Franz Schuh über die Welt im Aufruhr

Von Wilfried Seywald

27. März 2025 - Für den bekannten Essayisten und Autor Franz Schuh sind die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen kein Grund zu Besorgnis und die Parallelen zu den Jahren des aufkommenden Faschismus sehr theoretisch. Allerdings erscheint die Diskrepanz zwischen dem, was geschieht, und dem, was der Einzelne erleidet, unüberbrückbar. Schuh mit einem Niklas-Luhmann-Zitat: "Wir leben so, dass jeden Tag alles anders werden kann, und gleichzeitig kann ich nichts ändern."

https://www.youtube.com/watch?v=z884lE4lRiM

Beim Europaforum der Toleranzgespräche im Club Carinthia der Oberbank Wien zeigte sich Franz Schuh hinsichtlich möglicher historischer Parallelen unserer Zeit zu den 1930er-Jahren zurückhaltend. Es bestehe ein Riesenunterschied zwischen dem, was eventuell eine Zukunft hat, und dem, was einmal gewesen ist. "Die Gegenwärtigkeit tut uns weh - im Unterschied zur Vergangenheit, die man thematisieren, kommentieren kann, aus der man Filme machen kann, die dann aber oft überhaupt nichts zur Aufklärung beizutragen scheinen und die Rätsel der Vergangenheit auch nicht lösen."

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Teilerfolge für geringfügig Beschäftigte

Vorerst gute Nachrichten für mehrfach geringfügig Beschäftigte

24. März 2025 - (Pressemitteilung des Kulturrats Österreich) Ministeriumsweisung vom Verwaltungsgerichtshof (VwGH) teilweise zurückgewiesen, darin angeordnete Ausschlüsse vom Arbeitslosengeld sind rechtswidrig. + Schlechte Nachrichten warten im Regierungsprogramm

Mehrfach geringfügig Beschäftigte hatten jahrelang keinen Zugang mehr zur Arbeitslosenversicherung. Bereits 2022 hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) entschieden, dass dies rechtswidrig ist und eine großzügige Reparaturfrist bis 31.3.2024 gesetzt. Mit dieser Entscheidung hob der VfGH ein Detail im Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG) auf und stellte fest, dass zur praktischen Anwendung gesetzliche Regelungen zu treffen sein werden. Das ist nicht passiert. Stattdessen hat das zuständige Ministerium für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) im Frühling 2024 eine nicht öffentliche Durchführungsweisung erlassen, die weiter gehende Verschärfungen enthielt. Auch Teile davon sind rechtswidrig, wie nun der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) festgestellt hat.

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Die Zukunft der Personenbetreuung

Award Personenbetreuer 2025

Der Fachverband Personenberatung und Personenbetreuung der Wirtschaftskammer Österreich hat nach 2024 zum zweiten Mal den „DAHEIM BETREUT AWARD“ ausgeschrieben und verleiht die Auszeichnungen an je zwei Gewinner aus jedem Bundesland am 3. April 2025 in Wien. Zur Vorstellung des Projekts, bei dem rund 500 Bewerbungen eingereicht wurden, kamen:

+ Toni Faber, Dompfarrer zu St. Stephan (wird bei der Award Verleihung die Festansprache halten)

+ Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes

+ Karin Hamminger, Vorsitzende der „Daheim Betreut Award“ Jury

+ Andreas Herz, Obmann des Fachverbands Personenberatung und Personenbetreuung in der Wirtschaftskammer Österreich

Moderation: Stefan Ratzenberger

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Schnittstelle KI und Neurowissenschaften

„Die Antrittsvorlesungen von Nina Hubig und Jie Mei markieren einen Meilenstein in der interdisziplinären Forschung an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz (KI), Neurowissenschaften und Medizin. Sie zeigten eindrucksvoll, wie erklärbare KI dazu beitragen kann, die komplexen Prozesse des Gehirns besser zu verstehen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. Insbesondere kann KI die frühzeitige Erkennung und Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie Parkinson revolutionieren. Gleichzeitig eröffnet die enge Zusammenarbeit dieser Disziplinen neue Möglichkeiten für präzisere Diagnosen und personalisierte Therapieansätze - ein entscheidender Fortschritt, der jedoch nur mit transparenten und nachvollziehbaren KI-Entscheidungsprozessen realisiert werden kann“, so IT:U-Gründungspräsidentin Stefanie Lindstaedt.

Vierte Antrittsvorlesung an der IT:U

Linz (APA / OTS 19. März 2025) - Wie Künstliche Intelligenz hilft, das Gehirn besser zu verstehen + Verständlichkeit Künstlicher Intelligenz als Schlüssel für Fortschritt in der Medizin und der Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen

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Die nächste Massenpsychose

von Bert Ehgartner

25.3.25 - Es läuft stets nach demselben Prinzip: wenn etwas Krasses passiert und uns in der Folge ein starkes Narrativ - eine überzeugende Geschichte - präsentiert wird, kann daraufhin ALLES unternommen werden, was davor tabu war. Wir - also die breite Masse der Bevölkerung - fallen immer darauf herein.

Und dann ist alles anders als zuvor. Das Begann mit 9/11 und gab den Anlass den „Krieg gegen den Terror“ auszurufen. Das klang gut und bot den USA die Gelegenheit, einen Schurkenstaat nach dem anderen anzugreifen, dessen Regierung zu stürzen und sich nebenher noch möglichst viele Ressourcen dieser Länder (Öl und andere Bodenschätze) zu krallen.

Dasselbe passierte mit Corona.

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ORF unser!

ORF unser

15. März 2025 - Sigrid Pilz ruft via @sigridpilz.bsky.social und @PilzSigrid auf: „Bitte unterzeichnen Sie diese wichtige Petition! Wir dürfen nicht zulassen, dass der ORF zerstört wird! Unser ORF - unsere Demokratie“. „Unser ORF – Unsere Demokratie“ bedeutet nicht: ORF minus Demokratie, sondern soll wohl suggerieren: ORF = Demokratie.

Dass alle Staatskünstler, die seit Jahren und Jahrzehnten gut vom ORF leben, als Aushängeschilder für diese Petition auftreten, ist nicht überraschend. Wirklich revolutionär ist jedoch der Slogan: „Jetzt die Zukunft des ORF mitgestalten und Ideen für ‚ORF 2032‘ einbringen“. An wen, außer an „die Künstlerinnen für den ORF“ ist die Aufforderung, Ideen einzubringen, wohl gerichtet? Sicher nicht an tausende Autoren, deren Krimis nicht verfilmt werden, sicher nicht an zehntausende Schauspieler und Musiker, die noch nie einen Auftritt im ORF hatten und auch nie bekommen werden! All die können jetzt Ideen einbringen! Und sie können sich sicher sein, dass der ORF alle diese Ideen mangels Budget oder aufgrund andere Mängel wie Sendezeit oder Publikumsinteresse, ablehnen, nein, ned amoi ignorieren wird!

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EU-Projekt CERTAIN

26. Februar 2025 – (Pressemitteilung der FH St. Pölten) Ein Forschungsteam der Fachhochschule St. Pölten arbeitet im EU-Projekt CERTAIN an neuen Maßstäben zur Sicherstellung ethischer und regulatorischer Standards in der Künstlichen Intelligenz. Es sollen Lösungen entwickelt werden, die Organisationen und Unternehmen dabei unterstützen, die europäischen Vorschriften für KI-Entwicklung und verantwortungsvollen Umgang mit Daten schnell und kostengünstig einzuhalten.

Künstliche Intelligenz (KI) transformiert derzeit sämtliche Bereiche unseres Lebens. Viele Prozesse werden in Zukunft teilweise oder vollständig durch KI gesteuert. Umso wichtiger ist es, ein Rahmenwerk als Orientierungshilfe für eine verantwortungsvolle Entwicklung von KI-Anwendungen zu schaffen. Dieses Ziel verfolgt das Team des neuen EU-Projekts CERTAIN (Certification for Ethical and Regulatory Transparency in Artificial Intelligence).

"In CERTAIN wollen wir Werkzeuge entwickeln, die Transparenz und Überprüfbarkeit von KI-Systemen im Einklang mit den Anforderungen des 'EU-AI-Acts' ermöglichen. Unser Ziel ist es, praxistaugliche Lösungen zu entwickeln, die Unternehmen helfen, regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen und das Vertrauen in KI-Technologien nachhaltig zu stärken", betont Sebastian Neumaier, Projektleiter und Senior Researcher am Institut für IT Sicherheitsforschung der FH St. Pölten.

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Einkommen Umverteilung

Einkommensschere

Vermögen / Reichtum / Superreiche / Umverteilung / Einkommensschere

+ Milliardäre häuften im Jänner mehr Vermögen an, als das ärmste Drittel der Menschheit besitzt

+ Vor G20-Treffen: Internationale Kampagne #TaxTheSuperRich fordert globale Besteuerung des reichsten 1 Prozent

24. Februar 2025 - (Presseinformation von ATTAC) - Das Vermögen der weltweiten Milliardäre stieg allein im Jänner dieses Jahres um 314 Milliarden US-Dollar – das sind etwa 10 Milliarden US-Dollar pro Tag. Die Summe übersteigt das gesamte Vermögen jener 2,8 Milliarden Menschen, die das ärmste Drittel der Menschheit ausmachen. 15 Millionen Arbeitnehmer*innen müssten mit dem globalen Durchschnittseinkommen ein ganzes Jahr lang arbeiten, um diesen Betrag zu verdienen.*

 

Diese Berechnung der weltweiten Kampagne #TaxTheSuperRich wird am 24. Februar anlässlich des Treffens der G20-Finanzminister und -Zentralbankgouverneure in Kapstadt, Südafrika, veröffentlicht.

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Aufruf zum Umdenken

Friedenskultur Käss

+ Friedensappell + Kultur des Friedens + von Helmut Käß

1. Aussage oder Behauptung: Ihr kennt ja das Manifest von Russell und Einstein. Es besagt, dass wir wegen der Atomwaffen keine Kriege mehr führen dürfen bei Strafe des Untergangs. Unter Willy Brandt und Egon Bahr hatten wir eine Regierung, die unter dem Slogan „Gemeinsame Sicherheit“ in Verhandlungen mit der Sowjetunion die Helsinkiverträge und die OSZE ausgehandelt und im weiteren Verlauf mit Gorbatschow den kalten Krieg beendet hatten. In der Folge sanken unsere Militärausgaben und Putin bot in einer deutschen Rede vor dem Bundestag mit standing ovations ein gemeinsames Haus Europa an. Wie ich bei einem Webinar zur Vorbereitung des 8.Mai gestern hörte, ist die Meinung der Russen von den Deutschen durch ihre Medien vermutlich auf Putins Wunsch viel besser als die Meinung der Westdeutschen ihrerseits von den Russen. Dies im Gegensatz zu den Ostdeutschen, die die Russen ja viel näher kennengelernt haben und viel russophiler sind.

Gemäß dem Manifest brauchen wir einen dauerhaften Weltfrieden seit der Existenz von Atomwaffen. Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts, wie Willy Brandt sagte. Wir können von viel Glück sprechen, dass wir noch leben und wir brauchen ein Ende der Gefahr.

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