EXPO 2025 in Osaka

Expo 2025 Osaka

3. März 2025 (Pressemitteilung des SalzburgerLand Tourismus) – Die Weltausstellung EXPO findet ab 13. April 2025 im japanischen Osaka statt und steht unter dem Motto „Designing Future Society for Our Lives“. Bei der im Fünf-Jahres-Rhythmus stattfindenden Weltausstellung EXPO präsentieren Länder aus der ganzen Welt ihre kulturellen, technologischen und wirtschaftlichen Errungenschaften. Die Veranstaltung fördert Innovation, internationale Zusammenarbeit und den Tourismus – insgesamt verfolgen rund 30 Millionen Menschen die EXPO vor Ort und über Medien.

Dass Stadt und Land Salzburg im Österreich-Pavillon eine Hauptrolle spielen, liegt auf der Hand, haben sie doch einen besonderen Platz im Herzen der Japanerinnen und Japaner, aber auch von Gästen aus anderen großen asiatischen Ländern. Denn hier vereint sich alles, was gerade in Asien so geschätzt wird: Eine jahrhundertelange Geschichte, atemberaubende Naturschönheiten und eine anhaltende Liebe zur Kunst und Kultur.

In enger Zusammenarbeit gestalten das Land Salzburg und die SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft (SLTG) unter dem Motto „Designing Sounds and Voices for Our Lives“ und gemeinsam mit renommierten Kulturinstitutionen wie der Internationalen Stiftung Mozarteum und der Universität Mozarteum, Camerata Salzburg, Salzburger Marionettentheater oder dem Salzburg Museum ein reichhaltiges Programm mit Live-Auftritten, interkulturellen Kooperationen und multimedialen Erlebnissen.

„Die Möglichkeit, sich bei der Expo in Osaka zu präsentieren, ist einzigartig. Innerhalb weniger Monate kann sich so im wahrsten Sinne des Wortes die gesamte Welt von unserer landschaftlichen Schönheit sowie dem kulturellen Erbe überzeugen“, sagt der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer. „Mit den Festspielen, Mozart, The Sound of Music sowie dem Tourismus punktet Salzburg und muss den internationalen Vergleich definitiv nicht scheuen. Mit inhaltlichen Schwerpunkttagen rund um Ruperti sowie einer Schwerpunktwoche Ende Mai können wir als Bundesland zusätzliche Akzente setzen.“

Im Rahmen der Salzburg Woche von 26. – 30. Mai stehen u.a. ein Cross Cultural Tuba Project auf dem Programm, bei dem Studierende der Universität Mozarteum Salzburg gemeinsam mit dem Osaka College of Music ein fulminantes Tuben-Ensemble bilden. Und am 24. und 25. September schließlich stehen ein Konzert der Camerata Salzburg sowie eine Aufführung des Salzburger Marionettentheaters mit ihrer bei Gästen aus aller Welt beliebten Inszenierung rund um die berührende Geschichte der Familie von Trapp aus dem Filmklassiker „The Sound of Music“. Beide Auftritte finden auf der großen Festival Station in Osaka und damit im Zentrum der EXPO 2025 statt.

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Gusenbauers Infamoranz

fuf Titelstory 2025 02 28

26. Februar 2025 – „Ich habe nie in meinem Leben eine Bilanz der Signa Holding gesehen“, sagte Gusenbauer im aktuellen Falter. Damit begründet der Ex-Kanzler, dass er ein „reines Gewissen“ habe. Und alle Medien schreiben die Story ab und kein Medium zeigt einen Funken von Kritik. Der Journaille2025 fällt nicht auf, dass diese Aussage und die damit verbundene Haltung nicht nur ignorant, sondern auch infam und impertinent ist. Man muss sogar eine neue Wortschöpfung dafür kreieren: impertinente Infamoranz!

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Der gewissenlose Knecht Alfred, verkleidet als Rotkäppchen, outet sich als „Hure der Reichen“, die hiermit bestätigt, dafür bezahlt zu werden, dass sie, die Hure, Jahre lang weggeschaut und dem Big Boss geschmeichelt hat. Statt sich vor Scham in ein Erdloch zu verkriechen hat er, der Ex-Kanzler, noch die Chuzpe, seine Gewissenlosigkeit öffentlich zur Schau zu stellen. Und sein Kalkül geht auf: die Medien zelebrieren das Unschuldslamm!

Hier exemplarisch Schlagzeilen, nein, Schleim- und Schmeichelzeilen der Massenmedien:

ORF.at Gusenbauer: „Noch nie Bilanz der Signa Holding gesehen“

DerStandard.at Ex-Signa-Aufsichtsratschef Gusenbauer: „Noch nie eine Bilanz der Signa Holding gesehen“. Der Ex-SPÖ-Bundeskanzler und ehemalige Vertraute von René Benko beteuert in einem Interview, ein „reines Gewissen“ zu haben

SN Salzburger Nachrichten Gusenbauer beteuert „reines Gewissen“ in Signa-Causa

Update 6. März 2025: Der erste kritische Beitrag in den Massenmedien lässt zehn Tage auf sich warten und erfolgt via NEWS:at: Der Exkanzler als Großmeister im Kleinreden.

Update 1. März 2025 – Zwei typische Beschwichtigungsartikel in den Salzburger Nachrichten ( SN), heute Samstag: „Man hätte mehr sehen müssen“, sagt die „renommierte Professorin für Unternehmensrecht an der WU Wien Susanne Kalss“ im SN-Interview. Nein, man hätte – insbesondere als Beirat UND Aufsichtsrat überhaupt einmal hinschauen müssen! Es ist unmöglich, „mehr zu sehen“, wenn man nix sehen will und sogar dafür und nur dafür bezahlt wird, nichts zu sehen.

Aufsichtsräte haben es schwer. Manche machen es sich zu leicht“, so die Überschrift eines Kommentars von Richard Wiens. Auch wenn der SN-Redaktör die „seelische Balance“ von Gusi ironisch in Frage stellt, bringt der Titel das Manko seiner Argumente auf den Punkt. Aufsichtsräte haben es deshalb schwer, weil sie oft mehrere AR-Mandate haben und nebenbei oder gar hauptsächlich – da kann man leicht den Überblick verlieren – auch noch eigene „Unternehmen“ und „eigene“ Konzerne führen. Wer jährlich Millionen scheffelt, kann diesen Geldhaufen ja nicht einfach aufs Sparbuch legen, der muss das Geld wiederum investieren, also zumindest eine Investment-GmbH oder eine Stiftung gründen. So werden die Herrschaften irgendwann gewohnt, dass das Geld mehr für sie arbeitet, als sie für das Geld. Ja, irgendwann wird es für diese Kaste wirklich schwer, zu unterscheiden, ob sie gerade für Geld arbeiten, oder ob das Geld gerade für sie arbeitet! Soviel zum Lamento „Aufsichtsräte haben es schwer.

SIEHE AUCH: Rene Benko und die SIGNA-Story

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Unzeitgemäße Betrachtungen über Matthias Strolz

Strozl FB

26. Februar 2025 – Es ist noch zu früh, einen Nachruf auf Matthias Strolz zu veröffentlichen – aber notwendig. Strolz ist die klassische Figur einer Tragödie, die stets das Gute will, doch manchmal Böses schafft. Die Tragödie ist in Zeiten, in denen Hollywood nur noch Action & Comedy liefert, nicht mehr zeitgemäß. So kann der Abgesang auf eine Persönlichkeit wie Strolz nur in die Rubrik unzeitgemäßer Betrachtungen publiziert werden, im Ressort BILDUNG.

Strolz ist mehr als eine der vielen austauschbaren Personagen der Gegenwart, keiner der vergangenheitsblinden und zukunftsleeren Politikdarsteller, zu denen auch die derzeitige NEOS-Chefin Meinl Reisinger zählt. Strolz war und ist immer ein Überzeugungstäter geblieben, der Inhalt und Form, Geist und Seele, Wollen und Sollen in Einklang bringen kann. Wenn er mit Zapfen ins ZiB-Studio kommt oder auf Kastanien ein Loblied singt, so ist das lustig, aber nicht lächerlich, so wie Auftritte von Nehammer, Kogler & Co, die mit ihren unfreiwilligen Pointen dazu beigetragen haben, dass die österreichische Kabarettszene nur noch mit Subventionen überleben kann.

In Zeiten großer Tragödien war der Hofnarr ein wichtiger Bestandteil jeder politischen Inszenierung. Heutige Politikdarsteller sind Willkürherrscher und Hofnarren in Personalunion. Strolz war nie Politikdarsteller, keine Personage, sondern eine der wenigen Persönlichkeiten auf dem politischen Parkett. Mit seiner Abspaltung von der ÖVP – unterstützt von Persönlichkeiten wie Erhard Busek – konnte er auch das wirtschaftsliberale Spektrum der FPÖ vereinnahmen und eine Fusion mit dem LIF herbeiführen; das war ein geschickter Schachzug in der Gründungsphase. Dass er abgesprungen ist, bevor sein Ast abgesägt werden konnte, war seine klug gewählte Letztentscheidung bei den NEOS.

Die NEOS haben es nur ein Jahr nach ihrer Gründung beim ersten Antreten bei NR-Wahlen mit fünf Prozent und neun Mandaten in das Parlament geschafft. Das nennt man Unglück im Glück! Vor die Wahl der Qual gestellt, entschieden sie sich für Anpassung – und können sich heute dafür rühmen, bereits als Altpartei geboren zu sein. Nach Ausbruch der Corona-Herrschaft hat sich gezeigt, dass die NEOS im Ernstfall nicht fähig sind eine eigene Position zu entwickeln.

Die NEOS standen niemals jenseits von Gut und Böse, sie waren von Anfang an gut und böse. Zur Erinnerung: Nietzsche unterscheidet zwischen Herren-Moral und Sklaven-Moral. Vertreter der Sklavenmoral (aus Sicht des Philosophen waren das die Pfaffen) predigen Tugenden wie Demut, Gehorsam, Folgsamkeit; das Gegenteil davon – Eitelkeit, Selbstgewissheit, Herrschsucht – wird als böse bezeichnet. Gerade das, was die Sklavenmoral als böse bezeichnet – Ehre (Eitelkeit), Stolz (Selbstgewissheit), Herrschaft (Herrschsucht) – gehört zur den ehrwürdigen Tugenden der Vertreter der Herrenmoral und ist für diese somit gut. Das Gegenteil von gut ist für die Herrenmoral schlecht – und das ist identisch mit dem, was die Sklavenmoral für gut hält: Unterwürfigkeit (Demut), Nachgiebigkeit (Gehorsam), Mangel an Führungskraft (Folgsamkeit).

NEOS sollten als selbst ernannte Unternehmer-Partei Vertreter der Herrenmoral sein. Sie vertreten jedoch eine Generaldirektorenmoral, und Generäle sind letztlich auch nur Soldaten. Anders gesagt: die NEOS sind als Altpartei geboren. Das ist gut für das System und die Systemerhalter, die sich und das Volk damit im Glauben wiegen können, Veränderungen im bestehenden System seien möglich. Das ist böse für die Schafe (Copyright: Heinrich Wohlmeyer, Globales Schafe Scheren), die einmal mehr im Glauben an das, was sie für gut halten, betrogen wurden. Denn auch wenn im bestehenden System mit einem pinken Farbtupfer eine geringfügige Änderung der Oberffläche gelungen ist, so haben die NEOS das System selbst nicht im Geringsten verändert.

Der verfassungswidrige Klubzwang, dem sich Abgeordnete aller Altparteien unterwerfen, weil sie das freie Mandat fürchten wie der Teufel das Weihwasser, ist die Quintessenz jeglicher Altparteienmentalität; auch Strolz hat es nicht geschafft, den NEOS-Klubkarren aus diesem Morast zu ziehen (siehe: Matthias Strolz, Warum wir Politikern nicht trauen). Vielleicht einer der Gründe, warum er es vorzog, seinem Gewissen treu zu bleiben, anstatt es zu unterdrücken. Das freie Mandat setzt gewissenhafte, selbstdenkende Mandatare voraus. Die NEOS haben sich statt dessen schnell im Fahrwasser der Parteipolitik, in dem nur Parteisoldaten den Kopf über Wasser halten können, begeben.

Strolz ist ein Schwimmer gegen den Strom, der immer wieder abtaucht, um im Mainstream wieder aufzutauchen. Im Mainstream der Medien, wo der Zwilling seine „zwei Seelen ach in meiner Brust“ zur Schau stellt. Im Mainstream der Politik, von der er sich immer wieder verabschiedet, um sich sich danach umso heftiger wieder zu bewerben. So ist der jüngste Höhepunkt im Fiebern um den Posten des Bildungsministers an sich tragisch, kann aber in unserer Zeit nur noch als Komödie inszeniert und rezipiert werden.

Nachdem durchgesickert war, dass die NEOS in der neuen Regierung das Bildungsministerium bekommen, ist Strolz naturgemäß wieder aufgetaucht, nur um zwei Tage später wieder abzutauchen.

Via facebook teilt er mit: Matthias Strolz February 24 at 9:49 PM: Liebe Leute, die mir Zuspruch schicken, ich danke für die vielen Zusendungen, dich mich ermutigen, für die #Bildung anzupacken. Ich schaffe derzeit die persönlichen Antworten leider nicht. Was ist der Status, nachdem heute viele Medien berichtet haben: Ja, ich brenne unvermindert für die Bildung und bin bereit, hier voll in die Verantwortung für #Österreich zu gehen. #FlügelHeben Die Entscheidung liegt beim Parteivorsitz. Es wird sein, was sein wird. Die Dinge entfalten sich in ihrem eigenen Rhythmus.Liebe Grüße, Matthias Strolz

Zwei Tage später postet er auf facebook: Ich liebe es, wenn Potenziale in die #Entfaltung kommen. Daher brenne ich für die #Bildung. Seit über 35 Jahren stelle ich mich hier in unterschiedlichen Rollen in den Dienst – als ÖH-Vorsitzender, Projektbegleiter, Schulentwickler, Berater von vier Bundesminister:innen, Vereinsgründer, ehrenamtlicher Schirmherr für Bildungsinitiativen, Bildungssprecher im Parlament, Begleiter von Bildungsstiftungen, Buchautor in Bildungsfragen (Die mündige Schule) …

So kam es, dass ich am Samstag NEOS-intern als Kandidat für den Bildungsminister vorgeschlagen wurde. Ich habe meine Bereitschaft und mein Interesse erklärt. Die Medien haben zuletzt davon berichtet (und daraus ein Wettrennen gemacht, das ich hiermit beende). Die Partei hat mehrere Optionen. Wir hatten etliche Gespräche. Christoph Wiederkehr wird für Wien nun eine Nachfolgelösung finden. Das war für mich persönlich bis gestern nicht absehbar. Damit ist klar, dass er die Präferenz des Vorstandes ist. Das akzeptiere ich, so funktionieren Parteien. Ich bedanke mich bei jenen, die hier initiativ wurden und gemeinsam anpacken wollten. Sehr freue ich mich über tausende Botschaften auf sämtlichen Kanälen, den großen Zuspruch aus weiten Bevölkerungsteilen, die Mitfreude, die vielen inhaltlichen Ideen und Wünsche, die in den letzten Tagen reinkamen. Immer wieder berührend zu sehen, wie viel Herzblut und Initiative von so vielen Menschen im Bildungsbereich steckt. Ihr seid Held:innen!

Dir Christoph alles Gute! Den NEOS wünsche ich guten Lauf und Geschlossenheit für die Finalisierung der Verhandlungen und für die Mitgliederversammlung am Sonntag. Der 3er-Koalition wünsche ich gutes Arbeiten. Möge sie unserem Land guttun! Natürlich bleibe ich den NEOS weiterhin verbunden. Und vor allem der Bildung – in einem überparteilichen Geist, den ich im Herbst ausgeschildert habe. Davon braucht es auch im Schulsystem dringend mehr. Die Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt! #FlügelHeben Und auch in allen anderen Politikfeldern wünsche ich unserem #Österreich mehr überparteiliche Zusammenarbeit.

Resümee: Parteisoldatenmoral ist Sklavenmoral. Dass in unserem Land ausnahmslos Parteiinteressen Grundlage politischer Entscheidungen sind, ist bei der Besetzung eines so wichtigen Postens wie des Bildungsministers wahrlich tragisch. Christoph Wiederkehr ist der Garant für die viel gepriesene Stabilität, denn schon als Bildungsstadtrat in Wien hat er bewiesen, dass er gegen die bildungsfeindlichen Maßnahmen des Coronaregimes nicht die geringsten Einwände vorzubringen hatte. Matthias Strolz hätte zumindest den Mut mitgebracht, die Probleme im Bildungsbereich beim Namen zu nennen und den Feinden jeglicher Veränderungen Paroli zu bieten. Strolz wäre außerdem eine Persönlichkeit gewesen, die bei der NEOS-Urabstimmung außer Streit gestanden wäre, da er ja selbst kein NEOS-Mitglied mehr ist. Aber auf diese Idee ist natürlich kein NEOS-Parteisoldat gekommen; und auch keine Parteisoldatin.

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