2026.01.13 Exilarte Jubiläumsprogramm 2026

Das Exilarte-Zentrum begeht mit einem umfassenden Jahresprogramm 2026 sein zweifaches Jubiläum - 20 Jahre exil.arte Verein und zehn Jahre Exilarte Zentrum. Ein Pressefrühstück bietet die Gelegenheit, dieses Programm kennen zu lernen und mehr über das Exilarte Zentrum zu erfahren.

Datum: Dienstag, 13.01.2026 um 09:00 Uhr

Ort: Exilarte Zentrum, Lothringerstraße 18, 1. Stock, 1030 Wien

Podium: Rektorin Ulrike Sych und Gerold Gruber (Leiter Exilarte Zentrum)

Gäste: Waltraud Dennhardt-Herzog (Austrian Cultural Forum London, a.D.), Michael Haas (Mitbegründer von Exilarte), Thomas Hampson

Nur mit Anmeldung bei: Doris Piller, mdw Presse/Büro der Rektorin

mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

T +43 1 71155-6003 / M: piller@mdw.ac.at

Seit seiner Gründung im Jahr 2006 hat sich der exil.arte Verein – seit 2016 als Exilarte Zentrum an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zu einer der weltweit führenden Einrichtungen für die Wiederentdeckung, Bewahrung und Reintegration jener Musik entwickelt, die durch den Nationalsozialismus verdrängt oder zum Schweigen gebracht wurde. Was mit einem Gedenkkonzert für Alma Rosé begann, hat sich im Verlauf von beinahe zwei Jahrzehnten zu einem vielgestaltigen Programm aus Konzerten, Ausstellungen, Tagungen, Publikationen und Archivaufbau entwickelt.

2026.01.22 Robert Musil und Wien

Robert Musil und wien

Buchpräsentation: ”Musils Wien”. Band 38 des “Musil-Forum”, das bei De Gruyter erscheint.

Gespräch mit den Literaturwissenschaftler:innen Thomas Hübl (Universität Wien), Norbert Christian Wolf (Universität Wien) und Rosmarie Zeller (Universität Basel) mit Peter Stuiber, Leiter der Publikationsabteilung des Wien Museums.

22. Januar 2026, 18:30–20:00

Wien Museum, 1040 Wien, Karlsplatz 8

Eintritt frei + Anmeldung erforderlich

Robert Musil lebte mehr als 20 Jahre lang in Wien. Hier schrieb er nicht nur seine wichtigsten Werke, die Stadt selbst tauchte auch immer wieder in seinen Texten auf. Eine Gruppe von Geisteswissenschaftler:innen hat sich nun diesem Thema angenommen. Ein bedeutender Beitrag zur Wiener Literaturgeschichte!

Jede Auseinandersetzung mit Musil muss sich seinem Hauptwerk, dem monumentalen Roman Der Mann ohne Eigenschaften, stellen. Darin präsentiert der Autor Wien in faszinierend verschwommener Form, die er als "durchstrichenes Wien" bezeichnet. Dabei stehen weniger das Lokalkolorit als vielmehr abstrakte Modernisierungsprozesse im Vordergrund. Diese werden anhand Wiens in all ihrer Ambivalenz und Ungleichzeitigkeit dargestellt.

Noch konkreter erscheint Wien in Musils zahlreichen Kunst- und Theaterkritiken, die oft von scharfer Polemik gegen den zeitgenössischen Kulturbetrieb und seine Institutionen geprägt sind. Musil befasste sich auch mit konkreten Wiener Orten wie dem Prater und beteiligte sich an der zeitgenössischen städtischen Denkmaldebatte.

Auch Musils politische Positionierung reflektiert die Wiener Situation. So entwickelte er grundsätzliche Überlegungen zum Verhältnis von Kunst und Politik sowie zur Rolle des Intellektuellen in Zeiten massenmedial verbreiteter politischer Propaganda.

SIEHE AUCH: Musil als Philosoph

2025.12.18 Filmabend: CBDC – Das Ende des Geldes

Der 11. Filmabend von Pop Corn zeigt:

"CBDC: Das Ende des Geldes" (2024)

Regie: James Patrick

Mit Whitney Webb, Martin Armstrong, Richard A. Werner u.a.m.

Engl. Orig. mit dt. Untertiteln

Donnerstag, 18. Dezember 2025 um 19:00 Uhr

Rögergasse 24-26 | 1090 Wien | "Das freie Wort"

Freier Eintritt

https://www.youtube.com/watch?v=jG3nEiOJbgc

Digitale Zentralbankwährungen gehen stets mit einem Zwang zur digitalen Identität einher. In Indien wurde die eID „Aadhaar“ als humanitäre Initiative angepriesen, um die „unsichtbaren Menschen dieser Welt sichtbar zu machen“. Stattdessen verstarben viele Arme ab 2016 an Hunger, da ihnen ohne eID der Zugang zu Sozialhilfe versagt blieb. Im Totalitarismus neuen Stils muss jede Person, jedes Objekt und jeder Vermögenswert mit einer „fälschungssicheren“ Marke gekennzeichnet oder gleich wie ein Tier gechippt und in ein Gesamtregister eingetragen sein. Die Programmierbarkeit von digitalem Zentralbankgeld beschwört zusammen mit einem Sozialkreditsystem eine Welt herauf, in der Menschen wie Tiere auf Gedeih und Verderb der herrschenden Klasse ausgeliefert sind.

2025.12.09 Gegen Gewalt an Frauen

UN Women gg Gewalt

UN Women Austria: Einladung zum Event „Orange heißt handeln – ein Abend gegen Gewalt an Frauen“

Datum: 9. Dezember 2025, 18:00 Uhr

Ort: Grand Hall, Erste Campus, Am Belvedere 1, 1100 Wien

Eintritt: freiwillige Spenden zugunsten von UN Women Austria

Anmeldung: https://OTW2025.eventbrite.com

Im Rahmen der UN-Kampagne „Orange the World“ und der internationalen 16 Tage gegen Gewalt an Frauen lädt UN Women Austria, das nationale Komitee für UN Women, am 9. Dezember 2025 herzlich zum Event „Orange heißt handeln – ein Abend gegen Gewalt an Frauen“ in die Grand Hall am Erste Campus ein - mit freundlicher Unterstützung der Erste Group, die seit 2019 eine der Hauptpartnerin der „Orange the World"-Kampagne ist.

In einer Welt, in der alle zehn Minuten eine Frau oder ein Mädchen von ihrem Partner oder einem Familienmitglied getötet wird, ist es an der Zeit, gemeinsam aufzustehen und zu handeln. Der Abend steht daher ganz im Zeichen des Engagements für eine Gesellschaft frei von Gewalt, Diskriminierung und Ungerechtigkeit.

Die Eröffnungsworte spricht Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Im Anschluss diskutieren Expert:innen aus unterschiedlichen Bereichen über (männliche) Gewalt gegen Frauen und Wege zu ihrer Überwindung:

Eva Reisinger, Autorin und Journalistin

Eva-Maria Burger, Leiterin der Abteilung für Frauen und Familie der AK Wien

Simon Brezina, Sozialarbeiter und Projektkoordinator bei White Ribbon

Durch den Abend führt Moderatorin Elke Rock. Für die musikalische Gestaltung sorgt der femchor. Nach dem offiziellen Teil sind alle Gäste herzlich zu Buffet und Networking eingeladen.

Die Veranstaltung ist Teil der weltweiten UN-Aktion „Orange the World“, die jährlich vom 25. November bis 10. Dezember stattfindet. In diesen 16 Tagen gegen Gewalt erstrahlen weltweit Gebäude in orange, um auf das Thema aufmerksam zu machen und ein sichtbares Zeichen für eine Zukunft ohne Gewalt an Frauen zu setzen.

Über UN Women Austria:

UN Women Austria ist das nationale Komitee für UN Women in Österreich. Ziel der Organisation ist es, die Rechte von Frauen und Mädchen weltweit zu fördern und Gleichstellung in allen Lebensbereichen voranzutreiben. Orange heißt handeln - ein Abend gegen Gewalt an Frauen

2025.12.10 Rechtsstaatlichkeit im Notstand

Mag. Dr. phil. Josephine Papst stellt ihr Buch „Rechtsstaatlichkeitsnotstand am Handelsgericht Wien – Zensur! Urheber- und Verlagsvertrags- sowie Wissenschaftsfreiheitsverletzungen: Investigation und Dokumentation“, edition utopos, Graz, ca. 404 Seiten in Graz vor.

Datum: 10.12.2025, 10:15 Uhr

Ort: Villefortgasse 11, 2. Stock, links, 8010 Graz

Die Autorin kritisiert Diffamierung und Verleumdung als gerichtliches Mittel prozessualer Sachverhaltsmanipulation und Zensur nach nationalsozialistischem Vorbild

HINTERGRUND gemäß Angaben der Autorin:

Am 12. 12. 2016 wurde gegen Hofrat Mag. Maximilian Edelbacher die Klage wegen Verletzung der Urheberrechte- und des Verlagsvertrages der Philosophin Mag. Dr. phil. Josephine Papst, die das Sammelwerk Ältere Menschen als Opfer von Verbrechen, Übergriffen und Missbrauch. Vorbeugen – Aufklären – Helfen, Graz: Leopold Stocker Verlag, 2016, erstellte und für dieses das Kapitel Kein Schaden? Der stille Staatsputsch als Verfassungsstörung oder Staatsnotstand eines modernen Verfassungsstaates und der Irrtum des Rechtspositivismus verfasste, beim Handelsgericht Wien eingebracht. Anstatt eine Verhandlung durchzuführen und Gehör vor Gericht zu gewähren, ging dieses mit Diffamierungen und Verleumdungen gegen sie mit Hilfe von einem falschen Zeugnis durch Rechtsanwalt Dr. Maximilian Mosing (GEISTWERT Rechtsanwälte OG) und Hofrat des Innenministeriums Mag. Maximilian Edelbacher vor.

In Fortführung dieser Strategie wurde in der bislang einzigen Verhandlung am 20. 12. 2023 der gefährdeten Partei Mag. Dr. phil. Josephine Papst ein Gehör vor Gericht verweigert. Per Beschluss von Richterin Mag. Petra Peer am 20. 12. 2023 sollte eine Beweisvorlage unterbunden werden. Ermöglicht wurde dies durch den Rechtsmissbrauch der absoluten Anwaltspflicht durch die Rechtsvertretung Dr. Georg Karasek und die RAK Wien. Die eingebrachten Anzeigen hatten zur Folge, dass die Nachfolgerichterin Mag. Katharina Scherhaufer eine strafrechtliche Aufklärung unterließ, einen Beitrag zum Prozessbetrug leistete und schließlich durch ihre Disziplinaranzeige gegen den neuen Rechtsvertreter – der daraufhin ersatzlos einknickte u.a.m. – einen Rechtsstaatlichkeitsnotstand herbeiführte

SIEHE AUCH:

BVG und Nationalrat in Theorie und PraxisAnalyse des 2. Hauptstücks des Bundesverfassungsgesetzes B-VG, die Gesetzgebung aus der Sicht eines Philosophen, der immer die Frage stellt: warum ist etwas so und nicht anders?

+ BVG B-VG Verfassung Österreichs: Schönheit und Eleganz? Anmerkungen zum gleichnamigen Buches erschienen bei MANZ, 2025

2025.12.14 International Gospel Society

Big John Whitfield und Paul Temmel sorgen für emotionale Highlights in der Vorweihnachtszeit

Mit der International Gospel Society wird die Wiener Summerstage am 14. Dezember um 18.30 Uhr zur Winterlounge. Im festlich-intimen Ambiente sorgt der Chor rund um den gebürtigen US-Amerikaner, die Funk-, Soul- Groove- und nicht zuletzt Gospel-Legende Big John Whitfield für Energie und emotionale Highlights. Paul Temmel begleitet am Klavier.

https://www.youtube.com/watch?v=AuUtR7rAgBQ

"Get Into The Gospel Spirit"

Unter dem Motto "Get Into The Gospel Spirit" werden am kommenden Sontagabend unter anderem allseits beliebte Klassiker wie "Oh Happy Day" oder "This Little Light of Mine" bei freier Platzwahl dargeboten - passend zur vorweihnachtlichen Stimmung zwischen Lichterketten, Christbäumen und dem Duft von Glühwein und Punsch.

Gänsehautmomente sind garantiert, denn Whitfield bringt pure Lebensfreude und mitreißende Rhythmen auf jede Bühne - ein unvergessliches Konzerterlebnis für die ganze Familie zum Mitklatschen, Mittanzen und Mitsingen. Der Einlass findet bereits ab 17 Uhr statt. Glühwein, Punsch und alkoholfreie Getränke vor dem Konzert, in der Pause und im Anschluss möglich.

Tickets können für 39 Euro (Erwachsene) beziehungsweise für 29 Euro (Kinder bis 14 Jahre) unter anderem über oeticket bestellt werden.

2025.12.11 Neuerscheinung: Linke Verschwörungs-Theorien

Frank u Frei Verschwörung

Herausgeber Werner Reichel präsentiert gemeinsam mit Autoren:

Linke Verschwörungstheorien. Wie wir getäuscht, betrogen und gesteuert werden

11. Dezember 2025 um 19.30 Uhr

Ferdinandihof, Wehrgasse 30, 1050 Wien

VERLAGSINFORMATION: Die Nazis stehen in Deutschland und Österreich vor der Machtübernahme. Der Erde droht der Hitzetod, sollte sie nicht zuvor durch einen von Wladimir Putin angezettelten Dritten Weltkrieg zerstört oder die Menschheit durch ein neues Killervirus dahingerafft werden. Vor diesen unmittelbar bevorstehenden Apokalypsen können uns nur die alternativlosen Maßnahmen einer politischen Elite retten. Alles reale Bedrohungen oder doch nur linke Verschwörungstheorien?

Die Bevölkerungen des Westens werden mit virtuellen und überzeichneten Gefahren in permanenter Angst, ja, in Todesangst gehalten. Linke Verschwörungserzählungen wie die allgegenwärtige „Gefahr von rechts“ sind vor allem ein politisches Machtinstrument, um die Menschen zu steuern, zu disziplinieren und um ihre Bürgerrechte beschneiden zu können.

Elf bekannte Autoren entlarven das linke Narrativ, wonach Verschwörungstheorien vor allem von Rechten und sogenannten Schwurblern in die Welt gesetzt werden. Sie sind vielmehr das Fundament sozialistischer Ideologien und der Motor globalistischer, transformatorischer Politik.

Dieses Buch lichtet die Nebelschwaden linker Verschwörungstheorien und gibt den Blick frei auf die Realität und jene Gefahren, die unsere Freiheit abseits medialer und politischer Inszenierung tatsächlich bedrohen.

„Die Bedrohung, die mich in Bezug auf Europa jedoch am meisten besorgt, ist nicht Russland, nicht China, nicht irgendein anderer externer Akteur. Was mich besorgt, ist die Bedrohung von innen. Der Rückzug Europas von einigen seiner grundlegendsten Werte.“ US-Vizepräsident JD Vance

Mit Beiträgen von Alexander Höferl, Florian Machl, Werner Reichel, Andreas Tögel, Rudolf Peyer, Martin Sellner, Rembert R. Rosenbaum, Michael Brückner, Stefan Beig und einem Interview mit Heinz-Christian Strache

2025.11.30 Tierrechtskongress in Wien

Tierrechtkongress

Bis Sonntag, 30. November 2025, 9. Österreichischer Tierrechtskongress in Wien

Mitteilung via APA /OTS - Etwa 350 Teilnehmer:innen aus dem deutschsprachigen Raum werden Beiträge von 73 Vortragenden hören; dazu gibt es eine Kunstausstellung „Animal Rights Art“

Wann: Donnerstag, 27.11.2025, 15:30 Uhr bis Sonntag 30.11.2025, 17:30 Uhr
Wo: SkyDome, Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien

Im Jahr 2002 hat der VGT das erste Mal einen großen Tierrechtskongress in Wien organisiert. Seither hat sich viel getan im Tierschutz. Internationale Kongresse gibt es einige jedes Jahr, aber keinen deutschsprachigen mit Schwerpunkt Österreich. Deshalb hat der VGT jetzt nun schon zum 9. Mal die Organisation eines Tierrechtskongresses übernommen. Die Beiträge zum Programm gehen auf die Eigeninitiative der Vortragenden zurück, die sich dafür gemeldet haben.

Hauptvorträge jeweils an den Abenden der Kongresstage sind

+ Christine Sonvilla, Autorin zahlreicher Bücher und TV-Dokumentationen, über Wildnis und Wildtiere,
+ Gabriel Paun, EU-Direktor von Animals International, über Tiertransporte,
+ Randal Plunkett, Besitzer eines über 300 ha großen Naturareals in Irland, über vegan rewilding,
+ Nina Horaczek, Chefreporterin beim Falter, über den Rechtsruck und die damit einhergehende Bedrohung der Zivilgesellschaft und der Tierschutzbewegung.
Zusätzlich werden sowohl internationale als auch österreichische Tierschutzkampagnen thematisiert, sowie Kampagnenstrategien diskutiert und Bezüge zu anderen sozialen Bewegungen hergestellt. Rechtsanwältin Maria Windhager wird über SLAPPs referieren, Marianne Wondrak über das Clever Pig Lab, Greenpeace Geschäftsführer Alexander Egit über Zivilgesellschaft unter Druck, Geschäftsführer einer slowakischen Tierschutzorganisationen Martin Smrek über die Probleme mit der autoritären Regierung in der Slowakei und die Tierschutzombudsfrau von Wien Eva Persy über die Zukunft im Tierschutz, um nur einige Beispiele zu nennen. Wer einen geballten Überblick über die Tierschutzarbeit gewinnen will, ist auf diesem Kongress gerade richtig.

Programm und Tickets unter diesem Link: tierrechtskongress.at

9. Österr. Tierrechtskongress in Wien
Im Jahr 2002 hat der VGT das erste Mal einen großen Tierrechtskongress in Wien organisiert. Seither hat sich viel getan im Tierschutz. Internationale Kongresse gibt es einige jedes Jahr, aber keinen deutschsprachigen mit Schwerpunkt Österreich. Deshalb hat der VGT jetzt nun schon zum 9. Mal die Organisation eines Tierrechtskongresses übernommen.

Rückfragen & Kontakt: VGT - VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN

DDr. Martin Balluch, E-Mail: medien@vgt.at

2025.11.30 Monatsrückblick November

DeBanking Mittmannsgruber

+ Manifest von Heinrich Wohlmeyer: Unverzichtbare Eckpunkte einer weltweit zukunftsfähigen Gesellschaftsgestaltung. Exklusiv auf ethos.at

+ Ermutigungsschrift für die Jugend. Wehrt Euch! Von Heinrich Wohlmeyer, publiziert vor einem Jahr auf forum-seitenstetten.net

+ Elsa Mittmannsgruber via FB: „Die Werbekampagne der Bank Hypo OÖ ist ja erfrischend ehrlich. Jeden Morgen komme ich an diesem Plakat vorbei - für mich die reinste Provokation. „Deinen Weg? Nehmen wir persönlich.“Meinen Weg als kritische Journalistin haben sie sehr persönlich genommen - und mit Kontokündigungen (auch das meines Schwagers) geantwortet. „So weit muss Bank gehen!“ - Stolz drauf? (Mehr dazu: Debanking und Zensur)

+ Anfütterung der Medien geht weiter. „Medienminister Andreas Babler (SPÖ) hat heute bekanntgegeben, im Rahmen der geplanten Reform der Medienförderung eine wissenschaftliche Analyse beauftragt zu haben. „Die derzeitige Medienförderung ist trotz ihres Umfangs von über 80 Millionen Euro nicht zielgerichtet genug“. Wohl gemerkt: von Einsparungen ist da nicht Rede, sondern nur von besserer Zielrichtung. Und dazu kommen die Mehrkosten für eine überflüssige Studie. + + RTR veröffentlicht die Förderzusagen für 2026 aus dem Fonds für digitale Transformation der Medien. 20 Mille wurden auch dieses Jahr verjubelt – wahrlich ein Grund zum Jubeln – nicht nur für die gleichgeschalteten Medien, sondern auch für die so genannte Medienkontrollbehörde, die – einzigartig weltweit – auch gleich die Fördertöpfe für die Massenmedien verwalten darf. Details exklusiv auf ethos. (Kein Wunder, dass die Massenmedien darüber nicht berichten! Verwunderlich, dass auch die FPÖ-nahen Medien kein Wort darüber bringen.)

+ Kein kritischer Bericht über Leonardo M-346-FA Anschaffung - die Gleichschaltung der Medien hat sich gelohnt. - bundesheer.at berichtet:: „Österreich finalisiert Ankauf der M-346-FA. Die neuen Flugzeuge ersetzen die 2020 ausgeschiedenen Saab 105 und schließen damit eine Lücke in der Luftverteidigung. Ab 2028 sollen sie in Linz-Hörsching stationiert werden. Der Stückpreis liegt bei rund 80 Millionen Euro, das gesamte Paket mit Bewaffnung, Simulator, Ausbildung und Wartung bei etwa 1,5 Milliarden Euro.“  + + Die 12 Flieger sind billiger als die Anfschaffung der Eurofighter im Jahr 2000. Damals wurden 1,8 Milliarden Euro kalkuliert, allerdings für 24 Flugzeuge, von denen ein Jahr später nur noch 18 übrig waren. Für den gleichen Preis. 2007 reduzierte Darabos, der Zivildiener als Verteidigungsminister, auf 15 Flugzeuge. Es dauerte weitere zwei Jahre, bis der letzte von 15 in Österreich eintraf. 2011 wurden erste Strafverfahren eingestellt und weitere Ermittlungen aufgenommen. SIEHE: Eurofighter Chronologie  bis 2017 auf ORF.at. + + + Was sich schon bei den Eurofightern bewährt hat, darf auch bei Leonardo nicht fehlen: Gegengeschäfte. „Parallel zum Kauf wurde mit Italien ein Industrieabkommen abgeschlossen. Es soll rund 400 Millionen Euro an Aufträgen in Österreich auslösen. Vorgesehen sind Projekte in der Luftfahrttechnik, der Zulieferindustrie, der Digitalisierung und in Forschungsfeldern wie Materialtechnologie, Simulation oder Sensorik“, berichtet bundesheer.at Die unendliche Geschichte verspricht unendlich viele Fortsetzungen. + + + + Zu guter Letzt sollte man noch an diese Schlagzeile erinnern: „Die Saab 105 des Bundesheeres bekommt keine Nachfolger. Das hat Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) am Montag bekanntgegeben. Beim Bundesheer wird ein Qualitätsverlust bei der Luftraumüberwachung befürchtet“, berichtet ORF.at am 7. Juli 2020. Zur Erinnerung: Damals ertranken gerade alle in Corona-Hilfsgeldern, so dass sich niemand vorstellen konnte, dass danach auch nur ein Cent für sonstwas  aufgetrieben werden könnte. Aber wenn sich Tanner nicht an ihre Worte erinnert, warum sollten uns  ihre Hofberichterstatter darauf aufmerksam machen? + + + + RANDBEMERKUNG: Der schmutzige Begriff "Abfangjäger" wurde aus der Terminologie gestrichen. + + + + NACHSATZ: Der Gleichschaltungsbeauftragte von ethos.at bringt hier eine Belegstelle für die redaktionell getarnte Presseinformation der Verteidigungsministerin auf Krone.at (29.11.25) + + + + FUßNOTE: Der Kabarettist und Parteibuchsammler Rudi Fußi, der 2002 ein ziemlich erfolgreiches Volksbegehren gegen die Anschaffung der Eurofighter initiert und durchgezogen hat, sitzt 2025 beim Fellner und "duelliert" sich mit dem Groszmaul der Nation. Zur Anschaffung der Leonardo Abfangjähger ist den beiden nichts eingefallen.

+ Nach Entziehung ohne Kur musste Thomas Glavinic, seit rund einem Jahrzehnt mehr oder weniger verschollen, seinen Privatkonkurs anmelden. Nun wartet zwar ein neuer Roman in der Schublade auf Veröffentlichung, doch würde der Erfolgsschriftsteller dafür einen Vorschuss von 80.000 Euro beziehen, käme er in folgende kafkaeske Lage: „Aufgrund meiner Pfändungssituation beschlagnahmt der Staat alles bis auf das Existenzminimum. Mir bleiben also ca. 13.200 Euro für ein Jahr. Die Sozialversicherung berechnet ihre Beiträge aber vom Bruttobetrag. Das wären deutlich mehr als 13.200 Euro. Ich kann es mir also leider nicht leisten, meinem Beruf nachzugehen … Das ist Zensur durch Mathematik. Aber ja, im Untergrund, abseits dieser Irrenanstalt, existiert ein Roman. Er wartet darauf, dass die Realität wieder logisch wird.“ Darauf allerdings wird er vergeblich warten. Wir aber müssen nicht mehr warten auf Details seiner Geschichte, aufgeschrieben von Heinz Sichrovsky, publiziert von NEWS.at (27.11.25) + + SIEHE AUCH: Sieben Nächte im Bett mit Thomas Glavinic (Der Jonaskomplex, 2016)

+ Skandal des Monats veranlasst Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer zum Rücktritt. Wie die Leitmedien berichten, war das Hauptproblem angeblich die „misslungene Kommunkation“.

+ Zeitschrift „Neues aus Österreich“, Ausgabe 95, mit dem Titel „70 Jahre österreichische Neutralität – heute aktueller denn je“, ist erschienen. Download auf nfoe.at

+ Kriegstreiber Deutschland (Updates November 2025)

+ Die Akte Maaßen. Der ehemalige Inlandsnachrichtendienstchef und gescheiterte Politiker wird von seinen ehemaligen Mitarbeitern überwacht. Vorgeworfen werden ihm dabei Meinungs- und Sprechdelikte, insbesondere Kritik an der Regierung in Bezug auf die desaströse Migrationspolitik und das allgemeine Niederwirtschaften des Landes betreffend. Er wehrt sich in einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln gegen diesen einer freiheitlichen Demokratie völlig unwürdigen Vorgang und hat die ihm bisher vorliegenden Dokumente öffentlich gemacht. Siehe: http://die-akte-maassen.de

+ Neuerscheinung des Monats: Cum/Ex, Milliarden und Moral: Warum sich der Kampf gegen Wirtschaftskriminalität lohnt. Von Anne Brorhilker, die als Oberstaatsanwältin der Staatsanwaltschaft Köln jahrelang und unerschrocken die Cum/Ex-Ermittlungen geleitet hat. Sie kennt das komplexe Verhältnis zwischen Wirtschaftskriminalität und Justiz wie keine andere. Hier schildert sie erstmals ihre erstaunlichen Erfahrungen mit der Finanzelite, blickt hinter die Kulissen der Großbanken und entlarvt die Selbstgefälligkeit vieler Steuerhinterzieher: Weshalb war die Aufklärung trotz jahrelanger Ermittlung und auch zahlreicher Urteile so mühsam? Warum tut sich der Staat so schwer, die Milliarden zurückzufordern? Geld, das den ehrlichen Steuerzahlern zusteht? Mit ihrem Entschluss, den Staatsdienst zu quittieren und als Teil der Zivilgesellschaft für Aufklärung zu sorgen, hat Anne Brorhilker ein Zeichen gesetzt: Der Kampf für Gemeinwohl und Gerechtigkeit geht uns alle an - und mit Mut können wir etwas bewegen! Ein Euro des Verkaufspreises dieses Buches geht an dieBürgerbewegung "Finanzwende e.V.". + +  Siehe auch: Kommentare von @NurderK auf X.com + + + Wir verlieren 100 Milliarden pro Jahr durch Finanzkriminalität | Jacobin Talks mit Anne Brorhilker

https://www.youtube.com/watch?v=b7fOmrE7mu8

+ Der Teufel trägt Prada – und ist nun Mayor of New York City. Report24.news bringt der Reihe nach die Schlagzeilen: Wahlsieg von Zohran Mamdani in New York: Sieg des kommunistischen Islam im Westen + + Islamo-Kommunist Mamdani siegt in New York + + + tagesschau.de beschwichtigt zwei Wochen nach der Wahl anlässlich des ersten Treffens von Mamdani und Trump im weißen Haus: "Wir waren uns in viel mehr einig, als ich dachte". + + + ethos.at kommentiert: Bedenklicher als die Tatsache, dass sich ein Demokrat zum Islam bekennt (was nicht impliziert, dass er ein Islamist sein muss), ist die Wahlbeteiligung in NY. Laut offiziellem Wahlergebnis erhielt der Bürgermeister knapp mehr als eine Millionen Stimmen. Das sind zwar gut die Hälfte aller Wähler, aber lediglich 12 Prozent der insgesamt 8,5 Millionen Einwohner von NY.

+ cop30 Klimagipfel 10. bis 21. November 2025 in Belem (Brasilien). Vorab liefert tagesschau.de 6.11.25 topaktuell das vollständige Vokabular der Klimakatastrophen-Ideologie. Guterres zu Klimawandel: "Moralisches Versagen und tödliche Fahrlässigkeit". ethos.at berichtet darüber im Artikel Klima-Katastrophen-Berichterstattung. + + andrea koch @drea_koch 6.11.25 via X.com: "Grandiose Recherche, Aufarbeitung und Zusammenfassung dieses wahrlich irren Alarmismus! Danke an ⁦@huberthurnhofer ⁩ für’s Aufmerksam-machen! Lassen wir auch diesen Artikel trenden und viral gehen. #KlimaKatastrophenBerichterstattung". + + + Anna Nina @annaninii am 25.11.25 via X.com "Wolfgang Bosbach [ex-CDU-Politiker, mittlerweile ausgetreten] fordert das Ende der grünen Energiewende, und liefert die VERNICHTENDEN ZAHLEN gleich mit! Deutschland seit 1990: CO₂-Ausstoß minus 48%. Weltweit: plus 65% China: sogar plus 450%! Was bringt unsere Klimapolitik dem Klima? Nichts! Was bringt's Deutschland? Wirtschaftsvernichtung! Habeck würde sagen: Die Produktion ist nicht weg, sie ist nur nach China verlagert (wo sie übrigens noch dreckiger läuft). Wir ruinieren unsere Industrie für null Klimaschutz, während andere Länder auf billige Energie setzen und abkassieren. Bosbach spricht einfach die bittere REALITÄT aus." + + + +  Psychodad78 @Psychodad578 26.11.25 via X.com: Ich hab es nie verstanden in den letzen 30 Jahren ist die Wirtschaft um ca.45 Prozent gestiegen und der CO₂ gleichzeitig um über 38 Prozent reduziert wir lagen auf einen guten Weg warum dieser idioloische Extremismus. Ich hab es nie verstanden + + + + +  Indigene Aktivisten stürmen gesicherte Zeltstadt der UNO-Klimakonferenz. (ORF.at 12.11.25) + + + + + Indigene blockieren Zugang zu UNO-Klimagipfel in Belem. utzende Indigene und andere Klimaaktivisten haben heute stundenlang den Haupteingang der Weltklimakonferenz in Brasilien blockiert. Vor dem Einlass in die Zeltstadt in Belem postierten sich bewaffnete und teilweise maskierte Polizisten in Schutzausrüstung. (ORF.at 14.11.25)

Krone 2025 11 30

+ Schlusspunkt: Je dünner die Nachrichtenlage, umso flauschiger die Schlagzeilen. Die zentrale Frage bleibt jedoch offen: Wie, warum und zu welchem Zwecke kommt ein Redaktionsleiter auf die abstruse Idee, dass das, was irgendwer im Jahr 2029 will, am 30.11.2025 eine „Nachricht“ sei, mehr noch, Aufmacher des Tages, wie das die Journalisten nennen. Die Antwort: weil es der Wille des Kanzlers ist. Womit einmal mehr bewiesen wäre: Die Krone der Hofeberichterstatter ist die Kronenzeitung. Im übrigen gilt: Jede Formulierung, die insinuiert zu wissen, was eine andere Person will (Putin will, Trump will, Stocker will…) ist reine Spekulation und hat prinzipiell nichts mit einer Nachricht (Information im journalistischen Sinne, Tatsachenbehauptung im politologischen Sinne) zu tun – auch dann nicht, wenn sie auf der Titelseite eines „Nachrichtenmediums“ steht, das von der österreichischen Regierung Jahr für Jahr für seinen „Qualitätsjournalismus“ gefördert wird.

2025.12.02 Ist Widerstand gegen Aufrüstung naiv?

Mittendrein Solty 800

Krieg und Frieden: Lisa Mittendrein im Gespräch mit Ingar Solty

Zeit: 2. Dezember 2025, 19:00 Uhr (Einlass 18:30 Uhr)

Ort: FLUCC, Praterstern 5, 1020 Wien, Eintritt: freie Spende

Wer heute gegen Aufrüstung ist, gilt als naiv. Denn bewaffnete Konflikte und imperiale Auseinandersetzungen spitzen sich zu. Gibt es wirklich keine Alternative zu Krieg und Militarisierung? Welche Antworten brauchen linke Bewegungen in einer Zeit des Wettrüstens?

Mit Ingar Solty spricht Lisa Mittendrein über aktuelle Kriege und die dahinterliegende Logik von Imperialismus und Militarisierung. Es geht um die Positionen, die linke Bewegungen und Parteien in der Geschichte zu Kriegen eingenommen haben, und um die große Aufgabe, vor der wir heute stehen: für Frieden zu kämpfen.

Ingar Solty ist Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik am Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Er ist Autor von Trumps Triumph? Der postliberale Kapitalismus und der Edition Marxismen.

Zweite Folge der 3. Staffel der Attac-Gesprächsreihe Die neue Zeit kommt nicht von allein.

Medienpartner: Tagebuch