Kinderporno: Gibt es keine Prävention?

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17. Jänner 2023 - Laut stopline,at, der österreichischen Online-Meldestelle gegen sexuelle Missbrauchsdarstellungen, gab es 2021 insgesamt 34.379 Meldungen, von denen 8132 tatsächlich strafrechtlich relevantes Material enthielten. Im Vergleich zu 2012 (2145 Meldungen, 430 strafbar) ein massiver Anstieg. Das Innenministerium verzeichnete 2012 insgesamt 535 geklärte Fälle sexueller Darstellung von Unmündigen und Minderjährigen. Diese Zahl hat sich 2021 auf 1775 mehr als verdreifacht.

Screen Stopline

 Weitere schockierende Zahlen aus dem Jahr 2021 bringen die SN (17.1.23): Von den Tatverdächtigen stammen 665 Personen aus der Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen; 335 Tatverdächtige waren 10- bis 14-Jährige, 35 sogar unter zehn. Älter als 18 Jahre waren 1074 Tatverdächtige.

SN zitiert Heinz Holub-Friedrich, den Sprecher des Bundeskriminalamtes: "Von Minderjährigen erstellte Aufnahmen stellen einen wesentlichen Bestandteil der steigenden Zahlen dar. Dass hier dann keine Strafbarkeit vorliegt, ist klar - aber nicht von Anfang an. Deswegen wird trotzdem wie in jedem anderen Fall ermittelt und ausgeforscht, woher die Bilder Stammen."

Auslöser der aktuellen Diskussion ist der Fall des bekannten Schauspielers Florian Teichtmeister, bei dem tausende einschlägige Videos gefunden wurden. In der Krimiserie "Die Toten von Salzburg" spielte der den Major Peter Palfinger, der an den Rollstuhl gebunden ist. Standard.at befragte den Schauspieler dazu (2.3.2016): "Der Gehandicapte im Film ist meist auf ein Klischee reduziert: edel, hilfreich und gut – und asexuell. Ist das nötig? Teichtmeister: Bei uns ist Sex zumindest ein Thema. Das Interesse an der Sexualität eines Menschen mit Handicap ist ja auch wieder eine Form von seltsamem Schlüssellochbohren. So wie meine und deine Sexualität niemanden etwas angeht, so wenig geht mich die des Rollstuhlfahrers etwas an." Nun spricht ganz Österreich über seine sexuellen Vorlieben. Hätte er das mit einer Therapie vermeiden können?

1. Was sind die Wurzeln dieser Entwicklung?

2. "Meine Sexualität geht niemanden was an" - ist diese Einstellung haltbar?

3. Läuft etwas falsch in der Sexualpädagogik an Österreichs Schulen?

4. Gib es zu wenig Prävention?

5. Wo müssten geeignete Präventionsmaßnahmen ansetzen?

ethos.at hat ExpertInnen gefragt und folgende Antworten bekommen: 

Josef Grundacker, familienforum.at

Mag. Suha DejmekPlattform Christdemokratie

Slivia Jelincic, Herausgeberin von fischundfleisch.com, fordert: "Wir müssen ein Exempel statuieren! JETZT!"