Bioenergy: Good Bad or Ugly? - Bill Gates über Klimawandel

Beitragsseiten

 Wie ein Milliardär die Klima-Krise lösen will

Die Chronologie der aktuellen Medienberichte durchbrechend hier ein kurzer Exkurs zu einem Buch, das im Februar 2021 erschienen ist. Es trägt den Titel "Wie wir die Klimakatastrophe verhindern. Welche Lösungen es gibt und welche Fortschritte nötig sind" und stammt von einem der zehn reichsten Männer dieser Welt: Bill Gates. Eine umfangreiche Rezension findet sich auf ethos.at, hier nur drei Zitate: "Wenn wir Zement oder Stahl herstellen, wird CO2 als unvermeidliches Abfallprodukt freigesetzt, aber wenn wir einen Kunststoff herstellen, bleibt etwa die Hälfte des Kohlenstoffs im Plastik gebunden." Plastikmüll, der die Weltmeere verschmutzt, "ist ein Problem, das zu lösen sich lohnt: Im Meer herumtreibende Plastikteile verursachen alle möglichen Probleme; nicht zuletzt können sie Meerestiere und -pflanzen vergiften. Aber die Klimaveränderung verschlimmern sie nicht. Soweit es nur um Emissionen geht, ist der in Plastik enthaltene Kohlenstoff nicht so schlimm."

Neben Problemen, die es "lohnt" gelöst zu werden, steckt im Plastik vor allem das Potenzial zur Kohlenstoff-Senke: "Sauberer Strom könnte uns helfen, ein weiteres Problem zu lösen: die Produktion von Kunststoffen. Wenn genügend Teile des Puzzles zusammenkommen, könnten Kunststoffe eines Tages als Kohlenstoffsenke dienen - als Methode, um Kohlenstoff langfristig zu binden, anstatt ihn zu emittieren." Wie auch immer Bill Gates seine Zukunftsvisionen entwickelt, das Puzzlestück "Fracking" kommt in seinen Betrachtungen, konkret in seinem 300 Seiten umfassenden Buch, nicht vor. Von Geo-Engineering dagegen hält er große Stücke, auch wenn die "Gangbarkeit dieser Visionen noch unbewiesen" ist. Weitere Lösungsansätze sieht er in "Atomkraftwerken der nächsten Generation" und DAC (Direct Air Capture: "Dabei wird Luft über ein Gerät geblasen, das CO2 absorbiert, und dann wird das CO2 permanent eingelagert."