mitglied der WKO und wurde in der Zeit mit Tonnen von Papier (Wirtschaftskammerzeitungen) zugeschüttet, sowie zu vielen Veranstaltungen eingeladen, die zumindest als Get Together ihren Zweck erfüllten. Bei all diesen Ereignissen war keine einzige Information und keine einzige Veranstaltung zum Thema „Wirtschaftliche Landesverteidigung“ dabei. Die folgende Presseinformation entspricht nur in einem Punkt den Tatsachen: BMWET und WKO haben „eine gleichnamige Veranstaltung“ abgehalten.

ChatGPT politisch korrekt "kann kein Bild erstellen, das reale Personen wie Wolfgang Hattmannsdorfer oder Harald Mahrer in einer inszenierten oder potenziell satirischen Szene zeigt (z. B. „in Tarnanzügen durch das Unterholz kriechend“), da das eine unzulässige Darstellung wäre. Wenn du möchtest, kann ich aber eine symbolische oder neutrale Illustration erstellen – etwa: Eine Karikatur zweier fiktiver Politikerfiguren in Anzügen und Helmen, die symbolisch für Wirtschaft und Politik stehen."

Die Presseinfo des BMWET lässt den Leser im Dunkeln, warum und in welcher Art und Weise vor 50 Jahren „Wirtschaftliche Landesverteidigung“ gestartet wurde und welche Maßnahmen dazu konkret ergriffen wurden. Geradezu lächerlich, wenn nicht gar Fakenews ist die Aussage: „Seit nunmehr fünf Jahrzehnten nimmt Österreich bei der wirtschaftlichen Landesverteidigung eine echte Vorreiterrolle ein.“ Wem reitet Österreich vor?? Geht es um einen Dressurritt in der Hofreitschule oder um ein Pferderennen in der Krieau?

Eine Frage am Rande: 2023 wurde für die Landesverteidigung der kommenden vier Jahre ein Budget von 16 Milliarden Euro beschlossen. Wieviel davon ist eigentlich für die „wirtschaftlichen Landesverteidigung“ eingeplant? Falls nichts, welches Budget stellen BMWET und WKO dafür bereit?

ethos.at klärt auf: 1975 wurde der Artikel 9a der österreichischen Bundesverfassung (B-VG) eingefügt; es geht um die „umfassende Landesverteidigung“. Hier der Wortlaut, siehe insbesondere 9a (2).

Artikel 9a B-VG – Umfassende Landesverteidigung
(1) Österreich bekennt sich zur umfassenden Landesverteidigung. Ihre Aufgabe ist es, die Unabhängigkeit nach außen sowie die Unverletzlichkeit und Einheit des Bundesgebietes, insbesondere zur Aufrechterhaltung und Verteidigung der immerwährenden Neutralität, zu wahren und die verfassungsmäßigen Einrichtungen sowie deren Handlungsfähigkeit und die demokratischen Freiheiten der Einwohner vor gewaltsamen Angriffen von außen zu schützen und zu verteidigen.
(2) Die umfassende Landesverteidigung umfasst die militärische, geistige, zivile und wirtschaftliche Landesverteidigung.
(3) Jeder männliche Staatsbürger ist wehrpflichtig. Frauen können freiwillig Dienst im Bundesheer leisten.
(4) Wer die Wehrpflicht aus Gewissensgründen ablehnt und daher den Dienst mit der Waffe verweigert, hat einen Ersatzdienst zu leisten. Näheres bestimmt das Gesetz.

Deutschland: ÖRR vor Verwaltungsgericht

Am 1. Oktober 2025 durften die öffentlich rechtlichen über sich selbst als Gegenstand der Verhandlung berichten. Wackelt die GEZ Gebühr? Der größte Saal des Bundesverwaltungsgerichts war zu klein für das Interesse der Öffentlichkeit. Wird das Gericht die einseitige Berichterstattung feststellen können? Und werden die vielen einzelnen Klagen der unzufriedenen Zwangsbeitragszahler mit diesem Verfahren ihr Ende finden? Claudia Jaworski berichtet auf youtube: Öffentlich-Rechtliche vor Gericht

https://www.youtube.com/watch?v=YgbDQa2viak

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts wurde am 15. Oktober bekannt gegeben.

Kommentar des Initiators von LeuchtturmARD, Jimmy Gerung

Update 24.10.2025 - Jimmy Gerum über die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig: https://tube4.apolut.net/w/czXzsbFzVPokBsq2LK78sB

Liebe Aktive,

aktueller Newsletter zum Stand der Dinge in der 170. Woche der Mahnwachen:

200. Woche seit Gründung Leuchtturm ARD🙂

Das Wichtigste zuerst:

Heute feiern wir unseren Erfolg am 1. Oktober und 200 Wochen Bürgerinitiative. Aber ausruhen können wir uns nicht auf diesem Erfolg. Und auch nicht erwarten, dass der 15.10. die Lösung ist.

"Die Wenigen" sind es, die diese Welt ins Ungleichgewicht bringen, und die Dunkelheit befördern, weil sie sich immer wieder erfolgreich ihren eigenen Vorteil gegenüber "den Vielen" suchen.

Und "die Wenigen" unter uns können dem mit Konzepten und Koordination begegnen.

DMK braucht nur 20 bis 50 Menschen die mit ihrer Arbeit die anderen Demokratie- und Friedens-Bewegten inspirieren. "Weniger" geht wohl kaum. Kostenlos und aufwandslos.

Die Freiheitsbotschafter von Markus Bönig brauchen 8000 Menschen, die alle PLZ abdecken. Man braucht dafür viel mehr Zeit und Aufwand, aber man kann vielleicht sogar erfolgreich Geld verdienen dabei. Ein interessantes Konzept.

Fällt euch ein drittes ein? Was ist übrig von der großen Demo am 13.9., von den Hambacher Festen, von den Ostermärschen, vom 2.8., vom 3.10. ? Was ist daran akkumulativ?

DMK braucht jedoch alle diese Events, all diese Aktivität. Wenn es sie nicht gäbe, wäre die Idee DMK nutzlos. DMK ist die akkumulative Ergänzung all dieser Events, im GLOBALEN Rahmen.

Finden wir diese 20 bis 50 Menschen? Bisher fehlt uns das notwendige kollektive Denken für diese Aufgabe. Wenn ihr bereit seid, meldet euch. Und erweitert diesen Newsletter mit eurem aktiven Umkreis. Das Wachstum dieses Newsletters zeigt uns das Wachstum unseres Potentials.🙂

Aktueller Stand: 125 Mitglieder.

Bilanz 1. Oktober:

Vielen Dank für all Eure Unterstützung bei dem spannenden Ansatz, den mehrheitlich eher verzweifelten Kritikern des ÖRR eine positive und konstruktive Vision für die Zukunft unseres öffentlich-rechtlichen Rundfunks entgegenzusetzen.

Anbei auch ein als Streitschrift formulierter Artikel zu dieser Frage in der Berliner Zeitung.

Die Operation 1. Oktober ist gelungen und hat viel Aufmerksamkeit erreicht.🙂

Wir danken allen Beteiligten sehr und insbesondere den ca. 300 bundesweiten Klägern, deren persönlicher Einsatz die Relevanz dieses Pilotverfahrens mit ermöglicht haben.

Nun sind wir gespannt auf das Urteil des Senats, das am 15. Oktober verkündet werden wird.🙂

Zum Ablauf des 1. Oktober:

10min Interview der Prozessbevollmächtigten Dr. Harald von Herget und Carlos A. Gebauer:

https://t.me/LeuchtturmARD/7945

10min Interview Jimmy Gerum:

https://youtu.be/Jfv53qRQ0ok

Verfolgt gerne den Newsticker

(https://leuchtturmard.de/mahnwachen-material/dokumente)

Wir hoffen sehr auf eine konstruktive Entscheidung im Sinne von Meinungsvielfalt und Demokratie.

Mit demokratischem Gruß

Jimmy Gerum

SIEHE AUCH:

+ Klage gegen Rundfunkbeitrag nur teilweise erfolgreich: Hürde für Zahlungsverweigerung liegt hoch (berliner-zeitung.de 15.10.25)
+ Gericht entscheidet: Wer ARD und ZDF für einseitig hält, kann gegen den Rundfunkbeitrag klagen (taz.de 15.10.25)

SPE schließt slowakische Regierungspartei aus

ORF gg Fico SK

17. Oktober 2025 – Während Regierungskritik hierzulande von den Massenmedien weitgehend vermieden wird, findet jede Demo in der Slowakei große Resonanz – vorausgesetzt sie richtet sich gegen die dortige Regierung. Geradezu Begeisterung verursachte die neueste Entscheidung der SPE (Sozialdemokratische Partei Europas), die slowakische Smer-Partei von Ministerpräsident Robert Fico aus ihren Reihen auszuschließen. „Ein Parteikongress in Amsterdam beschloss den Rauswurf einstimmig“, so der ORF (Österreichische Regierungsfunk) im O-Ton.

SIEHE AUCH ORF.at (24.1.2025) Zehntausende protestierten gegen Fico

Wie ist die politische Stimmung in SK tatsächlich? Die Journalistin Gabriela Piroskova berichtet exklusiv für ethos.at aus Bratislava:

Es gibt mehr Stimmungen in der Gesellschaft – Die mediale, die sagt – diese Koalition ist das Schlimmste auf der Welt, sie kennt nur eine Richtung: Russland. Keine Freiheit, keine Demokratie… Dann gibt es die bürgerliche Stimmung – wir wollen diese Koalition, weil sie den Schulden eine Ende setzen wird. Sie ist zwar nicht ideal, aber wer macht keine Fehler? Die andere Seite sagt, was die Medien sagen.

Außerdem organisiert jemand Proteste und finanziert sie natürlich (gegen diese Kolalition) – Was wir dort hören, widerspricht völlig dem gesunden Menschenverstand.

Und es gibt noch immer die objektive Realität: die Medien lügen. Die Medien lügen, wenn sie behaupten, diese Koalition arbeite gegen die EU. Diese Koalition arbeitet in völliger Symbiose mit der EU, unterstützt Sanktionen gegen Russland, liefert Munition an die Ukraine, sie erhöht die Steuern, die Unternehmen florieren, alles, was die Opposition vorbereitet hat, als sie an der Regierung war…  Alles ist in Ordnung (meine Ironie)…

Nur die Bürger fragen sich immer öfter, warum wir sie gewählt haben? Sie machen einfach in die Richtung der früheren Regierung weiter.  Was wird, wenn bei uns die Opposition gewinnt? Nichts, nur die Medien werden schweigen ...

Shakespeare schrieb vor vielen Jahren die Komödie „Viel Lärm um nichts“. Und wir erleben sie heute. Denn die Medien sollen lügen, manipulieren und die Realität nach den Vorstellungen ihrer Besitzer gestalten. Die Realität ist nie so heiß, wie die Medien sie präsentieren. Es ist tragisch, ihnen zu glauben. Die gesamte EU ist eine große Lüge, sie hat viele Länder wirtschaftlich gefährdet, Deutschland liegt hier an erster Stelle. Ich glaube nicht, dass das alles Zufall ist. Dies ist ein langfristiges Projekt … und die USA machen, was sie wollen und Russland auch.

EU beschließt Aufrüstungsprogramm EDIP

Attac Frieden

Rüstungslobby übt immer mehr Einfluss aus, Friedenspolitik bleibt auf der Strecke

17. Oktober 2025 (Presseinformation von Attac Österreich) - Neben der Vorstellung des EU-Aufrüstungsfahrplans „Defence Readiness Roadmap“ hat die EU gestern auch das Programm zur Förderung der Rüstungsindustrie (European Defence Industry Programme, EDIP) beschlossen. Heftige Kritik daran kommt von Attac: Denn mit dem Programm verschiebt die EU ihre Zuständigkeiten Schritt für Schritt in Richtung Aufrüstung – ohne laut EU-Verträgen dafür überhaupt zuständig zu sein. Die Kommission beruft sich deshalb nicht auf militärische, sondern auf industrie- und forschungspolitische Zuständigkeiten. (SIEHE AUCH: rp-online.de 17.10.25)

„EDIP ist kein technisches Industrieprogramm, sondern ein weiterer Schritt hin zu einer militarisierten EU. Faktisch werden Waffen, Munition und militärische Technologien und damit ein weiteres Wettrüsten gefördert“, kritisiert Hax Hollweg von Attac Österreich. Dieser Etikettenschwindel ist demokratiepolitisch hochproblematisch. Denn so entsteht eine Rüstungspolitik durch die Hintertür, ohne öffentliche Debatte und mit minimaler parlamentarischer Kontrolle, kritisiert Attac. „Europa darf Konfliktlösung nicht nur durch die militärische Brille betrachten. Das heißt nicht, dass man Aggressoren neutral gegenübersteht oder imperialem Machstreben nachgibt”, sagt Hollweg.

Rüstungslobby übt immer stärkeren Einfluss aus

Besonders besorgniserregend ist der wachsende Einfluss der Rüstungslobby. Werden Rüstungskonzerne in die Strategieentwicklung eingebunden, bestimmen sie auch die politische Logik maßgeblich mit. "Entscheidungen orientieren sich zunehmend an Profitinteressen statt an friedens- und sicherheitspolitischer Vernunft“, kritisiert Hollweg.

Recherchen von LobbyControl.de (8.10.24) belegen, dass zentrale Formulierungen in der „Europäischen Industriestrategie für den Verteidigungsbereich“ (EDIS) teilweise wortwörtlich mit Positionen des Bundesverbands der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) übereinstimmen. Laut einer Politico-Analyse haben die größten europäischen Rüstungskonzerne ihre Lobbybudgets schon zwischen 2022 und 2023 um rund 40 Prozent erhöht. Auch die Zahl der Rüstungslobbyist*innen ist zwischen 2022 und 2024 deutlich gestiegen.

Attac startet Kampagne, um Aufrüstung kritisch zu beleuchten

Attac startet in den kommenden Monaten eine neue Kampagne, um die aktuellen Aufrüstungspläne der EU und Österreichs mit Recherchen und Veranstaltungen kritisch zu beleuchten. „Der alleinige Fokus auf mehr Waffen verfestigt eine gefährliche Aufrüstungslogik und internationale Spannungen. Wettrüsten führt uns nicht nur weg von einer künftigen Friedensordnung, sondern auch weg vom politischen Ziel, eine solche zu schaffen. Zugleich verschlingt die Aufrüstung dringend benötigte Ressourcen und heizt die Klimakrise an. Für umfassende Sicherheit braucht es aber nicht mehr Waffen, sondern vor allem mehr Geld für Klima, Soziales und Frieden“, betont Hollweg.

Rückfragen: David Walch, Pressesprecher Attac Österreich

presse@attac.at

DDR 4.0 + Der Fall Todenhöfer

Todenhöfer Buch 2025

16. Oktober 2025 - Jürgen Todenhöfer, Autor zahlreicher Spiegel-Bestseller erschienen im Bertelsmann-Verlag, hat Israels Regierungschef kritisiert und wird deshalb nun von den deutschen Behörden verfolgt. Am 16.10.25 kommentiert er auf Facebook:

 

Mein Netanyahu-Post lautete: „Mister Netanjahu, protestiert Ihr Gewissen eigentlich nie, wenn Sie den Palästinensern dasselbe antun, was die verfluchten Nazis den Juden angetan haben?“ Für diesen verzweifelten Protest gegen das Ermorden von Kindern in Gaza will die deutsche Justiz mich jetzt bestrafen. Mit einer Gefängnisstrafe, da ich eine Geldstrafe nicht bezahlen werde? Meine Kritik am damaligen Kanzler Scholz lautete, er sei vor den Anschlägen auf NordStream über die Pläne der ukrainischen Täter informiert worden. Statt die Täter zu bestrafen, belohne er sie mit Waffenlieferungen. Das sei Vaterlandsverrat.

Wochenlang überwachten Polizisten meine Wohnung. Nach einer öffentlichen Lesung meines neuen Buches „Und folgt dir keiner, geh allein!“ in München versuchten Polizisten mich nachts vor meiner Wohnung abzufangen, um den Durchsuchungs - und Beschlagnahmebeschluss durchzusetzen.

Das Gericht schrieb zur Begründung des Strafverfahrens sowie des Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlusses, die Maßnahmen stünden „in angemessenem Verhältnis zur Schwere meiner Tat“.

Ein derartig maßloses Vorgehen gegen Kriegs- und Regierungskritiker ist ein Frontalangriff auf die Meinungsfreiheit unseres Grundgesetzes.

170 Seiten umfassen die Ermittlungsakten der Justiz über mich. Gibt es in Deutschland wieder eine „Gesinnungspolizei“?

Das alles soll mich offenbar daran hindern, die Kriege Netanyahus weiter hart zu kritisieren. Ich werde das rechtswidrige Vorgehen der israelischen Regierung gegen die Bevölkerung Palästinas trotzdem offen kritisieren. Mit dem Ziel mitzuhelfen, durch öffentlichen Druck einen gerechten und dauerhaften Frieden für das palästinensische Volk zu erreichen.

Ich habe mich stets für das Existenzrecht Israels, aber genauso für das Existenzrecht Palästinas eingesetzt. Immer wieder habe ich außerdem geschrieben, dass jüdische Deutsche ein „wichtiger und wertvoller Teil unseres Volkes“ sind. Und dass der Holocaust in seiner Barbarei unvergleichlich ist. In meinem neuen Buch schrieb ich: „Am Holocaust gibt es nichts zu relativieren. Er ist und bleibt das größte Verbrechen der deutschen Geschichte." Ich muss das nach all meinen Büchern nicht ständig wiederholen.

In meinem „Netanyahu-Post“ habe ich den Holocaust gar nicht erwähnt. Der Holocaust hat mich als Kind des 2. Weltkriegs tief geprägt. Gerade wegen des Holocaust bin ich gegen jede Form des Rassismus. Die Politik Netanyahus gegen die Palästinenser ist leider zutiefst rassistisch.

Ich habe über ein Dutzend Kriege persönlich miterlebt und bin ein kompromissloser Gegner von Kriegen. Weil es keine anständigen Kriege gibt. Man kann seine Mitmenschen nicht anständig erschlagen.

Israelische Scharfschützen haben mich 2019 im Gazastreifen an der Schulter erheblich verletzt. Dieser Beschuss hat mir drei schwere Operationen unter Vollnarkose eingebracht. Der Anlass der Beschießung: Ich hatte mich in Gaza an der Grenze zu Israel mit einem Plakat für die Gleichberechtigung der Palästinenser eingesetzt. Die israelische Regierung hat sich bei der deutschen Regierung dafür entschuldigt - bei mir nie. Ich hätte leicht Strafanzeige erstatten können. Ich habe es nie getan.

Meine Anwälte werden in diesen Tagen juristisch gegen die Entscheidungen des Münchner Gerichts vorgehen. Notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht.

Wenn am Ende eine Gefängnisstrafe herauskommt, wird es mir eine Ehre sein, sie anzutreten. Weil das Einstehen für Frieden und Freiheit in Palästina unsere Pflicht ist. Es darf nicht sein, dass der vom IStGH steckbrieflich gesuchte Netanyahu vom deutschen Kanzler herzlich nach Deutschland eingeladen wird, während man seinen Kritikern mit Gefängnis, Hausdurchsuchung und Beschlagnahme droht.

FH Salzburg: Zirkuläre Lebensmittel-Wirtschaft

CEFoodCycle

Salzburg/Puch-Urstein (pts024/10.10.2025/) In einer Welt, in der rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel im Müll landet, braucht es dringend innovative Lösungen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Im Forschungsprojekt CEFoodCycle hat ein internationales Team unter der Leitung der FH Salzburg konkrete Lösungen hierfür erarbeitet. Mit digitalen Tools, regionalen Pilotprojekten und europaweiter Zusammenarbeit wurden neue Wege für eine zirkuläre Lebensmittelwirtschaft im Alpenraum geschaffen. Zum Projektabschluss lädt das Team am 23. Oktober 2025 zur Veranstaltung "Circular Solutions in Textile & Food" an die Universität Salzburg ein.

Lebensmittelabfälle sind mehr als nur Reststoffe, sie sind eine Ressource. Das zeigen die zentralen Ergebnisse des im November 2022 gestarteten Interreg Alpine Space Projekts "CEFoodCycle: Mapping Food Streams and Identifying Potentials to Close the Food Cycle":

Digitale Lösungen für reale Herausforderungen: Im Zentrum des Projekts steht das im Projekt entwickelte und kostenlos zugängliche "Decision-Support Tool" (Entscheidungsunterstützungs-Tool)FoodCycle.ai. Das Tool zeigt auf, wie überschüssige Lebensmittel sinnvoll weiterverwendet werden können und unterstützt die Vernetzung der Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette. Entwickelt wurde es von einem interdisziplinären Team aus den Departments Business and Tourism und Information Technologies and Digitalisation an der FH Salzburg, in enger Kooperation mit der Universität Salzburg.

Regionale Hubs und Pilotprojekte: In fünf Alpenregionen – darunter auch Salzburg – wurden sogenannte Circular Food Hubs aufgebaut. Diese fungieren als regionale Drehscheiben für Kreislauflösungen und haben in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen konkrete Pilotprojekte umgesetzt. So wurden beispielsweise gemeinsam mit dem Unternehmen Resch&Frisch Verwertungsmöglichkeiten für rund 800 Kilogramm trotz sorgfältiger Planung nicht verkaufter Backwaren analysiert. Obwohl Resch&Frisch bereits eine niedrige Ausschussquote von rund 5 % in der Produktion aufweist, dank zahlreicher bereits umgesetzter Maßnahmen, arbeitet das Unternehmen weiterhin daran, die Ressourceneffizienz weiter zu steigern und Lebensmittelverluste zu reduzieren. Daher wurde gemeinsam mit dem Forschungsteam nach Lösungen gesucht, um diese nicht vermeidbaren Warenüberschüsse für den menschlichen Konsum zu sichern.

Wissen teilen, Kreisläufe stärken: Gemeinsam mit zehn Partnern aus fünf Ländern (Frankreich, Slowenien, Italien, Deutschland und Österreich) entstanden im Laufe des Projekts frei verfügbare Bildungsmaterialien wie Videos, Podcasts und Fallstudien. Konferenzen, Publikationen und eine Best-Practice-Broschüre tragen das Thema in die Öffentlichkeit, um Unternehmen und andere Akteure für das Thema zu sensibilisieren.

Weitere Informationen über das Projekt CEFoodCycle

Abschlussveranstaltung "Circular Solutions in Textile & Food" am 23. Oktober 2025

Unter dem Titel "Circular Solutions in Textile & Food: Bridging Sectors, Borders & Strategies"diskutieren Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und NGOs am 23. Oktober 2025 in der Großen Aula der Universität Salzburg sektorübergreifende Kreislauflösungen, politische Strategien und digitale Werkzeuge. Beim abschließenden "Testing & Tasting" werden kreislauffähige Produkte verkostet und das im Forschungsprojekt entwickelte Vernetzungstool FoodCycle.ai vorgestellt.

Programm und Anmeldung.

Die FH Salzburg bietet ihren 3.400 Studierenden in den Departments Angewandte Sozialwissenschaften, Business and Tourism, Creative Technologies, Gesundheitswissenschaften, Design and Green Engineering und Information Technologies and Digitalisation beste akademische Ausbildung mit hohem Praxisbezug. Insgesamt werden 19 Bachelor- und 16 Masterstudiengänge sowie zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Mit dem Fokus auf Innovation in Forschung und Lehre sowie der internationalen Orientierung wird die FH Salzburg zur Vordenkerin und Initiatorin von zukunftsfähigen und relevanten Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Mehr auf: www.fh-salzburg.ac.at

Nationale Finanzbildungs-Strategie

Fianzbildungsstrategie

1. Oktober 2025 (Presseinformation des Bundesministeriums Finanzen) - Mit der von der Europäischen Kommission vorgestellten EU-Finanzbildungsstrategie wird Finanzbildung erstmals europaweit auf eine gemeinsame Grundlage gestellt. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger in allen Mitgliedstaaten zu stärken, damit sie fundierte Entscheidungen zu u.a. Kapitalmarkt, Vorsorge und digitalen Finanzprodukten treffen können.

Österreich nimmt in diesem Bereich bereits seit 2021 eine Vorreiterrolle ein: Unter dem Dach der Nationalen Finanzbildungsstrategie laufen derzeit über 200 Projekte, von Angeboten für Jugendliche, Frauen, Lehrlinge, berufstätige Erwachsene, kurz der gesamten Bevölkerung. Themen wie der Umgang mit Geld, Kredite und Schulden, Konsumentenschutz, Sparen und Investieren, Risikomanagement und Pensionsvorsorge bis hin zur Betrugsprävention im digitalen Raum werden dabei angeboten. Ein zentrales Instrument ist das Finanzbildungsportal Finanznavi“, das seit 2024 täglich viele Menschen mit praxisnahen Informationen versorgt.

„Finanzbildung ist der Schlüssel zur wirtschaftlichen Eigenverantwortung. Wer wirtschaftliche Zusammenhänge versteht, trifft klügere Entscheidungen – vom Haushaltsbudget bis zur Altersvorsorge. In Österreich arbeiten wir intensiv daran, dieses Wissen allen Menschen zugänglich zu machen. Die neue EU-Finanzbildungsstrategie bestätigt den von Österreich eingeschlagenen Kurs. Zudem verleiht sie unseren zahlreichen Maßnahmen weiteren Rückenwind“, betont Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl.

Bereits im Juni hat Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl die Ausarbeitung einer neuen österreichischen Finanzbildungsstrategie in Auftrag gegeben, die ab 2027 in Kraft treten soll. Die Schwerpunkte im Finanzministerium der kommenden Jahre liegen u.a. auf Kapitalmarktkompetenz, Altersvorsorge für junge Menschen, Schutz im digitalen Raum sowie zielgruppenspezifischen Angeboten – insbesondere für Frauen.

ethos.at hat nachgefragt:

9. Oktober 2025

Sehr geehrte Frau Finanzstaatssekretärin,

in ihrer Presseinformation erfahren wir, „unter dem Dach der Nationalen Finanzbildungsstrategie laufen derzeit über 200 Projekte“. Die Suche nach „alle Projekte von Finanznavi“ liefert u.a. folgendes wirre Ergebnis:

„21 Ergebnisse für "alle projekte von Finanznavi". Die finanzielle Situation einer Privatperson hängt stark von ihrer Berufswahl, ihrem Verdienst… Das Leben ist voller Veränderungen und spannender Herausforderungen, vor allem das Familienleben Das Finanznavi ist ein Projekt im Rahmen der Nationalen Finanzbildungsstrategie Österreichs, das durch Das Finanznavi ist die erste Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger Österreichs zu Finanzthemen… Das Angebot reicht von Basisinformationen bis hin zu komplexeren Bereichen und bietet einen umfassenden… Alle Informationen sind in leicht verständlicher Sprache verfasst und sollen dazu einladen gerne auf… Um dies sicherzustellen, kann man auf dem Portal aus einer Vielzahl an Angeboten von Akteur:innen aus… Finanznavi-CheckMit dem Finanznavi-Check gibt es die Möglichkeit, Wissen Eine Gruppe von Steinfiguren in verschiedenen Größen“

1. Bitte um Auskunft um welchen Preis diese Seite errichtet wurde und gewartet wird.

2. Bitte um Auskunft über alle Projekte, die „unter dem Dach der Nationalen Finanzbildungsstrategie laufen“, konkret Projektbetreuer, Laufzeit und Kosten.

Zitat: "Bereits im Juni hat Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl die Ausarbeitung einer neuen österreichischen Finanzbildungsstrategie in Auftrag gegeben, die ab 2027 in Kraft treten soll."

3. Bitte um Auskunft, wann die Ausschreibung dazu stattgefunden hat, wie viele Angebote eingereicht wurden und wer den Zuschlag erhielt, sowie die Entwicklungskosten.

4. Bitte um Auskunft, warum eine neue österreichischen Finanzbildungsstrategie überhaupt notwendig ist, zumal Österreich „in diesem Bereich bereits seit 2021 eine Vorreiterrolle“ einnimmt. Weiters würden wir gerne wissen, ob das Finanzministerium keine kompetenten Mitarbeiter hat, um eine derartige Strategie intern zu entwickeln, zumal es dazu ja offenbar genaue Vorgaben der EU gibt.

UPDATE 27. Oktober 2025 – Antwort von Marlene Postl, Pressesprecherin:

Alle Projekte, die unter dem Dach der Nationalen Finanzbildungsstrategie laufen, sind hier zu finden: Finanzbildung in Österreich: Bildungsangebote | Finanznavi - Hier finden Sie nähere Informationen und Auskünfte über Anbieter.

Für die Erstellung der Seite haben das Bundesministerium für Finanzen und die OeNB eine Förderung der EU-Kommission erhalten. Daher sind dafür keine externen Kosten angefallen.

Die Nationale Finanzbildungsstrategie ab 2027 wird BMF-intern entwickelt. Alle relevanten Stakeholder werden bei der Erarbeitung miteinbezogen. Es findet keine Ausschreibung statt. Die Entwicklung einer Folgestrategie ist ein üblicher Prozess unter den OECD-Ländern, die nationale Finanzbildungsstrategien haben. Nachdem die Nationale Finanzbildungsstrategie für Österreich (2021-2026) Ende 2026 ausläuft, ist die Entwicklung einer Folgestrategie notwendig.