10 Jahre Blühendes Österreich

Blühendes Österreich

23. April 2025 – Im Frühling 2015 starteten die BILLA AG und die Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich eine gemeinsame Erfolgsgeschichte: Zusammen gründeten das Unternehmen und die Vogelschutzorganisation die gemeinnützige Privatstiftung Blühendes Österreich mit dem Ziel, einen nachweisbaren Beitrag zu Naturschutz in Österreich zu leisten. Nun startet BILLA gemeinnützige Privatstiftung startet mit dem Österreichischen Gemeindebund den Fördercall „Blühende Gemeinden #unsereblumenwiese“.

Gemeinden in Österreich und gemeindeverbundene Organisationen sind eingeladen, Projekte zur Anlage artenreicher Blühflächen einzureichen. Unterstützt werden Vorhaben, die neue artenreiche Wiesen-Lebensräume schaffen.

Bunte Vielfalt statt grüner Einfalt

Ziel des Programms ist es, die biologische Vielfalt in Österreichs Gemeinden zu stärken.

Im Gegensatz zum artenarmen klassischen Zierrasen, der häufig nur drei bis vier Grasarten umfasst und einen hohen Pflegeaufwand mit sich bringt, entfalten Wildblumenwiesen und Kräuterrasen ihr ökologisches Potenzial durch ihre Vielfalt. Bis zu 50 verschiedene Pflanzenarten können sich auf einer Blumenwiese ansiedeln. „Artenreiche Blühflächen sind bunter Lebensraum für hunderte Tier- und Pflanzenarten, stärken die Bodengesundheit, erhöhen Erosionsschutz, haben einen niedrigen Wasserbedarf und Kühlungsfunktion. Deshalb suchen wir engagierte Gemeinden und Initiativen, die artenreiche Blühflächen anlegen und somit aktiv zur Förderung der Biodiversität und Lebensqualität beitragen“, so Ronald Würflinger, Generalsekretär von Blühendes Österreich.

Gesucht: Blühflächen mit nachhaltiger Wirkung

Finanziert werden die Planung und Anlage artenreicher Blühflächen, die zur Erhöhung der Artenvielfalt und Biodiversität beitragen. Die Finanzierung umfasst Sachkosten wie fachliche Begleitung, für Saatgut, Heckensträucher und Hochstammobstbäume, Werkzeug und Materialien sowie Unterlagen für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation. Die maximale Fördersumme beträgt 15.000 Euro pro Projekt. Für die geschaffenen Flächen gilt eine Haltepflicht von mindestens zehn Jahren.

Blühendes Österreich stellt insgesamt € 150.000 für die ausgewählten Projekte zur Verfügung. Zusätzlich werden Workshops, Beratungstermine, eine Preisverleihung sowie begleitende Medienarbeit und Kommunikation finanziert.

Einreichung bis 2. Juli 2025

Projekte können bis zum 2. Juli 2025 online unter www.bluehendesoesterreich.at eingereicht werden. Voraussetzung für eine gültige Teilnahme ist der Besuch eines Webinars, in dem praxisnahes Wissen zur Anlage von Naturwiesen sowie erprobte Best-Practice-Beispiele vermittelt werden.

Als Projektwerber:innen sind zugelassen: Organisationen mit Sitz in Österreich + Österreichische Gemeinden

Zur Auswahl stehen drei Termine:

14. Mai, 10:00 bis 11:00 Uhr, Bernhard Haidler – Anlage einer Naturwiese & Best Practice Beispiele aus Niederösterreich, Erfahrungen, Probleme, Lösungen

3. Juni, 17:00 bis 18:00 Uhr, Bernhard Haidler – Anlage einer Naturwiese, Matthias Rode – Best Practice Beispiele aus der Steiermark, Erfahrungen, Probleme, Lösungen

18. Juni, 13:00 bis 14:00 Uhr, Bernhard Haidler – Anlage einer Naturwiese, Matthias Karadar- Best Practice Beispiele aus Tirol, Erfahrungen, Probleme, Lösungen

Maria Anna Duda

Leitung Kommunikation Blühendes Österreich

E-Mail: m.duda@bluehendesoesterreich.at

Weiterlesen

UNESCO Weltwasser-Bericht 2025

Weltwasserbericht

22. April 2025 – Der Weltwasserbericht der Vereinten Nationen wird jährlich rund um den Weltwassertag (22. März) vom World Water Assesment Programme (WWAP) unter der Federführung der UNESCO herausgeben. Er bietet eine umfassende Übersicht über den Zustand, die Nutzung und das Management von Süßwasserressourcen der Erde und liefert Entscheidungsträger*innen eine Grundlage zur Formulierung und Umsetzung nachhaltiger Wasserpolitik.Der Zugang zu sicherem Wasser und Sanitärversorgung ist ein Menschenrecht, das noch vielen Menschen nicht gewährt ist. Ziel 6 der 17 Ziele der Vereinen Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) will genau das bis 2030 ändern.

Anlässlich des Internationalen Jahres des Gletscherschutzes 2025 befasst sich der diesjährige UN-Weltwasserbericht mit dem Thema „Gebirge und Gletscher in Gefahr“.

Milliarden von Menschen sind auf das Süßwasser angewiesen, das aus immer empfindlicheren Bergregionen fließt.

Die Wasserressourcen, die wir aus den Bergen erhalten, schmelzen buchstäblich vor unseren Augen weg. Berge und Alpengletscher, die oft als die „Wassertürme“ der Welt bezeichnet werden, leiden zunehmend unter dem Klimawandel und nicht nachhaltigen menschlichen Aktivitäten. Dadurch schwinden Wasserressourcen, von denen Milliarden von Menschen und unzählige Ökosysteme abhängig sind. Darüber hinaus kommt es aufgrund der steigenden Temperaturen auch zu mehr Dürren, Überschwemmungen und Erdrutschen.

Parallel dazu steigt der jährliche Verbrauch an Süßwasser um rund 0,7 Prozent. Diese Kombination – schmelzende Süßwasserreserven, klimabedingte Dürren und steigender Verbrauch – bedroht auch das Vorhaben der Weltgemeinschaft, ihre Nachhaltigkeitsziele für die Wasser- und Sanitärversorgung bis 2030 zu erreichen.

Zusammenfassung auf Deutsch (PDF)

Weiterlesen

AIT: Baumstamm-Erkennung durch KI

AIT Timber KI

14. April 2025 (Presseinformation der AIT Austrian Institute of Technology GmbH) – Mit TimberVision präsentiert das AIT den weltweit größten öffentlich verfügbaren Bilddatensatz zur KI-gestützten Baumstammerkennung. Das System erkennt und vermisst Baumstämme präzise – selbst unter herausfordernden Umfeldbedingungen – und schafft so die Grundlage für den Einsatz autonomer Forstmaschinen. Durch den weltweit freien Zugang zu Datensatz und Algorithmen für Forschung und Entwicklung fördert das AIT die digitale Transformation in der Forstwirtschaft.

In der Forstwirtschaft sind viele manuelle Tätigkeiten wie Inventurarbeiten, Holzernte und Rundholzvermessung nicht nur zeitaufwändig, sondern erfordern auch Einsätze in schwer zugänglichen oder gefährlichen Umgebungen. Automatisierte Arbeitsmaschinen und -prozesse können hier Abhilfe schaffen und die Arbeitskräfte unterstützten, aber auch vor Risiken schützen. Dazu ist eine robuste Technologie erforderlich, die Baumstämme zuverlässig erkennt, vermisst und die erfassten Daten für weitere Arbeitsprozesse bereitstellt. Bislang fehlte es an ausreichenden Trainings- und Referenzdaten, die für die Entwicklung und Validierung KI-basierter Modelle unerlässlich sind. Hier setzen die Expert:innen Julia Simon, Daniel Steininger, Andreas Trondl und Markus Murschitz vom Center for Vision, Automation & Control des AIT Austrian Institute of Technolgy (AIT) an. „Mit TimberVision schafft das AIT durch ein leicht zugängliches System und einen einzigartigen Bilddatensatz die Basis für die nächste Generation autonomer Maschinen in der Forstwirtschaft,“ erläutert Markus Murschitz, Projektleiter am AIT.

TimberVision – der weltweit größte öffentlich verfügbare Bilddatensatz für die Digitalisierung in der Forstwirtschaft

„Unsere Arbeit stellt einen neuartigen Algorithmus vor, um in Echtzeit Baumstämme inklusive ihrer geometrischen Eigenschaften wie Umrisse und Mittellinien zu erkennen. Unser Ansatz bestimmt die Baumstämme und ihre Bestandteile mit hoher Genauigkeit. Alle Daten werden zu einer einheitlichen Darstellung fusioniert,“ erläutert Julia Simon. „Das Besondere ist, dass unser System selbst unter herausfordernden Bedingungen wie beispielsweise schwierigen Witterungsverhältnissen oder teilweisen Verdeckungen verlässlich funktioniert und die Baumstämme präzise über Bildsequenzen hinweg verfolgt, das heißt sie auch immer wieder erkennt,“ ergänzt ihr Kollege Daniel Steininger.

Mehr als 51.000 erfasste Baumstamm-Komponenten

Mit TimberVision haben sie einen neuartigen, öffentlich zugänglichen Bilddatensatz und ein KI-Modell entwickelt, das Baumstämme zuverlässig erkennt und deren Konturen präzise erfasst. Über 2.000 annotierte Farbbilder und mehr als 51.000 erfasste Baumstamm-Komponenten, inklusive Schnitt- und Mantelflächen, machen ihn zur größten Sammlung ihrer Art.

Dafür hat das Team die Daten mit handelsüblichen RGB-Kameras aufgenommen und mit einer eigens entwickelten semi-automatischen Verarbeitungspipeline annotiert. Es wurden mehrere KI-Modelle trainiert und auf vielfältige Umfeldbedingungen, unterschiedliche Standorte, Distanzen, Licht- und Wetterverhältnisse sowie Baumstammvariationen systematisch evaluiert, um eine hohe Modellrobustheit sicherzustellen. Die Genauigkeit des Modells wurde in mehreren Tests erfolgreich bestätigt. Durch Kombination mit weiteren Sensoren kann das System beispielsweise für eine automatisierte Inventur sowie eine optimierte Holzernte und Verladung eingesetzt werden.

Um die Forschung weiter voranzutreiben, stellt das AIT-Team den gesamten TimberVision-Datensatz sowie die entwickelten Algorithmen für akademische Zwecke öffentlich zur Verfügung. Wissenschafter:innen weltweit sind eingeladen, das System zu nutzen und weiterzuentwickeln.

TimberVision auf einem Blick

• Größter verfügbarer Bilddatensatz zur Baumstammerkennung

• KI-gestützte Algorithmen zur exakten Positions- und Konturbestimmung

• Vereinzelung und Verfolgung individueller Baumstämme über Bildsequenzen hinweg

• Geometrische Analyse zur Berechnung von Mittelachsen und Baumstammdimensionen für eine präzisere Handhabung

• Know-How-Transfer via GitHub für wissenschaftliche Kooperationen

Weiterführende Informationen

Open-Source Bilddatensatz auf GitHub 

AIT Large-Scale Robotics Lab

SIEHE AUCH: Klimawandel, Energiewende und der Wald

Weiterlesen